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DE102007049866B4 - Verfahren, Werkstück und Vorrichtung zum formschlüssigen Einspannen und Fixieren von Werkstücken mittels Sperrsicke - Google Patents

Verfahren, Werkstück und Vorrichtung zum formschlüssigen Einspannen und Fixieren von Werkstücken mittels Sperrsicke Download PDF

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DE102007049866B4
DE102007049866B4 DE200710049866 DE102007049866A DE102007049866B4 DE 102007049866 B4 DE102007049866 B4 DE 102007049866B4 DE 200710049866 DE200710049866 DE 200710049866 DE 102007049866 A DE102007049866 A DE 102007049866A DE 102007049866 B4 DE102007049866 B4 DE 102007049866B4
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Ulrich Dipl.-Kfm. Schoof
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Linde and Wiemann SE and Co KG
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Abstract

Verfahren zum Einspannen oder Fixieren eines zumindest bereichsweise plattenartig ausgebildeten Werkstückes (10), wobei in einem Flächenabschnitt (18, 20, 22, 24) des Werkstücks zumindest eine Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) eingebracht wird, in welche zumindest ein Spannwerkzeug zum Fixieren des Werkstückes unter Bildung eines Formschlusses eingreift, wobei die in den Flächenabschnitt einzubringende Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) an der Oberseite und der Unterseite des Werkstücks (10) als einander korrespondierende Vertiefung und Erhöhung ausgebildet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein Werkstück und eine Einspannvorrichtung zum Einspannen oder Fixieren des zumindest bereichsweise plattenartig ausgebildeten Werkstücks für einen nachfolgenden, das Werkstück zumindest bereichsweise umformenden oder deformierenden Bearbeitungsprozess.
  • Hintergrund und Stand der Technik
  • Bei der Herstellung von Profilen und Profilteilen, wie beispielsweise Schwellerprofilen im Bereich des Kraftfahrzeugbaus ist bspw. zum Anbringen oder Verbinden einzelner Profil- oder Blechteile oftmals das Einbringen lokaler Materialverformungen erforderlich. Das Einbringen von solch lokalen, die Oberflächenkontur des Werkstückes unterbrechenden Verformungen oder Deformationen bedingt den Einsatz von Verformungseinrichtungen, wie etwa Präge- oder Stanzwerkzeugen.
  • Beim Einbringen einer Materialverformung oder Prägung in das zumindest bereichsweise plattenartig ausgebildete Werkstück ergeben sich, bedingt durch die beim Verprägen auftretenden Kräfte, auch unerwünschte Verformungen des Werkstücks außerhalb des zu verformenden Bereichs. Die beim Verformen oder Prägen auftretenden Spannungen pflanzen sich insbesondere über das Werkstück hin fort. Dies kann zu unerwünschten Torsionen des Werkstückes, wie etwa eines Profilteils führen, was sich nachteilig auf die Maßhaltigkeit des Werkstückes auswirkt und sich in einer Qualitätsminderung niederschlägt.
  • Insbesondere bei der Bearbeitung von Werkstücken oder Profilen aus hochfesten Stählen tritt das Problem der sich durch die lokale Materialverformung ergebenden und sich entlang des Profils oder der Oberfläche des Werkstücks fortpflanzenden mechanischen Spannungen besonders deutlich hervor. Die dadurch bedingten, unerwünschten und nur unzulänglich kontrollierbaren Materialverformungen machen oftmals eine aufwendige Nachbearbeitung des Werkstückes oder des Profils erforderlich, um die geforderte Qualität und Maßhaltigkeit des Werkstücks oder des Profils zu gewährleisten.
  • Derartige Nachbearbeitungsschritte sind sowohl arbeits- als auch kostenintensiv und sind nur bedingt geeignet, die infolge materialinhärenter mechanischer Spannungsausbreitung bedingten Deformationen, Torsionen oder dergleichen materialumformenden Effekte wirksam zu kompensieren.
  • DE 20 2006 011 245 U1 offenbart ein Spannsystem für Werkzeugmaschinen, bei dem in ein Werkstück zwei oder vier gegenüberliegende, prismenförmige Spannnuten eingewalzt werden, in welche Spannnasen von Spannbacken greifen und das Werkstück form- und kraftschlüssig spannen.
  • DE 198 16 328 C1 offenbart ein Verfahren zum Spannen von Werkstücken mit zwei oder mehreren Spannbacken, welche mit Formschlusselementen, zum Beispiel Vorsprüngen, besetzt sind, welche in komplementäre Ausnehmungen, welche in einem zu bearbeitenden Werkstück ausgebildet sind, eingreifen.
