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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine aktive Leistungsfaktorkorrektur
(in englisch Power Factor Control oder PFC) und insbesondere auf
eine Schaltung mit galvanisch getrennter Leistungsfaktorkorrektur.
Das technische Anwendungsgebiet der Erfindung ist insbesondere das
der Versorgung und Steuerung einer Lichtquelle mittels einer solchen Schaltung.
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Im
Allgemeinen widerspiegelt der Leistungsfaktor die Stromentnahme
eines elektrischen Geräts aus dem Stromnetz. Die Netzwechselspannung weist
bekanntlich einen sinusförmigen Zeitverlauf auf und idealerweise
sollte daher der vom Netz entnommene Strom ebenfalls einen sinusförmigen
Zeitverlauf aufweisen. Dieser durch einen Leistungsfaktor von 1
gekennzeichnete Idealfall kommt aber nicht immer vor, vielmehr kann
der Strom sogar erheblich von einer Sinus-Hüllkurve abweichen,
wobei dann der Leistungsfaktor sinkt.
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Bei
einem Leistungsfaktor unter 1 ist also der entnommene Strom nicht
sinusförmig, so dass Oberwellen im Netzstrom erzeugt werden.
Diese unerwünschten Oberwellenströme im Versorgungsnetz werden
bekanntermaßen mit Hilfe einer Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung
verringert werden.
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Um
einen sinusförmigen und sich in Phase zur Netzwechselspannung
befindenden Eingangsstrom zu erreichen, ist aus dem Stand der Technik beispielsweise
die Benutzung einer in 1 gezeigten auf Aufwärtswandler-Topologie
basierenden aktiven Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung 20 bekannt. „Aktiv"
daher, da ein Schalter aktiv durch Steuersignale von einer Steuereinheit
ein- und ausgeschaltet wird.
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Dabei
filtert ein Glättungskondensator C21 eine gleichgerichtete
Eingangs-Wechselspannung Vin, die mittels eines Spannungsteilers
R21, R22 gemessen wird. Die Eingangs-Wechselspannung Vin wird einer
Induktivität L21 zugeführt, wobei eine Sekundärwicklung
L22 die Nulldurchgänge des Stroms durch die Induktivität
L21 feststellt.
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Weiterhin
ermöglicht ein Strommesswiderstand (Shunt) R23 in Serie
zu dem Schalter, bspw. in der Source-Leitung eines Transistors T21,
die Erfassung des Induktivitäts-Spitzenstroms, um einen
evtl. Überstromzustand feststellen zu können.
Parallel zu einem Ausgangskondensator C22 ist ein zweiter Spannungsteiler
R24, R25 angeordnet, um die Bus-Gleichspannung Vbus zu messen und
einen Überspannungszustand bspw. aufgrund von Lastsprüngen
festzustellen.
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Diese
vier Messungen werden mittels vier Messeingänge 21, 22, 23, 24 von
einer Steuerschaltung 25 durchgeführt, wobei diese
Steuerschaltung 25 abhängig von diesen Messungen
den Transistor bzw. Schalter T21 derart steuert, dass die Bus-Spannung
konstant bleibt und der Leistungsfaktor erhöht wird.
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Nachteilig
ist es bei diesem Stand der Technik, dass die Schaltung 20 keine
galvanisch getrennte Spannung liefern kann.
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Die
US 2007040516 A1 offenbart
in diesem Zusammenhang eine Schaltung mit Leistungsfaktorkorrektur
zur Umwandlung von Wechselspannung in galvanisch getrennter Gleichspannung.
Nachdem ein Gleichrichter eine Netzspannung in eine gleichgerichtete
Eingangs-Wechselspannung umgewandelt hat, wird diese wiederum von
einem Konverter
10 in eine zum Betrieb einer Lampe geeignete
Gleichspannung umgewandelt.
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Der
in 2 gezeigte Konverter 10 zur Erzeugung
der Ausgangs-Gleichspannung Vout ist ein Halbbrücken-Konverter,
der aus einem Gegentaktwandler 11 und einer Ausgangsstufe 12 zur
Energiespeicherung und Tiefpassfilterung besteht.
