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DE102007034049B3 - Piezoelektrisches Ventil - Google Patents

Piezoelektrisches Ventil Download PDF

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DE102007034049B3
DE102007034049B3 DE102007034049A DE102007034049A DE102007034049B3 DE 102007034049 B3 DE102007034049 B3 DE 102007034049B3 DE 102007034049 A DE102007034049 A DE 102007034049A DE 102007034049 A DE102007034049 A DE 102007034049A DE 102007034049 B3 DE102007034049 B3 DE 102007034049B3
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sealing
valve according
piezoelectric valve
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stop
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DE102007034049A
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English (en)
Inventor
Jochen Dr. Schaible
Marcus Grödl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoerbiger Flow Control GmbH
Original Assignee
Hoerbiger Automatisierungstechnik Holding GmbH
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Priority to PCT/EP2008/004009 priority patent/WO2009010117A1/de
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K31/00Actuating devices; Operating means; Releasing devices
    • F16K31/004Actuating devices; Operating means; Releasing devices actuated by piezoelectric means
    • F16K31/005Piezoelectric benders
    • F16K31/006Piezoelectric benders having a free end

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Abstract

Ein piezoelektrisches Ventil mit einem Gehäuse (1) weist einen durchströmbaren Innenraum (2) auf, in den mindestens eine mit einem zugeordneten Anschluss (5; 6) für das Strömungsmedium kommunizierende, von einer unterbrechungsfreien ringförmigen ersten Dichtstruktur eingefasste Düse (3; 4) mündet, wobei in dem Innenraum des Gehäuses ein durch elektrische Beaufschlagung verformbares, eine Auflage (15; 16) aus einem elastisch nachgiebigen Material aufweisendes piezoelektrisches Biegeelement (8) dergestalt aufgenommen ist, dass die Düse durch einen aufgrund der Verformung des Biegeelements relativ zu der Düse bewegbaren Abschnitt (11) des Biegeelements verschließbar ist, wobei in der Schließstellung des Biegeelements die erste Dichtstruktur unter Ausbildung einer ringförmig geschlossenen Dichtfläche an einer auf der zugeordneten Auflage (15) des Biegeelements (8) ausgebildeten, zu der ersten Dichtstruktur korrespondierenden zweiten Dichtstruktur anliegt. Dabei ist außerhalb der ringförmigen Dichtfläche benachbart zu dieser mindestens ein Anschlag vorgesehen, der gegenüber der an ihn angrenzenden Oberfläche des den Anschlag aufweisenden Bauteils vorspringt und in der Schließstellung des Biegeelements (8) die Verformung der zweiten Dichtstruktur im Bereich der Dichtfläche begrenzt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein piezoelektrisches Ventil mit einem Gehäuse, welches einen durchströmbaren Innenraum aufweist, in den mindestens eine mit einem zugeordneten Anschluß für das Strömungsmedium kommunizierende, von einer unterbrechungsfreien ringförmigen ersten Dichtstruktur eingefasste Düse mündet, wobei in dem Innenraum des Gehäuses ein durch elektrische Beaufschlagung verformbares, eine Auflage aus einem elastisch nachgiebigen Material aufweisendes piezoelektrisches Biegeelement dergestalt aufgenommen ist, dass die Düse durch einen aufgrund der Verformung des Biegeelements relativ zu der Düse bewegbaren Abschnitt des Biegelements verschließbar ist, wobei in der Schließstellung des Biegelements die erste Dichtstruktur unter Ausbildung einer ringförmig geschlossenen Dichtfläche an einer auf der zugeordneten Auflage des Biegelements ausgebildeten, zu der ersten Dichtstruktur korrespondierenden zweiten Dichtstruktur anliegt.
