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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur räumlichen Darstellung
einer Szene, bei dem mehrere Ansichten Ak der
Szene, mit k = 1, ..., N und N > 1,
auf einem flächenförmigen Raster von Bildelementen
Bij mit Zeilen i und Spalten j nacheinander
dargestellt werden. Die Erfindung betrifft außerdem eine
Anordnung, die geeignet ist, das Verfahren durchzuführen.
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Im
Stand der Technik sind zahlreiche Verfahren zur räumlichen
Darstellung von Szenen, d. h. von stehenden oder bewegten Bildern,
sowie Anordnungen, die solche Verfahren umsetzen, bekannt. Digitalisierte
Bilder, in Pixeln aufgelöst, werden dabei jeweils auf entsprechenden
Bildschirmen, beispielsweise LCD- oder Plasmabildschirmen, die sich
pixelweise adressieren lassen, dargestellt. Von der darzustellenden
Szene werden Ansichten aus mehreren Winkeln aufgenommen oder rechnerisch
konstruiert, die dann auf dem Bildschirm dargestellt werden. Damit
eine räumliche Betrachtungsweise möglich ist, muß dafür
gesorgt werden, daß das linke Auge eine andere Ansicht
als das rechte Auge sieht bzw. eine andere Auswahl von Ansichten.
Dies geschieht zum einen dadurch, daß der Bildschirm kombiniert
wird mit einer Einrichtung, die Ausbreitungsrichtungen oder Ausbreitungskanäle
vorgibt, und zum anderen dadurch, daß von den Ansichten
jeweils nur ein Teil dargestellt wird; eine Ansicht wird also nicht
in voller Auflösung gezeigt.
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In
der Offenlegungsschrift
JP
08-331605 A beispielsweise ist eine Anordnung beschrieben,
die die Darstellung stereoskopischer Bilder mit Hilfe eines speziell
ausgestalteten und angesteuerten LCD-Bildschirms ermöglicht.
Die Farbfilter für die Farben rot (R), grün (G)
und blau (B) sind längs auf dem LCD-Bildschirm in Form
von Streifen angeordnet. Die Ansichten, in diesem Falle zwei oder
mehr Ansichten, werden auf die entsprechenden Subpixel R, G und
B aufgeteilt. Diese Aufteilung erfolgt so, daß in bezug
auf ein Subpixel, welches einen Teil einer Ansicht für
das linke Auge darstellt, die Subpixel in den benachbarten Reihen
und Spalten der LCD-Matrix einen Teil der Ansicht für das
rechte Auge darstellen. Werden genau zwei Ansichten verwendet, so wird
von jeder Ansicht nur die Hälfte gezeigt. Die entsprechende
Abbildung in das linke bzw. rechte Auge erfolgt mit einer vor dem
LCD-Display angeordneten strukturierten Barriere. Dies hat zur Folge,
daß auch die strikte Aufteilung in Ansichten für
das linke bzw. rechte Auge nicht mehr gültig ist, sofern
ein Betrachter sich nicht an einer genau definierten Position befindet.
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Eine
andere Anordnung ist in der
US 4,829,365 offenbart.
Der dort beschriebene Bildschirm umfaßt eine strukturierte
Beleuchtungseinheit, die beispielsweise mit senkrechten, Licht abstrahlenden
Linien versehen sein kann. Vor dieser Beleuchtungseinrichtung ist
ein Lichtventil bzw. eine optische Verschlußeinrichtung
angeordnet, mit dem die Transparenz einzelner Pixel, die auf der
Oberfläche des Lichtventils rasterförmig angeordnet
sind, gesteuert werden kann. Die Beleuchtung dieser Pixel erfolgt
durch die Beleuchtungseinheit von hinten. Vor der Verschlußeinrichtung
ist eine Maske zur Erhöhung des Parallaxen-Effekts bei
einem Betrachter angeordnet, welcher die räumliche Betrachtungsweise
ermöglicht. Auch hier werden die Ansichten für rechtes
und linkes Auge gleichzeitig dargestellt, d. h. auf die Pixel aufgeteilt,
so daß sie nicht in voller Auflösung darstellt
werden können.
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Eine ähnliche
Anordnung ist in der
US 5,036,385 dargestellt.
Auch diese Anordnung verfügt über eine strukturierte
Beleuchtung von innen sowie ein Lichtventil bzw. einen Shutter.
Die einzelnen Elemente der Hintergrundbeleuchtung, beispielsweise Linien
können unterschiedlich angesteuert werden und leuchten
zu unterschiedlichen Zeiten auf. Zwei Ansichten einer Szene werden
gleichzeitig auf dem Bildschirm dargestellt, jedoch zu unterschiedlichen Zeiten
beleuchtet. Die Anordnung ist dabei so ausgelegt, daß die
eine Ansicht nur vom linken und die andere Ansicht nur vom rechten
Auge wahrgenommen wird. Auch hier werden die Ansichten auf unterschiedliche
Linien aufgeteilt, obwohl sie nacheinander dargestellt werden und
somit nicht in voller Auflösung dargestellt.
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In
der
EP 1662808 A1 schließlich
ist eine weitere Anordnung zur Darstellung stereoskopischer Bilder
offenbart. Neben einem LCD-Bildschirm ist auch eine Barriere auf
einem LC-Panel basierend vorgesehen. Diese Barriere wirkt als Lichtventil
und ist ansteuerbar, so daß die Bildelemente der LC-Barriere
transparent oder opak geschaltet werden können. Bilder
für das linke und rechte Auge werden gleichzeitig dargestellt,
eine Szene kann also nicht in voller Auflösung dargestellt
werden. Darüber hinaus ist die Kanaltrennung nicht exakt,
wenn sich ein Betrachter nicht in genau definierten Positionen befindet.
