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DE102007043835A1 - Gas-erzeugende Zusammensetzung - Google Patents

Gas-erzeugende Zusammensetzung Download PDF

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DE102007043835A1
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Germany
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gas
binder
sol
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gas generating
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DE102007043835A
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English (en)
Inventor
Nobuyuki Tatsuno Ohji
Shingo Tatsuno Oda
Shogo Tatsuno Tomiyama
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Daicel Corp
Original Assignee
Daicel Chemical Industries Ltd
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    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06DMEANS FOR GENERATING SMOKE OR MIST; GAS-ATTACK COMPOSITIONS; GENERATION OF GAS FOR BLASTING OR PROPULSION (CHEMICAL PART)
    • C06D5/00Generation of pressure gas, e.g. for blasting cartridges, starting cartridges, rockets
    • C06D5/06Generation of pressure gas, e.g. for blasting cartridges, starting cartridges, rockets by reaction of two or more solids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Gas erzeugende Zusammensetzung, die gute Formbarkeit aufweist und die Erzeugung von Gas inhibiert, das schädlich für einen menschlichen Körper ist. Die Gas erzeugende Zusammensetzung enthält ein treibendes Mittel, ein oxidierendes Mittel und ein Bindemittel, das gewählt ist aus Solen anorganischer Materialien.

Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Bereich der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gas-erzeugende Zusammensetzung, die in einem Gas-Generator für einen Airbag und dergleichen verwendet werden kann.
  • Beschreibung des verwandten Standes der Technik
  • In einem Gas-erzeugenden Mittel wird allgemein ein Bindemittel zusammen mit einem treibenden Stoff und einem oxidierenden Mittel verwendet, und wegen der guten Pressbarkeit und des guten Brenn-Vermögens werden wasserlösliche Bindemittel auf Basis organischer Materialien (wie beispielsweise Carboxymethylcellulose, Guar-Gummi, Stärke, Polyvinylalkohol) und organische Bindemittel auf Basis eines organischen Lösungsmittels (wie beispielsweise HTPB: hydroxyl-terminated polybutadiene; Polybutadien mit Hydroxyl-Endgruppen; GAP: glycidyl acid polymer; Glycidyl-Säure-Polymer) verwendet.
  • Jedoch gibt es in dem Fall, in dem ein Bindemittel auf Basis eines organischen Materials verwendet wird, ein Problem dahingehend, dass ein Gas erzeugt wird, das schädlich für den menschlichen Körper ist (wie beispielsweise Kohlenmonoxid, Stickstoffoxid, Ammoniak), das von Kohlenstoff und Stickstoff stammt, die Bestandteil-Elemente des Bindemittels sind (siehe US-B Nr. 5,608,183 ). Weiter wird deswegen, weil die Reinigungs-Wirkung durch eine sekundäre chemische Reaktion einer winzigen Menge einer Bildung von Gas, die normalerweise zu erwarten ist, inhibiert ist, der Anstieg der Bildung schädlicher Gase ebenfalls befürchtet.
  • Selbst wenn ein Material, das keinen Stickstoff aufweist, als Bindemittel auf Basis eines organischen Materials verwendet wird, wird aufgrund nicht nur der Bildung von Kohlenmonoxid, das von Kohlenstoff stammt, sondern auch der Erhöhung des für die Bildung von Kohlendioxid zu verbrauchenden Sauerstoffs die durch die Verbrennung von Kohlenstoff (Reaktions-Formel I) hervorgerufen wird, in dem Fall, dass man die Reaktion zur Erzeugung von Gasen einschließlich der Verbrennung des treibenden Stoffes anschaut, in Betracht gezogen, dass die Reinigungswirkung, die durch die Reaktion zwischen Stickstoffmonoxid, Ammoniak und Sauerstoff hervorgerufen wird (Reaktions-Formel II) inhibiert wird und dass die Bildung von Stickstoffmonoxid ansteigt. CHX + (1 + (X/4)) O2 → CO2 + (X/2) H2O (I) 2NO + 2NH3 + (1/2)O2 → 2N2 + 3H2O (II)
  • Wenn ein Bindemittel auf Basis eines anorganischen Materials verwendet wird, gibt es kein derartiges Problem, wie es oben beschrieben wurde, das durch die Verwendung eines Bindemittels auf Basis organischer Materialien hervorgerufen wird. Jedoch besteht dann, wenn man dies mit dem Fall vergleicht, in dem ein Bindemittel auf Basis eines organischen Materials verwendet wird, das Problem, dass bei der Produktion durch ein Extrusions-Form-Verfahren, das herkömmlicherweise häufig bei der Herstellung von Gas-erzeugenden Zusammensetzungen verwendet wird, die Extrusions-Formbarkeit schlecht ist (siehe US-B Nr. 6,143,102 ; JP-A Nr. 5-879 ; WO-A Nr. 97/005,087 und JP-A Nr. 11-310,490 ).
