DE102007031814A1 - Stirnraddifferentialgetriebe - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Stand der Technik
- Die Erfindung geht aus von einem Stirnraddifferentialgetriebe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Es sind bereits Stirnraddifferentialgetriebe mit einer Antriebseinheit, mit zumindest zwei als Hohlräder mit einer Innenverzahnung ausgebildeten Abtriebseinheiten und mit einer Planetenradeinheit, die einen Planetenradträger und zumindest ein Planetenradpaar umfasst, das aus zumindest zwei auf dem Planetenradträger angeordneten Planetenrädern besteht, bekannt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein möglichst kompaktes und leichtes Stirnraddifferentialgetriebe bereitzustellen, das kostengünstig hergestellt werden kann. Sie wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und dem unabhängigen Nebenanspruch.
- Vorteile der Erfindung
- Die Erfindung geht aus von einem Stirnraddifferentialgetriebe mit einer Antriebseinheit, mit zumindest zwei als Hohlräder mit einer Innenverzahnung ausgebildeten Abtriebseinheiten und mit einer Planetenradeinheit, die einen Planetenradträger und zumindest ein Planetenradpaar umfasst, das aus zumindest zwei auf dem Planetenradträger angeordneten Planetenrädern besteht.
- Es wird vorgeschlagen, dass die Planetenradeinheit weniger als drei Planetenradpaare umfasst. Durch eine Einschränkung der Planetenradpaare kann ein kompaktes und leichtes Stirnraddifferentialgetriebe bereitgestellt werden, das kostengünstig hergestellt werden kann.
- Weiter wird vorgeschlagen, dass die Planetenradeinheit genau ein Planetenradpaar mit genau zwei Planetenrädern umfasst. Durch die Verwendung von nur einem Planetenradpaar können Bauraum, Gewicht und Montagekosten eingespart werden, wodurch ein besonders kompaktes und leichtes Stirnraddifferentialgetriebe bereitgestellt werden kann.
- Ferner wird vorgeschlagen, dass die Planetenräder äquidistant zu einer Planetenradträgermittelachse angeordnet sind. Unter einer „Planetenradträgermittelachse" soll insbesondere eine Achse verstanden werden, um die der Planetenradträger eine Drehbewegung ausführen kann. Sie ist insbesondere auch eine Mittelachse des Stirnraddifferentialgetriebes. Durch eine erfindungsgemäße Anordnung der Planetenräder kann eine besonders einfache Anordnung der Abtriebseinheiten gefunden werden.
- Sind weiter die Planetenräder in Bezug auf eine Planetenradträgermittelachse gegenüberliegend angeordnet, kann eine vorteilhafte Anordnung der Planetenräder erreicht werden, wodurch weiterer Bauraum eingespart werden kann.
- Es wird ferner vorgeschlagen, dass die Abtriebseinheiten zumindest eine Aufnahmeeinheit umfassen, die dazu vorgesehen ist, eine Abtriebswelle aufzunehmen. Unter „vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgestattet, ausgelegt und/oder programmiert verstanden werden. Durch eine Aufnahmeeinheit kann das Stirnraddifferentialgetriebe besonders einfach mit einer Abtriebswelle verbunden werden. Insbesondere wenn die Aufnahmeeinheit durch eine Hohlwelle gebildet wird, kann eine vorteilhafte Aufnahmeeinheit bereitgestellt werden. Es sind aber auch andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Aufnahmeeinheiten, wie beispielsweise die Ausbildung durch eine Welle, auf die eine als Hohlwelle ausgebildete Abtriebswelle aufgesteckt wird, denkbar. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn jede Abtriebseinheit eine Aufnahmeeinheit umfasst.
- Weiter wird vorgeschlagen, dass die Aufnahmeeinheiten axial beabstandet angeordnet sind. Dadurch wird axial zwischen den Aufnahmeeinheiten bzw. axial zwischen den Abtriebseinheiten ein Innenraum frei, der als zusätzlicher Bauraum für Teile des Stirnraddifferentialgetriebes genutzt werden kann. Unter „axial" soll insbesondere parallel zu der Planetenradträgermittelachse verstanden.
- Sind die Planetenräder zumindest teilweise in einem Innenraum axial zwischen den Aufnahmeeinheiten angeordnet, kann der Bauraum des Stirnraddifferentialgetriebes weiter reduziert werden.
- Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Abtriebseinheit wenigstens eine Abdeckvorrichtung umfasst, die dazu vorgesehen ist, den Planetenradträger nach außen abzudecken. Dadurch kann verhindert werden, dass Schmutz oder Dreck in das Stirnraddifferentialgetriebe eindringt und zu Beschädigungen des Stirnraddifferentialgetriebes führt.
- Zudem wird vorgeschlagen, dass die Abdeckvorrichtung einstückig mit der Abtriebseinheit ausgeführt ist. Dadurch können weitere Bauteile reduziert werden.
- Weiter wird zumindest eine zwischen der Antriebseinheit und der Abdeckvorrichtung angeordnete Lagereinheit vorgeschlagen. Dadurch kann ein vorteilhaft abgedichtetes Stirnraddifferentialgetriebe erreicht werden, das nach außen abgeschlossen ist.
- Ferner wird vorgeschlagen, dass die Lagereinheit dazu vorgesehen ist, ein Sperrmoment bereitzustellen. Dadurch können Kosten und Bauteile sowie Montageaufwand weiter gesenkt werden, da auf eine zusätzliche Sperreinheit verzichtet werden kann.
- Ist weiter die Lagereinheit dazu vorgesehen, die Abtriebseinheit zumindest teilweise gegen die Antriebseinheit zu sperren, kann eine vorteilhafte Antriebsmomentverteilung realisiert werden.
- Weiter wird eine Zahnradeinheit mit einem Zahnrad und einem auf einem Zahnradträger angeordneten Zahnradbolzen, insbesondere eine Planetenradeinheit für ein Planetenradgetriebe mit einem Planetenrad und mit einem auf einem Planetenradträger angeordneten Planetenradbolzen, vorgeschlagen, die eine Sperrvorrichtung, die dazu vorgesehen ist, das Zahnrad und den Zahnradbolzen kraftschlüssig zu verbinden, umfasst. Dadurch kann ein sperrbares Zahnrad einfach erreicht werden. Ein solches Zahnrad ist für ein Planetenradgetriebe und insbesondere für ein Stirnraddifferentialgetriebe mit einer Innenverzahnung vorteilhaft. Durch eine Ausgestaltung des Planetenradgetriebes mit einem solchen Zahnrad könnte ein Planetenradgetriebe, das ab einer Grenzdrehzahl zwischen Abtriebseinheiten sperrt, einfach realisiert werden. Als Sperreinheiten sind insbesondere mechanische, hydraulische oder magnetorheologische Sperrvorrichtungen vorteilhaft.
- Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Sperrvorrichtung dazu vorgesehen ist, oberhalb einer Grenzdrehzahl des Zahnrads zu sperren. Dadurch kann ein vorteilhaftes Schaltverhalten realisiert werden.
- Ist die Sperrvorrichtung hydrodynamisch ausgebildet, kann eine Sperrvorrichtung mit einem vorteilhaften Schaltverhalten oberhalb der Grenzdrehzahl des Zahnrads besonders einfach realisiert werden.
- Alternativ wird vorgeschlagen, dass die Sperrvorrichtung dazu vorgesehen ist, oberhalb einer Grenzdrehzahl des Zahnradträgers zu sperren. Auch dadurch kann ein vorteilhaftes Schaltverhalten realisiert werden. Eine solche Sperrvorrichtung kann insbesondere mechanisch einfach realisiert werden.