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Bei
den bekannten Anordnungen und Verfahren zur dreidimensionalen Darstellung
ist es also nicht möglich, eine Szene räumlich
in voller Auflösung darzustellen. Bei einem Betrachter
macht sich dies negativ bemerkbar, die Bilder wirken zum Teil grober
strukturiert.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Anordnung zur
räumlichen Darstellung zu entwickeln, mit denen räumliche
Ansichten einer Szene ohne Qualitätsverlust gegenüber
einer zweidimensionalen Darstellung, d. h. in voller Auflösung
und bevorzugt auch bei einer Trennung der Kanäle für
linkes und rechtes Auge an beliebigen Betrachtungspositionen dargestellt
werden können. Die Anordnung sollte darüber hinaus
einfach und industriell mit wenig Aufwand herzustellen sein, so
daß sie in großen Stückzahlen kostengünstig
gefertigt werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren zur räumlichen Darstellung
einer Szene gelöst, bei dem mehrere Ansichten Ak der Szene, mit k = 1, ..., N und N > 1 auf einem flächenförmigen
Raster von Bildelementen Bij mit Zeilen
i und Spalten j nacheinander dargestellt werden. Bei diesem Verfahren
bestimmt die Gesamtzahl der Zeilen und Spalten eine Auflösung,
und das Raster weist eine Gesamtfläche und jedes Bildelement
Bij eine Bildelementfläche auf.
Die Summe aller Bildelementflächen ergibt im wesentlichen
die Gesamtfläche des Rasters. Jede der Ansicht Ak wird jeweils über einen Zeitraum
T, der kürzer als das zeitliche Auflösungsvermögen
des menschlichen Auges ist, dargestellt. Von den Bildelementen Bij wird von Abstrahlflächen Licht
abgestrahlt, d. h. emittiert oder transmittiert, und jeder Ansicht
Ak werden lichtdurchlässig und
lichtundurchlässig schaltbare Ausbreitungskanäle
für das abgestrahlte Licht zugeordnet und vorgegeben. Die
einer Ansicht Ak zugeordneten Ausbreitungskanäle
unterscheiden sich von den Ausbreitungskanälen für
die anderen Ansichten, so daß ein Betrachter im zeitlichen
Mittel mit einem Auge überwiegend oder ausschließlich
Teilinformationen einer ersten Auswahl und mit dem anderen Auge überwiegend
oder ausschließlich Teilinformationen einer zweiten Auswahl
aus den Ansichten Ak wahrnimmt, wodurch
ein räumlicher Seheindruck entsteht. Die Auswahl von Ansichten
kann jeweils eine, aber auch mehrere Ansichten umfassen. Als Abstrahlfläche
eines jeden Bildelements Bij wird nur eine Teilfläche
verwendet, deren Anteil in der Breite höchstens 1/N bezogen
auf die horizontale Ausdehnung der Bildelementfläche beträgt.
In jedem Zeitraum T werden außerdem diejenigen Ausbreitungskanäle
lichtundurchlässig geschaltet, die solchen Ansichten Ak zugeordnet sind, die in diesem Zeitraum nicht
dargestellt werden. Wie oben schon erwähnt, ist der Zeitraum
T kürzer als das zeitliche Auflösungsvermögen
des menschlichen Auges, also kürzer als 1/16s. Werden die
Ansichten über einen längeren Zeitraum gezeigt,
so führt dies für einen Betrachter zum Ruckeln
beim Wechseln der Ansichten. Der Zeitraum kann beispielsweise auch
1/24s oder 1/48s betragen, in Anlehnung an die für professionelle
Kinofilme und im HDTV-Fernsehen verwendeten Intervalle. Werden zwei
Ansichten dargestellt, so wird im letzteren Fall beispielsweise
die erste Ansicht 1/24s lang gezeigt und an schließend 1/24s
lang die andere Ansicht. Über diesen Zeitraum wird die
Ansicht in der Regel ohne Unterbrechung, d. h. kontinuierlich gezeigt.
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Das
von den Abstrahlflächen abgestrahlte Licht breitet sich
jeweils also nur entlang der derjenigen Ausbreitungskanäle
aus, die den in dem Zeitraum T dargestellten Ansichten zugeordnet
sind.
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Bevorzugt
werden die Ausbreitungskanäle mittels einer dem Raster
vor- oder nachgeordneten Verschlußeinrichtung mit ansteuerbaren
Verschlußelementen optisch lichtdurchlässig bzw.
lichtundurchlässig geschaltet. Mit dieser Verschlußeinrichtung lassen
sich auch die Richtungen der Ausbreitungskanäle vorgeben.
Die Ausgestaltung der Ausbreitungskanäle hängt
dabei zum einen von der Dimensionierung der Abstrahlflächen
der Bildelemente ab, zum anderen auch von der Fläche, die
die Verschlußelemente im lichtdurchlässigen Fall
freigeben, sowie vom Abstand der Verschlußeinrichtung von
dem Raster mit Bildelementen. Dabei werden die Abmessungen in der
Regel so aneinander angepaßt, daß sich die Ausbreitungskanäle
in Richtung auf einen Betrachter entsprechend einem aufgefächerten Strahl
verbreitern. Auf diese Weise kommt eine Überlappung verschiedener
Ausbreitungskanäle zustande, und so wird bewirkt, daß linkes
und rechtes Auge im zeitlichen Mittel verschiedene Mengen von Ansichten
wahrnehmen. Die Breite der Aufspaltung wird dabei zum einen durch
den Abstand der Verschlußeinrichtung und des Rasters aus
Bildelementen zueinander, zum anderen von der Lage und Größe
der lichtdurchlässigen Fläche eine Verschlußelements
in bezug auf die Abstrahlfläche des entsprechenden Bildelements,
bestimmt.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung geben daher die Verschlußelemente
im lichtdurchlässigen Schaltzustand für die betroffenen
Bildelemente Bij jeweils einen Bereich,
der in der Höhe der Abstrahlfläche und in der
Breite dieser bis auf einen Korrekturfaktor entspricht, frei. Die
Bestimmung dieses Korrekturfaktors erfolgt im wesentlichen gemäß des Strahlensatzes
angewendet auf Parallaxen-Barrieren, wie beispielsweise im Journal
of the SMPTE, Vol. 59, Seite 11–21, erschienen 1952, in
einem Artikel von Sam Kaplan beschrieben ist, und erfolgt so, daß sich
die Ausbreitungskanäle in Richtung des Betrachters verjüngen.
