DE102008004902A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Perforieren von Bandmaterial - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung sieht eine Vorrichtung zum Perforieren von bedruckbarem, insbesondere schon bedrucktem Bundmaterial mit einer Schneideinrichtung und einer Gegenschneide vor, wobei die Schneideinrichtung einen Perforationskamm durch Schlitze voneinander getrennten, nebeneinander angeordneten Perforationszähnen mit jeweils einer mit einer Gegenkante des Gegenmessers zusammenwirkenden zum Perforieren des Bandmaterials aufweist, bei der am Grund der Nuten (2.3) zwischen den Perforationszähnen (2.4) jeweils eine weitere Schneidkante (2.6) zum vollständigen Trennen des Bandmaterials vorgesehen ist. Weiterhin sieht die Erfindung ein Verfahren zum Bearbeiten von bedruckbarem, insbesondere schon bedrucktem Bandmaterial vor. Hierdurch wird es möglich, mit einer Vorrichtung sowohl das Perforieren des Bandmaterials als auch das vollständige Abtrennen vorzunehmen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Perforieren von bedruckbarem, insbesondere schon bedrucktem Bandmaterial mit einer Schneideinrichtung und einer Gegenschneide, wobei die Schneideinrichtung einen Perforationskamm durch Nuten voneinander getrennten, nebeneinander angeordneten Perforationszähnen mit jeweils einer mit einer Gegenkante des Gegenmessers zusammenwirkenden zum Perforieren des Bandmaterials aufweist sowie ein Verfahren zum Bearbeiten von bedruckbarem, insbesondere schon bedrucktem Bandmaterial.
- Beim Bandmaterial kann es sich um das unterschiedlichste flache Material handeln, wie Trägerbänder für auf diesem vorgesehene einzelne Etiketten, Folienbänder, flachliegendes schlauchförmiges Material, beispielsweise zum Einsatz als Schrumpfschlauch für die Ummantelung von elektrischen Bauelementen oder Anschlussdrähten derselben oder dergleichen.
- Bisher wurden Schneideinrichtungen zum Perforieren des Bandmaterials derart eingesetzt, dass zwischen verbliebenen benachbarter Einzelabschnitte des Bandmaterials verbindenden Stegen durch Trennungen geschaffen wurden, die ein späteres Abreisen der Einzelabschnitte voneinander erleichterten.
- Sollte ein gesamtes Band nicht wieder als Endlosband auf einer Spindel aufgewickelt werden, sondern in Abschnitte unterteilt werden, die mehrere durch Perforationen voneinander getrennte Einzelabschnitte aufwiesen, so war es notwendig, eine zweite Schneideinrichtung einzusetzen, mit der ein aus mehreren Einzelabschnitten bestehender Gesamtabschnitt vollständig, gegebenenfalls von Hand, vom restlichen Bandmaterial getrennt wurde.
- Dies ist konstruktiv und verfahrensmäßig aufwändig und damit mit hohen Kosten verbunden.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine vorrichtungs- und verfahrensmäßig einfache und damit preiswertere Lösung sowohl zum Perforieren als auch zum Schneiden von Bandmaterial vorzuschlagen.
- Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass am Grund der Nuten zwischen den Perforationszähnen jeweils eine weitere Schneidkante zum vollständigen Trennen des Bandmaterials vorgesehen ist. Zur Lösung der genannten Aufgabe sieht die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren vor, dass zum Perforieren des Bandmaterials zwischen Einzelabschnitten desselben eine Schneideinrichtung in einem ersten Schneidschritt das Bandmaterial lediglich mit durch Nuten voneinander getrennte, nebeneinander angeordnete Perforationszähne im Bereich der Perforationszähne trennt und dass zum gemeinsamen Abtrennen mehrerer über verbliebene Stege zwischen den Perforationen zusammenhängender Einzelabschnitte vom restlichen Bandmaterial das Bandmaterial in einem zweiten Schneidschritt durch Schneidkanten im Bereich des Grunds der Schlitze oder Nuten zwischen den Perforationszähnen zusätzlich durchtrennt wird. Die Schneidschritte folgen gegebenenfalls aufeinander, ohne dass das Schneidmesser zwischen diesen zurückbewegt wird.
