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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Axiallager mit einem ersten Laufring,
einem zweiten Laufring, Wälzkörpern die in einem
zwischen den beiden Laufringen definierten Bahnraum aufgenommen
sind, und einer Käfigeinrichtung zur Führung der
Wälzkörper innerhalb des genannten Bahnraumes.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung hierbei auf Axiallager für
Anwendungen im Kupplungs- und Getriebebereich die über
einen langen Betriebszeitraum hinweg Laufbelastungen bei Drehzahlen über
400 Umin–1 standhalten.
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Aus
DE 25 24 917 A1 ist
ein Axiallager der vorgenannten Art bekannt, das als solches Bestandteil
eines Kupplungsmechanismus bildet und über eine Ausrückstruktur
axial verlagerbar ist, wobei in Korrelation mit der durch einen
Betätigungsmechanismus eingestellten Axialposition dieses
Lagers ein Kupplungseingriffszustand einer Reibungskupplung eingestellt
wird. Bei diesem bekannten Axiallager sind die beiden Laufringe
als flache Ringscheiben ausgebildet und aus einem Lagerstahl gefertigt,
wobei einer der beiden Laufringe mit einer Laufrille versehen ist
in welcher die zugeordneten Wälzkörper abrollen.
Die beiden Laufringe sind ferner durch eine Halteringstruktur zu
einer Baugruppe zusammengefasst. Der aus dieser Druckschrift bekannte
Lageraufbau zeichnet sich durch eine relativ kurze axiale Baulänge
und eine hohe Steifigkeit in axialer Richtung aus.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Lösungen zu schaffen
durch welche es möglich wird, ein insbesondere als Kupplungsausrücklager
geeignetes, axial kurz bauendes Axiallager zu schaffen das in fertigungstechnischer
Hinsicht kostengünstig herstellbar ist und das sich durch
eine lange Lebensdauer auszeichnet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Axiallager mit:
- – einem ersten
Lagerlaufring der als flache Ringscheibe ausgeführt ist,
- – einem zweiten Lagerlaufring der ebenfalls als flache
Ringscheibe ausgeführt ist,
- – Wälzkörpern die in einem zwischen
dem ersten Lagerlaufring und dem zweiten Lagerlaufring definierten
Bahnraum aufgenommen sind, und
- – einer Käfigeinrichtung zur Führung
der Wälzkörper innerhalb des Bahnraumes,
wobei
sich dieses Axiallager dadurch auszeichnet, dass an dem ersten Lagerlaufring
im Außenumfangsbereich ein erster Ringsteg ausgebildet
ist, und dass an dem zweiten Lagerlaufring ebenfalls im Außenumfangsbereich
desselben ein zweiter Ringsteg ausgebildet ist, wobei beide Ringstege
so zueinander radial versetzt angeordnet und dimensioniert sind,
dass sich diese in einem den Bahnraum umsäumenden Umfangsbereich
unter Belassung eines Laufspaltes überlappen.
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Dadurch
wird es auf vorteilhafte Weise möglich, ein insbesondere
als Kupplungsausrücklager geeignetes Axiallager zu schaffen,
das sich durch eine äußerst geringe axiale Bautiefe
auszeichnet und bei welchem eine besonders wirkungsvolle Abkapselung
des die Wälzkörper aufnehmenden Wälzkörperbahnraums
erreicht wird, wobei jene die Abkapselung bewirkenden Ringstege auch
eine besonders wirkungsvolle Versteifung der Laufringe an sich bewirken
und dem Lager eine hohe Robustheit gegen etwaige Querkraftbelastungen,
insbesondere auch während eines Getriebemontagevorgangs
verleihen.
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Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
sowohl der erste Laufring als auch der zweite Laufring jeweils als
Umformteil aus einem Blechmaterial gefertigt. Durch die erfindungsgemäß im
Außenumfangsbereich dieser Laufringe ausgebildeten Ringstege
ergibt sich selbst bei Verwendung relativ geringer Blechmaterialstärken
eine hohe Steifigkeit der Laufringe.