  • Aufgabe
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, zu verformende platten- und/oder profilartig ausgebildete Werkstücke mit hoher Qualität, exakter Reproduzierbarkeit und hoher Maßhaltigkeit herzustellen. Dabei sollen insbesondere solche, außerhalb des eigentlich zu verformenden oder zu verprägenden Bereichs des Werkstücks beim Verprägen oder Verformen unweigerlich auftretenden Spannungen und sich im Material ausbreitenden Verformungskräfte weitgehend unterbunden werden.
  • Erfindung und vorteilhafte Wirkungen
  • Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird mittels eines Verfahrens zum Einspannen und Fixieren eines Werkstücks gemäß Anspruch 1 sowie mit Hilfe eines Werkstücks gemäß Patentanspruch 13 und einer Einspannvorrichtung gemäß Patentanspruch 20 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat ein Einspannen oder Fixieren eines zumindest bereichsweise plattenartig ausgebildeten Werkstückes zum Gegenstand. Dabei wird in einem Flächenabschnitt des Werkstücks zumindest eine Prägung eingebracht, in welche zumindest ein Spannwerkzeug zum Fixieren oder Einspannen des Werkstückes unter Bildung eines Formschlusses eingreift.
  • Anders als im Stand der Technik üblich, sieht die Erfindung anstelle eines kraft- oder reibschlüssigen Einspannens eines Werkstücks nunmehr ein formschlüssiges Einspannen bzw. Halten des zu bearbeitenden Werkstücks vor. Durch das Einbringen einer lokalen Verformung in das Werkstück in dem Bereich, in welchem es von einem Spannwerkzeug bei der Materialbearbeitung gehalten wird, kann das unerwünschte Fortpflanzen von Verspannungen im Material, die beim eigentlichen nachfolgenden Präge- oder Verformungsprozess auftreten, wirksam unterbunden werden.
  • Die im Bereich des Spannwerkzeuges zu liegende kommende Prägung oder allgemein die im Werkstück vorgesehene Verformung, welche zur Ausbildung eines Formschlusses mit dem Spannwerkzeug ausgebildet ist, bewirkt, dass sich die beim nachfolgenden Verprägen bzw. Verformen oder Deformieren des Werkstücks in diesem auftretende Spannungen nicht über den Bereich des Werkstücks hin ausbreiten, welcher jenseits des Zuspannwerkzeuges liegt.
  • Durch die mittels dem erfindungsgemäßen Verfahren in das Werkstück einzubringende lokale Prägung kann eine mechanische Entkopplung zwischen den Abschnitten des Werkstückes erfolgen, die beim Einspannen des Werkstückes auf unterschiedlichen Seiten des Spannwerkzeuges liegen.
  • Wird das Werkzeug beispielsweise mittels des Spannwerkzeuges eingespannt und einem nachfolgenden Umformprozess unterzogen, bei welchem ein diesseitiger Bereich des Werkstückes bearbeitet wird, so werden die diesseits des Spannwerkzeuges bei der Bearbeitung des Werkstückes unweigerlich auftretenden Verformungskräfte und sich über das Werkstück fortpflanzenden mechanischen Spannungen nicht über den Bereich des Werkstückes hin ausbreiten oder fortpflanzen, welcher jenseits des Spannwerkzeuges bzw. jenseits der erfindungsgemäß einzubringenden Prägung zu liegen kommt.
  • Mit den angesprochenen diesseitigen und jenseitigen Bereichen des Werkstückes werden vornehmlich solche Flächenabschnitte des plattenartigen oder bereichsweise eben ausgebildeten Werkstücks bezeichnet, welche von gegenüberliegenden Seiten in der Ebene der Werkstückoberfläche an die Längsseite der erfindungsgemäßen Prägung angrenzen.
  • Die zur Bildung eines Formschlusses mit dem Spannwerkzeug in das Werkstück einzubringende Prägung fungiert beispielsweise als eine sogenannte Sperrsicke, welche die Ausbreitung und Fortpflanzung von Verformungskräften und inhärenten mechanischen Spannungen sowohl im Material als auch entlang seiner Oberfläche wirksam unterbindet. Durch das Einbringen der Prägung oder der Sperrsicke in das Werkstück und durch die formschlüssige Fixierung und Halterung bzw. das formschlüssige Einspannen des Werkstückes am Spannwerkzeug kann in vorteilhafter Weise eine mechanische Entkopplung benachbarter Flächenabschnitte des Werkstückes erreicht werden, die letztlich die Fortpflanzung von mechanischen Spannungen im Werkstück wirksam unterbindet. Hierdurch können somit Werkstücke mit hoher Maßhaltigkeit und Qualität gefertigt werden.
