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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Mikrorektifikationskolonne für die thermische
Trennung von Flüssigkeiten
mit mehreren in der Mikrorektifikationskolonne angeordneten, und
den Kolonneninnenraum unterteilenden Kolonnenböden.
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Destillation
und Rektifikation sind Verfahren für die destillative Auftrennung
von Flüssigkeitsgemischen.
Im Vergleich zur einfachen Destillation ist die Rektifikation mehrstufig
ausgebildet und bietet hierdurch eine deutlich höhere Trennleistung. Die Mehrstufigkeit
wird bei der Rektifikation dadurch bewirkt, daß flüssige Phase und gasförmige Phase
in der Kolonne unter unmittelbarer Berührung im Gegenstrom zueinander
geführt
werden. Hierzu sind in einer Rektifikationskolonne Vorrichtungen
(Packungen, Füllkörper, Kolonnenböden) vorgesehen,
die eine möglichst
große
Kontaktfläche
zwischen der flüssigen Phase
und der gasförmigen
Phase ermöglichen.
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An
der Kontaktfläche
zwischen flüssiger Phase
und gasförmiger
Phase in einem bestimmten Bereich einer Rektifikationskolonne kann
sich bei gegebener Temperatur und gegebenem Druck und bei ausreichend
langem Kontakt theoretisch ein Gleichgewicht der Stoffe, die in
der flüssigen
Phase vorliegen, und der Stoffe, die in der gasförmigen Phase vorliegen, einstellen.
Dies ist tatsächlich
jedoch nur bei der idealen Kolonne der Fall. Zwar wird der Idealzustand
der Gleichgewichtseinstellung in der Praxis üblicherweise nicht erreicht,
dennoch reichern sich bei der Rektifikation durch das Gegenstromprinzip die
leichter flüchtigen
Komponenten des Flüssigkeitsgemisches
in Richtung des Kolonnenkopfes an und die schwerer flüchtigen
in Richtung des Kolonnenbodens. Die Trennleistung einer Kolonne
kann dann aus den Parametern der tatsächlich erfolgten Trennung rechnerisch
bestimmt werden und wird ausgedrückt
in Form der errechneten Anzahl der theoretischen Böden.
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Die
Rektifikation ist ein industriell häufig angewandtes Verfahren
zur Stofftrennung und wird beispielsweise eingesetzt beim Brennen
alkoholischer Getränke,
bei der Erdölraffination,
bei der industriellen Herstellung von Flüssigchemikalien und bei der destillativen
Auftrennung von verflüssigter
Luft in ihre Bestandteile.
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Rektifikationskolonnen
sind säulen-
oder turmartige Geräte
oder Apparate aus beispielsweise Glas, metallischen Werkstoffen
oder Keramik. Im Bereich des Kolonnensumpfes ist üblicherweise
ein Verdampfer angeordnet und im Bereich des Kolonnenkopfes befindet
sich allgemein ein Kondensator. In der Regel befindet sich im unteren
Bereich der Rektifikationskolonne ein Einlaß und am Kolonnenkopf bzw.
im Bereich des Kondensators ein Auslaß, wobei Einlaß und Auslaß so gestaltet
sein können, daß ein kontinuierlicher
oder diskontinuierlicher Betrieb der Kolonne erfolgen kann.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenkolonne. Bei einer Bodenkolonne
sind die Vorrichtungen, die vorgesehen sind, um eine möglichst große Kontaktfläche zwischen
der flüssigen
Phase und der gasförmigen
Phase zu ermöglichen,
Kolonnenböden.
Kolonnenböden
sind üblicherweise
waagerechte, plattenförmige
Einbauten, die in bestimmten Abständen in die zylindrische Kolonne
eingebaut sind. Die Böden
von Bodenkolonnen können
sieb- oder gitterförmig
ausgestaltet sein oder andere Einrichtungen aufweisen, durch die
die gasförmige
Phase den Boden durchdringen kann, wie z. B. Bohrungen, Schlitze,
glockenförmige
Durchlässe
oder Ventile. Bei der Rektifikation fließt die flüssige Phase auf einer Seite
der Kolonne auf den Kolonnenboden und von dort quer über den
Boden und an der anderen Seite über
ein Wehr auf den darunter liegenden Boden. Die Flüssigkeitsschicht,
die sich auf dem Kolonnenboden befindet, kommt hierbei mit der gasförmigen Phase
in Kontakt. Sind im Kolonnenboden Öffnungen vorgesehen, durch
die die gasförmige
Phase hindurchtreten kann, so bildet sich eine sogenannte Sprudelschicht
aus. Bei Glockenböden
kann ein Teil der durch die im Boden vorgesehenen Öffnungen durchtretenden
gasförmigen
Phase an den über
den Öffnungen
angeordneten Gloc ken kondensieren, wobei das Kondensat von dort
auf den Glockenboden gelangt, wo es sich ansammelt.
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Die
Bauweise eines Kolonnenbodens beeinflußt in hohem Maße die Trenneigenschaften
einer Rektifikationskolonne für
eine bestimmte Trennaufgabe. Alleine die unterschiedlichen Fließeigenschaften
des zu trennenden Gemischs und seiner Komponenten machen es erforderlich,
daß man
für eine
bestimmte Trennaufgabe die geeignete Kolonnenbodenbauweise und die
optimalen Eigenschaften der Kolonnenböden, wie z. B. Material, Oberflächeneigenschaften,
Größe der Poren, Öffnungen
oder Schlitze, ermittelt. Bei der Herstellung einer Kolonne werden
diese Eigenschaften üblicherweise
vorab festlegt, wodurch man ein Kolonne erhält, die für eine bestimmte Trennaufgabe
optimiert ist, die für
eine andere Trennaufgabe dagegen nicht unbedingt geeignet sein muß. Demzufolge
benötigt
man für
unterschiedliche Trennaufgaben unter Umständen auch mehrere verschiedene
Rektifikationskolonnen, was mit entsprechend erhöhten Anschaffungskosten verbunden
ist. Gerade in Bereichen, in denen man mit sehr unterschiedlichen
Trennaufgaben konfrontiert ist, wie z. B. bei der Herstellung von
kleinen Mengen an bestimmten Chemikalien für wissenschaftliche Labors
oder bei der Herstellung von Feinchemikalien, stellt dies ein Problem
dar.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rektifikationskolonne
bereitzustellen, die für
eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Trennaufgaben bei der präparativen
Trennung von kleinen Mengen an Flüssigkeitsgemischen, wie z.
B. in einem Feinchemikalienlabor oder in einem wissenschaftlichen
Labor einsetzbar ist. Es ist außerdem gewünscht, daß diese
Rektifikationskolonne im Hinblick auf die jeweiligen Trennaufgaben
bessere Trennleistungen bietet als eine herkömmliche Rektifikationskolonne.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch eine Mikrorektifikationskolonne der eingangs genannten Art,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Mikrorektifikationskolonne
ein Kolonnengehäuse
und wenigstens einen Kolonneneinsatz umfaßt, wobei die Kolonnenböden an dem
Kolonneneinsatz angeordnet sind, und wobei der Kolonneneinsatz entnehmbar
im Kolonnengehäuse
angeordnet ist.
