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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Bestimmung der Relativgeschwindigkeit von Objekten mittels ausgesendeter
und empfangener Mikrowellenstrahlung, wobei das Sendesignal eine
Trägerfrequenz aufweist, die rampenförmig erhöht
oder verringert wird, wobei das Sendesignal zusätzlich
mittels einer PN-Codefolge moduliert wird und das Empfangssignal
mit der zeitlich verzögerten PN-Codefolge gemischt wird
und anschließend integriert wird. Dabei wird die Relativgeschwindigkeit
der Objekte aus dem zeitlichen Verlauf des Korrelationsergebnisses
der gemischten und integrierten Empfangssignale bestimmt und optional die
Entfernung der Objekte aus der zeitlichen Verzögerung der
PN-Codefolge bestimmt.
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Stand der Technik
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Aus
der
DE 10 2005
012 945 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Abstands-
und Relativgeschwindigkeitsmessung von mehreren Objekten mittels
eines FMCW-Radars bekannt, in dem Sendesignale mit zeitlich linearen
Rampensteigungen abgestrahlt werden und die an Objekten reflektierten Empfangssignale
empfangen werden und mit den Sendesignalen gemischt werden. Den
Mischerausgangsfrequenzen einer jeden Frequenzrampe für
jedes Objekt wird eine Kombination von Abstands- und Relativgeschwindigkeitswerten
zugeordnet und aus Schnittpunkten mehrerer Abstands- und Relativgeschwindigkeitskombinationen
der Abstand und die Relativgeschwindigkeit eines möglichen
Objekts bestimmt, wobei die möglichen Objekte in Folge
von Mehrdeutigkeiten Scheinobjekte oder reale Objekte sein können.
Diese Scheinobjekte in Folge der Mehrdeutigkeiten werden eliminiert, indem
in einem darauf folgenden Messzyklus die Frequenzsteigung mindestens
einer Frequenzrampe nach dem Zufallsprinzip geändert wird.
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Aus
der
DE 103 29 569
A1 ist eine Vorrichtung zur Detektion von Objekten in einem
Erfassungsbereich bekannt, bei der Radarimpulse mittels eines Sendekanals
ausgesendet werden und an den Objekten reflektierte Impulse mittels
eines Empfangskanals empfangen werden. Hierzu ist im Empfangskanal
ein Verzögerungsmittel vorgesehen, mittels dem Impulse,
die im Empfangszweig mit den Empfangssignalen gemischt werden, gegenüber
den Sendeimpulsen variabel verzögerbar sind. Weiterhin ist
vorgesehen, dass für jeden Verzögerungswert des Verzögerungsmittels
Impulse mit mindestens zwei unterschiedlichen Trägerfrequenzen
ausgesandt werden, wobei die Trägerfrequenzen von der Messentfernung
und damit von dem Verzögerungswert abhängig sind.
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Offenbarung der Erfindung
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Der
Kern der vorliegenden Erfindung ist es, ein Radarsystem anzugeben,
bei dem eine Modulation mittels eines Pseudo Noise(PN)-Codes erfolgt und
bei dem die Verschlechterung des Korrelationsgewinns bei bewegten
Zielen verändert wird und der Verdeckungseffekt von schwachen
Zielen bei zu stark bewegten Zielen kompensiert wird. Weiterhin wird
auf Grund der Bestimmung des zeitlichen Verlaufs des Korrelationsgewinns
ermöglicht, die relative Geschwindigkeit von Objekten,
die sich innerhalb einer zu untersuchenden Entfernung befinden,
zu ermitteln. Erfindungsgemäß wird dieses durch
die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
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Vorteilhafter
Weise wird bei dem erfindungsgemäßen System die
Entfernung der Objekte aus der zeitlichen Verzögerung der
PN-Codefolge des Empfangszweigs bestimmt und die Relativgeschwindigkeit
der Objekte aus dem zeitlichen Verlauf des Korrelationsergebnisses
der mit dem Sendesignal gemischten Empfangssignale und der Integration
der Ausgangssignale der Mischer ermittelt.
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Weiterhin
vorteilhaft ist es, die Integration der Ausgangssignale der Mischer
zur Bestimmung des Korrelationsgewinns über eine Zeitdauer
durchzuführen, die der zeitlichen Länge eines
PN-Codes entspricht.
