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DE102007032873A1 - Regelventil - Google Patents

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DE102007032873A1
DE102007032873A1 DE102007032873A DE102007032873A DE102007032873A1 DE 102007032873 A1 DE102007032873 A1 DE 102007032873A1 DE 102007032873 A DE102007032873 A DE 102007032873A DE 102007032873 A DE102007032873 A DE 102007032873A DE 102007032873 A1 DE102007032873 A1 DE 102007032873A1
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DE
Germany
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valve
piston
control
valve piston
control valve
Prior art date
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Application number
DE102007032873A
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English (en)
Inventor
Markus Ermert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thomas Magnete GmbH
Original Assignee
Thomas Magnete GmbH
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Publication date
Application filed by Thomas Magnete GmbH filed Critical Thomas Magnete GmbH
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    • F16K31/02Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Regelventil (1), umfassend ein Ventilgehäuse (2), das einen Eingangskanal (12) und zumindest einen Ausgangskanal (13) aufweist, einen Ventilkolben (22), der in dem Ventilgehäuse (2) aufgenommen und axial zu dessen Längsachse (17) zwischen einer Schließstellung des Ventils und einer Offenstellung des Ventils verschieblich ist, und einen in dem Ventilgehäuse (2) vorgesehenen Ventilsitz (23), mit dem der Ventilkolben (22) zusammenwirkt, um eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal (12) und dem Ausgangskanal (13) zu öffnen oder zu sperren, wobei in dem Ventilsitz (23) und/oder in dem Ventilkolben (22) zumindest eine Aussparung (29) ausgebildet ist, die in der Schließstellung des Ventils vollständig überdeckt und in der Offenstellung des Ventils zumindest teilweise freigegeben ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Regelventil.
  • Herkömmlich sind Regelventile in Form von Druckregelventilen in der Bauart eines Schieberventils bekannt, bei dem auf dem Längsschieberkolben zu Steuerzwecken Nuten angeordnet sind. Diese Nuten geben je nach Stellung des Längsschieberkolbens einen Zu- bzw. Abflusses ganz oder teilweise frei. Die Nuten erfordern ein relativ großes Spiel zwischen Kolben und einer zylinderförmigen Führungshülse, was zu hohen Leckageverlusten führt. Bei Schieberventilen, die mit kreisförmigen Bohrungen arbeiten, ist der Öffnungsquerschnittsverlauf zudem nicht linear.
  • Darüber hinaus sind Druckregelventile in Form von reinen Sitzventilen bekannt, bei denen eine Kolbenstange oder dergleichen einen Durchflussquerschnitt des Ventiles zwischen einem Einlass- und einem Auslasskanal wahlweise verschließt oder freigibt. Der Nachteil dieser Sitzventile besteht darin, das sie nur einen geringen Regelungsbereich für den Durchflussstrom aufweisen. Um die gewünschte Kennlinie des Ventils zu erreichen, muss der Magnet für die Regelung die Kolbenstange im Hunderstelbereich öffnen. Hieraus resultiert eine schlechte Übersetzung zwischen dem Hubweg des magnetisch betätigten Ankers und dem Hubweg des Ventilschiebers. Deshalb wird zu Regelungszwecken ein nur geringer Hubbereich verwendet. Insbesondere in einem solch kleinen Regelungsbereich für den Hub des Magneten machen sich die Hystereseeigenschaften des magnetischen Feldes negativ auf die Hub-Durchflusskennlinie bemerkbar.
  • DE 41 07 695 A1 zeigt eine elektrohydraulischen Stelleinrichtung in der Bauart eines Schieberventils zur Steuerung eines weiteren Wegeventils, dessen Schieber in Richtung des Betätigungselementes mit einer axial verstellbaren Steuerhülse gekoppelt ist. Die Steuerhülse dient ausschließlich der Abstützung einer Gegendruckfeder des Ventilschiebers und einem Teil des Ankers. Durch die Verschiebung der Steuerhülse verkleinert sich der freie Querschnitt der Durchflussöffnung.
  • DE 39 25 362 A1 zeigt ein elektromagnetisches Stellglied in Form eines Schieber-Sitzventils, wobei ein Schieberkolben gegen einen Flachsitz geführt ist. Der Schieberkolben ist auf seiner der Magnetspule zugewandten Seite als Anker ausgebildet ist. Der Schieberkolben umfasst eine ebenfalls mit dem Anker verbunden Führungshülse, die mit dem Anker über eine Rastverbindung verbunden ist. Mit der Anordnung der Steuerhülse im Schieberkolben wird bei seiner Verschiebung lediglich der Öffnungsquerschnitt vergrößert. Entsprechend ist eine Regelung nur in einem kleinen Bewegungsbereich des Schieberkolbens möglich, was in Verbindung mit der üblichen Hysterese nachteilig ist. Es erfolgt keine Anpassung des Hubweges des Ankers an dem vergrößerten Öffnungsquerschnitt, so dass nur ein geringer Bereich des Hubweges für die Steuerung des Öffnungsquerschnittes zur Verfügung steht.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Regelventil zu schaffen, bei dem ein größerer Bereich des Hubes eines Ventilkolbens für die Steuerung des Öffnungsquerschnittes nutzbar ist.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Regelventil mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
  • Ein erfindungsgemäßes Regelventil umfasst ein Ventilgehäuse, das einen Eingangskanal und zumindest einen Ausgangskanal aufweist, einen Ventilkolben, der in dem Ventilgehäuse aufgenommen und axial zu dessen Längsachse zwischen einer Schließstellung des Ventils und einer Offenstellung des Ventils verschieblich ist, und einen in dem Ventilgehäuse vorgesehenen Ventilsitz, mit dem der Ventilkolben zusammen wirkt, um eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal und dem Ausgangskanal zu öffnen oder zu sperren, wobei in dem Ventilsitz und/oder in dem Ventilkolben zumindest eine Aussparung ausgebildet ist, die in der Schließstellung des Ventils vollständig überdeckt und in der Offenstellung des Ventils zumindest teilweise freigegeben ist.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Regelventil ist ein Schieberventil realisiert, das gegen einen bestehenden Arbeitsdruck öffnen kann und dabei einen sehr präzisen Kennlinienverlauf erreicht, der durch die Geometrie der zumindest einen Aussparung, die in dem Ventilsitz und/oder in dem Ventilkolben ausgebildet sein kann, veränderlich ist. Falls das Druckregelventil über einen Magnetantrieb verfügt, wird eine Übersetzung zwischen dem Magnethub und dem hydraulischen Fluss hergestellt, wodurch eine Mikrovolumenregelung verbessert ist. Ein wesentlicher Teil des Hubs des Magneten oder gar ein ganzer Hub kann ausgenutzt werden, um diesen hydraulisch zu übersetzen. Hierdurch wird der Einfluss der Hysterese im Magneten kleiner, da auch der Fehler (Hysterese) durch die Übersetzung vermindert wird.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der Ventilsitz den Ventilkolben entlang seines Umfangs umschließen, so dass der Ventilkolben in dem Ventilsitz verschieblich gelagert ist. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass der Ventilsitz als Lagerstelle für das vordere freie Ende des Ventilkolbens, das mit dem Ventilsitz in Eingriff gelangt, benutzt wird. Vorzugsweise kann der Ventilsitz durch eine separate Lagerhülse gebildet sein, die in dem Ventilgehäuse aufgenommen ist, wobei der Ventilkolben in der Lagerhülse verschieblich geführt ist. Dies hat den Vorteil, dass der Ventilsitz unabhängig vom Ventilgehäuse hergestellt werden kann, woraus eine größere Flexibilität bei der Herstellung zur Erfüllung von evt. Kundenvorgaben resultiert. Bei speziellen Vorgaben für die Ausgestaltung des Ventilsitzes kann die Bereitstellung einer separaten Lagerhülle zudem preiswerter sein.