  • Piezoelektrische Ventile sind in vielfältigen Ausgestaltungen bekannt, beispielsweise aus der DE 25 11 752 A1 , der DE 34 00 645 A1 , der DE 35 27 069 A1 , der EP 0404082 B1 , der EP 0538236 A1 , der DE 43 20 909 C1 , der DE 44 10 153 C1 , der WO 97/09555 A1 , der DE 195 47 149 A1 , der EP 0191011 B1 und der EP 0565510 B1 . Gattungsgemäße Piezoelektrische Ventile, bei denen im Hinblick auf eine möglichst geringe Leckage in der Schließstellung und/oder andere Zielsetzungen (z.B. Ausgleich von Fertigungstoleranzen, Schutz des Biegeelements vor mechanischen Schäden, vor Feuchtigkeit und Medien und/oder Verschleißminderung am Düsensitz) das Piezoelektrische Biegeelement zumindest in seinem der Düse gegenüberliegenden Bereich eine Auflage aus einem elastisch nachgiebigen Material aufweist, sind insbesondere in der EP 0907852 B1 und der EP 0943812 A1 beschrieben. Nach der an erster Stelle genannten EP 0907852 B1 ist dabei die Auflage aus einem elastisch nachgiebigen Material als eine auf dem Biegeelement (Biegewandler) lokal angebrachte, beispielsweise aus Fluorosilikon bestehende Elastomerscheibe ausgeführt. Nach der EP 0943812 A1 ist auf den frei beweglichen, außerhalb der Einspannung liegenden Bereich des piezoelektrischen Biegeelements ein Überzug aus einem Elastomer aufgebracht, der endseitig einen Dichtwulst aufweist, welcher für eine Abdichtung des Innenraums des Gehäuses nach außen sorgt. Wird das Biegelement in seine die jeweilige Düse verschließende Schließstellung gebracht, dringt die erste, düsenseitige Dichtstruktur, die typischerweise stirnseitig an einem die Düse umgebenden ringförmigen Dichtvorsprung angeordnet ist, um ein bestimmtes Maß in die auf dem Biegelement angebrachte Auflage ein, wodurch die auf dieser vorgesehene zweite Dichtstruktur in eine zu der ersten Dichtstruktur korrespondierende Form verformt wird, wobei jene ringförmig geschlossene Fläche, an der in der Schließstellung des Biegelements die erste und die zweite Dichtstruktur aneinander anliegen, die Dichtfläche bildet.
  • Verglichen mit den meisten anderen elektrisch ansteuerbaren Ventilen zeichnen sich piezoelektrische Ventile durch eine besonders hohe Schaltdynamik aus, welche diese Ventilart als besonders günstig für eine Vielzahl von Anwendungen erscheinen lässt. Allerdings setzt die charakteristische Kraft-Weg-Kennlinie des Biegewandlers (vgl. insoweit insbesondere die DE 44 10 153 C1 ) der An wendung von piezoelektrischen Ventilen gewisse Grenzen, weil die mögliche Schließkraft mit zunehmender Auslenkung abnimmt. Hierdurch wird typischerweise die durch das piezoelektrische Ventil zu schaltende fluidische Leistung, welche proportional ist zu dem Produkt aus zu schaltendem Durchfluss und zu schaltendem Druckgefälle, begrenzt.
  • Der vorliegenden Patentanmeldung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein piezoelektrisches Ventil der eingangs angegebenen Art mit gesteigerter Praxistauglichkeit bereitzustellen, mit welchem sich – unter Beibehaltung oder sogar Steigerung der bekannten Vorteile wie insbesondere der hohen Schaltdynamik – in der Praxis höhere Schaltleistungen erreichen lassen als mit bekannten gattungsgemäßen piezoelektrischen Ventilen.