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, dass die zeitliche Verzögerung des
PN-Codes derart verändert wird, dass unterschiedliche Entfernungsbereiche
stufenweise nacheinander nach Objekten durchsucht werden. Hierdurch
ist es möglich, innerhalb einer gewissen Zeitdauer den
zu durchsuchenden Entfernungsbereich d konstant zu halten und die
darin detektierten Objekte auf Grund des Korrelationsergebnisses zu
detektieren und deren Relativgeschwindigkeiten Vr zu ermitteln.
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Besonders
vorteilhaft ist es, dass die Zeitdauer, innerhalb der die zeitliche
Verzögerung der PN-Codefolge konstant ist um einen bestimmten
Entfernungsbereich zu durchsuchen, ein ganzzahliges Vielfaches der
Gesamtzeitdauer der PN-Codefolge beträgt. Hierdurch ist
es möglich, die sich ständig wiederholende PN-Codefolge
hintereinander zu wiederholen, so dass mit Beginn der Messung im
nächsten Entfernungsbereich die PN-Codefolge mit der Änderung
des zu messenden Entfernungsbereichs synchron ist und gemeinsam
beginnt.
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, dass das Korrelationsergebnis eines Entfernungsbereichs
mit einer Abtastfrequenz fabtast abgetastet
wird. Die Abtastung des Korrelationsergebnisses eines Entfernungsbereichs
wird hierbei über eine bestimmte Anzahl mit sich wiederholenden
PN-Codefolgen durchgeführt.
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Dabei
kann vorgesehen sein, dass die Anzahl der PN-Codefolgen pro durchsuchtem
Entfernungsbereich größer ist als die infolge
der Abtastfrequenz fabtast vergleichbare
Anzahl an PN-Codefolgen.
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Die
Zeitdauer Tabtast., während der
die Ausgangssignale abgetastet werden, kann vorteilhafterweise ein
ganzzahliges Vielfaches der Zeitdauer einer PN-Codefolge betragen,
wobei die Zeitdauer Tabtast weiterhin kürzer
ist als die Zeitdauer, während der ein Entfernungsbereich
d durchsucht wird und während der die Zeitverzögerung τ konstant
bleibt.
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Dabei
ist es wiederum besonders vorteilhaft, dass sich die Abtastfrequenz
fabtast in Abhängigkeit eines vorbestimmten
Auflösungsvermögens der gemessenen Relativgeschwindigkeit
Vr bestimmt. Hierbei kann die zuvor gemessene Relativgeschwindigkeit
Vr herangezogen werden und diese als Ausgangsgröße
verwendet werden um die Abtastfrequenz fabtast so
zu wählen, dass bei großen zu erwartenden Relativgeschwindigkeiten
Vr, bei denen sich größere Dopplerfrequenzverschiebungen
ergeben, geringer gewählt wird, als bei geringen Relativgeschwindigkeiten
Vr.
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, dass das Empfangssignal und die verzögerte
PN-Codefolge einem Inphasenkanal und einem Quadraturkanal zugeführt werden,
wobei die verzögerte PN-Codefolge des Quadraturkanals gegenüber
der verzögerten PN-Codefolge des Inphasenkanals um 90° verdreht
ist und in jedem Kanal getrennt eine Abmischung, Integration und
Bestimmung des Korrelationsgewinns durchgeführt wird. Hierbei
kann verhindert werden, dass Verdeckungen auf Grund der Phasenlage
der Signalanteile entstehen und auf Grund der beiden zueinander
orthogonalen Signale ein Realteil und ein Imaginärteil
für den Korrelationsgewinn bestimmt werden kann.