- In bevorzugter Ausgestaltung ist dabei die Vorrichtung ausgebildet durch eine Steuereinrichtung zum Steuern des Schneidens mit zwei Schneidschritten derart, dass bei einem ersten Schneidschritt lediglich die Schneidkanten der Perforationszähne das Bandmaterial schneiden, während im Bereich der Nuten eine Verbindung des Bandmaterials bestehen bleibt, die durch einen größeren Schneidschritt durch die Schneidkanten am Grund der Schlitzte trennbar sind.
- Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sehen vor, dass die Perforationszähne an den Gegenschneidkanten der Gegenschneiden vorbeiführbar sind, wobei insbesondere der Radialabstand der Gegenschneidkanten von einer Schwenkachse der Schneideinrichtung lediglich um eine technisch erforderliche Toleranz geringfügig größer ist als der Radialabstand der Schneidkanten der Perforationszähne von der Schwenkachse und/oder die Schneidkanten der Perforationszähne und die Schneidkanten am Grund der Nuten der Schneideinrichtung den gleichen Radialabstand von der Schwenkachse der Schneideinrichtung aufweisen.
- Durch die Erfindung wird eine Vorrichtung mit einer doppelten Schneideinrichtung geschaffen, die einerseits Schneidkanten im Bereich des freien Endes der Schneidzähne des Perforationskammes aufweist und andererseits in den zwischen den Perforationszähnen gegebenen Nuten Schneidkanten am Grunde derselben. Hierdurch wird es ermöglicht, dass in einem ersten Schneidschritt durch die Schneidkanten am freien Ende der Perforationszähne zunächst lediglich eine Perforation des Bandmaterials erfolgt, wobei zwischen den Perforationszähnen im Bereich der Nuten zwischen diesen Einzelabschnitte des Bandmaterials miteinander verbunden bleiben. Andererseits kann, beispielsweise nach einer vorgegebenen Anzahl von Herstellung von Einzelabschnitten durch Perforationen zwischen diesen ein solcher mehrere Einzelabschnitte aufweisender Gesamtabschnitt des Bandmaterials vollständig vom restlichen Bandmaterial mit der gleichen Vorrichtung und insbesondere der gleichen Schneideinrichtung getrennt werden, indem dann in einem zweiten Schneidschritt die Schneidkanten am Grund der Nuten zusätzlich die beim ersten Perforieren verbliebenen Stege des Bandmaterials durchtrennen.
- Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung im Einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt:
-
1 eine perspektivische Gesamtdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; -
2 einen achssenkrechten Schnitt durch eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung; -
3 eine Detaildarstellung eines rotierenden Schneidmessers mit Gegenmesser; -
4 eine Detaildarstellung eines Schneidmessers in Form einer Giutine; -
5 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Schneidmessers mit Gegenmesser; -
6 eine vergrößerte Darstellung des Schneidkantenbereichs des erfindungsgemäßen Schneidmessers; -
7 eine Schnittdarstellung zur Veranschaulichung eines Perforationsschnitts; -
8 eine der7 entsprechende Schnittdarstellung zur Darstellung eines vollständigen Materialschnitts; und -
9 eine schematische Darstellung zum Materialrückzug nach einem Perforationsschnitt zur Vorbereitung eines Druckvorgangs. - Die erfindungsgemäße Vorrichtung
1 zum Perforieren von bedruckbarem, insbesondere schon bedrucktem Bandmaterial weist eine erste Schneideinrichtung2 mit einem Schneidmesser2.1 und ein Gegenmesser3 auf, zwischen denen das zu perforierende und zu schneidende Bandmaterial4 hindurchgeführt ist (2 ). Bei der in den1 bis3 dargestellten Ausgestaltung wird mit einem Rotationsmesser die Schneideinrichtung zweimal durch einen Elektromotor1.1 über ein Getriebe1.2 angetrieben. Das Gegenmesser ist elastisch durch eine Schraubenfeder3.2 gegen das Schneidmesser gedrückt. Die gesamte Vorrichtung kann durch eine Halterung1.3 an einem Drucker befestigt werden. - Die Schneideinrichtung
