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Die
Erfindung betrifft eine Schaltung für eine aktive Diode, ein Verfahren
zum Betrieb einer aktiven Diode sowie – darauf basierend – ein integriertes
aktives Diodensystem, einen Gleichrichter und ein System zur Spannungswandlung
und/oder -regulierung.
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Bei
der Versorgung elektrischer und insbesondere elektronischer Geräte und Bauteile
mit elektrischer Energie finden Dioden seit langem Anwendung.
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In
den genannten Anwendungen kommt den Dioden die Aufgabe zu, den Energiefluss
zu den genannten Verbrauchern zu steuern. Diese Aufgabe erfüllen die
Dioden einerseits, indem sie einen Stromfluss in ihrer Flussrichtung,
also von ihrer Anode zu ihrer Kathode, möglichst ungehindert zulassen
und zwar mit einem möglichst
kleinen Leistungsverlust, d. h. Spannungsabfall über der Diode. Andererseits
umfasst die genannte Aufgabe der Dioden auch, den Stromfluss in
ihrer Sperrrichtung, also von ihrer Kathode zu ihrer Anode zu minimieren.
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Ein
Anwendungsfeld von Dioden ist damit auch die Gleichrichtung von
Strömen – z. B.
durch Synchrongleichrichtungsbauelemente – wie sie beispielsweise auf
der Sekundär-
oder Ausgangs-Seite von isolierten bzw. nicht-isolierten Übertragern
oder Spannungswandlern erforderlich ist. Beispiele für derartige
Spannungswandler sind Flyback-Wandler, Single-ended-forward-Wandler, Two-transistor-forward-Wandler,
Half-bridge-Wandler, Phase-shift zero-voltage-switched (ZVS) full-bridge-Wandler
etc.
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Ferner
kommen Dioden bei der AC/DC- und der DC/DC-Wandlung zum Einsatz,
wie zum Beispiel bei der typischen Wandlung von 400 V Gleichspannung
isoliert auf 12 V bis 48 V Gleichspannung. Kombinationen und Modifikationen
der oben genannten Wandler-Topologien werden im Bereich von Spannungsregler-Modulen
sowie im bereits erwähnten Bereich
der DC/DC-Wandlung, beispielsweise bei den typischen Spannungswandlungen
von 48 V isoliert auf ausgangseitig 12 V, 5 V oder 3 V eingesetzt. Es
existieren jedoch auch nichtisolierte Topologien mit nachfolgender
Gleichrichtung wie z. B. die Topologie des Phase-shift ZVS full-bridge-Wandlers.
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Es
sei angemerkt, dass die oben genannten Anwendungen lediglich beispielhaft
und keinesfalls einschränkend
für die
im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen
zu verstehen sind. Der Fachmann wird anhand der Beschreibung einsehen,
dass die Gegenstände
der Erfindung im Zusammenhang mit beliebigen Anwendungen zum Einsatz
kommen können,
in denen insbesondere störunempfindliche und/oder
schnelle aktive Diode erforderlich oder von Vorteil sind.
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Um
den oben genannten Anforderung, insbesondere an die geringen Durchlassverluste,
gerecht zu werden, sind oftmals Dioden mit Metall-Halbleiter-Übergang,
d. h. Schottky-Dioden eingesetzt worden, welche sich durch geringere
Flussspannungen auszeichnen.
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Allerdings
kommen bei vielen Spannungswandler- oder -konverter-Anwendungen
niedrige Ausgangsspannungen zum Einsatz. Damit sind, je niedriger
die Ausgangsspannung ist, umso höhere entsprechend
zugehörige
Ausgangsströme
für eine feste
zu übertragene
Leistung zu verarbeiten.
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Höhere Ausgangsströme wiederum
haben zur Folge, dass die Leitendverluste von Gleichrichterdioden
mit einem Spannungsabfall von typisch 500 mV bis 700 mV für Niedervolt-Schottky-Dioden stärker ins
Gewicht fallen und den Wirkungsgrad der Leistungsübertragung übermäßig beeinträchtigen.
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Entsprechend
erweisen sich die genannten Flussspannungen von Schottky-Dioden
im Bereich mehrerer hundert Millivolt für viele Anwendungen als immer
noch zu hoch. Ebenso sind die Leck-Sperrströme der Schottky-Dioden oft
inakzeptabel hoch und zwar insbesondere für hohe Sperrspannungen.
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Zur
weiteren Reduzierung der Dioden-Flussspannung werden daher bereits
seit längerem
anstelle passiver Dioden mit zwei Anschlüssen aktive Schaltbauteile
wie zum Beispiel Transistoren mit drei Anschlüssen als aktive Dioden eingesetzt.
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Beispielsweise
kann ein n-Kanal MOSFET Transistor als eine solche aktive Diode
mit dem Source-Anschluss als Anode und dem Drain-Anschluss als Kathode
verwendet werden. Durch das Einschalten des Kanals des MOSFET Transistors über den Gate-Anschluss kann die
Flussspannung des MOSFET Transistors als aktiver Diode auch bei
Betrieb im dritten Quadranten, d. h. bei negativer Drain-Source-Spannung
(uDS < 0)
und negativem Drain-Source-Strom (iDS < 0), bei dem die
Kanal- und die Body-Diode parallel zueinander liegen, auf beliebig niedrige
Werte gebracht werden. Limitierend bezüglich der Leitendverluste des
MOSFET Transistors als aktiver Diode dabei sind lediglich seine
Kapazitäten, Größe und Kosten.
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Der
Einsatz aktiver Dioden erfordert allerdings eine geeignete Ansteuerung
ihres Steueranschlusses.
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Bezogen
auf das Beispiel mit MOSFET Transistor als aktiver Diode sind Schaltungen
bekannt, die bei Vorliegen z. B. negativer Spannungen zwischen Drain
(Kathode) und Source (Anode), d. h. positiver Diodenspannungen zwischen
Anode und Kathode ein Einschalten des Gates-Anschluss des MOSFET Transistors
herbeiführen.