  • Diese Aufgabenstellung wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass außerhalb der ringförmigen Dichtfläche benachbart zu dieser mindestens ein Anschlag vorgesehen ist, der gegenüber der an ihn angrenzenden Oberfläche des den Anschlag aufweisenden Bauteils vorspringt und in der Schließstellung des Biegeelements die Verformung der zweiten Dichtstruktur im Bereich der Dichtfläche begrenzt. Wird bei dem erfindungsgemäßen Ventil der Biegewandler durch entsprechende Beaufschlagung in seine Schleißstellung geschaltet, gelangen zunächst die erste und die zweite ringförmige Dichtstruktur in Kontakt und wird – entsprechend der Schließkraft des Biegewandlers – die zweite Dichtstruktur unter Ausbildung der Dichtfläche, an der die beiden Dichtstrukturen innig aneinander anliegen, verformt, bis der Anschlag bzw. die Anschläge mit der zugeordneten Gegenfläche in Kontakt kommen und die weitere Ver formung der zweiten Dichtstruktur begrenzen. Durch den mindestens einen benachbart zu der betreffenden Dichtfläche angeordneten Anschlag läßt sich auf diese Weise gezielt Einfluss nehmen auf das Maß der Verformung der Auflage des Biegelements im Bereich der zweiten Dichtstruktur. Insbesondere lässt sich somit, wenn die erste Dichtstruktur an einem die Düse umgebenden Dichtvorsprung ausgeführt ist, die Eindringtiefe des Dichtvorsprungs in die elastisch nachgiebige Auflage des Biegeelements gezielt begrenzen, so dass die erste Dichtstruktur, ohne dass hiermit die Gefahr einer Beschädigung der elastisch nachgiebigen Auflage des Biegewandlers verbunden wäre, besonders scharfkantig, d.h. als mehr oder weniger scharfer Grat ausgeführt sein kann, wodurch sich eine besonders schmale ringförmige Dichtfläche ergibt. Dies wirkt sich wiederum günstig auf die Schaltdynamik des piezoelektrischen Ventils aus, weil sich durch die entsprechende Minimierung der ringförmigen Dichtfläche Adhäsionseffekte, welche die Schaltdynamik beeinträchtigen können, reduzieren lassen. Weiterhin resultieren die erfindungsgemäß mögliche Reduzierung der Dichtfläche und die hierdurch erzielte Verringerung der durch Adhäsionskräfte bedingten Einflüsse in einer besseren Reproduzierbarkeit der Schaltvorgänge. Demgemäß können die bei bekannten gattungsgemäßen Piezoventilen erforderlichen Sicherheitsbereiche in Anwendung der vorliegenden Erfindung reduziert werden. Erfindungsgemäß ausgeführte Ventile lassen sich folglich, verglichen mit entsprechenden Ventilen nach dem Stand der Technik, zuverlässig in einem erweiterten Betriebsbereich betreiben. Hierzu trägt auch bei, dass entsprechend der Verminderung der zwischen der düsenseitigen ersten Dichtstruktur und der an dieser anliegenden biegewandlerseitigen zweiten Dichtstruktur wirkenden Adhäsionskräfte die für das Öffnen des Ventils erforderliche Kraft abnimmt. Auch die für das zuverlässige Schließen eines erfindungsgemäßen Ventils erforderliche Kraft lässt sich, verglichen mit einem entsprechenden Ventil nach dem Stand der Technik, reduzieren, weil die geschlossen ringförmige Dichtfläche, wie weiter oben dargelegt, bei Anwendung der vorliegenden Erfindung besonders schmal ausgeführt sein kann. Der nutzbare Leistungsbereich von erfindungsgemäßen piezoelektrischen Ventilen ist dementsprechend größer als dies vom Stand er Technik her bekannt ist; das Leistungspotential der Technik piezoelektrischer Ventile lässt sich in Anwendung der vorliegenden Erfindung somit ohne Einbuße an Zuverlässigkeit weitergehend ausschöpfen, als dies mit bekannten gattungsgemäßen Ventilen möglich ist.
  • Die vorliegende Erfindung läßt sich, wie weiter unten anhand entsprechender Beispiele im Detail veranschaulicht wird, bei unterschiedlichen Konfigurationen der Anordnung und Ausführung der Anschläge sowie der ersten und zweiten Dichtstruktur einsetzen. Insoweit liegt, soweit nachfolgend die Erfindung anhand bestimmter spezifischer Konfigurationen erläutert wird (z.B. erste Dichtstruktur an einem Dichtvorsprung; an dem Gehäuse oder einem in dieses eingesetzten Düseneinsatz angeordnete Anschläge, die von der angrenzenden Oberfläche weniger weit vorstehen als der Dichtvorsprung), hierin keinerlei Beschränkung der Erfindung auf entsprechende Ausgestaltungen.
