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DE102007035249A1 - Dokumentationssystem - Google Patents

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DE102007035249A1
DE102007035249A1 DE102007035249A DE102007035249A DE102007035249A1 DE 102007035249 A1 DE102007035249 A1 DE 102007035249A1 DE 102007035249 A DE102007035249 A DE 102007035249A DE 102007035249 A DE102007035249 A DE 102007035249A DE 102007035249 A1 DE102007035249 A1 DE 102007035249A1
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DE
Germany
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inspection
documentation system
protocol
computer unit
documentation
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102007035249A
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English (en)
Inventor
Manfred Linner
Lutz Dr. Lohmann
Frank Mittler
Robert Sammer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Leuze Lumiflex GmbH and Co KG
Original Assignee
Leuze Lumiflex GmbH and Co KG
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Filing date
Publication date
Application filed by Leuze Lumiflex GmbH and Co KG filed Critical Leuze Lumiflex GmbH and Co KG
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16PSAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/12Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body with means, e.g. feelers, which in case of the presence of a body part of a person in or near the danger zone influence the control or operation of the machine
    • F16P3/14Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body with means, e.g. feelers, which in case of the presence of a body part of a person in or near the danger zone influence the control or operation of the machine the means being photocells or other devices sensitive without mechanical contact
    • F16P3/144Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body with means, e.g. feelers, which in case of the presence of a body part of a person in or near the danger zone influence the control or operation of the machine the means being photocells or other devices sensitive without mechanical contact using light grids

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Dokumentationssystem (1) zur Erstellung eines Inspektionsprotokolls für eine mittels wenigstens einer berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung gesicherte Maschine. Das Dokumentationssystem (1) besteht aus einer Rechnereinheit (2), einer dieser zugeordneten Datenbank (3) und einer Ein-/Ausgabeeinheit (4). Über die Ein-/Ausgabeeinheit (4) auswählbare Prüfoptionen ist in der Rechnereinheit (2) aus einem in der Datenbank (3) enthaltenen Datenbestand ein normkonformes, anlagenspezifisches Inspektionsprotokoll generierbar.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Dokumentationssystem.
  • In zahlreichen industriellen Applikationen werden Maschinen eingesetzt, von welchen Gefährdungen für Personen ausgehen können. Derartige Maschinen können von Robotern, Abkantpressen, Biege- und Stanzmaschinen und dergleichen gebildet sein. Generell fuhren derartige Maschinen Bewegungen aus, von welchen Gefahren für Personen ausgehen können. Zur Absicherung von Gefahrenbereichen an derartigen Maschinen werden berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen eingesetzt. Derartige berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen können bevorzugt von optischen, Sensoren insbesondere Lichtgittern, gebildet sein. Mit diesen berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen kann ein Eindringen von Objekten oder Personen in den Gefahrenbereich an einer Maschine überwacht werden. Entsprechend steuert die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung die jeweilige Maschine an. Hierzu generiert die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung ein Schaltsignal, dessen Schaltzustände angeben, ob sich ein Objekt im Gefahrenbereich befindet oder nicht. Nur bei fehlerfreier Funktion der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung und bei freiem Gefahrenbereich wird der Arbeitsbetrieb der Maschine über die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung freigegeben. Ansonsten deaktiviert die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung die Maschine.
  • Um eine hinreichend sichere Überwachung der Maschine zu gewährleisten, muss die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung ein in Normen definiertes Sicherheitsniveau erfüllen. Zur Erfüllung des für den Einsatz im Bereich des Personenschutzes geltenden Sicherheitsniveaus muss beispielsweise die berüh rungslos wirkende Schutzeinrichtung eine redundante, zweikanalige Auswerteeinheit zur Überprüfung der Sensorsignale aufweisen.