Derartige Schaltungen sind insbesondere für den Einsatz in aktiven Gleichrichtern
gedacht.
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Gemeinsames
Kennzeichen bekannter aktiver Dioden ist jedoch, dass sie entweder
durch externe Spannungssignale gesteuert werden müssen und/oder
einen erheblichen Schaltungsaufwand erfordern, um den Steueranschluss
der aktiven Diode geeignet anzusteuern.
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Schaltungen,
welche das Spannungssignal über
der aktiven Diode messen und auswerten, bedürfen einer sicheren Erkennung
des Nulldurchgangs bei zu erkennenden Nutz-Spannungspegeln von etwa –1 V, jedoch
Störspannungspegeln
von mehreren 10 V bis etwa 100 V. Eine auf der Auswertung der Spannung über der
aktiven Diode basierende Regelung für den Steueranschluss der aktiven
Diode ist daher störempfindlich
und entsprechend muss das auszuwertende Spannungssignal durch aufwendige
Filterung gesäubert
werden.
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Diese
Filterung bzw. der erhöhte
Schaltungsaufwand machen die Reaktion der aktiven Diode auf Änderungen
von äußeren Signalen,
insbesondere auf das Ein- und Ausschalten der Body-Diode ausgesprochen
langsam.
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Die
Druckschrift
US 6,891,425
B1 offenbart eine Schaltung zur Verhinderung von Rückwärtsströmen auf
der Basis eines MOSFETs. Dabei erfasst eine Steuerschaltung mittels
eines ohmschen Widerstands den Strom durch den MOSFET und schaltet diesen
aus, wenn der Strom unter einen vorbestimmten Schwellstrom fällt.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine neuartige Schaltung für eine aktive
Diode und ein neuartiges Verfahren zum Betrieb einer aktiven Diode
zur Verfügung
zu stellen.
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Sie
erreicht dieses und weitere Ziele durch die Gegenstände der
Ansprüche
1, 11, 12, 13 und 14.
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Eine
Schaltung für
eine aktive Diode, ein Verfahren zum Betrieb einer aktiven Diode
sowie – darauf
basierend – ein
integriertes aktives Diodensystem, ein Gleichrichter und ein System
zur Spannungswandlung und/oder -regulierung werden bereitgestellt,
wie sie im Wesentlichen im Zusammenhang mit wenigstens einer der
Figuren beschrieben und/oder gezeigt werden und wie sie umfassender
in den Ansprüchen
dargelegt sind.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Im
Folgenden werden Aspekte von Ausführungsbeispielen der Erfindung
anhand der beigefügten
Zeichnungen näher
erläutert.
In den Zeichnungen zeigt:
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1 eine
schematische Darstellung einer Schaltung für eine aktive Diode gemäß einem
Ausführungsbeispiel;
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2 eine
schematische Darstellung einer Schaltung und insbesondere des Aufbaus
der Treiberstufe für
eine aktive Diode gemäß einem
Ausführungsbeispiel;
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3a eine
schematische Darstellung einer zusätzlichen Mess-/Steuerschaltungsstufe
für eine aktive
Diode, insbesondere zur Auswertung von Leck-Sperrströmen (i1 > 0),
gemäß einem
Ausführungsbeispiel;
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3b eine
schematische Darstellung einer Mess-/Steuerschaltungsstufe für eine aktive
Diode mit einem Komparator zur Schwelleneinstellung gemäß einem
Ausführungsbeispiel;
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4 eine
schematische Querschnittsdarstellung des Lagenaufbaus eines Haupttransistors (ersten
Transistors) und eines Spiegeltransistors (zweiten Transistors)
in Form von planaren MOSFET Transistoren für eine aktive Diode gemäß einem
Ausführungsbeispiel;
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5 eine
schematische Querschnittsdarstellung des Lagenaufbaus Haupttransistors
(ersten Transistors) und eines Spiegeltransistors (zweiten Transistors)
in Form von Trench-MOSFET Transistoren für eine aktive Diode gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung einer Schaltung 100 für eine aktive
Diode gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
Dabei weist die Schaltung 100 für eine aktive Diode einen n-Kanal
MOSFET Transistor 1 als Haupttransistor auf (in 1 rechts dargestellt).
Mit diesem Transistor 1 ist ein von einem ersten, in 1 oberen
Anschluss k, zu einem zweiten, in 1 unteren
Anschluss A des Transistors 1 als positiv definierter Strom
i1 steuerbar, welcher dem negativen Strom
durch die aktive Diode entspricht.
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Als
aktive Diode in Form des Transistors 1 können unter
entsprechender Anpassung der Schaltung 100 allgemein Feldeffekttransistoren,
insbesondere planare MOSFET Transistoren, Trench-MOSFET Transistoren,
Field-plate Trench MOSFET Transistoren, Superjunction Transistoren,
p-Kanal MOSFET Transistoren und dergleichen MOSFET Transistor-Konzepte, sowie Bipolartransistoren
und Insulated Gate Bipolartransistoren (IGBTs) verwendet werden.
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Ferner
weist die Schaltung im linken Teil der 1 eine Mess-/Steuerschaltung 40 zur
Bestimmung des Stroms i1 durch den Transistor 1 auf.
Mittels dieser Mess-/Steuerschaltung 40 ist der genannte
Transistor 1 für
Ströme
i1 unterhalb und höchstens bis zu einem vorbestimmten,
nicht-positiven
Schwellwert (i1 < ith <= 0) ein- und andernfalls
abschaltbar.
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Damit
nutzt diese Ausführungsform
der Erfindung ein Stromsignal, im Beispiel ein vom Strom i1 = –iAk abgeleitetes Stromsignal anstelle eines
Spannungssignals wie z. B. uAk, und eine
einfache Beschaltung der aktiven Diode zur Auswertung.