  • Mit besonderem Vorteil läßt sich die vorliegende Erfindung bei 3/2-Wege Schaltventilen einsetzen, bei denen zwei einander auf unterschiedlichen Seiten des Biege- Wandlers gegenüberliegende, jeweils mit einem zugeordneten Anschluss kommunizierende Düsen in das Innere des Gehäuses münden, wobei der Biegewandler zwei Schließstellungen einnehmen kann, indem er in jeder seiner beiden Endstellungen (maximale Auslenkung) eine der beiden Düsen verschließt; denn bei solchen Ventilen ist die einleitend dargelegte, durch die vorliegende Erfindung gelöste Problematik der mit zunehmender Auslenkung nachlassenden Schließkraft besonders ausgeprägt. Indessen ist die vorliegende Erfindung keinesfalls auf derartige 3/2-Wege Schaltventile beschränkt. Sie läßt sich vielmehr mit Vorteil ersichtlich auch bei einfach wirkenden Schaltventilen wie auch bei Proportionalventilen einsetzen.
  • Im Hinblick auf die Schaltdynamik erfindungsgemäßer piezoelektrischer Ventile, die als Pneumatikventile mit Luft als Medium betrieben werden, ist es günstig, wenn sich, gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung, der mindestens eine Anschlag um mindestens 0,01 mm gegenüber der ihn umgebenden bzw. der angrenzenden Oberfläche des Gehäuses bzw. eines in das Gehäuse eingesetzten Düseneinsatzes oder aber der Auflage des Biegeelements erhebt. Auf diese Weise verbleibt in der Schließstellung des Ventils zwischen der elastisch nachgiebigen Auflage des Biegeelements und der Oberfläche des Gehäuses bzw. des Düseneinsatzes in der Umgebung der Anschläge ein Luftspalt von solcher Dicke, dass keine die Schaltdynamik des Ventils beim Öffnen oder Schließen nachteilig beeinflussenden strömungsdynamischen Effekte (Luftdämpfung) auftreten.
  • Für die Funktion der vorstehend erläuterten Anschläge ist es weiterhin vorteilhaft, wenn flächenmäßig die Summe der wirksamen Anlageflächen der Anschläge – das ist die Summe der Kontaktflächen, an denen die Anschläge in der entsprechenden Schließstellung des Biegelements die zugeordnete Gegenfläche berühren – zwischen dem 0,1-fachen und dem 2,0-fachen der Dichtfläche beträgt. Besonders bevorzugt beträgt die Summe der wirksamen Anlageflächen der Anschläge zwischen dem 0,3-fachen und dem 1,3-fachen der Dichtfläche; ideal ist ein zwischen dem 0,5-fachen und dem 0,8-fachen liegendes Flächenverhältnis. Bei einer solchen Gestaltung ergeben sich optimierte Verhältnisse hinsichtlich der das Verformen der zweiten biegeelementseitigen Dichtstruktur begrenzenden Funktion der Anschläge auf der einen Seite und der die Schaltdynamik möglicherweise beeinträchtigenden haftungs- und strömungsdynamischen Effekte im Bereich der Kontaktflächen zwischen den Anschlägen und den Gegenflächen andererseits. Besonders günstig ist dabei, wenn sich die Summe der Anlageflächen der Anschläge auf eine Mehrzahl von Anschlägen aufteilt. In diesem Sinne sind bevorzugt mindestens drei um die Dichtfläche herum angeordnete Anschläge vorgesehen. Die Anschläge sind dabei besonders bevorzugt, und zwar wiederum im Hinblick auf besonders günstige strömungsdynamische Verhältnisse beim Öffnen des Ventils, von der Dichtfläche abgesetzt, wozu sie, wenn sie und ein die zugeordnete Dichtstruktur aufweisender Dichtvorsprung an dem selben Bauteil angeordnet sind, insbesondere von dem betreffenden Dichtvorsprung abgesetzt, freistehend ausgeführt sein können. Zwingend ist dies indessen nicht; vielmehr kommt im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch in Betracht, dass der mindestens eine Anschlag an einem die zugeordnete Dichtstruktur aufweisenden Dichtvorsprung, gegenüber dessen maximaler Erhebung über die umgebende Oberfläche zurückgesetzt, angesetzt ist; dies kann namentlich fertigungstechnische Vorteile haben. In diesem Falle ist allerdings, wiederum im Hinblick auf günstige strömungsdynamische Verhältnisse, darauf zu achten, dass mindestens 50% des Umfangs des die Dichtstruktur aufweisenden Dichtvorsprungs der Düse frei ist; der Anteil des Umfangs des die Dichtstruktur aufweisenden Dichtvorsprungs, an welchen Anschläge angeschlossen sind, sollte sich somit, mit anderen Worten, auf maximal 50% beschränken.