  • Für eine Absicherung eines Gefahrenbereichs einer Maschine mittels einer berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung ist es jedoch nicht ausreichend, allein die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung fehlersicher auszuführen. Zusätzlich ist es erforderlich, die Ausführung der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung spezifisch an die Maschine anzupassen, um applikationsspezifisch für die jeweilige Maschine eine hinreichend sichere Überwachung zu gewährleisten. Die Maschine und die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung bilden somit ein spezifisches Gesamtsystem, welches definierte normative Anforderungen erfüllen muss, damit eine hinreichend fehlersichere Überwachung der Maschine gegeben ist.
  • Eine wesentliche normative Anforderung besteht für den Betreiber einer solchen Maschine darin, dass das Gesamtsystem von Maschine und berührungslos wirkender Schutzeinrichtung dokumentiert werden muss. Die Dokumentation des Gesamtsystems muss dabei hinsichtlich der von den geltenden Sicherheitsnormen gestellten Anforderungen vollständig sein. Eine derartige Dokumentation muss nicht nur die jeweilige Maschine und die jeweilige berührungslos wirkende Schutzeinrichtung genau spezifizieren. Vielmehr sind auch applikationsspezifische Anforderungen in die Dokumentation aufzunehmen. Diese Anforderungen beinhalten insbesondere die Anpassung der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung an die jeweilige Maschine.
  • Eine derartige Dokumentation kann prinzipiell manuell vom Betreiber der Maschine erstellt werden. Eine derartige manuelle Erstellung der Dokumentation ist jedoch nicht nur umständlich, sondern setzt ein erhebliches Fachwissen über die einzuhaltenden Sicherheitsnormen voraus. Selbst wenn bei dem Bedienpersonal dieses Fachwissen vorhanden wäre, besteht eine Gefahr darin, dass der Ersteller in Anbetracht der Vielzahl sicherheitsrelevanter und applikationsspezifischer Aspekte des Gesamtsystems bestehend aus der Maschine und der die se absichernden berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung wesentliche Punkte in der Dokumentation nicht berücksichtigt, so dass die Dokumentation den normativen Anforderungen nicht entspricht.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dokumentationssystem bereitzustellen, mittels dessen mit geringem Aufwand ein Inspektionsprotokoll für ein mit einer berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung gesicherte Maschine erstellbar ist, welches die Anforderungen der geltenden Sicherheitsnormen berücksichtigt.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
  • Das erfindungsgemäße Dokumentationssystem ermöglicht eine Erstellung eines Inspektionsprotokolls für eine mittels wenigstens einer berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung gesicherte Maschine. Das Dokumentationssystem besteht aus einer Rechnereinheit, einer dieser zugeordneten Datenbank und einer Ein-/Ausgabeeinheit. Über die Ein-/Ausgabeeinheit auswählbare Prüfoptionen ist in der Rechnereinheit aus einem in der Datenbank enthaltenen Datenbestand ein normkonformes, anlagenspezifisches Inspektionsprotokoll generierbar.
  • Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Dokumentationssystems besteht darin, dass mit diesem eine automatische Erstellung eines Inspektionsprotokolls ermöglicht wird, welches an die spezifische zu dokumentierende Anlage bestehend aus wenigstens einer Maschine und wenigstens einer diese absichernden berührungslos wirkenden Schutzreinrichtung angepasst ist und dabei zudem die Anforderungen der geltenden Sicherheitsnormen berücksichtigt.
  • Grundlage für die Erstellung des Inspektionsprotokolls ist eine Datenbank, die der Rechnereinheit zugeordnet ist und bevorzugt in dieser integriert ist. Diese Datenbank enthält in ihrem Datenbestand eine Sammlung von zu dokumentie renden Aspekten für Maschinen oder generell Anlagen, die mit berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen unterschiedlicher Ausprägungen entsprechend geltender Sicherheitsnormen abgesichert werden können.
  • Als Benutzerschnittstelle zur Erstellung eines Inspektionsprotokolls ist bei dem erfindungsgemäßen Dokumentationssystem eine Ein-/Ausgabeeinheit vorgesehen. Der Benutzer ist bevorzugt ein Servicetechniker des Herstellers der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung, der mit der Erstellung des Inspektionsprotokolls eine Prüfung der mit der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung gesicherten Maschine auf Konformität mit den Anforderungen der geltenden Sicherheitsnormen vornimmt.