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Dadurch,
daß gemäß der vorliegenden
Erfindung die Kolonnenböden
nicht unmittelbar am Kolonnengehäuse
angeordnet sind, sondern an einem Kolonneneinsatz, der wiederum
entnehmbar im Kolonnengehäuse
angeordnet ist, können
bei der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
je nach Trennaufgabe unterschiedliche Kolonnenböden zur Unterteilung des Kolonneninnenraums
in das Kolonnengehäuse
eingebracht werden. Besonders vorteilhaft ist hier bei, daß dadurch,
daß die
Kolonnenböden am
jeweiligen Kolonneneinsatz angeordnet sind, alle Kolonnenböden gleichzeitig
aus dem Kolonnengehäuse
entnommen werden können,
und es kann dann ein anderer Kolonneneinsatz mit anderen Kolonnenböden oder
mit einer anderen Anzahl und Anordnung von Kolonnenböden in das
Kolonnengehäuse
eingebracht werden. Außerdem
können
an den in dem entnommenen Kolonneneinsatz angeordneten Kolonnenböden Veränderungen
vorgenommen werden, oder es können
die in dem entnommenen Kolonneneinsatz angeordneten Kolonnenböden durch andere
Kolonnenböden
ausgetauscht werden, oder es können
Anzahl und Anordnung Kolonnenböden geändert werden.
Die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
ist hierdurch für
eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Trennaufgaben einsetzbar und
kann durch die Auswahl der eingesetzten Kolonnenböden und
die Auswahl der Kolonnenbodenzahl und -anordnung im Hinblick auf
die jeweilige Trennaufgabe optimiert werden, um die für diese
Trennaufgabe bestmögliche
Trennleistungen zu erreichen.
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Die
Kolonnenböden
sind vorzugsweise unter Glockenböden,
Ventilböden,
Siebböden
oder Gitterböden
ausgewählt.
Vorzugsweise sind in dem Kolonneneinsatz wenigstens 3 und bis zu
30 Kolonnenböden
angeordnet. Noch bevorzugter sind in dem Kolonneneinsatz wenigstens
5 und bis zu 20 Kolonnenböden
angeordnet. Bei einer Ausführungsform
der Erfindung haben alle Kolonnenböden die gleiche Bauweise. Bei
einer alternativen Ausführungsform der
Erfindung sind die Kolonnenböden
verschieden aufgebaut, so daß in
einem Kolonneneinsatz beispielsweise Glockenböden mit Siebböden, Glockenböden mit
Ventilböden
oder Ventilböden
mit Gitterböden
kombiniert sind usw..
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Die
erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
ist aufgrund der Möglichkeit
die Art, Anzahl und Anordnung der Kolonnenböden schnell und leicht zu variieren
von besonderem Vorteil bei der präparativen Trennung von kleinen
Mengen verschiedener Flüssigkeitsgemische
in einem Feinchemikalienlabor. Auch bei der Fraktionierung von nur
in sehr kleinen Mengen verfügbaren
Stoffgemischen, wie z. B. Gemische von bestimmten ätherische Ölen, kann
die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
in vorteilhafter Weise durch Auswahl der Art, Anzahl und Anordnung
der Kolonnenböden
schnell und leicht an die jeweilige Trennaufgabe angepaßt werden.
Darüber
hinaus ist die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
ausgesprochen nützlich
in einem Entwicklungs- oder Forschungslabor, in dem für bestimmte
Trennaufgaben geeignete destillative Trennsysteme gesucht werden
oder in dem die Parameter der Rektifikation und deren Wechselwirkung
grundsätzlich
untersucht werden.
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Die
erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
ist insbesondere für
den Einsatz in technischen oder wissenschaftlichen Labors konzipiert.
Die Größe der Kolonne
ist daher dem Labormaßstab
angepaßt.
So hat der Innenraum des Kolonnengehäuses vorzugsweise eine Gesamthöhe im Be reich
von 5 cm bis 100 cm, vorzugsweise eine Gesamthöhe im Bereich von 10 cm bis
50 cm und besonders bevorzugt eine Gesamthöhe im Bereich von 10 cm bis
30 cm. Die Anzahl der Kolonnenböden
beträgt
bezogen auf die Höhe
des Kolonneninnenraums vorzugsweise von 1 Kolonnenboden pro 0,5
cm bis 1 Kolonnenboden pro 3 cm, vorzugsweise von 1 Kolonnenboden pro
1 cm bis 1 Kolonnenboden pro 2 cm.
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Bei
einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
besteht das Kolonnengehäuse
aus einem Bauteil, in das der Kolonneneinsatz gas- und flüssigkeitsdicht
einsteckbar ist, wobei hierdurch das Kolonnengehäuse in Verbindung mit dem Kolonneneinsatz
einen abgeschlossenen von den Kolonnenböden unterteilten Kolonneninnenraum
ausbildet.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
besteht das Kolonnengehäuse
aus wenigstens zwei Kolonnengehäuseteilen,
wobei die Kolonnengehäuseteile lösbar gas-
und flüssigkeitsdicht
so miteinander verbindbar sind, daß hierdurch die Kolonnengehäuseteile
gegebenenfalls in Verbindung mit dem Kolonneneinsatz den Kolonneninnenraum
ausbilden. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß bei einem
zwei- oder mehrteiligen
Kolonnengehäuse
die Kolonnengehäuseteile
durch Verbindungsmittel sehr fest miteinander verbunden werden können, um
sicher zu stellen, daß ein
gas- und flüssigkeitsdicht
abgeschlossener Kolonneninnenraum entsteht. Für diese Zwecke geeignete Verbindungsmittel
können
beispielsweise Schrauben, Spangen oder Klemmen sein, durch die die
Kolonnengehäuseteile
so aneinander gepreßt
werden können,
daß die
Kolonnengehäuseteile
einen gas- und flüssigkeitsdicht
abgeschlossenen Kolonneninnenraum ausbilden.
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Die
Formulierung „gas-
und flüssigkeitsdicht abgeschlossen" wird hier so verstanden,
daß aus dem
in dieser Weise abgeschlossenen Kolonneninnenraum keine Gase oder
Flüssigkeiten
unkontrolliert entweichen können
und auch keine Gase oder Flüssigkeiten
unkontrolliert von außen
in den in dieser Weise abgeschlossenen Kolonneninnenraum eindringen
können.
Gerade das Abdichten einer aus einem Kolonnengehäuse und einem entnehmbaren Kolonneneinsatz
oder gar aus einem mehrteiligen Kolonnengehäuse und einem Kolonneneinsatz
aufgebauten Mikrorektifikationskolonne stellt eine große Herausforderung
dar, da die Kolonne in einem breiten Temperaturbereich, der beispielsweise
von Raumtemperatur bis über
400°C reichen
kann, betrieben wird. Außerdem
umfassen die Trenngemische häufig
organische Lösungsmittel,
die viele übliche
Dichtungsmaterialien angreifen. Darüber hinaus werden bestimmte
destillative Trennungen mit Unterdruck im Kolonneninnenraum gefahren.
