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DE102007050810A1 - Verfahren zum Detektieren des Schließens eines von einem piezoelektrischen Aktor betätigten Ventils - Google Patents

Verfahren zum Detektieren des Schließens eines von einem piezoelektrischen Aktor betätigten Ventils Download PDF

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DE102007050810A1
DE102007050810A1 DE200710050810 DE102007050810A DE102007050810A1 DE 102007050810 A1 DE102007050810 A1 DE 102007050810A1 DE 200710050810 DE200710050810 DE 200710050810 DE 102007050810 A DE102007050810 A DE 102007050810A DE 102007050810 A1 DE102007050810 A1 DE 102007050810A1
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voltage
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piezoelectric
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DE200710050810
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Inventor
Hans-Christoph Magel
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Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/20Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils
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Abstract

Es wird ein Verfahren vorgeschlagen, mit dessen Hilfe temperaturbedingte Längenänderungen eines Piezoinjektors (10) durch Auswertung der Spannung eines Piezoaktors (24) erkannt und kompensiert werden können.

Description

  • Stand der Technik
  • Aus der DE 10 2006 019 736 ist ein Piezoinjektor mit direkter Betätigung eines Schließelements bekannt. Bei diesen direkt gesteuerten Piezoinjektoren entfällt der hydraulische Koppler zwischen Piezoaktor und Düsennadel. Dadurch werden die Herstellungskosten reduziert. Außerdem verringert sich der Bauraumbedarf für den Piezoinjektor deutlich, was bei modernen Motorenkonstruktionen einen erheblichen Vorteil darstellt.
  • Bei diesen sogenannten direktgesteuerten Piezoinjektoren ist eine mechanische Temperaturkompensation vorhanden, welche die temperaturbedingten Längenänderungen des Injektors größtenteils kompensieren. Diese mechanische Temperaturkompensation macht sich die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten verschiedener Werkstoffe zunutze. Allerdings ist es aufgrund der werkstoffabhängigen Wärmedehnungskoeffizienten und der konstruktionsbedingt vorgegebenen Abmessungen der Bauteile des Injektors zumeist nicht möglich, eine vollständige Temperaturkompensation zu erreichen. Dadurch ergibt sich ein gewisser Restfehler bezüglich der Temperaturkompensation, der dazu führt, dass während des Betriebs und abhängig von der aktuellen Betriebstemperatur entweder das Schließelement nicht vollständig schließt oder die Anpresskräfte des Schließelements auf dem Ventilsitz unnötig hoch sind, was den Verschleiß am Ventilsitz erhöht.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Temperaturkompensation des Piezoinjektors bereitzustellen, das während des Betriebs bedarfsabhängig und/oder regelmäßig durchgeführt werden kann, so dass in allen Betriebszuständen ein sicheres Schließen des Schließelements erreicht wird und gleichzeitig die Schließkräfte nur so groß wie nötig sind.
  • Die Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Ermittlung des Auftreffens eines Schließelements auf einem Ventilsitz, wobei das Schließelement mindestens mittelbar von einem piezoelektrischen Element gesteuert wird, ist dadurch gelöst, dass das piezoelektrische Element bei geöffneter Düsennadel so angesteuert wird, dass das Schließelement schließt, dass der zeitliche Verlauf von Steuersignalen, wie zum Beispiel einer elektrischen Spannung und/oder einer elektrischen Ladung am piezoelektrischen Aktor erfasst wird, und dass durch eine Auswertung dieser Steuersignale das Auftreffen des das Schließelements auf dem Ventilsitz erkannt wird.
