DE102007039222A1 - Vorrichtung zum Antreiben einer Rotationsbogendruckmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antreiben einer Rotationsbogendruckmaschine mit wenigstens einem Druck- und/oder Lackwerk, wobei in jedem Druck- und/oder Lackwerk ein eine Druckform tragender Zylinder mit einem Direktantrieb gekoppelt ist. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung einer hohen Flexibilität bei der Durchführung von Betriebsvorgängen eine kostengünstige Antriebslösung vorzuschlagen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zwischen dem ersten Zahnrad (19) und der Zwischenwelle (18) und zwischen dem zweiten Zahnrad (20) und der Zwischenwelle (18) jeweils eine Schaltkupplung (21, 22) angeordnet ist, mit der die Zahnräder (19, 20) wahlweise mit der Zwischenwelle (18) trennbar oder verbindbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antreiben einer Rotationsbogendruckmaschine mit wenigstens einem Druck- und/oder Lackwerk, wobei in jedem Druck- und/oder Lackwerk ein eine Druckform tragender Zylinder mit einem Direktantrieb gekoppelt ist.
- Druckmaschinen verfügen über eine Vielzahl von Einrichtungen, die im Druckbetrieb, Einrichtbetrieb oder Wartungsbetrieb der Druckmaschine angetrieben werden müssen. Bei klassischen Konstellationen werden alle anzutreibenden Einrichtungen einer Druckmaschine von einem so genannten Hauptantrieb der Druckmaschine angetrieben. Alle anzutreibenden Einrichtungen sind dann üblicherweise mechanisch über Getriebe oder Zahnriemen mit dem Hauptantrieb verbunden.
- Bei anderen Konzepten für Druckmaschinen sind zumindest einige der anzutreibenden Einrichtungen einer Druckmaschine eigenmotorisch angetrieben. So sind aus dem Stand der Technik bereits Antriebe bekannt, bei denen die bisher übliche mechanische Antriebskopplung der Plattenzylinder und/oder Gummizylinder mit dem zentralen Antriebsräderzug permanent aufgehoben ist und diese Rotationskörper jeweils einzeln separat angetrieben werden (
DE 196 23 224 A1 ,DE 199 03 869 A1 ). - Eine Druckmaschine, deren Druckwerke eigenmotorisch angetriebene Plattenzylinder aufweisen, ist aus der
EP 0 834 398 B1 bekannt. Die vom Hauptantrieb angetriebenen Gummizylinder der Druckwerke und die eigenmotorisch angetriebenen Plattenzylinder sind über jeweils eine schaltbare Kupplung koppelbar bzw. entkoppelbar. - Aus der
ist eine Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial bekannt mit einem steuerbaren Direktantrieb für einen einzeln antreibbaren Zylinder. Von einem zumindest für den Transport des Bogenmaterials mittels Bogenführungszylindern vorgesehenen Räderzug einer Bogendruckmaschine ist ein Plattenzylinder oder ein Gummizylinder entkoppelt mittels Einzelantrieb direkt betreibbar. Durch die einzelnen und unabhängig von den übrigen Zylindern motorisch antreibbaren Plattenzylinder werden neben drucktechnischen Korrekturmöglichkeiten auch weitere Vorgänge wie Plattenwechsel oder Reinigen von Zylindern realisiert. Das dem Plattenzylinder zugeordnete Farbwerk weist wenigsten eine Walze auf, welche mit einem motorischen Direktantrieb antreibbar ist. Alternativ sind bestimmte Farbwerkwalzen antriebseitig mit dem Räderzug über den Hauptantrieb gekoppelt. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die Arbeitsabläufe, insbesondere beim Waschen der Zylinder, einzeln bzw. sequentiell durchgeführt werden müssen.EP 812 683 A1 - In
DE 10 2004 039 588 A1 ist eine Vorrichtung zum Steuern einer Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial beschrieben, bei der durch die Anordnung einer schaltbaren Kupplung das Farbwerk temporär aus dem Hauptantrieb und Räderzug der Bogenführungszylinder getrennt und mit dem direkt angetriebenen, die Druckform tragenden Zylinder gekoppelt wird. Antriebsseitig ist das Farbwerk insbesondere für die Reinigungsprozesse, über den direkt angetriebenen, die Druckform tragenden Zylinder betreibbar. Nach Beendigung der Reinigungsprozesse wird die Antriebsverbindung des Farbwerkes zum direkt angetriebenen, die Druckform tragenden Zylinder getrennt und das Farbwerk wieder mechanisch in den Haupantrieb und Räderzug der Bogenführungszylinder eingekoppelt. - Durch die Verwendung nur einer Kupplung sind aber die Möglichkeiten zur Durchführung verschiedener Betriebsvorgänge beschränkt.