  • In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung beträgt, sofern die düsenseitige erste Dichtstruktur an einem Dichtvorsprung angeordnet ist, die Dicke der aus elastisch nachgiebigem Material bestehenden Auflage des Biegeelements zumindest in dem der Düse gegenüberliegenden Bereich maximal 0,3 mm, besonders bevorzugt sogar weniger als 0,2 mm. Diese Dimensionierung nutzt die Erkenntnis, dass im Falle der Ausführung der elastisch nachgiebigen Auflage des piezoelektrischen Biegeelements mit einer Dicke von maximal 0,3 mm, besonders bevorzugt maximal 0,2 mm jener Anteil der Auslenkung des Biegeelements, welcher zu einer für das leckagefreie Verschließen der Düse mittels des Biegeelements wesentlichen Kompression der elastisch nachgiebigen Auflage verantwortlich ist, auf ein Minimum reduzieren lässt. Diese Minimierung des ineffizienten Leerhubs des Biegeelements wirkt sich in zweifacher Weise im Sinne der weiter oben dargelegten Aufgabenstellung vorteilhaft aus, nämlich zu einen dahingehend, dass der effektive Arbeitshub des Biegeelements vergrößert werden kann, so dass das Biegeelement in der Öffnungsstellung des Ventils entsprechend weiter von der Düse abheben kann, als dies nach dem Stand der Technik möglich ist, wodurch der ungehinderte, verlustfreie Durchfluss durch das Ventil in dessen Öffnungsstellung begünstigt wird; der zweite vorteilhafte Effekt besteht in einer höheren zur Verfügung stehenden Schließkraft und somit einer gesteigerten Zuverlässigkeit des leckagefreien Verschließens der Düse auch bei gesteigerten Drücken, weil der für die Kompression der elastisch nachgiebigen Auflage zum Verschließen der Düse erforderliche Hub gegenüber dem Stand der Technik reduziert ist, womit – aufgrund der charakteristischen Kraft-Weg-Kennlinie von piezoelektrischen Biegeelementen – die Düse bereits bei einem Betriebspunkt mit geringerer Auslenkung des Biegeelements und somit höherer Anlagekraft zuverlässig verschlossen ist.
  • Gemäß einer wiederum anderen bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist die freie Oberfläche der Auflage aus elastisch nachgiebigem Material zumindest in dem der Düse gegenüberliegenden Bereich eine Oberflächengüte mit einer Rz von maximal 16 μm auf. Hierdurch ergibt sich in Kombination mit der vorstehend erläuterten bevorzugten Dicke der elastisch nachgiebigen Auflage des Biegeelements ein besonders günstiges Abdichtverhalten des Ventils. Entsprechendes gilt, wenn die Härte des die Auflage bildenden elastisch nachgiebigen Materials gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung 50-90 Shore A, besonders bevorzugt 60-75 Shore A beträgt.
