DE102007047018B4 - Vorrichtung zum Bewegen und Transportieren - Google Patents
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- B65G7/00—Devices for assisting manual moving or tilting heavy loads
- B65G7/02—Devices adapted to be interposed between loads and the ground or floor, e.g. crowbars with means for assisting conveyance of loads
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Abstract
Vorrichtung
zum Bewegen und Transportieren von schweren Geräten oder Anlagen bestehend aus
wenigstens zwei Transportplatten (11, 12), welche Rollen- oder Raupenfahrwerke
(13–20)
aufweisen, wobei jede Transportplatte (11, 12) zwei Ausleger (21–24) aufweist und
die beiden Ausleger (21–24)
jeder Transportplatte (11, 12) vorzugsweise spiegelbildlich angeordnet
sind und wobei die Ausleger (21–24)
der Transportplatten (11, 12) durch zwei Führungstangen (25, 26) miteinander
verbunden sind, welche zueinander parallel verlaufen, wobei die Führungsstangen
(25, 26) an den Auslegern (21–24)
derart drehbeweglich gelagert sind, dass eine Richtungsänderung
der Transportplatten (11, 12) möglich
ist und an wenigstens einer Führungsstange
(25) ein Hydraulikzylinder (39) vorgesehen ist, dessen Kolbenstange
(43) mit einem Ausleger (21) gekoppelt ist, wobei mit dem Hydraulikzylinder
(39) eine Änderung
der Bewegungs- und Transportrichtung erzielbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bewegen und Transportieren von schweren Geräten oder Anlagen.
- Stand der Technik
- Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus dem
DE 203 06 084 A1 bekannt. Diese Veröffentlichung beschreibt ein hydraulisch angetriebenes Schwerlasttransportsystem mit einer einzigen Hydraulikeinheit. Das System ist modular aufgebaut und besitzt zwei Antriebseinheiten die mit einem Lenkmodul miteinander verbunden sind. Die Antriebseinheiten sind über eine Traverse verstellbar angeordnet. - Es ist ferner aus der
DE 44 364 39 A1 eine Rolleinrichtung mit einer Tragplatte und an der Tragplatte nach Art eines Dreiecks angeordnete Rollen bekannt. Diese Tragplatte weist einen Drehteller für die Lastaufnahme auf. An der Unterseite der Tragplatte sind mindestens drei Laufrollensysteme angeordnet. Eine Führung der zu transportierenden Lasten ist manuell möglich. - Aus der
DE 20 209 557 U1 ist eine Schwerlasttransportvorrichtung bekannt, bei der ein Tragrahmen mit Laufrollen vorgesehen ist und zusätzlich einem Luftkissen zum Anheben des Tragrahmens, bis die Laufrollen von der Bodendecke abheben. Damit kann der Tragrahmen unabhängig von den Laufrollen geschwenkt werden. Es ist allerdings ein aufwendiges Luftkissen mit der entsprechenden Energieversorgung erforderlich. - Die
DE 21 534 92 C1 beschreibt eine Transportvorrichtung bei der mehrere Hydraulikzylinder vorgesehen sind, die zum Verschwenken einzelner oder mehrerer Raupenfahrwerke dienen. Gleichzeitig heben die Raupenfahrwerke für das Verschwenken vom Boden ab, so dass eine unbelastete Schwenkbarkeit gewährleistet wird. Es sind in diesem Stand der Technik mehrere Zylinder erforderlich. Der Aufwand zum Umsetzen und zum Lenken ist erheblich. - Die
EP 0616933 B1 betrifft eine Transporteinheit einer Flurtransportanlage mit einem Schienensystem und einer Deichseleinheit mit der die leichte Lenkbarkeit der Transporteinheit ermöglicht wird. Über eine Fernsteuerung wird die Transporteinheit gefahren. Über einen Gleitstein werden Lenkbewegungen eingeleitet. - Es sind ferner noch aus der
und derGB 2 116 932 A US 643 721 A Vorrichtungen zum Bewegen und Transportieren von schweren Geräten ocer Anlagen bekannt, die aus wenigstens zwei Transportplatten bestehen. Diese weisen jedoch keine -bezüglich des variablen Transportes- hohe Flexibilität auf. - Aufgabe und Lösung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bewegen und Transportieren von schweren Anlagen zu schaffen, die einfach aufgebaut ist und in der Lage ist, mit möglichst wenigen Systemkomponenten einen variablen Transport zu ermöglichen.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
- Der wesentliche Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Transportplatten selbst Rollen- oder Raupenfahrwerke aufweisen und jeweils 2 Ausleger besitzen, die gegenüberliegen, bzw. spiegelbildlich angeordnet sind. Jeder Ausleger einer Transportplatte ist mit dem identischen Ausleger der weiteren Transportplatte über eine Führungsstange miteinander verbunden. Damit sind zwei parallel verlaufende Führungsstangen vorgesehen. Die Führungsstangen sind an den Auslegern drehbeweglich gelagert. Damit lässt sich eine Richtungsänderung der Transportplatten durch eine parallelogrammartige Verschiebung der Führungsstange erzielen. Die Verschiebung erfolgt über einen Hydraulikzylinder, der an eine der Führungsstange angeordnet ist und dessen Hydraulikkolben mit einem Ausleger gekoppelt ist. Über den Hydraulikzylinder lässt sich die Transportrichtung einstellen.
- Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist jede Transportplatte einen Drehteller auf. Auf dem Drehteller liegt das schwere Gerät oder die zu transportierende Anlage, sodass unabhängig von der Richtung der Transportplatte die Anlage ihre Lage beibehält.
- Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Führungsstangen an den Auslegern längs verschiebbar angeordnet. Damit lassen sich unterschiedlich große Geräte oder Anlagen auf den Auslegern positionieren, ohne dass die Gefahr eines Abkippens besteht.
- Weiterbildungsgemäß erfolgt die Ansteuerung des Hydraulikzylinders mit einer Steuereinheit, die manuell bedienbar ist, selbstverständlich kann der Hydraulikzylinder auch über manuell zu schaltende Ventile gesteuert werden.
- Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die Ansteuereinheit an einer Transportplatte anzuordnen. Diese Ansteuereinheit kann auch über eine Fernbedienung bedienbar sein.
- Zweckmäßigerweise besteht die Ansteuereinheit aus einer Ölpumpe, sowie aus einem Elektromotor, der die Ölpumpe antreibt. Der Elektromotor wird über eine Batterie oder über ein Festnetz versorgt.
- Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, die Rollen- oder Raupenfahrwerke mit einem hydraulischen Höhenausgleich zu versehen. Hierzu können mehrere oder sämtliche Rollen- oder Raupenfahrwerke mit einem Hydraulikzylinder versehen sein, um über ein Scherengelenk den Abstand der Rolle von der Transportplatte einzustellen oder zu regeln.
- Es besteht auch weiterbildungsgemäß die Möglichkeit, den hydraulischen Höhenausgleich über beide Transportplatten vorzunehmen. Dies bedeutet letztendlich eine Stabilisierung der zu transportierenden Geräten oder Anlagen falls der Boden auf dem diese Teile transportiert werden müssen uneben ist und ein Ausgleich sinnvoll erscheint.
- Diese und weitere Merkmale gehen nicht nur aus den Ansprüchen, sondern auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor.
- Figurenbeschreibung
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Es zeigt:
-
1 die Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Transportieren von Geräten oder Anlagen. -
2 die Detailansicht der Anordnung des Hydraulikzylinders an der Vorrichtung von1 -
3 eine weitere Draufsicht auf die Vorrichtung in einer Schwenkstellung. - Die Schwerlasttransportvorrichtung
10 gemäß1 weist 2 Transportplatten11 ,12 auf. Diese besitzen jeweils 4 Laufrollen13 ,14 ,15 ,16 ,17 ,18 ,19 ,20 die über eine Achse in jeweils einer Aussparung der Transportplatte drübergelagert sind. Jede Transportplatte besitzt 2 Ausleger21 ,22 ,23 ,24 . Sie sind an der Transportplatte angeschweißt. Sofern die Transportplatte selbst kastenförmig ausgestaltet ist, besteht auch die Möglichkeit, 2 übereinander angeordnete Ausleger an dieser Vorrichtung zu befestigen derart dass diese Ausleger einen Abstand von beispielsweise 60–100 mm aufweisen. Zwischen diesen beiden Auslegern wird eine Führungsstange befestigt. - In
1 ist eine Führungsstange25 und eine Führungsstange26 vorgesehen. Diese verlaufen parallel und sind jeweils in einer Schiebehülse27 ,28 ,29 ,30 verschiebbar an dem jeweiligen Ausleger fixiert. Die Schiebehülsen selbst sind über Drehgelenke31 ,32 ,33 ,34 in der horizontalen Ebene schwenkbar. Es besteht auch die Möglichkeit, lediglich eine Transportplatte mit Schiebehülsen zu versehen und die weitere Transportplatte direkt über ein Drehgelenk mit der Führungsstange zu verbinden. Wesentlich ist die Verschiebbarkeit der Transportplatten zueinander, so dass unterschiedlich lange oder breite Geräte oder Anlagen transportiert werden können. Auf den Transportplatten befindet sich jeweils ein Drehteller35 ,36 . Über eine an der Führungsstange26 angeordnete Koppelstange37 lässt sich das gesamte System wie durch Pfeil38 angedeutet, ziehen. Zwischen der Führungsstange25 und dem Ausleger21 ist ein Hydraulikzylinder39 angeordnet. Dieser wird gemäß2 näher erläutert. -
2 zeigt eine perspektivische Ansicht dieses Details. Der Hydraulikzylinder39 ist über einen verschiebbar an der Führungsstange25 angeordneten Befestigungssattel40 fixiert. Der Befestigungssattel besitzt eine Befestigungsachse41 zur Aufnahme des Befestigungsauges42 des Hydraulikzylinders39 . Die Kolbenstange43 des Hydraulikzylinders ist mit ihrem Befestigungsauge an einer durchgesteckten Achse44 am Ausleger21 befestigt. Der Zylinder weist 2 Anschlüsse45 ,46 zum Zu- und Abführen des Hydrauliköls auf. Mit diesem Hydraulikzylinder ist eine parallelogrammartige Verschiebung der Führungsstangen25 ,26 zueinander möglich. -