  • Besonders vorteilhaft an dem erfindungsgemäßen Verfahren ist, dass keine zusätzliche Hardware in Form von Sensoren oder anderes mehr benötigt werden. Das Verfahren nutzt die Tatsache aus, dass der piezoelektrische Aktor gleichzeitig als Sensor einsetzbar ist, so dass durch die Auswertung der Spannung des piezoelektrischen Aktors oder dessen Ladung das Auftreffen des das Schließelements auf dem Ventilsitz erkannt werden kann. Dies bedeutet aber auch, dass das erfindungsgemäße Verfahren über die gesamte Lebensdauer der Brennkraftmaschine bzw. des Piezoinjektors in regelmäßigen Abständen wiederholt werden kann, so dass eine Drift des Piezoinjektors und/oder Verschleiß erkannt und kompensiert werden kann. Dadurch ergibt sich ein stabiles Betriebsverhalten des Piezoinjektors über dessen gesamte Lebensdauer, was insbesondere für die dauerhafte Einhaltung von Emissionsgrenzwerten von großem Vorteil ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist alleine oder zusammen mit einer mechanischen Temperaturkompensation einsetzbar.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders für den Einsatz in direktgesteuerten Piezoinjektoren geeignet, ohne darauf beschränkt zu sein.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Auftreffen des Schließelements auf dem Ventilsitz durch eine Änderung des Gradienten, das heißt der zeitlichen Ableitung der Aktorspannung erkannt wird. Wenn nämlich das Schließelement auf dem Ventilsitz auftrifft, ändern sich die elektrischen Eigenschaften des Piezoaktors und infolge dessen auch die Steigung der Aktorspannung bei sonst gleichbleibenden Randbedingungen, wie zum Beispiel gleichbleibendem Ladestrom.
  • Weil zwischen der Aktorspannung U, der Ladung Q und dem Ladestrom I des piezoelektrischen Aktors ein direkter Zusammenhang besteht, kann anstelle der Aktorspannung auch die Ladung Q oder der Ladestrom I des piezoelektrischen Aktors zur Erfassung des Auftreffens des Schließelements auf dem Ventilsitz ausgewertet werden.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die beim Auftreffen des Schließelements auf dem Ventilsitz am piezoelektrischen Aktor anliegende Schließspannung USchließ abgespeichert und der Bestimmung der Ansteuerspannung des piezoelektrischen Aktors beim Schließen des Ventils zugrunde gelegt.
  • Um eine definierte Schließkraft des Schließelements zu erreichen, kann zusätzlich zu der Schließspannung USchließ noch eine Schließkraftspannung ΔU zu der Schließspannung USchließ hinzu addiert werden. Bei der Ermittlung der Schließkraftspannung ΔU müssen neben der gewünschten Schließkraft auch die mechanischen und hydraulischen Verhältnisse im Piezoinjektor berücksichtigt werden.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird, um einen definierten Öffnungszustand des Ventils zu erreichen, die Öffnungsspannung UOffen des piezoelektrischen Aktors durch eine die Addition einer Spannungsdifferenz zu der Schließspannung USchließ bestimmt. Dadurch hat das Schließelement bei geöffnetem Ventil eine definierte Position. Die Polarität dieser Spannungsdifferenz hängt davon ab, ob das Schließelement bei bestromtem piezoelektrischen Aktor geschlossen ist (sogenannte inverse Bauweise) oder bei bestromtem Aktor offen ist,
  • Der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe wird auch durch ein Computerprogramm sowie eine Regelsteuer und Regeleinrichtung zum Betreiben eines piezoelektrischen Ventils, insbesondere eines Piezoinjektors dadurch gelöst, dass sie nach einem der erfindungsgemäß beanspruchten Verfahren arbeiten.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen entnehmbar.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines direkt gesteuerten Piezoinjektors,
  • 2 ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
  • 3 den zeitlichen Verlauf der Aktorspannung beim Schließen der Düsennadel.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • In 1 ist ein direkt gesteuerter Piezoinjektor dargestellt, der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist.