Selbstverständlich kann auch die Höhe der Bereiche
mit einem entsprechenden Korrekturfaktor belegt werden, dies ist
dann sinnvoll, wenn die Abstrahlflächen nicht entsprechend
senkrechter Streifen angeordnet sind, sondern beispielsweise feldartig
versetzt im Sinne schräg verlaufender Streifen.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich,
zum einen eine nahezu vollständige Trennung der Kanäle
zu erzielen, zum anderen aber auch alle Ansichten der Szene in voller
Auflösung darzustellen. Die Darstellung in voller Auflösung
kann dabei auf zweierlei Weisen erreicht werden.
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Einerseits
kann jede der Ansichten jeweils über einen Zeitraum T in
voller Auflösung dargestellt werden. Auf diese Weise werden
nacheinander alle Ansichten gezeigt, mit jedem Ansichtswechsel findet auch
eine entsprechende Ansteuerung der Verschlußelemente statt,
die dann andere Ausbreitungskanäle freigeben.
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Es
lassen sich andererseits aber auch mehrere Ansichten gleichzeitig
darstellen. In einer anderen Ausgestaltung des Verfahrens werden
daher M der Ansichten Ak gleichzeitig dargestellt,
mit M < N, wobei
jede der M Ansichten Ak in einem Zeitraum
größer als T, bevorzugt zwischen M·T
und N·T im zeitlichen Mittel in voller Auflösung
dargestellt wird. Werden beispielsweise zwei Ansichten gleichzeitig
dargestellt, so kann eine Aufteilung alternierend auf die Bildelemente
Bij erfolgen, so daß die einem
Bildelement Bij welches eine Teilinformation
einer ersten Ansicht A1 darstellt, benachbarten
Bildelemente Bi≠1j≠1 jeweils
Teilinformationen der anderen Ansicht A2 zeigen.
Entsprechend werden die Ausbreitungskanäle geschaltet.
Nach einem Zeitraum T wird der Bezug umgekehrt, d. h. auf den Bildelementen,
auf denen im ersten Zeitraum Teilinformationen der Ansicht A1 dargestellt wurden, werden nun Teilinformationen
der Ansicht A2 dargestellt und umgekehrt.
Auf diese Weise wird in einem Zeitraum von 2T jede der beiden Ansichten
in voller Auslösung darstellt. Der Zeitraum T wird dabei
selbstverständlich so gewählt, daß das menschliche
Auge von diesem Wechsel nichts merkt.
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Die
Aufgabe wird auch gelöst durch eine Anordnung zur dreidimensionalen
Darstellung einer Szene, umfassend ein Bildwiedergabegerät
mit einem Raster von Bildelementen Bij mit
Zeilen i und Spalten j, auf dem nacheinander mehrere Ansichten Ak der Szene mit k = 1, ... ‚ N und
N > 1 jeweils über einen
Zeitraum T, der kürzer als das zeitliche Auflösungsvermögen
des menschlichen Auges ist, darstellbar sind, wobei das Raster eine
Gesamtfläche aufweist und jedes Bildelement Bij eine
Bildelementfläche, wobei die Summe aller Bildelementflächen
im wesentlichen die Gesamtfläche des Rasters ergibt und
wobei die Bildelemente Bij Abstrahlflächen
aufweisen, von denen Licht abgestrahlt, d. h. emittiert oder transmittiert
wird. Die Anordnung umfaßt außerdem eine Steuereinheit,
die jeder Ansicht Ak Ausbreitungskanäle
für das abgestrahlte Licht zuordnet, wobei die einer Ansicht
Ak zugeordneten Ausbreitungskanäle
sich von den Ausbreitungskanälen für die anderen
Ansichten unterscheiden, so daß ein Betrachter im zeitlichen
Mittel mit einem Auge überwiegend oder ausschließlich
Teilinformationen einer ersten Auswahl und mit dem andern Auge überwiegend oder
ausschließlich Teilinformationen einer zweiten Auswahl
aus den Ansichten Ak wahrnimmt, wodurch ein
räumlicher Seheindruck entsteht. Die Anordnung umfaßt
darüber hinaus eine ansteuerbare Ver schlußeinrichtung
zur Vorgabe der Ausbreitungskanäle, die die Ausbreitungskanäle
lichtdurchlässig oder lichtundurchlässig schaltet.
Dabei ist die Abstrahlfläche eines jeden Bildelements Bij nur eine Teilfläche des Bildelements
Bij, deren Anteil in der Breite höchstens 1/N
bezogen auf die horizontale Ausdehnung der Bildelementfläche
beträgt. Die Verschlußeinrichtung wird außerdem
durch die Steuereinheit derart angesteuert, daß in jedem
Zeitraum T diejenigen Ausbreitungskanäle lichtundurchlässig
geschaltet werden, die solchen Ansichten Ak zugeordnet
sind, die in diesem Zeitraum nicht dargestellt werden.
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Die
Abstrahlflächen der Bildelemente bzw. die Bildelemente
selbst können dabei transmissiv ausgestaltet sein, d. h.
daß sie von einer Seite beleuchtet werden und das Licht
durch die Flächen hindurchtritt; sie können aber
auch selbstleuchtend ausgestaltet sein. Durch die speziellen Abmessungen der
Abstrahlflächen in bezug auf die Breite und die entsprechende
Ansteuerung einer daran angepaßten Verschlußeinrichtung
ist es möglich, im zeitlichen Mittel mehrere Ansichten
einer Szene in voller Auflösung darzustellen, d. h. ohne
Auflösungsverlust für einen Betrachter.