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gas-erzeugende Zusammensetzung, die umfasst einen treibenden Stoff oxidierendes Mittel und ein Bindemittel, das gewählt ist aus Solen anorganischer Materialien.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Gas-erzeugende Zusammensetzung bereit, die eine verbesserte Extrusions-Formbarkeit aufweist, wobei sie das Problem des Falls löst, in dem ein Bindemittel auf Basis organischer Materialien als Bestandteil einer Gaserzeugenden Zusammensetzung verwendet wird, und macht Gebrauch von Vorteilen eines Bindemittels auf Basis anorganischer Materialien ohne Modifizierung.
  • Die vorliegende Erfindung stellt das Obige als Mittel zum Lösen des Problems bereit.
  • Es ist bevorzugt, dass das Sol eines anorganischen Materials ein Sol eines Metalloxids ist. Das Sol eines Metalloxids ist vorzugsweise eines oder zwei oder mehr Sol(e), das/die gewählt ist/sind unter einem Aluminiumoxid-Sol, einem Siliciumoxid-Sol, einem Titanoxid-Sol und einem Antimonoxid-Sol. Die Gas-erzeugende Zusammensetzung kann 10 bis 70 Massen-Prozent an treibendem Stoff, 25 bis 85 Massen-Prozent des oxidierenden Mittels und 0,1 bis 20 Massen-Prozent des Bindemittels enthalten.
  • Da die Gas-erzeugende Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung ein Bindemittel enthält, das gewählt ist aus Solen anorganischer Materialien als Bindemittel, ist das Problem wie die Bildung eines Gases, das für einen menschlichen Körper schädlich ist, wie in dem Fall der Verwendung eines organischen Bindemittels, gelöst, und ein derartiges Problem wie die schlechte Extrusions-Formbarkeit, wie sie der Fall ist bei Verwendung eines öffentlich bekannten anorganischen Bindemittels, ist ebenfalls gelöst.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • Treibende Stoffe, wie sie im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, können diejenigen einschließen, die in bekannten Gas-erzeugenden Mitteln verwendet werden, und unter diesen sind Stickstoff-enthaltende organische Verbindungen bevorzugt. Beispiele der Stickstoff-enthaltenden organischen Verbindung können einschlie ßen eine oder zwei oder mehr Verbindung(en), die gewählt ist/sind aus Guanidinnitrat, Nitroguanidin, 5-Aminotetrazol, Ammoniumnitrat und Melamin.
  • Die oxidierenden Mittel, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, können diejenigen einschließen, die in bekannten Gas-erzeugenden Mitteln verwendet werden. Von diesen können Beispiele des oxidierenden Mittels eines oder zwei oder mehr Mittel einschließen, die gewählt sind aus basischem Kupfernitrat, basischem Kupfercarbonat, Kaliumnitrat, Natriumnitrat, Strontiumnitrat, Kaliumperchlorat, Natriumperchlorat und Ammoniumperchlorat.
  • Das im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendete Bindemittel ist ein Sol eines anorganischen Materials. Das Sol kann Wasser als Dispersions-Medium oder ein organisches Lösungsmittel als Dispersions-Medium aufweisen. In Bezug auf das Sol eines anorganischen Materials sind Sole von Metalloxiden bevorzugt. Beispiele des Sols eines Metalloxids können einschließen: eines oder zwei oder mehr Sol(e), die gewählt ist/sind aus einem Aluminiumoxid-Sol, einem Siliciumoxid-Sol, einem Titanoxid-Sol und einem Antimonoxid-Sol.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass ein organisches Bindemittel nicht als Bindemittel eingeschlossen ist. Jedoch kann auf der Basis der Beziehung mit einem Gas-Generator, der Gebrauch von der Gas-erzeugenden Zusammensetzung macht, oder wegen des Grundes einer weiteren Verbesserung der Extrusions-Formbarkeit eine kleine Menge eines organischen Bindemittels auch eingearbeitet werden. In diesem Fall kann ein organisches Bindemittel eingearbeitet werden in einem Mengenanteil von 5 Massen-Prozent oder weniger, bezogen auf die Gesamtmenge des Feststoff-Gehalts des Sols eines anorganischen Materials und des organischen Bindemittels.