- Einen Antrieb hoher Flexibilität für die wahlweise Durchführung von verschiedenen Betriebsvorgängen wird in
DE 10 2005 036 786 B3 vorgeschlagen. - Hierfür ist am Druckform tragenden Zylinder ein zweiteilig ausgebildetes Kupplungszahnrad angeordnet. Das Kupplungszahnrad besteht aus zwei Zahnrädern, die in zwei Radebenen angeordnet sind. Weiterhin ist dieser Antrieb mit einem kraftschlüssig wirkenden Schaltkupplungssystem, speziell einer zweiteiligen, einzeln schaltbaren Doppelkupplung ausgeführt. Bei eventuellem Ausfall des Einzelantriebes ermöglicht das Schaltkupplungssystem den Antrieb des die Druckform tragenden Zylinders mittels Hauptantrieb.
- Das Schaltsystem weist aber einen komplizierten Aufbau auf.
- Da es am Wellenzapfen des die Druckform tragenden Zylinders angeordnet ist, muss es in relativ großer Dimensionierung und mit großer Präzision ausgeführt werden.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung einer hohen Flexibilität bei der Durchführung von Betriebsvorgängen eine kostengünstige Antriebslösung vorzuschlagen.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
1 . Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. - Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass eine Druckmaschine mit hoher Flexibilität bereitgestellt werden kann. Betriebsvorgänge sind vorzugsweise gleichzeitig bzw. zumindest phasenversetzt durchführbar.
- Durch die Anordnung einer Zwischenwelle wird die Möglichkeit geschaffen, klein dimensionierte und damit sowohl Kosten sparende als auch Platz sparende Schaltsysteme einzusetzen. Die Kupplungsprozesse lassen sich dadurch effektiver gestalten.
- Auf der Zwischenwelle sind zwei Schaltkupplungen angeordnet. Die Schaltkupplungen werden vorzugsweise pneumatisch betätigbar ausgeführt. Als Bauform kommen Lamellenkupplungen oder Zahnkupplungen in Frage. Die Kupplungen sind von einer Steuereinrichtung je nach gewählter Betriebsart betätigbar.
- Beim parallel ablaufenden Waschvorgängen mit bedarfsweise einstellbaren Waschgeschwindigkeiten ist nicht nur eine kurze Reinigungszeit erzielbar, sondern auch eine hohe Reinigungsqualität.
- Bei Ausfall eines Einzelantriebes des die Druckform tragenden Zylinders ermöglicht das Schaltungssystem, durch eine mechanische Verbindung den zuvor einzeln angetriebenen Zylinder mit dem Antriebsräderzug und Hauptantrieb der Druckmaschine weiter zu betreiben.
- Weiterhin kann bei derselben Schaltstellung in einem nicht am Druck beteiligten Druckwerk einer Mehrfarbendruckmaschine der Einzelantrieb für den Plattenzylinder genutzt werden, um ein Bremsmoment in den Räderzug einzuspeisen. Der Einzelantrieb wird hierfür so angesteuert, dass im Wesentlichen eine gleichmäßige Verspannung des die Druckmaschine antreibenden Zahnrädergetriebes gewährleistet ist. Lastmomentabhängige Druckfehler in nicht am Druck beteiligten Druckwerken, verursacht durch fehlende Farbspaltung und fehlende Reibkräfte, können mit der Erfindung sicher vermieden und die Druckqualität spürbar verbessert werden.
- Bei dieser Betriebsweise eines Druckwerkes sind das Farbwerk und das Feuchtwerk vom Plattenzylinder abgestellt, d. h. der Druckkontakt zwischen den Walzen und dem Plattenzylinder ist aufgehoben. Vorteilhafterweise kann das Farbwerk durch eine zusätzliche Kupplung vom Getriebezug abgekoppelt und damit stillgesetzt werden.
