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DE102007053503A1 - Ventileinrichtung - Google Patents

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DE102007053503A1
DE102007053503A1 DE200710053503 DE102007053503A DE102007053503A1 DE 102007053503 A1 DE102007053503 A1 DE 102007053503A1 DE 200710053503 DE200710053503 DE 200710053503 DE 102007053503 A DE102007053503 A DE 102007053503A DE 102007053503 A1 DE102007053503 A1 DE 102007053503A1
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Germany
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valve
seat
ball joint
disc
disk
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DE200710053503
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English (en)
Inventor
Manuel Kugler
Rolf Berger
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Festo SE and Co KG
Original Assignee
Festo SE and Co KG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K11/00Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves
    • F16K11/02Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit
    • F16K11/04Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only lift valves
    • F16K11/044Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only lift valves with movable valve members positioned between valve seats
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K1/00Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces
    • F16K1/32Details
    • F16K1/34Cutting-off parts, e.g. valve members, seats
    • F16K1/36Valve members

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Abstract

Bei einer Ventileinrichtung, mit einem Ventilgehäuse (12), in dem ein Ventilglied (15) mittels Stellmittel verschieblich gelagert ist, wobei das Ventilglied (15) wenigstens einen Ventilteller (19, 21) aufweist, dem in Axialrichtung ein gehäusefester Ventilsitz (20, 22) gegenüberliegt, der eine durch den Ventilteller (19, 21) wahlweise fluiddicht absperrbare oder freigebbare Kanalmündung umschließt, ist der Ventilteller (19, 21) zur Lageausrichtung am Ventilsitz (20, 21) mittels eines Kugelgelenks (37, 38) schwenkbar gelagert.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Ventileinrichtung, mit einem Ventilgehäuse, in dem ein Ventilglied mittels Stellmitteln verschieblich gelagert ist, wobei das Ventilglied wenigstens einen Ventilteller aufweist, dem in Axialrichtung ein Ventilsitz gegenüberliegt, der eine durch den Ventilteller wahlweise fluiddicht absperrbare oder freigebbare Kanalmündung umschließt.
  • Ein derartiges Sitzventil ist beispielsweise aus der DE 79 24 113 bekannt. Das hierin offenbarte Ventil ist als 5/2-Wege-Ventil ausgebildet, wobei ein Ventilschieber vorgesehen ist, auf dem mittig ein aus verformbarem Elastomermaterial bestehendes Dichtelement sitzt. Das Dichtelement hat zwei sich zum freien Rand hin verjüngende Dichtlippen, deren axial außen liegende Stirnflächen jeweils einem gehäusefesten Dichtsitz gegenüberliegen. Das Dichtelement befindet sich also zwischen den beiden Dichtsitzen und kann, abhängig von der Bewegung des Ventilschiebers, wahlweise am einen oder anderen Dichtsitz in Anlage gebracht werden, wodurch eine jeweilige vom zugeordneten Dichtsitz umschlossene Kanalmündung fluiddicht absperrbar ist.
  • Aufgrund von Fertigungstoleranzen kann es vorkommen, dass die Längsachse des Ventilschiebers nicht exakt parallel zur Längsachse der Gehäuseausnehmung, in der der Ventilschieber geführt ist, liegt. Man spricht hier von sogenannten Parallelitätsfehlern. Ventilschieber-Längsachse und Ausnehmungslängsachse der Gehäuseausnehmung können also im Winkel zueinander ausgerichtet sein. Derartige Parallelitätsfehler würden dazu führen, dass der Ventilteller bzw. das Dichtelement nicht exakt am zugeordneten Ventilsitz anliegt, wodurch die Abdichtfunktion beeinträchtigt würde. Um diesem Problem vorzubeugen, besteht das Dichtelement aus verformbarem Elastomermaterial oder weist Einsätze aus verformbarem Elastomermaterial auf, wodurch eine Parallelitätsfehler ausgleichende Verformung des Dichtelementes bzw. dessen Einsätzen durch Kontakt mit dem Dichtsitz erfolgt. Man spricht hier von einer "weichdichtenden" Abdichtung.