  • Die vorstehende Erläuterung der vorliegenden Erfindung geht, wie im einzelnen dargelegt, in erster Linie von der aus dem Stand der Technik bekannten Anordnung eines die ringförmig geschlossene erste Dichtstruktur aufweisenden Dichtvorsprungs an dem Gehäuse bzw. einem in dieses eingesetzten Düseneinsatz und der Anordnung einer Auflage aus elastisch nachgiebigem Material an dem Biegeelement aus. Dies ist indessen nicht die einzige Möglichkeit, das erfindungsgemäße Prinzip anzuwenden. In Betracht kommen vielmehr, jedenfalls für bestimmte Anwendungsfälle, auch verschiedene als kinematische Umkehrungen anzusehende Abwandlungen. So können gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung beispielsweise ein eine ringförmig geschlossene zweite Dichtstruktur aufweisender Dichtvorsprung und der mindestens eine benachbart zu der sich in der Schließstellung des Biegeelements einstellenden Dichtfläche angeordnete Anschlag gegenüber der zugeordneten Mündung der Düsenöffnung in das Innere des Gehäuses an dem Biegeelement bzw. dessen Auflage angeordnet sein; das Gehäuse bzw. der Düseneinsatz kann in diesem Falle in der Umgebung der Mündung der Düsenöffnung, d.h. im Bereich der ersten Dichtstruktur sowie der Gegenfläche für den mindestens einen Anschlag plan ausgeführt sein. Ebenso wenig scheidet grundsätzlich eine solche Gestaltung des piezoelektrischen Ventils aus, bei der ein eine ringförmig geschlossene erste Dichtstruktur aufweisender Dichtvorsprung an dem Gehäuse bzw. dem Düseneinsatz und die Anschläge an dem Biegelement bzw. dessen Auflage angeordnet sind. Auch die umgekehrte Verteilung von Dichtvorsprung und Anschlägen ist denkbar. Insoweit können im Rahmen der vorliegenden Erfindung durchaus der die Dichtstruktur aufweisende Dichtvorsprung und/oder der mindestens eine Anschlag an der Auflage aus elastisch nachgiebigen Material angeordnet sein; und die genannte Auflage aus elastisch nachgiebigem Material kann statt an dem Biegeelement auch um die Mündung der Düsenöffnung herum an dem Gehäuse bzw. einem in dieses eingesetzten Düseneinsatz angeordnet sein. Signifikant ist bei all diesen Abwandlungen eine Gestaltung des die Dichtstruktur aufweisenden Dichtvorsprungs und des mindestens einen Anschlags dergestalt, dass beim Schließen des Ventils an der jeweils betrachteten Düse die beiden Dichtstrukturen zur Anlage kommen, bevor der mindestens eine Anschlag durch Anlage an der zugeordneten Gegenfläche wirksam wird.
  • Lediglich der Klarstellung halber ist schließlich darauf hinzuweisen, dass der Begriff "ringförmig" keinesfalls einschränkend dahingehend verstanden werden darf, dass die Dichtfläche kreisrund ist. Erkennbar lässt sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung die Gestalt der Dichtfläche den individuellen Erfordernissen anpassen.
  • Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand mehrerer in der Zeichnung veranschaulichter bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt
  • 1 ein erfindungsgemäßes piezoelektrisches Ventil nach einer ersten Ausführungsform im Längsschnitt,
  • 2 das Detail "A" der 1 in vergrößerter Darstellung,
  • 3 in perspektivischer Darstellung den Mündungsbereich des Düseneinsatzes des piezoelektrischen Ventils nach 1 und
  • 4 in einem stark vergrößerten, nicht maßstabsgerechten Schnitt die Situation beim Verschließen der in 3 gezeigten Düsen-/Anschlag-Anordnung mittels eines einen Elastomer-Überzug aufweisenden Biegeelements. Weiterhin zeigt
  • 5 eine gegenüber der Ausführungsform nach den 1 bis 4 abgewandelte Gestaltung der Anschläge.