- Im Folgenden soll die Erfindung beispielhaft erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen stellen dabei dar:
-
1 : Schematische Darstellung einer Bogendruckmaschine -
2 : Antriebsschema für ein Druckwerk einer Bogendruckmaschine mit Plattenzylindereinzelantrieb -
3 : Antriebsschema für ein Druckwerk mit abkoppelbarem Farbwerk - In
1 ist eine Bogendruckmaschine mit einem Bogenanleger3 , mehreren Druckwerken1 , einem Lackwerk2 sowie einer Auslage4 dargestellt. Jedes Druckwerk1 besteht aus einem als Druckzylinder ausgebildeten Bogenführungszylinder5 , einem Gummizylinder6 und einem Plattenzylinder7 . Dem Plattenzylinder7 ist ein Farbwerk8 und bei Be darf in Drehrichtung des Plattenzylinders7 vor dem Farbwerk8 ein Feuchtwerk9 zugeordnet. - Das Lackwerk
2 besteht aus einer Dosiereinrichtung10 , einer Lackauftragswalze11 und einem Lackformzylinder12 . - Der Bogentransport erfolgt durch die Bogenführungszylinder
5 . Der Antrieb erfolgt über den zentralen Räderzug des Hautantriebes13 . Ebenso sind Gummizylinder6 und Farbwerk8 an den zentralen Räderzug des Hauptantriebes13 gekoppelt. Die Plattenzylinder7 und Lackformzylinder12 sind vom zentralen Räderzug entkoppelt durch einen Einzelantrieb14 einzeln antreibbar. - Jedem Gummizylinder
6 , jedem Plattenzylinder/Druckformzylinder7 und jedem Lackformzylinder12 kann eine Reinigungsvorrichtung zugeordnet werden. Jedes Farbwerk8 weist eine Farbwerkswascheinrichtung auf (nicht dargestellt). - In
2 ist das Antriebsschema für ein Druckwerk1 einer Rotationsbogendruckmaschine dargestellt. - Der als Druckzylinder ausgebildete Bogenführungszylinder
5 und der Gummizylinder6 sind mittels Räderzug und Hauptantrieb13 antreibbar. - Der Plattenzylinder
7 ist vom Räderzug und Hauptantrieb13 entkoppelt durch einen Einzelantrieb14 antreibbar. Von dem Einzelantrieb14 ist nur der Antriebsmotor dargestellt. - Der Einzelantrieb
14 weist einen lösbar endseitig am Plattenzylinder7 angeordneten Rotor und einen dazu konzentrisch angeordneten, am Seitengestell lösbar fixierten Stator auf. Von dem dem Plattenzylinder7 zugeordneten Farbwerk8 ist zumindest eine Farbwerkwalze17 vom Räderzug und Hauptantrieb13 antreibbar. - Am Plattenzylinder
7 ist in einer ersten Radebene ein Zwischenzahnrad15 frei drehbar angeordnet und in einer zweiten Radebene ein Zylinderzahnrad16 fest angeordnet. Das Zwischenzahnrad15 ist Bestandteil des durchgehenden Räderzuges, der druckwerkübergreifend alle zentral anzutreibenden Zylinder, Walzen und Trommeln verbindet und auf dem der Eintrieb vom Hauptantrieb13 einspeisbar ist. - Zwischen dem Plattenzylinder
7 und der Farbwerkwalze17 des Farbwerkes8 , vorzugsweise ein Reibzylinder, ist eine Zwischenwelle18 angeordnet, an der ein erstes Zahnrad19 und ein zweites Zahnrad20 derart frei drehbar angeordnet ist, dass das Zylinderzahnrad16 am Plattenzylinder7 mit dem ersten Zahnrad19 an der Zwischenwelle18 und das Zwischenzahnrad15 am Plattenzylinder7 mit dem zweiten Zahnrad20 an der Zwischenwelle18 im Eingriff ist. - An der Zwischenwelle
18 ist fluchtend beabstandet vom ersten Zahnrad19 eine erste Schaltkupplung21 und fluchtend beabstandet vom zweiten Zahnrad20 eine zweite Schaltkupplung22 fest angeordnet. Die Schaltkupplungen21 und22 sind im Ausführungsbeispiel als pneumatische Zahnkupplungen ausgeführt. - Ein drittes Zahnrad
23 ist mit der Zwischenwelle18 fest verbunden. Dieses dritte Zahnrad23 ist im Eingriff mit einem nachgeordneten Zahnrad zum Antreiben des Farbwerkes8 . - Das Zylinderzahnrad
