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DE102007044177A1 - Druckventil - Google Patents

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Georg Schoppel
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/02Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
    • F16K17/04Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded
    • F16K17/10Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded with auxiliary valve for fluid operation of the main valve
    • F16K17/105Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded with auxiliary valve for fluid operation of the main valve using choking or throttling means to control the fluid operation of the main valve
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/20Control of fluid pressure characterised by the use of electric means
    • G05D16/2093Control of fluid pressure characterised by the use of electric means with combination of electric and non-electric auxiliary power
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Abstract

Offenbart ist ein vorgesteuertes Druckventil mit einer Hauptstufe und einer Vorsteuerstufe, wobei die Vorsteuerstufe zwei eine Druckteilerschaltung bildende Strömungsquerschnitte hat, über die ein die Hauptstufe beaufschlagender Vorsteuerdruck einstellbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein vorgesteuertes Druckventil nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
  • Ein derartiges Druckventil kann beispielsweise als Druckbegrenzungs- oder Druckreduzierventil ausgeführt sein. Der Grundaufbau derartiger vorgesteuerter Druckbegrenzungsventile ist beispielsweise aus dem Datenblatt RD 29160/04.05 der Bosch Rexroth AG oder dem Datenblatt D 7485/1 der Firma Heilmeier & Weinlein bekannt. Diese Druckbegrenzungsventile bestehen im Prinzip aus einem Hauptventil und einer Vorsteuerstufe, wobei ein Ventilkörper des Hauptventils über einen Vorsteuerdruck in eine Schließposition vorgespannt ist, der mittels der Vorsteuerstufe eingestellt wird. Diese Vorsteuerstufe kann beispielsweise als direkt gesteuertes Druckbegrenzungsventil ausgeführt sein, wobei der den Hauptventilkörper in Öffnungsrichtung beaufschlagende, zu begrenzende Druck bei der im Datenblatt RD 29160 beschriebenen Lösung auch am Eingang der Vorsteuerstufe anliegt. Aufgrund der hohen Druckdifferenz an der Vorsteuerventilanordnung neigt ein derartiges System zum Schwingen, so dass in der den zu begrenzenden Druck abgreifenden Pilotleitung oft Dämpfungsdüsen vorgesehen werden müssen.
  • Bei der im Datenblatt D 7485/1 beschriebenen Lösung wird der über die Pilotleitung abgegriffene Systemdruck mittels eines Druckreduzierventils auf einen niedrigeren, konstanten Druck gemindert, der dann am Eingang eines Druckregelventils anliegt, das als stetig verstellbares Wegeventil ausgeführt ist, wobei der Steuerraum hydraulisch mit einem Ausgangsanschluss des Druckregelventils verbunden ist, so dass ein den Hauptventilkörper in Schließrichtung beaufschlagender Vorsteuerdruck einstellbar ist. Bei der vorgenannten Lösung wirkt dieser Vorsteuerdruck über einen Übersetzerkolben auf den Hauptventilkörper.
  • Gemeinsamer Nachteil der vorbeschriebenen Lösungen ist, dass zur Vermeidung von Wechselwirkungen zwischen der Vorsteuerung und der Hauptstufe ein erheblicher Aufwand erforderlich ist und dass die Vorsteueranordnung aufgrund des komplexen Aufbaus mit proportional verstellbaren Vorstuerventilen zum einen teuer ist und zum anderen einen erheblichen Bauraum in Anspruch nimmt.
  • Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein einfach aufgebautes Druckventil zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Druckventil mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
  • Erfindungsgemäß hat das vorgesteuerte Druckventil eine Hauptstufe mit einem Ventilkörper, der mittelbar oder unmittelbar von einem in einem Steuerraum anliegenden Vorsteuerdruck beaufschlagt ist. Dieser wird über eine Vorsteueranordnung eingestellt, die ein in einem Druckmittelströmungspfad von einer einen Pilotdruck führenden Pilotleitung zum Steuerraum angeordnetes Vorsteuerventil hat. Dieses ist mit einem veränderlichen Düsen- oder Strömungsquerschnitt ausgeführt, der beispielsweise durch ein Schaltventil gebildet ist. Erfindungsgemäß ist diesem veränderlichen Strömungsquerschnitt ein weiterer Strömungsquerschnitt zugeordnet, der in einem Druckmittelströmungspfad zwischen dem Steuerraum und einem Tank angeordnet ist. Der veränderliche Strömungsquerschnitt kann über eine Steuereinheit derart eingestellt werden, dass sich in Abhängigkeit vom Pilotdruck im Steuerraum ein vorbestimmter Steuerdruck einstellt.