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Dabei
können
bestimmte Ausführungsformen
so eingerichtet sein, dass der Kanal des MOSFET Transistors bereits
bei Überschreiten
eines einstellbaren, nicht-positiven Schwellwerts ith des
im Durchlassbetrieb negativen Stroms i1 mit
dem Abschaltvorgang der aktiven Diode beginnt. Hierdurch kann ein
Kurzschluss in der Schaltung 100 infolge eines zu späten Ausschaltens
der aktiven Diode praktisch vermieden werden.
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Der
Transistor 1 als aktive Diode mit drei Anschlüssen erlaubt – wie bereits
erwähnt – eine Reduzierung
der Leitendverluste gegenüber
passiven Dioden mit zwei Anschlüssen.
Typischerweise wird dabei eine Halbierung der Leitendverluste gegenüber einer
Lösung
mit passiver Diode angestrebt.
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Anstatt
Spannungssignale zum Beispiel zwischen dem ersten Anschluss k und
dem zweiten Anschluss A des Transistors 1 mit einem Nutzpegel
von 1 V und Störpegeln
von typisch 50 V bis 100 V zu erfassen, wertet die Schaltung 100
im Ausführungsbeispiel
nach 1 ein vom Strom i1 durch
den Transistor 1 vom ersten Anschluss k zum zweiten Anschluss A
abgeleitetes Stromsignal aus, um ein Signal zur Steuerung der aktiven
Diode zu generieren.
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Diese
Steuerung mittels der Schaltung 100 nach 1 lässt sich
durch wenigstens zwei, in aller Regel mit größerer Störsicherheit zu erfassende Zustände der
aktiven Diode und entsprechende Modi der Mess-/Steuerschaltung 40 charakterisieren.
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Ein
erster Zustand der aktiven Diode zeichnet sich durch einen negativen,
maximal den nicht-positiven Schwellwert i1 <= ith <= 0 erreichenden Strom
i1 durch den Transistor 1, d. h.
einen nicht-negativen Strom iAk => –ith durch
die aktive Diode aus, nämlich
vom zweiten Anschluss A des Transistors 1, welcher der
Anode der aktiven Diode entspricht, zum ersten Anschluss k des Transistors 1,
welcher der Kathode der aktiven Diode entspricht. Wird der erste Zustand
erfasst, ist die aktive Diode im Durchlasszustand und der MOSFET
Transistor 1 kann durch einen ersten Modus der Mess-/Steuerschaltung 40 eingeschaltet
werden.
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Dagegen
zeichnet sich ein zweiter Zustand der aktiven Diode durch einen – ggf. gerade
einsetzenden – positiven
Strom i1 > 0
durch den Transistor 1, d. h. einen negativen Strom iAk < 0
durch die aktive Diode aus. Wird der zweite Zustand erfasst, ist
die aktive Diode im Sperrzustand und der MOSFET Transistor 1 kann
durch einen zweiten Modus der Mess-/Steuerschaltung 40 ausgeschaltet
werden.
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Zur
Erfassung des Stroms i1 durch den Transistor 1 als
ersten Transistor kann die Schaltung wie im Ausführungsbeispiel in 1 beispielsweise
einen zweiten n-Kanal MOSFET Transistor 2 als Spiegeltransistor
zur Spiegelung des ersten Stroms i1 in einen
zweiten Strom K·i1 aufweisen. Dabei kann das Spiegelverhältnis K
grundsätzlich
nach Bedarf gewählt
werden. Bei in einem gemeinsamen Halbleiter integrierten erstem 1 und
zweitem Transistor 2 kann das Spiegelverhältnis beispielsweise
zu K = 1 und die Struktur des zweiten Transistors 2 gleich
der des ersten Transistors 1 gewählt werden, um fehlerhaften Erfassungen
des ersten Stroms i1 aufgrund von Prozessschwankungen
entgegenzuwirken.
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Es
sei angemerkt, dass sich zur Erfassung des Stroms i1 durch
den Transistor 1 anstelle des zweiten Transistors 2 auch andere
Bauelemente oder Schaltungen eignen, welche den ersten Transistor 1 und
dessen Schaltverhalten als aktive Diode möglichst wenig belasten bzw.
beeinträchtigen.
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Im
Ausführungsbeispiel
nach 1 ist die Mess-/Steuerschaltung 40 zur
Messung des zweiten Stroms K·i1 und Erzeugung eines zugehörigen Steuersignals
auf der Spannungssignalausgangsleitung 49 eingerichtet.
Dabei können
die Gate-Anschlüsse 13, 23 als
Steueranschlüsse
des wenigstens einen ersten 1 und zweiten Transistors 2 gemeinsam
durch das Steuersignal seitens der Mess-/Steuerschaltung 40 auf
der Spannungssignalausgangsleitung 49 derart ansteuerbar
sein, dass der erste Transistor 1 und der zweite Transistor 2 für erste
Ströme
i1 unterhalb und höchstens bis zu einem vorbestimmten, nicht-positiven
Schwellwert (i1 <= ith <= 0) ein- und andernfalls
abschaltbar ist.
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Es
sei angemerkt, dass anstelle eines einzelnen ersten Transistors 1 und
eines einzelnen zweiten Transistors 2 jeweils eine Vielzahl
parallel geschalteter erster und zweiter Transistoren verwendet
werden kann.
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In
bestimmten Ausführungsformen
wird ein dem ersten Strom i1 entsprechendes
Stromsignal in Form des zweiten Stroms K·i1,
welcher von dem gemeinsamen Drain-Anschluss 30 des ersten 1 und zweiten
Transistors 2 zum Source-Anschluss 21 des zweiten
Transistors 2 als positiv definiert ist, mittels der integriert
aufgeführten
Mess-/Steuerschaltung 40 gemessen und ausgewertet.