16 am Plattenzylinder7 ist in Eingriff mit einem Zahnrad24 auf der Antriebswelle der Feuchtauftragswalze25 . Eine Schaltkupplung26 – zugeordnet dem Zahnrad24 auf der Antriebswelle der Feuchtauftragswalze25 – ermöglicht das An- oder Abkoppeln des Einzelantriebes14 an das Feuchtwerk9 . Diese Schaltkupplung26 ist im Ausführungsbeispiel als pneumatische Lamellenkupplung ausgeführt. - In
3 ist das Antriebsschema für ein Druckwerk1 mit einem über eine Farbwerkwalze17 antreibbaren Farbwerk8 dargestellt, mit dem wahlweise die Farbwerkwalze17 von der Zwischenwelle18 abgekoppelt und stillgesetzt werden kann. Beabstandet vom ersten und zweiten Zahnrad19 ,20 ist ein drittes Zahnrad27 frei drehbar auf der Zwischenwelle18 angeordnet. Dieses dritte Zahnrad27 ist im Eingriff mit einem nachgeordneten Zahnrad zum Antreiben der Farbwerkwalze17 . Auch dem dritten Zahnrad27 ist an der Zwischenwelle18 eine Schaltkupplung29 zugeordnet. - Zur Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung:
- In einer ersten Schaltstellung ist die erste Schaltkupplung
21 der Zwischenwelle18 zum ersten Zahnrad19 ausgekuppelt und die zweite Schaltkupplung22 zum zweiten Zahnrad20 eingekuppelt. Hierbei wird der über das erste Zahnrad20 vom Hauptantrieb13 und Räderzug kommende Eintrieb auf eine Farbwerkwalze17 des Farbwerkes8 eingespeist. Der Plattenzylinder7 wird mittels Einzelantrieb14 angetrieben. - Diese Schaltstellung wird vorzugsweise für den Druckbetrieb genutzt.
- Soll zusammen mit einem Feuchtwerk
9 gedruckt werden, wird zusätzlich die Schaltkupplung26 auf der Feuchtauftragswalze25 eingekuppelt. - Dadurch wird das Antriebsmoment des Einzelantriebes
14 zum Feuchtwerk9 weitergeleitet. Wird z. B. im Trockenoffsetverfahren gedruckt, bleibt die Schaltkupplung26 ausgekoppelt. - Bei Druckunterbrechung ist in dieser Schaltstellung vorzugsweise ein Druckplattenwechsel realisierbar.
- In einer zweiten Schaltstellung ist die zweite Schaltkupplung
22 der Zwischenwelle18 zum zweiten Zahnrad20 ausgekuppelt und die erste Schaltkupplung21 zum ersten Zahnrad19 eingekuppelt. Hierbei wird der über das zweite Zahnrad19 vom Einzelantrieb14 kommende Eintrieb auf eine Walze des Farbwerkes8 eingespeist. - Diese Schaltstellung wird vorzugsweise für den Reinigungsprozess genutzt.
- Das Farbwerk
8 kann in dieser Schaltstellung parallel zum Gummizylinder6 und/oder zum als Druckzylinder ausgebildeten Bogenführungszylinder5 gewaschen werden. - Dabei werden die zu reinigenden Walzen des Farbwerkes
8 synchron mit dem Plattenzylinder7 und bei Bedarf die Feuchtauftragswalze25 in einer ersten Umfangsgeschwindigkeit angetrieben und die mittels Räderzug angetriebenen Zylinder (Gummizylinder6 , Druckzylinder5 ) zur Reinigung mit einer zweiten Umfangsgeschwindigkeit angetrieben. - Nach Abschluss des Waschprozesses wird die temporäre Kopplung des direkt angetriebenen Plattenzylinders
7 mit einer Walze des Farbwerkes8 getrennt und wieder die erste Schaltstellung für den Druckbetrieb realisiert. Diese Schaltstellung kann auch zum Farbe einlaufen lassen genutzt werden. - In einer dritten Schaltstellung ist sowohl die erste Schaltkupplung
21 als auch die zweite Schaltkupplung22 der Zwischenwelle18 zum ersten Zahnrad19 und zum Zahnrad20 ausgekuppelt. Das erste Zahnrad19 und das zweite Zahnrad20 der Zwischenwelle18 auf die ein Antrieb vom Hauptantrieb13 oder vom Einzelantrieb14 eingespeist wird, drehen frei mit und übertragen den Antrieb nicht weiter. - Variante: Schaltkupplung
26 ist eingekuppelt. - In dieser Schaltstellung ist das Farbwerk
8 stillgesetzt und das Feuchtwerk9 angetrieben. Diese Schaltstellung wird vorzugsweise für das Vorfeuchten des Bedruckstoffes im in Transportrichtung ersten Druckwerk1 gewählt. Die dem ersten Druckwerk1 folgenden Druckwerke1 sind auf Druckbetrieb eingestellt. - Variante: Schaltkupplung