Bei anderen Trennungen entsteht im Laufe der Rektifikation im Kolonneninnenraum
ein großer Überdruck.
Der Kolonneninnenraum der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist daher vorzugsweise auch bei Ko lonneninnenraumtemperaturen von
bis zu 250°C, noch
bevorzugter sogar bei Kolonneninnenraumtemperaturen von bis zu 400°C gas- und
flüssigkeitsdicht abschließbar. Vorzugsweise
ist der Kolonneninnenraum auch bei einem Überdruck im Kolonneninnenraum
von bis zu 3 bar, vorzugsweise von bis zu 5 bar, gas- und flüssigkeitsdicht
abgeschlossen. Besonders bevorzugt ist der Kolonneninnenraum auch
bei Vakuum, d. h. bis zu einem Unterdruck von bis zu 50 mbar, vorzugsweise
von bis zu 10 mbar, im Kolonneninnenraum, gas- und flüssigkeitsdicht
abgeschlossen.
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Damit
die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
gas- und flüssigkeitsdicht
abschließbar ist,
werden vorzugsweise Dichtungen bzw. Auflagen aus Kunststoff, wie
z. B. perfluorierter Kautschuk, perfluoriertes Elastomer, Fluorelastomer,
Polytetrafluorethylen oder -ethen, aus Aluminium oder aus Graphit
verwendet, um den Bereich zwischen Kolonneneinsatz und Kolonnengehäuse abzudichten,
um bei mehrteiligen Kolonnengehäusen
die Kolonnengehäuseteile
gegeneinander abzudichten und um gegebenenfalls auch den Bereich
zwischen Kolonnenböden
und Kolonneneinsatz bzw. Kolonnengehäuse abzudichten bzw. um leichte
Unebenheiten an den Kontaktflächen
zwischen den jeweiligen Bauteilen auszugleichen. Dichtungen bzw.
Auflagen aus Graphit haben den Vorteil, daß sie günstig sind und bis über 450°C temperaturbeständig sind.
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Die
Dichtungen bzw. Auflagen können
in den jeweiligen abzudichtenden Bereichen einfach vor dem Zusammenbau
der einzelnen Bauteile aufgelegt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
sind teilweise an den entsprechenden Stellen in dem Kolonnengehäuse, den
Kolonnengehäuseteilen und/oder
dem Kolonneneinsatz Nuten oder Vertiefungen vorgesehen, in die die
Dichtungen eingelegt bzw. eingesteckt werden können. Bei bestimmten Ausführungsformen
der Erfindung werden wenigstens teilweise Flachdichtungen bevorzugt.
Insbesondere bei der Verwendung von Graphitdichtungen, sind diese
vorzugsweise als Flachdichtungen ausgestaltet. Bei alternativen
Ausführungsformen
sind die Dichtungen wenigstens teilweise als Ringdichtungen bzw.
als Dichtungen mit im wesentlichen kreisförmigem oder elliptischem Querschnitt
ausgeführt.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist zwischen dem Kolonnengehäuse
bzw. einem Kolonnengehäuseteil
und dem Kolonneneinsatz und/oder zwischen zwei Kolonnengehäuseteilen
wenigstens eine flächige
Auflage vorgesehen, die sich vorzugsweise auf einer Ebene über die
gesamte Kontaktfläche
zwischen den jeweiligen Bauteilen erstreckt.
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Kolonnengehäuse und
Kolonneneinsatz können
aus jedem geeigneten Material aufgebaut sein. Wesentlich ist lediglich,
daß das
Material thermostabil ist. Vorzugsweise ist das Material wenigstens
bei Temperaturen von bis zu 250°C
stabil, noch bevorzugter sogar bei Temperaturen von bis zu 400°C. Vorzugsweise
ist das Material außerdem
lösungsmittelresistent
und im wesentlichen chemisch inert. Insbesondere bevorzugt ist das
Material ausgewählt
unter Metall, Keramik und Glas.
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Um
sicher zu stellen, daß die
erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
auch im Betrieb gas- und
flüssigkeitsdicht
abschließbar
bleibt, haben die Materialien, aus denen das Kolonnengehäuse bzw.
die Kolonnengehäuseteile
und der Kolonneneinsatz hauptsächlich
bestehen, vorzugsweise ähnliche
thermische Ausdehnungskoeffizienten. Besonders bevorzugt haben die
Materialien, aus denen der Kolonneneinsatz und die Kolonnenböden hauptsächlich bestehen, ähnliche
thermische Ausdehnungskoeffizienten. Noch bevorzugter haben die
Materialien, aus denen das Kolonnengehäuse bzw. die Kolonnengehäuseteile,
der Kolonneneinsatz und die Kolonnenböden hauptsächlich bestehen, ähnliche
thermische Ausdehnungskoeffizienten. Unter ähnlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
(Wärmeausdehnungskoeffizienten)
wird hier verstanden, daß die thermischen
Ausdehnungskoeffizienten eines verwendeten Materials um nicht mehr
als 30% von dem thermischen Ausdehnungskoeffizienten eines anderen
verwendeten Materials abweichen, wobei die prozentuale Abweichung
ausgehend von dem Material mit dem höheren thermischen Ausdehnungskoeffizienten
berechnet wird. Noch bevorzugter beträgt die Abweichung weniger als
20%, insbesondere bevorzugt beträgt
die Abweichung weniger als 10%.
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Besonders
bevorzugt weisen die Materialien, die für das Kolonnengehäuse, die
Kolonnengehäuseteile,
den Kolonneneinsatz und/oder die Kolonnenböden verwendet werden ähnliche
thermische Ausdehnungskoeffizienten im Bereich von 0 bis 250°C auf. Insbesondere
bevorzugt weisen die Materialien, die für das Kolonnengehäuse, die
Kolonnengehäuseteile und/oder
den Kolonneneinsatz verwendet werden ähnliche thermische Ausdehnungskoeffizienten
im Bereich von 0 bis 400°C
auf.
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Eine
spezielle Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist dadurch gekennzeichnet, daß das
Kolonnengehäuse aus
zwei Kolonnengehäuseteilen
besteht, wie z. B. einem Kolonnengehäusevorderteil und einem Kolonnengehäuserückteil,
wobei diese Kolonnengehäuseteile
so miteinander verbindbar sind, daß hierdurch der Kolonneninnenraum
ausgebildet wird. Bei einer alternativen Ausführungsform besteht das Kolonnengehäuse aus
drei Kolonnengehäuseteilen,
wie z. B. einem Kolonnengehäusevorderteil,
einem Kolonnengehäuserückteil und
einem Kolonnengehäusezwischenteil,
wobei diese Kolonnengehäuseteile
so miteinander verbindbar sind, daß hierdurch der Kolonneninnenraum
ausgebildet wird. Bei weiteren alternativen Ausführungsformen besteht das Kolonnengehäuse aus
mehreren Kolonnengehäuseteilen,
wie z. B. einem Kolonnengehäusevorderteil,
einem Kolonnengehäuserückteil und mehreren
Kolonnengehäusezwischenteilen,
wobei diese Kolonnengehäuseteile
so miteinander verbindbar sind, daß hierdurch der Kolonneninnenraum
ausgebildet wird.