  • Zur Erstellung des Inspektionsprotokolls werden dem Benutzer Prüfungspunkte in Form von Fragen angezeigt. Diese beantwortet der Benutzer mit „ja" oder „nein", je nachdem ob ein Prüfungspunkt für die zu prüfende Anlage normkonform erfüllt ist oder nicht. Auch die Eingabe „nicht zutreffend" ist möglich, falls ein Prüfungspunkt für die zu prüfende Anlage nicht erfüllt ist.
  • Erfindungsgemäß werden dabei dem Benutzer über die Ein-/Ausgabeeinheit Prüfoptionen angezeigt, zwischen welchen der Benutzer auswählen kann. In Abhängigkeit dieser Prüfoptionen, die insbesondere die Ausbildung der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung definieren, werden dann daran angepasste Prüfungspunkte generiert, die vom Benutzer auszufüllen sind. Damit wird durch die Auswahl der Prüfoptionen das Inspektionsprotokoll während der Erstellung durch den Benutzer an die spezifische Ausbildung der Anlage bestehend aus der Maschine und der absichernden berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung selbsttätig angepasst. Das auf diese Weise erstellte Inspektionsprotokoll weist einen optimierten, geringen Umfang auf und erfüllt dennoch die von den Sicherheitsnormen definierten Anforderungen.
  • Das mit dem erfindungsgemäßen Dokumentationssystem erstellte Inspektionsprotokoll stellt ein sicherheitsrelevantes Dokument zur Prüfung von mit berüh rungslos wirkenden Schutzeinrichtungen gesicherten Maschinen dar. Zur Sicherung des Inspektionsprotokolls, ist dieses als schreibgeschütztes Dokument ausgebildet, welches nach Erstellung über die Rechnereinheit für weitere Änderungen gesperrt wird, so dass Manipulationen ausgeschlossen sind. Besonders vorteilhaft ist das Inspektionsprotokoll als PDF-Dokument ausgebildet. Dies schließt nicht aus, dass das Inspektionsprotokoll als Vorlage für ein neues Inspektionsprotokoll verwendet werden kann, jedoch muss dann bei Erstellung des neuen Inspektionsprotokolls wiederum jedes einzelne Feld vom Benutzer ausgefüllt werden, das heißt eine automatische Übernahme von Daten aus dem alten Inspektionsprotokoll ist nicht möglich.
  • Das Inspektionsprotokoll enthält in Form der mit „nein" beantworteten Prüfungspunkte die normativen Abweichungen der protokollierten Anlage.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird aus einem oder vorzugsweise mehreren Inspektionsprotokollen im erfindungsgemäßen Dokumentationssystem selbsttätig ein Zusammenfassungsprotokoll generiert, welches die einzelnen normativen Abweichungen in Klartextanweisungen enthält.
  • Die Umwandlung der in den Inspektionsprotokollen enthaltenen, mit „nein" beantworteten Prüfungspunkte in Klartextanweisungen erfolgt mittels einer Konvertierungsmatrix in der Rechnereinheit. Die Klartextanweisungen bilden eine Checkliste für den Betreiber der Anlage, die er zur Abarbeitung der sicherheitstechnischen Mängel seiner Anlagen verwenden kann.
  • Diese sind für den Betreiber der Anlage einfach verständlich und übersichtlich ausgebildet, so dass der Betreiber schnell und zuverlässig einen Überblick über eventuell vorhandene Sicherheitsmängel seiner Anlage gewinnt.
  • Wird ein Zusammenfassungsprotokoll für mehrere Inspektionsprotokolle generiert, so können diese aus der Datenbank des erfindungsgemäßen Dokumenta tionssystems anhand definierter Sortierungskriterien extrahiert werden. Derartige Sortierungskriterien können die Installationsorte von Maschinen, die Hersteller von Maschinen und/oder die Kostenstellen von Betreibern der Maschinen sein. Alternativ oder zusätzlich können die Erstellungsdaten, zu welchen die Inspektionsprotokolle generiert werden, ein Sortierungskriterium bilden. So können Inspektionsprotokolle, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls erstellt wurden, zu einem Zusammenfassungsprotokoll zusammengefasst werden. Besonders vorteilhaft bilden die Erstellungsdaten ein Vorauswahlkriterium für die im Zusammenfassungsprotokoll zusammengefassten Anlagen.