26 ist ausgekuppelt. - In dieser Schaltstellung ist das Farbwerk
8 und das Feuchtwerk9 stillgesetzt. - Der Einzelantrieb
14 treibt den Plattenzylinder7 an. - In einer vierten Schaltstellung ist sowohl die erste Schaltkupplung
21 als auch die zweite Schaltkupplung22 der Zwischenwelle18 zum ersten Zahnrad19 und zum zweiten Zahnrad20 eingekuppelt. - In dieser Schaltstellung können der Plattenzylinder
7 , das Farbwerk8 und bei Bedarf die Feuchtauftragswalze25 des Feuchtwerks9 vom Hauptantrieb13 über den Räderzug angetrieben werden. - Diese Schaltstellung kann z. B. bei Ausfall des Einzelantriebes
14 für den Druckbetrieb genutzt werden. - Der Motor des direkt angetriebenen Plattenzylinders
7 ist dabei stromlos und dreht frei mit. - Diese Schaltstellung ist auch geeignet, um ein Bremsmoment bei einem nicht am Druck beteiligten Druckwerk
1 in den Räderzug einzuspeisen. - Bei dieser Betriebsweise ist das Farbwerk
8 abgewählt und vom Plattenzylinder7 abgestellt, so dass keine Druckfarbe auf den Plattenzylinder7 übertragen wird. Das Farbwerk8 wird aber weiter angetrieben. Um eine Beschädigung der Walzen des Farbwerkes8 zu vermeiden, muss Drucköl oder Walzenpaste eingebracht werden. Soll bei einem nachfolgenden Druckauftrag das Druckwerk1 wieder in den Druckbetrieb integriert werden, so muss das Drucköl oder die Walzenpaste aufwändig entfernt werden. - Von Vorteil ist deshalb ein Antriebsschema gemäß
3 . Die vierte Schaltstellung der beiden Schaltkupplungen21 ,22 kann nun mit einer ausgekuppelten dritten Schaltkupplung28 kombiniert werden. In dieser Schaltstellung ist das Farbwerk8 stillgesetzt. Mit dem Einzelantrieb14 wird ein Bremsmoment in den Räderzug eingespeist. -
- 1
- Druckwerk
- 2
- Lackwerk
- 3
- Bogenanleger
- 4
- Auslage
- 5
- Bogenführungszylinder
- 6
- Gummizylinder
- 7
- Druckformzylinder, Plattenzylinder
- 8
- Farbwerk
- 9
- Feuchtwerk
- 10
- Dosiereinrichtung
- 11
- Lackauftragswalze
- 12
- Lackformzylinder
- 13
- Hauptantrieb
- 14
- Einzelantrieb
- 15
- Zwischenzahnrad
- 16
- Zylinderzahnrad
- 17
- Farbwerkwalze
- 18
- Zwischenwelle
- 19
- Zahnrad
- 20
- Zahnrad
- 21
- Schaltkupplung
- 22
- Schaltkupplung
- 23
- Zahnrad
- 24
- Zahnrad
- 25
- Feuchtauftragswalze
- 26
- Schaltkupplung
- 27
- Zahnrad
- 28
- Schaltkupplung
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 19623224 A1 [0003]
- - DE 19903869 A1 [0003]
- - EP 0834398 B1 [0004]
- - EP 812683 A1 [0005]
- - DE 102004039588 A1 [0006]
- - DE 102005036786 B3 [0008]
Claims (13)
- Vorrichtung zum Antreiben einer Rotationsbogendruckmaschine mit wenigsten einem Druckwerk (
1 ) und/oder Lackwerk (2 ), wobei jedes Druck-/Lackwerk (1 ,2 ) einen mit einem Einzelantrieb (14 ) gekoppelten Druckform-/Lackformzylinder (7 ,12 ) aufweist, der von einem die Bogenführungszylinder (5 ) verbindenden Räderzug, auf den ein Hauptantrieb (13 ) wirkt, mechanisch entkoppelt und in vorgebbarer Weise gegenüber den Bogenführungszylindern (5 ) eigenmotorisch antreibbar ist, wobei dem Druckform-/Lackformzylinder (7 ,12 ) ein über den Räderzug vom Hauptantrieb (13 ) über eine Zwischenwelle (18 ) antreibbares Farbwerk (8 ) oder ein über den Räderzug vom Hauptantrieb (13 ) über eine Zwischenwelle (18 ) antreibbares Lackwerk (2 ) zugeordnet ist, und am Druckform-/Lackformzylinder (7 ,12 ) ein Zylinderzahnrad (16 ) fest angeordnet ist, wobei auf der Zwischenwelle (18 ) ein erstes Zahnrad (19 ), das mit dem Zylinderzahnrad (16 ) kämmt und fluchtend zu diesem ein zweites, mit dem Räderzug verbundenes Zahnrad (20 ) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem erstem Zahnrad (19 ) und der Zwischenwelle (18 ) und zwischen dem zweiten Zahnrad (20 ) und der Zwischenwelle (18 ) jeweils eine Schaltkupplung (21 ,22 ) angeordnet ist, mit der die Zahnräder (19 ,20 ) wahlweise mit der Zwischenwelle (18 ) trennbar oder verbindbar sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung des Räderzuges mit dem zweiten Zahnrad (