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Das
Bildwiedergabegerät mit dem Raster aus Bildelementen Bij kann beispielsweise ein speziell gefertigtes
LC-Panel sein, bei dem die Bildelemente an ihrer Oberfläche
die Abmessungen der Abstrahlflächen haben und die Zwischenräume
zwischen den Bildelementen mit lichtundurchlässigen, opaken
Strukturen gefüllt sind. Um die Herstellungskosten zu verringern
lassen sich aber auch handelsübliche LC-Panels, wie sie
in Flachbildschirmen eingesetzt werden, verwenden. In dem Fall muß auf
andere Weise dafür gesorgt werden, daß Licht nur
von den Abstrahlflächen der Bildelemente Bij abgestrahlt wird,
die kleiner als die Bildelementflächen sind.
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Dies
läßt sich beispielsweise dadurch erreichen, daß auf
dem Raster aus Bildelementen Bij bzw. dem
Bildwiedergabegerät eine Maske aufgebracht ist, die die
Bildelementflächen in der Breite bezogen auf die horizontale
Ausdehnung jeweils mindestens zu einem Teil (N – 1)/N lichtundurchlässig
und im übrigen Teil lichtdurchlässig bedecken,
wobei der lichtdurchlässig bedeckte Teil jeweils einer
Abstrahlfläche entspricht. Die Abstrahlfläche
weist also eine Breite von 1/N in bezug auf die Breite des Gesamtbildelements
auf. Auf diesen Abstrahlflächen werden dann nacheinander
die N Ansichten dargestellt. Mit einer entsprechenden Verschlußeinrichtung,
die für jedes Bildelement ebenfalls N Einstellungen aufweist,
werden für jede Ansicht andere Ausbreitungskanäle
vorgegeben, die Kanaltrennung für rechtes und linkes Auge
ist in diesem Fall im wesentlichen vollständig. Anstelle
einer Maske können, wie oben schon erwähnt, auch
die Bildelemente entsprechend ausgestaltet sein: sie können
nämlich bezogen auf die Fläche eines Bildelements
in üblichen LC-Panels – so ausgestaltet sein,
daß insgesamt nur ein Anteil 1/N jedes des gesamten Rasters
zur Abstrahlung benutzt wird, wobei jedes der Bildelemente Bij einen etwa gleich großen Anteil
abstrahlt.
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Da
aufgrund der Bedeckung des Rasters aus Bildelementen mit einer Maske
weniger Licht abgestrahlt wird, verspiegelt man die Maske auf ihrer
dem Bildwiedergabegerät bzw. Raster aus Bildelemente Bij zugewandten Seite, so daß das
Licht, welches nicht von den Abstrahlflächen abgestrahlt
wird, sondern auf die Maskenverspiegelung trifft, zurückreflektiert
wird. Es kann dann wieder zur Beleuchtung verwendet werden. Die
Maske kann auch auf beiden Seiten verspiegelt sein, so daß beispielsweise
Licht, welches von der Verschlußeinrichtung zurückgeworfen
wird, durch die Maske hindurch wieder in das LC-Panel eintreten
kann.
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Während
in der eben beschriebenen Anordnung die Maske auf den Bildelementflächen,
d. h. auf der dem Betrachter zugewandten Seite, aufgebracht war,
ist es auch möglich, die Maske auf der Rückseite des
Rasters, d. h. auf die dem Betrachter abgewandte Seite des Bildwiedergabegeräts
aufzubringen. Die Maske ist dann so bemessen, daß die Bildelementflächen
nur im Bereich der Abstrahlflächen beleuchtet werden. In
diesem Fall ist die Maske aus den o. g. Gründen bevorzugt
auch auf ihrer einer Beleuchtungseinrichtung zugewandten Seite verspiegelt,
sie kann aber ebenfalls beidseitig verspiegelt sein.
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Die
Verschlußeinrichtung ist bevorzugt mit einzeln ansteuerbaren
Verschlußelementen, bevorzugt optoelektronischen Verschlußelemente
auf Flüssigkristallbasis ausgestattet. Die Verschlußelemente,
auch Shutter genannt, können einzeln zwischen den Zuständen
lichtdurchlässig (transparent) und lichttransparent (opak)
geschaltet werden. Die Verschlußeinrichtung oder Shuttereinrichtung
ist dem Raster aus Bildelementen vom Standpunkt eines Betrachters
aus gesehen, bevorzugt vorgeordnet. Äquivalent dazu mit
gleicher Wirkung kann sie aber auch dem Raster aus Bildelementen
nachgeordnet sein. Bei entsprechender Ausführung, beispielsweise
nach Art eines LC-Panels, kann sie direkt auf das Bildwiedergabegerät
oder die Maske aufgebracht werden.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung bestehen die optoelektronischen
Verschlußelemente und die Bildelemente Bij aus
Materialien, deren optische Brechzahlen um weniger als 10% voneinander
abweichen. Falls die Maske die lichtdurchlässigen Stellen
nicht einfach frei läßt, sondern dort auch aus
einem transparenten Material ist, so weist die Brechzahl dieses
Materials bevorzugt ebenfalls einen Wert auf, der um weniger als
10% von den Brechzahlen der Bildelemente bzw. Verschlußelemente
abweicht. Diese Bedingung ist insofern wichtig, als sich die Brechzahlen
auf die Lage der Ausbreitungskanäle und auf ihre Aufwei tung
auswirken. Dies muß bei der Konstruktion entsprechend berücksichtigt
werden. Im Idealfall sind daher die Brechzahlen der genannten Komponenten
gleich.
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Die
Bildelemente Bij sind auf dem Raster bevorzugt
periodisch angeordnet und polygonal ausgebildet. Auch andere Formen
sind selbstverständlich verwendbar, die Bildelemente müssen
auch nicht notwendig periodisch angeordnet sein, sofern dies bei
der Konstruktion und Ansteuerung der Verschlußeinrichtung
berücksichtigt wird. Bei einer regelmäßigen
polygonalen Auslegung der Bildelemente ist es jedoch möglich,
die Gesamtfläche des Rasters vollständig mit Bildelementen
zu belegen, so daß keine Fehlstellen entstehen. Beispielsweise
können die Bildelemente Bij rechteck-
oder wabenförmig ausgebildet sein. Im Falle einer rechteckförmigen
Ausbildung der Bildelemente Bij weisen die
Abstrahlflächen zu den Bildelemente Bij bzw.
den Bildelementflächen jeweils die gleichen Höhen
auf. Die Breiten von Abstrahlflächen und Bildelementen
Bij stehen jeweils im Verhältnis
von 1/N zueinander. Die Angaben „Höhe" und „Breite"
sind dabei in bezug auf einen Betrachter zu sehen, der in Normalenrichtung
des Bildschirms vor dem Bildwiedergabegerät mit der Verschlußeinrichtung
steht.