  • Der Ventilsitz bzw. die separate Lagerhülse überdecken axial nur einen Teil des Ventilkolbens, wobei der Ventilsitz bzw. die Lagerhülse als Steuerinstrument zur Regelung des hydraulischen Flusses verwendet werden. Das Stellglied des Regelventils befindet sich außerhalb des Ventilkolbens und ist von diesem unabhängig. Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass der öffnende Querschnitt des Regelventils besser gelenkt bzw. übersetzt werden kann. Hiermit einher geht ebenfalls, dass der Kennlinienverlauf des Ventils besser steuerbar ist. Der Einfluss der magnetischen Hysterese an der hydraulischen Hysterese wird kleiner, wodurch die Regelgenauigkeit erhöht wird.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann die zumindest eine Aussparung an einer Innenumfangsfläche des Ventilsitzes ausgebildet sein. Hierdurch ist es möglich, eine Außenumfangsfläche des Ventilkolbens planar, d. h. ohne Vertiefungen bzw. Aussparungen auszubilden, was sich günstig auf die Herstellungskosten auswirkt. Ein stirnseitiger Rand des Ventilkolbens kann in Wechselwirkung mit der Aussparung als Steuerkante dienen, wobei sich die vorstehend genannte hohe Genauigkeit der Mikrovolumenregelung für das Fluid ergibt. Durch die Anzahl der Aussparungen, deren Breite und Tiefe können die Kennlinie und auch das Strömungsverhalten gezielt beeinflusst werden, wodurch ebenfalls das Verhältnis der Kennlinie zu Hub definiert wird. Falls die zumindest eine Aussparung an der Innenumfangsfläche des Ventilsitzes ausgebildet ist, können die Breite der Aussparung tangential zum Umfang des Ventilkolbens und/oder eine Tiefe der Aussparung radial zur Längsachse des Ventils jeweils in Strömungsrichtung bzw. in einer Richtung entgegengesetzt zur Schließstellung des Ventilkolbens zunehmen. Ein Verschieben des Ventilkolbens bezüglich des Ventilsitzes in Strömungsrichtung bewirkt dann eine gezielte Zunahme des hydraulischen Flusses.
  • In gleicher Weise wie an der Innenumfangsfläche des Ventilsitzes kann die zumindest eine Aussparung auch an einer Außenumfangsfläche des Ventilkolbens ausgebildet sein. Hierbei kann ein dem Ausgangskanal zugewandter Rand des Ventilsitzes in Wechselwirkung mit einem Bereich der Außenumfangsfläche des Ventilkolbens als Steuerkante dienen, was zu den gleichen Vorteilen wie soeben erläutert führt. Bei dieser Ausführungsform können eine Breite der Aussparung tangential zum Umfang des Ventilkolbens bzw. des Ventilsitzes und eine Tiefe der Aussparung radial zur Längsachse des Ventils jeweils in einer Richtung entgegengesetzt zur Steuerkante des Ventilkolbens. Hieraus resultiert eine gezielt definierte Zunahme des hydraulischen Flusses, falls der Ventilkolben aus dem Ventilsitz heraus verlagert wird.
  • Der Ventilsitz bzw. die Lagerhülse lassen sich zweckmäßigerweise durch verschiedene Urform-Verfahren herstellen, z. B. mittels der Sinter-MIM-Technologie, Formgießen oder Prägen. Nach einer Einarbeitung der zumindest einen Aussparung in die Innenumfangsfläche des Ventilsitzes bzw. in die Außenumfangsfläche des Ventilkolbens erfolgt eine Nachbearbeitung der Innenumfangsfläche des Ventilsitzes, was durch Schleifen, Hohnen oder Kalibrieren erfolgen kann. Zum Entgraten eignet sich ein Verfahrensschritt des Bürstens.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann das Regelventil in der Bauart eines Schieberventils ausgeführt sein und einen innerhalb des Ventilgehäuses längsverschieblich geführten und elektromagnetisch antreibbaren Ankerkolben aufweisen, der mit dem Ventilkolben verbunden ist. Somit ist der Öffnungsquerschnitt des Regelventils abhängig von der Position des Ankerkolbens. Zur Minimierung der Herstellungskosten und der Stückzahl des Regelventils kann der Ankerkolben einstückig mit dem Ventilkolben ausgebildet sein. Der Ankerkolben des Magneten kann mit einer axial angeordneten Stange in Wirkverbindung stehen, die einen Ventilschieber in Form des Ventilkolbens bildet. Diese Stange öffnet mit ihrem anderen Ende einen Öffnungsquerschnitt des Zu- und Ablauf des Ventils ganz oder teilweise, in Abhängigkeit vom Hub des Ankerkolbens. Somit ist der Öffnungsquerschnitt des Ventils direkt abhängig vom Durchflussstrom. Bei Nichtbetätigung des Magneten kann der Sitz des Ventilkolbens in dem Ventilsitz bzw. der Lagerhülse durch eine entgegen der Magnetkraft gerichtete und axial angeordnete Druckfeder verschlossen sein. Durch die Hubbewegung des Ankers erfolgt dann die Regelung des Öffnungsquerschnitts.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Die Erfindung ist nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsformen in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.
  • Es zeigen:
  • 1 eine Längsquerschnittansicht eines erfindungsgemäßen Regelventils gemäß einer ersten Ausführungsform,
  • 2 eine Teil-Querschnittsansicht des Bereichs A von 1
  • 3 eine perspektivische Teilschnittansicht des Bereichs A von
  • 1,
  • 4a4c verschiedene Varianten für eine Lagerhülse, die bei dem Regelventil von 1 einen Ventilsitz für den Ventilkolben bilden,
  • 5 eine Längsquerschnittansicht eines erfindungsgemäßen Regelventils gemäß einer zweiten Ausführungsform,
  • 6 eine Teilschnittansicht des Bereichs B von 5,
  • 7 eine seitliche Schnittansicht eines Ventilkolbens des Regelventils von 5, bei dem eine Mehrzahl von Aussparungen in Form von Nuten an einer Außenumfangsfläche des Ventilkolbens ausgebildet sind,
  • 8 eine vergrößerte Ansicht des Bereichs C von 7,
  • 9 eine Perspektivansicht des Ventilkolbens gemäß 7,
  • 10 eine perspektivische Darstellung eines vorderen Bereichs des Ventilkolbens, in dessen Außenumfangsfläche eine Mehrzahl von Nuten ausgebildet sind,
  • 11 eine Längsquerschnittansicht durch ein erfindungsgemäßes Regelventil gemäß einer dritten Ausführungsform,
  • 12 eine Längsquerschnittansicht durch ein erfindungsgemäßes Regelventil gemäß einer vierten Ausführungsform,
  • 13 eine Längsquerschnittansicht eines Teils eines erfindungsgemäßen Regelventils gemäß einer fünften Ausführungsform,
  • 14 eine vergrößerte Schnittansicht des Bereichs D von 13,
  • 15 eine Draufsicht auf eine Regelungshülse,
  • 16 eine Längsquerschnittansicht der Regelungshülse von 15 entlang der Linie A-A von 15,
  • 17 eine Perspektivansicht der Regelungshülse gemäß 15 bzw. 16,
  • 18 eine vereinfachte prinzipielle Darstellung eines erfindungsgemäßen Regelventils,
  • 19 eine vereinfachte prinzipielle Darstellung eines erfindungsgemäßen Regelventils
  • 20 eine vereinfachte prinzipielle Darstellung eines herkömmlichen Sitzventils,
  • 21 eine prinzipiell vereinfachte Darstellung eines herkömmlichen Schieberventils, und
  • 22 ein Kennliniendiagramm für die Regelventile gemäß der 18 bis 21.
