DE102007043339A1 - Anschlagscheibe und Baugruppe mit einer solchen Anschlagscheibe - Google Patents
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Abstract
Eine Anschlagscheibe für ein Gurtschloß hat eine Aussparung (32), die ein federelastisches Element (16) aufnehmen kann, wobei das federelastische Element (16) das Gurtschloß (10) in eine Einsteckstellung beaufschlagen kann. Ferner betrifft die Erfindung eine Baugruppe mit einer solchen Anschlagscheibe (24) und einem Befestigungsmittel (14).
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anschlagscheibe für ein Gurtschloß sowie eine Baugruppe mit einer solchen Anschlagscheibe.
- Ein Gurtschloß wird über einen Befestigungsbeschlag fahrzeugfest an einem Fahrzeugsitz oder an einer Fahrzeugkarosserie angebracht. Insbesondere wird das Gurtschloß, das eine verschiebbar auf einem Sicherheitsgurt angebrachte Steckzunge aufnehmen kann, über vorzugsweise ein Drahtseil oder über ein ähnliches zweckdienliches Element (Stahlbeschlag) mit dem Befestigungsbeschlag verbunden.
- Eine Anforderung an eine Anschlagscheibe für ein Gurtschloß und eine Baugruppe mit einer solchen Anschlagscheibe besteht darin, daß sie jeweils wenig Bauraum benötigt.
- Zu diesem Zweck sieht die Erfindung eine Anschlagscheibe für ein Gurtschloß vor mit einer Aussparung, die ein federelastisches Element aufnehmen kann, wobei das federelastische Element das Gurtschloß in eine Einsteckstellung beaufschlagen kann. Erfindungsgemäß ist die Aussparung, die das federelastische Element aufnimmt, so ausgebildet, daß eine Baugruppe in y-Richtung (bezogen auf die Fahrzeugachsen), also in der Richtung senkrecht zur Fahrzeuglängsachse, schmal ist. Die Anschlagscheibe ist Teil dieser Baugruppe. Dies führt zu einer Platzersparnis, weshalb die Anschlagscheibe und damit verbunden das Gurtschloß leichter an einem Fahrzeugsitz oder direkt an einer Fahrzeugkarosserie befestigt werden kann.
- Vorzugsweise entspricht die Tiefe der Aussparung im Wesentlichen der Höhe des federelastischen Elementes. Die Höhe des federelastischen Elementes ist hier im Bereich der Windungen gemessen. Dieser Bereich des federelastischen Elementes wird im folgenden auch als Spiralabschnitt bezeichnet. Da die Tiefe der Aussparung im Wesentlichen der Höhe des federelastischen Elementes entspricht, ist das federelastische Element nahezu vollständig in der Aussparung aufgenommen, was zu einer Platzersparnis führt.
- Ferner betrifft die Erfindung eine Baugruppe mit einer Anschlagscheibe der oben genannten Art und einem Befestigungsmittel. Das Befestigungsmittel verbindet ein Gurtschloß mit der Anschlagscheibe, wobei das federelastische Element auf dem Befestigungsmittel angebracht ist. Das federelastische Element beaufschlagt das Gurtschloß in seine Einsteckstellung. In der Einsteckstellung ist das Gurtschloß leicht vom Fahrzeuginsassen erreichbar. Hinsichtlich der Vorteile wird auf die obigen Erläuterungen verwiesen.
- Vorzugsweise greift ein erster Schenkel des federelastischen Elementes an der Anschlagscheibe und ein zweiter Schenkel an einem Seil an, an dem ein Gurtschloß befestigt ist. Das federelastische Element, das ein Gurtschloß in eine Einsteckstellung beaufschlagt, erlaubt ein Verschwenken des Gurtschlosses, also eine rotatorische Bewegung des Gurtschlosses um die Mittelachse des Befestigungsmittels und verschwenkt das Gurtschloß zurück in seine Einsteckstellung. Das „Seil" kann entweder ein Drahtseil sein oder ein ähnliches zweckdienliches Element (z. B. Stahlbeschlag), mittels dem das Gurtschloß mit dem Befestigungsbeschlag verbunden ist.
- Vorzugsweise befestigt das Befestigungsmittel die Anschlagscheibe an einem Befestigungsbeschlag, d. h. es ist kein zusätzliches Bauteil notwendig, das die Anschlagscheibe an dem Befestigungsbeschlag anbringt. Mit dem Befestigungsmittel wird das federelastische Element und die Anschlagscheibe mit dem Befestigungsbeschlag verbunden. Der Befestigungsbeschlag ist fahrzeugseitig.
- Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform beschrieben, die in den Zeichnungen dargestellt ist. In den Zeichnungen zeigen:
-
1 eine perspektivische Ansicht einer aus dem Stand der Technik bekannten Baugruppe mit einer Anschlagscheibe und einem Gurtschloß, die an einem Befestigungsbeschlag angebracht ist, -
2 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Baugruppe mit einer Anschlagscheibe und einem Gurtschloß, -
3 eine2 entsprechende Ansicht ohne Seilkausche, -
4 in einem vergrößerten Maßstab ein Teil eines Befestigungsbeschlages mit der Anschlagscheibe und einem federelastischen Element, und -
5 eine perspektivische Ansicht der Baugruppe der2 bis4 mit einer Sicherungsscheibe. - In
1 ist ein Gurtschloß10 mit einem Befestigungsbeschlag12 , das aus dem Stand der Technik bekannt ist, gezeigt. - Der Befestigungsbeschlag
12 dient dazu, das Gurtschloß10 fahrzeugfest zu montieren. Der Befestigungsbeschlag12 weist zu diesem Zweck eine Befestigungsöffnung auf, durch die ein Befestigungsmittel14 gelangen kann. - Auf dem Befestigungsmittel
14 ist ein federelastisches Element16 angebracht. Das federelastische Element16 ist eine Schenkelfeder mit einem Spiralabschnitt18 , der auf dem Befestigungsmittel14 angeordnet ist, und zwei Schenkeln20 ,22 , die jeweils ein hakenförmiges Ende haben. Der erste Schenkel20 greift an einer Anschlagscheibe24 an, und der zweite Schenkel22 an einer Seilkausche26 , die über ein Seil28 , insbesondere Drahtseil, mit dem Gurtschloß10 verbunden ist. Aufgrund dieser Anbringung beaufschlagt das federelastische Element16 das Gurtschloß10 in eine Einsteckstellung, in der der Fahrzeuginsasse eine Steckzunge leicht einstecken kann. Das Seil28 könnte genausogut ein Stahlbeschlag oder ein ähnliches Element sein. - Ein Fahrzeuginsasse kann das Gurtschloß
10 ergreifen und es so weit um die Mittelachse M des Befestigungsmittels14 verschwenken, bis die Seilkausche26 oder ein Teil des Seils28 an einem Vorsprung30 der Anschlagscheibe24 angreift. Die Anschlagscheibe24 aus einem widerstandsfähigen Kunststoff begrenzt also die Schwenkbewegung des Gurtschlosses10 um die Mittelachse M des Befestigungsmittels14 . Sobald die Seilkausche26 oder ein Teil des Seils28 an dem Vorsprung30 der Anschlagscheibe24 angreift, ist die Bewegung des Gurtschlosses10 gestoppt. - Der Zusammenbau der Baugruppe, die an dem Befestigungsbeschlag
12 angebracht ist, erfolgt folgendermaßen: Das Gurtschloß10 ist über das Seil28 mit der Seilkausche26 verbunden. Die Anschlagscheibe24 , die Seilkausche26 mit dem damit verbundenen Gurtschloß10 und das federelastische Element16 werden auf das Befestigungsmittel14 geschoben und mittels einer (nicht gezeigten Sicherungsscheibe fixiert. Nach dem Spannen des federelastischen Elementes16 , d. h. einem Positionieren der hakenförmigen Enden der beiden Schenkel20 ,22 des federelastischen Elementes16 an der Anschlagscheibe24 bzw. an der Seilkausche26 , ist die Baugruppe fertig zum Einbau im Fahrzeug. Das Befestigungsmittel14 wird dazu in die Befestigungsöffnung eingebracht und verbindet die Seilkausche26 mit dem Befestigungsbeschlag12 . Das federelastische Element16 beaufschlagt das Gurtschloß10 in die Einsteckstellung. - Nachteilig an der in
1 gezeigten Baugruppe ist, daß die Baugruppe einen großen Bauraum in y-Richtung (bezüglich der üblichen Fahrzeugkoordinaten) benötigt. - In den
2 bis5 ist eine erfindungsgemäße Baugruppe gezeigt, wobei die2 bis4 die Baugruppe mit dem Befestigungsbeschlag12 zeigen. - Für die aus dem Stand der Technik bekannten Bauteile werden dieselben Bezugszeichen verwendet, und es wird insoweit auf die obigen Erläuterungen verwiesen.