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Beispielsweise
kann ein chip-on-chip montierter Baustein als Mess-/Steuerschaltung 40 eingesetzt
werden. Alternativ kann die Mess-/Steuerschaltung 40 gemeinsam
mit dem ersten 1 und zweiten Transistor 2 integriert
sein.
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In
einer einfachen Ausführungsform
weist die Mess-/Steuerschaltung 40 einen Operationsverstärker 45 als
Strom-Spannungswandler
auf, welcher zusammen mit dem ersten 1 und zweiten Transistor 2 monolithisch
integriert sein kann. Dabei wird in dem Ausführungsbeispiel in der 1 der
zweite Strom K·i1 als Eingangsstrom iE in
die Ausgangsspannung uA auf der Ausgangsleitung 46 des
Operationsverstärkers 45 gewandelt.
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Der
Operationsverstärker 45 kann
so eingerichtet und beschaltet sein, dass im oben genannten ersten
Zustand der aktiven Diode (Durchlasszustand) bei negativem Strom
i1 durch den ersten Transistor 1,
d. h. i1 = iDS < 0 mit K > 0, und entsprechend negativem
Eingangsstrom iE in die Mess-/Steuerschaltung 40 iE = K·i1 < 0
infolge der entsprechend positiven Ausgangsspannung uA auf
der Ausgangsleitung 46 des invertierenden Strom-Spannungswandlers
in Form des Operationsverstärkers 45 mit
uA = –iE·R
= –K·i1·R > 0 diese positive Ausgangsspannung uA als Steuersignal auf die auf die Gate-Anschlüsse 13 und 23 des
ersten 1 bzw. des zweiten MOSFET Transistors 2 schaltet.
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Eine
solche positive Gate-Source-Spannung uGS > 0 führt bei
n-Kanal MOSFET Transistoren als erstem 1 und zweitem Transistor 2 zu
einem leitenden n-Kanal zwischen den in p-dotierten Wannen angeordneten
n+-dotierten Gebieten der Source-Anschlüsse 11 und 21 und
einem gemeinsamen, n+-dotierten Drain-Anschluss 30 des
ersten 1 und zweiten Transistors 2 (vgl 4).
Dieser leitende n-Kanal ermöglicht
einen Rückwärtsstrom
i1 = iDS < 0 durch den ersten
Transistor 1, d. h. einen Vorwärtsstrom durch die aktive Diode
iAk = –i1 > 0
praktisch ohne eine Diodenflussspannung nach sich zu ziehen.
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Es
sei angemerkt, dass der Drain-Anschluss des ersten 1 und
zweiten Transistors 2 nicht gemeinsam z. B. in Form einer
gemeinsamen Halbleiterschicht ausgeführt sein muss, sondern, sich
auch jede andere leitende Verbindung zwischen den Drain-Anschlüssen des
ersten 1 und zweiten Transistors 2 eignet.
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Ferner
sei darauf hingewiesen, dass sich die genannten Dotierungen auf
n-Kanal-artige MOSFET Transistorstrukturen für den ersten Transistor 1 beziehen.
Wie bereits erwähnt
lässt sich
die Grundidee der Erfindung jedoch grundsätzlich mit beliebigen Transistorstrukturen
und entsprechend beliebigen Lagenaufbauten und Dotierungsprofilen
umsetzen.
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Weiter
unter Bezugnahme auf 1 kann der Operationsverstärker 45 so
eingerichtet und beschaltet sein, dass im oben genannten zweiten
Zustand der aktiven Diode (Sperrzustand) bei verschwindendem Eingangsstrom
iE in die Mess-/Steuerschaltung 40 iE = K·i1 = 0, oder bereits, wenn dieser Eingangsstrom
iE einen nicht-positiven Schwellwert ith/K erreicht, also allgemein bevor sich
ein Vorwärtsstrom
i1 = iDS > 0 durch den ersten
Transistor 1 einstellt, die Ausgangsleitung 46 des
Operationsverstärkers 45 direkt
oder nachgeschaltete Inverterstufen 47a, 47b den
Gate-Anschluss 13 des ersten Transistors 1 auf
Masse schalten.
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Folglich
werden der erste 1 und der zweite Transistor 2 in
den Sperrbereich getrieben, wodurch einem Vorwärtsstrom i1 =
iDS > 0
durch den ersten Transistor 1, d. h. einem Rückwärts- oder
Sperrstrom durch die aktive Diode iAk = –i1 < 0
entgegengewirkt wird. Dies gilt prinzipiell unabhängig von
der Höhe
einer negativen Spannung uAk < 0 über der
aktiven Diode, d. h. einer positiven Spannung uDS > 0 über dem ersten Transistor 1.
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Bei
der in 1 gezeigten Schaltung 100 wird das Stromsignal
in Form des zweiten Stroms K·i1 des zweiten Transistors 2 als
Eingangsstrom iE der Mess-/Steuerschaltung 40 über die
Stromsignaleingangsleitung 41 zugeleitet. Dabei umfasst
die Mess-/Steuerschaltung 40 einen Operationsverstärker 45,
welcher durch einen auf eine externe Referenzspannung uR,
im Beispiel nach 1 Massepotential, referenzierten
Differenzverstärker
gebildet wird.
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Eine
optionale, dem Operationsverstärker 45 nachgeschaltete
Treiberstufe zur Ansteuerung des ersten 1 und zweiten Transistors 2 kann
wie in 2 gezeigt durch eine erste Inverterstufe 47a und
eine nachgeschaltete konventionelle treibende CMOS-Inverterstufe 47b gebildet
werden, welche ein Paar aus einem p-Kanal und einem n-Kanal MOSFET
Transistor umfasst.