  • Der Kraftstoffinjektor 10 umfasst einen Injektorkörper 12 und einen Düsenkörper 14. Der in 1 dargestellte Kraftstoffinjektor 10 wird bevorzugt an einer Hochdruckquelle wie z. B. einem Common-Rail-System an selbstzündenden Verbrennungskraftmaschinen eingesetzt. Der Kraftstoffinjektor 10 wird von einem Druckspeicher 16 (Common-Rail), in dem ein Systemdruck von mehr 1600 bar herrscht, mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt. Vom Druckspeicher 16 verläuft eine Hochdruckleitung 18, die in einen Hohlraum 70 des Injektorkörpers 12 mündet.
  • An dem einem brennraumseitigen Ende des Kraftstoffinjektors 10 abgewandten Ende des Kraftstoffinjektors 10 befindet sich ein glockenförmig ausgebildetes Gehäuseteil 20 mit einem Bund 21. Der Bund 21 ist gemäß der Darstellung in 1 von einer Überwurfmutter 22 übergriffen. Die Überwurfmutter 22 wird am oberen Ende mit dem Injektorkörper 12 verbunden.
  • Innerhalb des glockenförmig ausgebildeten Gehäuses 20, welches seinerseits durch einen Deckel 38 samt Deckelbefestigung 40 verschlossen ist, befindet sich ein bevorzugt als Piezoaktor ausgebildetes Betätigungsorgan 24. Innerhalb eines vom glockenförmigen Gehäuse 21 begrenzten Hohlraumes 26 befindet sich Kraftstoff, d. h. der Piezoaktor 24 ist von Kraftstoff umgeben. Durch die Befüllung des Hohlraums 26 wird eine gute Wärmeleitung zwischen dem Piezoaktor 24 und den als Kompensationselementen dienenden Teilen des Gehäuses 20 erzielt. Dazu zählen auch ein Aktor-Widerlager 32 und ein Übertragungselement 34. Darüber hinaus befindet sich an dem Piezoaktor 24 ein Übertragungselement 34, das sich über eine Rohrfeder 36 an einer Planseite 48 eines in den Injektorkörper 12 eingelassen Ventilstückes 46 abstützt.
  • Neben elektrischen Kontakten 28, die durch den Deckel 38 geführt sind, verläuft durch den Deckel 38 auch ein niederdruckseitiger Rücklauf 30, welcher mit dem Niederdruckbereich des Kraftstoffeinspitzsystems – hier nicht weiter dargestellt – verbunden ist.
  • An dem Übertragungselement 34 befindet sind in der Darstellung gemäß 1 ein Schließelement 42, welches gemäß dieser Ausführungsvariante Bestandteil des Übertragungselement 34 ist. Das Schließelement 42 bildet mit der Planseite 48 des Ventilstückes 46 einen Flachsitz 44 zur Abdichtung einer durch das Ventilstück 46 verlaufenden Ablaufdrossel (ohne Bezugszeichen).
  • Der Darstellung gemäß 1 ist weiterhin entnehmbar, das am Ventilstück 46 eine hülsenförmig ausgebildete Führung 50 ausgebildet ist. Die Führung 50 umschließt eine bevorzugt nadelförmig ausgebildete Düsennadel 60 teilweise und stellt eine Führung der Düsennadel 60 dar. Eine Stirnseite 62 der Düsennadel 60 begrenzt mit der Innenseite der Führung 50 einen Steuerraum 58. Der Steuerraum 58 wird über eine in der Wand 52 der Führung 50 ausgebildete Zulaufdrossel 54 vom Hohlraum 70 des Injektorkörpers 12 mit unter Systemdruck stehenden Kraftstoff beaufschlagt.
