DE102007042835B4 - Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe, die mit einer von ihrer Stirnfläche hervorstehenden eine Polygonform aufweisenden Anschlußbuchse versehen ist, auf welche das Drehelement aufgesetzt ist, wobei das Drehelement eine der Polygonform der Anschlußbuchse entsprechende Öffnung hat dadurch gekennzeichnet, dass die durch einen Umformvorgang hergestellte Polygonform der Anschlussbuchse (7) aus abwechselnd angeordneten konkaven und konvexen Ringflächen (9, 10) gebildet ist und die konvexen Ringflächen (9) der Anschlussbuchse (7) durch Abdrehen der Außenwölbungen (15) hergestellt sind.
Description
- Technisches Gebiet
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe. Verbindungen dieser Art werden insbesondere bei Kurbelwellenzapfen für die Anbringung von Torsionsschwingungsdämpfern oder von Riemenscheiben verwendet. Eine bisher eingesetzte Verbindung wird dadurch erreicht, dass die mit dem Kurbelwellenzapfen verbundene Nabe mit einem Bund versehen wird, an den die Scheibe des Torsionsschwingungsdämpfers oder der Riemenscheibe angeschraubt wird. Eine solche Lösung ist herstellungstechnisch und auch von der Montage her mit einem nicht zu vernachlässigenden Aufwand verbunden. Es besteht deshalb der Wunsch nach einer vereinfachten Lösung.
- Aus der
DE 10 2006 028 286 A1 ist ein Schaltzahnrad bekannt geworden, dass aus einem Zahnrad und einem Kupplungskörper besteht. Zahnrad und Kupplungskörper haben für ihre Verbindung zueinander passende Profile in Polygenform. Derartige Verbindungen sind auch aus derEP 1 726 518 A1 , derEP 0 019 420 A1 und derDE 1 825 374 U bekannt. Sie sind jedoch mit einem aufwendigen Herstelllungsprozess zu fabrizieren. - Darstellung der Erfindung
- Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Konstruktion zu schaffen, die einfach in ihrem Aufbau ist, leicht hergestellt werden kann und die in der Lage ist, hohe Torsionsmomente zu übertragen und auch Axialkräfte aufzunehmen. Darüber hinaus soll die Verbindung möglichst einfach herstellbar sein.
- Die Lösung der gestellten Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Die Unteransprüche 2 bis 5 stellen vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes dar.
- Bei der Verbindung eines beliebigen Drehelements mit einer Nabe ist vorgesehen, dass die Nabe mit einer von ihrer Stirnfläche hervorstehenden, auf der Außenwand eine Sternform oder Polygonform aufweisende Anschlussbuchse versehen ist, auf welche das Drehelement aufgesetzt ist, wobei das Drehelement eine der Stern- oder Polygonform der Anschlussbuchse entsprechende Öffnung hat. Die Stern- oder Polygonform der Anschlussbuchse wird im Hinblick auf die aufzunehmenden dynamischen Torsionsmomente ausgewählt. Bevorzugt wird eine Polygonform der Anschlußbuchse eingesetzt, welche abwechselnd aus konkaven und konvexen Ringflächen gebildet ist.
- Die Befestigung des Drehelements auf der Anschlußbuchse erfolgt durch einen Stauchvorgang. Hierfür ist der äußere Rand der Anschlußbuchse in axialer Richtung so ausgebildet, dass er über das auf die Anschlußbuchse aufgesetzte Drehelement hinaussteht und einem Stauchvorgang unterworfen werden kann, wodurch das Drehelement axial an der Nabe fixiert wird. Eine Unterstützung dieser Befestigung wird dadurch noch erreicht, dass die Anschlußbuchse noch radial an das Drehelement gepresst wird. Das einzusetzende Drehelement kann einen sehr unterschiedlichen Aufbau haben. Für die Verbindung an der Nabe ist es jedoch vorteilhaft, wenn der an der Nabe anliegende Teil des Drehelements flanschartig ausgebildet ist. Bei einem Drehelement, das beispielsweise als Riemenscheibe ausgebildet ist, kann eine Tellerscheibe eingesetzt werden mit einem entsprechenden Außenkranz. Die neue Ausgestaltung der Verbindung eines Drehelements mit einer Nabe läßt außerdem zu, dass die Nabe mit einem Axialring ausgestattet werden kann, welcher für die Befestigung von zusätzlichen Drehelementen dienen kann.
- Die Herstellung der Verbindung ist auf verschiedene Art möglich. Günstig ist es wenn an der Stirnfläche der Nabe durch einen Umformvorgang eine Anschlußbuchse in Polygonform gebildet wird, auf die des Drehelement mit seiner im Stanz- oder Spanvorgang hergestellten Öffnung aufgesetzt und festgepresst wird. Um eine gewünschte Genauigkeit der Verbindung herzustellen, werden die konkaven Ringflächen der Anschlußbuchse durch Abdrehen der Außenwölbungen hergestellt. Schließlich ist es von Vorteil, wenn auch die innere Kontur der Anschlussbuchse durch Abdrehen hergestellt wird, um dadurch den gewünschten Aufweitungsvorgang sehr genau durchführen zu können.