  • Zur Bildung des Formschlusses zwischen dem Spannwerkzeug, beispielsweise zwischen einzelnen Spannbacken einer Einspannvorrichtung und dem Werkstück ist es prinzipiell ausreichend, dass lediglich eine von zwei einander gegenüberliegenden Spannbacken eine der im Werkstück vorgesehenen Prägung korrespondierende Geometrie aufweist. So ist denkbar, die Prägung lediglich nach Art einer rillenartigen Vertiefung auf einer Seite des plattenartigen Werkstückes auszubilden, in welchem der zugehörige Spannbacken mit einer dementsprechenden Erhöhung eingreift, während der andere Spannbacken und die der Vertiefung gegenüberliegende Seite des Werkstücks im Wesentlichen eben ausgestaltet sind.
  • Vorzugsweise weist die in den Flächenabschnitt des Werkstücks einzubringende Prägung eine längliche Geometrie auf. Sie ist vorzugsweise als geradlinige längliche Sperrsicke ausgebildet.
  • Nach einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Spannwerkzeug, vorzugsweise seine beiden Spann- oder Klemmbacken ein an die Kontur der in das Werkstück eingebrachten Prägung angepasstes Querschnittsprofil aufweisen. Entsprechend dem Profil der Prägung weisen die aufeinander zu beweglichen Spannbacken des Spannwerkzeuges entsprechende Erhöhungen oder Vertiefungen auf.
  • Es kann hierbei vorgesehen sein, dass nicht nur eine längliche und geradlinige Prägung in das Werkstück eingebracht wird, sondern dass sogar mehrere, vorzugsweise senkrecht zur Längsrichtung der Prägung voneinander beabstandete Prägungen gleichen oder unterschiedlichen Profils, Verlaufs und Geometrie in das Werkstück eingebracht werden.
  • Es ist weiterhin denkbar, dass die Prägungen nicht nur als geradlinig verlaufende Sicken vorzusehen sind, sondern dass auch ein wellen- oder sägezahn-, mithin zickzackartiger Verlauf der Prägung vorzusehen ist.
  • Entsprechend der Anzahl und der konkreten Ausgestaltung der einzelnen in das Werkstück einzubringenden Prägungen sind auch die damit korrespondierenden Spannbacken des Spannwerkzeugs ausgebildet, damit das Werkstück stets unter Bildung eines Formschlusses vom Spannwerkzeug fixiert werden kann.
  • Es ist insbesondere vorgesehen, dass das zumindest bereichsweise plattenartig ausgestaltete Werkstück ein Profilteil ist oder nach dem Einbringen der erfindungsgemäßen Sperrsicke in ein Profilteil umgeformt wird. Als geeignete Umformprozesse kommen sowohl Walzen, Biegen, Ziehen als auch Strangpressen infrage.
  • Die in das Werkstück als Sperrsicke eingebrachte Prägung verläuft vorzugsweise schräg oder gar senkrecht zur Profilrichtung. So kann die zum Einspannen des Werkstücks vorgesehene Prägung hierbei auch als Angriffspunkt für einen Vorschub des Werkstückes in einer Walzeinrichtung verwendet werden. Hierzu sind Vorschubmittel in der Walzeinrichtung vorzusehen, welche mit den im Werkstück ausgebildeten Prägungen korrespondieren.
  • Die in das Werkstück zum formschlüssigen Fixieren einzubringende Prägung kann selbst mittels eines Prägeprozesses, beispielsweise mittels aufeinander abgestimmter Matrize und Patrize, aber auch mittels entsprechend ausgebildeter Walzen in das Werkstück eingearbeitet werden.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erfindungsgemäße Prägung erst beim Einspannen in das Spannwerkzeug in das Werkstück eingebracht wird. Auf diese Art und Weise kann der Arbeitsgang eines gesonderten Einbringens der Prägung vor dem Einspannen des Werkstückes in das Spannwerkzeug entfallen. Das unmittelbare Einbringen der Prägung beim Zuspannen des Spannwerkzeuges erlaubt eine kostenneutrale Verwirklichung und Implementierung der Erfindung in bestehende Arbeits- und Herstellungsprozesse. Hierfür müssen einzig die Spannwerkzeuge und insbesondere ihre Spannbacken mit den erforderlichen Oberflächenprofilen ausgestattet werden.