  • Bei Hochdruckanwendungen sind weichdichtende Dichtelemente nicht einsetzbar, da der anstehende hohe Fluiddruck bereits zu einer eine zuverlässige Abdichtung nicht mehr gewährleistende Verformung des Dichtelementes führen würde. Folglich werden Materialien verwendet, die dann auch bei Anlage an den Dichtsitz durch diese nicht verformt werden. Hier spricht man von einer "hartdichtenden" Abdichtung. Jedoch stellt sich hier wieder das Problem der Parallelitätsfehler. Je größer der Dichtsitzdurchmesser, desto gravierender wirken sich Parallelitätsfehler, also Winkelstellungen zwischen dem Dichtsitz und dem in Anlage hierzu gebrachten Dichtelement, auf die Leckage aus, d. h. der Spalt durch den Fluid entweichen kann wird größer.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Ventileinrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit der auch bei Hochdruckanwendungen eine zuverlässige, geringe Leckage aufweisende Abdichtung fluiddicht abzusperrenden Kanalmündungen möglich ist.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Ventileinrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
  • Die erfindungsgemäße Ventileinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass der Ventilteller zur Lageausrichtung am Ventilsitz mittels eines Kugelgelenks schwenkbar gelagert ist.
  • Dadurch ist es möglich, dass der Ventilteller sich genau am Ventilsitz ausrichten kann. Dadurch können aufgrund von Parallelitätsfehlern entstandene Winkelstellungen zwischen der Gehäuseausnehmungs-Längsachse und der Ventilschieber-Längsachse ausgeglichen werden. Die Leckage kann dadurch verringert werden.
  • Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist das Ventilglied einen Ventilstößel auf, der den wenigstens einen Ventilteller trägt und der mit einer Spanneinrichtung ausgestattet ist über die der Ventilteller schwenkfest am Ventilstößel fixierbar ist. Dadurch ist es möglich, einen sogenannten Einstellbetrieb zu fahren, in dem der Ventilteller über das Kugelgelenk zunächst noch schwenkbar gelagert ist, wodurch sich die für die optimale Abdichtung erforderliche Winkellage des Ventiltellers ermitteln lässt. Der Ventilteller kann dann über die Spanneinrichtung in der ermittelten Winkellage schwenkfest am Ventilstößel fixiert werden, wodurch ein Dauerbetrieb mit schwenkfestem jedoch auf die ermittelte Winkellage eingestellten Ventilteller möglich ist.
  • In besonders bevorzugter Weise weist der Ventilstößel zur Bildung der Spanneinrichtung zwei miteinander verspannbare Stößelteile auf, zwischen denen die Komponenten des Kugelgelenks angeordnet sind, wobei beim Verspannen eine die Schwenkbarkeit des Ventiltellers verhindernde Presskraft auf das Kugelgelenk einleitbar ist.
  • Die beiden Stößelteile können beispielsweise mittels einer Verschraubung miteinander verschraubt werden.
  • Alternativ zur schwenkfesten Anordnung des Ventiltellers am Ventilstößel während des Dauerbetriebes ist es auch möglich, dass der Ventilteller während des Dauerbetriebs verschwenkbar bleibt. Der Ventilteller würde sich dann bei jeder Anlage an den Dichtsitz wieder neu ausrichten.
  • Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist das Kugelgelenk miteinander kooperierende Lagerflächen auf. Vorzugsweise sind zwei miteinander kooperierende Lagerflächen an einer dem Dichtsitz abgewandten Innenseite der Ventiltellers und an einem lagestabil auf dem Ventilstößel sitzenden Basisteil sowie zwei miteinander kooperierende Lagerflächen an einer dem Dichtsitz zugewandten Außenseite des Ventiltellers und an einem Widerlagerelement vorgesehen. Es kann also ein inneres Lagerflächen-Paar an der Innenseite des Ventiltellers und am Basisteil sowie ein äußeres Lagerflächen-Paar an der Außenseite des Ventiltellers und am Widerlagerelement vorgesehen sein.
  • Das Widerlagerelement ist bevorzugterweise eine separate Hülse, die zweckmäßigerweise ebenfalls auf dem Ventilstößel, insbesondere auf demselben Stößelteil wie Ventilteller und Basiselement, sitzt. Das Widerlagerelement kann dann beim Verspannen durch das andere Stößelteil auf die Außenseite des Ventiltellers gedrückt werden. Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass das Widerlagerelement einstückig mit dem Stößelteil verbunden ist, das heißt das Widerlagerelement vom Endbereich dieses Stößelteils gebildet wird.
  • Zweckmäßigerweise ist mindestens eine der an der Ventilteller-Innenseite und an dem Basisteil ausgebildeten Lagerflächen, also den Lagerflächen des inneren Lagerflächen-Paares, kugelflächenartig ausgebildet. In besonders bevorzugter Weise ist die an der Ventilteller-Innenseite ausgebildete Lagerfläche zur Bildung eines kreisförmig verlaufenden Linienkontakts mit der korrespondierenden Lagerfläche am Basisteil konusflächenartig ausgebildet.