  • In den 1 bis 4c ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Regelventils 1 gezeigt. Das Regelventil 1 eignet sich sowohl für eine Volumen- als auch für eine Druckregelung in hydraulischen Anwendungen. Nachstehend ist das Regelventil 1 stets als Druckregelventil bezeichnet, ohne jedoch darin eine Einschränkung auf nur diese Art der Regelung zu verstehen. In gleicher Weise eignet sich das Regelventil 1 auch für eine volumenabhängige Regelung eines Fluidvolumens.
  • Unter Bezugnahme auf die 1, die eine Längsquerschnittansicht eines Druckregelventils 1 zeigt, sind zunächst die wesentlichen Bauelemente des Druckregelventils 1 erläutert.
  • Das Druckregelventil 1 umfasst ein Gehäuse 2 mit einem Spulenaufnahmekörper 3. Der Spulenaufnahmekörper 3 ist hohlzylindrisch ausgeführt und trägt an seiner Längs-Aussenseite eine Magnetspule 4, die einen Innenraum des Druckregelventils 1 umschließt. Das Gehäuse 2 ist auf der in 1 rechts gezeigten Seite durch einen Konus 5 verschlossen, auf dem eine Konusscheibe 6 aufsitzt. Der Konus 5 erstreckt sich nach innen in den Spulenaufnahmekörper 3 hinein, wobei die Konusscheibe 6 dabei in Kontakt mit einer Randfläche 7 des Spulenaufnahmekörpers 3 gelangt. Der Konus 5 wird durch die Konusscheibe 6 gehalten. Die Konusscheibe 6 ist nach außen hin durch eine Stirnfläche 8 des Gehäuses 2 eingefasst. An seiner der Stirnfläche 8 entgegengesetzten Seite des Druckregelventils 1 ist in den Spulenaufnahmekörper 3 ein Joch 9 eingeführt, auf dem umfangsseitig angrenzend an eine stirnseitige Randfläche des Spulenaufnahmekörpers 3 eine Jochscheibe 10 aufsitzt. An der randseitigen Stirnfläche des Spulenaufnahmekörpers 3 sind mehrere radial angeordnete Toleranzausgleichsnasen 11 ausgebildet, mit der die Jochscheibe 10 in Kontakt steht. In 1 ist aufgrund der Schnittführung nur eine dieser Toleranzausgleichsnasen 11 gezeigt.
  • In dem Joch 9 sind Bohrungen in Form eines Eingangskanals 12 und eines Ausgangskanals 13 ausgebildet, wobei der Eingangskanal 12 im Bereich einer Ventilkammer 14 in den Ausgangskanal 13 übergeht. Der Eingangskanal 12 ist mit einer (nicht gezeigten) Druckleitung (links in 1) verbunden und mittels eines O-Rings 15 hiergegen abgedichtet. Der Ausgangskanal 13 führt zu einem (nicht gezeigten) Versorgungstank einer Hydraulikflüssigkeit und bildet somit einen Tankanschluss.
  • Das Joch 9 ist in einem Bereich zwischen der Magnetspule hohlzylindrisch ausgeführt, wobei in dieser Ausnehmung des Jochs 9 ein Magnetkolben 16 entlang einer Längsachse 17 des Druckregelventils 1 längsverschieblich geführt ist. Zwischen einer Stirnseite des Jochs 9 und einer gegenüberliegenden Stirnseite des Konus 5 ist innerhalb des Druckregelventils 1 ein Lager 18 aufgenommen, das eine Außenumfangsfläche des Magnetkolbens 16 angrenzend zum Konus 5 führt. Der Magnetkolben 16 ist in seiner Längsrichtung, d. h. parallel zur Längsachse 17 des Druckregelventils 1 mit einer Durchgangsbohrung 19 versehen. Entgegengesetzt zum Konus 5 ist in der Durchgangsbohrung 19 ein Schieber 20 befestigt, der teilweise hohlzylindrisch ausgeführt ist und eine Mehrzahl von Druckausgleichsbohrungen 21 aufweist, die eine Außenumfangsfläche des Schiebers 20 durchsetzen. Der Schieber 20 ist bis zu seiner Stirnseite, die in den Magnetkolben 16 hineinragt, hohl ausgebildet, so dass durch die Druckausgleichsbohrungen und durch das innere des Schiebers 20 ein Druckausgleich bis in den Magnetkolben 16 hinein möglich ist. Eine dem Magnetkolben 16 entgegengesetzte Stirnseite des Schiebers 20 dient als Ventilkolben 22, der innerhalb einer Lagerhülse 23 verschieblich geführt ist. Die Lagerhülse 23 bildet einen Ventilsitz und ist in dem Eingangskanal 12 befestigt bzw. darin eingepasst. Der Ventilkolben 22 wirkt mit dem Ventilsitz in Form der Lagerhülse 23 zusammen, um durch eine Verschiebung parallel zur Längsachse 17 des Druckregelventils 1 eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 zu öffnen oder zu sperren. Dies ist im Detail noch unter Bezugnahme auf die 2 und 3 erläutert.
  • Die Durchgangsbohrung 19 des Magnetkolbens 16 weist ungefähr im mittigen Bereich des Magnetkolbens 16 eine Stufe auf, ab der ein Innendurchmesser der Durchgangsbohrung 19 vergrößert ist. Durch diese Vergrößerung des Innendurchmessers ist ein Schulterabschnitt 24 gebildet. In dem Bereich der Durchgangsbohrung 19 mit dem größeren Innendurchmesser ist eine Druckfeder 25 aufgenommen, die sich mit ihrem in 1 links gezeigten Ende an dem Schulterabschnitt 24 abstützt. Mit ihrem entgegengesetzten (und in 1 rechts gezeigten) Ende ist die Druckfeder 25 durch eine Führungsbuchse 26, die innerhalb einer Durchgangsbohrung 27 des Konus 5 befestigt ist, hindurch geführt und gegen einen Federhalter 28 abgestützt, der in der Durchgangsbohrung 27 befestigt bzw. darin eingepasst ist. Der Magnetkolben 16 ist somit mittels der Druckfeder 25 in Richtung der Lagerhülse 23 (in 1 nach links) vorgespannt. Bei einem Bestromen der Magnetspule 4 werden der Magnetkolben 16 und damit der Schieber 20 gegen die Vorspannung der Druckfeder 25 verschoben, d. h. in 1 nach rechts. Bei einem Entregen der Magnetspule 4 erfolgt eine Rückverlagerung des Magnetkolbens 16 bzw. des Schiebers 20 in 1 nach links durch die Druckfeder 25.
  • Der Bereich A in 1 ist in der 2 als Längsquerschnittansicht vergrößert dargestellt. Oberhalb der Längsachse 17 ist zu erkennen, dass an einer Innenumfangsfläche der Lagerhülse 23 eine Aussparung 29 ausgebildet ist. 3 zeigt die Schnittansicht von 2 nochmals in einem perspektivischen Halbschnitt. Hierin ist zu erkennen, dass entlang der Innenumfangsfläche der Lagerhülse 23 eine Mehrzahl von Aussparungen 29 ausgebildet sind. Die Aussparungen 29 haben jeweils die Form einer Nut, und nehmen sowohl in ihrer Breite tangential zum Umfang des Ventilkolbens als auch in ihrer Tiefe radial zur Längsachse 17 in einer Richtung entgegengesetzt zur Schließstellung des Ventilkolbens 22 zu. Für den Fall, dass bei dem Druckregelventil 1 eine Strömungsrichtung von dem Eingangskanal 12 in Richtung des Ausgangskanals 13 vorliegt, liegt die genannte Zunahme der Breite bzw. der Tiefe der Aussparungen 29 in Strömungsrichtung vor.