  • Dies bedingt, dass beim Zuspannen des oder der an Ober- und/oder Unterseite des Werkstücks angreifenden Spannwerkzeuges oder Spannbacken die lokale Verformung in Form einer Prägung in das Werkstück eingebracht wird.
  • Weiterhin ist vorgesehen, dass die Geometrie, insbesondere die Tiefe, aber auch die Länge und Breite der einzubringenden Prägung unter Berücksichtigung der Ausgestaltung sowohl des Spannwerkzeuges als auch der Festigkeit sowie Dicke des Materials des Werkstückes bestimmt wird. Die Geometrie der Prägung und die damit einhergehende Geometrie der Spannbacken des Spannwerkzeuges wird derart an die Materialeigenschaften und die Geometrie des Werkstückes angepasst, dass der vorgesehene Formschluss unter Berücksichtigung der bei den nachfolgenden Bearbeitungsschritten auftretenden Kräfte zum sicheren Halten und Fixieren des Werkstückes ausgelegt ist.
  • Weiterhin ist vorgesehen, die Prägung vor einer weiteren Umformung, insbesondere vor einem Walzprofilieren des Werkstückes in das Werkstück einzubringen. Die nachfolgende Profilierung und die Positionierung der einzubringenden Sperrsicke sind derart aufeinander abgestimmt, dass die Sperrsicke in einem plattenartig ausgebildeten Bereich des profilierten Werkstückes zu liegen kommt.
  • Die Ausbildung der Sperrsicke in einem Schenkel eines Profilteils erlaubt somit das formschlüssige Halten des Profilteils zum Zwecke einer Weiterverarbeitung, wie etwa dem Einbringen weiterer Prägungen oder lokaler Verformungen und gezielter Deformationen des Materials.
  • Weiterhin ist vorgesehen, nicht nur eine lokale, als Sperrsicke fungierende Prägung, sondern mehrere, vorzugsweise zwei voneinander beabstandete Prägungen in das Werkstück einzubringen. Die Prägungen sind hierbei vorzugsweise senkrecht oder quer zu ihrer Längserstreckung voneinander beabstandet. Das Fixieren des Werkstückes erfolgt dann vorzugsweise mit zwei Spannwerkzeugen, die an jeweils einer der Prägungen des Werkstückes angreifen.
  • Diese Konfiguration ist insbesondere für eine nachfolgende Bearbeitung des Werkstückes in einen Bereich zwischen den voneinander beabstandeten Prägungen vorgesehen. Auf diese Art und Weise verbleiben die durch den nachfolgenden Bearbeitungsschritt hervorgerufenen mechanischen Deformationen und Verspannungen innerhalb des von den beiden zuvor eingebrachten Prägungen definierten Abschnitts.
  • Weiterhin ist vorgesehen, die lokalen Prägungen vor einem Walzprofilieren in das Werkstück einzubringen und das Werkstück nach dem Walzprofilieren zur weiteren Formgebung im Bereich der Prägung mittels des Bearbeitungswerkzeugs einzuspannen.
  • Im Falle einer bereits vorhandenen oder später vorgesehenen Ausgestaltung des Werkstücks als Profilteil ist insbesondere vorgesehen, die Prägung bzw. die Prägungen quer, insbesondere senkrecht zur bereits vorhandenen oder gedachten späteren Profilrichtung in das Werkstück einzubringen.
  • Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Prägetiefe der in das Werkstück einzubringenden Prägung oder Verprägung höchstens der Dicke des Werkstücks entspricht.
  • Gleichermaßen kann ergänzend vorgesehen sein, dass der Biege- oder Prägeradius der Prägung höchsten der Dicke des zu verprägenden Materials entspricht. Derartige scharfkantige Prägungen geringer Tiefe sind für die Erzielung des der Erfindung zugrunde liegenden Effekts einer räumlichen Eingrenzung von durch Zuspannkräfte eines Werkzeugs im Material hervorgerufenen mechanischen Spannungen von Vorteil.
  • Denn durch die geringe Prägetiefe kann zum einen erreicht werden, dass das Einbringen der Sperrsicken selbst gar keine oder nur vernachlässigbar geringe mechanische Spannungen im Material hervorruft. Zum Anderen ist die aufgrund des geringen Prägeradius scharfkantige Geometrie der Sperrsicke für ein räumliches Eindämmen mechanischer Spannungen von Vorteil.