  • Demgemäß bilden die beiden Strömungsquerschnitte eine Stromteilerschaltung, über die bei Einstellung des veränderlichen Strömungsquerschnitts und bei bekanntem Druck in der Pilotleitung der Vorsteuerdruck im Steuerraum einstellbar ist. Eine derartige Lösung zeichnet sich durch einen sehr geringen vorrichtungstechnischen Aufwand aus und lässt sich in äußerst kompakter Form realisieren.
  • Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind beide Strömungsquerschnitte durch jeweils ein schnell schaltendes Schaltventil ausgeführt. Prinzipiell wäre es jedoch auch möglich, den tankseitigen Strömungsquerschnitt durch eine feste Düse auszubilden. Bevorzugte Schaltventile sind weitestgehend druckausgeglichen und werden daher kaum zu Schwingungen angeregt, so dass Dämpfungsmaßnahmen wie bei den eingangs beschriebenen bekannten Lösungen nicht vorgesehen werden müssen. Schaltventile reagieren zudem sehr schnell und sind wesentlich einfacher und kostengünstiger herstellbar als die beim Stand der Technik erforderlichen stetig verstellbaren Ventile. Ein weiterer Vorteil dieser Schaltventile besteht darin, dass sie trotz der kostengünstigen Herstellung mit einer relativ geringen Fertigungsstreuung hinsichtlich des Öffnungsquerschnitts ausführbar sind, so dass sich der Druck im Steuerraum sehr exakt einstellen lässt. Die Verwendung von schnell schaltenden Schaltventilen zur Vorsteuerung von Ventilen ist per se bereits aus der JP 09 042211 A bekannt. Bei dieser Lösung werden 2/2-Wegeventile bzw. Drosselventile über getaktete Schaltventile angesteuert. Die 2/2-Wegeventile werden als geregelte Stetigventile betrieben, wobei über einen Lagesensor die Position eines Hauptkolbens erfasst wird und die Schaltventile derart angesteuert werden, dass der Hauptkolben in eine vorbestimmte Position verstellt wird. Die Ansteuerung der Schaltventile erfolgt bei dieser bekannten Lösung somit innerhalb einer Positionsregelung. Die Verwendung zweier Schaltventile in einer Druckteilerschaltung zur Einstellung eines vorgegebenen Vorsteuerdrucks ist dieser Druckschrift nicht entnehmbar.
  • Die Ansteuerung der Schaltventile erfolgt vorzugsweise getaktet, wobei diese bei einem Ausführungsbeispiel wechselweise getaktet sind. Dabei kann der Vorsteuerdruck über das Tastverhältnis der Steuersignale für die Schaltventile eingestellt werden.
  • Zur Einstellung des am Eingang der Druckteilerschaltung anliegenden Drucks kann in der Pilotleitung ein Druckreduzierventil vorgesehen werden.
  • Bei einer vereinfachten Lösung wird der Druck in der Pilotleitung über einen Druckaufnehmer erfasst und bei der Ansteuerung der Schaltventile berücksichtigt.
  • Um die eingestellten Vorsteuerdrücke und damit auch die Schwingungsneigung weiter zu minimieren, kann der Vorsteuerdruck über einen Kraftübersetzerkolben auf den Hauptventilkörper wirken.
  • Dieser Hauptventilkörper ist bei einem Ausführungsbeispiel zusätzlich in Schließrichtung von der Kraft einer Feder beaufschlagt, die den minimal einstellbaren Druck vorgibt.
  • Die Feder kann beispielsweise am Kraftübersetzerkolben abgestützt werden.
  • Der den Eingangsdruck an der Vorsteuerstufe bildende Pilotdruck kann ein Systemdruck, der Vorsteuerdruck im Steuerraum oder bei einem Ventil mit Kraftübersetzerkolben, der diesen beaufschlagenden Steuerdruck sein.
