DE102007061142A1 - Hysteroskop mit einem Schaft - Google Patents
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Abstract
Ein Hysteroskop mit einem Schaft (4), der eine Optik (6) und einen Kanal (7) enthält, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (4) in einem Nutbereich (10) wenigstens eine Längsnut (11) aufweist und in einem distal an den Nutbereich (10) anschließenden Verschlussbereich (8) eine durchgehend konvexe Umfangslinie aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Hysteroskop der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art.
- Gattungsgemäße Hysteroskope weisen einen langgestreckten dünnen Schaft auf, der bis ins Innere des Uterus verlegbar ist. Dort können mit einem langgestreckten dünnen Instrument, das durch den Kanal einführbar ist, chirurgische Arbeiten vorgenommen werden, die durch die Optik beobachtbar sind. Zur Schaffung eines klaren und von Blutungen ungetrübten Blickfeldes wird mit Spülflüssigkeit gespült, die durch den Kanal ein- und ausgelassen werden kann. Weist das Hysteroskop nur einen Spülkanal auf, dann muß intermittierend immer abwechselnd ein- und ausgelassen werden. Das führt zu periodischen Druckerhöhungen im Uterus, zu einer störenden Mehrbelastung des Operateurs und zu einem schlechten Spülergebnis.
- Nicht gattungsgemäße Hysteroskope weisen daher im Schaft zwei Kanäle auf, mit denen kontinuierlich gespült werden kann. Allerdings ergibt sich dadurch ein größerer Durchmesser des Schaftes, der beim Einführen Schmerzen verursacht und somit nur unter Narkose zumutbar angewendet werden kann.
- Bei einem nicht gattungsgemäßen Ureteroskop gemäß
DE 10 2004 043 460 A1 , das in der Urologie für Arbeiten in dem die Blase mit der Niere verbindenden Ureter verwendet wird und das ebenfalls eine Optik und einen Kanal enthält, ist es bekannt, in der Außenfläche eine Längsnut anzuordnen, die als zweiter Kanal zum Auslassen der Spülflüssigkeit verwendet wird. - Bei den bekannten Hysteroskopen mit zwei Spülkanälen im Schaft kann der für den Auslaß verwendete Spülkanal mit einem Ventil in seinem proximalen Endbereich versehen sein, um den Flüssigkeitsauslaß steuern zu können. Das bekannte Ureteroskop mit seinem durch eine außenliegende Nut gebildeten Rückflußkanal bietet diese Steuerungsmöglichkeit jedoch nicht.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Hysteroskop zu schaffen, das bei geringem Querschnitt einen zweiten Kanal und eine Ventilsteuerung des Rückflußkanals ermöglicht.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Kennzeichnungsteils des Anspruches 1 gelöst.
- Das erfindungsgemäße Hysteroskop verwendet den von dem bekannten Ureteroskop her bekannten äußeren, von einer Längsnut gebildeten Kanal als Rückflußkanal. Distal anschließend an den Nutbereich des Schaftes ist ein Verschlußbereich vorgesehen, der rundum konvex, also ohne Nut ist. Unter Berücksichtigung der anatomischen Verhältnisse bei der Hysteroskopie, bei denen das Hysteroskop im Bereich der Vagina frei liegt, im Zervixkanals von diesem eng umschlossen ist und im Inneren des Uterus wiederum frei liegt, kann das erfindungsgemäße Hysteroskop durch Längsbewegung zwischen zwei Stellungen verschoben werden, wobei in der einen Stellung der Nutbereich im Zervikalkanal liegt und somit den Auslaß offenhält, während in der anderen Stellung der Verschlußbereich im Zervikalkanal liegt, von diesem eng umschlossen ist und, da hier keine Nut vorliegt, für einen sicheren Verschluß sorgt. Durch Längssteuerung des erfindungsgemäßen Hysteroskopes kann also unter Verwendung des Verschlußbereiches eine Ventilfunktion für den äußeren Rücklaufkanal erreicht werden.
- Im Nutbereich des Schaftes können eine oder mehrere Längsnuten vorgesehen sein.
- Vorteilhaft ist gemäß Anspruch 2 distal vom Verschlußbereich ein umfangsreduzierter Endbereich des Schaftes vorgesehen, der durch seinen verringerten Querschnitt ein leichtes, störungs- und schmerzfreies Einführen in den engen Zervikalkanal erlaubt.