- Die in den
2 bis5 gezeigte erfindungsgemäße Baugruppe unterscheidet sich von der im Stand der Technik gezeigten Baugruppe darin, daß die Anschlagscheibe24 eine Aussparung32 aufweist, die das federelastische Element16 aufnehmen kann. Da die Tiefe t der Aussparung32 im Wesentlichen der Höhe des federelastischen Elementes16 im Bereich des Spiralabschnittes18 entspricht, ist das federelastische Element16 nahezu vollständig in der Aussparung32 aufgenommen, wodurch sich der von der Baugruppe benötigte Bauraum in y-Richtung um die Tiefe t der Aussparung32 verringert. - Das Verbinden der einzelnen Bauteile der Baugruppe, nämlich der Anschlagscheibe
24 , der Seilkausche26 mit dem Seil28 und dem Gurtschloß10 und dem federelastischen Element16 erfolgt wiederum über das Befestigungsmittel14 . Die Sicherungsscheibe, die die Lage der einzelnen Bauteile zueinander sichert, ist in5 mit dem Bezugszeichen38 versehen. Die erfindungsgemäße Baugruppe bildet eine Einheit, die an dem Befestigungsbeschlag12 , der z. B. Teil der Fahrzeugkarosserie ist, angebracht werden kann. Dazu wird das Befestigungsmittel14 durch die Befestigungsöffnung34 (4 ) gesteckt. Das Gurtschloß10 ist so fahrzeugfest montiert. - Der Zusammenbau der Baugruppe unterscheidet sich vom Zusammenbau der aus dem Stand der Technik bekannten Baugruppe nur darin, daß das federelastische Element
16 nicht mehr am Kopf des Befestigungsmittels14 anliegt, sondern zwischen der Anschlagscheibe24 und der Seilkausche26 am Befestigungsmittel14 angebracht ist. - Der benötigte Bauraum der Baugruppe ist in y-Richtung verringert.
- Genausogut könnte die Sicherungsscheibe
38 entfallen und die Baugruppe direkt an dem Befestigungsbeschlag12 angebracht werden. Das Befestigungsmittel14 , auf dem das federelastisch Element16 angebracht ist, wird dann in die Befestigungsöffnung eingebracht, und anschließend werden die hakenförmigen Enden der beiden Schenkel20 ,22 des federelastischen Elementes16 an der Anschlagscheibe24 bzw. an der Seilkausche26 positioniert.
Claims (8)
- Anschlagscheibe für ein Gurtschloß mit einer Aussparung (
32 ), die ein federelastisches Element (16 ) aufnehmen kann, wobei das federelastische Element (16 ) das Gurtschloß (10 ) in eine Einsteckstellung beaufschlagen kann. - Anschlagscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein federelastisches Element (
16 ) vorgesehen ist. - Anschlagscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe (t) der Aussparung (
32 ) im Wesentlichen der Höhe des federelastischen Elementes (16 ) entspricht. - Anschlagscheibe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das federelastische Element (
16 ) eine Schenkelfeder mit einem ersten und einem zweiten Schenkel (20 ,22 ) ist. - Baugruppe mit einer Anschlagscheibe (
24 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einem Befestigungsmittel (14 ). - Baugruppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Schenkel (
20 ) des federelastischen Elementes (16 ) an der Anschlagscheibe (24 ) und ein zweiter Schenkel (22 ) an einem Seil (28 ) angreift, an dem ein Gurtschloß (10 ) befestigt ist. - Baugruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel (
14 ) die Anschlagscheibe (24 ) an einem Befestigungsbeschlag (12 ) befestigt. - Baugruppe nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sicherungsscheibe (
38 ) vorgesehen ist.
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| DE200710043339 DE102007043339A1 (de) | 2007-09-12 | 2007-09-12 | Anschlagscheibe und Baugruppe mit einer solchen Anschlagscheibe |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE102007043339A1 true DE102007043339A1 (de) | 2009-03-19 |
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|---|---|
| DE (1) | DE102007043339A1 (de) |
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2007
- 2007-09-12 DE DE200710043339 patent/DE102007043339A1/de not_active Withdrawn
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