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Gemäß einem
besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung sind weiterhin in beiden
Laufringen jeweils Laufrillen gebildet, in welchen die vorzugsweise
als Kugeln ausgeführten Wälzkörper abrollen. Diese
Laufrillen werden vorzugsweise durch plastische Umformung des Ausgangsmateriales,
insbesondere Prägen gefertigt. Zur Erreichung besonders hoher
Oberflächenqualitäten ist es möglich,
diese Laufrillen materialabtragend nachzubearbeiten, insbesondere
zu schleifen zu honen und/oder insbesondere einer Hartrollierbehandlung
zu unterziehen. Vorzugsweise werden die erfindungsgemäßen
Laufringe auch einer Wärmebehandlung unterzogen, um insbesondere
im Bereich der Laufrillen hohe Werkstofffestigkeiten zu erzielen.
Es ist möglich, die Endbearbeitung der Laufringe im Bereich
der Laufrillen erst nach Abschluss der Wärmebehandlung
durchzuführen.
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Um
eine besonders wirkungsvolle Abschottung des die Wälzkörper
aufnehmenden Bahnraums von der Außenumgebung des erfindungsgemäßen Axiallagers
zu erreichen, ist gemäß einem besonderen Aspekt
der vorliegenden Erfindung in einem Inneneckbereich des den äußeren
Ringsteg bildenden Laufrings eine Ringdichtung eingesetzt, die eine Dichtlippe
bildet. Diese Dichtlippe ist vorzugsweise so gestaltet, dass diese
den vom vorgenannten äußeren Ringsteg umgriffenen,
inneren Ringsteg kontaktiert. Es ist dabei insbesondere möglich,
die Dichtlippe so zu gestalten, dass diese eine Innenumfangsfläche
des inneren Ringstegs kontaktiert. Hierdurch ergeben sich hinsichtlich
der Vermeidung des Schmierstoffaustritts, sowie auch hinsichtlich
der Vermeidung des Zutritts von Verunreinigungen vorteilhafte Relativbewegungen
im Anlagebereich der Dichtlippe an der zugeordneten Gegenlauffläche. Diese
von der Dichtlippe kontaktierte Lauffläche ist vorzugsweise
derart nachgearbeitet, dass ein besonders verschleißarmer
Lauf der Dichtlippe auf dieser Kontaktfläche erreicht wird.
Diese Nachbearbeitung kann insbesondere im Rahmen der Nachbearbeitung der
Laufrille des entsprechenden Laufrings erfolgen.
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Gemäß einem
weiteren, besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist zudem
eine Führungseinrichtung vorgesehen zur radialen Führung
der Käfigeinrichtung. Diese Führungseinrichtung
kann insbesondere als durch Tiefziehumformung gefertigtes Ringelement
ausgeführt sein. Dieses Ringelement ist vorzugsweise unter
einem hinreichend ausgeprägten Presssitz an dem zugeordneten
Laufring fixiert. Die Führungseinrichtung kann so gestaltet
sein, dass die die Käfigeinrichtung führende Umfangswandung
zugleich eine Ringwand bildet, die den Innenumfangsbereich des Bahnraumes
weitgehend nach innen abdeckt. An der Führungseinrichtung
kann ebenfalls eine Dichtlippe angebunden sein, die als solche den relativ
zur Führungseinrichtung umlaufenden Laufring kontaktiert.
Der so abgeschottete Lagerinnenraum ist vorzugsweise mit einer Schmierstofffüllung befrachtet.
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Gemäß einer
weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
sind die Tiefe der Laufrillen, der Durchmesser der Wälzkörper
und die Materialstärke der Laufringe derart aufeinander
abgestimmt, dass die auf Höhe des Bahnraumes in Axialrichtung
gemessene Axiallänge des Lagers in etwa der vierfachen
Materialstärke des Laufringmaterials entspricht. Die lichte
Weite des Bahnraumes in den radial neben den Wälzkörpern
liegenden inneren und äußeren Nachbarbereichen
des Bahnraums entspricht dabei vorzugsweise in etwa der doppelten Materialstärke
des Laufringmaterials. Die in diesen zwischen den beiden Laufringen
definierten Innenraum eingesetzte Käfigeinrichtung ist
vorzugsweise so gestaltet, dass diese nur ein geringes, axiales Laufspiel
aufweist und den Raum weitgehend ausfüllt. Die radiale
Spaltweite des im Überlappungsbereich der beiden Ringstege
verbleibenden Spaltes ist vor zugsweise so abgestimmt, dass eine
unzulässig starke Verlagerung der Laufringe hierdurch sicher unterbunden
ist und bei axialer Belastung des Lagers die Laufringe unter Wirkung
der an den Laufrillen angreifenden Wälzkörperstützkräfte
sich selbsttätig zentrieren.