  • Die Düsennadel 60 ist an ihrem Umfang mit einem Stützring 64 versehen, auf welchem sich wiederum ein Federelement 66 abstützt. Mit dem Federelement 66, welches sich wiederum an der unteren Stirnseite der Führung 50 des Ventilstückes 46 abstützt, wird die Ausfahrbewegung der Düsennadel 60 aus dem durch hohen Systemdruck beaufschlagtem Steuerraum 58 unterstützt. Darüber hinaus befinden sich am Übergang zwischen dem Hohlraum 70 des Injektorkörpers 12 zum Drüsenkörper 14 des Kraftstoffinjektors 10 ein oder mehrere als Freiflächen ausgebildete Strömungskanäle 72, über welche der unter Systemdruck stehende Kraftstoff aus dem Hohlraum 70 des Injektorkörpers 12 in einen im Düsenkörper 14 ausgebildeten Düsenraum 74 überströmt. Über den Düsenraum 74, wiederum strömt der Kraftstoff über einen Ringspalt 76 Einspritzöffnungen 80 zu. Mit dem Bezugzeichen 78 ist die Spitze der Düsennadel 60 bezeichnet.
  • Der in 1 innerhalb des hülsenförmigen Gehäuses 20 aus Invar angeordnete Pizeoaktor 24 wird invers betrieben. Dies bedeutet, dass der Piezoaktor 24 im Ruhezustand des Kraftstoffinjektors 10 aufgeladen ist und seine nominale Längenausdehnung annimmt. Zum Auslösen eines Einspritzvorganges wird der Piezoaktor 24 über die elektrischen Kontakten 28 entladen und zieht sich zusammen. Dadurch führt das Schließelement 42 eine Hubbewegung aus, bis es die gewünschte Offenstellung (H = HOffen) erreicht hat.
  • Durch eine geeignete Werkstoffauswahl bei dem hülsenförmigen Gehäuse 24, dem Aktorwiderlager 32 an der Unterseite des Deckels 38 sowie des Übertragungselements 34 werden eine sehr gute mechanische Temperaturkompensation und eine sehr geringe Bauhöhe erreicht.
  • Um die in 1 dargestellte Position des Schließelements 42 zu erreichen, wird der Piezoaktor 24 mittels der elektrischen Kontakte 28 aufgeladen. Dadurch dehnt sich der Piezoaktor 24 in Längsrichtung aus und das Schließelement 42 wird dichtend an die Planseite 48 des Ventilstücks 46 gepresst. Dadurch ist die Ablaufdrossel im Ventilstück 46 verschlossen. Im Steuerraum 58 herrscht der über die Zulaufdrossel 54 anstehende Systemdruck. Dadurch ist die Stirnseite 62 der Düsennadel 60 mit Systemdruck beaufschlagt und die Spitze 78 der Düsennadel 60 wird in ihren hier nicht näher dargestellten Sitz gepresst, so dass die Einspritzöffnungen 80 am brennraumseitigen Ende der Düsennadel 60 verschlossen sind.
  • Zum Einleiten eines Einspritzvorganges wird der im Ruhestand des Kraftstoffinjektors 10 aufgeladene Piezoaktor 24 über die elektrischen Anschlüsse 28 entladen. Aufgrund dieser Entladung zieht sich der Piezoaktor 24 in axialer Richtung zusammen, das Schließelement 42 hebt vom Ventilsitz 44 ab und die Düsennadel 60 öffnet die Spritzlöcher 80. Dieser damit verbundene Hub des Schließelements 42 ist in 1 mit Hoffen bezeichnet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Hub stark vergrößert. Bei realen Piezoinjektoren beträgt der Hub deutlich weniger als 1 mm.
  • Unterstützt durch die Rohrfeder 36 fährt das Übertragungselement 34 in vertikale Richtung nach oben, so dass das Schließelement 42 die Ablaufdrossel im Ventilstück 46 freigibt. Dadurch kann die Steuermenge aus dem Steuerraum 58 in den Hohlraum 26 in Richtung des niederdruckseitigen Rücklaufs 30 abströmen, so dass die Düsennadel 60 in den druckentlasteten Steuerraum 58 einfährt. Über den Hohlraum 70, die als Freiflächen ausgebildeten Strömungskanäle 72 strömt in den Düsenraum 74 eintretender, unter Systemdruck stehender Kraftstoff entlang des Ringspaltes 76 den offen stehenden Einspritzöffnungen 80 zu, so dass Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt werden kann.