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Dem
Konverter 10 ist eine Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung
(nicht gezeigt) vorgeschaltet, welche als aktive Leistungsfaktorkorrektur
für eine nahezu sinusförmige Stromaufnahme aus
dem Netz sorgt. Diese vorgeschaltete Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung
liefert dem Konverter 10 eine hochtransformierte Bus-Gleichspannung
Vin.
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Der
Gegentaktwandler bzw. die Halbbrücke 11 besteht
aus zwei Transistoren T11, T12, wie beispielsweise zwei MOSFET Transistoren,
die parallel zu zwei Kapazitäten C11, C12 geschaltet sind.
Der Mittenpunkt der zwei in Serie geschalteten Transistoren T11,
T12 ist derart mit der Primärseite n1 eines Transformators
verbunden, dass eine Seite dieser primären Transformatorspule
n1 abwechselnd gegen eine positive und negative Spannung geschaltet
ist. Die andere Seite der primären Transformatorspule n2
wird durch den kapazitiven Spannungsteiler C11, C12 auf eine feste
Spannung gehalten.
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Auf
der Sekundärseite n2 des Transformators wird die durch
den Gegentaktwandler 11 erzeugte zerhackte Wechselspannung
von der Ausgangsstufe 12 gleichgerichtet und geglättet.
Die resultierende Ausgangs-Spannung Vout beträgt dann im kontinuierlichen
Betrieb: Vout = f(n2/n1·Vbus).
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Schaltung
zur potentialgetrennten Erzeugung einer Ausgangsspannung ausgehend von
einer Netzspannung vorzuschlagen.
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Grundsätzliche
Idee der Erfindung ist es, dass ein Teil des Stromflusses von dem
Schalter der aktiven Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung unmittelbar
dem Transformator zugeführt wird und nicht erst einer Zwischenspeicherung
unterzogen wird.
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Eine
Schaltung zur potentialgetrennten Erzeugung einer Ausgangsspannung
ausgehend von einer Netzspannung kann somit eine Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung
mit einer Induktivität und einem aktiv angesteuerten Schalter
aufweisen, wobei der Stromfluss von der Induktivität bzw.
durch den Schalter (wenn dieser geschlossen ist) stets zu einem
Teil einer Zwischenspeicherung in einem Kondensator verwendet wird,
während der andere Teil des Stromflusses direkt einem Potentialtrennungs-Transformator
zugeführt wird.
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Die
Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung der vorliegenden Erfindung hat
einerseits die normale Aufgabe einer derartigen Schaltung, übernimmt
aber andererseits auch die Funktion der Halbbrücke der
US 2007040516 A1 .
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Die
Ansteuerung des Leistungsfaktorkorrektur-Schalters liegt insbesondere
auf Netzniveau. Wenn nunmehr die Rückführung sekundärseitig, nämlich
von der Ausgangsspannung her erfolgt, muss diese Rückführung
potentialgetrennt sein, um auch weiterhin eine vollständige
Potentialtrennung zwischen der Eingangsseite (Netzseite) und der
Ausgangsseite zu haben.
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Grundsätzlich
lässt sich also die Erfindung dann vorteilhaft anwenden,
wenn Anforderung an einer potentialgetrennten Ausgangsspannung besteht.
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Die
gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Die abhängigen Ansprüche bilden den zentralen
Gedanken der Erfindung in besonders vorteilhafter Weise weiter.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung weist eine Schaltung zur potentialgetrennten
Erzeugung einer Ausgangsspannung ausgehend von einer Netzspannung
(allgemein: Eingangsspannung)
- – eine
Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung mit einer von der Netzspannung
versorgte Induktivität und einem steuerbaren Schalter zur
Steuerung des Ladens und Entladens der Induktivität, und
- – mindestens einen Potentialtrennungs-Transformator
zur galvanischen Trennung der Ausgangsspannung zur Netzspannung.
Beim Entladen der Induktivität wird dem Potentialtrennungs-Transformator
ein erster Teil der von der Induktivität während
des Ladens gespeicherten Energie direkt zugeführt.