  • In 2 ist der Ventilkolben 22 in seiner Schließstellung gezeigt, bei der ein stirnseitiger Rand 30 des Ventilkolbens so weit in die Lagerhülse 23 hinein bzw. in 2 nach links geschoben ist, dass dieser Rand 30 nicht in Wechselwirkung mit den Aussparungen 29 steht bzw. mit diesen fluchtet. Der stirnseitige Rand 30 dient als Steuerkante für das Druckregelventil 1. In der in 2 dargestellten Position des Ventilkolbens 22 ist somit eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 unterbrochen, so dass das Druckregelventil 1 sperrt. Falls sich der Ventilkolben 22 in seiner in 2 gezeigten Schließstellung befindet, ist ein Druckausgleich in dem ringförmigen Ausgangskanal 13 durch die Druckausgleichs bohrungen 21 des Schiebers 20 hindurch möglich. Gleichwohl bleibt in dieser Stellung eine Fluidverbindung zum Eingangskanal 12 versperrt. In 3 ist hingegen eine Offenstellung des Druckregelventils 1 gezeigt, da die Steuerkante 30 des Ventilkolbens 22 die Aussparungen 29 in der Lagerhülse 23 teilweise freigibt, so dass eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 vorliegt.
  • Die Erfindung funktioniert nun wie folgt:
  • Ausgehend von der Schließstellung des Ventilkolbens 22, in der er durch die Druckfeder 25 wie in 2 gezeigt in die Lagerhülse 23 hinein gedrückt wird, wird die Magnetspule 4 bestromt, so dass der Magnetkolben 16 in Richtung des Konus 5 zwangsweise verlagert wird. Infolge der festen Verbindung des Schiebers 20 mit dem Magnetkolben 16 wird gleichzeitig auch der Ventilkolben 22 in der Lagerhülse 23 verschoben. Hierbei überstreicht die Steuerkante 30 des Ventilkolbens 22 die Aussparungen 29, so dass eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 vorliegt. In 3 ist der Ventilkolben 22 in einer zurückgezogenen Position gezeigt, in der die Steuerkante 30 die Aussparungen 29 teilweise freigibt. Die genannte Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 ist durch einen Pfeil s angedeutet. Durch die gewählte Nut-Geometrie der Aussparungen 29 wird ein präziser Kennlinienverlauf für das Druckregelventil 1 erzielt. Hierdurch wird eine Übersetzung zwischen dem Hub des Magnetkolbens 16 und dem hydraulischen Fluss, d. h. der Menge an Hydraulikflüssigkeit, die vom Eingangskanal 12 zum Ausgangskanal 13 gelangt, erreicht.
  • Durch die Zunahme der Nut bzw. der Aussparungen 29 in ihrer Breite und tangential zum Umfang des Ventilkolbens 22 und auch radial zur Längsachse 17 in einer Richtung entgegengesetzt zur Schließstellung des Ventilkolbens 22 bzw. in Strömungsrichtung kann der Hub des Magnetkolbens 16 im Wesentlichen vollständig hydraulisch übersetzt werden. Wird zum Beispiel der Magnetkolben 16 ausgehend von der in 3 gezeigten Stellung des Ventilkolbens 22 weiter in Richtung des Konus 5 angetrieben bzw. verschoben, so führt dies zu einer weiteren Verlagerung des Ventilkolbens 22 in 3 nach rechts, was den Öffnungsquerschnitt der Aussparung 29 ebenfalls weiter vergrößert. Im Ergebnis wird dadurch der Einfluss der Hysterese des magnetischen Antriebs des Magnetkolbens 16 kleiner, da auch der Fehler (Hysterese) durch die Übersetzung geschwächt wird.
  • Die 2 und 3 machen deutlich, dass die Lagerhülse 23 in ihrer Funktion als Ventilsitz als Lagerstelle für den Ventilkolben 22 genutzt wird. Durch die Lagerhülse 23 und das Lager 18 wird insgesamt die Einheit bestehend aus Magnetkolben 16 und Schieber 20 parallel zur Längsachse 17 verschieblich geführt.
  • Ausgehend von der in 3 gezeigten Offenstellung des Druckregelventils 1 kann der Ventilkolben 22 zurück in seine Schließstellung überführt werden, indem die Magnetspule 4 entregt wird. Hierdurch wird der Magnetkolben 16 durch die Druckfeder 25 in 1 nach links zurück gedrückt, wodurch der Ventilkolben 22 in seine in 2 gezeigte Schließstellung zurück gelangt. Die Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 ist dann wieder versperrt.
  • In den 4a bis 4c sind jeweils in einer perspektivischen Ansicht weitere Varianten für die Lagerhülse 23 gezeigt. Diese Lagerhülsen 23' (4a), 23'' (4b) und 23''' (4c) unterscheiden sich von der Lagerhülse 23 gemäß der 1 bis 3 durch die Anzahl der entlang der Innenumfangsfläche vorgesehenen Aussparungen 29', 29'' bzw. 29'''. Durch die Veränderung der Anzahl der Aussparungen und/oder ihres Geometrieverlaufs kann ein Kennlinienverlauf des Druckregelventils 1 jeweils präzise an einen bestimmten Einsatzzweck des Ventils angepasst werden. Ungeachtet der Anzahl der Aussparungen 29'29''' und ihrer Geometrie dienen die Lagerhülse 23'23''' stets auch als Lagerstelle für den Ventilkolben 22, um diesen im Wesentlichen parallel zur Längsachse 17 zu führen. Je nach Bedarf und Einsatzzweck des Druckregelventils 1 oder auch zu Reparaturzwecken kann eine verschiedene bzw. neue Lagerhülse in die Bohrung des Jochs 9 eingesetzt werden, was zu verminderten Kosten führt.
  • In den 5 bis 10 ist nachstehend eine zweite Ausführungsform des Druckregelventils 1 erläutert. Gleiche Bauteile im Vergleich zur Ausführungsform gemäß der 1 bis 3 sind hierin mit gleichen Bezugszeichen benannt und zur Vermeidung von Wiederholungen nicht nochmals erläutert, wobei gleichwirkende Bauteile um 100 hochindiziert sind.
  • 5 zeigt eine Längsquerschnittansicht durch das Druckregelventil 1, das im Wesentlichen die gleiche Funktion wie das Druckregelventil 1 gemäß der 1 bis 3 aufweist. Im Unterschied hierzu ist jedoch die Wechselwirkung zwischen dem Ventilkolben 122 und der Lagerhülse 123 anders ausgestaltet. Die Aussparungen 129 sind nunmehr nicht an der Innenumfangsfläche des Ventilsitzes, sondern an einer Außenumfangsfläche des Ventilkolbens 122 ausgebildet. Hierzu ist auf dem Ventilkolben 122 ein Ringelement 31 befestigt, z. B. durch Aufschrumpfen oder Aufpressen. An der Außenumfangsfläche des Ringelements 31 sind die Aussparungen 129 ausgebildet. Alternativ hierzu ist es auch möglich, die Aussparung 129 direkt in die Außenumfangsfläche des Ventilkolbens 122 einzuarbeiten. Die Innenumfangsfläche des Eingangskanal 12 ist direkt in dem Joch 9 ausgebildet, weist im Wesentlichen eine glatte Fläche auf und dient als Ventilsitz 123 für den Ventilkolben 122.