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In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die
Verschlußelemente als Streifen mit vertikaler Ausrichtung
ausgebildet, wobei die Breite eines Streifens unter Berücksichtigung
eines Korrekturfaktors im wesentlichen der Breite der Abstrahlflächen
entspricht und wobei die Anzahl der Streifen mindestens das N-fache
der Anzahl der Bildelemente Bij in einer
jeden Zeile i des Rasters beträgt. Auf diese Weise ist
sichergestellt, daß keine zwei Ansichten die gleichen Ausbreitungskanäle
verwenden, die Kanaltrennung ist also vollständig. Dies ist
auch dann der Fall, wenn zwei Ansichten wie oben beschrieben gleichzeitig
dargestellt werden, da die Ausbreitungskanäle entsprechend
umgeschaltet werden, je nachdem, ob die erste oder zweite Ansicht auf
dem Bildelement dargestellt wird. Der Korrekturfaktor läßt
sich wieder nach der schon erwähnten Theorie der Parallaxen-Barrieren
bestimmen, er hängt im wesentlichen vom Abstand des Rasters
aus Bildelementen und der Verschlußeinrichtung voneinander
ab, sowie von einem vorgegebenen Betrachtungsabstand und dem mittleren
Abstand der Augen des Betrachtes. Eine vertikale Ausrichtung der
Streifen ist für die dreidimensionale Darstellung wegen
ihres senkrechten Schnitts der Verbindungslinie der Augen eines
stehenden oder sitzenden Betrachters am vorteilhaftesten, die Verschlußelemente
können selbstverständlich aber auch nach Art schräg
verlaufender Streifen ausgebildet sein, oder auch eine Größe
aufweisen, die einem Bildelement entspricht. Gegenüber
der Streifenform weist dies jedoch den Nachteil auf, daß mehr
Verschlußelemente angesteuert werden müssen.
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In
einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung
weist die Verschlußeinrichtung und/oder das Bildwiedergabegerät
Mittel zur Verminderung von Störlichtreflexen, bevorzugt
mindestens eine interferenzoptische Entspiegelungsschicht auf.
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Das
Bildwiedergabegerät kann beispielsweise als LCD-Farbbildschirm,
als Plasmabildschirm, als Projektionsbildschirm oder als LED-Bildschirm
ausgestaltet sein. Auch die Ausgestaltung als OLED-Bildschirm (organische
lichtemittierende Dioden), SED-Bildschirm (surface conduction electron emitter
display), oder als VFD-Bildschirm (Vakuum-Fluoreszenz-Display) sind
mögliche Varianten.
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Die
Bildelemente Bij sind beispielsweise als Subpixel
R (rot), G (grün) oder B (blau) oder als Kombination von
solchen Subpixeln ausgestaltet. Insbesondere umfaßt eine
solche Kombination auch eine Kombination aus je einem dieser Subpixel,
also ein Pixel. Die Bildelemente Bij können
aber auch als Vollfarbpixel oder Kombinationen davon ausgestaltet sein,
wie beispielsweise bei Projektionsschirmen.
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Die
Erfindung soll im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. in den dazugehörigen
Zeichnungen, die auch erfindungswesentliche Merkmale enthalten,
zeigt
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1a den
grundsätzlichen Aufbau einer Anordnung zur räumlichen
Darstellung,
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1b eine
alternative Anordnung,
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2 ein
Raster von Bildelementen für die Darstellung von vier Ansichten,
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3a–3d in
einer Schnittansicht die Vorgabe von Ausbreitungskanälen
durch eine Verschlußeinrichtung im Falle von vier Ansichten,
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4 eine
andere Möglichkeit zur Anordnung der Abstrahlflächen
auf den Bildelementen,
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5a–d
die entsprechenden Stellungen der Verschlußelemente vom
Betrachter aus gesehen, sowie
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6 ein
Raster aus Bildelementen, auf dem mehrere Ansichten gleichzeitig
dargestellt sind.
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In
den 1a und 1b sind
zunächst zwei Varianten einer Anordnung zur dreidimensionalen
Darstellung einer Szene dargestellt. Die Anordnung umfaßt
eine Steuereinheit 1, die u. a. ein Bildwiedergabegerät 2 und
eine Verschlußeinrichtung 3 ansteuert. Das Bildwiedergabegerät 2 weist
ein Raster von Bildelementen Bij mit Zeilen
i und Spalten j auf, auf dem nacheinander mehrere Ansichten Ak der Szene, mit k = 1, ..., N und N > 1 jeweils über
einen Zeitraum T, der kürzer als das zeitliche Auflösungsvermögen
des menschlichen Auges ist, dargestellt werden können.
Das Raster weist eine Gesamtfläche und jedes Bildelement
Bij eine Bildelementfläche auf, wobei
die Summe aller Bildelementflächen im wesentlichen die
Gesamtfläche des Rasters ergibt. Die Bildelemente Bij weisen darüber hinaus Abstrahlflächen
auf, von denen Licht abgestrahlt wird. Die Bildelemente Bij können entweder transmissiv oder selbstleuchtend
ausgestaltet sein. In den dargestellten Beispielen handelt es sich
bei den Bildwiedergabegeräten 2 jedoch um LC-Panels,
die von einem Betrachter 4 aus gesehen von hinten mit einer
Beleuchtungseinrichtung 5 beleuchtet werden, die Bildelemente
Bij sind also transmissiv. Ein Bildwiedergabegerät 2,
das als LC-Panel ausgestaltet ist, weist typischerweise den folgenden,
sandwichartigen Aufbau auf, der in 1a und 1b auf
der rechten Seite vergrößert dargestellt ist.