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Die
Schaltung kann mindestens einen Kondensator zur Zwischenspeicherung
eines zweiten Teils der von der Induktivität während
des Ladens gespeicherten Energie aufweisen.
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Die
vom Kondensator zwischengespeicherte Energie kann dem Potentialtrennungs-Transformator vorzugsweise
im nächsten Laden/Entladen Zyklus weitergeleitet werden.
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Die
Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung kann in einem kontinuierlichen
oder diskontinuierlichen Modus betrieben werden.
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Die
Energiespeicherungs-Leistung des Kondensators kann kleiner sein
als die eines Elektrolytkondensators.
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Die
Ausgangsspannung kann von einem Tiefpass gefiltert werden.
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Gemäß einem
weiteren ersten Aspekt der Erfindung wird ein Betriebsgerät
für Leuchtmittel, wie bspw. ein Leuchtdioden-Konverter
mit einer oben beschriebenen Schaltung vorgeschlagen.
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Gemäß einem
weiteren ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren vorgeschlagen
zur potentialgetrennten Erzeugung einer Ausgangsspannung ausgehend
von einer Netzspannung (allgemein: Eingangsspannung), wobei
- – die Netzspannung eine Induktivität
einer Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung versorgt, – ein steuerbarer
Schalter der Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung das Laden und Entladen
der Induktivität steuert, und
- – ein Potentialtrennungs-Transformator zur galvanischen
Trennung der Ausgangsspannung zur Netzspannung dient. Beim Entladen
der Induktivität wird dem Potentialtrennungs-Transformator ein
erster Teil der von der Induktivität während des Ladens
gespeicherten Energie direkt zugeführt.
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Ein
zweiter Teil der von der Induktivität während
des Ladens gespeicherten Energie kann von mindestens einem Kondensator
zwischengespeichert werden.
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Die
vom Kondensator zwischengespeicherte Energie kann dem Potentialtrennungs-Transformator weitergeleitet
werden.
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Gemäß einem
weiteren ersten Aspekt der Erfindung wird eine Schaltung zur potentialgetrennten
Erzeugung einer Ausgangsspannung ausgehend von einer Netzspannung
vorgeschlagen. Sie weist insbesondere auf:
- – eine
Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung zur Erzeugung einer nicht-potentialgetrennten
Busspannung,
- – eine Steuerschaltung zur Steuerung der Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung,
wobei die zum Zweck dieser Steuerung notwendige Erkenntnis der Busspannung
von der Ermittlung der Ausgangsspannung hergeleitet wird.
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Gemäß einem
weiteren ersten Aspekt der Erfindung wird ein Leuchtdioden-Konverter
mit einer derartigen Schaltung vorgeschlagen.
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Gemäß einem
weiteren ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur potentialgetrennten Erzeugung
einer Ausgangsspannung ausgehend von einer Netzspannung vorgeschlagen,
wobei
- – eine Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung
eine nicht-potentialgetrennte Busspannung erzeugt, und
- – eine Steuerschaltung die Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung
steuert,
- – wobei die zum Zweck dieser Steuerung notwendige Erkenntnis
der Busspannung von der Ermittlung der Ausgangsspannung abgeleitet
wird.
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Gemäß einem
weiteren ersten Aspekt der Erfindung wird eine integrierte Schaltung
vorgeschlagen, die zur Durchführung eines oben beschriebenen Verfahrens
ausgelegt ist.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deutlich beim Lesen der
folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die
auf die Zeichnung Bezug nimmt.
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1 zeigt
einen bekannten DC-DC Wandler zur Umwandlung einer Gleichspannung
in einer galvanisch getrennten Gleichspannung,
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2 zeigt
eine bekannte Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung,
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3 zeigt
eine Schaltung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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4 zeigt
eine Schaltung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, und
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5 zeigt
eine Schaltung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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In 3 ist
eine Ausführungsform einer Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung 30 gemäß der
vorliegenden Erfindung gezeigt.
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Eingangsseitig
liegt an der Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung 30 eine
Eingangs-Spannung Vin an, die eine Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung 31 versorgt,
die wiederum eine Busspannung Vbus erzeugt.