  • Das organische Bindemittel kann gewählt sein aus Carboxymethylcellulose, Natrium-Salz von Carboxymethylcellulose, Kalium-Salz von Carboxymethylcellulose, Ammonium-Salz von Carboxymethylcellulose, Celluloseacetat, Celluloseacetat-Butyrat, Methyl cellulose, Ethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Carboxymethylethylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Polyacrylamid, ein aminiertes Polyacrylamid, Polyacrylhydracid, ein Copolymer aus Acrylamid und Acrylsäure-Metallsalz, ein Copolymer aus Polyacrylamid und einer Polyacrylsäure-Ester-Verbindung, Polyvinylalkohol, Acrylkautschuk, Guar-Gummi, Stärke und Silikon.
  • In der Gas-erzeugenden Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Gehalt der Teilmenge des treibenden Stoffes, des oxidierenden Mittels und des Bindemittels wie folgt: Betreffend das Sol eines anorganischen Materials (Sol eines Metalloxids), das das Bindemittel ist, ist dies der Mengenanteil, bezogen auf die Masse des Feststoff-Gehalts, der erhalten wird durch Entfernen des Dispersions-Mediums.
  • Betreffend die treibende Substanz ist die Teilmenge vorzugsweise 10 bis 70 Massen-Prozent, noch mehr bevorzugt 20 bis 60 Massen-Prozent, weiter bevorzugt 30 bis 50 Massen-Prozent.
  • Betreffend das oxidierende Mittel ist die Teilmenge vorzugsweise 25 bis 85 Massen-Prozent, noch mehr bevorzugt 35 bis 70 Massen-Prozent, weiter bevorzugt 40 bis 60 Massen-Prozent.
  • Betreffend das Bindemittel ist die Teilmenge vorzugsweise 0,1 bis 25 Massen-Prozent, noch mehr bevorzugt 1 bis 20 Massen-Prozent, weiter bevorzugt 3 bis 15 Massen-Prozent.
  • Zusätzlich zu dem treibenden Stoff, dem oxidierenden Mittel und dem Bindemittel kann die Gas-erzeugende Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung verschiedene Typen von Additiven einschließen, die in bekannten, Gas-erzeugenden Mitteln enthalten sind, und zwar innerhalb des Bereichs solcher Volumina, die nicht den Zweck der vorliegenden Erfindung beeinträchtigen.
  • Beispiele des Additivs schließen eines oder zwei oder mehr ein, die gewählt sind aus Metalloxiden wie beispielsweise Kupferoxid, Eisenoxid, Zinkoxid, Cobaltoxid, Manganoxid, Molybdänoxid, Nickeloxid, Bismuthoxid, Siliciumoxid und Aluminiumoxid; Metallcarbonate und basische Metallcarbonate wie beispielsweise Cobaltcarbonat, Calciumcarbonat, ein basisches Zinkcarbonat und ein basisches Kupfercarbonat; Komplex-Verbindungen eines Metalloxids oder -hydroxids wie beispielsweise japanischer saurer Ton, Kaolin, Talk, Bentonit, Diatomeen-Erde und Hydrotalcit; Aluminiumhydroxid und Magnesiumhydroxid; Metallsäure-Salze wie beispielsweise Natriumsilikat, Glimmermolybdat, Cobaltmolybdat und Ammoniummolybdat, Molybdändisulfid, Calciumstearat, Siliciumnitrid und Siliciumcarbid.
  • Der Gehalt eines Additivs ist in passender Weise gewählt in Übereinstimmung mit dem Typ des Additivs, und er liegt vorzugsweise bei etwa 0,1 bis 20 Massen-Teilen, wenn man die gesamte Menge des treibenden Stoffes, des oxidierenden Mittels und des Bindemittels als 100 Massen-Teile definiert.