  • Die Prägung oder Sperrsicke kann dabei in flächige, also im Wesentlichen ebene Abschnitte des Materials, als auch in oder an Umformbereiche, vorzugsweise mittels Walz- oder Rollumformung eingebracht werden. Die Umformung kann dabei nach oder vor dem Einbringen der Prägung erfolgen.
  • Nach einem weiteren unabhängigen Aspekt betrifft die Erfindung ein Werkstück mit einem Oberflächenabschnitt, in welchem zumindest eine die Oberflächenkontur unterbrechende Verformung, insbesondere eine Prägung vorgesehen ist. Diese Verformung oder Prägung dient der Aufnahme eines korrespondierend ausgebildeten Spannwerkzeuges. Beim Zuspannen des Spannwerkzeuges, bei welchem dieses in die Prägung des Werkstückes eingreift, wird ein Formschluss zwischen Werkzeug und der Prägung ausgebildet, sodass eine Ausbreitung von materialinhärenten mechanischen Spannungen, die infolge nachfolgender am Werkstück vorzunehmender Materialumformungen entstehen können, effektiv verhindert wird.
  • Dabei ist vorgesehen, dass die einzubringende Prägung sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite des Werkstückes die Oberflächenkontur des Werkstückes unterbricht. Dementsprechend ist die in den Flächenabschnitt einzubringende Prägung beispielsweise an der Oberseite des Werkstücks als Vertiefung und an der gegenüberliegenden Unterseite des Werkstücks als eine damit korrespondierende Erhöhung ausgebildet. Die zum Zwecke des formschlüssigen Haltens vorgesehene Prägung durchsetzt bei dieser Ausführung somit das Querschnittsprofil des plattenartigen Werkstückes.
  • Nach einer Weiterbildung ist das Werkstück bereits vor dem Einbringen in der Prägung profilartig ausgebildet, oder aber es liegt als platten- oder bandartiges Material, wie etwa Bandstahl oder Stahlblech als Tailored Blank oder Tailored Coil vor und wird nach Einbringen der Prägung mittels geeigneter Umformprozesse profiliert.
  • Die Prägung ist insbesondere als länglich ausgebildete Prägung, etwa in Form einer Sicke vorgesehen, die sich insbesondere quer oder senkrecht zur bereits vorhandenen oder noch nachfolgend zu erzeugenden Profillängsrichtung erstreckt.
  • Es ist insbesondere vorgesehen, dass die einzubringende Prägung in einem im Wesentlichen ebenen Flächenabschnitt des Werkstücks ausgebildet wird, etwa im Bereich eines eben ausgebildeten Schenkels oder Bodenabschnitts eines Profilteils. Hierbei kann insbesondere vorgesehen werden, dass die Prägung in einem gegenüber dem ebenen Flächenabschnitt umgeformten Bereich ausläuft.
  • Weiterhin betrifft die Erfindung eine an das Werkstück angepasste Einspannvorrichtung zum Einspannen des Werkstücks. Die Vorrichtung oder das Spannwerkzeug hat zumindest einen Spann- oder Klemmbacken, der zumindest eine Vertiefung oder Ausbuchtung aufweist, der wiederum mit der im Werkstück vorgesehenen Prägung korrespondiert und im Einspannzustand zur Fixierung des Werkstücks unter Bildung eines Formschlusses vorgesehen und dementsprechend ausgebildet ist.
  • Weiterhin ist vorgesehen, dass die Einspannvorrichtung bzw. das Spannwerkzeug zumindest zwei gegenüberliegende und aufeinander zu verfahrbare Klemmbacken mit einander korrespondierenden Ausbuchtungen und Vertiefungen aufweist. In diesen, im Einspannzustand gegenüberliegenden Ausbuchtungen und Vertiefungen der Klemmbacke, kommt die zumindest eine Prägung des Werkstückes beim Halten oder Fixieren des Werkstückes für die nachfolgende Bearbeitungsschritte zu liegen.
  • Obschon die Erfindung auf das Anwendungsgebiet der Metallbearbeitung, vornehmlich auf die Bearbeitung von Blechen, Stahlblechen und hochfesten Stählen abzielt, ist ihr Einsatzgebiet keinesfalls hierauf beschränkt. Das erfindungsgemäße Einbringen der Prägung kann auf sämtliche plastisch deformierbare Materialien übertragen und angewandt werden.