  • Derartige Zusammenfassungsprotokolle können besonders in großen Firmen vorteilhaft genutzt werden, in welchen oft eine Vielzahl von mit berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen gesicherten Anlagen im Einsatz ist. Das Zusammenfassungsprotokoll verschafft einen schnellen Überblick über den Sicherheitszustand der dort eingesetzten Anlagen.
  • Die Erfindung wird im Nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
  • 1: Ausführungsbeispiel eines Dokumentationssystems
  • 2: Ausführungsform einer berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung in Form eines Lichtgitters.
  • 3: Erste Seite eines mittels des Dokumentationssystems gemäß 1 erstellten Inspektionsprotokolls für die Anlage gemäß 2.
  • 4: Zweite Seite des Inspektionsprotokolls gemäß 3.
  • 1 zeigt schematisch die wesentlichen Komponenten eines Dokumentationssystems 1 zur Erstellung von Inspektionsprotokollen für sicherheitsrele vante Anlagen. Das Dokumentationssystem 1 umfasst eine Rechnereinheit 2, beispielsweise einen Personalcomputer, in welchem eine Datenbank 3 implementiert ist. Weiterhin ist der Rechnereinheit 2 eine Ein-/Ausgabeeinheit 4 zugeordnet, die im einfachsten Fall ein Terminal aufweist und bevorzugt ein Ausgabemedium zur Ausgabe eines Inspektionsprotokolls in Form einer gedruckten Datei oder auf einem Datenträger wie einer CD-ROM aufweist.
  • Das mit dem Dokumentationssystem 1 generierte Inspektionsprotokoll dient zur Dokumentation einer Maschine oder Anordnung von Maschinen, die mit einer oder mehreren berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen abgesichert wird, um Gefährdungen von Personen zu vermeiden. Ein Beispiel für eine derartige Anlage ist in 2 schematisch dargestellt.
  • Die Maschine ist in diesem Fall als Form-Giesserei-Kernherstellungsmaschine 5 ausgebildet. Derartige Maschinen weisen generell Komponenten zur Ausführung von Arbeitsvorgängen auf, die in einem Gefahrenbereich zur Geführdung von Personen führen können. Zur Absicherung des Gefahrenbereichs ist im vorliegenden Fall ein Lichtgitter 6 als berührungslos wirkende Schutzeinrichtung vorgesehen. Das Lichtgitter 6 umfasst eine Reihenanordnung von Sendelichtstrahlen 7 emittierenden Sendern 8, die in einem ersten Gehäuse 9 angeordnet sind und eine Reihenanordnung von Empfängern 10, die in einem zweiten Gehäuse 11 integriert sind. Jedem Sender ist ein Empfänger zur Ausbildung einer Strahlachse zugeordnet.
  • Mit den Lichtgittern 6 wird ein flächiges Schutzfeld überwacht, das von den Gehäusen 9, 11 begrenzt ist. Bei freiem Schutzfeld gelangen die Sendelichtstrahlen 7 der Sender 8 der einzelnen Strahlachsen auf die zugeordneten Empfänger 10. Bei Eintritt eines Objekts oder einer Person in das Schutzfeld wird wenigstens eine Strahlachse unterbrochen. In einer nicht dargestellten Auswerteeinheit des Lichtgitters 6 werden die Empfangssignale zur Generierung eines binären Schaltsignals ausgewertet. Mit diesem Schaltsignal wird die Maschine angesteuert. Dabei wird die Maschine in Betrieb gesetzt, falls sich kein Objekt im Schutzfeld befindet. Dagegen wird die Maschine stillgesetzt, falls sich ein Objekt im Schutzfeld befindet.