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In
den von der äußeren Dichtungseinrichtung sowie
der inneren Führungseinrichtung weitgehend abgeschotteten
und den Wälzkörperbahnraum einschließenden
Lagerinnenraum ist vorzugsweise eine Fettfüllung eingebracht,
durch welche eine Dauerschmierung des Axiallagers während
der geforderten Lagerlebensdauer sichergestellt ist. Die Käfigeinrichtung
und die Schmierstofffüllung sind vorzugsweise so gestaltet,
dass diese eine relativ hohe Temperaturbeständigkeit aufweisen.
Die Käfigeinrichtung ist vorzugsweise aus einem hochtemperaturbeständigen
Kunststoffmaterial oder gegebenenfalls auch aus einem Metallmaterial
gefertigt. Die Schmierstofffüllung kann so gestaltet sein,
dass diese nach Ablauf der geforderten Normalbetriebs-Lagerlebensdauer noch
einen relativ sicheren Notschmierungseffekt bietet.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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Weitere
Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:
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1a eine
Axial-Schnittansicht zur Veranschaulichung des Aufbaus eines erfindungsgemäßen Axiallagers,
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1b eine
Detail-Schnittdarstellung zur Erläuterung weiterer Einzelheiten
des erfindungsgemäßen Axiallagers nach 1a,
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2 eine
Axial-Schnittdarstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus einer
weiteren, erfindungsgemäßen Variante eines erfindungsgemäßen Axiallagers.
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Ausführliche Beschreibung
der Figuren
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Bei
dem in 1 dargestellten, erfindungsgemäßen
Axiallager handelt es sich um ein Kupplungsausrücklager
für eine Kupplungseinrichtung. Dieses Axiallager umfasst
einen ersten Lagerlaufring 1, der als flache Ringscheibe
ausgeführt ist sowie einen zweiten, ebenfalls als flache
Ringscheibe ausgeführten zweiten Lagerlaufring 2.
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Das
Axiallager umfasst weiterhin Wälzkörper W, die
in einem zwischen dem ersten Lagerlaufring 1 und dem zweiten
Lagerlaufring 2 definierten Bahnraum B aufgenommen sind.
Die Wälzkörper W sind innerhalb des Bahnraums
B durch eine Käfigeinrichtung 3 geführt.
Das hier dargestellte Axiallager zeichnet sich dadurch aus, dass
an dem ersten Lagerlaufring 1 im Außenumfangsbereich
desselben ein erster Ringsteg 1a ausgebildet ist und zudem
auch an dem zweiten Lagerlaufring 2 ebenfalls im Außenumfangsbereich
desselben ein zweiter Ringsteg 2a ausgebildet ist, wobei
beide Ringstege 1a, 2a so gestaltet sind, dass
sich diese in einem den Bahnraum B umsäumenden Umfangsbereich
unter Belassung eines Laufspalts S axial überlappen.
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Bei
dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist der erste Laufring 1 als
Umformteil aus einem Blechmaterial gefertigt. Die Ausbildung des äußeren Ringstegs 1a erfolgt
hierbei im Rahmen eines Tiefzieh- oder Pressumformvorganges im Zusammenspiel
mit einem entsprechenden Untergesenk sowie einem entsprechenden
Pressstempel. Im Rahmen dieses Umformvorganges kann an dem ersten
Laufring 1 auch ein zweiter, die Innenumfangskante bildender
Innensteg 1b gefertigt werden. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
ist auch der zweite Laufring 2 als Umformteil aus einem
Blechmaterial gefertigt.
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An
beiden Laufringen 1, 2 ist jeweils eine Laufrille 1c, 2c gebildet,
auf welcher die als Kugeln ausgeführten Wälzkörper
W entsprechend abrollen. Diese Laufrillen 1c, 2c werden
vorzugsweise ebenfalls im Rahmen der zur Bildung der Ringstege 1a, 1b bzw. 2a führenden
Umformung des Blech-Ausgangmateriales durch Pressumformung gefertigt.