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Diese
Eingangs-Wechselspannung Vin ist vorzugsweise eine von einem Gleichrichter
(nicht gezeigt) gleichgerichtete Netzspannung.
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Die
Eingangs-Wechselspannung Vin wird einer Induktivität L31,
i. e. einer Spule, zugeführt. Die Spule L31 ist mit einer
Diode D31 in Serie geschaltet und zwar zwischen einem ersten mit
der Eingangs-Wechselspannung Vin beaufschlagten Eingangsanschluss
DC_IN/MAINS und einem zweiten Busanschluss 33, an dem die
Bus-Gleichspannung Vbus bereitgestellt wird.
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Ein
Ausgangs-Gleichspannungskondensator C31, der vorzugsweise als Elektrolytkondensator ausgebildet
ist, verbindet den Busanschluss 33 mit Masse. Parallel
zu diesem Ausgangs-Gleichspannungskondensator C31 sind auch zwei
Schalter T32, T33 in Serie geschaltet. Die Schalter bzw. die Leistungsschalter
T31, T32, T33 sind vorzugsweise gleich.
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An
die Verbindung 32 zwischen der Spule L31 und der Diode
D31 ist ein Transistor bzw. ein steuerbarer Schalter T31 angeschlossen.
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Zwischen
der Drain-Leitung 32 des Schalters T31 und dem Mittenpunkt 34 der
Schalter T32, T33 sind die Primärseite N1 eines ersten
Transformators N1–N2 und die Primärseite N1' eines
zweiten Transformators N1'–N2' in Serie angeschlossen.
Auch wenn beide Transformatoren N1–N2, N1'–N2'
unterschiedlich sein können, sind sie vorzugsweise gleich dimensioniert.
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Wenn
der Schalter T31 eingeschaltet ist, ist die Spule L31 gegen Masse
kurzgeschlossen und die Diode D31 gesperrt. Die Spule L31 lädt
sich auf, so dass eigentlich Energie in dieser Spule L31 gespeichert
werden kann.
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Bei
eingeschaltetem Schalter T31 fließt also vom Netz Vin über
die Spule L31 ein Strom durch den Schalter T31.
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Eine
weitere Stromkomponente kommt indessen von dem Mittenpunkt der Schalter
T32, T33 über die Primärseite des Transformators
N1, N2 durch den Schalter T31.
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Bei
geöffnetem Schalter reiht die Spule L31 bekannterweise
einen Strom über die Diode D31. Das heißt, dass
die Diode D31 leitend ist und, dass die Spule L31 sich dann über
die Diode D31 in den Ausgangs-Gleichspannungskondensator C31 entlädt.
Die Energie wird dadurch an den Ausgangs-Gleichspannungskondensator
C31 übertragen.
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Eine
weitere Stromkomponente fließt indessen nunmehr von dem
Verbindungspunkt 32 zwischen dem Schalter T31 und der Diode
D31 wiederum (diesmal in umgekehrter Richtung) über die
Primärseite N1 des Transformators N1, N2 zu dem Mittenpunkt 34 der
Schalter T32, T33.
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In
einem Ein- und Ausschalten Zyklus des Schalter T31 wird erfindungsgemäß nur
ein Teil des fließenden Stroms zum Ausgangs-Kondensator
C31 und zur Busspannung Vbus zugeführt. Gemäß dem Stand
der Technik hingegen fließt der ganze Strom zur Busspannung,
siehe 2 in Kombination mit 1.
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Die
Sekundärseiten N2 und N2' der Transformatoren N1–N2
und N1'–N2' sind in Serie geschaltet und jeweils mit einer
Diode D32, D33 verbunden. Diese zwei Dioden D32, D33 sind auch an
einem Punkt 36 miteinander angeschlossen.
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Die
Spannung, die sich zwischen dem Mittenpunkt 35 der Transformatoren
N1–N2, N1'–N2' und dem Verbindungspunkt 36 der
Dioden D32, D33 ergibt, wird dann einem Tiefpass zugeführt
und dementsprechend gefiltert bzw. gemittelt.