  • Um, ausgehend von der Offenstellung (nicht dargestellt) des Schließelements 42 und der zugehörigen Spannung UOffen des Piezoaktors 24, erneut die in 1 dargestellte Schließstellung einnehmen zu können, muss der Piezoaktor 24 soweit aufgeladen werden, bis er eine Schließspannung USchließ erreicht hat.
  • Der Abstand zwischen dem Ventilstück 46 und dem Deckel 38 ändert sich in Abhängigkeit der Betriebstemperatur des Ventils 42, 44 und der den Piezoaktor 24 umgebenden Bauteile, weil eine vollständige mechanische Temperaturkompensation nicht möglich ist.
  • Die verbleibenden temperaturbedingten Längenänderungen können mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens durch die gezielte Beeinflussung der Ansteuerspannung USchließ kompensiert werden. Wenn nämlich die Ansteuerspannung UAnsteuer erhöht wird, nimmt die Länge des Piezoaktors 24 in axialer Richtung zu, so dass temperaturbedingte und/oder verschleißbedingte Längenänderungen kompensiert werden können.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun anhand des in 2 beispielhaft dargestellten Ablaufdiagramms näher erläutert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren beginnt bei geöffnetem Schließelement 42, d. h. der Hub H ist gleich Hoffen. Die Aktorspannung UAktor ist gleich Uoffen (siehe 3). In einem ersten Funktionsblock 102 wird der Piezoaktor 24 vorzugsweise mit einem konstanten Ladestrom I geladen. In Folge dessen nimmt die Aktorspannung UAktor zu. Gleichzeitig wird der zeitliche Verlauf der Aktorspannung UAktor erfasst. Das Ergebnis dieser Erfassung ist eine Kennlinie 104, in der die Aktorspannung UAktor über der Zeit aufgetragen ist.
  • In einem zweiten Funktionsblock 106 wird diese Kennlinie 104 ausgewertet und beispielsweise auf Änderungen des Gradienten untersucht. Sobald das Schließelement 42 auf dem Ventilsitz 44 auftrifft, wird die Längenänderung des Piezoaktors 24 behindert und es ändern sich die elektrischen Eigenschaften des Piezoaktors 24. Unter anderem ändert sich die Kapazität C des Piezoaktors 24, wenn dessen Ausdehnung behindert wird. Infolge dessen ändert sich auch die Zunahme der Aktorspannung UAktor bei konstantem Ladestrom. Diese Änderung der Zunahme der Aktorspannung UAktor schlägt sich in der erwähnten Änderung des Gradienten dU/dt (siehe 3 unten) der Kennlinie 104 nieder.
  • In einem dritten Funktionsblock 108 erfolgt die Auswertung der Kennlinie 104, die Gradientenbildung und die Erfassung des Zeitpunkts in dem die Düsennadel 42 auf dem Ventilsitz 44 aufliegt (siehe t = t2 in 3).
  • Nachdem der Zeitpunkt (t = t2) des Auftreffens der Düsennadel 42 auf dem Ventilsitz 44 und bekannt ist, wird ein dem dritten Funktionsblock 108 die zum Zeitpunkt (t = t2) gehörende Aktorspannung USchließ aus der Kennlinie 104 ausgelesen und abgespeichert. Diese Spannung USchließ ist die Spannung, die benötigt wird, um das Schließelement 42 auf dem Flachsitz 44 aufzusetzen, und steht nun für die Ansteuerung des Piezoaktors 24 als Parameter zur Verfügung.
  • Falls gewünscht, kann bei der Ansteuerung des Piezoaktors 24 zusätzlich noch eine definierte Schließkraft FSchließ eingestellt werden, in dem zu der Spannung USchließ noch eine Schließkraftspannung ΔU addiert wird (Nicht dargestellt in 3).