  • Zur Erfüllung der durch Sicherheitsnormen definierten Sicherheitsanforderungen weist die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung einen fehlersicheren Aufbau auf, der insbesondere durch eine redundante, zweikanalige Auswerteeinheit erzielt wird.
  • Weiterhin definieren die Sicherheitsnormen spezifische Anforderungen an die Anbringung der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung an der Maschine, sowie die Anpassung der Paramterwerte und Leistungsdaten der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung an die jeweilige Maschine und deren Gefahrenbereich. Diese Anforderungen müssen generell in einem Inspektionsprotokoll festgehalten werden, wobei in dem Inspektionsprotokoll als sicherheitsrelevantes Dokument die Übereinstimmungen und Abweichungen zu den normativen Anforderungen enthalten sind.
  • Ein derartiges Inspektionsprotokoll wird mittels des Dokumentationssystems 1 gemäß 1 generiert. Ein Beispiel eines solchen Inspektionsprotokolls für die Anlage gemäß 2 ist in den 3 und 4 dargestellt. Das Inspektionsprotokoll ist als schreibgeschütztes Dokument, vorzugsweise als PDF-Dokument, ausgebildet.
  • Das Inspektionsprotokoll wird mittels des Dokumentationssystems 1 bevorzugt von einem Servicetechniker des Herstellers der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung für den Betreiber der jeweiligen Anlagen erstellt.
  • Die Erstellung des Inspektionsprotokolls erfolgt über die Ein-/Ausgabeeinheit 4. Dabei gibt der Benutzer in eine Eingabemaske zunächst die allgemeinen Daten betreffend die abzusichernde Maschine, die für die Prüfung relevante Sicherheitsnorm (im vorliegenden Fall EN 999) sowie die allgemeinen Daten zur Beschreibung der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung ein. Diese Daten bilden im wesentlichen die in 3 dargestellte erste Seite des Inspektionsprotokolls. Wie aus 3 ersichtlich, ist im Inspektionsprotokoll der Maschinentyp vermerkt. Entsprechend werden vom Benutzer die weiteren die Maschine kennzeichnenden Daten ausgefüllt, die in 3 noch freigelassen sind. Entsprechendes gilt für die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung. Generell kann die berührungslos wirkende Schutzeinrichtung mehrere Komponenten (Grundgerät, Folgegerät, Schaltteil) aufweisen. Im vorliegenden Fall ist als berührungslos wirkende Schutzeinrichtung nur ein Lichtgitter 6 des Typs XY vorgesehen, dessen optische Daten im Inspektionsprotokoll exemplarisch ausgefüllt sind.
  • Als weitere Kenndaten für das Lichtgitter 6 sind auf der ersten Seite des Inspektionsprotokolls der Sicherheitsabstand und eine Nachlaufmessung definiert. Der Sicherheitsabstand bildet eine normative Anforderung und ist durch den einzuhaltenden Abstand zwischen Schutzfeld und der Gefahrenstelle an der Maschine definiert.
  • Die Nachlaufmessung besteht darin, dass in einer Zeitmessung ermittelt wird, wie lange nach Abschalten der Maschine deren gefahrbringendes Maschinenteil noch nachläuft.
  • Bei der Nachlaufmessung handelt es sich um eine Prüfoption innerhalb des Inspektionsprotokolls. Je nachdem ob der Benutzer eingibt, dass eine Nachlaufmessung vorhanden ist oder nicht, wird in Abhängigkeit davon im Dokumentationssystem 1 selbsttätig die zweite Seite des Inspektionsprotokolls, dargestellt in 4, entsprechend erstellt.
  • Generell können weitere derartige Prüfoptionen vorgesehen sein, die vom Benutzer auswählbar sind, wobei auch hier in Abhängigkeit der Auswahl die Form des Inspektionsprotokolls durch die Rechnereinheit 2 entsprechend definiert wird. Ein Beispiel für eine derartige Prüfoption kann sein, ob ein Lichtgitter 6 eine Taktsteuerung aufweist oder nicht.