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Wenn
hier davon die Rede ist, daß die
Kolonnengehäuseteile
so miteinander verbindbar sind, daß hierdurch der Kolonneninnenraum
ausgebildet wird, so bedeutet dies, daß hierdurch der Kolonneninnenraum
ungeachtet des darin einbringbaren Kolonneneinsatzes ausgebildet
wird. Es versteht sich, daß je nach
Gestaltung von Kolonnengehäuse
und Kolonneneinsatz, der Kolonneninnenraum wenigstens zum Teil durch
das Kolonnengehäuse
in Verbindung mit dem Kolonneneinsatz ausgebildet wird. In diesem Sinne
ist auch die Formulierung, daß „die Kolonnengehäuseteile
so miteinander verbindbar sind, daß hierdurch die Kolonnengehäuseteile
gegebenenfalls in Verbindung mit dem Kolonneneinsatz den Kolonneninnenraum
ausbilden," zu verstehen.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform weist
das Kolonnengehäuse
bzw. wenigstens ein Kolonnengehäuseteil
ein Sichtfenster auf, über
das man den Kolonneninnenraum auch während der Rektifikation einsehen
kann. Vorzugsweise ist an der entsprechenden Stelle des eingesetzten
Kolonneneinsatzes ebenfalls ein Sichtfenster, eine Öffnung oder ein
offener Bereich vorgesehen. Bei Ausführungsformen mit Kolonnengehäusezwischenteil
kann das Sichtfenster in dem Kolonnengehäusezwischenteil angeordnet
sein, wobei in diesen Fällen
eine entsprechend große Öffnung im
Kolonnengehäusevorderteil bzw.
-rückteil
vorgesehen ist.
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Eine
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist dadurch gekennzeichnet, daß der
Kolonneneinsatz an wenigstens einer Stelle einen offenen Bereich
aufweist, über
den wenigstens dann, wenn der Kolonneneinsatz vorübergehend
nicht im Kolonnengehäuse
angeordnet ist, ein mechanischer Eingriff an den Kolonnenböden erfolgen
kann. Vorzugsweise ist der Kolonneneinsatz an wenigstens einer Seite
offen, so daß über die
gesamte Breite der einzelnen Kolonnenböden ein Eingriff an den Kolonnenböden erfolgen
kann. Besonders bevorzugt ist der Kolonneneinsatz so ausgestaltet,
daß an
den Stellen, an denen die Kolonnenböden in dem Kolonneneinsatz
gelagert sind ein Eingriff erfolgen kann. Bei den Ausführungsformen,
bei denen Kolonnenböden
mit Wehren vorgesehen sind, ist es bevorzugt, wenn ein mechanischer
Eingriff an den Wehren erfolgen kann.
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Unter
mechanischem Eingriff wird hier beispielsweise verstanden, daß die Kolonnenböden gereinigt
werden, daß zwischen
die Kolonnenböden eine
Packung oder Füllkörper eingebracht
werden oder bereits eingebrachte Packung oder Füllkörper wieder entfernt wird/werden,
daß eine
Veränderung der
Höhe der
Wehre vorgenommen wird, daß eine Reparatur
an der Lage rung der Kolonnenböden
in dem Kolonneneinsatz erfolgt oder daß eine feste Verbindung der
Kolonnenböden
mit dem Kolonneneinsatz vorübergehend
gelöst
wird.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
sind die Kolonnenböden
im Kolonneneinsatz entnehmbar angeordnet, so daß hierdurch die Möglichkeit
besteht, die Art, Anzahl und Anordnung der in einem Kolonneneinsatz
angeordneten Kolonnenböden schnell
und leicht zu variieren. Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind
die Kolonnenböden
auf entsprechende Lagerflächen
im Kolonneneinsatz aufgelegt und können daher leicht entnommen
und wieder eingesetzt werden. Bei einer anderen Ausführungsform
sind die Kolonnenböden
mit dem Kolonneneinsatz über
Befestigungsmittel fest verbunden, wobei die Befestigungsmittel
durch mechanischen Eingriff gelöst
und wieder angezogen werden können.
Als Befestigungsmittel können
beispielsweise kleine Schrauben, Spangen oder Klemmen geeignet sein.
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Die
Möglichkeit
des mechanischen Eingriffs im Bereich der Kolonnenböden und
v. a. auch unmittelbar an den Kolonnenböden hat den Vorteil, daß die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
hierdurch im Hinblick auf die jeweiligen Trennaufgaben noch besser
optimiert und noch feiner eingestellt werden kann.
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Bei
einer Ausführungsform
hat die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
eine im wesentlichen zylindrische Form, wobei die Grundflächen von
Kolonnengehäuse
und Kolonneneinsatz dementsprechend im wesentlichen kreisförmig sind. Mit
Grundfläche
ist hier die Fläche
gemeint, die Kolonnengehäuse
bzw. Kolonneneinsatz in der Draufsicht von oben einnehmen. Bei einer
alternativen Ausführungsform
hat der Kolonneneinsatz eine rechteckige Grundfläche und weist daher eine im
wesentlichen quaderförmige
Gestalt auf, wobei der durch das Kolonnengehäuse definierte Innenraum eine
dementsprechende rechteckige Grundfläche aufweist, so daß der quaderförmige Kolonneneinsatz in
diesen Innenraum paßgenau
einsetzbar ist. Der Vorteil eines quaderförmigen Kolonneneinsatzes besteht
darin, daß so
mehrere, nicht in dem Kolonnengehäuse angeordnete Kolonneneinsätze zur
Aufbewahrung platzsparend angeordnet werden können, indem sie beispielsweise
in einem entsprechenden Aufbewahrungsbehälter nebeneinander eingestellt werden
oder neben- oder
aufeinander gelegt werden. Bei noch einer weiteren Ausführungsform
ist auch das Kolonnengehäuse
im wesentlichen quaderförmig,
so daß das
Kolonnengehäuse,
wie eben bereits für
die Kolonneneinsätze
beschrieben, gemeinsam mit mehreren quaderförmigen Kolonneneinsätzen sehr
praktisch platzsparend und stabil gelagert werden kann.
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Bei
einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
mit einem Kolonneneinsatz mit im wesentlichen quaderförmiger Gestalt
ist der Kolonneneinsatz ein flacher, plat tenförmiger Kolonneneinsatz. Der
Begriff „flach" bezieht sich hier
auf die geringe Tiefe des Kolonneneinsatzes im Vergleich zu dessen
Breite und Höhe.