- Zeichnung
- Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
- Es zeigen:
-
1 ein Stirnraddifferentialgetriebe mit einer Innenverzahnung im Schnitt, -
2 eine Seitenansicht des Stirnraddifferentialgetriebes, -
3 eine Außenansicht des Stirnraddifferentialgetriebes, -
4 eine Zahnradeinheit für ein Stirnraddifferentialgetriebe mit einem Zahnrad und mit einer hydrodynamischen Sperrvorrichtung, -
5 eine Zahnradeinheit mit einem Zahnrad und mit einer mechanischen Sperrvorrichtung, -
6 eine Zahnradeinheit mit einer alternativen mechanischen Sperrvorrichtung und -
7 eine weitere Zahnradeinheit mit einer mechanischen Sperrvorrichtung. - Beschreibung der Ausführungsbeispiele
-
1 zeigt ein Stirnraddifferentialgetriebe mit einer Innenverzahnung im Schnitt. Eine Antriebseinheit10a des Stirnraddifferentialgetriebes ist mit einer nicht näher dargestellten Abtriebseinheit eines Schaltgetriebes kraftschlüssig verbunden. Zur Weiterleitung eines Antriebsmoments ist die Antriebseinheit10a fest mit einem Planetenradträger13a verbunden. Der Planetenradträger13a verteilt das Antriebsmoment auf die zwei paarweise angeordneten Planetenräder14a ,15a , die auf einer Kreisbahn geführt werden. Die Planetenräder14a ,15a sind mittels Planetenradbolzen24a ,25a auf dem Planetenradträger13a angeordnet. Die Planetenräder14a ,15a eines Planetenradpaars16a sind um eine halbe Zahnbreite axial versetzt. Sie kämmen mit den jeweils inneren Hälften der Zahnbreite miteinander und mit den jeweils äußeren Hälften der Zahnbreite mit innenverzahnten Hohlrädern, die als Abtriebseinheiten11a ,12a ausgebildet sind. Die Abtriebseinheiten11a ,12a sind koaxial angeordnet. - Die Planetenräder
14a ,15a sind äquidistant zu einer Planetenradträgermittelachse19a angeordnet (2 ). Der Zahneingriff der Planetenräder14a ,15a untereinander liegt auf der Planetenradträgermittelachse19a . Die Planetenräder liegen sich somit in Bezug auf die Planetenradträgermittelachse19a gegenüber. - Die Abtriebseinheiten
11a ,12a , umfassen je eine Aufnahmeeinheit17a ,18a . Die Aufnahmeeinheiten17a ,18a sind einstückig mit den Abtriebseinheiten11a ,12a ausgeführt und als Hohlwellen ausgebildet. Die Abtriebseinheiten11a ,12a dienen als Aufnahmeeinheiten17a ,18a für nicht näher dargestellte Abtriebswellen. Die Aufnahmeeinheiten17a ,18a und die Abtriebseinheiten sind axial beabstandet angeordnet, wodurch ein axial zwischen den Hohlwellen liegender Innenraum frei wird. In dem Innenraum sind die Planetenräder14a ,15a angeordnet. - Die Abtriebseinheiten
11a ,12a sind einstückig mit Abdeckvorrichtungen20a ,21a ausgeführt, die den Planetenradträger13a nach außen abdecken und somit das Stirnraddifferentialgetriebe nach außen abschließen (3 ). Zwischen den Abdeckvorrichtungen20a ,21a und der Antriebseinheit10a ist je eine Lagereinheit22a ,23a angeordnet, die die Abdeckvorrichtungen20a ,21a und die Antriebseinheit10a trennt. Die Lagereinheiten22a ,23a weisen eine innere Reibung auf. Durch die Reibung wird ein Teil des Antriebsmoments direkt von der Antriebseinheit10a auf die Abtriebseinheiten11a ,12a übertragen und wirkt somit als ein Sperrmoment zwischen den Abtriebseinheiten11a ,12a und der Antriebseinheit10a . Das Stirnraddifferentialgetriebe ist dadurch teilweise gesperrt. Das durch die Lagereinheiten22a ,23a übertragene Sperrmoment hängt von der Ausführung der Lagereinheiten22a ,23a ab. Die in diesem Ausführungsbeispiel gezeigte Gleitlagereinheit überträgt ein vergleichsweise hohes Sperrmoment. Ein hohes Sperrmoment wird vorzugsweise für einen Offroad-Einsatz benötigt. Alternativ kann auch eine Wälzlagereinheit eingesetzt werden, die ein vergleichsweise niedriges Moment überträgt und vorzugsweise für den Straßeneinsatz geeignet ist. - Durch die Verwendung von nur einem Planetenradpaar
16a mit zwei Planetenrädern14a ,15a können nur geringe Antriebsmomente übertragen werden, wie sie beispielsweise durch Brennkraftmaschinen bereitgestellt werden, die in kleinen Kraftfahrzeugen und insbesondere in sogenannten Quads eingesetzt werden. Durch ein erfindungsgemäßes Stirnraddifferentialgetriebe könnten solche Fahrzeuge kostengünstig mit einem zumindest teilweise entsperrten Antrieb ausgerüstet werden, wodurch die Fahrstabilität solcher Fahrzeuge erhöht werden kann. Bei einem Einsatz in einem Quad könnte die Antriebseinheit10a ein Kettenrad aufweisen, Starrachsen des Quads könnten direkt an die Abtriebseinheiten11a ,12a angebunden werden. - Sollen höhere Antriebsmomente übertragen werden, können auch zwei Planetenradpaare mit je zwei Planetenrädern in dem Stirnraddifferentialgetriebe angeordnet werden. Auch ein solches Stirnraddifferentialgetriebe kann kompakt und kostengünstig konstruiert werden. Eine Anordnung von zwei Planetenradpaaren ist hier nicht näher dargestellt.