  • Zweckmäßigerweise ist auch mindestens eine Lagerfläche des äußeren Lagerflächenpaares, also den Lagerflächen an der Ventilteller-Außenseite und am Widerlagerelement, kugelflächenartig ausgebildet. Besonders bevorzugt ist die am Widerlagerelement ausgebildete Lagerfläche zur Bildung eines kreisförmig verlaufenden Linienkontakts mit der korrespondieren Lagerfläche am Basisteil konusflächenartig ausgebildet.
  • Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass die Lagerflächen des inneren und/oder des äußeren Lagerflächenpaares komplementär kugelflächenartig zueinander ausgebildet sind.
  • Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist der Ventilteller einen Schwenklagerabschnitt mit zentraler Durchgangsöffnung zur Durchführung des Ventilstößels und einen umfangsseitig daran anschließenden flanschartigen Dichtabschnitt mit Dichtfläche zur fluiddichten Anlage am Dichtsitz auf. Zweckmäßigerweise liegen die tellerseitigen Lagerflächen an diesem Schwenklagerabschnitt.
  • Es ist möglich, dass ein mit axialem Abstand zum Ventilteller angeordneter weiterer Ventilteller vorgesehen ist, dem ein axial ausgerichteter, gehäusefester weiterer Ventilsitz gegenüberliegt, wobei der weitere Ventilteller unabhängig vom Ventilteller mittels eines weiteren Kugelgelenks schwenkbar gelagert ist.
  • Der Ventilteller kann zumindest im Bereich des Dichtabschnitts aus bei Anlage an den Dichtsitz unverformbaren Material bestehen. Vorzugsweise handelt es sich bei dem unverformbaren Material um Hartkunststoff, insbesondere Polyoxymethylen (POM).
  • Besonders bevorzugt ist als Stellmittel zum Antrieb des Ventilglieds ein Elektromagnet vorgesehen.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
  • 1 einen Längsschnitt durch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventileinrichtung,
  • 2 die Einzelheit X von 1 in vergrößerter Darstellung,
  • 3 die in 2 in vergrößerter Darstellung gezeigten Komponenten des Kugelgelenks in längsgeschnittener Explosionsdarstellung und
  • 4 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Ventilglieds der Ventileinrichtung von 1.
  • Die 1 bis 4 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventileinrichtung 11. Die Ventileinrichtung besitzt ein Ventilgehäuse 12, in dem sich eine Gehäuseausnehmung 13 befindet, die hier beispielhaft mit länglicher Ausgestaltung gezeigt ist. Die Gehäuseausnehmung 13 besitzt eine Gehäuseausnehmungs-Längsachse 14. Die Gehäuseausnehmung 13 beherbergt ein Ventilglied 15, das mittels Stellmitteln in Form eines Elektromagneten (nicht dargestellt) axial verschieblich in der Gehäuseausnehmung 13 gelagert ist.
  • Gemäß bevorzugtem Ausführungsbeispiel ist die Ventileinrichtung 11 als 3/2-Wege-Ventil ausgebildet, wobei ein zwischen der Außenseite des Ventilgehäuses 12 im Wesentlich senkrecht zur Gehäuseausnehmungs-Längsachse 14 verlaufender, in die Gehäuseausnehmung 13 einmündender Speisekanal 16 vorgesehen ist, über den Druckmedium, insbesondere Druckluft, einleitbar ist. Es ist ferner noch ein ebenfalls zwischen der Außenseite des Ventilgehäuses 12 und der Gehäuseausnehmung 13 verlaufender Arbeitskanal 17 vorgesehen, über den abhängig von der Stellung des Ventilglieds 15 über den Speisekanal 16 zugeführtes Druckmedium abgegriffen werden kann. Gemäß bevorzugtem Ausführungsbeispiel sind zwei Arbeitskanäle 17, 17' vorgesehen, wobei sich einer der Arbeitskanäle 17 an derselben Gehäuseseite wie der Speisekanal 16 befindet, während der andere Arbeitskanal 17' an der entgegengesetzten Gehäuseseite liegt. Schließlich ist noch ein Entlüftungskanal 18 vorgesehen, über den der Arbeitskanal 17, 17' ebenfalls abhängig von der Stellung des Ventilglieds 15, entlüftet werden kann.