Es ist möglich, diese Laufrillen 1c, 2c durch
Einpressen eines Pressstempels herbeizuführen, wobei durch
die hierbei erreichte Materialverlagerung im Randbereich der jeweiligen
Laufrille 1c, 2c noch kleine Rand-Ringwulste erzeugt
werden können, die als solche die Lagerlaufringe 1, 2 einerseits
aussteifen und zudem zu einer weiteren Verbreiterung der Laufrillen 1c, 2c in
radialer Richtung beitragen. Die derart durch Umformverfahren gefertigten
Laufringe 1, 2 werden vorzugsweise einer Wärmebehandlung,
insbesondere einem Härteverfahren unterzogen. Die derart,
vorzugsweise äußerst verzugsarm wärme- und
gefügebehandelten Laufringe können nachfolgend
im Rahmen eines Endbearbeitungsvorganges geschliffen und endbearbeitet
werden.
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Weitere
konstruktive Einzelheiten dieses Axiallagers werden nachfolgend
in Verbindung mit 1b beschrieben.
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Wie
aus der Darstellung nach 1b ersichtlich,
ist an den ersten Lagerlaufring 1 eine Dichtungseinrichtung 5 angebunden.
Diese Dichtungseinrichtung 5 umfasst einen aus einem steifen
Material, insbesondere Stahlblech gefertigten Dichtungsträger 5a und
eine an diesen anvulkanisierte Dichtlippeneinrichtung 5b.
Die Dichtlippeneinrichtung 5b und der Dichtungsträger 5a sind
so gestaltet, dass eine durch die Dichtlippeneinrichtung 5b bereitgestellte
Anlagedichtlippe 5c die Innenumfangswand 2d des
Ringstegs 2a des zweiten Laufrings 2 kontaktiert.
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Der
Dichtlippenträger 5a ist aus einem relativ steifen
Material, vorzugsweise einem durch Tiefziehumformung umgeformten
Stahlmaterial, gefertigt und unter einem Presssitz in dem von dem
ersten Ringsteg 1a umsäumten Ringraum aufgenommen. Der
Dichtlippenträger 5a befindet sich bei dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel in einem zwischen der Innenfläche 1d des
ersten Laufringes 1 und einer Stirnseite 2e des
Ringstegs 2a verbleibenden Ringraum.
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Die
Wälzkörper W sind als Kugeln ausgeführt
und durch die Käfigeinrichtung 3 in Umfangsrichtung
sowie auch in radialer Richtung in entsprechenden Wälz körpertaschen
geführt. Die Käfigeinrichtung 3 ist vorzugsweise
aus einem hochtemperaturbeständigen Kunststoffmaterial
gefertigt. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel wird
gemäß einem besonderen Aspekt der vorliegenden
Erfindung eine Führung der Käfigeinrichtung 3 durch
eine Führungseinrichtung 7 erreicht. Diese Führungseinrichtung 7 ist
als Ringelement ausgeführt und an einen Innenrandbereich 2f des
zweiten Laufrings 2 angesetzt. Die Führungseinrichtung 7 bildet
eine Ringwand 7a, die den Innenumfangsbereich des Bahnraums
B abdeckt und zugleich eine die Käfigeinrichtung 3 in
radialer Richtung lagernde Lager- und Käfiglauffläche
bildet.
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Das
Ringelement ist so gestaltet, dass zwischen einer dem ersten Laufring 1 zugewandten,
vorderen Stirnfläche 7b und einer kleinen Innenvertiefung 1e ein
unter allen Betriebsbedingungen ausreichender Spalt verbleibt. An
dieses Ringelement 7 kann ebenfalls eine Dichtlippeneinrichtung
angebunden sein durch welche diese Spalt abgedichtet wird.
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Auf
den Außenumfangsbereich des ersten Laufrings 1 ist
ein Außenring 8 aufgesetzt, der an dem ersten
Laufring 1 durch eine Bördelung 8a und eine
Schulter 8c axial gesichert ist. Der Außenring 8 weist
einen, einen Stirnflächenabschnitt 1f des äußeren
Ringstegs 1a übergreifenden und radial einwärts zur
Lagerachse vordringenden Schutzflanschabschnitt 8b auf.
Dieser Schutzflanschabschnitt 8b übergreift die
Rückseite des zweiten Lagerlaufrings 2 unter Belassung
des hier erkennbaren Laufspaltes S2.