-
4 zeigt eine Zahnradeinheit mit einem Zahnrad31b und mit einer hydrodynamischen Sperrvorrichtung32b . Die Zahnradeinheit mit der Sperrvorrichtung32b ist insbesondere für ein Stirnraddifferentialgetriebe, wie es in den1 bis3 gezeigt ist, vorteilhaft, wobei die Zahnradeinheit, die im Stirnraddifferentialgetriebe die Planetenradeinheit bildet, zumindest ein weiteres Zahnrad mit einer Sperrvorrichtung umfassen müsste. - Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele in der folgenden Figurenbeschreibung ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den
1 bis3 durch die Buchstaben b bis e in den Bezugszeichen der Ausführungsbeispiele in den4 bis7 ersetzt. Die Ausführungsbeispiele von Zahnradeinheiten in den4 bis7 sind insbesondere für Stirnraddifferentialgetriebe, wie es beispielsweise in den1 bis3 dargestellt ist, vorteilhaft, wobei sich die nachfolgende Beschreibung im Wesentlichen auf die Unterschiede zu dem Ausführungsbeispiel in den1 bis3 beschränkt und bezüglich gleich bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen auch auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels in den1 bis3 verwiesen werden kann. - Das Zahnrad
31b der Zahnradeinheit in4 ist als ein Losrad auf einem Zahnradbolzen33b ausgeführt und auf einem Zahnradträger34b angeordnet. Eine Drehbewegung des Zahnradträgers34b führt das Zahnrad31b auf einer Kreisbahn. Eine Zahnradträgermittelachse35b ist verschieden von einer Zahnradbolzenmittelachse36b . Zwischen dem Zahnrad31b und dem Zahnradbolzen33b ist die Sperrvorrichtung32b angeordnet. Die Sperrvorrichtung32b umfasst eine Lamelleneinheit37b und ein in die Lamelleneinheit37b eingebrachtes Betriebsmittel mit einer vorteilhaften Viskosität. Dreht sich das Zahnrad31b relativ zu dem Zahnradbolzen33b , wird durch das Betriebsmittel eine Scherwirkung zwischen Lamellen der Lamelleneinheit37b aufgebaut. Durch die Scherwirkung wird das Zahnrad31b kraftschlüssig mit dem Zahnradbolzen33b verbunden. Eine Grenzdrehzahl des Zahnrads31b , oberhalb der die Sperrvorrichtung32b sperrt, wird über die Viskosität des Betriebsmittels definiert. - Eine solche Sperrvorrichtung
32b ist für ein Planetenradgetriebe und insbesondere für ein Stirnraddifferentialgetriebe mit einer Innenverzahnung, wie es in1 gezeigt ist, vorteilhaft. Durch eine solche Sperrvorrichtung32b kann das Planetenradgetriebe gesperrt werden, wenn eine Drehzahl des Zahnrads31b , das als ein Planetenrad ausgeführt ist, hoch ist. Für ein Planetenradgetriebe mit mehr als einem Planetenrad kann es vorteilhaft sein, wenn in mehr als einem Planetenrad eine Sperrvorrichtung angeordnet ist. -
5 zeigt als eine alternative Ausgestaltung eine Zahnradeinheit mit einem Zahnrad31c und mit einer mechanischen Sperrvorrichtung32c , die oberhalb einer Grenzdrehzahl eines Zahnradträgers34c sperrt. - Die Sperrvorrichtung
32c , die oberhalb einer Grenzdrehzahl des Zahnradträgers34c sperrt, ist in einem Zahnradbolzen33c angeordnet. Die Sperrvorrichtung32c ist als eine mechanische Fliehkraftkupplung ausgeführt, bei der eine Grenzdrehzahl des Zahnradträgers34c durch eine Federeinheit38c definiert ist. Sie ist, bezogen auf eine Zahnradträgermittelachse35c , radial nach außen angeordnet, wodurch eine Fliehkraft, die durch eine Drehbewegung des Zahnradträgers34c entsteht, in einer Richtung an einem Reibbelag39c der Sperrvorrichtung32c angreift, in der die Sperrvorrichtung32c gesperrt werden kann. Ist die an dem Reibbelag39c angreifende Fliehkraft größer als die Kraft der Federeinheit38c , wird der Reibbelag39c gegen den Zahnradbolzen33c gedrückt und die Sperrvorrichtung32c verbindet den Zahnradbolzen33c und das Zahnrad31c kraftschlüssig miteinander. -