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Bei
sogenannter resonanter Kommutierung der Stromrichtung durch die
aktive Diode, .d. h. im Falle niedriger Werte von diAk/dt,
oder z. B. beim Einsatz der aktiven Diode in Spannungswandler-Topologien
mit ausgeprägter
Totzeit, ändert
sich die Stromrichtung durch die aktive Diode langsam von negativem
Stromfluss auf positiven Stromfluss.
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In
Fehlerfällen
oder in primärseitig
hartschaltenden Spannungswandler-Topologien jedoch kann eine leitende,
in Flussrichtung gepolte aktive Diode aus dem oben genannten ersten
Zustand (Durchflusszustand) durch eine sehr rasche Spannungsänderung
in Sperrrichtung, d. h. in Richtung positiver Drain-Source Spannungen
uDS > 0
in einen dritten Zustand überführt werden.
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Um
zu verhindern, dass es in diesem dritten Zustand der aktiven Diode
zu einem Kurzschlussstrom mit hoher Verlustleistung in der aktiven
Diode kommt, ist in diesem Fall die aktive Diode besonders rasch
auszuschalten.
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Dies
kann ebenfalls über
den Gate-Anschluss 13 des ersten MOSFET Transistors 1 erfolgen,
indem dieser ebenfalls über
die Mess-/Steuerschaltung 40 auf Masse geschaltet wird,
wodurch der erste Transistor 1 in den Sperrbereich getrieben
wird.
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Hierdurch
kann ein positiver Strom i1 > 0 durch den ersten
Transistor 1, d. h. ein Sperrstrom durch die aktive Diode
iAk < 0
prinzipiell unabhängig von
der Höhe
der positiven Spannung uDS > 0 über dem ersten Transistor 1 im
Wesentlichen unterbunden werden.
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Daher
kann in bestimmten Ausführungsformen
die Mess-/Steuerschaltung 40 einen dritten Modus aufweisen,
in welchem der Gate-Anschluss 13 des ersten MOSFET Transistors 1 wie
in 3a dargestellt über einen besonders treiberfähigen p-Kanal MOSFET
Transistor 48 mit beispielsweise höherer Stromtragfähigkeit
oder besonders geringem Gate-Widerstand besonders schnell ausgeschaltet werden
kann.
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Zu
diesem Zweck kann die Schaltung 100 eine weitere beispielsweise
wie in 3a konfigurierte parallele Mess-/Steuerschaltungsstufe 40b für die Mess-/Steuerschaltung 40 aufweisen,
die in der Lage ist, im Falle eines positiven ersten Stroms i1 einen entsprechend positiven zweiten (Mess-)Strom K·i1 durch den zweiten Transistor 2 und
somit einen positiven Eingangsstrom iE in
die Mess-/Steuerschaltung 40 zu verstärken bzw. zuwandeln. Gemäß uA = –iE·R
= –K·i1·R < 0 bewirkt ein positiver
erster Strom i1 eine negative Ausgangsspannung
uA des Operationsverstärkers 45. Diese negative
Ausgangsspannung uA kann den p-Kanal MOSFET
Treiber Transistor 48 einschalten. Dieser wiederum schaltet
den Gate-Anschluss 13 des ersten Transistors 1 hart
auf Masse, wodurch der erste Transistor 1 in den Sperrbereich
getrieben und damit einem positiven ersten Strom i1 entgegengewirkt
wird.
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Hierzu
kann der Operationsverstärker 45 in Form
eines Differenzverstärkers
an seinem positiven Signaleingang „+" wiederum auf Massepotential referenziert
werden. Alternativ kann beispielsweise in der Schaltung zur Ansteuerung
der aktiven Diode eine negative Referenzspannung uR zur
Ansteuerung des positiven Signaleingangs „+" des Operationsverstärkers 45 erzeugt werden,
wobei die Schaltung zur Ansteuerung der aktiven Diode wie bereits
erwähnt auch
als separater Ansteuerungschip ausgeführt sein kann. Auch in diesem
Fall kann mit einem Differenzverstärker als Operationsverstärker 45 gearbeitet
werden, welcher positive und negative Eingangs-Spannungsdifferenzen
in einem durch die Betriebsspannungen uR1 und –uR2 im Bezug auf die nachgeschalteten Stufen
geeignet wählbaren
Ausgangspannungsbereich verstärken
kann.
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Damit
erlaubt das vorgestellte Schaltungskonzept mit relativ einfacher
Zusatzbeschaltung zum Beispiel in Form einer parallelen Mess-/Steuerschaltungsstufe 40b für die Mess-/ Steuerschaltung 40,
bei dem diese Zusatzbeschaltung, wenn ein hoher positiver erster
Strom i1 durch den ersten Transistor 1 erfasst
wird, ein „Not-Aus" des ersten MOSFET
Transistors 1 herbeiführen
kann.
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3b zeigt
in einem weiteren Ausführungsbeispiel
eine Mess-/Steuerschaltung 40 mit einem Komparator 47d zur
Schwelleneinstellung. Beispielsweise durch diesen Komparator 47d kann
die Mess-/Steuerschaltung 40 bereits wenn der Eingangsstrom
iE einen nicht-positiven Schwellwert ith/K erreicht, also die Ausgangsspannung
uA1 des ersten, als Strom/Spannungswandler
dienenden Operationsverstärkers 45 nicht-negativ
ist uA1,th = –iE,th·R = –ith·R
=> 0, den Gate-Anschluss 13 des
ersten Transistors 1 auf Masse schalten.
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Dabei
wird der positive Eingang des Komparators 47d durch die
Ausgangsspannung uA1 des ersten Operationsverstärkers 45 angesteuert.
Der Spannungsteiler aus R3 und R4 kann den negativen Eingang des Komparators 47d ansteuern
und damit in Form der Spannung uE2 die Schaltschwelle
des Komparators 47d auf die genannte, nicht-negative Ausgangsspannung
uA1,th des ersten Operationsverstärkers 45 festlegen,
zum Beispiel auf uE2 = uA1,th =
0,4 V.