  • In 5 ist das Druckregelventil 1 in seiner Schließstellung gezeigt, in der die Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 versperrt ist. 6 zeigt den Bereich B von 5 in einer vergrößerten Ansicht und verdeutlicht nochmals die Schließstellung des Ventils 1. Hierin ist der Ventilkolben 122 so weit in den Ventilsitz 123 hinein verschoben, dass ein Bereich 32 der Außenumfangsfläche des Ventilkolbens 122 bzw. des Ringelements 31, in dem keine Aussparungen 129 ausgebildet sind, in Kontakt mit der Innenumfangsfläche des Ventilsitzes 123 ist. Somit dient ein dem Ausgangskanal 13 zugewandter Rand 33 des Ventilsitzes 123 in Wechselwirkung mit dem Bereich 32 als Steuerkante, mittels der eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 geöffnet oder verschlossen wird. Das Überführen des Ventilkolbens 122 von seiner in 5 bzw. in 6 gezeigten Schließstellung in die Offenstellung funktioniert analog zur Ausführungsform gemäß der 1 bis 3. Durch ein Bestromen der Magnetspule 4 wird der Magnetkolben 16 gegen die Kraft der Druckfeder 25 in Richtung des Konus 5 verlagert, wodurch der Ventilkolben 122 in 6 nach rechts in dem Ventilsitz 123 verschoben wird. Infolgedessen gelangt der Bereich 32 des Ventilkolbens 122 bzw. des Ringelements 31 außer Eingriff mit dem Rand 33 des Ventilsitzes 123, so dass die Aussparungen 129 in Gegenüberstellung mit dem Rand 33 gelangen. Hieraus resultiert dann eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13.
  • Der Magnetkolben 16 der Ausführungsform von 5 ist zusammen mit dem Schieber 20 in 7 in einer Längsquerschnittansicht als Einzelteil dargestellt, wobei zur Vereinfachung die Druckfeder 25 nicht gezeigt ist. 8 zeigt in einer vergrößerten Ansicht den Bereich C von 7. Die Aussparung 129, die an einer Außenumfangsfläche des Ringelements 31 ausgebildet ist, nimmt in ihrer Tiefe radial zur Längsachse des Ventils in einer Richtung entgegengesetzt zur Steuerkante des Ventilkolbens bzw. dessen Bereich 32 zu. In 9 ist der Magnetkolben 16 zusammen mit dem Schieber 20 gemäß 7 in einer Perspektivansicht gezeigt. Entlang des Umfangs des Ringelements 31 ist eine Mehrzahl von Aussparungen 129 vorgesehen, deren Breite tangential zum Umfang des Ventilkolbens 122 ebenfalls in der Richtung entgegengesetzt zum Bereich 32 zunimmt. Durch eine solche Ausgestaltung der Aussparungen 129 mit einer Zunahme in Breite und Tiefe in der Richtung entgegengesetzt zur Steuerkante des Ventilkolbens 122 bzw. dessen Bereich 32 wird die gleiche Wirkung wie bei der Ausführungsform gemäß der 1 bis 3 erzielt: der Hub des Magnetkolbens 16 wird in einer Veränderung des hydraulischen Flusses übersetzt, was zu einer verbesserten Mikrovolumenregelung führt. Hierbei wird der Hub des Magnetkolbens 16 im Wesentlichen vollständig zur Übersetzung für den hydraulischen Fluss genutzt.
  • Das Ringelement 31 von 9, an dessen Außenumfangsfläche die Aussparungen 129 ausgebildet sind, ist in 10 perspektivisch als Einzelbauteil gezeigt. Das Ringelement 31 kann geeignet auf den Ventilkolben 122 in Form des freien Endes des Schiebers 20 befestigt werden, zum Beispiel durch Aufschrumpfen, Verschrauben, Verschweißen oder dergleichen. Durch ein lösbares Befestigen des Ringelements 31 auf dem Schieber 20 ist ein Austausch bei Verschleiß oder auch ein Ersetzen durch ein anderes Ringelement 31 mit unterschiedlichen Aussparungen 129 möglich, um einen anderen Kennlinienverlauf für das Druckregelventil 1 zu erzielen.
  • Bezüglich der Ausführungsformen nach den 14 bzw. 510 ist zu verstehen, dass die Strömungsrichtung des Fluids auch umgekehrt verlaufen kann. Dies bedeutet, dass dann das Fluid von dem Kanal 13 in Richtung des Kanals 12 strömt. Unter Bezugnahme auf die vorstehend gemachte Erläuterung übernimmt dann der sog. Ausgangskanal 13 die Funktion eines Eingangskanals, und der sog. Eingangskanal 12 übernimmt die Funktion eines Ausgangskanals. Die Funktionsweise des Öffnens und Schließens des Druckregelventils 1 in Folge der Wechselwirkung zwischen Ventilkolben und Ventilsitz bleibt jedoch unverändert.
  • In 11 ist eine weitere Ausführungsform des Druckregelventils 1 in einer Längsquerschnittansicht gezeigt. Gleiche Bauteile wie bei den vorstehend genannten Ausführungsformen sind hierbei mit gleichen Bezugszeichen benannt und zur Vermeidung von Wiederholungen nicht erläutert, wobei gleichwirkende Bauteile um 100 hochindiziert sind.
  • Das Druckregelventil 1 gemäß der 11 funktioniert nach Art eines 5/3-Wegeventils. Hierzu ist an einer Außenseite des Jochs 9 ein Steuergehäuse 34 befestigt, das hohlzylindrisch ausgeführt ist und radial nach außen führend eine Mehrzahl von Steuerbohrungen 35a35d aufweist. Der Schieber 20, der mit dem Magnetkolben 16 befestigt ist, steht in Kontakt mit einem Ventilkolben 222, der längsverschieblich innerhalb des Steuergehäuses 34 aufgenommen ist. Das Steuergehäuse 34 steht mit seinem in 11 links gezeigten Rand in Verbindung mit einer (nicht gezeigten) Druckleitung. Die Steuerbohrungen 35a35d sind jeweils mit einem (nicht gezeigten) Versorgungstank für die Hydraulikflüssigkeit verbunden und bilden somit jeweils einen Tankanschluss. Innerhalb des Steuergehäuses 34 ist angrenzend zu einer randseitigen Stirnfläche des Ventilkolbens 222 ein Sitzelement 36 mit einem Schulterabschnitt 37 fest aufgenommen. Innerhalb des Sitzelements 36 ist eine Druckfeder 225 aufgenommen, die sich in 11 nach links gegen den Schulterabschnitt 37 und mit ihrem entgegengesetzten Ende gegen die randseitige Stirnfläche des Ventilkolbens 222 abstützt. Durch die Druckfeder 225 ist der Ventilkolben 222 in 1 nach rechts vorgespannt. Durch den Kontakt des Ventilkolbens 222 mit dem Schieber 20 ist entsprechend auch der Magnetkolben 16 durch die Druckfeder 225 vorgespannt.
  • An der Innenumfangsfläche des Steuergehäuses 34 sind eine Mehrzahl von Lagerhülsen 223 eingebracht, die den Ventilkolben 222 innerhalb des Steuergehäuses 34 führen. In gleicher Weise wie bei der Ausführungsform gemäß der 13 sind an den jeweiligen Innenumfangsflächen der Lagerhülsen 223 eine Mehrzahl von Aussparungen 229 ausgebildet. An der Außenumfangsfläche des Ventilkolbens 222 sind gegenüberliegend zu den Lagerhülsen 223 geeignete Stufen 38 ausgebildet, die in Wechselwirkung mit den Lagerhülsen 223 Steuerkanten bilden. Falls die Magnetspule 4 bestromt und dadurch der Ventilkolben 222 innerhalb des Steuergehäuses 34 in Richtung der Längsachse 17 verschoben wird, stellt sich ein gezieltes Verbinden der einzelnen Steuerbohrungen 35a35d untereinander ein. Das Verschalten von einzelnen Steuerbohrungen 35 ist dabei von einer Längsposition des Ventilkolbens 222 innerhalb des Steuergehäuses 34 abhängig.