  • Bei einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung erfolgt die Betätigung der Schaltventile mittels jeweils eines Piezoaktors.
  • Wie bereits erwähnt, kann das Druckventil als Druckbegrenzungs- oder als Druckreduzierventil ausgeführt sein.
  • Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein Schaubild eines erfindungsgemäßen vorgesteuerten Druckbegrenzungsventils;
  • 2 einen Variante des Druckbegrenzungsventils aus 1 mit Kraftübersetzerkolben;
  • 3 eine vereinfachte Variante des Druckbegrenzungsventils aus 1 und
  • 4 das Druckbegrenzungsventile aus 3 mit Kraftübersetzerkolben.
  • In 1 ist ein Schaltbild eines erfindungsgemäßen Druckventils dargestellt, das beispielhaft als Druckbegrenzungsventil 1 ausgeführt ist. An einen Eingangsanschluss A des Druckbegrenzungsventils 1 ist eine Druckleitung 2 angeschlossen, wobei über das Druckbegrenzungsventil 1 der Druck in der Druckleitung 2 auf einen vorbestimmten Systemdruck begrenzt werden kann. Dieser wird beispielsweise über eine an die Druckleitung 2 angeschlossene Pumpe 4 aufgebaut. Das Druckbegrenzungsventil 1 hat eine Hauptstufe 6 und eine Vorsteuerstufe 8, über die der auf die Hauptstufe 6 wirkende Vorsteuerdruck einstellbar ist.
  • Die Hauptstufe 6 hat einen über eine Feder 10 gegen einen Ventilsitz 12 vorgespannten Ventilkörper 14, über den bei Erreichen des Systemdrucks eine Druck mittelverbindung vom Anschluss A zu einem Ausgangsanschluss B aufsteuerbar ist, der über eine Tankleitung 16 an den Tank T angeschlossen ist. Die vom Ventilsitz 12 abgewandte Rückseite des Ventilkörpers 14 begrenzt einen Steuerraum 18, der auch einen Federraum für die Feder 10 bildet. Der Steuerraum 18 ist über ein Schaltventil 20 mit einer Pilotleitung 22 und über ein weiteres Schaltventil 24 mit der Tankleitung 16 verbunden.
  • Die Pilotleitung 22 ist mit dem Ausgang eines Druckreduzierventils 26 verbunden, dessen Eingangsanschluss über eine Steuerleitung 28 an die Druckleitung 2 angeschlossen ist und dessen Tankanschluss über eine Ablaufleitung 30 mit der Tankleitung 16 in Druckmittelverbindung steht. Über dieses Druckreduzierventil 26 kann der in der Druckleitung 2 anliegende Systemdruck auf einen Pilotdruck gemindert werden, der dann entsprechend in der Pilotleitung 22 anliegt. D. h. am Eingang des Schaltventils 20 liegt der über das Druckreduzierventil 26 eingestellte, konstante Pilotdruck 22 an. Die beiden Schaltventile 20, 24 bilden eine Druckteilerschaltung, über die bei entsprechender Betätigung der im Steuerraum 18 wirksame Vorsteuerdruck einstellbar ist.
  • Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Schaltventile 20, 24 jeweils als schnell schaltende Piezowegeventile ausgeführt, die über eine Steuereinheit 32 angesteuert werden. Gemäß der Darstellung in 1 erfolgt die Ansteuerung der Schaltventile 20, 24 gegenläufig, wobei durch Variieren des Tastverhältnisses, d. h. des Verhältnisses zwischen Öffnungs- und Schließzeiten der jeweiligen Ventile 20, 24 aufgrund der Druckteilerschaltung im Steuerraum 18 der gewünschte Vorsteuerdruck eingestellt wird, der zwischen dem Pilotdruck in der Pilotleitung 22 und dem Tankdruck im Tank T liegt. Voraussetzung für die Druckteilerschaltung ist ein bekannter oder definierter Druck in der Pilotleitung 22. Dieser Druck ist bei der vorliegenden Lösung durch das Druckreduzierventil 26 gewährleistet. Öffnet das Schaltventil 20 bei geschlossenem Schaltventil 24, so stellt sich über dessen Durchflusswiderstand, dem bekannten Volumen des Steuerraums 18 sowie dem Pilotdruck 22 eine vorhersagbare Zunahme des Vorsteuerdrucks im Steuerraum 18 ein. Entsprechendes gilt bei der Öffnung des Schaltventils 24, wobei dann der Druck in dem Steuerraum 18 abnimmt.