  • Das Ventilglied 15 weist wenigstens einen Ventilteller 19 auf, dem in Axialrichtung ein gehäusefester Ventilsitz 20 bzw. Dichtsitz gegenüberliegt, der eine durch den Ventilteller 19 wahlweise fluiddicht absperrbare oder freigebbare Kanalmündung umschließt. Im Falle des gemäß bevorzugtem Ausführungsbeispiel vorgesehenen 3/2-Wege-Ventils ist mit axialem Abstand zum Ventilteller ein weiterer Ventilteller 21 vorgesehen, dem in Axialrichtung ein gehäusefester weiterer Ventilsitz 22 gegenüberliegt. Die Ventilteller bestehen jeweils aus bei Anlage an den zugeordneten Ventilsitz 20, 22 unverformbaren Material, insbesondere Hartkunststoffmaterial in Form von Polyoxymethylen (POM).
  • Der Ventilsitz 20 des Ventiltellers 19 wird von einem einstückig mit dem Ventilgehäuse 12 verbundenen, im Bereich der Innenwandung der Gehäuseausnehmung 13 angeordneten ringförmigen Vorsprung gebildet. Im Gegensatz dazu befindet sich der weitere Ventilsitz 22 des weiteren Ventiltellers 21, ebenfalls als ringförmiger Vorsprung ausgebildet, an der Stirnseite einer Dichtungshülse 23, die ihrerseits in die Gehäuseausnehmung 13 eingesetzt ist. Die Dichtungshülse 23 trägt an ihrem Außenumfang Dichtringe 24, beispielsweise zwei an der Zahl, die für eine Abdichtung gegenüber der Innenwandung der Gehäuseausnehmung 13 sorgen.
  • Das Ventilglied 15 weist einen Ventilstößel 25 auf, der aus zwei Stößelteilen 26, 27 besteht. Wie insbesondere in den 1 und 4 dargestellt, besitzt das erste Stößelteil 26 einen zylindrischen Kopfabschnitt 28, der passgenau in die Dichtungshülse 23 eingesetzt ist und an der Innenwandung der Dichtungshülse 23 geführt ist. Am Außenumfang des Kopfabschnitts befindet sich ein Dichtring 29, der zur Abdichtung gegenüber der Innenwandung der Dichtungshülse 23 dient. An der Stirnfläche des Kopfabschnitts 28 befindet sich ein Werkzeugeingriffsabschnitt 30, zum Eingriff eines Werkzeug.
  • Dem Werkzeugeingriffsabschnitt 30 gegenüberliegend schließt sich an den Kopfabschnitt 28 ein demgegenüber durchmesserkleinerer Lagerabschnitt 31 an, auf dem die beiden Ventilteller 19, 21 sitzen. Der Endbereich des Lagerabschnitts 31 ist mit einem Außengewinde 32 versehen, das in ein Innengewinde 33 am zweiten Stößelteil 27 eingeschraubt werden kann. Das zweite Stößelteil 27 besitzt einen Basisabschnitt 34 in dem sich stirnseitig eine Ausnehmung mit dem zuvor beschriebenen Innengewinde 33 befindet. Am Außenumfang des Basisabschnitts 34 sitzt wiederum ein Dichtring 35 der zur Abdichtung gegenüber der Innenwandung der Gehäuseausnehmung 13 dient. An den Basisabschnitt 34 schließt sich in Axialrichtung ein durchmessergrößerer Flanschabschnitt 36 an, der mit dem Anker des Elektromagneten einstückig verbunden ist oder den Anker selbst bildet, wobei letzter bei Bestromung des Elektromagneten bewegt wird, wodurch letztendlich auch der Ventilstößel 25 in Bewegung gesetzt wird.
  • Der wenigstens eine Ventilteller 19, 20 ist zur Lageausrichtung am zugeordneten Ventilsitz 20, 22 mittels eines Kugelgelenks 37 schwenkbar gelagert. Da gemäß bevorzugtem Ausführungsbeispiel zwei Ventilteller 19, 21 vorhanden sind, sind auch zwei Kugelgelenke 37, 38 vorgesehen, wodurch die beiden Ventilteller 19, 21 unabhängig voneinander schwenkbar gelagert sind. Die unabhängige, schwenkbare Lagerung ist sinnvoll, da sich dann jeder Ventilteller 19, 21 an dem ihm zugeordneten Ventilsitz 20, 22 ausrichten kann, ohne die Ausrichtung des jeweils anderen Ventiltellers 19, 21 zu beeinflussen.