  • Ausführungsbeispiele
  • Weitere Ziele, Merkmale sowie vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht zweier Walzen zum Einbringen von Prägungen in ein platten- oder bandartig ausgestaltetes Ausgangsmaterial,
  • 2 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines Profilteils mit zwei Sperrsicken und einer Prägung,
  • 3 eine schematische Darstellung des Profils gemäß 2, längs geschnitten,
  • 4 eine perspektivische Darstellung einer Ausführung mit im Umformbereich verlaufenden Sperrsicken,
  • 5 eine Darstellung des Profilteils gemäß 4, im Querschnitt,
  • 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Profilteils im Querschnitt mit einer nach oben ausgebildeten Prägung,
  • 7 ein Profilteil mit einer in einer Seitenwange ausgebildeten Prägung,
  • 8 eine Querschnittsdarstellung des Profilteils gemäß 7,
  • 9 ein Ausführungsbeispiel eines Profilteils mit am Profilrand vorgesehener Prägung und einer im Umformbereich durchgängig ausgebildeten Sperrsicke und
  • 10 eine Querschnittsdarstellung des Profilteils gemäß 13.
  • 1 zeigt beispielhaft ein Einbringen von später als Sperrsicke im Profilteil fungierenden Prägungen 102 in ein Blechband 100. Die beiden Prägewalzen 104, 106 weisen einander korrespondierende Vorsprünge 110 und Vertiefungen 108 auf, mittels derer die Prägungen 102 in das Blechband 100 eingearbeitet werden können.
  • In 2 ist ein Profilteil 10 in einer perspektivischen Ansicht gezeigt. Das Profil weist einen Profilboden 18, zwei daran angrenzende und gegenüber dem Profilboden 18 abgewinkelte Wangenbereiche 20, 22 sowie einen daran angrenzenden Außenbereich 24 auf. In den Profilboden 18, welcher im Wesentlichen plattenartig ausgebildet ist und einen im Wesentlichen ebenen Flächenabschnitt definiert, werden zwei in Profilrichtung voneinander beabstandete sickenartige Prägungen 12, 14 eingearbeitet.
  • Diese lokalen, als Sperrsicke fungierenden Prägungen 12, 14 sind für den formschlüssigen Eingriff eines (nicht explizit dargestellten) Spannwerkzeuges ausgelegt. Sobald das Profilteil 10 sicher vom Spannwerkzeug gehalten bzw. daran fixiert ist, kann in dem Bereich zwischen den beiden lokalen, sich quer zur Profilrichtung erstreckenden Prägungen 12, 14 eine weitere Materialumformung oder Prägung 16 in das Profil 10 bzw. in den Flächenabschnitt 18 eingebracht werden.
  • Durch das formschlüssige Fixieren des Profils mittels der dafür vorgesehenen Sperrsicken 12, 14 kann die Ausbreitung von beim Einbringen der Prägung 16 in das Material auftretenden mechanischen Spannungen effektiv unterbunden, eingedämmt oder gar gänzlich verhindert werden. Die durch ein solches nachfolgendes Verprägen bedingten mechanischen materialinhärenten Spannungen und Beanspruchungen, die zu Verformungen und Torsionen des Profilteils 10 außerhalb des eigentlichen Umformbereiches 16 führen können, pflanzen sich weder links der Prägung 12 noch rechts der Prägung 14 im Profilteil 10 fort.
  • Auf diese Art und Weise können solche, in den 2 bis 10 in unterschiedlichen Ausgestaltungen beispielhaft dargestellten Profilteile mit hoher Maßhaltigkeit und hoher Qualität nahezu kostenneutral und nahezu ohne erhöhten Arbeitsaufwand hergestellt werden.
  • Die als Sperrsicken fungierenden Prägungen 12 oder 14 können bereits vor der Profilierung des Profilteils 10 in das Werkstück eingearbeitet werden. Alternativ können sie jedoch auch erst nach Fertigstellung des Profils in den Profilboden 18 unmittelbar beim und durch das Zuspannen des an die Geometrie der Prägung 12, 14 angepassten Spannwerkzeuges erzeugt werden.
  • Die sickenartigen Prägungen 12, 14 bewirken vor allem eine mechanische Entkopplung des Profilbodens 18 in Profillängsrichtung. Mechanische Spannungen, die durch ein Verprägen eines Abschnittes des Profilbodens 18 im Profilteil unweigerlich entstehen, pflanzen sich nicht über die Prägungen 12, 14 in Profillängsrichtung hinweg.
  • In 3 ist das Profilteil nach 2 in einem Längsschnitt gezeigt. Anhand dieser Schnittansicht ist deutlich zu erkennen, dass die in den Profilboden 18 eingearbeitete Prägung 16 eine deutlich größere Prägetiefe als die beiden angrenzenden Sperrsicken 12, 14 aufweist. Insbesondere ist die Prägetiefe der Sperrsicken 12, 14 mit der Dicke des Materials vergleichbar. Darüber hinaus ist auch der Prägeradius ungefähr im Bereich der Materialdicke.