  • Der Vorsteuerdruck beaufschlagt gemeinsam mit der Feder 10 den Ventilkörper 14 in Schließrichtung. Zur Einstellung dieses Vorsteuerdrucks wird ein Sollwert vorgegeben und in Abhängigkeit vom eingestellten Pilotdruck in der Pilotleitung 22 und in Abhängigkeit von in Steuereinheit 32 abgelegten Kennlinien ein Tastverhältnis für die Ansteuerung der beiden Schaltventile 20, 24 vorgegeben, über das der Vorsteuerdruck im Steuerraum 18 einstellbar ist. Dieses Tastverhältnis und der darüber eingestellte Vorsteuerdruck bestimmen letztendlich den am Anschluss A und somit in der Druckleitung 2 anliegenden Systemdruck.
  • Anstelle der Piezowegeventile können selbstverständlich auch andere, hydraulisch oder elektrisch betätigte Schnellschaltventile verwendet werden, wie sie beispielsweise in der DE 38 02 648 A1 beschrieben sind. Der Vorteil dieser Schnellschaltventile besteht darin, dass diese sehr preisgünstig herstellbar sind und in der Regel weitestgehend druckausgeglichen sind, so dass Schwingungen des Systemdrucks aufgrund von Wechselwirkungen zwischen Hauptstufe und Vorsteuerstufe nahezu ausgeschlossen sind.
  • Anstelle des Schaltventils 24 kann die vorbeschriebene Druckteilerschaltung auch über eine feststehende Düse anstelle des Schaltventils 24 im Druckmittelströmungspfad zum Tank realisiert werden.
  • Eine das Druckreduzierventil 26 in Öffnungsrichtung beaufschlagende Regelfeder 34 begrenzt den Pilotdruck in der Pilotleitung 22 nach oben. Dementsprechend muss diese Regelfeder 34 so ausgelegt sein, dass ein hinreichender Pilotdruck und damit auch ein entsprechend hoher Vorsteuerdruck im Steuerraum 18 einstellbar sind.
  • Diese Problematik wird bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel umgangen. Der Grundaufbau des Druckbegrenzungsventils 1 gemäß 2 ist der gleiche wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen einander entsprechende Bauelemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und diesbezüglich auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird.
  • Das in 2 dargestellte Druckbegrenzungsventil 1 hat somit ebenfalls eine Hauptstufe 6 und eine Vorsteuerstufe 8, wobei der einzige Unterschied darin besteht, dass der über die Druckteilerschaltung mit den Schaltventilen 20, 24 im Steuerraum 18 eingestellte Druck nicht – wie in 1 – direkt auf den Ventilkörper 14 wirkt, sondern auf einen Kraftübersetzerkolben 36. Dieser begrenzt mit seiner mit einem vergleichsweise großem Durchmesser D ausgeführten Stirnfläche den Steuerraum 18. Der Ventilsitz 12 ist mit einem wesentlich kleineren Durchmesser d ausgeführt, wobei der Ventilkörper 14 über die Feder 10 am Kraftübersetzerkolben 36 abgestützt ist. Beim zuletzt beschriebenen Ausführungsbeispiel ist der steuerraumseitige Durchmesser des Ventilkörpers 14 gleich dem Ventilsitzdurchmesser. Beim in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Feder 10 mit einer vergleichsweise hohen Federrate ausgeführt, so dass Ventilkörper 14 und Kraftübersetzerkolben 36 fast starr gekoppelt sind und somit Schwingungen des Ventilkörpers 14 unterbunden werden.