  • Die jeweiligen Ventilteller 19, 21 und die jeweiligen Kugelgelenke 37, 38 sind identisch aufgebaut, so dass nachfolgend lediglich der Aufbau bzw. die Ausgestaltung eines der beiden Ventilteller 19, 21 bzw. Kugelgelenke 37, 38 beschrieben wird.
  • Wie insbesondere in den 2 bis 4 gezeigt, besitzt der Ventilteller 19, der auch als Dichtelement bezeichnet werden könnte, einen kugelartigen Schwenklagerabschnitt 39 mit mit tiger Durchgangsöffnung 40 zur Durchführung des Lagerabschnitts 31 des ersten Stößelteils 26. An den Schwenklagerabschnitt 39 schließt sich umfangsseitig ein flanschartiger Dichtabschnitt 41 an, wobei an der dem zugeordneten Ventilsitz 20 zugewandten Außenseite 42 des Ventiltellers 19 im Bereich des Dichtabschnitts 41 eine kreisringförmige Dichtfläche 43 vorgesehen ist, die zur Anlage an den Ventilsitz 20 dient.
  • Das Kugelgelenk 37 weist Paare miteinander kooperierender Lagerflächen 44, 45 und 46, 47 auf. Eine der Lagerflächen 44 befindet sich dabei im Bereich des Schwenklagerabschnitts 39 an der Innenseite 48 des Ventiltellers 19 und kooperiert mit einer Lagerfläche 45, die sich an einem lagestabil auf dem Ventilstößel 25 sitzenden Basisteil 49 befindet. Dieses Basisteil 49 ist kugelartig ausgestaltet und besitzt ebenfalls eine mittige Durchgangsöffnung 50 zur Durchführung des Lagerabschnitts 31 des ersten Stößelteils 26. Diese beiden miteinander kooperierenden Lagerflächen 44, 45 sind das innere Lagerflächen-Paar. Dabei ist die Lagerfläche an der Innenseite 48 des Ventiltellers 19 konusflächenartig ausgestaltet, während die gegenüberliegende Lagerfläche 45 am Basisteil 49 kugelflächenartig ausgestaltet ist. Dadurch wird ein kreisförmig verlaufender Linienkontakt der miteinander korrespondierenden Lagerflächen erzielt. Das zweite Lagerflächen-Paar, das auch als äußeres Lagerflächen-Paar bezeichnet wird, wird von einer an der Außenseite des Ventiltellers 19 im Bereich des Schwenklagerabschnitts 39 befindlichen Lagerfläche 46 und einer damit kooperierenden Lagerfläche 47 an einem Widerlagerelement 51 gebildet. Das Widerlagerelement ist als Hülse ausgebildet und sitzt ebenfalls auf dem Lagerabschnitt 31 des ersten Stößelteils 26.
  • Die kugelflächig ausgebildeten Lagerflächen der jeweiligen Lagerflächen-Paare sind derart gekrümmt, dass die Kugelflächen denselben Mittelpunkt haben.
  • Zur Bildung einer Spanneinrichtung werden die beiden Stößelteile 26, 27 mit den dazwischenliegenden Komponenten der Kugelgelenke 37, 38 miteinander verschraubt, wobei die miteinander kooperierenden Lagerflächen 44, 45 und 46, 47 derart aufeinandergepresst werden können, dass eine Schwenkbarkeit der Ventilteller 19, 21 unterbunden werden kann.
  • Zweckmäßigerweise wird zunächst mit der Ventileinrichtung ein Einstellbetrieb gefahren. Hierbei sind die hülsenartigen Widerlagerelemente 51, die beiden Ventilteller 19, 20 und das Basisteil 49 auf den Lagerabschnitt 31 des ersten Stößelteils 26 aufgesteckt. Das erste Stößelteil 26 wird mit dem zweiten Stößelteil 27 verschraubt jedoch derart, dass die beiden Ven tilteller 19, 21 noch verschwenkbar sind. Wird dann der Einstellbetrieb durchgeführt, so richtet sich der Ventilteller 19 an dem ihm zugeordneten Ventilsitz 20 exakt aus, während sich der weitere Ventilteller 21 bei entgegengesetzter Bewegung des Ventilglieds 15 am weiteren Ventilsitz 22 ausrichtet. Dadurch können die Winkelstellungen der jeweiligen Ventilteller 19, 21 ermittelt werden, mit denen eine zuverlässige fluiddichte Abdichtung der Kanalmündungen erfolgt. Als Nächstes werden nun die beiden Stößelteile 26, 27 weiter angezogen, so dass die Widerlagerelemente 51 auf die Außenseiten der Ventilteller 19, 21 drücken, wodurch die Ventilteller auf das Basisteil 49 gepresst werden. Sind die beiden Ventilteller 19, 21 festgestellt also schwenkfest am Stößelteil 26 gelagert, kann mit dem Dauerbetrieb begonnen werden in welchem sich die Winkellage der Ventilteller 19, 21 ja dann nicht mehr ändert.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 7924113 [0002]

Claims (12)

  1. Ventileinrichtung, mit einem Ventilgehäuse (12) in dem ein Ventilglied (15) mittels Stellmitteln verschieblich gelagert ist, wobei das Ventilglied (15) wenigstens einen Ventilteller (19, 21) aufweist, dem in Axialrichtung ein gehäusefester Ventilsitz (20, 22) gegenüberliegt, der eine durch den Ventilteller (19, 21) wahlweise fluiddicht absperrbare oder freigebbare Kanalmündung umschließt, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilteller (19, 21) zur Lageausrichtung am Ventilsitz (20, 22) mittels eines Kugelgelenks (37, 38) schwenkbar gelagert ist.