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Dieser
Tiefpass besteht beispielsweise aus einer Drossel L32 und einem
Ausgangskondensator C32, wobei am Ausgangskondensator C32 sich die Ausgangs-Spannung
Vout ergibt.
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4 zeigt
eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Die dort dargestellte
Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung 40 umfasst im Wesentlichen
die Komponenten der in 3 gezeigten Schaltung 30.
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Die
Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung hat sich gegenüber 3 insofern
geändert, dass der Ausgangs-Gleichspannungskondensator
C31 durch zwei in Serie geschaltete Kondensatoren C41, C42 ersetzt
worden ist. Diese Kondensatoren C41, C42 sind vorzugsweise Elektrolytkondensatoren.
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Die
Schalter T32, T33 sind in dieser Ausführungsform nicht
mehr vorgesehen.
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Parallel
zu jedem Kondensator C41, C42 ist eine Diode D41, D42 geschaltet,
wobei der Mittenpunkt 34' der Kondensatoren C41, C42 und
somit auch der Dioden D41, D42 mit der Serienanordnung der beiden
Transformatoren N1–N2, N1'–N2' verbunden ist.
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Die
Funktionsweise der Schaltung 40 ist ähnlich wie
die der in 3 gezeigten Schaltung 30.
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Somit
wird in jedem Zyklus ton-toff des Schalters T31 ein Teil des fließenden
Stroms zur Busspannung Vbus zugeführt, während
der andere Teil unmittelbar in die Primärseiten N1, N1'
der Transformatoren N1–N2, N1'–N2' fließt.
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Erfindungsgemäß wird
dementsprechend der direkt durch die Transformatoren N1–N2,
N1'–N2' umgesetzte Anteil, der also nicht zum Halten der Busspannung
Vbus über die Elektrolytkondensatoren C41, C42 dient, direkt
und verlustfreier umgesetzt.
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Infolgedessen
können die Kondensatoren C41, C42 gemäß 4 einfacher
ausgestaltet werden als bei einer herkömmlichen Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung.
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Es
ist ggf. sogar möglich, für die Kondensatoren
C41, C42 auf Elektrolytkondensatoren zu verzichten. Dies bringt
ggf. Kostenvorteile und Lebensdauervorteile.
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Auf
jeden Fall kann durch die Direktumsetzung eines Teiles des Stromflusses
Kapazität der Elektrolytkondensatoren C41, C42 deutlich
verringert werden.
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Von
den zwei beschriebenen Ausführungsformen 30, 40 hat
die Schaltungsausführungsform 30 gemäß 3 den
meisten Kontrollspielraum, da sie die beiden Schalter bzw. MOSFETs
Transistoren T32, T33 umfasst. Diese Kontrolle bringt aber den folgenden
Nachteil mit sich, dass diese Schalter T32, T33 auch synchronisiert
werden müssen.
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Dieser
Mehraufwand zum Betreiben bzw. Kontrollieren der Schaltung 30,
entfällt hingegen bei der Schaltungsausführungsform 40 gemäß 4,
da die Schalter T32, T33 dort nicht eingesetzt werden. Dadurch entfällt
die Notwendigkeit eines entsprechenden Kontrollers für
diese Schalter T32, T33, was die Leistungsfaktorkorrektur insgesamt
vereinfacht.
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5 zeigt
wie die erfindungsgemäße aktive Leistungsfaktorkorrektur
basierend auf die in 4 gezeigten Schaltung 40 durchgeführt
werden kann.
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Alternativ
kann erfindungsgemäß auch die Schaltungstopologie
der in 3 gezeigten Ausführungsform gewählt
werden.
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Der
Schalter T31 wird von einer Steuerschaltung 50 angesteuert.