6 zeigt eine Zahnradeinheit mit einer alternativen mechanischen Sperrvorrichtung32d , die wirkt, wenn eine Drehzahl eines Zahnrads31d , das mittels eines Zahnradbolzens33d auf einem Zahnradträger34d angeordnet ist, größer ist als eine Grenzdrehzahl des Zahnrads31d . Eine Fliehkraft, die durch eine Drehzahl des Zahnrads31d entsteht, wirkt auf eine Umlenkeinheit40d . Die Umlenkeinheit40d setzt die, bezogen auf eine Zahnradbolzenmittelachse36d , radial nach außen wirkende Fliehkraft in eine radial nach innen wirkende Kraft um. Dadurch wird ein Reibbelag39d gegen den Zahnradbolzen33d gedrückt und das Zahnrad31d stellt mit dem Zahnradbolzen33d eine kraftschlüssige Verbindung her. Die Umlenkeinheit40d umfasst einen Betriebsmittelkanal41d und eine Gewichtseinheit42d . Aufgrund von Gewichtsverhältnissen zwischen der Gewichtseinheit42d und dem Reibbelag39d ist die an der Gewichtseinheit42d angreifende Fliehkraft größer als die an dem Reibbelag39d angreifende Fliehkraft, wodurch der Reibbelag39d nach innen gedrückt wird. Alternativ ist auch eine mechanische Umlenkeinheit, die nach einem Hebelprinzip funktioniert, denkbar. -
7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Zahnradeinheit mit einer mechanischen Sperrvorrichtung32e . Ein auf einem Zahnradträger34e angeordneter Zahnradbolzen33e ist als ein Hohlbolzen ausgeführt und ein auf den Zahnradbolzen33e aufgestecktes Zahnrad31e weist eine ringförmige Vertiefung auf, in die der als Hohlbolzen ausgeführte Zahnradbolzen33e eingreift. Ein innerer Teil des Zahnrads31e , der bolzenförmig ausgeformt ist, liegt innerhalb des Zahnradbolzens33e . In dem bolzenförmigen inneren Teil des Zahnrads31e ist die Sperrvorrichtung32e , die zumindest einen, vorteilhafterweise zumindest zwei Reibbeläge39e umfasst, angeordnet. Wird das Zahnrad31e relativ zum Zahnradbolzen33e mit einer Drehzahl beaufschlagt, greift an den Reibbelägen39e eine, bezogen auf eine Zahnradbolzenmittelachse36e , radial nach außen wirkende Fliehkraft an. Die Fliehkraft ist entgegengesetzt gerichtet zu einer Kraft von Federeinheiten38e , über die eine Grenzdrehzahl des Zahnrads31e definiert wird, ab der die Sperrvorrichtung32e sperrt. Ist die Drehzahl des Zahnrads31e größer als die Grenzdrehzahl des Zahnrads31e , übersteigt die Fliehkraft die Kraft der Federeinheiten38e und die Reibbeläge39e werden gegen den Zahnradbolzen33e gedrückt, wodurch sie eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Zahnrad31e und dem Zahnradbolzen33e herstellen. Die Sperrvorrichtung32e ist gesperrt. - Alternativ zu den gezeigten Sperrvorrichtungen sind auch magnetorheologische Sperrvorrichtungen denkbar, die analog zu der hydrodynamischen Sperrvorrichtung aus
4 aufgebaut sind und zusätzlich eine Magnetfeldeinheit umfassen, die eine Viskosität eines magnetorheologischen Betriebsmittels einstellt. Magnetorheologische Sperrvorrichtungen können jedoch vorteilhafterweise durch eine Regel- und Steuereinheit gesperrt werden. -
- 10
- Antriebseinheit
- 11
- Abtriebseinheit
- 12
- Abtriebseinheit
- 13
- Planetenradträger
- 14
- Planetenrad
- 15
- Planetenrad
- 16
- Planetenradpaar
- 17
- Aufnahmeeinheit
- 18
- Aufnahmeeinheit
- 19
- Planetenradträgermittelachse
- 20
- Abdeckvorrichtung
- 21
- Abdeckvorrichtung
- 22
- Lagereinheit
- 23
- Lagereinheit
- 24
- Planetenradbolzen
- 25
- Planetenradbolzen
- 31
- Zahnrad
- 32
- Sperrvorrichtung
- 33
- Zahnradbolzen
- 34
- Zahnradträger
- 35
- Zahnradträgermittelachse
- 36
- Zahnradbolzenmittelachse
- 37