  • Gegenüber der eigentlichen in das Profilteil einzubringenden Prägung 16 weisen die Sperrsicken 12, 14 daher eine sehr markante scharfkantige Geometrie bzw. Kontur auf. Die vergleichsweise geringe Tiefe der Sperrsicken 12, 14 trägt in vorteilhafter Weise dazu bei, dass durch das Einbringen der Sperrsicken 12, 14 keine oder nur unwesentliche, auf jeden Fall aber vernachlässigbare mechanische Spannungen in das Profilteil eingebracht werden.
  • In den 4 und 5 ist eine weitere Ausführung eines verprägten Profilteils gezeigt. Bei diesem verlaufen die zur Aufnahme eines entsprechenden Werkzeuges vorgesehenen Sperrsicken 120, 122 entlang eines der Profilrichtung folgenden Umformbereichs 36, 38. Im Unterschied zu den Ausführungen der 1 bis 4 verlaufen diese Sperrsicken nicht quer, sondern entlang dem Profilteil. Auch hier wird die eigentliche Prägung 16 zwischen den beiden Sperrsicken 120, 122 in das Profilteil eingebracht. Die in den 8 und 9 dargestellten Sperrsicken werden vorzugsweise durch Rollformen oder Rollumformen erzeugt.
  • Die Ausführung gemäß 6 unterscheidet sich von derjenigen, in den 4 und 5 dargestellten darin, dass sich die Prägung 116 nicht zu dem unten liegenden Profilschenkel 24 sondern von diesem abgewandt nach oben erstreckt. Dementsprechend weisen auch die Sperrsicken 124, 126 eine nach oben gekrümmte Geometrie auf.
  • Bei der Ausführung gemäß der 7 und 8 ist die Prägung 130 in die Profilwangen 20, 22 eingearbeitet. Auch befinden sich die Sperrsicken 132, 134 einerseits im Übergangsbereich zwischen dem Profilboden 18 und den Wangen 20, 22 und andererseits zwischen den Wangen 20, 22 und dem Profilschenkel 24.
  • Schließlich ist in den 9 und 10 eine Prägung 140 im Profilschenkel 24 gezeigt. Dabei verläuft die Sperrsicke 142 entlang der Profilgeometrie im unteren Umformbereich.
  • Sämtliche in den Figuren gezeigten Sperrsicken 12, 14, 120, 122, 124, 126, 132, 134 sowie 142 sind insbesondere mittels Walz- oder Rollumformung in das Profil einbringbar. So sind bspw. die in Profillängsrichtung verlaufende Sperrsicken 124, 126, 132, 134 sowie 142 vor, während oder nach einer Umformung eines an die jeweilige Sperrsicke angrenzenden oder die Sperrsicke enthaltenen Umformbereich in das Profilteil einbringbar.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß 9 und 10 kann weiterhin vorgesehen werden, dass sowohl die in das Profil nachträglich einzubringende Prägungen 140 in Randbereiche 24 des Profils einzuarbeiten sind. Der oben liegende Profilboden 18 als auch die Randbereiche 24 sind hierbei als im Wesentlichen ebene Flächenabschnitte ausgebildet.
  • Die als Sperrsicken fungierenden in Profillängsrichtung verlaufenden Prägungen 142 begrenzen denjenigen Randbereich des Profilteils 24 in Profilquerrichtung, in welchen die Prägung 140 nachträglich einzuarbeiten ist. Ergänzend hierzu können auch noch weitere Sperrsicken, etwa quer zur Profillängsrichtung vorgesehen werden.
  • Die als Sperrsicken fungierende Prägung 142 kann dabei bereits vor, während oder nach einem Profilieren eines platten- oder bandartig ausgebildeten Ausgangswerkstoffes 100 eingearbeitet werden, wie dies beispielsweise in 1 angedeutet ist.