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, dass aus den Korrelationsergebnissen des Inphasenkanals
und des Quadraturkanals eines jeden Entfernungsbereichs ein komplexer
Korrelationsgewinn bestimmt wird. Die zeitliche Anfolge des komplexen
Korrelationsgewinns kann mittels einer Fouriertransformation in
den Frequenzbereich transformiert werden. Durch die Berechung des
komplexen Korrelationsgewinns ist es weiterhin möglich,
die komplexe Phase des Korrelationsgewinns im Frequenzbereich zu
analysieren und aus dem Phasenverlauf die Relativgeschwindigkeiten
Vr für jedes detektierte Objekt zu ermitteln. Besonders
vorteilhaft ist es, dass jedem Maximum des fouriertransformierten
Frequenzspektrums jeweils ein Objekt und dessen Relativgeschwindigkeit
Vr zugeordnet werden kann. Weiterhin ist es vorteilhaft, dass aus
dem Verlauf der Phase zwischen dem Korrelationsgewinn des Inphasenkanals
und dem Korrelationsgewinn des Quadraturkanals die Relativgeschwindigkeit
Vr des detektierten Objekts bestimmt wird.
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, dass durch die Parallelisierung des Mischers
und der Integratoren und somit der parallelen Ermittlung des Korrelationsergebnisses
für mehrere Distanzen die Messzeit verkürzt wird.
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Weiterhin
ist es ebenso vorteilhaft, dass mehrere Integrationen in Abhängigkeit
der Länge des PN-Codes und der Abtastfrequenz fabtast die einzelnen PN-Codes der unterschiedlichen
Entfernungsbereiche ineinander verschachtelt sind und somit mittels
je eines Integrators im Inphasenkanal und im Quadraturkanal mehrere
Korrelationsergebnisse gleichzeitig berechnet werden können,
wodurch sowohl Hardwareaufwand eingespart wird, sowie auch die Messzeit für
die Berechnung der Korrelation reduziert wird.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Nachfolgend
wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen
erläutert. Es zeigen
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1 ein
Blockschaltbild einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
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2 ein
Blockschaltbild einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
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3 eine
Ausführungsform eines möglichen Frequenz-Zeit-Diagramms
des Quellensignals fq das zur Erzeugung
der Sendesignale der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß der 1 oder 2 verwendet
werden kann,
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4 eine
grafische Darstellung der PN-Codefolgen und der durchzumessenden
Entfernungsbereiche d über der Zeit und
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5 eine
grafische Darstellung der PN-Codefolgen und der durchzumessenden
Entfernungsbereiche d über der Zeit bei einer sequentiellen
Ineinanderverschachtelung der Codes und
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6 eine
grafische Darstellung der PN-Codefolgen und der durchzumessenden
Entfernungsbereiche d über der Zeit bei einer parallelen
und taktgleichen Verschachtelung der Codefolgen und
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7 eine
grafische Darstellung der PN-Codefolgen und der durchzumessenden
Entfernungsbereiche d über der Zeit bei einer parallelen
und nicht-synchronen Verschachtelung der Codefolgen.
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Ausführungsformen
der Erfindung
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In 1 ist
eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt, wobei eine Hochfrequenzquelle 1 dargestellt
ist, die ein Quellensignal fq erzeugt, das
beispielsweise rampenförmig von einer unteren Grenzfrequenz
fu zeitlich linear bis zu einer oberen Grenzfrequenz
fo ansteigt. Während der Messung
eines Distanzbereichs, vorteilhafterweise während der Messung
aller Distanzbereiche, wird die Rampensteigung konstant gehalten.
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Das
Ausgangssignal dieser Hochfrequenzquelle 1 wird einem Sendekanalmodulator 3 zugeführt
und ebenso für den Empfangskanal abgezweigt. Weiterhin
ist ein PN-Codegenerator 2 vorgesehen, der einen PseudoNoise(PN)-Code
erzeugt, der eine gewisse Zeitdauer besitzt und fortwährend wiederholt
wird. Dieser PN-Code des PN-Code-Generators 2 wird dem
Sendekanalmodulator 3 zugeführt, in dem ein Schalter
im Muster des erzeugten PN-Codes öffnet und schließt,
wodurch das Quellensignal fq zusätzlich
zur FMCW-Modulation eine PN-Modulation aufgeprägt bekommt.
Dieses PN modulierte FMCW-Signal des Sendekanalmodulators 3 wird
einer Sende-/Empfangsweiche 4 zugeführt, die das
Sendesignal Tx an eine Antenne 5 weiterleitet, mittels
der das Sendesignal Tx ausgesendet wird.