Besonders bevorzugt liegt das Verhältnis von Breite zu Tiefe in dem
plattenförmigen
Kolonneneinsatz im Bereich von 1:0,5 bis 1:0,001 und vorzugsweise
im Bereich von 1:0,1 bis 1:0,001. Bei manchen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist die Tiefe des Kolonneneinsatzes im Bereich von 0,1 mm bis 30
mm und vorzugsweise im Bereich von 1 mm bis 15 mm, besonders bevorzugt
im Bereich von 1 mm bis 5 mm.
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Die
abgeflachte Quaderform bzw. Plattenform hat den Vorteil, daß der Innenraum
der Mikrorektifikationskolonne gleichmäßiger temperiert werden kann.
Zylindrische Rektifikationskolonnen mit kreisförmiger Grundfläche haben
den Nachteil, daß selbst
wenn die Kolonne über
ihre gesamte Höhe
von außen
erwärmt
wird, sich radial ein zum Kolonnenmittelpunkt abfallender Temperaturgradient
einstellt. Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, Mikrorektifikationskolonnen
mit einer im wesentlichen rechteckigen Grundfläche zu verwenden, die „flach" ausgeführt sind,
damit die Distanz von der Innenseite des Kolonnengehäuses zur
Mitte des Kolonneninnenraums möglichst
gering gehalten wird, um die Temperatur im Kolonneninnenraum möglichst homogen
einstellen zu können,
d. h. ohne signifikanten Temperaturabfall in Richtung der Mitte
des Kolonneninnenraums. Besonders bevorzugt liegt das Verhältnis von
Breite zu Tiefe des Kolonneninnenraums daher im Bereich von etwa
1:0,5 bis 1:0,001 und vorzugsweise im Bereich von etwa 1:0,1 bis
1:0,001. Bei manchen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist die Tiefe des Kolonneninnenraums im Bereich von etwa 0,1 mm
bis 30 mm und vorzugsweise im Bereich von etwa 1 mm bis 15 mm, besonders
bevorzugt im Bereich von etwa 1 mm bis 5 mm.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
mit einem plattenförmigen
Kolonneneinsatz ist in dem plattenförmigen Kolonneneinsatz eine
große
Ausnehmung vorgesehen, in der die Kolonnenböden übereinander angeordnet sind.
Die Ausführungsform mit
einem flachen, plattenförmigen
Kolonneneinsatz mit einer großen
Ausnehmung ist ein Beispiel für
eine Ausführungsform,
bei der der Kolonneninnenraum nicht nur von dem Kolonnengehäuse definiert
wird sondern von dem Kolonnengehäuse
in Verbindung mit dem Kolonneneinsatz, etwas genauer hier in Verbindung
mit den Seitenwänden
und der Rückwand des
plattenförmigen
Kolonneneinsatzes. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß hiermit
einerseits ein Kolonneneinsatz zur Verfügung steht, der auch dann,
wenn er vorübergehend
aus dem Kolonnengehäuse
entnommen vorliegt, stabil und kompakt ist, und andererseits über die
offene Seite der Ausnehmung ein Eingriff an den Kolonnenböden erfolgen
kann.
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Vorzugsweise
ist bei dem plattenförmigen Kolonneneinsatz
eine am Rand der Ausnehmung entlang verlaufende Dichtung vorgesehen,
die dann, wenn der Kolonneneinsatz im Kolonnengehäuse angeordnet
ist mit dem Kolonnengehäuse
abdichtend in Kontakt tritt, so daß ein im wesentlichen gas-
und flüssigkeitsdicht
abgeschlossener Kolonneninnenraum ausgebildet wird.
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Eine
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne mit einem plattenförmigen Kolonneneinsatz
ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausnehmung in dem plattenförmigen
Kolonneneinsatz im wesentlichen rechteckige Seitenwände aufweist,
wobei das Verhältnis
von Breite zu Tiefe der Ausnehmung in dem plattenförmigen Kolonneneinsatz
im Bereich von 1:0,5 bis 1:0,001 liegt und vorzugsweise im Bereich
von 1:0,1 bis 1:0,001 liegt. Bei manchen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist die Tiefe der Ausnehmung in dem plattenförmigen Kolonneneinsatz im Bereich
von 0,1 mm bis 30 mm und vorzugsweise im Bereich von 1 mm bis 15
mm, besonders bevorzugt im Bereich von 1 mm bis 5 mm.
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Bei
bestimmten Ausführungsformen
hat der Kolonneneinsatz die Gestalt eines Kastens oder Rahmens,
der in das Kolonnengehäuse
einsetzbar ist und in dem die Kolonnenböden angeordnet sind. Bei anderen,
flacheren Ausführungsformen
hat der Kolonneneinsatz die Gestalt einer Scheibe oder Steckkarte,
die in das Kolonnengehäuse
einlegbar oder einsteckbar ist, und in deren flacher Ausnehmung
erhabene Stellen sind, die sich im wesentlichen waagerecht von einer
Seite zur anderen Seite der Ausnehmung erstrecken und so gestaltet
sind, daß sie
die den Innenraum der Kolonne unterteilenden Kolonnenböden bilden.
Die scheiben- oder steckkartenförmigen
Kolonneneinsätze
sind ausgesprochen praktisch und eine Vielzahl solcher Einsätze kann
sehr platzsparend aufbewahrt werden. Außerdem lassen sich die verschiedensten
Bodenformen bei diesen Einsätzen
kostengünstig
realisieren und die mit diesen Einsätzen erzielten Trennleistungen
sind überraschend
gut.
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Eine
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist dadurch gekennzeichnet, daß im
Kolonnengehäuse
und im Kolonneneinsatz wenigstens ein Bereich vorgesehen ist, über den
zwischen dem Kolonneninnenraum und dem Bereich außerhalb
der Kolonne ein kontrollierter Austausch von Gasen und/oder Flüssigkeiten
möglich
ist. Vorzugsweise ist bei der Mikrorektifikationskolonne wenigstens
ein hierfür
geeigneter Einlaß im unteren
Bereich der Kolonne und wenigstens ein hierfür geeigneter Auslaß im oberen
Bereich der Kolonne vorgesehen. Die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
kann daher sowohl diskontinuierlich als auch semi-kontinuierlich
oder kontinuierlich betrieben werden.
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Bei
einer Ausführungsform
ist im Kolonneneinsatz ein mit dem Kolonnengehäuseinnenraum in Fluidkontakt
stehender (Produkt-)Kondensator vorgesehen, an dessen Überlauf
vorzugsweise wenigstens ein Rücklaufventil
vorgesehen ist. Vorzugsweise ist das wenigstens eine Rücklaufventil
von außen
regulierbar. Besonders bevorzugt ist dem (Produkt-)Kondensator noch
ein mit dem Kondensator und mit dem Kolonnengehäuseinnenraum in Fluidkontakt
stehender Dephlegmator vorgeschaltet, der ebenfalls im Kolonneneinsatz
angeordnet ist und der dazu dient, das aus der Kolonne austretende
Gasgemisch teilzukondensieren, wobei das hieraus resultierende Kondensat
in die Kolonne zurückgespeist werden
kann und die verbleibende Gasphase dann kontrolliert in den Produktkondensator
geleitet werden kann. Bei einer weiteren Ausführungsform ist im Kolonneneinsatz
im Bereich des Kolonnenbodens eine Blase vorgesehen.