  • Bezüglich des Verfahrens zur Herstellung der Gas-erzeugenden Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung können solche Verfahrensweisen wie Mischen des treibenden Mittels, des oxidierenden Mittels, des Bindemittels und eines Additivs – sofern erforderlich – mittels eines Kneters unter Erhalt einer Mischung und anschließendes Extrusions-Formen der Mischung mit einem Extruder angewendet werden. Gelegentlich können deswegen, weil die Gas-erzeugende Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung Gebrauch von einem Sol eines anorganischen Materials macht, das Wasser oder ein organisches Lösungsmittel als Dispersions-Medium enthält, wenn sie mit einem Kneter gemischt wird, Wasser oder ein organisches Lösungsmittel dem Bedarf entsprechend zugesetzt werden.
  • In dem Misch-Schritt des Herstellungsverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung ist es dann, wenn ein treibendes Mittel, ein oxidierendes Mittel, ein Bindemittel und ein oder zwei oder mehr Additive als Komponenten der Gas-erzeugenden Zusammensetzung verwendet werden, auch möglich ein Zwei-Schritt-Misch-Verfahren anzuwenden, in dem ein Teil der Komponenten und das Bindemittel gemischt werden, beispielsweise mittels eines Kneters zum Erhalt einer Primärmischung, und dann werden die verbleibenden Komponenten weiter zugesetzt und gemischt zum Erhalt der End-Mischung.
  • Die Gas-erzeugende Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung kann in eine gewünschte Form geformt werden und kann zu einem geformten Gegenstand in Form einer einmal perforierten Stange, in Form einer perforierten Stange oder eines Pellets geformt werden. Gegenstände in Form einer einmal perforierten Stange oder in Form einer perforierten Stange können ein Loch aufweisen, welches die Stange in der Längsrichtung durchdringt, oder ein Loch, das die Stange nicht durchdringt, jedoch einen Hohlraum bildet.
  • Die Gas-erzeugende Zusammensetzung gemäß der vorliegende Erfindung kann beispielsweise angewendet werden bei einem Airbag-Gas-Generator für die Fahrerseite, einem Airbag-Gas-Generator für die Passagier-Seite, einem Airbag-Gas-Generator für eine seitliche Kollision, einem Gas-Generator für aufblasbare Vorhänge, einem Gas-Generator für Kniepolster, einem Gas-Generator für aufblasbare Flach-Gurte, einem Gas-Generator für Schlauch-Systeme und einem Gas-Generator für Vorspanner verschiedener Fahrzeuge.
  • Darüber hinaus kann ein Gas-Generator, der Gebrauch von der Gas-erzeugenden Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung macht, sowohl vom pyrotechnischen Typ sein, indem ein Gas nur von einer Gas-erzeugenden Zusammensetzung geliefert wird, und er kann vom Hybrid-Typ sein, in dem Gas sowohl von einem komprimierten Gas wie beispielsweise Argon als auch von einer Gas-erzeugenden Zusammensetzung geliefert wird.
  • Weiter kann die Gas-erzeugende Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung auch als Zündmittel verwendet werden, das als Verstärkungsmittel (oder Booster) oder dergleichen in Bezug genommen wird, um die Energie eines Zünders oder eines Zünd-Initiators auf eine Gas-erzeugende Zusammensetzung zu übertragen.
  • Beispiele
  • Beispiel und Vergleichsbeispiele
  • Komponenten-Bestandteile des Beispiels und der Vergleichsbeispiele, wie sie in Tabelle 1 gezeigt sind, und 16 Massen-Prozent Wasser, angegeben als äußere Prozent-Mengen, wurden jeweils mittels eines Kneters gemischt. Als nächstes wurde die erhaltene Mischung (Gesamtmenge der Gas-erzeugenden Zusammensetzung) mittels eines Extruders bei einem Druck von 80 kg/cm2 Extrusions-geformt. Proben, die normal extrudiert worden waren, wurden weiter geschnitten und getrocknet und ergaben Gaserzeugende Zusammensetzungen mit einem Außendurchmesser von 6,5 mm und einer Länge von 10 mm (in Form eines Pellets ohne Innendurchmesser-Loch).