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Die
Einbindung des hier gezeigten Axiallagers in einen Kupplungsmechanismus
erfolgt durch einen Trägerring 10, der bei diesem
Ausführungsbeispiel ebenfalls als durch Tiefziehumformung
gefertigtes Metallbauteil ausgeführt ist. An dem Trägerring 10 sind
Rastklauen 11 ausgebildet, durch welche der Trägerring 10 an
einer Schiebehülse verankerbar ist. Der Trägerring 10 bildet
eine Ringschulter 12, auf welcher das erfindungsgemäße
Axiallager derart abgestützt ist, dass dieses in radialer
Richtung um das hier angedeutete Maß h1 verlagerbar ist.
An der Ringschulter 12 ist ein Haltesteg 13 ausgebildet.
An diesem Haltesteg 13 stützt sich der Innenumfangsbereich
einer Ringfeder 14 ab. Durch diese Ringfeder 14 wird
das Axiallager in axialer Richtung gegen eine radial einwärts
zur Lagerachse vordringende Stirnwand 15' des Trägerrings 10 gespannt.
Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel liegt die Ringfeder 14 nicht
unmittelbar an der Innenfläche des zweiten Laufrings an,
sondern sitzt auf einem Ringwandabschnitt 7c der Führungseinrichtung 7.
Durch die derart vorgenommene Anbindung des Axiallagers an den Trägerring 10 wird
die Führungseinrichtung 7 sicher gegen den zweiten
Lagerlaufring 2 gespannt. Eine radiale Führung
der Führungseinrichtung 7 wird hierbei durch einen
inneren Ringsteg 7d erreicht, der unter einem leichten
Presssitz in einer von dem zweiten Lagerlaufring 2 umsäumten
Ringbohrung sitzt. Auf die, dem Bahnraum B abgewandte Rückseite
des zweiten Lagerlaufrings 2 ist eine Ringkappe 15 aufgesetzt,
die in radialer Richtung durch einen inneren Ringrand 15a zentriert
ist. Diese Ringkappe 15 wird ebenfalls unter Wirkung der
Ringfeder 14 zwischen dem zweiten Lagerlaufring 2 und
der Radialwand 15 des Trägerrings 10 gespannt.
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Für
das Ausführungsbeispiel gemäß 2 gelten
die Ausführungen zu dem Ausführungsbeispiel nach
den 1a und 1b weitgehend
sinngemäß. Die entsprechenden Komponenten sind
insoweit mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie diese für
die korrespondierenden Komponenten bei dem vorangehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel nach den 1a und 1b verwendet
wurden.
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Ein
Unterschied dieser Variante eines erfindungsgemäßen
Axiallagers gegenüber der vorangehend beschriebenen Variante
besteht darin, dass bei diesem Ausführungsbeispiel der
zweite Wälzlagerlaufring 2 so gestaltet ist, dass
der am Außenumfangsbereich desselben ausgebildete zweite
Ringsteg 2a den ersten Ringsteg 1a des ersten
Laufrings 1 übergreift. Die den Bahnraum B radial
nach außen abschottende Dichtungseinrichtung 5 ist
bei diesem Ausführungsbeispiel so gestaltet, dass deren
Dichtlippenträger 5a an dem Inneneckbereich des
zweiten Lagerlaufrings 2 verankert ist. Die durch den Dichtlippenträger 5a getragene
Dichtlippe 5b kontaktiert hierbei eine durch den äußeren
Ringsteg 1a bereitgestellte innere Dichtlippenanlagefläche.
Der zwischen den beiden Ringstegen 1a und 2a verbleibende
Laufspalt S wird durch ein Ringkappenelement 8 abgeschirmt,
das auf den äußeren Ringsteg 2a des zweiten
Lagerlaufrings 2 aufgesetzt ist. Dieses Ringkappenelement 8 bildet
eine den Ringsteg 2a stirnseitig umgreifende und zum Außenwandungsbereich
des ersten Ringstegs 1a vordringenden Radialwandabschnitt 8b.
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Auch
bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Käfigeinrichtung 3 durch
eine an den zweiten Laufring 2 angesetzte Führungseinrichtung 7 radial
geführt. Die Führungseinrichtung 7 entspricht
in ihrem Aufbau im wesentlichen der Führungseinrichtung
gemäß 1b. Auch
bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Führungseinrichtung 7 unter
Verwendung der Ringfeder 14 gegen die dem Bahnraum B zugewandte
Innenseite des zweiten Laufrings 2 gespannt. Der zweite
Laufring 2 bildet bei diesem Ausführungsbeispiel
den stationären Axiallagerring und sitzt auf dem Trägerring 10.