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Eine
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist dadurch gekennzeichnet, daß im
Material des Kolonnengehäuses eine
oder mehrere Heiz- oder Kühlmittelausnehmungen
vorgesehen sind, über
die Heiz- oder Kühlmittel in
das Kolonnengehäuse
einbringbar sind, wobei vorzugsweise wenigstens eine Heizmittelausnehmung so
angeordnet ist, daß hierüber wenigstens
eine im Kolonneneinsatz vorgesehene Blase beheizt werden kann, und/oder
wenigstens eine Kühlmittelausnehmung
so angeordnet ist, daß ein
im Kolonneneinsatz vorgesehener (Produkt-)Kondensator gekühlt werden
kann. Bei Ausführungsformen
mit Dephlegmator ist vorzugsweise im Bereich des Dephlegmators eine Ausnehmung
für ein
Heiz- und/oder Kühlmittel
angeordnet. Vorzugsweise ist auf der Höhe jedes Kolonnenbodens eine
Ausnehmung für
eine Heiz- und/oder Kühlmittel
vorgesehen. Beispiele für „Heiz- bzw.
Kühlmittel" sind in die Ausnehmungen
einsteckbare Heiz- oder Kühlelemente
oder Heiz- oder Kühlflüssigkeiten,
die durch die Ausnehmungen geleitet werden können. Im Falle von flüssigen Heiz-
oder Kühlmitteln,
die durch die Ausnehmungen geleitet werden, sind vorzugsweise mehrere
separate Heiz- bzw. Kühlschleifen
vorgesehen, um die verschiedenen Bereiche der Kolonne separat temperieren
zu können.
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Bei
einer Ausführungsform
der Mikrorektifikationskolonne ist wenigstens ein in den Innenraum des
Kolonnengehäuses
reichender Temperaturfühler vorgesehen,
vorzugsweise in unmittelbarer Nähe
eines Flüssigkeits-
bzw. Gaseinlasses, eines Flüssigkeits-
bzw. Gasauslasses, einer Blase, eines Kolonnenkopfraumes und/oder
eines (Produkt-)Kondensators, der oder die im Kolonneneinsatz vorgesehen
ist.
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Die
erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
hat eine ausgesprochen gute Trennleistung. Vorzugsweise liegt die
Trennleistung der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
im Bereich von 30 bis 180 Trennstufen/m, besonders bevorzugt im Bereich
von 80 bis 180 Trennstufen/m.
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Eine
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist dadurch gekennzeichnet, daß im
Kolonnengehäuse
wenigstens ein weiterer Kolonneneinsatz entnehmbar angeordnet ist, der
einen nicht unterteilten Innenraum, einen von Kolonnenböden unterteilten
Innenraum oder einen mit Füllkörpern beschickten
Innenraum aufweist, vorzugsweise ein Kolonneneinsatz nach einem
der Ansprüche
1 bis 16, wobei der erste Kolonneneinsatz mit dem wenigstens einen
weiteren Kolonneneinsatz unter Ausbildung eines entsprechend verlängerten oder
verbreiterten Gesamtkolonneneinsatzes verbindbar ist.
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Die
vorliegende Erfindung umfaßt
auch ein Kolonnengehäuse
für eine
erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne,
wobei das Kolonnengehäuse mit
wenigstens einem weiteren Kolonnengehäuse für eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne unter
Ausbildung eines entsprechend verlängerten oder verbreiterten
Gesamtkolonnengehäuses
verbindbar ist.
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Die
vorliegende Erfindung umfaßt
auch eine Anlage zur Auftrennung von Stoffgemischen, wobei die Anlage
eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
umfaßt.
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Für Zwecke
der ursprünglichen
Offenbarung wird darauf hingewiesen, daß sämtliche Merkmale, wie sie sich
aus der vorliegenden Beschreibung, den Zeichnungen und den Ansprüchen für einen
Fachmann erschließen,
auch wenn sie konkret nur im Zusammenhang mit bestimmten weiteren
Merkmalen beschrieben wurden, sowohl einzeln als auch in beliebigen
Zusammenstellungen mit anderen der hier offenbarten Merkmale oder
Merkmalsgruppen kombinierbar sind, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen
wurde oder technische Gegebenheiten derartige Kombinationen unmöglich oder
sinnlos machen. Auf die umfassende, explizite Darstellung sämtlicher
denkbarer Merkmalskombinationen wird hier nur der Kürze und
der Lesbarkeit der Beschreibung wegen verzichtet.
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Weitere
Merkmale und beispielhafte Merkmalskombinationen der vorliegenden
Erfindung werden nun anhand der anhängenden Figuren erläutert. Hierbei
zeigen:
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1 eine
Explosionszeichnung einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne,
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2 eine
Vorderansicht einer Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne,
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3 eine
Rückansicht
einer Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne,
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4 einen
plattenförmig
ausgeführten
Kolonneneinsatz für
eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne,
wobei in dem Kolonneneinsatz siebförmige Kolonnenböden angeordnet
sind,
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5 den
Kolonneneinsatz von 4, wobei hier die Kolonnenböden entnommen
sind,
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6 einen
scheibenförmigen
Kolonneneinsatz für
eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne,
wobei die Kolonnenböden
röhrenförmig durchbrochen
sind,
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7 einen
scheibenförmigen
Kolonneneinsatz für
eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne,
wobei die Kolonnenböden
Glockenböden sind,
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8 einen
scheibenförmigen
Kolonneneinsatz für
eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne,
wobei die Kolonnenböden
abgewandelte Glockenböden
sind,
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9 einen
scheibenförmigen
Kolonneneinsatz für
eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne,
wobei die einzelnen Kolonnenböden
kammerartig ausgestaltet sind,
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10 eine
Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
mit eingesetztem scheibenförmigem
Kolonneneinsatz mit Glockenböden
und
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11 eine
graphische Darstellung der mit einer erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne erreichten
Trennleistung bei der Trennung eines Flüssigkeitsgemisches aus Octan
und n-Octan (zur Versuchsdurchführung
siehe Beispiel).