  • Die federseitige Stirnfläche des Kraftübersetzerkolbens 36 und der Ventilkörper 14 begrenzen in der dargestellten Schließposition einen Federraum 38, der mit dem Ausgangsanschluss B und damit mit der Tankleitung 16 verbunden ist, so dass der Kraftübersetzerkolben 36 federseitig druckentlastet ist. In Abhängigkeit vom Durchmesserverhältnis D/d lässt sich somit auch bei einem niedrigen Vorsteuerdruck im Steuerraum 18 eine Vorsteuerspannkraft für die Feder 10 und somit ein hoher Systemdruck in der Druckleitung 2 einstellen, ohne dass die Regelfeder 34 des Druckreduzierventils 26 übermäßig steif ausgelegt werden muss. Außerdem können einfache Schaltventile 20, 24 verwendet werden, die auf einen geringen Vorsteuerdruck ausgelegt sind und die eine kleine Nenngröße besitzen.
  • Im Übrigen entspricht das vorbeschriebene Ausführungsbeispiel demjenigen aus 1, so dass weitere Erläuterungen entbehrlich sind.
  • 3 zeigt eine weiter vereinfachte Variante des Druckbegrenzungsventils aus 1. Bei dieser Variante entfällt das Druckreduzierventil 26, so dass die Pilotleitung 22 direkt an die Druckleitung 2 angeschlossen ist. Die Ansteuerung der beiden Schaltventile 20, 24 der Vorsteuerstufe 8 erfolgt dabei in Abhängigkeit von dem Systemdruck in der Druckleitung 2, der über einen Druckaufnehmer 40 erfasst wird. Das Ausgangssignal des Druckaufnehmers 40 wird zur Steuereinheit 32 gemeldet und in Abhängigkeit von diesem Ausgangssignal das Tastverhältnis der Schaltventile 20, 24 eingestellt, um den Vorsteuerdruck-Sollwert im Steuerraum 18 einzustellen. Bei dieser Regelungsstrategie geht somit der Systemdruck in der Druckleitung 2 unmittelbar in die Ansteuerung der Schaltventile 20, 24 und somit in die Vorsteuerung der Hauptstufe 6 ein. Ein weiterer Vorteil dieses Systems besteht darin, dass sich das Tastverhältnis über einen sehr einfachen Regler, beispielsweise einen I-Regler derart nachführen lässt, dass die Regelabweichung im Mittel praktisch 0 ist. Dies bedeutet ideal waagerechte Äste im Gleichdruckverhalten bzw. die Entkopplung des Systemdrucks von dem das Druckbegrenzungsventil 1 durchströmenden Druckmittelvolumenstrom.
  • In 4 ist eine dem Ausführungsbeispiel gemäß 2 entsprechende Variante des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels gezeigt. Demgemäß werden bei dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel in Abhängigkeit vom Signal des Druckaufnehmers 40 die beiden Schaltventile 20, 24 über die Steuereinheit 32 so angesteuert, dass sich in dem vom Kraftübersetzerkolben 26 begrenzten Steuerraum 18 der gewünschte Vorsteuerdruck einstellt, der – wie beim zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel – vom Systemdruck der Druckleitung 2 abhängt. Hinsichtlich weiterer Details sei auf die Ausführungen zu den 2 und 3 verwiesen.
  • Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen wird entweder der Systemdruck 2 über das Druckreduzierventil 26 auf einen vorbestimmten Pilotdruck gemindert oder es wird direkt der Systemdruck, d. h. der Druck in der Druckleitung 2 zur Ansteuerung der Druckteilerschaltung (Schaltventile 20, 24) verwendet. Alternativ ist es auch möglich, den Druck im Steuerraum 18 (Rückseite des Ventilkörpers 14 in 1 oder 3) oder den den Kraftübersetzerkolben 36 beaufschlagenden Vorsteuerdruck (Ausführungsbeispiel gemäß den 2, 4) der Berechnung des Tastverhältnisses zugrunde zulegen. In diesem Fall ergibt sich jedoch keine ideale Entkopplung des Systemdrucks von dem das Druckbegrenzungsventil 1 durchströmenden Druckmittelvolumenstrom, da sich durch das Konstanthalten des Drucks im Steuerraum 18 eine Zunahme des Systemdrucks mit einem das Ventil durchströmenden Druckmittelvolumenstrom aufgrund der an der Steuerkante der Hauptstufe 4 auftretenden und schließend wirkenden Strömungskräfte ergibt.
  • Wie bereits erwähnt, kann das erfindungsgemäße Konzept sowohl bei Druckreduzierventilen als auch bei Druckbegrenzungsventilen eingesetzt werden.