  • Damit ist das erfindungsgemäße Verfahren beendet und es ist gewährleistet, dass das Schließelement 42 sicher und mit definierte Schließkraft auf dem Ventilsitz 44 aufliegt, wenn der Piezoaktor 24 auf die erfindungsgemäß ermittelte Aktorspannung USchließ geladen wird. Das erfindungsgemäße Verfahren kann regelmäßig wiederholt werden, beispielsweise nach Erreichen einer bestimmten Betriebsdauer und/oder beim Auftreten von Temperatur- oder Laständerungen.
  • In 3 ist der Zusammenhang zwischen der Kennlinie 104, deren Gradienten dU/dt (siehe die Linie mit dem Bezugszeichen 110) aufgetragen. Aus dem Sprung in der Linie 110 kann der Zeitpunkt des Auftreffens der Düsennadel 42 auf dem Ventilsitz 44 (t = t2) einfach und zuverlässig bestimmt werden. In Kenntnis dieses Zeitpunkts (t = t2) kann mit Hilfe der Kennlinie 104 die Ansteuerspannung USchließ 104 bestimmt und abgespeichert werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006019736 [0001]

Claims (10)

  1. Verfahren zur Ermittlung des Auftreffens eines Schließelements (42) auf einem Ventilsitz (44), wobei das Schließelements (42) mindestens mittelbar von einem piezoelektrischen Element (24) gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das piezoelektrisch Element (24) bei geöffnetem Schließelement (42) so angesteuert wird, dass das Schließelement (42) schließt, dass der zeitliche Verlauf eines Steuersignals, insbesondere der zeitliche Verlauf (dU/dt) einer elektrischen Spannung (UAktor(t)) am piezoelektrischen Element (24) erfasst wird, und dass durch eine Auswertung dieses Steuersignals das Auftreffen des Schließelements (42) auf dem Ventilsitz (44) erkannt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftreffen des Schließelements (42) auf dem Ventilsitz (44) durch eine Änderung des Gradienten (dU/dt) der Aktorspannung (UAktor(t)) erkannt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, das die zum Zeitpunkt (t = t2) des Auftreffens des Schließelements (42) auf dem Ventilsitz (44) am piezoelektrischen Element (24) anliegende Schließspannung (USchließ) abgespeichert und der Bestimmung der Ansteuerspannung (UAnsteuer) des piezoelektrischen Elements (24) beim Schließen des Schließelements (42) zugrunde gelegt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerspannung (UAnsteuer) des piezoelektrischen Elements (24) aus der Summe der Spannung (USchließ) und einem Spannungszuschlag (ΔU) gebildet wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungszuschlag (ΔU) in Abhängigkeit von der gewünschten Schließkraft (FSchließ) des Schließelements (42) ermittelt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spannung (UOffen) des piezoelektrischen Elements (24) bei geöffnetem Schließelement (42) ausgehend von der Schließspannung (USchließ) bestimmt wird (UOffen = USchließ ± ΔU).
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließelement (42) die hydraulische Verbindung zwischen einem Steuerraum (58) und einem Rücklauf (30) eines Injektors (10) steuert.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitende Injektor (10) einen mechanischen Ausgleich temperaturbedingter Längenänderungen aufweist.
  9. Computerprogramm zum Betreiben eines piezoelektrischen Ventils (42), insbesondere eines Piezoinjektors (10), dadurch gekennzeichnet, dass es nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche arbeitet.
  10. Steuer- und Regeleinrichtung zum Betreiben eines piezoelektrischen Ventils, insbesondere eines Piezoinjektors (10), dadurch gekennzeichnet, dass sie nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche arbeitet.
DE200710050810 2007-10-24 2007-10-24 Verfahren zum Detektieren des Schließens eines von einem piezoelektrischen Aktor betätigten Ventils Ceased DE102007050810A1 (de)

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US20120013325A1 (en) * 2009-02-10 2012-01-19 Erik Tonner Method for determining a needling closing in a piezoinjector

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DE102006019736A1 (de) 2006-04-28 2007-10-31 Robert Bosch Gmbh Kraftstoffinjektor

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