  • Die automatische Generierung des Inspektionsprotokolls erfolgt selbsttätig in der Rechnereinheit 2 des Dokumentationssystems 1. Dabei sind in der Datenbank 3 sicherheitsrelevante Daten für verschiedenartige Anlagen und berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen in Form von normrelevanten Prüfungspunkten abgespeichert. Diese Prüfungspunkte sind als Fragen formuliert, die vom Benutzer zu beantworten sind.
  • Je nach Auswahl der Prüfoptionen durch den Benutzer werden für die spezifische Anlage zugeschnittene Prüfungspunkte in der Datenbank 3 selbsttätig ausgewählt und dem Benutzer als Bestandteil des Inspektionsprotokolls angezeigt.
  • Der Benutzer beantwortet dann die die Prüfungspunkte bildenden Fragen mit „ja" oder „nein", je nachdem ob der Prüfungspunkt bei der jeweiligen Anlage normkonform erfüllt ist oder nicht. Trifft ein Prüfungspunkt nicht zu, gibt der Benutzer als Antwort „nicht zutreffend" ein.
  • Letztlich beinhaltet das Inspektionsprotokoll den Namen des Prüfers, das heißt des Erstellers des Inspektionsprotokolls sowie das Erstellungsdatum.
  • Die durch die Auswahl der Prüfoption „Nachlaufsteuerung vorhanden" generierten Prüfungspunkte, die die Beurteilung der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung entsprechend den geltenden Normen (im vorliegenden Fall europäische EN-Normen und nationale ZH-Vorschriften) bilden, sind in 4 dargestellt.
  • Mit den Prüfungspunkten wird, wie aus 4 ersichtlich, erkannt, ob ein Prüfungsstab zur Kontrolle der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung vorhanden ist. Weiter wird unter anderem abgefragt, ob das Schutzfeld des Lichtgitters 6 normkonform ausgeführt ist und der Gefahrenbereich der Maschine normkonform gesichert ist.
  • Weiter wird abgefragt, ob eine Anlauftestung, das heißt eine Prüfung des Lichtgitters 6 vorhanden ist. Desweiteren wird abgefragt, ob eine Wiederanlaufsperre, das heißt eine Sicherung gegen ein Einschalten der Maschine nach einem durch das Lichtgitter 6 generierten Abschaltbefehl, vorhanden ist. Die weiteren Prüfungspunkte in 4 sind selbsterklärend.
  • Wie aus 4 ersichtlich, sind die meisten Prüfungspunkte normkonform erfüllt, das heißt die entsprechenden Fragen sind mit "ja" beantwortet. Zwei Fragen sind mit „nicht zutreffend" beantwortet. Nur eine Frage ist mit „nein" beantwortet, das heißt bei dem Inspektionsprotokoll liegt nur eine Normabweichung vor.
  • Nach Erstellung des Inspektionsprotokolls wird dieses gesichert, so dass keine weiteren Änderungen am Inspektionsprotokoll vorgenommen werden können.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung kann aus einem Inspektionsprotokoll oder vorzugsweise mehreren Inspektionsprotokollen ein Zusammenfassungsprotokoll generiert werden. Das Zusammenfassungsprotokoll ist bevorzugt als PDF-Dokument ausgebildet. Dieses wird vorzugsweise daraus generiert, falls in dem Inspektionsprotokoll Abweichungen enthalten sind, das heißt einige mit „nein" beantwortete Prüfungspunkte vorhanden sind.
  • Diese Abweichungen werden mittels einer in der Rechnereinheit 2 integrierten Konvertierungsmatrix in Klartextanweisungen umgewandelt. Diese im Zusammenfassungsprotokoll enthaltenen Klartextanweisungen bilden dann eine für den Betreiber der Maschinen leicht lesbare Mängelliste, die ihm auf einfache Weise einen Überblick über die sicherheitstechnischen Mängel der Anlage liefern.