  • Offenbart ist ein vorgesteuertes Druckventil mit einer Hauptstufe und einer Vorsteuerstufe, wobei die Vorsteuerstufe zwei eine Druckteilerschaltung bildende Strömungsquerschnitte hat, über die ein die Hauptstufe beaufschlagender Vorsteuerdruck einstellbar ist.
  • 1
    Druckbegrenzungsventil
    2
    Druckleitung
    4
    Pumpe
    6
    Hauptstufe
    8
    Vorsteuerstufe
    10
    Feder
    12
    Ventilsitz
    14
    Ventilkörper
    16
    Tankleitung
    18
    Steuerraum
    20
    Schaltventil
    22
    Pilotleitung
    24
    Schaltventil
    26
    Druckreduzierventil
    28
    Steuerleitung
    30
    Ablaufleitung
    32
    Steuereinheit
    34
    Regelfeder
    36
    Kraftübersetzerkolben
    38
    Federraum
    40
    Druckaufnehmer
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - JP 09042211 A [0009]
    • - DE 3802648 A1 [0029]

Claims (14)

  1. Vorgesteuertes Druckventil mit einem einen Steuerraum (18) begrenzenden Ventilkörper (14), der von einem über eine Vorsteueranordnung (8) einstellbaren Vorsteuerdruck im Steuerraum (18) in Schließrichtung mittelbar oder unmittelbar beaufschlagt ist, wobei die Vorsteueranordnung (8) ein in einem Druckmittelströmungspfad von einer einen Pilotdruck führenden Pilotleitung zu dem Steuerraum (18) angeordnetes Vorsteuerventil hat, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsteuerventil einen veränderlicher Strömungsquerschnitt (20) bildet, und dass die Vorsteueranordnung (8) einen weiteren Strömungsquerschnitt (24) hat, der in einem Druckmittelströmungspfad zwischen dem Steuerraum (18) und einem Tank (T) angeordnet ist, wobei eine Einrichtung zum Bestimmen des Drucks in der Pilotleitung (22) und eine Steuereinheit (32) vorgesehen sind, über die der veränderliche Strömungsquerschnitt (20, 24) derart einstellbar ist, dass sich in Abhängigkeit vom Pilotdruck in dem Steuerraum (18) ein vorgegebener Vorsteuerdruck einstellt.
  2. Druckventil nach Patentanspruch 1, wobei der veränderliche Strömungsquerschnitt durch ein Schaltventil (20) gebildet ist.
  3. Druckventil nach Patentanspruch 2, wobei beide Strömungsquerschnitte durch jeweils ein Schaltventil (20, 24) gebildet sind.
  4. Druckventil nach Patentanspruch 3, wobei die beiden Schaltventile (20, 24) getaktet sind.
  5. Druckventil nach Patentanspruch 4, wobei die Schaltventile (20, 24) wechselweise getaktet sind.
  6. Druckventil nach Patentanspruch 4 oder 5, wobei der Vorsteuerdruck über das Tastverhältnis der Steuersignale für die Schaltventile (20, 24) eingestellt ist.
  7. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei in der Pilotleitung (22) ein Druckreduzierventil (26) zur Einstellung des Pilotdrucks angeordnet ist.
  8. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der Steuerraum (18) von einem Kraftübersetzerkolben (36) begrenzt ist, dessen Stirnfläche einen größeren Wirkdurchmesser (D) als der Ventilkörper (14) hat und die mit dem Steuerdruck beaufschlagt ist.
  9. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der Ventilkörper (14) in Schließrichtung von einer Feder (10) beaufschlagt ist.
  10. Druckventil nach Patentanspruch 8 und 9, wobei die Feder (10) am Kraftübersetzerkolben (36) abgestützt ist.
  11. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, mit einem Druckaufnehmer (40) zum Erfassen des Pilotdrucks.
  12. Druckventil nach Patentanspruch 11, wobei der Pilotdruck der Systemdruck oder der Vorsteuerdruck ist.
  13. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Schaltventile (20, 24) über Piezoaktoren betätigt sind.
  14. Druckventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei dieses ein Druckbegrenzungs- oder Druckreduzierventil ist.
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