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Dabei
kann der Komparator 47d so konfiguriert sein, dass er für uA1 => uE2 an seinem Ausgang die Ausgangsspannung
uA2 = uR2 erzeugt
und damit den ersten Transistor 1 einschaltet, wohingegen
er für
uA1 < uE2 die Ausgangsspannung uA2 = –uR2 (z. B. 0 V) erzeugt und damit den ersten
Transistor 1 ausschaltet.
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Eine
derartige Schwelleneinstellung kann auch in ähnlicher Weise durch Aufschaltung
einer geeigneten Referenzspannung uR an
den Referenzspannungsanschluss „R" des Operationsverstärkers 45 im Ausführungsbeispiel
nach 1 erfolgen.
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Die
gesamte Schaltung 100 kann beispielsweise als System-in-a-package mit drei
Anschlusspins „A", „k" und „R" wie in 1 angedeutet
ausgeführt
werden. Anode und Kathode der aktiven Diode entsprechen dabei Source-Anschluss 11 bzw. Drain-Anschluss 30 des
ersten MOSFET Transistors 1. Der weitere Anschlusspin „R" kann zur Zuführung einer
Gate-Referenzspannung
für die
Mess-/Steuerschaltung 40 vorgesehen sein.
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Damit
kann in bestimmten Ausführungsformen
der Erfindung ein integriertes aktives Diodensystem in Form einer
Schaltung 100 bereitgestellt werden. Diese Schaltung 100 weist
wenigstens jeweils einen – zum
Beispiel n-Kanal MOSFET Transistor als wenigstens einen ersten Transistor 1 und
wenigstens einen zweiten Transistor 2 auf. Dabei umfasst
das integrierte Diodensystem einen ersten externen Anschluss „k" (Kathodenanschluss),
der mit dem ersten Anschluss k des wenigstens einen ersten Transistors 1 verbunden
ist und einem Drain-Anschluss 30 des jeweiligen MOSFET
Transistors entspricht.
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Ferner
umfasst das integrierte Diodensystem einen zweiten externen Anschluss „A" (Anodenanschluss),
der mit dem zweiten Anschluss A des wenigstens einen ersten Transistors 1 verbunden
ist und einem Source-Anschluss 11 des jeweiligen MOSFET
Transistors entspricht. Schließlich
weist das integrierte Diodensystem einen dritten externen Anschluss „R" auf, der mit einem
Referenzspannungsschluss für
eine insbesondere als integrierter Operationsverstärker ausgeführte Mess-/Steuerschaltung 40 verbunden
ist.
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Weitere
Ausführungsformen
der Erfindung betreffen Halbleiterstrukturen zur Realisierung aktiver
Dioden basierend auf Strommessung.
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4 zeigt
hierzu beispielhaft eine schematische Querschnittsdarstellung des
Lagenaufbaus des ersten Transistors 1 und des zweiten Transistors 2 für eine aktive
Diode gemäß einem
Ausführungsbeispiel
in Form von gemeinsam integrierten planaren MOSFET Transistorstrukturen.
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Dabei
entspricht der erste Anschluss k des ersten Transistors 1 und
der erste Anschluss des zweiten Transistors 2 den verbundenen
Drain-Anschlüssen
D der in dem Halbleiter gebildeten n-Kanal MOSFET Transistorstrukturen
in Form der gemeinsamen, n+-dotierten Drain-Schicht 30.
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Die
gemeinsame Drain-Schicht 30 ermöglicht eine räumlich eng
benachbarte Integration des ersten 1 und des zweiten Transistors 2 als
Basis für ein
gutes Matching der Transistorparameter der genannten Transistoren,
um eine möglichst
genaue Spiegelung des ersten Stroms i1 zu
erlauben.
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Weiter
mit Bezug auf 4 entspricht der zweite Anschluss
A des ersten Transistors 1 dem Source-Anschluss 11 der
in 4 rechten n-Kanal MOSFET Transistorstrukturen.
Analog entspricht der zweite Anschluss des zweiten Transistors 2 dem Source-Anschluss 21 der
in 4 linken n-Kanal MOSFET Transistorstrukturen.
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Der
Source-Anschluss 11 des ersten Transistors 1 kontaktiert über schmale
waagrechte Stege einer ersten wellenartigen oberen Leiterbahn eine Reihe
gleichförmig
beabstandeter n+-dotierter
Source-Gebiete 11aa, 11ba, etc. der rechten MOSFET-Transistorstrukturen
des ersten Transistors 1. Die genannten n+-dotierten Source-Gebiete 11aa, 11ba sind
jeweils in p-dotierte
Wannen 11ab, 11bb, etc. eingebettet. Oberhalb
der n-dotierten Bereiche zwischen den p-dotierten Wannen 11ab, 11bb,
etc. erstreckt sich eine erste Reihe entsprechend ebenso gleichförmig beabstandeter
isolierter Leiterbahnen 13a, 13b, etc., welche
zusammengenommen den Gate-Anschluss G und damit den Steueranschluss 13 des
ersten Transistors 1 bilden.
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Analog
kontaktiert der Source-Anschluss 21 des zweiten Transistors 2 über weitere
schmale waagrechte Stege einer zweiten wellenartigen oberen Leiterbahn
eine Reihe gleichförmig
beabstandeter n+-dotierte Source-Gebiete 21aa, 21ba,
etc. der linken MOSFET-Transistorstrukturen des zweiten Transistors 2.
Auch die nun genannten n+-dotierten Source-Gebiete 21aa, 21ba sind
jeweils in p-dotierte Wannen 21ab, 21bb, etc.
eingebettet. Wie schon beim ersten Transistor 1 erstreckt
sich oberhalb der n-dotierten Bereiche zwischen den p-dotierte Wannen 21ab, 21bb,
etc. eine zweite Reihe gleichförmig beabstandeter
isolierter Leiterbahnen 23a, etc., welche zusammengenommen
den Gate-Anschluss G und damit den Steueranschluss 23 des
zweiten Transistors 2 bilden.