  • Das Öffnen bzw. Durchschalten des Druckregelventils 1 gemäß der Ausführungsform von 11 erfolgt in gleicher Weise wie bei den vorstehend genannten Ausführungsformen. Bei entregter Magnetspule 4 drückt die Druckfeder 225 den Ventilkolben 222 in seine Schließstellung, so dass eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 in Form der Steuerbohrungen 35a versperrt ist. Wird die Magnetspule 4 bestromt, so drückt der Magnetkolben 16 den Ventilkolben 222 gegen die Kraft der Druckfeder 225 in 11 nach links, so dass sich in Abhängigkeit des angelegten Stroms an die Magnetspule 4 und einer daraus resultierenden Verschiebung des Ventilkolbens 22 in 11 nach links eine gezielte Verschaltung der jeweiligen Steuerbohrungen 35 einstellt. In 11 ist das Druckregelventil in einer teilgeöffneten Stellung gezeigt, wobei sich der Ventilkolben 222 in einer Mittelstellung befindet. Die Spule 4 ist hierbei bestromt. Für ein weiteres Öffnen des Druckregelventils 1 bzw. ein Verschieben des Ventilkolbens 222 in 11 nach links wird der an die Spule 4 angelegte Strom erhöht. Durch die Veränderung des Spulenstroms wird eine Proportionalregelung erzielt. Zum erneuten Überführen des Druckregelventils 1 in die Schließstellung wird die Magnetspule 4 entregt, so dass die Druckfeder 225 den Ventilkolben 222 in seine Schließstellung (in 11 nach rechts) zurückdrückt.
  • In 12 ist eine weitere Ausführungsform des Druckregelventils 1 gezeigt, das ebenfalls nach Art eines 5/3-Wegeventils funktioniert. Diese Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der Ausführungsform von 11, wobei gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen benannt und gleichwirkende Bauteile um 100 hochindiziert sind.
  • Die Ausführungsform gemäß der 12 unterscheidet sich von jener der 11 darin, dass auf einer Außenumfangsfläche des Ventilkolbens 322 in Gegenüberstellung zu den jeweiligen Steuerbohrungen 35 jeweils Ringelemente 331a331c aufgebracht sind, an deren Außenumfangsflächen jeweils eine Mehrzahl der Aussparungen 329 ausgebildet sind. Das Steuergehäuse 34 ist entlang seiner Längsachse mit einer Mehrzahl von Steuerbohrungen 35a35e durchsetzt. Vom Prinzip her entspricht das Steuern der Fluidverbindung bei der Ausführungsform der 12 jenem der Ausführungsform gemäß 5. Hierbei ist die Innenumfangsfläche des Steuergehäuses 34 zwischen den einzelnen Steuerbohrungen 35 im Wesentlichen mit einer glatten Oberfläche versehen, wobei angrenzend zu den Steuerbohrungen 35a35e Stufen 39 ausgebildet sind, so dass an diesen Stellen die Innenumfangsfläche des Steuergehäuses 34 radial vergrößert ist. Diese Stufen 39 wirken mit den Bereichen der Außenumfangsflächen der Ringelemente 331, in denen keine Aussparungen 329 ausgebildet sind, nach Art einer Steuerkante zusammen. In einem Bereich der Aussparungen 329, in dem sie in die Aussenumfangsfläche der Ringelemente 331 auslaufen, ist eine tangential zum Umfang umlaufende Ringnut (in 12 nicht gezeigt) ausgebildet. Durch eine solche Ringnut ist eine Fluidverbindung zwischen den jeweiligen Steuerbohrungen 35a35e und den Aussparungen 329 sichergestellt. In bestimmten Positionen des Ventilkolbens 322 innerhalb des Steuergehäuses 34 ist eine Fluidverbindung zwischen einem Innenraum des Steuergehäuses 34 und den Steuerbohrungen 35a35e durch die Ringelemente 331 verschlossen, wobei ein Verschieben des Ventilkolbens 322 entlang der Längsachse 17 dann zu einem Öffnen der Fluidverbindung führt.
  • In 12 ist der Ventilkolben 322 in einer Mittelstellung gezeigt, in der die Spulte 4 teilweise bestromt ist. Bei einem Entregen der Spule 4 wird der Ventilkolben 4 durch die Druckfeder 325 nach rechts gedrückt, so dass die Steuerbohrung 35a durch das Ringelement 331a verschlossen ist. Gleichwohl stehen die Steuerbohrungen 35c, 35d und 35e miteinander in Fluidverbindung. Bei einem Bestromen der Magnetspule 4 wird wie in 12 gezeigt der Ventilkolben 322 gegen die Kraft der Druckfeder 325 innerhalb des Steuergehäuses 34 nach links gedrückt, was zu einer Veränderung der Schaltstellung führt. In gleicher Weise wie bei den vorstehend erläuterten Ausführungsformen wird durch die Veränderung des Spulenstroms eine Proportionalregelung für die Hydraulikflüssigkeit erzielt.
  • Bezüglich der beiden Ausführungsformen gemäß der 11 und 12 versteht sich, dass die Belegung der jeweiligen Steuerbohrungen 35a35e mit hydraulischen Verbrauchern frei gewählt werden kann, in Abhängigkeit des gewählten Einsatzzwecks des Druckregelventils 1.
  • In den 13 und 14 ist eine weitere Ausführungsform des Druckregelventils 1 gezeigt. Im Vergleich zu den vorstehend genannten Ausführungsformen sind hierin gleiche Bauteile mit jeweils gleichen Bezugszeichen versehen, wobei gleich wirkende Bauteile um 100 hochindiziert sind.
  • In 13 ist das Druckregelventil 1 in einer Längsqueransicht gezeigt. In einem Gehäuse 402 sind ein Eingangskanal 12 und ein Ausgangskanal 13 ausgebildet, die über eine Ventilkammer 14 miteinander verbunden sind. An dem Gehäuse 402 sind im Bereich des Eingangskanals 12 und des Ausgangskanals 13 Leitungsanschlüsse 40 befestigt, so dass (nicht gezeigte) Druckleitungen an dem Gehäuse 402 angebracht werden können. Das Gehäuse 402 ist koaxial zum Eingangskanal 12 mit einer Durchgangsbohrung 41 durchsetzt, wobei die genannte Ventilkammer 14 Teil dieser Durchgangsbohrung 41 ist. Innerhalb der Durchgangsbohrung 41 ist zwischen dem Eingangskanal 12 und der Ventilkammer 14 eine Regelungshülse 423 aufgenommen, wobei ein Schulterabschnitt 42 des Gehäuses 402 die Regelungshülse 423 axial fixiert. Die Durchgangsbohrung 41 ist in einem in 14 oben gezeigten oberen Bereich mit einem Innengewinde 43 versehen. Ein Betätigungsbolzen 44 weist an seiner Außenumfangsfläche ein an das Innengewinde 43 angepasstes Außengewinde 45 auf und ist damit in das Innengewinde 43 der Durchgangsbohrung 41 hineingeschraubt. Außerhalb des Gehäuses 402 ist auf das Außengewinde 45 zusätzlich eine Kontermutter 46 aufgeschraubt, die den Betätigungsbolzen 44 axial bezüglich des Gehäuses 402 fixiert.