Das Licht trifft zunächst auf einen unteren Polarisationsfilter 6,
der das Licht polarisiert. Auf dem unteren Polarisationsfilter 6 befindet sich
auf einem Substrat eine Dünnschichttransistor-Matrix 7,
die auf ihrer Oberseite mit einer Elektrodenschicht 8 versehen
ist. Als Material für die Elektroden wird üblicherweise
Indiumzinnoxid (ITO) verwendet, womit sich transparente Elektroden
herstellen lassen. Die Elektroden sind ebenfalls matrixförmig
angeordnet. Auf der Elektrodenschicht 8 befindet sich schließlich
eine Flüssigkristallschicht 9, je nach Ansteuerung
wird die Polarisationsrichtung des Lichts, welches im unteren Polarisationsfilter 6 linear polarisiert
wurde, gedreht oder nicht. Anschließend tritt das Licht
durch eine Farbfilterschicht 10, die ebenfalls matrixförmig
ausgebildet ist. Jedes Element dieser Matrix entspricht einem Subpixel.
Auf der Farbfilterschicht 10 ist schließlich ein
oberer Polarisationsfilter 11 aufgebracht. Auch der obere
Polarisationsfilter 11 polarisiert das Licht linear. Die
Polarisationsrichtungen von oberem Polarisationsfilter 11 und unterem
Polarisationsfilter 6 können dabei parallel oder
senkrecht zueinander ausgerichtet sein. Sind sie senkrecht zueinander
ausgerichtet, so kann nur das Licht, dessen Polarisationsrichtung
durch die Flüssigkristallschicht 9 gedreht wurde,
durch den oberen Polarisationsfilter 11 hindurchtreten.
Das Licht, dessen Polarisationsrichtung nicht geändert wurde,
kann den oberen Polarisationsfilter 11 nicht passieren.
Stehen die beiden Polarisationsfilter 6 und 11 mit
ihren Polarisationsrichtungen parallel zueinander, so ist die Situation
genau umgekehrt.
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Die
Anordnung ist so konzipiert, daß die Abstrahlfläche
eines jeden Bildelements nur eine Teilfläche des Bildelements
Bij ist, deren Anteil in der Breite höchstens
1/N bezogen auf die horizontale Ausdehnung der Bildelementfläche
beträgt. Selbstverständlich können die
Bildelemente auch so klein konzipiert sein, daß Abstrahlfläche
und Bildelementfläche identisch sind, die Teilfläche
also die ganze Fläche ist. In der Regel wird jedoch das
Bildwiedergabegerät wie eben beschrieben ein handelsübliches
sein, so daß gesonderte Maßnahmen ergriffen werden
müssen, um die Abstrahlflächen zu erhalten. In
den vorliegenden Beispielen wird dies erreicht, indem auf dem Bildwiedergabegerät 2 eine
Maske 12 aufgebracht ist. Die Maske kann entweder auf der – bezogen
auf die Blickrichtung des Betrachters 4 – Vorderseite
des Bildwiedergabegerätes 2, wie in 1a gezeigt,
oder auf der Rückseite des Bildwiedergabegerätes 2,
wie in 1b gezeigt, angebracht sein.
Ist die Maske 12 auf der Vorderseite des Bildwiedergabegerätes 2 aufgebracht,
so bedeckt sie die Bildelementflächen in der Breite bezogen
auf die horizontale Ausdehnung jeweils mindestens zu einem Teil
(N – 1)/N lichtundurchlässig und im übrigen
Teil lichtdurchlässig. Der lichtdurchlässig bedeckte
Teil entspricht dabei jeweils einer Abstrahlfläche. Die
Maske 12 kann außerdem auf ihrer dem Bildwiedergabegerät 2 abgewandten Seite
verspiegelt sein.
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Während
die Maske 12 bei der in 1a gezeigten
Anordnung auf der Vorderseite, d. h. der einem Betrachter 4 zugewandten
Seite, des Bildwiedergabegeräts 2 aufgebracht
ist, so zeigt 1b eine Ausgestaltung, bei der
die Maske 12 auf der Rückseite des Bildwiedergabegeräts 2 aufgebracht ist.
In diesem Fall ist sie so dimensioniert, daß die Bildelementflächen
nur im Bereich der Abstrahlflächen beleuchtet werden. Bei
der Maske 12 muß also berücksichtigt
werden, daß das Licht u. U. innerhalb des Bildwiedergabegeräts 2 gestreut
wird, auch wenn die Dicke sehr klein ist. In diesem Fall kann die
Maske 12 außerdem auf ihrer der Beleuchtungseinrichtung 5 zugewandten
Seite verspiegelt sein.
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Der
Maske 12 bzw. dem Bildwiedergabegerät 2 – vom
Betrachter 4 aus gesehen – vorgeordnet ist die
Verschlußeinrichtung 3. Die Verschlußeinrichtung 3 ist
in diesem Fall mit einzeln ansteuerbaren optoelektronischen Verschlußelementen
auf Basis von Flüssigkristallen ausgestattet. Der Aufbau
der Verschlußeinrichtung 3 ähnelt daher
dem des Bildwiedergabegeräts: Ein unterer Polarisationsfilter 6 wird
jedoch nicht benötigt, da das Licht das Bildwiedergabegerät 2 bereits
polarisiert verläßt. Die Verschlußeinrichtung
besteht daher ebenfalls aus einer Dünnschicht-Transistor-Matrix 7,
auf der eine Elektrodenschicht 8 mit Elektroden basierend
auf Indiumzinnoxid aufgebracht ist. Auf dieser wiederum befindet
sich eine Flüssigkeitskristallschicht 9 mit den einzelnen
Verschlußelementen, die angesteuert werden. Die Verschlußeinrichtung 3 schließt
ab mit einem oberen Polarisationsfilter 11, auf einen Farbfilter kann
verzichtet werden.