- In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt. Es zeigen:
-
1 einen Schnitt durch einen Uterus mit verlegtem Hysteroskopschaft und -
2 –4 Schnitte entlang den Linien 2-2, 3-3 und 4-4 in1 . -
1 zeigt im Schnitt die Innenseite eines Uterus1 mit anschließendem Zervikalkanal2 und weiter anschließender Vagina3 . Der Schaft4 eines Hysteroskopes ist von außen durch die Vagina3 und den Zervikalkanal2 bis in den Uterus1 verlegt. - Der Schaft
4 weist über seine Länge unterschiedliche Bereiche auf, in denen unterschiedliche Querschnitte vorliegen, wie dies in den Querschnittfiguren2 –4 dargestellt ist. - In einem distalen Endbereich
5 des Schaftes4 hat der Schaft gemäß2 einen ovalen Querschnitt, der mit geringstmöglichem Außenquerschnitt eine Optik6 und einen Kanal7 umschließt. - Proximal anschließend in einem Verschlußbereich
8 liegt ein Querschnitt entsprechend3 vor also mit durchgehend konvexer Umfangslinie, so wie er auch im proximalen Endbereich9 vorliegt. Die Umfangslinie des Verschlußbereiches8 kann, wie dargestellt, rund oder z. B. auch oval sein, soll auf jeden fall aber durchgehen konvex sein, so daß eng umspannendes Gewebe rundum abdichtend anliegt. - Ein am proximalen Endbereich
9 angeordneter Endkörper mit Anschlüssen für die Optik6 und den Kanal7 , die beide den Schaft4 auf gesamter Länge durchlaufen, ist in1 zur Vereinfachung weggelassen. - Proximal anschließend an den Verschlußbereich
8 ist ein Nutbereich10 vorgesehen, der im Außenumfang dem Verschlußbereich8 bzw. dem proximalen Endbereich9 entspricht, jedoch in der Außenfläche zwei längs verlaufende Nuten11 aufweist. Die Nuten enden, wie1 zeigt, am Übergang des Nutbereiches10 zum Verschlußbereich8 und enden andererseits am Übergang zum proximalen Endbereich9 . - In der in
1 dargestellten Längsposition des Schaftes4 durchlaufen die Nuten11 den gesamten Zervikalkanal2 . Dieser liegt stramm um den Schaft4 . Dabei überspannt er die Nuten11 , so daß diese einen Durchlaß vom Uterus1 nach außen zur Vagina3 freihalten, der als Auslaßkanal genutzt werden kann, wenn Flüssigkeit durch den Kanal7 im Schaft4 einströmt. - Soll dieser durch die Nuten
11 geschaffene Rückflußkanal verschlossen werden, so wird der Schaft4 etwas nach außen gezogen, bis der Verschlußbereich8 im Zervikalkanal2 liegt. Er verschließt diesen, so daß nun der Rückflußkanal verschlossen ist. Auf diese Weise wird für den Rückflußkanal eine Ventilfunktion geschaffen. - Der distale Endbereich
5 mit seinem reduzierten Querschnitt dient zum leichten und störungsfreien Einführen des Schaftes4 in den engen, empfindlichen Zervikalkanal2 . - Gegebenenfalls kann auch der proximale Endbereich
9 , der ebenfalls keine Nut aufweist, zum Verschluß des Zervikalkanals2 verwendet werden. - Anstatt wie dargestellt zwei Nuten
11 im Nutbereich10 anzuordnen, kann auch nur eine Nut vorgesehen sein. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102004043460 A1 [0004]
Claims (2)
- Hysteroskop mit einem Schaft (
4 ), der eine Optik (6 ) und einen Kanal (7 ) enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (4 ) in einem Nutbereich (10 ) wenigstens eine Längsnut (11 ) aufweist und in einem distal an den Nutbereich (10 ) anschließenden Verschlußbereich (8 ) eine durchgehend konvexe Umfangslinie aufweist. - Hysteroskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß distal vom Verschlußbereich (
8 ) ein umfangsreduzierter Endbereich (5 ) des Schaftes (4 ) vorgesehen ist.
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