-
D.
h., dass der zweite Anschluss 11 des ersten Transistors 1 und
der zweite Anschluss 21 des zweiten Transistors 2 n+-dotierte
Gebiete 11aa, 11ba, etc. bzw. 21aa, 21ba,
etc. in p-dotierten Wannen 11ab, 11bb, etc. bzw. 21ab, 21bb,
etc. umfassen, und die Steueranschlüsse 13, 23 des
ersten 1 und des zweiten Transistors 2 planare
Gates 13a, 13b, 13c, etc. bzw. 23a,
etc. umfassen, in deren Bereichen die p-dotierten Wannen 11ab, 11bb,
etc. bzw. 21ab, 21bb, etc. voneinander getrennt
sind.
-
Folglich
lässt die 4 erkennen,
dass der erste 1 und der zweite Transistor 2 jeweils
eine Vielzahl von einzelnen Transistorzellen mit jeweils räumlich getrennten
Gates 13a, 13b, 13c, etc. bzw. 23a, etc.
und Source-Gebieten 11aa, 11ba, etc. bzw. 21aa, 21ba,
etc. umfasst.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
basierend auf gemeinsam integrierten planaren MOSFET Transistorstrukturen
können
sich der erste 1 und der zweite Transistor 2 sich
in ihrer Struktur und in ihrem Aufbau entsprechen.
-
Um
zu ermöglichen,
dass im oben genannten ersten Zustand der aktiven Diode, der auch
als deren Betriebsmodus bezeichnet wird, in dem ein negativer erster
Strom i1 durch den ersten Transistor 1 bei
negativer Drain-Source Spannung (uDS < 0) fließt, auch
aus den Transistorzellen des stromspiegelnden zweiten Transistors 2 ein
negativer zweiter Strom K·i1 gezogen wird, können die Transistorzellen des
zweiten Transistors 2 („Stromspiegelzellen") analog zu den Transistorzellen
des ersten Transistors 1 („Hauptzellen") ausgeführt werden.
-
Insbesondere
können
die Transistorzellen des zweiten Transistors 2 zum Beispiel
mehrere n+-dotierte Source-Gebiete 21aa, 21ba,
etc. umfassen, da der Strom über
die pn-Übergange
zwischen den p-Wannen 21ab, 21bb, etc. und dem
als n+-Schicht 30 ausgeführten gemeinsamen Drain-Anschluss
des ersten 1 und zweiten Transistors 2 bei eingeschaltetem Gate 23 infolge
eines zu niedrigen Spannungsabfalls über dem gesamten zweiten Transistor 2 zum
Erliegen kommen kann.
-
Die
Integration dieser den zweiten Transistor 2 bildenden Stromspiegelzellen
kann wie im in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
monolithisch mit den Hauptzellen des ersten Transistors 1 erfolgen
und ist damit in der Regel kostenneutral bis auf den von den Stromspiegelzellen
eingenommenen Platz auf dem gemeinsamen Halbleitersubstrat.
-
Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel zeigt 5 eine
weitere schematische Querschnittsdarstellung eines weiteren beispielhaften
Lagenaufbaus des ersten Transistors 1 und des zweiten Transistors 2 für eine aktive
Diode in Form von gemeinsam integrierten Trench-MOSFET Transistorenstrukturen.
Auch in 5 ist erkennbar, dass im Falle
des Einsatzes von Trench-MOSFET Transistoren der erste 1 und
der zweite Transistor 2 jeweils eine Vielzahl von einzelnen
Transistorzellen mit jeweils räumlich getrennten
Gates und Source-Gebieten umfassen kann.
-
Auch
in bestimmten Ausführungsformen
basierend auf gemeinsam integrierten Trench-MOSFET Transistorstrukturen
können
sich der erste 1 und der zweite Transistor 2 sich
in ihrer Struktur und in ihrem Aufbau entsprechen.
-
Wie
bereits angedeutet können
die oben genannten Schaltungen für
aktive Dioden oder das oben genannte Diodensystem Anwendung in beliebigen
der Eingangs genannten Gleichrichter finden. Derartige Gleichrichter
eignen sind dann durch ihren hohen Integrationsgrad, ihrer einfache
Austauschbarkeit, ihre hohe Schaltgeschwindigkeit und/oder hohe Störunempfindlichkeit
besonders gut für
Systeme zur Spannungswandlung und/oder -regulierung.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung ferner ein Verfahren zum Betrieb einer aktiven
Diode. In bestimmten Ausführungsformen
ist das genannten Verfahren insbesondere dazu geeignet, die Störunempfindlichkeit
und/oder die Schaltgeschwindigkeit einer aktiven Diode in Form wenigstens
eines Transistors zu erhöhen.
-
In
einer Ausführungsform
weist das Verfahren die folgende Schritte auf:
In einem Schritt
wird mittels wenigstens einer Mess-/Steuerschaltung ein Strom i1 bestimmt, welcher von einem ersten Anschluss
k zu einem zweiten Anschluss A des Transistors als positiv definiert
wird und welcher durch diesen Transistor steuerbar ist. In einem
weiteren Schritt wird der Transistor durch die Mess-/Steuerschaltung
derart angesteuert, dass der Transistor für Ströme i1 unterhalb
und höchstens
bis zu einem vorbestimmten, nicht-positiven Schwellwert (i1 <=
ith <=
0) ein- und andernfalls abgeschaltet wird.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
umfasst das Bestimmen des Stroms i1 die
Schritte:
In einem Schritt wird der Strom i1 als
erster Strom in einen zweiten Strom K·i1 mittels
wenigstens eines zweiten Transistors gespiegelt. In einem weiteren Schritt
wird der zweite Strom K·i1 mittels der Mess-/Steuerschaltung gemessen.