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Vorteilhaft
bestehen dabei die optoelektronischen Verschlußelemente
der Verschlußeinrichtung 3, die Maske 12 sowie
die Bildelemente Bij aus Materialien, deren
optische Brechzahlen um weniger als 10% voneinander abweichen. Dieser
Wert ist nur als Richtgröße zu verstehen, auch
bei größeren Abweichungen von beispielsweise 25%
und mehr, lassen sich die o. g. Elemente aneinander anpassen, konstruktiv
allerdings etwas aufwendiger. Auf diese Weise wird erreicht, daß die
Brechzahlübergänge zwischen Bildwiedergabegerät 2 zur
Verschlußeinrichtung 3 und ggf. zur Maske 12 minimal
sind. Auch bei der Materialwahl für die anderen Komponenten
wie Polarisationsfilter 6, 11, Dünnschichttransistor-Matrix 7 sowie Elektrodenschicht 8 können
durch eine entsprechende Materialauswahl die Brechzahlübergänge
minimiert werden. Wesentliche Bestandteile sind jedoch die Flüssigkristallschichten 9 sowie
die Maske 12. Insbesondere das Material der Maske 12 sollte daher
so gewählt werden, daß es im o. g. Sinne zum Bildwiedergabegerät 2 und
zur Verschlußeinrichtung 3 paßt.
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Während
im vorliegenden Beispiel als Bildwiedergabegerät 2 ein
LCD-Farbbildschirm beschrieben wird, sind auch andere Bildwiedergabegeräte möglich,
die als Plasmabildschirm, als Projektionsschirm, als LED-, OLED-,
SED- oder VFD-Bildschirm ausgestaltet sind. Die Bildelemente Bij sind im vorliegenden Fall auf dem Raster
periodisch angeordnet und polygonal ausgebildet, sie können
beispielsweise als Subpixel R (rot), G (grün) oder B (blau)
oder aber auch als Kombination davon ausgestaltet sein. Zur Verminderung
von Störlichtreflexen können die Verschlußeinrichtung 3 oder
das Bildwiedergabegerät 2 oder beide beispielsweise
eine interferenzoptische Entspiegelungsschicht aufweisen.
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Im
Folgenden soll die Funktionsweise der Anordnung näher erläutert
werden.
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In 2 ist
zunächst ein Ausschnitt des Bildwiedergabegeräts 2 von
vorn zu sehen. Gezeigt sind zwölf Zeilen i und fünf
Spalten j mit Bildelementen Bij. Das Bildwiedergabegerät 2 ist
ausgelegt zur Darstellung von vier Ansichten (N = 4) mit nahezu
vollständiger Kanaltrennung. Von jedem Bildelement Bij ist daher nur ein Viertel transparent,
dargestellt durch die weißen Streifen, die den Abstrahlflächen
entsprechen. Der übrige Teil ist opak, dargestellt durch
die schwarzen Bereiche. Dies wird durch das Aufbringen einer Maske 12 auf
das Bildwiedergabegerät 2 erreicht. Die Maske 12 ist
jedoch in dieser Darstellung nicht zu sehen. Auf den Bildelementen
werden nun nacheinander jeweils in einem Zeitraum T die vier Ansichten
der Szene dargestellt. Die Steuereinheit 1 ordnet dabei
jeder Ansicht A1 bis A4 Ausbreitungskanäle
für das abgestrahlte Licht zu. Die einer Ansicht Ak zugeordneten Ausbreitungskanäle
unterscheiden sich dabei von den Ausbreitungskanälen für
die anderen Ansichten, so daß ein Betrachter im zeitlichen Mittel
mit einem Auge überwiegend oder ausschließlich
Teilinformationen einer ersten Auswahl und mit dem anderen Auge überwiegend
oder ausschließlich Teilinformationen einer zweiten Auswahl
aus den Ansichten Ak wahrnimmt, wodurch
ein räumlicher Seheindruck entseht.
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Dies
wird erreicht, indem die Verschlußeinrichtung 3 durch
die Steuereinheit 1 derart angesteuert wird, daß in
jedem Zeitraum T diejenigen Ausbreitungskanäle lichtundurchlässig
geschaltet werden, die solchen Ansichten Ak zugeordnet
sind, die in diesem Zeitraum nicht dargestellt werden. Dies ist
in 3a–3d dargestellt.
Jede der 3a bis 3d zeigt
die Kombination aus Bildwiedergabegerät 2 und
Verschlußeinrichtung 3 in der Schnittansicht sowie
einen Betrachter 4, der auf die Verschlußeinrichtung 3 blickt.
In einem ersten Zeitraum T wird die Ansicht A1 dargestellt. Dies
ist in 3a gezeigt. Dabei wurde willkürlich
ein Schnitt durch das Bildwiedergabegerät 2 bzw.
die Verschlußeinrichtung 3 gelegt, so daß in
der Draufsicht in bezug auf eine einzige Zeile zu sehen ist, wo
Licht durch die Bildelemente Bij des Bildwiedergabegerätes 2 hindurchtritt
und welche optischen Verschlußelemente der Verschlußeinrichtung 3 lichtdurchlässig
geschaltet sind. Sind die Verschlußelemente mit Streifen
mit vertikaler Ausrichtung ausgebildet, so gilt die Darstellung
für alle Schnitte. Die Breite eines Streifens entspricht
unter Berücksichtigung eines Korrekturfaktors im wesentlichen
der Breite der Abstrahlflächen, die Anzahl der Streifen
beträgt mindestens das N-fache der Anzahl der Bildelemente
Bij in jeder Zeile i des Rasters. Im vorliegenden
Fall beträgt die Anzahl der Streifen bzw. der Verschlußelemente
also das Vierfache der Anzahl der Bildelemente Bij pro
Zeile. Mit dem Korrekturfaktor wird berücksichtigt, daß die
Verschlußeinrichtung und das Raster aus Bildelementen einen endlichen
Abstand voneinander aufweisen, was für die Ausbreitung
des Lichts bzw. die Aufweitung der Kanäle von Bedeutung
ist und Auswirkungen auf die Wahrnehmung durch einen Betrachter 4 hat.