  • Und jeweils in schematischer Darstellung veranschaulichen
  • 6 eine gegenüber der Ausführungsform nach den 1 bis 3 abweichende Anordnung der zueinander korrespondierenden Dichtstrukturen und Anschläge,
  • 7 eine nochmals andere Anordnung der zueinander korrespondierenden Dichtstrukturen und Anschläge und
  • 8 eine wiederum andere Anordnung der zueinander korrespondierenden Dichtstrukturen und Anschläge.
  • Hinsichtlich seines grundsätzlichen Aufbaus entspricht das Ventil gemäß der in den 1 bis 4 der Zeichnung wiedergegebenen bevorzugten Ausführungsform dem aus der EP 943812 A1 ( US 6143744 B1 ) bekannten Ventil. Es wird daher auf eine eingehende Beschreibung sämtlicher Details und sonstigen Gestaltungsmerkmale des dargestellten Ventils verzichtet und statt dessen, zur Ergänzung der nachstehenden Erläuterung, die genannte Veröffentlichung im vollen Umfang in Bezug genommen.
  • Das in den 1 bis 4 der Zeichnung dargestellte piezoelektrische Ventil umfaßt ein Gehäuse 1, welches einen durchströmbaren Innenraum 2 aufweist. In den Innenraum 2 münden zwei einander gegenüberliegende Düsen 3 und 4, die jeweils mit einem zugeordneten Anschluss 5 bzw. 6 für das Strömungsmedium kommunizieren. Weiterhin mündet in den Innenraum 2 des Gehäuses 1 eine Öffnung 7. In dem Innenraum 2 des Gehäuses 1 ist ein piezoelektrisches Biegeelement 8, welches durch elektrische Beaufschlagung verformbar ist, dergestalt aufgenommen, dass sich jener – in 1 rechts vom Einspannpunkt 9 liegende – Bereich 10 des Biegeelements, der bei dessen elektrischer Beaufschlagung seine Lage relativ zu dem Gehäuse ändert, mit seinem endseitigen Abschnitt 11 zwischen die beiden Düsen 3 und 4 ragt. Je nach der elektrischen Beaufschlagung kann das Biegeelement 8 somit, in einer ersten bzw. zweiten Schließstellung, die erste Düse 3 oder die zweite Düse 4 verschließen oder aber eine Zwischenstellung, in der beide Düsen geöffnet sind, einnehmen.
  • In dem frei über den Einspannpunkt 9 auskragenden Bereich 10 ist auf das Biegelement 8 ein aus elastisch nachgiebigem, elastomerem Material bestehender Überzug 12 aufgesetzt, welcher auf der Oberseite 13 und der Unterseite 14 des Biegeelements jeweils eine Auflage 15 bzw. 16 bildet.
  • Während die Auflagen 15 und 16 entfernt von den Düsen 3 und 4 eine Dicke in der bekannten Größenordnung, nämlich von etwa 0,5 mm besitzen, beträgt die Dicke der Auflagen 15 und 16 in den den Düsen gegenüberliegenden Bereichen 17 bzw. 18 und der unmittelbaren Umgebung lediglich 0,2 mm. In den Bereichen mit reduzierter Dicke weisen die freien Oberflächen 19 der Auflagen 15 und 16 eine Oberflächengüte mit einer Rz von maximal 16 μm auf; und die Härte der Auflagen 15 und 16 beträgt in den genannten Bereichen zwischen 60 und 75 Shore A.