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1 ist
eine Explosionszeichnung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne,
wobei diese Ausführungsform ein
Kolonnengehäuse
aufweist, das im wesentlichen dreiteilig aus einem Kolonnengehäusevorderteil 5,
einem Kolonnengehäuserückteil 6 und
einem Kolonnengehäusezwischenteil 7 aufgebaut
ist. Die Verbindungsmittel, über
die bei der vorliegenden Ausführungsform
die Kolonnengehäuseteile
so fest miteinander verbunden werden können, daß ein gas- und flüssigkeitsdicht
abgeschlossener Kolonneninnenraum entsteht, sind hier eine Vielzahl
von Sechskantschrauben 20 und Sechskantmuttern 21,
die entlang des äußeren Randes
der beiden Flachseiten des Kolonnengehäuses angeordnet sind. Das Kolonnengehäuse der
in 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
hat die Gestalt eines abgeflachten Quaders. Im Kolonnengehäusevorderteil 5 ist
eine große Öffnung vorgesehen,
die von dem in dem Kolonnengehäusezwischenteil 7 angeordneten
Sichtfenster 16 im zusammengebauten Zustand verschlossen
wird. Zur Schonung des Sichtfensters 16 und zur flüssigkeits- und
gasdichten Abdichtung ist zwischen dem Kolonnengehäusevorderteil 5 und
dem Kolonnengehäusezwischenteil 7 eine
Auflage 22 vorgesehen.
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In
dem plattenförmig
ausgestalteten Kolonneneinsatz 4 ist eine große Ausnehmung
vorgesehen, an deren Oberkante entlang eine Dichtung 24 verläuft. In
der Ausnehmung sind im wesentlichen waagerecht übereinander die Kolonnenböden 2 angeordnet.
Am Kolonnenkopf befindet sich ein Dephlegmator 10, der
auf der einen Seite über
die Verbindung 15 mit dem von den Kolonnenböden 2 unterteilten
Kolonneninnenraum in Fluidkontakt steht und auf der anderen Seite
zum einen über
einen Rücklauf mit
dem von den Kolonnenböden 2 unterteilten
Kolonneninnenraum und zum anderen mit dem (Produkt-)Kondensator 33 in
Fluidkontakt steht. Über
die Ventilköpfe 23, 23' kann gesteuert
werden, ob flüssige
Phase/Gasphase in den (Produkt-)Kondensator 33 gelangt
oder ob das im Dephlegmator entstandene Kondensat über den
Rücklauf
noch einmal in den Kolonneninnenraum zurückgeführt wird. Bei der in 1 dargestellten
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
ist zwischen dem Kolonneneinsatz 4 und dem Kolonnengehäuserückteil 6 eine
flächige
Auflage 25 vorgesehen.
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In
dem Kolonnengehäuserückteil 6 ist
eine Ausnehmung vorgesehen, in der die Auflage 25 einliegt
und in die der Kolonneneinsatz 4 in Verbindung mit dem
Kolonnengehäusezwischenteil 7 paßgenau eingesetzt
werden kann. Zur exakten Positionierung von Auflage 25 und
insbesondere von Kolonneneinsatz 4 in der Ausnehmung sind
Zylinderstifte 28 in der Ausnehmung in dem Kolonnengehäuserückteil 6 vorgesehen,
die mit entsprechenden Ausnehmungen in der Auflage 25 und
dem Kolonneneinsatz 4 zum Zwecke der exakten Positionierung
dieser Bauteile beim Zusammenbau der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
in Eingriff treten. Darüber
hinaus befinden sich in dem Kolonnengehäuserückteil die Ein- und Auslässe 8, 9, über die
kontrolliert gasförmige
bzw. flüssige
Phase in den Mikrorektifikationskolonneninnenraum eingebracht werden
kann bzw. daraus entnommen werden kann. Die Ein-/Auslässe 8, 9 sind
mit Zuleitungs-/Ableitungsanschlüssen 26 verbunden, über die
gasförmige
bzw. flüssige Phase
zu der Kolonne geführt
werden kann bzw. von der Kolonne weggeführt werden kann. Am Kolonnengehäuserückteil 6 sind
weiterhin Zylinderstifte 28 vorgesehen, die mit entsprechenden
Ausnehmungen im Kolonnengehäusevorderteil 5 zum
Zwecke der exakten Positionierung der beiden Kolonnengehäuseteile aufeinander
beim Zusammenbau der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
in Eingriff treten. In den Seitenwänden des Kolonnengehäuserückteils sind
Ausnehmungen 11 vorgesehen, in die Kühl- bzw. Heizstäbe einsteckbar
sind, um die erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
in den entsprechenden Bereichen in der gewünschten Weise zu temperieren.
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In 2 ist
die in 1 dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne 1 in
zusammengebautem Zustand in der Vorderansicht dargestellt. Durch
die Öffnung
im Kolonnengehäusevorderteil 5 und
durch das Sichtfenster im Kolonnengehäusezwischenteil 7 ist der
Kolonneneinsatz 4 zu erkennen. In dem Kolonneneinsatz 4 befindet
sich eine große
Ausnehmung, die in Verbindung mit dem Kolonnengehäusezwischenteil 7 den Kolonneninnenraum
definiert. An der Oberkante der in dem Kolonneneinsatz 4 vorgesehenen
Ausnehmung ist eine Dichtung 24 vorgesehen. Der Kolonneninnenraum
ist unterteilt durch im wesentlichen waagerecht übereinander angeordnete Kolonnenböden 2.
Die Kolonnenböden
erstrecken sich von links nach rechts zwischen in der Ausnehmung
vorgesehenen Halterungen 17, in die die Kolonnenböden 2 einsteckbar
sind. An der Oberseite der Kolonnenbodenhalterungen 17 sind
jeweils kleine Stege 18 vorgesehen, die bei jeweils einer
Halterung 17 auf einer Kolonnenbodenebene in Ablaufwehre 19 übergehen, welche
in einem Auffangreservoir, das sich hinter dem Steg 18 der
nächsten
darunterliegenden Kolonnenbodenebene befindet, enden. Wenigstens über den
Bereich zwischen dem Ablaufwehr 19 einer bestimmten Ebene
und dem Auffangreservoir hinter dem Steg 18 der darunterliegenden
Ebene stehen die beiden Ebenen damit in Fluidkontakt.
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Im
Bodenbereich der Mikrorektifikationskolonne bildet die Ausnehmung
im Kolonneneinsatz 4 eine Blase 12. Im Kolonnenkopfraum 14 mündet die Ausnehmung
in eine im wesentlichen waagerecht verlaufende Verbindung 15. Über die
Verbindung 15 steht der Dephlegmator 10 mit dem
Kolonneninnenraum in Fluidkontakt. Darüber hinaus steht der Dephlegmator 10 mit
dem (Produkt-)Kondensator 33 in Fluidkontakt. Über die
Ventilköpfe 23 und 23' kann von außen gesteuert
werden, ob das Kondensat aus dem Dephlegmator 10 in den
Kolonneninnenraum zurückgeführt wird,
oder ob flüssige
Phase/Gasphase in den Produktkondensator 33 gelangt, von
wo aus das Produkt über
den Auslaß entnommen
werden kann. Die in 2 dargestellte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne hat
die Form eines aufrecht stehenden flachen Quaders mit im wesentlichen
rechteckiger Grundfläche.
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Die
Darstellung von 3 zeigt die in den 1 und 2 dargestellte
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne 1 in der
Rückansicht.