- Lamelleneinheit
- 38
- Federeinheit
- 39
- Reibbelag
- 40
- Umlenkeinheit
- 41
- Betriebsmittelkanal
- 42
- Gewichtseinheit
Claims (16)
- Stirnraddifferentialgetriebe mit einer Antriebseinheit (
10a ), mit zumindest zwei als Hohlräder mit einer Innenverzahnung ausgebildeten Abtriebseinheiten (11a ,12a ) und mit einer Planetenradeinheit, die einen Planetenradträger (13a ) und zumindest ein Planetenradpaar (16a ) umfasst, das aus zumindest zwei auf dem Planetenradträger (13a ) angeordneten Planetenrädern (14a ,15a ) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetenradeinheit weniger als drei Planetenradpaare (16a ) umfasst. - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetenradeinheit genau ein Planetenradpaar (
16a ) mit genau zwei Planetenrädern (14a ,15a ) umfasst. - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetenräder (
14a ,15a ) äquidistant zu einer Planetenradträgermittelachse (19a ) angeordnet sind. - Stirnraddifferentialgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetenräder (
14a ,15a ) in Bezug auf eine Planetenradträgermittelachse (19a ) gegenüberliegend angeordnet sind. - Stirnraddifferentialgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebseinheiten (
11a ,12a ) zumindest eine Aufnahmeeinheit (17a ,18a ) umfassen, die dazu vorgesehen ist, eine Abtriebswelle aufzunehmen. - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheiten (
17a ,18a ) axial beabstandet angeordnet sind. - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetenräder (
14a ,15a ) zumindest teilweise in einem Innenraum axial zwischen den Aufnahmeeinheiten (17a ,18a ) angeordnet sind. - Stirnraddifferentialgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebseinheiten (
11a ,12a ) wenigstens eine Abdeckvorrichtung (20a ,21a ) umfassen, die dazu vorgesehen ist, den Planetenradträger (13a ) nach außen abzudecken. - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckvorrichtung (
20a ,21a ) einstückig mit der Abtriebseinheit (11a ,12a ) ausgeführt ist. - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch zumindest eine zwischen der Antriebseinheit (
10a ) und der Abdeckvorrichtung (20a ,21a ) angeordnete Lagereinheit (22a ,23a ). - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinheit (
22a ,23a ) dazu vorgesehen ist, ein Sperrmoment bereitzustellen. - Stirnraddifferentialgetriebe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinheit (
22a ,23a ) dazu vorgesehen ist, die Abtriebseinheit (11a ,12a ) zumindest teilweise gegen die Antriebseinheit (10a ) zu sperren. - Zahnradeinheit mit einem Zahnrad (
31b –e) und einem auf einem Zahnradträger (34b –e) angeordneten Zahnradbolzen (33b –e), insbesondere eine Planetenradeinheit für ein Planetenradgetriebe mit einem Planetenrad (14a ,15a ) und mit einem auf einem Planetenradträger (13a ) angeordneten Planetenradbolzen (24a ,25a ), insbesondere für ein Planetenradgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sperrvorrichtung (32b –e), die dazu vorgesehen ist, das Zahnrad (31b –e) und den Zahnradbolzen (33b –e) kraftschlüssig zu verbinden. - Zahnradeinheit nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (
32b ) hydrodynamisch ausgebildet ist. - Zahnradeinheit nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (
32b ;32d ;32e ) dazu vorgesehen ist, oberhalb einer Grenzdrehzahl des Zahnrads (32b ;32d ;32e ) zu sperren. - Zahnradeinheit nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (
32c ) dazu vorgesehen ist, oberhalb einer Grenzdrehzahl des Zahnradträgers (34c ) zu sperren.
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