  • (1) Bewertung der Extrusions-Formbarkeit
  • Der Zustand der Gas-erzeugenden Zusammensetzung als Form-Gegenstand, der durch Extrusions-Formen entsprechend dem obigen Verfahren extrudiert worden war, wurde visuell angeschaut, und die Extrusions-Formbarkeit wurde bestimmt auf der Basis des folgenden Bewertungs-Standards:
  • O:
    Bewertungsniveau, bei dem die Gas-erzeugende Zusammensetzung als Form-Gegenstand eine ausreichende Festigkeit hat, um zu ermöglichen, dass er stabil Extrusions-geformt werden kann (ein Niveau, bei dem der Extrusions-geformte Gegenstand nicht über eine Länge von einem Meter oder mehr geschnitten wird, um ein stabiles Extrusions-Formen in dem oben beschriebenen Extrusions-Form-Verfahren möglich zu machen).
    X:
    Ein Niveau, bei dem die Gas-erzeugende Zusammensetzung in Form eines geformten Gegenstandes eine unzureichende Festigkeit hat und ein stabiles Extrusions-Formen unmöglich macht (ein Niveau, bei dem der Extrusions-geformte Gegenstand in einer Länge von weniger als einem Meter geschnitten wird und ein stabiles Extrusions-Formen in dem oben beschriebenen Extrusions-Form-Verfahren unmöglich macht).
  • (2) Herstellung eines Strangs für einen Gas-Konzentrations-Messungs-Test
  • Die Gas-erzeugende Zusammensetzung im Beispiel und in den Vergleichsbeispielen, die in dem obigen Schritt (1) erhalten worden waren, wurden bei 110 °C 16 Stunden lang getrocknet. Danach wurden sie zerdrückt und zweimal mit einem SUS-Filter, der eine Maschenweite von 300 μm hatte, zur Anpassung des Teilchen-Durchmessers gesiebt. 2,00 g der Mischung mit dem angepassten Teilchen-Durchmesser wurden auf die Mörser-Seite einer vorbestimmten Form gegeben, die mit einer hydraulischen Pumpe von der Stirn-Seite der Pistill-Seite 5 s lang bei einem Druck von 14,7 MPa gehalten wurde. Danach wurde die Masse herausgenommen, und es wurde ein säulenförmiger Strang mit einem Außendurchmesser von 9,5 mm geformt, was eine Test-Probe ergab. Gelegentlich wurde im Hinblick auf Proben, denen bei der Bewertung der Extrusions-Formbarkeit die Bewertung „X" gegeben worden war, die Gas-Konzentrations-Messung nicht durchgeführt.
  • (3) Messung der Gas-Konzentration
  • Der säulenförmige Strang, der die Test-Probe war, wurde in einen versiegelten SUS-Zylinder mit einem Innenvolumen von einem Liter gelegt. Während man die Atmosphäre im Innern des Zylinders vollständig durch Stickstoff ersetzte, wurde der Druck auf bis zu 7 MPa erhöht und stabilisiert. Danach wurde ein vorbestimmter Strom auf einen Nichrome-Draht aufgebracht, der mit der End-Fläche des Strangs in Kontakt stand, und dessen Energie wurde für die Zündung und Verbrennung verwendet. Nach Warten für eine Zeit von 60 s, während der das Gas in dem Zylinder einheitlich wurde, wurde der Stopfen-Öffnungs-Abschnitt eines Tedlar-Beutels, der mit einem vorbestimmten Stopfen versehen war, mit dem Gas-Entladungs-Abschnitt des Zylinders verbunden, und die Probe wurde abgenommen, indem man das Verbrennungs-Gas in den Zylinder überführte. Die Konzentration an NO2, NO, NH3 und CO in der Probe wurde mit einem Gas-Detektor-Rohr gemessen (für die Detektion von NO2 und NO: Nr. 1; für die Detek tion von NH3: Nr. 3L; für die Detektion von CO: Nr. 1L; hergestellt von der Firma Gastech Corporation). Das Ergebnis ist in Tabelle 1 gezeigt. Die Gas-Konzentration in Beispiel 1 ist relativ ausgedrückt, wobei man die Gas-Konzentration in Vergleichsbeispiel 1 als 100 % ausdrückt. Das Ergebnis ist in Tabelle 1 gezeigt. Tabelle 1
    Beispiel 1 Vergleichsbeispiel 1 Vergleichsbeispiel 2
    Gaserzeugende Zusammensetzung (Massen-Prozent) Treibendes Mittel Guanidinnitrat (46,2) Guanidinnitrat (40,7) Guanidinnitrat (49,1)
    Oxidierendes Mittel Basisches Kupfernitrat (42,5) Basisches Kupfernitrat (49,3) Basisches Kupfernitrat (39,9)
    Bindemittel Aluminiumoxid-Sol (11,3) Carboxymethylcellulose (5)
    Additiv Aluminiumhydroxid (5) Aluminiumoxid-Pulver (11)
    Extrusions-Formbarkeit O O X
    Gas-Konzentration (ppm) NO2 100,00 % 100,00 %
    NO 23,00 % 100,00 %
    NH3 100,00 % 100,00 %
    CO 82,60 % 100,00 %
    • * Der Gehalt der jeweiligen Komponenten ist in Massen-Prozent gezeigt.