20 ) der Zwischenwelle (18 ) ein frei drehbar auf der Achse des Druckform-/Lackformzylinders (7 ,12 ) gelagertes Zwischenzahnrad (15 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Räderzug ein mit einem jeden Druckformzylinder (
7 ) vorgeordneten Gummizylinder (6 ) verbundenes Zahnrad umfasst, welches jeweils mit dem Zwischenzahnrad (15 ) im Eingriff ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Räderzug ein mit einem jedem Lackformzylinder (
12 ) benachbarten Bogenführungszylinder (5 ) verbundenes Zahnrad umfasst, welches jeweils mit dem Zwischenzahnrad (15 ) im Eingriff ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Druckformzylinder (
7 ) ein Feuchtwerk (9 ) zugeordnet ist, das mittels einer Schaltkupplung (26 ) mit dem Zylinderzahnrad (16 ) des Druckformzylinders (7 ) verbindbar und vom Einzelantrieb (14 ) antreibbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Zwischenwelle (
18 ) fluchtend beabstandet von dem ersten und zweiten Zahnrad (19 ,20 ) ein drittes Zahnrad (27 ) angeordnet ist, über das das Farbwerk (8 ) antreibbar ist, und dass zwischen dem dritten Zahnrad (27 ) und der Zwischenwelle (18 ) eine dritte Schaltkupplung (28 ) angeordnet ist, mit der das dritte Zahnrad (27 ) wahlweise mit der Zwischenwelle (18 ) verbindbar oder trennbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltkupplungen (
21 ,22 ,26 ,27 ) pneumatische Kupplungen sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltkupplungen (
21 ,22 ,26 ,27 ) mit einer Steuerungseinrichtung gekoppelt sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuerungseinrichtung eine erste Schaltstellung einstellbar ist, bei der die erste Schaltkupplung (
21 ) der Zwischenwelle (18 ) zum ersten Zahnrad (19 ) ausgekuppelt und die zweite Schaltkupplung (22 ) zum zweiten Zahnrad (20 ) eingekuppelt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuerungseinrichtung eine zweite Schaltstellung einstellbar ist, bei der die zweite Schaltkupplung (
22 ) der Zwischenwelle (18 ) zum zweiten Zahnrad (20 ) ausgekuppelt und die erste Schaltkupplung (21 ) zum ersten Zahnrad (19 ) eingekuppelt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuerungseinrichtung eine dritte Schaltstellung einstellbar ist, bei der sowohl die erste Schaltkupplung (
21 ) als auch die zweite Schaltkupplung (22 ) der Zwischenwelle (18 ) zum ersten Zahnrad (19 ) und zum zweiten Zahnrad (20 ) ausgekuppelt sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuerungseinrichtung eine vierte Schaltstellung einstellbar ist, bei der sowohl die erste Schaltkupplung (
21 ) als auch die zweite Schaltkupplung (22 ) der Zwischenwelle (18 ) zum ersten Zahnrad (19 ) und zweiten Zahnrad (20 ) eingekuppelt sind. - Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuereinrichtung die vierte Schaltstellung und die dritte Schaltkupplung (
28 ) steuerbar ist, bei der sowohl die erste Schaltkupplung (21 ) als auch die zweite Schaltkupplung (22 ) der Zwischenwelle (18 ) zum ersten Zahnrad (19 ) und zweiten Zahnrad (20 ) eingekuppelt sind und die dritte Schaltkupplung (28 ) der Zwischenwelle (18 ) zum dritten Zahnrad (27 ) ausgekuppelt ist.
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