3 zeigt eine weitere Draufsicht auf die Vorrichtung in einer Schwenkstellung. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Der Hydraulikzylinder ist in dieser Position vollständig eingefahren, d. h. die Kolbenstange43 befindet sich vollständig innerhalb des Zylinders. Damit bewegt sich das gesamte System bei einer Ankopplung über die Koppelstange37 nach links. Sofern der Hydraulikzylinder derart betätigt wird, dass die Kolbenstange vollständig ausfährt, bewegt sich das System nach rechts. Die Steuerung des Hydraulikzylinders über die Anschlüsse45 ,46 erfolgt mit einem Steuergerät47 . Solche Steuergeräte sind allgemein bekannt und bestehen aus einer Hydraulikpumpe, die beispielsweise elektromotorisch angetrieben wird. Hydraulikpumpe und Elektromotor können an der Transportplatte11 befestigt sein, so dass lediglich die elektrischen Anschlussleitungen vom System wegführen. Es besteht auch die Möglichkeit, an der Transportplatte selbst eine Batterie zur Stromversorgung anzuordnen und die gesamte Steuerung über eine handelsübliche Fernbedienung vorzunehmen.
Claims (8)
- Vorrichtung zum Bewegen und Transportieren von schweren Geräten oder Anlagen bestehend aus wenigstens zwei Transportplatten (
11 ,12 ), welche Rollen- oder Raupenfahrwerke (13 –20 ) aufweisen, wobei jede Transportplatte (11 ,12 ) zwei Ausleger (21 –24 ) aufweist und die beiden Ausleger (21 –24 ) jeder Transportplatte (11 ,12 ) vorzugsweise spiegelbildlich angeordnet sind und wobei die Ausleger (21 –24 ) der Transportplatten (11 ,12 ) durch zwei Führungstangen (25 ,26 ) miteinander verbunden sind, welche zueinander parallel verlaufen, wobei die Führungsstangen (25 ,26 ) an den Auslegern (21 –24 ) derart drehbeweglich gelagert sind, dass eine Richtungsänderung der Transportplatten (11 ,12 ) möglich ist und an wenigstens einer Führungsstange (25 ) ein Hydraulikzylinder (39 ) vorgesehen ist, dessen Kolbenstange (43 ) mit einem Ausleger (21 ) gekoppelt ist, wobei mit dem Hydraulikzylinder (39 ) eine Änderung der Bewegungs- und Transportrichtung erzielbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Transportplatte (
11 ,12 ) einen Drehteller (35 ,36 ) zur Aufnahme der Geräte oder Anlagen aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstangen (
25 ,26 ) an den Auslegern (21 –24 ) längsverschiebbar angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (
47 ) vorgesehen ist zur Ansteuerung des Hydraulikzylinders (39 ). - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei an einer oder an beiden Führungsstangen (
25 ,26 ) angreifende Hydraulikzylinder (39 ) vorgesehen sind. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (
47 ) an einer der Transportplatten (11 ,12 ) angeordnet ist und über eine Fernbedienung betätigbar ist. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen- oder Raupenfahrwerke (
13 –20 ) einen hydraulischen Höhenausgleich aufweisen. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Höhenausgleich sich über beide Transportplatten (
11 ,12 ) erstreckt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200710047018 DE102007047018B4 (de) | 2007-10-01 | 2007-10-01 | Vorrichtung zum Bewegen und Transportieren |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102007047018A1 DE102007047018A1 (de) | 2009-04-02 |
| DE102007047018B4 true DE102007047018B4 (de) | 2009-05-20 |
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Family Applications (1)
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| DE200710047018 Expired - Fee Related DE102007047018B4 (de) | 2007-10-01 | 2007-10-01 | Vorrichtung zum Bewegen und Transportieren |
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| DE (1) | DE102007047018B4 (de) |
Citations (6)
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| GB1289571A (de) | 1969-06-18 | 1972-09-20 |
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2007
- 2007-10-01 DE DE200710047018 patent/DE102007047018B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
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