  • Zur Vorauswahl der in einem Zusammenfassungsprotokoll zusammengefassten Inspektionsprotokolle wird bevorzugt vom Benutzer ein vorgegebener Zeitraum eingegeben. Dann werden alle Inspektionsprotokolle, die in diesem Zeit raum erstellt wurden zu einem Zusammenfassungsprotokoll zusammengefasst. Um die Anzahl der einem Zusammenfassungsprotokoll zuzuordnenden Inspektionsprotokolle weiter einzugrenzen können weitere Sortierungskriterien vom Benutzer definiert werden. Als Sortierungskriterien können beispielsweise die Installationsorte von Maschinen, die Hersteller von Maschinen oder die Kostenstellen von Betreibern der Maschinen dienen.
  • 1
    Dokumentationssystem
    2
    Rechnereinheit
    3
    Datenbank
    4
    Ein-/Ausgabeeinheit
    5
    Form-Giesserei-Kernherstellungsmaschine
    6
    Lichtgitter
    7
    Sendelichtstrahlen
    8
    Sender
    9
    Gehäuse
    10
    Empfänger
    11
    Gehäuse
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - EN 999 [0035]

Claims (16)

  1. Dokumentationssystem (1) zur Erstellung eines Inspektionsprotokolls für eine mittels wenigstens einer berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung gesicherten Maschine, umfassend eine Rechnereinheit (2), eine dieser zugeordneten Datenbank (3) und eine Ein-/Ausgabeeinheit (4), wobei in Abhängigkeit von über die Ein-/Ausgabeeinheit (4) auswählbaren Prüfoptionen in der Rechnereinheit (2) aus einem in der Datenbank (3) enthaltenen Datenbestand ein normkonformes, anlagenspezifisches Inspektionsprotokoll generierbar ist.
  2. Dokumentationssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Inspektionsprotokoll ein schreibgeschütztes Dokument ist.
  3. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Inspektionsprotokoll eine vorgegebene Anzahl von Prüfungspunkten enthält, die in Form von Fragen formuliert sind.
  4. Dokumentationssystem (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rechnereinheit (2) in Abhängigkeit der ausgewählten Prüfoptionen unterschiedliche Prüfungspunkte generiert werden.
  5. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass eine normgerechte Erfüllung eines Prüfungspunktes vorliegt, auf die jeweilige Frage als Antwort "ja" eingegeben wird.
  6. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass keine normgerechte Erfüllung eines Prüfungspunkts vorliegt, auf die jeweilige Frage als Antwort „nein" eingegeben wird.
  7. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass ein Prüfungspunkt nicht relevant ist, auf die jeweilige Frage als Antwort „nicht zutreffend" eingegeben wird.
  8. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach erfolgter Erstellung eines Inspektionsprotokolls dieses über die Rechnereinheit (2) für weitere Dateneingaben gesperrt ist.
  9. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Inspektionsprotokoll als Kenngröße das Erstellungsdatum enthält.
  10. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Rechnereinheit (2) aus wenigstens einem Inspektionsprotokoll ein Zusammenfassungsprotokoll generierbar ist, in welchem normative Abweichungen der Maschine oder berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung in Klartextanweisungen enthalten sind.
  11. Dokumentationssystem (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Klartextanweisungen mittels einer Konvertierungsmatrix aus den Antworten auf Prüfungspunkte im Inspektionsprotokoll generiert werden.
  12. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Zusammenfassungsprotokoll mehrere Inspektionsprotokolle zusammengefasst sind.
  13. Dokumentationssystem (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammenfassung von Inspektionsprotokollen in einem Zusammenfassungsprotokoll mittels der Rechnereinheit (2) anhand vorgegebener Sortierungskriterien durchführbar ist.
  14. Dokumentationssystem (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Sortierungskriterien die Installationsorte von Maschinen, die Hersteller von Maschinen und/oder die Kostenstellen von Betreibern der Maschine sind.
  15. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Sortierungskriterium ein vorgegebener Zeitraum, in welchem Inspektionsprotokolle erstellt wurden, wählbar ist.
  16. Dokumentationssystem (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammenfassungsprotokoll ein PDF-Dokument ist.
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