Zusätzlich
zu den Merkmalen, die bereits aus den 1 und 2 eindeutig
hervorgehen, sind in der Rückansicht
außerdem
folgende Merkmale zu erkennen: der Zuleitungs-/Ableitungsanschluß 26 auf
der Oberseite des Kolonnengehäuserückteils 6, über den
kontrolliert Gas bzw. Flüssigkeit
vom Dephlegmator entnommen bzw. dort hin zugeführt werden kann, der Zuleitungs-/Ableitungsanschluß 26,
der im oberen Bereich seitlich am Kolonnengehäuserückteil 6 angeordnet
ist und über
den ein kontrollierter Flüssigkeits-
bzw. Gasaustausch mit dem Kondensator der Mikrorektifikationskolonne
erfolgen kann, die Zuleitungs-/Ableitungsanschlüsse 26,
die auf der Rückseite
des Kolonnengehäuserückteils 6 angeordnet
sind und über
die ein Flüssigkeits- bzw.
Gasaustausch mit dem (Produkt-)Kondensator, dem Kolonneninnenraum
auf etwa halber Höhe
der Kolonne und dem Bereich im Kolonnenbodenraum (Blase) erfolgen
kann, und die Ventilregler 32, 32', über die die Ventilköpfe 23, 23' gesteuert werden.
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In 4 ist
der Kolonneneinsatz 4, der bei den in den 1 und 2 dargestellten
Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Mikrorektifikationskolonne
verwendet wird, im Detail dargestellt. Bei dieser Darstellung ist
noch einmal deutlich zu erkennen, wie die Kolonnenböden 2 in
die in den Kolonnenbodenhalterungen 17 vorgesehenen Schlitze eingesteckt
sind. Darüber
hinaus ist hier die Ausgestaltung des Einlasses 8 in den
Kolonneneinsatz 4 zu erkennen. Der Kolonneneinsatz 4 ist
hier ohne Dichtung 24 dargestellt, so daß die entlang
der Oberkante der Ausnehmung verlaufende Dichtungsnut 34 deutlich
zu erkennen ist, in der die Dichtung 24, die in 2 dargestellt
ist, eingebettet wird.
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In 5 ist
der Kolonneneinsatz 4 von 4 ohne darin
eingesteckte Kolonnenböden 2 dargestellt,
so daß die
Schlitze in den Kolonnenbodenhalterungen 17, in die die
Kolonnenböden 2 eingesteckt werden
können,
deutlich sichtbar sind. Am Grunde der Ausnehmung sind an den Stellen,
an denen die Kolonnenböden
an dem Grund der Ausnehmung anliegen, jeweils Dichtungsleisten 35 vorgesehen.
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In 6 ist
ein scheibenförmig
bzw. steckkartenförmig
ausgestalteter Kolonneneinsatz 4 dargestellt, bei dem die
Kolonnenböden 2 röhrenförmig durchbrochen
sind. Die Kolonnenböden 2 werden hierbei
durch erhabene Stellen, die sich auf waagerecht übereinander angeordneten Ebenen
von einer Seite zur anderen Seite der Ausnehmung erstrecken und
lediglich abschnittsweise röhrenförmig unterbrochen
sind, gebildet.
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In 7 ist
ebenfalls ein scheiben- bzw. steckkartenförmiger Kolonneneinsatz 4 dargestellt, wobei
bei dieser Ausführungsform
die erhabenen Stellen so ausgestaltet sind, daß sich entsprechend der Tiefe
der Ausnehmung flache Glockenböden 2 ausbilden.
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Die
in 8 dargestellte Ausführungsform ist ein scheiben-
bzw. steckkartenförmiger
Kolonneneinsatzes 4 mit abgewandelten Glockenböden 2.
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Bei
der in 9 dargestellten Ausführungsform eines scheiben-
bzw. steckkartenförmigen
Kolonneneinsatzes 4 sind die Kolonnenböden 2 in Form von übereinander
angeordneten Kammern, deren Gasphasenbereiche über s-förmige Leitungen miteinander
verbunden sind, gebildet.
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In 10 ist
eine erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne 1 dargestellt,
bei der ein scheiben- bzw.
steckkartenförmiger
Kolonneneinsatz 4, wie er in 7 dargestellt
ist, in das Kolonnengehäuse 3 eingebaut
ist. Hinter diesem Kolonneneinsatz 4 befindet sich ein
Kolonneneinsatzadapter, in dem in den Bereichen der Ein- bzw. Auslässe (nicht
dargestellt) sowie im Bereich der Blase 12, im Bereich
des Dephlegmators 10, im Bereich des Ventilkopfes 23 und
im Bereich des (Produkt-)Kon densators 33 Ausnehmungen vorgesehen
sind, die sich mit den entsprechenden Bereichen des scheiben- bzw.
steckkartenförmigen
Kolonneneinsatzes 4 decken.
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Beispiel:
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Die
in den 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Mikrorektifikationskolonne
wurde zur Bestimmung ihrer theoretischen maximalen Trennleistung
(„Totalrücklaufverhältnis") bezogen auf ein
Flüssigkeitsgemisch
aus i-Octanol und n-Octanol verwendet. In die Blase mit einem Volumen
von etwa 5 ml wurden 3 ml des Flüssigkeitsgemisches
eingebracht. Die Blase wurde auf 118°C temperiert. Auf etwa 1/3 der
Höhe der
Kolonne betrug die Temperatur des Kolonneninnenraums 110,8°C, auf etwa
2/3 der Höhe
der Kolonne betrug die Temperatur des Kolonneninnenraums 104,2°C und am
Kolonnenkopf betrug die Temperatur 99–102°C. Wie aus der in 11 dargestellten
graphischen Auswertung ermittelt wurde, betrug die theoretische
Trennstufenhöhe 0,83
cm, was einer theoretischen Trennstufenzahl von 120/m entspricht.
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- 1
- Mikrorektifikationskolonne
- 2
- Kolonnenböden
- 3
- Kolonnengehäuse
- 4
- Kolonneneinsatz
- 5
- Kolonnengehäusevorderteil
- 6
- Kolonnengehäuserückteil
- 7
- Kolonnengehäusezwischenteil
- 8
- Flüssigkeits-
bzw. Gaseinlaß
- 9
- Flüssigkeits-
bzw. Gasauslaß
- 10
- Dephlegmator
- 11
- Heiz-
oder Kühlmittelausnehmungen
- 12
- Blase
- 13
- Temperaturfühler
- 14
- Kolonnenkopfraum
- 15
- Verbindung
- 16
- Sichtfenster
- 17
- Kolonnenbodenhalterung
- 18
- Steg
- 19
- Ablaufwehr
- 20
- Sechskantschraube
- 21
- Sechskantmutter
- 22
- Auflage
- 23,
23'
- Ventilkopf
- 24
- Dichtung
- 25
- Auflage
- 26
- Zuleitungs-/Ableitungsanschluß
- 27
- Erdung
- 28
- Zylinderstift
- 29
- O-Ring
- 30
- Ventilstift
- 31,
31'
- Ausnehmung
für Ventilregler
- 32,
32'
- Ventilregler
- 33
- (Produkt-)Kondensator
- 34
- Dichtungsnut
- 35
- Dichtleiste