  2. Ventileinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilglied (15) einen Ventilstößel (25) aufweist, der den wenigstens einen Ventilteller (19, 21) trägt und der mit einer Spanneinrichtung ausgestattet ist, über die der Ventilteller (19, 21) schwenkfest am Ventilstößel (25) fixierbar ist.
  3. Ventileinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilstößel (25) zur Bildung der Spanneinrich tung zwei miteinander verspannbare Stößelteile (26, 27) aufweist, zwischen denen die Komponenten des Kugelgelenks (37, 38) angeordnet sind, wobei beim Verspannen eine die Schwenkbarkeit des Ventiltellers (19, 21) verhindernde Presskraft auf das Kugelgelenk (37, 38) einleitbar ist.
  4. Ventileinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kugelgelenk (37, 38) miteinander kooperierende Lagerflächen (44, 45) an einer dem Ventilsitz (20, 22) abgewandten Innenseite (48) des Ventiltellers (19, 21) und einem lagestabil auf dem Ventilstößel (25) sitzenden Basisteil (49) sowie miteinander kooperierende Lagerflächen (46, 47) an einer dem Ventilsitz (20, 22) zugewandten Außenseite (42) des Ventiltellers (19, 21) und an einem Widerlagerelement (51) aufweist.
  5. Ventileinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der an der Ventilteller-Innenseite (48) und an dem Basisteil (49) ausgebildeten Lagerflächen (44, 45) kugelflächenartig ausgebildet ist.
  6. Ventileinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Ventilteller-Innenseite (48) ausgebildete Lagerfläche (44) zur Bildung eines kreisförmig verlaufen den Linienkontakts mit der korrespondierenden Lagerfläche (45) am Basisteil (49) konusflächenartig ausgebildet ist.
  7. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der an der Ventilteller-Außenseite (42) und an dem Widerlagerelement (51) ausgebildeten Lagerflächen (46, 47) kugelflächenartig ausgebildet ist.
  8. Ventileinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die am Widerlagerelement (51) ausgebildete Lagerfläche (47) zur Bildung eines kreisförmig verlaufenden Linienkontakt mit der korrespondierenden Lagerfläche (46) an der Ventilteller-Außenseite (42) konusflächenartig ausgebildet ist.
  9. Ventileinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilteller (19, 21) einen Schwenklagerabschnitt (39) mit zentraler Durchgangsöffnung (40) zur Durchführung des Ventilstößels (25) und einen umfangsseitig daran anschließenden flanschartigen Dichtabschnitt (41) mit Dichtfläche (43) zur fluiddichten Anlage am zugeordneten Ventilsitz (20, 22) aufweist.
  10. Ventileinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit axialem Abstand zum Ventilteller (19) ange ordneter weiterer Ventilteller (21) vorgesehen ist, dem ein axial ausgerichteter, gehäusefester weiterer Ventilsitz (22) gegenüberliegt, wobei der weitere Ventilteller (22) unabhängig vom Ventilteller (19) mittels eines weiteren Kugelgelenks (38) schwenkbar gelagert ist.
  11. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilteller (19, 21) zumindest im Bereich der Dichtfläche (43) aus bei Anlage an den Ventilsitz (20, 22) unverformbaren Material besteht.
  12. Ventileinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem unverformbaren Material um Hartkunststoff, insbesondere Polyoxymethylen (POM), handelt.
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