Zu diesem Zweck weist die Steuerschaltung 50 einen Ausgang 51 auf, über
den dem Schalter T31 ein Steuersignal zugeführt wird. Die
Frequenz des Steuersignals (typischerweise mindestens 10 kHz) und
daher des Ein- und Ausschaltens des Schalters 306 ist wesentlich
höher als die Frequenz der Netzspannung (typischerweise
50 Hz) und der gleichgerichteten Eingang-Wechselspannung (typischerweise
100 Hz).
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Zur
Bestimmung der Einschalt-Zeitdauer ton bzw.
der Ausschalt-Zeitdauer toff des Schalters T31 benötigt
die Steuerschaltung 50 Informationen über die
Bus-Spannung Vbus (bzw. über die Ausgangsspannung Vout)
bzw. über den Nulldurchgang des Stroms durch die Spule
L31.
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Dies
deshalb, da die Einschalt-Zeitdauer ton des
Schalters T31 und damit die Ladezeit der Spule L31 auf Grundlage
eines Vergleichs der Bus-Gleichspannung Vbus mit einer festen Bezugsspannung gesteuert
wird und auf Grundlage der Vorgabe, dass die Steuerschaltung 50 den
Schalter T31 solange ausschaltet, bis der Strom durch die Spule 301 auf Null
abgesunken ist.
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Die
Information über den Nulldurchgang des Stroms durch die
Spule L31 wird eigentlich nur im diskontinuierlichen Betrieb benötigt,
in welchem der Spulenstrom tatsächlich in jeder Periode
auf Null absinkt. Im kontinuierlichen Betrieb hingegen geht der Spulenstrom
bei Ausschalten des Schalters T31 nicht auf Null zurück,
so dass diese Nulldurchgang-Information auch nicht notwendig ist.
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Für
die Leistungsfaktorkorrektur können auch Informationen über
die Eingangs-Spannung Vin oder den Spitzenstroms durch die Spule
L31 benötigt werden, im Letzteren Fall insbesondere um Überstromzustände
zu verhindern.
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Festzuhalten
bleibt also, dass die Steuerschaltung 50 die Bus-Gleichspannung
Vbus oder die Ausgangsspannung Vout kennen muss und ggf. auch noch
die Eingangs-Spannung Vin, den Nulldurchgang des Spulenstroms oder
den Spulenspitzenstrom.
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Wie
bereits aus 2 bekannt, können der Nulldurchgang
des Spulenstroms und der Spulenspitzenstrom jeweils mittels einer
Sekundärwicklung L22 und eines Strommesswiderstandes R23
ermittelt werden.
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Allerdings
im Unterschied zum Stand der Technik, bei der die Steuerschaltung 25 die
Busspannung Vbus sowie den Verlauf der Netzeingangsspannung Vin über
zwei Spannungsteiler R21, R22 und R24, R25 überwacht, kann
die Ansteuerung des Schalters T31 den Verlauf der Netzspannung sowie die
Ausgangsspannung an dem Filter C32, L32 erfassen.
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Die
dazwischenliegende Busspannung Vbus wird dagegen nicht mehr erfasst.
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Dies
ist möglich, da die Busspannung Vbus über die
Transformatoren N1–N2, N1'–N2' mit der Ausgangsspannung
Vout „hart" verkoppelt ist, so dass sich etwaige unzulässige
Zustände bei der Busspannung Vbus unmittelbar in der Ausgangsspannung
Vout erkennen lassen würden.
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5 zeigt
ebenfalls wie eine Last 60, insbesondere ein Leuchtmittel
wie bspw. eine Leuchtdiode, direkt an den Ausgang der Leistungsfaktorkorrektur-Schaltung 30, 40 angeschlossen
sein kann.
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Alternativ
kann bspw. das Leuchtmittel mittels eines nachfolgenden Konverters
(nicht gezeigt) angesteuert werden. Dieser nachfolgende Konverter kann
eine einfache Konstant-Stromquelle sein. Das Leuchtmittel kann aber
auch von einem oder mehreren Konvertern mit eigener Regelung angesteuert werden,
wobei dann diese Konverter vorzugsweise voneinander unabhängige
Helligkeits-Einstellungen (bzw. -Steuerungen) oder -Regelungen aufweisen.
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Die
Steuerschaltung 50 weist einen zusätzlichen Eingang 61 auf,
der eine lastabhängige Größe (wie bspw.
Spannung, Strom oder Leistung) misst bzw. erfasst.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 2007040516
A1 [0009, 0017]