- Kurzbeschreibung der Zeichnung
- Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
- Es zeigt:
-
1 die Verbindung des Drehelements mit der Nabe im Längsschnitt, -
2 eine Draufsicht auf die Stirnseite der Nabe, -
3 eine Draufsicht auf das zu verbindende Drehelementteil, -
4 eine Draufsicht auf die Stirnfläche der Nabe nach dem durchgeführten Umformvorgang und -
5 eine Draufsicht auf die Nabe mit einer Markierung der abzudrehenden äußeren und inneren Vorwölbungen und inneren Kontur. - Ausführung der Erfindung
- In der
1 ist die Nabe1 und das damit zu verbindende Drehelement2 im Längsschnitt gezeigt, wobei nur die Teile dargestellt sind, welche für die Verbindung relevant sind. Die Nabe1 besitzt einen radial nach innen vorstehenden Ringansatz3 und ist mit der Schraube4 mit einem nicht näher gezeigten Kurbelwellenzapfen fest verschraubt. Außerdem hat die Nabe1 einen axial vorstehenden Kranz5 mit der Stirnfläche6 . Von der Stirnfläche6 steht die Anschlußbuchse7 hervor, die in Polygonform ausgebildet ist. Auf die Anschlußbuchse7 ist das Drehelement2 aufgesetzt, welches eine Öffnung8 hat, die der Polygonform der Anschlußbuchse7 entspricht. - In der Draufsicht der
2 und3 ist eine besonders günstige Polygonform der Anschlußbuchse7 und der Öffnung8 im Drehelement2 gezeigt. Die Polygonform der Anschlußbuchse7 und entsprechend auch die Polygonform der Öffnung8 im Drehelement2 , besteht aus abwechselnd angeordneten konvexen9 und konkaven10 bzw. konkaven19 und konvexen20 Ringflächen. - Der äußere Rand
11 der Anschlußbuchse7 steht zunächst in axialer Richtung über das aufgesetzte Drehelement2 hinaus. Durch einen Stauchvorgang wird er umgebördelt und das Drehelement2 in axialer Richtung an die Stirnfläche6 der Nabe1 gedrückt und damit daran fixiert. Schließlich ist auch noch die Anschlußbuchse7 radial an das Drehelement2 angepresst, wodurch die radialen Flächen12 von Anschlußbuchse7 und Drehelement2 fest aneinander anliegen. Die Nabe1 ist im Beispiel noch mit einem Axialring13 versehen, so dass an der Nabe1 noch zusätzliche Drehelemente in an sich bekannter Weise befestigt werden können. - In den
4 und5 ist die Herstellungsweise der Anschlußbuchse7 gezeigt. An der Stirnfläche6 der Nabe1 wird durch Umformen die Anschlußbuchse7 in ihrer generellen Polygonform hergestellt. Danach werden die in der5 gezeigten schraffierten Flächen15 und16 durch Abdrehen entfernt. Hiernach liegt die in der2 gezeigte Polygonform vor. Die Öffnung8 am Drehelement2 kann durch spangebendes Verfahren hergestellt werden, wonach das Drehelement2 auf die Anschlußbuchse aufgesetzt werden kann. Danach wird das Drehelement2 durch den weiter oben geschilderten Stauchvorgang, wie in der1 gezeigt, an der Nabe1 festgepresst.
Claims (5)
- Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe, die mit einer von ihrer Stirnfläche hervorstehenden eine Polygonform aufweisenden Anschlußbuchse versehen ist, auf welche das Drehelement aufgesetzt ist, wobei das Drehelement eine der Polygonform der Anschlußbuchse entsprechende Öffnung hat dadurch gekennzeichnet, dass die durch einen Umformvorgang hergestellte Polygonform der Anschlussbuchse (
7 ) aus abwechselnd angeordneten konkaven und konvexen Ringflächen (9 ,10 ) gebildet ist und die konvexen Ringflächen (9 ) der Anschlussbuchse (7 ) durch Abdrehen der Außenwölbungen (15 ) hergestellt sind. - Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehelement (
2 ) an der Anschlussbuchse (7 ) durch einen Stauchvorgang des in axialer Richtung über das Drehelement (2 ) hinausstehenden äußeren Randes (11 ) der Anschlussbuchse (7 ) axial fixiert ist. - Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehelement (
2 ) aus einer Tellerscheibe mit einem Außenkranz besteht. - Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (
1 ) einen Axialring (13 ) zur Befestigung von zusätzlichen Drehelementen hat. - Verfahren zum Verbinden eines Drehelements mit einer Nabe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Kontur (
16 ) der Anschlussbuchse (7 ) durch Abdrehen hergestellt ist.
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