  • Bezugszeichenliste
  • 10
    Profilteil
    12
    Prägung
    14
    Prägung
    16
    Prägung
    18
    Profilboden
    20
    Profilwange
    22
    Profilwange
    24
    Profilschenkel
    36
    Umformbereich
    38
    Umformbereich
    100
    Blechband
    102
    Prägung
    104
    Prägewalze
    106
    Prägewalze
    108
    Vertiefung
    110
    Vorsprung
    116
    Prägung
    120
    Prägung
    122
    Prägung
    124
    Prägung
    126
    Prägung
    130
    Prägung
    132
    Prägung
    134
    Prägung
    140
    Prägung
    142
    Prägung

Claims (21)

  1. Verfahren zum Einspannen oder Fixieren eines zumindest bereichsweise plattenartig ausgebildeten Werkstückes (10), wobei in einem Flächenabschnitt (18, 20, 22, 24) des Werkstücks zumindest eine Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) eingebracht wird, in welche zumindest ein Spannwerkzeug zum Fixieren des Werkstückes unter Bildung eines Formschlusses eingreift, wobei die in den Flächenabschnitt einzubringende Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) an der Oberseite und der Unterseite des Werkstücks (10) als einander korrespondierende Vertiefung und Erhöhung ausgebildet ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Spannwerkzeug ein an die Kontur der Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) angepasstes Querschnittsprofil aufweist.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) beim Zuspannen des oder der an Ober- und Unterseite des Werkstückes (10) angreifenden Spannwerkzeuges oder Spannwerkzeuge in das Werkstück (10) eingebracht wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Geometrie und die Tiefe der Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) unter Berücksichtigung der Ausgestaltung des Spannwerkzeuges und der Festigkeit des Werkstückmaterials bestimmt wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) vor einer Umformung, insbesondere vor einem Walzprofilieren des Werkstückes in das Werkstück (10) eingebracht wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwei voneinander beabstandete Prägungen (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) in das Werkstück (10) eingebracht werden an denen das Werkstück bei nachfolgenden formgebenden Bearbeitungsschritten mittels der zugehörigen Spannwerkzeuge eingespannt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei in den nachfolgenden Bearbeitungsschritten das Werkstück (10) im Bereich zwischen den beiden Prägungen (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) einer formgebenden Bearbeitung unterzogen wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Werkstück (10) vor einem Walzprofilieren mit der Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) versehen und nach dem Walzprofilieren zur weiteren Formgebung vom Bearbeitungswerkzeug im Bereich der Prägung eingespannt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) quer, insbesondere senkrecht zur späteren Profilrichtung in das Werkstück eingebracht wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die maximale Tiefe der Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) der Materialdicke entspricht.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Prägeradius der Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) höchstens der Materialdicke entspricht.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) parallel zur Profilrichtung mittels Rollformen erzeugt wird.
  13. Werkstück mit einem Oberflächenabschnitt, in welchem zumindest eine die Oberflächenkontur unterbrechende Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) vorgesehen ist, die zur Aufnahme eines korrespondierend ausgebildeten Spannwerkzeuges unter Bildung eines Formschlusses zwischen Werkzeug und Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) ausgebildet ist, wobei die in den Flächenabschnitt einzubringende Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) an der Oberseite und der Unterseite des Werkstücks (10) als einander korrespondierende Vertiefung und Erhöhung ausgebildet ist.
  14. Werkstück nach Anspruch 13, welches profilartig ausgebildet ist und wobei sich die zumindest eine Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) quer oder senkrecht zur Profillängsrichtung erstreckt.
  15. Werkstück nach einem der Ansprüche 13 oder 14, wobei die Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) in einem im Wesentlichen ebenen Flächenabschnitt des Werkstückes ausgebildet ist.
  16. Werkstück nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei die Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) in einen gegenüber dem ebenen Flächenabschnitt umgeformten Bereich ausläuft.
  17. Werkstück nach einem der Ansprüche 13 bis 16, wobei die maximale Prägetiefe der Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) der Dicke des Werkstücks entspricht.
  18. Werkstück nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der Prägeradius der Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) höchstens der Dicke des Werkstücks entspricht.
  19. Werkstück nach einem der Ansprüche 13 bis 18, wobei die Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) entlang der Profilrichtung verläuft und mittels Rollformen erzeugbar ist.
  20. Einspannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks (10;) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 bis 19, mit zumindest einem Spannbacken, der eine Vertiefung oder Ausbuchtung aufweist, welche mit einer im Werkstück vorgesehenen Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) korrespondiert und im Einspannzustand zur Fixierung des Werkstücks (10) unter Bildung eines Formschlusses ausgebildet ist.
  21. Einspannvorrichtung nach Anspruch 20, wobei zwei gegenüberliegende und aufeinander zu verfahrbare Klemmbacken mit einander korrespondierenden Ausbuchtungen und Vertiefungen ausgebildet sind, in welchen die zumindest eine Prägung (12, 14; 120, 122; 124, 126; 132, 134; 142) des Werkstückes (10) im Einspannzustand zu liegen kommt.
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