2 ist mittels einer Achse S, die von einem Antrieb (nicht dargestellt) angetrieben ist, in der noch zu beschreibenden Weise verschwenkbar. - Das Schneidmesser
2.1 der Schneideinrichtung2 ist an deren Umfang angeordnet und als Perforationskamm2.2 ausgebildet, der eine Vielzahl von durch Schlitze oder Nuten2.3 getrennte Perforationszähne2.4 hat, die jeweils in einer äußeren Schneidkante2.5 münden. - Die Begrenzung der Nuten
2.3 zwischen den Perforationszähnen2.4 am Grund der Nuten2.3 sind ebenfalls als Schneidkanten2.6 ausgebildet. - Die Schneidkanten
2.5 und2.6 liegen auf dem gleichen radialen Abstand zur Schwenkachse S. - Den Schneidkanten
2.5 ,2.6 ist eine Gegenkante3.1 des Gegenmessers3 zugeordnet. Die Gegenkante3.1 weist zur Schwenkachse S der Perforationseinrichtung2 einen radialen Abstand auf, der grundsätzlich dem der Schneidkanten2.5 ,2.6 entspricht, aber unter Berücksichtigung erforderlicher Toleranzen derart gewählt ist, dass die Schneidkanten2.5 ,2.6 , insbesondere erstere die Gegenkante3.1 nicht berühren, sondern an dieser mit minimalst möglichem Abstand vorbeiführbar sind. - Die
4 zeigt ein translatorisch oder linear bewegtes Schneidmesser2.1 mit Gegenmesser3 . Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen wie bei der Ausgestaltung der1 und2 bezeichnet. Die5 zeigt eine perspektivische Darstellung des Gegenstands der4 , wobei die Ausgestaltung von Nuten2.3 , deren Schneidkanten2.6 , den Zähnen2.4 sowie deren Schneidkanten2.5 in gleicher Weise für die Ausgestaltung bei einem rotatorischen Schneidmesser entsprechend den2 und3 gegeben ist. Wie insbesondere aus der6 ersichtlich ist, ist die Nut an ihrem Grunde (Maß B) breiter als an den Schneidkanten2.5 der Schneidzähne2.4 (Maß A). Hierdurch wird erreicht, dass eventuell abgerissene Stege des zu schneidenden Materials4 aus der Nut2.3 herausfallen und diese nicht verstopfen. - Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist weiterhin eine Steuereinrichtung (nicht dargestellt) auf, mit der die Schneideinrichtung
2 mit zwei aufeinanderfolgenden Schneidschritten bewegbar ist und zwar zum einen derart, dass die Schneidkante2.5 bis über die Gegenkante3.1 durch Verschwenken hinausgeführt wird, die Schneidkante2.6 aber von der Gegenkante3.1 einen Abstand einhält, der mindestens der Stärke des zu bearbeitenden Bandmaterials4 entspricht. In einem zweiten Schritt ist die Schneideinrichtung2 derart verschwenkbar, dass auch die Schneidkante2.6 zumindest bis zur Gegenkante3.1 oder geringfügig über diese hinaus verschwenkt wird. - Die
7 und8 zeigen die Schneidvorgänge bei einem linear bewegten Schneidmesser. Damit nach dem Perforieren das Bandmaterial4 am Gegenmesser3 nicht abknickt, ist mit geringem Abstand zu diesem eine Stütze5 als Ablagetisch angeordnet. - Der erste in
7 anhand eines linear bewegten Schneidmessers dargestellte – Schneidschritt dient dazu, das zu bearbeitende Bandmaterial4 lediglich zu perforieren, da dieses dabei nur im Bereich der Zähne2.4 geschnitten wird, im Bereich der Nuten2.3 aber durchgehend verbunden bleibt. - Beim zweiten Schritt (
8 ) werden nach dem Durchtrennen durch die Zähne2.4 verbleibenden Verbindungen im Bandmaterial ebenfalls durchtrennt und damit ein Abschnitt des Bandmaterials von dem nachfolgenden Bandmaterial völlig abgetrennt. - Hierdurch wird erreicht, dass das Perforieren von Bandmaterial und Abtrennen eines Abschnitts aus mehreren, jeweils gegeneinander durch Perforationen separierten Einzelabschnitten vollständig vom Endlosband des Bandmaterials