  • Der Bereich D von 13 ist in 14 in einer vergrößerten Schnittansicht gezeigt. An einer Innenumfangsfläche 48 der Regelungshülse 423 sind eine Mehrzahl von Aussparungen 429 ausgebildet, von denen in der Schnittführung von 15 nur eine Aussparung zu erkennen ist. In gleicher Weise wie die Aussparungen 29 gemäß der Ausführungsform der 1 bis 3 sind die Aussparungen 429 gemäß der 14 in ihrer Breite und Tiefe zunehmend ausgestaltet. Innerhalb der Regelungshülse 423 ist ein Ventilkolben 422 längsverschieblich geführt, der außerhalb der Regelungshülse 423 einen im Durchmesser vergrößerten Schulterabschnitt 49 aufweist. An einer unteren Stirnseite 50 (13) des Betätigungsbolzens 44, welche Stirnseite der Regelungshülse 423 gegenüberliegt, ist eine Ausnehmung 51 ausgebildet, in der eine Druckfeder 425 aufgenommen ist. Mit ihrem anderen Ende stützt sich die Druckfeder 425 an einem oberen Bereich des Schulterabschnitts 49 des Ventilkolbens 422 ab (14), so dass der Ventilkolben 422 mit seinem Schulterabschnitt 49 von oben auf einen Randbereich der Regelungshülse 423 gedrückt wird, entsprechend der Darstellung von 14.
  • Die Ausführungsform des Druckregelventils 1 gemäß den 13 und 14 weist keinen Magnetantrieb auf, sondern beruht auf einem selbstregulierendem Prinzip, was nachstehend im Detail erläutert ist.
  • In einer Ausgangsstellung des Ventilkolbens 422 liegt dessen Schulterabschnitt 49 auf einem oberen Rand der Regelungshülse 423 auf, gemäß der Darstellung von 14. Dies entspricht einem Schließzustand des Druckregelventils 1, da ein stirnseitiger Rand 430 des Ventilkolbens 422, welcher Rand 430 als Steuerkante dient, sich nicht in Gegenüberstellung mit den Aussparungen 429 der Regelungshülse 423 befindet. In gleicher Weise wie bei den Ventilkolben 22 gemäß der Darstellung von 2 ist durch den Ventilkolben 422 in der Darstellung von 14 eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 versperrt.
  • Ab einem bestimmten Druck innerhalb des Eingangskanals 12 wird der Ventilkolben 422 in 14 nach oben gegen die Vorspannung der Druckfeder 425 verlagert, wobei sich der Schulterabschnitt 49 des Ventilkolbens 422 von dem Randbereich der Regelungshülse 423 abhebt. Hierbei gelangt der stirnseitige Rand 430 des Ventilkolbens 422 in Gegenüberstellung mit den Aussparungen 429 und gibt diese dadurch zumindest teilweise frei. Im Ergebnis liegt dann eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal 12 und dem Ausgangskanal 13 über die Aussparungen 429 vor. Die Länge der Druckfeder 425 ist so gewählt, dass sie auf Block liegt, wenn der stirnseitige Rand 430 des Ventilkolbens 422 kurz vor Erreichen des oberen Rands der Regelungshülse 423 steht. Hierdurch wird verhindert, dass bei einem großen Arbeitsdruck innerhalb des Eingangskanals 12 der Ventilkolben 422 mit seinem stirnseitigem Rand 430 aus der Regelungshülse 423 herausgehoben wird. Gleichzeitig ist hierdurch ein vollständiger Hub des Ventilkolbens 422 sichergestellt, welcher Hub im Wesentlichen einer Länge der Aussparungen 429 entspricht. Dies ermöglicht eine präzise Steuerung der Fluidverbindung im Mikrovolumenbereich.
  • Der Arbeitspunkt des Druckregelventils 1 läßt sich durch ein axiales Verstellen des Betätigungsbolzens 44 innerhalb des Gehäuses 402 erreichen. Hierzu weist der Betätigungsbolzen 44 einen Griffbereich 52 auf. Nach Lösen der Kontermutter 46 kann der Betätigungsbolzen 44 durch ein Erfassen des Griffbereichs 52 beispielsweise weiter in das Innengewinde 43 der Durchgangsbohrung 41 des Gehäuses 402 hineingeschraubt werden, wobei anschließend eine axiale Sicherung mittels der Kontermutter 46 vorgenommen wird. Durch ein solches Hineinschrauben des Betätigungsbolzens 44 wird die Vorspannung der Druckfeder 425 in der Schließstellung des Ventilkolbens 422 erhöht, so dass das Druckregelventil 1 selbsttätig erst ab einem höheren Arbeitsdruck innerhalb des Eingangskanals 12 öffnet. Umgekehrt kann durch ein Herausschrauben des Betätigungsbolzens 44 aus dem Innengewinde 43 der Arbeitspunkt des Druckregelventils 1, ab dem das Ventil selbsttätig öffnet, herabgesetzt werden.
  • In den 15 bis 17 ist die Regelungshülse 423 nochmals in verschiedenen Ansichten gezeigt. 15 zeigt die Regelungshülse 423 in einer Draufsicht von oben, wobei die 16 eine Längsquerschnittansicht der Regelungshülse 423 entlang der Linie A-A von 15 zeigt. 17 stellt die Regelungshülse 423 in einer perspektivischen Ansicht dar.
  • Die Draufsicht von 15 verdeutlicht, dass entlang der Innenumfangsfläche 48 drei Aussparungen 29 ausgebildet sind. Diese Aussparungen 429 erstrecken sich bis zu einem oberen Rand der Regelungshülse 423, auf welchem Rand dann der Schulterabschnitt 49 des Ventilkolbens 422 in seiner Schließstellung aufliegt. Entgegengesetzt zu ihrem oberen Rand weist die Regelungshülse 423 einen Sockelabschnitt 53 (16) mit größerem Außendurchmesser auf. Dieser Sockelabschnitt 53 wirkt mit dem Schulterabschnitt 42 (13) der Durchgangsbohrung 41 des Gehäuses zusammen, um bei montiertem Zustand die Regelungshülse 423 axial innerhalb der Durchgangsbohrung 41 zu fixieren.
  • Die 18 und 19 zeigen eine vereinfachte prinzipielle Darstellung des erfindungsgemäßen Druckregelventils. Die 20 und 21 zeigen ein herkömmliches Ventil nach Art eines Sitz- bzw. Schieberventils.
  • In den 18 und 19 ist ein Ventilkolben 22 innerhalb eines Ventilsitzes 23 geführt. In der Darstellung von 18 ist an einer Innenumfangsfläche des Ventilsitzes eine Aussparung 29 ausgebildet, die in einer Richtung entgegengesetzt zur Schließstellung des Ventilkolbens 22 in ihrer Tiefe radial zur Längsachse des Ventils progressiv zunimmt. Hieraus resultiert eine Kennlinie K1 für diese Ausführungsform. Bei der Ausführungsform gemäß 19 nimmt die Tiefe dieser Nut in Form der Aussparung 29 dagegen linear zu, woraus eine Kennlinie K2 resultiert. Es versteht sich, dass entlang einer Innenumfangsfläche des Ventilsitzes eine Mehrzahl von Aussparungen 29 vorgesehen sein kann, die ebenfalls in ihrer Breite tangential zum Umfang des Ventilkolbens in einer Richtung entgegengesetzt zur Schließstellung des Ventilkolbens zunehmend ausgestaltet sein können. Bei beiden Ausführungsformen gemäß der 19 bzw. 20 ist der Kolben 22 durch eine Druckfeder 25 in Richtung des Ventilsitzes 23 hinein vorgespannt.
  • In 20 ist ein herkömmliches Sitzventil gezeigt, bei dem ein Ventilkolben 60 mit einer Sitzfläche 61 mittels einer Druckfeder 62 gegen den Rand einer Durchgangsbohrung 63 eines Ventilsitzes 64 gedrückt wird. In 20 ist mit P eine Druckseite bezeichnet, und mit A ist eine Auslassseite zum Tank hin bezeichnet. Falls der Ventilkolben 60 wie in 201 gezeigt mit seiner Sitzfläche 61 auf dem Rand der Durchgangsbohrung 63 aufliegt, ist eine Fluidverbindung zwischen der Druckseite P und der Auslassseite A gesperrt. Das Sitzventil gemäß 20 weist eine Kennlinie K3 auf.