    • * Das Verhältnis der Zusammensetzung der Ausgangs-Materialien in Beispiel 1 und in den Vergleichsbeispielen 1 und 2 wurde so bestimmt, dass die Sauerstoff-Balance der Gas-erzeugenden Zusammensetzungen in etwa denselben Wert erhielt (der Begriff „Sauerstoff-Balance" bedeutet hier die Menge an Sauerstoff, die überschüssig oder fehlend ist, relativ zu der Menge, die nötig ist zum vollständigen Oxidieren der Gas-erzeugenden Zusammensetzung).
  • Wie aus Tabelle 1 klar wird, kann es bekannt sein, dass die Extrusions-Formbarkeit von Beispiel 1, die von dem Aluminiumoxid-Sol-Bindemittel Gebrauch machte, äquivalent ist zu der von Vergleichsbeispiel 1, das Gebrauch von einem Bindemittel auf Basis eines organischen Materials machte, und ist klar ausgezeichnet, wenn sie verglichen wird mit dem Vergleichsbeispiel 2, dem Aluminiumoxid-Pulver zugesetzt worden war. Mit anderen Worten: Es wurde bewiesen, dass selbst dann, wenn das Sol eines Metalloxids gemäß der vorliegenden Erfindung als Bindemittel verwendet wurde, die Gaserzeugende Zusammensetzung produziert werden kann durch ein Extrusions-Form-Verfahren in derselben Weise wie in dem Fall, in dem ein herkömmliches Bindemittel auf Basis eines organischen Materials verwendet wird.
  • Hinsichtlich der Gas-Konzentration war die NO- und die CO-Gas-Konzentration in Beispiel 1 signifikant inhibiert, verglichen mit Vergleichsbeispiel 2. Mit anderen Worten: Es war bekannt, dass die vorliegende Erfindung eine Wirkung auf ein Inhibieren der Erzeugung von Gas, das schädlich für einen menschlichen Körper ist, während der Verbrennung einer Gas-erzeugenden Zusammensetzung hat.
  • Nachdem die Erfindung wie vorstehend beschrieben wurde, ist es offensichtlich, dass dieselbe auf vielen Wegen variiert werden kann. Derartige Variationen sollen nicht als Abweichen vom Geist und Umfang der Erfindung verstanden werden, und alle derartigen Modifikationen, wie sie für einen in diesem Gebiet bewanderten Fachmann offensichtlich sind, sollen der Absicht nach in dem Umfang der folgenden Ansprüche eingeschlossen werden.

Claims (4)

  1. Gas-erzeugende Zusammensetzung, umfassend ein treibendes Mittel, ein oxidierendes Mittel und ein Bindemittel, das gewählt ist aus Solen anorganischer Materialien.
  2. Gas-erzeugende Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin das Sol eines anorganischen Materials ein Sol eines Metalloxids ist.
  3. Gas-erzeugende Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, worin das Sol eines Metalloxids eines oder zwei oder mehr Sol(e) ist/sind, das/die gewählt ist/sind aus der Gruppe, die besteht aus einem Aluminiumoxid-Sol, einem Siliciumoxid-Sol, einem Titanoxid-Sol und einem Antimonoxid-Sol.
  4. Gas-erzeugende Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, umfassend 10 bis 70 Massen-Prozent des treibenden Mittels, 25 bis 85 Massen-Prozent des oxidierenden Mittels und 0,1 bis 20 Massen-Prozent des Bindemittels.
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