Der Korrekturfaktor kann entweder auf die Abmessungen der Verschlußelemente
oder aber in umgekehrter Weise auf die Abmessungen der Abstrahlflächen
angewendet werden. In jedem Falle müssen – bei
Berücksichtigung des Korrekturfaktors – in diesem
Fall die Breiten der optischen Verschlußelemente bzw. der
Streifen im gezeigten Beispiel etwas kleiner als die Breite der
Abstrahlflächen sein, da sich die Ausbreitungskanäle
in Richtung eines Betrachters verjüngen sollen.
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In 3a ist
der Schaltzustand der Verschlußeinrichtung 3 gezeigt,
wenn auf dem Bildwiedergabegerät 2 Ansicht A1 dargestellt wird. In den 3b bis 3d ist
der entsprechende Zustand für die Verschlußeinrichtung 3 gezeigt,
wenn auf dem Bildwiedergabegerät 2 die Ansichten
A2, A3 bzw. A4 dargestellt werden. Für jede der
Ansichten unterscheiden sich also die vorgegebenen und zugeordneten
Ausbreitungskanäle. Da der Zeitraum T kürzer als
das zeitliche Auflösungsvermögen des menschlichen
Auges ist, kann ein Betrachter 4 auf diese Weise alle Ansichten
in voller Auflösung wahrnehmen. Dies wird durch die Maske 12 erreicht,
durch die nur ein kleiner Ausschnitt jedes Bildelements Bij zu sehen ist. Durch die Wirkung der Verschlußeinrichtung 3 wird
jeder dieser Abschnitte auch nur aus bestimmten Richtungen sichtbar
gemacht. Die Maske 12 kann photolithographisch hergestellt
sein, sie kann aber auch ein belichteter und entwickelter photographischer
Film sein.
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Eine
andere Möglichkeit für die Anordnung der Abstrahlflächen
auf den Bildelementen Bij des Bildwiedergabegerätes 2 ist
in 4 gezeigt. Hier sind die Abstrahl flächen
von Zeile zu Zeile versetzt angeordnet, so daß sich ein
näherungsweise schräges Streifenmuster ergibt.
Dies hat den Vorteil, daß das Auftreten von sogenannten
Moiré-Streifen ggf. verhindert werden kann und die Ansichts-
bzw. Bildkombination variiert werden kann. Entsprechend werden dann
auch die Verschlußelemente angesteuert, dies ist in den 5 bis 5b dargestellt.
Gezeigt wird jeweils die Verschlußeinrichtung 3 in
den unterschiedlichen Schaltzuständen für die
Ansichten A1 bis A4 entsprechend
der Beschreibung zu 3. Das Bildwiedergabegerät 2 zeigt
auch hier wieder jede Ansicht in voller Auflösung. Die
Schaltzustände der Verschlußeinrichtung 3 sind
jedoch für jede der Ansichten andere, wie in den 5a bis 5d gezeigt.
Auch hier ist die Kanaltrennung nahezu vollständig.
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Eine
andere Möglichkeit, bei der mehrere Ansichten gleichzeitig
dargestellt werden, ist in 6 angedeutet.
Hier weisen die Bildelemente wieder die Struktur vertikaler Streifen
auf. Jedoch werden in einem Takt T jetzt alle vier Ansichten gleichzeitig
dargestellt, wobei im Beispiel jede Zeile nur eine Ansicht zeigt.
Die erste Zeile zeigt in einem ersten Zeitraum T1 Ansicht
A1, die zweite Zeile zeigt Informationen aus
Ansicht A2, die dritte Zeile Informationen
aus der Ansicht A3, usw. In einem zweiten
Zeitraum T2 wird jede der Ansichten um eine
Zeile versetzt nach unten dargestellt, wie in 6 angedeutet.
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Auch
die Schaltzustände der Verschlußelemente variieren
entsprechend, hier läßt sich die schon im Zusammenhang
mit 5 beschriebene Verschlußeinrichtung 3 mit
den in den 5a bis 5d gezeigten
Schaltzuständen der Verschlußeinrichtung 3 verwenden.
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Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Ansichten beliebig in einander
zu verschachteln, wobei dann die Verschlußeinrichtung 3 entsprechend strukturiert
und geschaltet werden muß.
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Bei
der gleichzeitigen Darstellung von Ansichten werden diese zwar nicht
in voller Auflösung gezeigt, jedoch läßt
sich dies im zeitlichen Mittel erreichen, wenn die Zeiträume
T kurz genug sind, so daß beispielsweise innerhalb einer
Sechzehntelsekunde jede Ansicht einmal vollständig auf
dem Bildwiedergabegerät 2 dargestellt wird.
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Mit
der beschriebenen Anordnung ist auf vorteilhafte Weise eine räumliche
Darstellung einer Szene, die mehrere Ansichten umfaßt,
in voller Auflösung möglich, so daß ein
Betrachter 4 gegenüber einer zweidimensionalen
Darstellung keine Auflösungsverluste hinnehmen muß.
Dies wirkt sich insbesondere bei der Umschaltung zwischen zweidimensionaler
und dreidimensionaler Darstellung positiv aus.
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Außerdem
wird die gleichzeitige Darstellung von zweidimensionalen und von
dreidimensionalen Bildinhalten in gleicher Qualität möglich.
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- 1
- Steuereinheit
- 2
- Bildwiedergabegerät
- 3
- Verschlußeinrichtung
- 4
- Betrachter
- 5
- Beleuchtungseinrichtung
- 6
- unterer
Polarisationsfilter
- 7
- Dünnschichttransistor-Matrix
- 8
- Elektrodenschicht
- 9
- Flüssigkristallschicht
- 10
- Farbfilterschicht
- 11
- oberer
Polarisationsfilter
- 12
- Maske
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 08-331605
A [0003]
- - US 4829365 [0004]
- - US 5036385 [0005]
- - EP 1662808 A1 [0006]