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Da
die erfindungsgemäße Vorrichtung beispielsweise
in einem Kraftfahrzeug eingesetzt werden kann, wo mit dieser Vorrichtung
vorherfahrende Fahrzeuge und stehende Objekte am Fahrzeugrand detektiert
werden können, wird in diesem Fall das Sendesignal Tx vorteilhafter
Weise in den Bereich vor dem Fahrzeug ausgestrahlt und an Objekten
innerhalb dieses Erfassungsbereichs reflektiert. Die reflektierten
Signale werden als Empfangssignale Rx zurückgestrahlt und
ebenfalls von der Sende-/Empfangsantenne 5 empfangen.
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Selbstverständlich
können für die Sendesignale Tx und die Empfangssignale
Rx auch mittels jeweils einer separaten Sendeantenne und Empfangsantenne
ausgesandt und empfangen werden. In diesem Fall eines bistatischen
Sende- und Empfangssystems entfällt gegenüber
der Ausführung als monostatisches System der Duplexer,
der im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch die Sende/Empfangsweiche 4 realisiert
ist.
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Da
die ausgesandten und wieder empfangenen Signale aufgrund der Relativgeschwindigkeit
Vr der detektierten Objekte sowohl eine Dopplerverschiebung erfahren
als auch für die Dauer der Laufzeit dieser Signale die
Sendefrequenz fq kontinuierlich verändert
wird, weist das Empfangssignal Rx gegenüber dem Sendesignal
Tx eine Frequenzverschiebung auf, die sowohl durch die FMCW-Modulation
als auch durch die Dopplerverschiebung bedingt ist. Zusätzlich
wird die PN-Codefolge des empfangenen Signals Rx gegenüber
der PN-Codefolge des gesendeten Signals Tx verschoben, was ebenfalls durch
die Laufzeit des Signals von der Antenne zum detektierten Objekt
und zurück zur Antenne bedingt ist. Das Empfangssignal
Rx wird von der Sende-/Empfangsweiche 4 an einen Empfangskanal
weitergegeben, wobei als Sende/Empfangsweiche 4 beispielsweise
ein Leitungskoppler verwendet werden kann, der an seinem vierten
Ausgang mittels eines Abschlusswiderstandes 6 mit einem
geeigneten Wellenwiderstand abgeschlossen ist. Das von der Sende-/Empfangsweiche 4 abgegebene
Empfangssignal wird in zwei Signale aufgeteilt, wobei der erste Kanal
als Inphasensignal und der zweite Kanal als Quadraturkanal bezeichnet
wird. In jedem dieser beiden Kanäle wird das Empfangssignal
Rx einem Mischer 12, 13 zugeführt.
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Das
von der Hochfrequenzquelle 1 abgezweigte Signal wird nochmal
aufgeteilt, wobei dieses einem ersten Empfangskanalmodulator 10 für
den Inphasenkanal zugeführt wird und der zweite Zweig einem
Phasenschieber 8 zugeführt wird, der das FMCW-modulierte
Hochfrequenzsignal um einen Phasenwinkel von 90° dreht
und einem zweiten Empfangskanalmodulator 9 zuführt,
der für den Quadraturkanal bestimmt ist. Der erste Empfangskanalmodulator 10 und
der zweite Empfangskanalmodulator 9 werden mittels einer
zeitverzögerten PN-Codefolge angesteuert, wobei hierzu
der dem Sendekanalmodulator 3 zugeführte PN-Code
des PN-Codegenerators 2 einer Verzögerungsschaltung 7 zugeführt
wird, die den PN-Code um die Zeitdauer τ verzögert,
wobei die Zeitverzögerung τ der Signallaufzeit
entspricht, die das Sendesignal Tx benötigt, um von der
Sendeantenne 5 zum reflektierenden Objekt im momentan zu
durchsuchenden Entfernungsbereich d und zurück zur Empfangsantenne 5 zu
gelangen.
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Das
von der Verzögerungseinrichtung 7 verzögerte
PN-Code-Signal wird dem ersten Empfangskanalmodulator 10 und
dem zweiten Empfangskanalmodulator 9 zugeführt,
die das für den Empfang abgezweigte Sendesignal ebenfalls
PN-moduliert. Die Ausgangssignale des ersten Empfangskanalmodulators 10 werden
dem ersten Empfangsmischer 13 des Inphasenkanals zugeführt
und das Ausgangssignal des zweiten Empfangskanalmodulators 9 dem
zweiten Empfangsmischer 12 im Quadraturkanal zugeführt.