  • In 21 ist ein weiteres herkömmliches Druckregelventil nach Art eines Schieberventils prinzipiell vereinfacht dargestellt. Hierbei sind in einem Gehäuse sowohl ein Druckanschluss P als auch ein Auslassanschluss A ausgebildet. Innerhalb des Gehäuses ist ein Ventilkolben 60 verschieblich geführt, wobei dessen vordere Stirnseite als eine Steuerkante für ein Versperren bzw. ein Öffnen einer Fluidverbindung zwischen der Druckseite P und der Auslassseite A dient. In der Darstellung gemäß 21 wird der Kolben 60 durch eine Druckfeder 62 so weit nach links in das Gehäuse hinein gedrückt, so dass die vordere Stirnseite des Kolbens die Fluidverbindung sperrt. Das Schieberventil gemäß 21 weist eine Kennlinie K4 auf.
  • Die verschiedenen Kennlinien der Druckregelventile gemäß der 18 bis 21 sind jeweils mit K1 bis K4 bezeichnet und in 22 in einem Kennliniendiagramm dargestellt, mit einem Volumenstrom Q als Funktion einer Verschiebung s des Kolbens bezüglich des Ventilsitzes. Das Diagramm verdeutlicht bezüglich der Kennlinien K3 und K4, dass bei den herkömmlichen Ventilen bereits bei einer kleinen Verschiebung s des Kolbens 60 aus seiner Schließstellung heraus eine verhältnismäßig große Zunahme des Volumenstroms Q an Hydraulikflüssigkeit vorliegt. Demgegenüber zeigen die Kennlinien K1 und K2 der erfindungsgemäßen Ventile nur eine geringe Zunahme des Volumenstroms Q bei einer Verschiebung S des Ventilkolbens 22 vor, woraus eine präzisere Regelung der Fluidverbindung zwischen Einlass- und Auslasskanal möglich ist. Der unterschiedliche Verlauf der Kennlinien K1 und K2 gegenüber den Kennlinien K3 und K4 resultiert allein aus der unterschiedlichen Ausgestaltung der Wechselwirkung des Ventilkolbens mit seinem Ventilsitz und ist ungeachtet eines möglichen Antriebs des Ventilkolbens oder einer Selbstregulierung des Ventilkolbens zu verstehen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 4107695 A1 [0004]
    • - DE 3925362 A1 [0005]

Claims (20)

  1. Regelventil (1), umfassend ein Ventilgehäuse (2), das einen Eingangskanal (12) und zumindest einen Ausgangskanal (13) aufweist, einen Ventilkolben (22, 122, 222, 322, 422), der in dem Ventilgehäuse (2) aufgenommen und axial zu dessen Längsachse (17) zwischen einer Schließstellung des Ventils und einer Offenstellung des Ventils verschieblich ist, und einen in dem Ventilgehäuse (2) vorgesehenen Ventilsitz (23), mit dem der Ventilkolben (22, 122, 222, 322, 422) zusammenwirkt, um eine Fluidverbindung zwischen dem Eingangskanal (12) und dem Ausgangskanal (13) zu öffnen oder zu sperren, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ventilsitz (23, 123, 223, 423) und/oder in dem Ventilkolben (22, 122, 222, 322, 422) zumindest eine Aussparung (29, 129, 229, 329, 429) ausgebildet ist, die in der Schließstellung des Ventils vollständig überdeckt und in der Offenstellung des Ventils zumindest teilweise freigegeben ist.
  2. Regelventil (1) nach Anspruch 1, bei dem der Ventilsitz (23, 123, 223, 423) den Ventilkolben (22, 122, 222, 322, 422) entlang seines Umfangs umschliesst, so dass der Ventilkolben in dem Ventilsitz verschieblich gelagert ist.
  3. Regelventil (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Ventilsitz durch eine separate Lagerhülse (23, 123, 223, 423) gebildet ist, die in dem Ventilgehäuse (2) aufgenommen ist, wobei der Ventilkolben (22, 122, 222, 322, 422) in der Lagerhülse (23, 123, 223, 423) verschieblich geführt ist.
  4. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Aussparung (29, 229, 429) an einer Innenumfangsfläche des Ventilsitzes (23, 223, 423) ausgebildet ist.
  5. Regelventil (1) nach Anspruch 4, bei dem ein stirnseitiger Rand (30, 430) des Ventilkolbens (22, 422) in Wechselwirkung mit der Aussparung (29, 429) als Steuerkante dient.
  6. Regelventil (1) nach Anspruch 4 oder 5, bei dem eine Breite der Aussparung (29) tangential zum Umfang des Ventilkolbens in einer Richtung entgegengesetzt zur Schließstellung des Ventilkolbens zunimmt.
  7. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei dem eine Tiefe der Nut radial zur Längsachse des Ventils in einer Richtung entgegengesetzt zur Schließstellung des Ventilkolbens zunimmt.
  8. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Aussparung an einer Aussenumfangsfläche des Ventilkolbens ausgebildet ist.
  9. Regelventil (1) nach Anspruch 8, bei dem ein dem Ausgangskanal (13) zugewandter Rand (33) des Ventilsitzes (23) in Wechselwirkung mit einem Bereich (32) der Aussenumfangsfläche des Ventilkolbens (122), in dem die Aussparung (129) nicht ausgebildet ist, als Steuerkante dient.
  10. Regelventil (1) nach Anspruch 8 oder 9, bei dem eine Breite der Aussparung (129) tangential zum Umfang des Ventilkolbens (122) bzw. des Ventilsitzes (123) in einer Richtung entgegengesetzt zur Steuerkante (33) zunimmt.
  11. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem eine Tiefe der Aussparung radial zur Längsachse des Ventils in einer Richtung entgegengesetzt zur Steuerkante (33) zunimmt.
  12. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem der Ventilsitz durch eine in dem Ventilgehäuse (2) ausgebildeten Öffnung gebildet ist, in der der Ventilkolben (22) mit seiner Stirnseite (30) verschieblich geführt ist.
  13. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei dem der Ventilsitz bzw. der Ventilkolben eine Mehrzahl von Aussparungen (29, 129, 229, 329, 429) aufweisen.
  14. Regelventil (1) nach Anspruch 13, bei dem die Aussparungen (29, 129, 229, 329, 429) gleichmäßig um den Umfang des Ventilsitzes bzw. des Ventilkolbens herum angeordnet sind.
  15. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem eine Länge der Aussparung in axialer Richtung des Ventilkolbens im Wesentlichen einem Hub des Ventilkolbens innerhalb des Ventilsitzes entspricht.
  16. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem der Ventilkolben (22, 122, 222, 329) in Richtung des Ventilsitzes magnetisch angetrieben ist.
  17. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem der Ventilkolben (22, 122, 222, 322, 422) in Richtung des Ventilsitzes federvorgespannt ist.
  18. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei dem die Lagerhülse (23, 223, 423) durch Sintern, Formgiessen und/oder durch Prägen hergestellt ist.
  19. Regelventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, das in der Bauart eines Schiebeventils ausgeführt ist und einen innerhalb des Ventilgehäuses (2) längsverschieblich geführten elektromagnetisch antreibbaren Ankerkolben (16) aufweist, der mit dem Ventilkolben (22, 122, 222, 322) verbunden ist, wobei der Öffnungsquerschnitt des Regelventils abhängig von der Position des Ankerkolbens (16) ist.
  20. Regelventil (1) nach Anspruch 19, bei dem der Ankerkolben (16) einstückig mit dem Ventilkolben (22, 122, 222, 322) ausgebildet ist.
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