Die durch den Trägerring 10 bereitgestellte, den
zweiten Lagerlaufring 2 tragende Ringschulter 12 ist
so gestaltet, dass diese einerseits die den zweiten Lagerlaufring 2 axial
abstützende Anlagewandung 15 als auch die die
Innenbohrung unter Belassung eines Radialspiels untergreifende Innenwandung 18 bildet.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Axiallager bildet der umlaufende
erste Wälzlagerlaufring 1 eine Kontaktfläche
K, über welche beispielsweise die Tellerfederzungen einer
hier nicht näher dargestellten Kupplungseinrichtung betätigt
werden können. Sowohl der erste Lagerring 1 als
auch der zweite, drehfeste Lagerring 2 sind spanlos durch
ein Umformverfahren aus einem Bandmaterial gefertigt. Die Kugellaufbahnen 1c, 2c werden
vorzugsweise im Prägeverfahren in die Planflächen
der Laufringrohlinge eingeprägt. Diese Laufringrohlinge
werden vorzugsweise aus einem tiefziehfähigen Wälzlagerstahl,
wie zum Beispiel C80M gefertigt und nach Abschluss der plastischen
Umformung einem verzugsarmen Wärmebehandlungsprozess unterzogen
und hierbei auf die erforderliche Härte gebracht. Je nach
Anforderung an die Laufqualitäten des Axiallagers kann
eine nachfolgende Feinbearbeitung der Wälzlagerlaufbahnen
mittels Honen oder Hartrollieren erfolgen. Zur Vermeidung von Fettaustritt
und zur besseren Abschottung des die Wälzkörper
führenden Bahnraums ist bei dem erfindungsgemäßen
Axiallager eine Radialdichtung 5 vorgesehen, die in den
umlaufenden Lagerring 1 oder auch in einen Eckbereich des
stationären Lagerrings 2 eingepresst ist, wobei diese
Radialdichtung 5 eine Dichtlippe bildet, die als schleifende
Dichtung gegen entsprechende Dichtflächen 2d in
der Bohrung des zugeordneten Laufringabschnittes wirkt.
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In
weiterer Ausgestaltung wird bei dem erfindungsgemäßen
Axiallager zur Reduzierung von Verschleiß- und Geräuschbildung
an den Kontaktstellen des umlaufenden Lagerrings zu den Kupplungstellerfederzungen
vorgeschlagen, eine Selbstzentriereinrichtung zu realisieren. Bei
dieser Selbstzentriereinrichtung wird der drehfeste Lagerring über
eine Bördelung 13 des Halterings 10 mittels
Tellerfeder 14 vorgespannt, wobei ein radialer Freiraum 20 zwischen
dem Außenring 18 des Halteringes 10 und
der Bohrung des Lagerringes 2 einen begrenzten radialen
Verschiebeweg bietet. Die Laufringe 1, 2 sind
erfindungsgemäß so gestaltet, dass diese an ihren
Außenflächen zueinander parallele, plane, radial
zur Lagerachse ausgerichtete Ringflächen bilden.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel nach den 1a und 1b ist
weiterhin eine Ringkappe 8 vorgesehen, welche nach dem
Komplettieren des Lagers am umlaufenden Außenring 1,
oder am stationären Laufring 2 mittels Bördelung
fixiert wird. Diese Kappe 8 wird gleichzeitig als Spaltdichtung
zur Verringerung der Gefahr gegen äußere Verschmutzung eingesetzt.
Diese Kappe 8 kann, wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach 2, auch aus einem Kunststoffmaterial gefertigt
und auf den drehfesten Lagerlaufring 2 aufgepresst oder
aufgeschnappt sein.
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Zur
Unterstützung der Vorspannfeder für die äußere
Vorspannung wird vorgeschlagen, einen Stützring 25 mit
Verdrehsicherung für die Vorspannfeder an der kupplungsfernen
Planfläche des drehfesten Lagerringes 2 vorzusehen
und diesen über die Bohrung des Lagerringes 2 zu
zentrieren.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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