In den Empfangsmischern 12, 13 werden die mit
der verzögerten PN-Codefolge modulierten und für
den Quadraturkanal phasenverschobenen Sendesignalen mit dem Empfangssignal
Rx abgemischt, wodurch Zwischenfrequenzsignale entstehen, die nachfolgend
weiterverarbeitet werden. Nach der Demodulation des Inphasensignals
und des Quadratursignals in den Mischern 12, 12 wird
jedes Mischerausgangssignal in einem Tiefpass 20, 21 tiefpassgefiltert,
um nicht relevante Frequenzspektren auszublenden. Nach der Tiefpassfilterung
in den Blöcken 20, 21 ist für
jeden der beiden Empfangskanäle weiterhin ein separater
Integrator 14, 15 vorgesehen, der die Mischerausgangssignale
der Empfangsmischer 12, 13 integrieren und nachfolgend
mittels jeweils eines A/D-Wandlers 16, 17 in Digitalsignale
gewandelt werden und einer Auswerteinrichtung 18 zugeführt werden.
Zur Durchsuchung der unterschiedlich entfernten Entfernungsbereiche
d wird in der Verzögerungseinrichtung 7 jeweils
eine Verzögerungszeitdauer τ eingestellt. Durch
die nachgeschalteten Integratoren wird eine Korrelation der Empfangssignale berechnet,
aus der der Korrelationsgewinn für die jeweiligen, detektierten
Objekte des entsprechenden Entfernungsbereichs abgeleitet werden
kann.
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Die
A/D-Wandler 16, 17 werden hierbei mit einer Abtastfrequenz
fabtast betrieben, die der entsprechenden
und zu erwartenden Relativgeschwindigkeit Vr der detektierten Objekte
entspricht, um die gewünschte Auflösung hinsichtlich
der Relativgeschwindigkeit Vr zu erreichen. Diese Abtastfrequenz fabtast kann beispielsweise von der Auswerteeinrichtung 18 im
vorherigen Detektionszyklus bestimmt worden sein und von dieser
bereitgestellt werden. Wenn der Code des empfangenen Signals mit
dem Referenzcode der Empfangskanalmodulatoren 9, 10 zeitlich übereinstimmt,
was durch die Einstellung der Verzögerung τ in
der Verzögerungseinrichtung 7 erreicht wird, wird
auf Grund der Autokorrelationseigenschaften der PN-Folge der Korrelationsgewinn maximiert,
andernfalls minimiert. Bei der Detektion eines Maximums des Korrelationsgewinns über
die zeitliche Verschiebung des PN-Codes und der Kenntnis des Referenzcodes
der Empfangskanalmodulatoren 9, 10 kann die Entfernung
der Zielobjekte bestimmt werden. Bei zwei in der Distanz unterschiedlichen
Zielen entspricht das Verhältnis zwischen minimalem Korrelationsgewinn
des einen Ziels zu dem maximalen Korrelationsgewinn des anderen
Ziels der Detektionsfähigkeit des Radarsensors. Bei bewegten Zielen
tritt durch die Verdrehung der Phase zwischen dem Empfangssignal
Rx und dem Referenzsignal der Empfangskanalmodulatoren 9, 10 auf
Grund der Dopplerfrequenz sowie der zeitlich Linearen Veränderung
der Quellenfrequenz fq eine Verschlechterung des
maximalen und des minimalen Korrelationsgewinns ein. Der maximale
Korrelationsgewinn wird dabei vermindert und der minimale Korrelationsgewinn des
bewegten Objekts wird vergrößert. Dies führt
zusätzlich zu Verdeckungseffekten, so dass ein schwaches
Ziel trotz maximalem Korrelationsgewinn von einem stark empfangenen,
bewegten Ziel mit einer anderen Entfernung und somit einem schlechten
minimalen Korrelationsgewinn verdeckt wird. Mit steigender Geschwindigkeit
Vr sowie mit großen Rampensteigungen nimmt die Verschlechterung
des Verhältnisses zwischen minimalen und maximalen Korrelationsgewinnen
zu.