4 durch eine einzige Schneideinrichtung2 getrennt wird und hierzu nicht zwei verschiedene aufeinanderfolgende Schneideinrichtungen, eine lediglich zum Perforieren und eine weitere zum vollständigen Abtrennen erforderlich sind. - Soll die Perforation vor dem Bedrucken des bandförmigen Materials vorgenommen werden, so wird – wie in
9 dargestellt – nach dem Perforieren gemäß7 (ohne vollständiges Durchtrennen gemäß8 ) das Material mittels einer Förderrolle6 zurückgezogen, damit es von seinem vorderen Rand aus vollständig bedruckt werden kann. -
- 1
- Vorrichtung
- 1.1
- Elektromotor
- 1.2
- Getriebe
- 1.3
- Halterung
- 2
- Schneideinrichtung
- 2.1
- Schneidmesser
- 2.2
- Perforationskamm
- 2.3
- Nuten
- 2.4
- Perforationszähne
- 2.5, 2.6
- Schneidkanten
- 3
- Gegenmesser
- 3.1
- Gegenkante
- 3.2
- Schraubenfeder
- 4
- Bandmaterial
- 5
- Stütze
- B
- Breite
- S
- Achse
Claims (7)
- Vorrichtung zum Perforieren von bedruckbarem, insbesondere schon bedrucktem Bandmaterial mit einer Schneideinrichtung und einer Gegenschneide, wobei die Schneideinrichtung einen Perforationskamm durch Nuten voneinander getrennten, nebeneinander angeordneten Perforationszähnen mit jeweils einer mit einer Gegenkante des Gegenmessers zusammenwirkenden zum Perforieren des Bandmaterials aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass am Grund der Nuten (
2.3 ) zwischen den Perforationszähnen (2.4 ) jeweils eine weitere Schneidkante (2.5 ) zum vollständigen Trennen des Bandmaterials vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung zum Steuern des Schneidens mit zwei Hüben derart, dass bei einem ersten Schritt lediglich die Schneidkanten (
2.5 ) der Perforationszähne (2.4 ) das Bandmaterial (4 ) schneiden, während im Bereich der Schlitze (2.3 ) eine Verbindung des Bandmaterials bestehen bleibt, die durch einen größeren Schneidschritt durch die Schneidkanten (2.6 ) am Grund der Schlitzte (2.3 ) trennbar sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationszähne (
2.4 ) an den Gegenschneidkanten (3.1 ) der Gegenschneiden (3 ) vorbeiführbar sind. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkanten (
2.5 ) der Perforationszähne (2.4 ) und die Schneidkanten (2.6 ) am Grund der Nuten (2.2 ) der Schneideinrichtung (2 ) den gleichen Radialabstand von der Schwenkachse (S) der Schneideinrichtung (2 ) aufweisen. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (
2.3 ) an ihrem Grund (2.6 ) eine größere Breite (B) aufweisen als an der äußeren Schneidkante (2.5 ) der Schneidzähne (2.4 ). - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenmesser (
3 ) elastisch gegen das Schneidmesser (2.1 ) gedrückt ist. - Verfahren zum Bearbeiten von bedruckbarem, insbesondere schon bedrucktem Bandmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass zum Perforieren des Bandmaterials zwischen Einzelabschnitten desselben eine Schneideinrichtung in einem ersten Schneidschritt das Bandmaterial lediglich mit durch Nuten voneinander getrennte, nebeneinander angeordnete Perforationszähne im Bereich der Perforationszähne trennt und dass zum gemeinsamen Abtrennen mehrerer über verbliebene Stege zwischen den Perforationen zusammenhängender Einzelabschnitte vom restlichen Band material das Bandmaterial in einem zweiten Schneidschritt durch Schneidkanten im Bereich des Grunds der Nuten zwischen den Perforationszähnen zusätzlich durchtrennt wird.
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