-
In
dieser weiteren Ausführungsform
umfasst das Ansteuern des ersten Transistors die Schritte:
In
einem Schritt wird ein zu dem zweiten Strom K·i1 gehörendes Steuersignal
mittels der Mess-/Steuerschaltung erzeugt. In einem weiteren Schritt
werden Steueranschlüsse
des ersten und des zweiten Transistors durch das Steuersignal derart
angesteuert, dass der erste Transistor für erste Ströme i1 unterhalb und
höchstens
bis zu einem vorbestimmten, nicht-positiven Schwellwert (i1 <=
ith <=
0) ein- und andernfalls abgeschaltet wird.
-
In
einer bestimmten Ausführungsform
des Verfahrens wird als erster Transistor ein n-Kanal MOSFET Transistor
gewählt,
für den
gilt i1 = iDS = –iAk und K > 0.
In dieser Ausführungsform
des Verfahrens umfasst das Erzeugen des Steuersignals die folgenden
Schritte:
Falls ein negativer oder höchstens verschwindender zweiter
Strom K·iDS <=
0 gemessen wird, wird ein Einschalt-Steuersignal uGS > uth für den ersten
Transistor erzeugt.
-
Wird
hingegen ein positiver zweiter Strom K·iDS > 0 ermittelt, wird
ein Ausschalt-Steuersignal uGS = 0 für den ersten
Transistor erzeugt.
-
In
einer weiteren bestimmten Ausführungsform
des Verfahrens wird als erster Transistor ebenso ein n-Kanal MOSFET
Transistor gewählt,
für den gilt
i1 = iDS = –iAk und K > 0.
In dieser Ausführungsform des
Verfahrens umfasst das Erzeugen des Steuersignals die folgenden
Schritte: Falls ein negativer oder höchstens einen nicht-positiven
Schwellwert erreichender zweiter Strom K·iDS <= ith <= 0 gemessen wird,
wird ein Einschalt-Steuersignal uGS > uth für den ersten
Transistor erzeugt.
-
Wird
hingegen ein den negativen Schwellwert übersteigender zweiter Strom
K·iDS > ith ermittelt, wird ein Ausschalt-Steuersignal uGS = 0 für
den ersten Transistor erzeugt.
-
1
- 1
- erster
Transistor (aktive Diode)
- 2
- zweiter
Transistor
- 11
- Source-Anschluss
des ersten Transistors (S)
- 13
- Gate-Anschluss
des ersten Transistors (G)
- 21
- Source-Anschluss
des zweiten Transistors (S)
- 23
- Gate-Anschluss
des zweiten Transistors (G)
- 30
- gemeinsamer
Drain-Anschluss des ersten und zweiten Transistors (D)
- 40
- Mess-/Steuerschaltung
- 41
- Stromsignaleingangsleitung
- 45
- Operationsverstärker
- 46
- Ausgangsleitung
des Operationsverstärkers
- 100
- Schaltung
für eine
aktive Diode („integriertes Diodensystem")
-
2
- 47a
- Inverterstufe
- 47b
- treibende
CMOS-Inverterstufe
- 49
- Ausgangsleitung
der Treiberstufe
-
3a
- 40b
- zustätzliche
Mess-/Steuerschaltungsstufe
- 48
- p-Kanal
MOSFET Treiber Transistor
-
3b
- 47d
- Komparator
zur Schwelleneinstellung
-
4
- 11
- Source-Anschluss
des ersten Transistors (planarer n-Kanal MOSFET Transistor)
- 11aa
- n+-Gebiet
des Source-Anschlusses einer ersten Transistorzelle des ersten Transistors
- 11ab
- p-Wanne
des Source-Anschlusses einer ersten Transistorzelle des ersten Transistors
- 11ba
- n+-Gebiet
des Source-Anschlusses einer zweiten Transistorzelle des ersten
Transistors
- 11bb
- p-Wanne
des Source-Anschluss einer zweiten Transistorzelle des ersten Transistors
- 13a
- Gate-Anschluss
einer ersten Transistorzelle des ersten Transistors
- 13b
- Gate-Anschluss
einer zweiten Transistorzelle des ersten Transistors
- 13c
- Gate-Anschluss
einer dritten Transistorzelle des ersten Transistors
- 21
- Source-Anschluss
des zweiten Transistors
- 21aa
- n+-Gebiet
des Source-Anschlusses einer ersten Transistorzelle des zweiten
Transistors
- 21ab
- p-Wanne
des Source-Anschlusses einer ersten Transistorzelle des zweiten
Transistors
- 23a
- Gate-Anschluss
des zweiten Transistors
- 30
- n+-Schicht
des gemeinsamen Drain-Anschlusses des ersten und zweiten Transistors
-
5
- 11
- Source-Anschluss
des ersten Transistors (n-Kanal Trench-MOSFET Transistor)
- 11ba
- n+-Gebiet
des Source-Anschlusses einer zweiten Transistorzelle des ersten
Transistors
- 11bb
- p-Wanne
des Source-Anschlusses einer zweiten Transistorzelle des ersten
Transistors
- 13b
- Gate-Anschluss
einer zweiten Transistorzelle des ersten Transistors
- 21
- Source-Anschluss
des zweiten Transistors
- 21ba
- n+-Gebiet
des Source-Anschlusses einer zweiten Transistorzelle des zweiten
Transistors
- 21bb
- p-Wanne
des Source-Anschlusses einer zweiten Transistorzelle des zweiten
Transistors
- 23b
- Gate-Anschluss
einer zweiten Transistorzelle des zweiten Transistors
- 30
- n+-Schicht
des gemeinsamen Drain-Anschlusses des ersten und zweiten Transistors