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Das
Ergebnis der Integration in den Integratoren 14, 15 repräsentiert
einen komplexen Korrelationsgewinn. Durch die IQ-Zerlegung ist der
Korrelationsgewinn unabhängig von der zufälligen
Phasenlage zwischen dem Empfangssignal Rx und dem Referenzsignal
der Empfangskanalmodulatoren 9, 10. Der Betrag
des Korrelationsgewinns ist wiederum ein Maß für
die Detektion eines einzelnen Ziels in dem untersuchten Entfernungsbereich
d, abhängig von der Zeitverzögerung τ des
Referenz-PN-Codes. Zur Ermittlung der Geschwindigkeit aller Ziele
eines Entfernungsbereichs werden die Integratoren 14, 15 zeitlich
mit der Abtastfrequenz fabtast und einer
Abtastanzahl N ausgelesen, wobei der zeitlich verzögerte PN-Code
entsprechend dieser Entfernungsbereichsdistanz d mit τ verzögert
wird. Die N Abtastwerte können nun mittels einer Fouriertransformation
in den Frequenzbereich transformiert werden. Hierbei stellt jeder
Peak im Frequenzbereich, welcher nicht durch ein starkes bewegtes
Ziel einer anderen Distanz durch den minimalen Korrelationsgewinn
hervorgerufen wird, ein Ziel in diesem Entfernungsbereich d dar, wobei
der Frequenzpeak entsprechend der Relativgeschwindigkeit Vr ausgeprägt
ist.
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Die
durch die strichliert gezeichnete Linie eingerahmten Schaltungsteile
stellen hierbei einen Empfangskanal dar, der aus einem Inphasen-
und einem Quadraturkanal besteht. Ein derartiger Empfangskanal ist
in der Lage, zeitgleich nur einen Entfernungsbereich nach Objekten
zu durchsuchen.
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In 2 ist
eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt, bei der mehrere Entfernungsbereiche zeitgleich
durchsuchbar sind, indem der in 1 dargestellte
Empfangskanal 11 mehrfach parallel vorgesehen sind und
indem die PN-Codes des Code-Generators 2 und die zugehörigen
Verzögerungsdauern τ des Verzögerungsglieds 7 ineinander
verschachtelt werden, wie es später noch näher
erläutert wird. Hierzu ist wie in 1 dargestellt
und beschrieben die Hochfrequenzquelle 1 dargestellt, die
ein FMCW-moduliertes Signal einem Sendekanalmodulator 3 zuführt
und ebenso für den Empfangskanal abgezweigt. Weiterhin
ist, wie bezüglich 1 beschrieben,
ein PN-Codegenerator 2, eine Sende-/Empfangsweiche 4 sowie
eine Antenne 5 vorgesehen, die als monostatisches Radarsystem
ausgeführt ist. Selbverständlich ist es auch in
diesem Fall möglich, die erfindungsgemäße
Anordnung alternativ als bistatisches Radarsystem auszuführen,
das über getrennte Antennen zum Senden und Empfangen verfügt.
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Weiterhin
sind n parallelgeschaltete Empfangskanäle 11.1, 11.2 bis 11.p dargestellt,
die jeweils über einen Inphasen- und einen Quadraturkanal
verfügen, wie es in 1 innerhalb
des Empfangskanals 11 dargestellt wurde. Das Empfangssignal
des Duplexers 4 wird hierbei jedem der Empfangskanäle 11.1, 11.2 bis 11.p zugeführt,
ebenso wie das FMCW-modulierte Hochfrequenzsignal fq der Signalquelle 1 und
der PN-Code des PN-Codegenerators 2. Jeder der Empfangskanäle 11.1, 11.2 bis 11.p erzeugt
wie bezüglich 1 beschrieben, jeweils ein Inphasen-Ausgangssignal
und ein Quadartur-Ausgangssignal, das jeweils der Auswerteeinrichtung 18 zugeführt
wird. Hierbei übernimmt jeder der Empfangskanäle 11.1, 11.2 bis 11.p jeweils
die Detektion und Auswertung der Empfangssignale Rx bezüglich
eines Entfernungsbereichs. Damit können gleichzeitig bis
zu p Entfernungsbereiche ausgewertet werden. Weiterhin können
auch mehrere Entfernungsbereiche (beispielsweise 6 Entfernungsbereiche
d1 bis d6) gemessen werden, indem nur einige der Entfernungsbereiche
parallel ausgewertet werden (beispielsweise 3 Entfernungsbereiche
d1 bis d3 mittels 3 Empfangskanälen 11.1, 11.2, 11.3)
und anschließend im nächsten Messzyklus ein weiterer
Teil der Entfernungsbereiche mit den gleichen Empfangskanälen
ausgewertet werden (beispielsweise 3 Entfernungsbereiche d4 bis
d6 mittels der 3 Empfangskanäle 11.1, 11.2, 11.3).
Hierdurch ergibt sich eine wesentlich schnellere Auswertung der
in den Detektionsbereichen vorhandenen Objekte. das Verfahren hierzu
wird später in 4 näher erläutert.
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In 3 ist
ein Frequenz-Zeit-Diagramm dargestellt, das die FMCW-Modulation
der Hochfrequenzquelle 1 beispielhaft darstellt. Demgemäß ist eine
Quellenfrequenz fq dargstellt, die über
der Zeit linear von einer unteren Grenzfrequenz fu ansteigt
bis eine obere Grenzfrequenz fo erreicht
ist, was durch die steigende Frequenzrampe 19 dargestellt
ist. Dieses rampenförmig ansteigende Frequenzmuster wird anschließend
wiederholt. Eine Veränderung der Steigung der Frequenzrampe
kann hierbei ebenfalls vorgesehen sein, jedoch wird diese Veränderung
der Rampensteigung vorteilhafterweise erst durchgeführt,
nachdem ein Messdurchgang alle durchzumessenden Entfernungsbereiche
durchlaufen hat. Alternativ kann statt einer rampenförmig
ansteigenden Frequenzmodulation eine rampenförmig abfallende Frequenzmodulation
durchgeführt werden. Weiterhin denkbar ist auch, dass sich
ansteigende oder abfallende Frequenzrampen abwechseln.
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In 4 ist
das Vorgehen bezüglich der Veränderung der Systemparameter über
der Zeit t dargestellt, wobei in der obersten Zeile die Entfernung
d dargestellt ist. So wird für die Zeitdauer des Blocks 22 der
Entfernungsbereich d = d1 nach Objekten durchsucht, indem die Verzögerungszeit τ der
Verzögerungseinrichtung 7 entsprechend der Signallaufzeit für
Reflektionen an Objekten im Entfernungsbereich d = d1 eingestellt
wird. Während dieser Zeit wiederholt sich der PN-Code 25 mehrmals,
wobei die Dauer der Abtastungen des Integrationsergebnisses der
Integratoren 14, 15 mittels der Abtastfrequenz
fabtast nur über einen Teil der
PN-Code-Dauern erfolgt, was in der Zeichnung durch die Dauer Tabtast dargestellt ist. Während
der Messzeitdauer für den Entfernungsbereich d = d1 werden
demnach N Abtastungen durchgeführt, mittels denen der zeitliche
Verlauf des Korrelationsgewinn der Empfangssignale bestimmt wird. Daran
schließt sich wiederum das gleiche Verfahren an, wobei
jedoch gemäß Block 23 der Entfernungsbereich
d auf den nächsten Entfernungsbereich d = d2 durch Verändern
des Verzögerungswertes τ verstellt wurde. Dieses
Vorgehen wiederholt sich für die einzelnen Entfernungsbereiche,
bis der letzte Entfernungsbereich d = dn, der durch Block 24 dargestellt ist,
durchsucht wurde. Im Anschluss daran wiederholt sich das Durchsuchen
der Entfernungsbereiche, in dem die zeitliche Verzögerung τ entsprechend
dem Entfernungsbereich d = d1 wieder eingestellt wird. Hierbei werden
zunächst für eine feste Distanz d der komplexe
Korrelationsgewinn mit einer Abtastanzahl N und der Abtastrate fabtast abgetastet. Anschließend wird
für die nächste Entfernung d der Korrelationsgewinn
mit einer Abtastanzahl N gemessen. Durch die wiederholte Messung
des komplexen Korrelationsgewinns mit der festen Abtastrate fabtast und der Abtastanzahl N kann aus dem
Phasenverlauf der Werte des Korrelationsgewinns die Geschwindigkeit
des detektierten Objekts bestimmt werden.
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in 5 ist
die Ineinanderschachtelung von Messungen unterschiedlicher Entfernungsbereiche dargestellt,
wie es mittels der Vorrichtung gemäß 1 ausgeführt
werden kann. Zu erkennen ist, dass nacheinander Codes für
die sequentiell zu messenden Entfernungsbereiche generiert werden,
im dargestellten Beispiel mit n = 1 Empfangskanälen sind dies
die Empfangsbereiche d1 bis d3. Diese bereiche d1 bis d3 werden
N-mal wiederholt und danach werden die weiteren Empfangsbereiche
d = d4 bis d6 durchsucht. Auch diese Entfernungsbereiche d4 bis d6
werden zeitlich sequentiell und N-mal hintereinander wiederholt.
Dieses Muster wird fortgeführt, bis der n-te Entfernungsbereich
d durchsucht wurde. Dadurch ergibt sich, dass wieder n·N
Abtastwerte bestimmt werden. Die Zeitdauer der Messung verkürzt sich
hierbei auf (n·N)/3.
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In 6 ist
eine grafische Darstellung der Codefolgen bei einer mehrkanaligen,
parallelen Auswertung dargestellt, wie es beispielsweise mit der Vorrichtung
gemäß 2 ausgeführt werden
kann. Es wurden wiederum Codefolgen 25 über der
zeit aufgetragen, wobei in diesem Beispiel 4 Kanäle 11.1 bis 11.4 im
Empfänger vorgesehen sind. Dabei werden N-mal hintereinander
die ersten 4 Entfernungsbereiche d = d1 bis d4 mittels der generierten
Codefolgen ausgesendet, wobei jeder Kanal die gleiche Codefolge
N-mal hintereinander sendet. Anschließend werden immer
die nächten 4 Entfernungsbereiche durchgemessen, bis der
Entfernungsbereich d = dn ebenfalls N-mal durchsucht wurde. Dabei
wurden in einem vollständigen Zyklus n unterschiedliche
Entfernungsbereiche N-mal durchsucht, wobei durch die 4 kanäle
sich eine Zeitdauer von (n·N)/4 Codefolgen ergibt. Diese
werden parallel in den p Empfangkanälen, also im Beispiel
in den Kanälen 11.1, 11.2 und 11.3 parallel
ausgewertet, indem jedem Empfangskanal die entsprechenden PN-Codes
und die jeweilige Laufzeitverzögerung τ = τ1
bis τ3 zugeführt werden. Diese Codes und Messentfernungen
können sich hierbei mehrfach, beispielsweise N-mal wiederholen, wobei
in jedem Kanal die Integratoren fortlaufend aufsummieren. Anschließend
werden die weiteren Entfernungsbereiche d = d4 bis d6 parallel ausgewertet,
indem den Empfangskanälen 11.1, 11.2 und 11.3 wiederum
die entsprechenden PN-Codes und die jeweilige Laufzeitverzögerung τ = τ4
bis τ6 zugeführt werden und damit diese Entfernungsbereiche
ausgewertet werden, wobei sich auch hierbei die Messungen in den
jeweiligen Entfernungsbereichen N-mal wiederholen. Die Anzahl der
Empfangskanäle 11.p kann hierbei bis zur Anzahl
der Entfernungsbereiche p erhöht werden, wobei in diesem
Fall alle Entfernungsbereiche parallel ausgewertet werden.
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In 7 ist
eine weitere Variante der Codeanordnung dargestellt, bei der eine
sequentielle Verschachtelung wie gemäß 5 und
eine parallele Verarbeitung gemäß 6 miteinander
kombiniert wurden, und zusätzlich eine nicht-synchrone
Abfolge der Codefolgen in den mehreren Kanäle vorgesehen ist,
so dass zwar jeder Kanal über der Zeit das gleiche Muster
an Codefolgen 25 sendet, diese jedoch um einen gewissen
Zeitversatz versetzt sind.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102005012945
A1 [0002]
- - DE 10329569 A1 [0003]