  • Jede der beiden Düsen 3 und 4 ist, wie dies nachfolgend anhand der an dem in das Gehäuse 1 eingesetzten, die Düse 3 aufweisenden Düseneinsatz 20 erläutert wird, in entsprechender Weise allerdings auch für die Düse 4 gilt, von einer unterbrechungsfrei geschlossenen, ringförmigen ersten Dichtstruktur 21 eingefasst, die stirn seitig an einem Dichtvorsprung 22 vorgesehen ist, der gegenüber der umliegenden Stirnfläche 23 des Düseneinsatzes 20 vorsteht und eine etwa konische Außenfläche 24 aufweist. Die zylindrische Düsenbohrung 25 geht über einen konischen Übergangsbereich 26 in die Dichtstruktur 21 über. In der die Düse 3 verschließenden Schießstellung des Biegeelements 8 (4) liegt die an dem Dichtvorsprung 22 angeordnete erste Dichtstruktur 21 an der Auflage 15 in deren Bereich 17 an und dringt geringfügig in die Auflage 15 ein. Auf diese Weise definert sich in dem – entsprechend verformten – Bereich 17 der Auflage 15 eine zu der ersten Dichtstruktur 21 korrespondierende, ringförmig geschlossene zweite Dichtstruktur 27, wobei die erste und die zweite Dichtstruktur längs einer ringförmigen Dichtfläche 28 aneinander anliegen.
  • An dem Düseneinsatz 20 sind, von dessen Stirnfläche 23 vorspringend, um den Dichtvorsprung 22 herum sechs freistehende, etwa kegelstumpfförmige Anschläge 29 angeordnet. Jeder Anschlag 29 weist stirnseitig eine Anschlagfläche 30 für die Auflage 15 des Biegeelements 8 auf. Die Anschlagflächen 30 sind gegenüber der maximalen Erhebung des Dichtvorsprungs 22 von der Stirnfläche 23 des Düseneinsatzes 20 etwas zurückgesetzt, d.h. die Anschläge 29 stehen etwas weniger weit von der Stirnfläche 23 des Düseneinsatzes vor als der Dichtvorsprung 22. Die Flächensumme jener Flächen, an denen bei der betreffenden Schließstellung des Biegelements 8 die sechs Anschläge 29 mit den entsprechenden Gegenflächen 41 in Kontakt sind, entspricht flächenmäßig etwa 65% der zwischen der ersten Dichtstruktur 21 und der zweiten Dichtstruktur 27 wirksamen Dichtfläche 28.
  • Entsprechendes gilt, wie dargelegt, für die zweite Düse 4, welche nicht in einem Düseneinsatz, sondern vielmehr direkt im Gehäuse 1 ausgebildet ist. Hier springen die Anschläge 29 in der beschriebenen Weise gegenüber der angrenzenden Oberfläche 31 des Gehäuses vor.
  • 5 veranschaulicht eine gegenüber der Ausführungsform nach den 1 bis 4 in zweifacher Hinsicht abgewandelte Ausgestaltung der um die erste Dichtstruktur 21 herum angeordneten Anschläge 32. Zum einen weisen die Anschläge 32 eine im wesentlichen einer Halbkugelkalotte entsprechende Gestalt auf. Des weiteren sind die Anschläge 32 nicht freistehend von der Stirnfläche 23 des Düseneinsatzes vorspringend ausgeführt; sie sind vielmehr an den Dichtvorsprung 22 angesetzt; sie lehnen sich gewissermaßen an die konische Außenfläche 24 des Dichtvorsprungs 22 an. Im übrigen wird, nachdem die wesentlichen Gesichtspunkte mit denjenigen der in 3 gezeigten Ausführungsform übereinstimmen, zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehenden Erläuterungen verwiesen.
  • Bei der in 6 schematisch veranschaulichten Gestaltung sind in dem der Mündung der – in dem Gehäuse 1 angeordneten – Düse 33.1 gegenüberliegenden Bereich der Auflage 34.1 des Biegeelements 35.1 ein die ringförmig geschlossene zweite Dichtstruktur 36.1 aufweisender, gegenüber der Oberfläche 37.1 der Auflage 34.1 vorstehender Dichtvorsprung 38.1 und sechs um diesen herum angeordnete, freistehend von der Oberfläche 37.1 der Auflage 34.1 vorstehende Anschläge 39.1 vorgesehen. Die Anschläge 39.1 stehen dabei weniger weit von der Oberfläche 37.1 der Auflage 34.1 vor als der Dichtvorsprung 38.1. Der um die Mündung der Düse 33.1 herum angeordne te, die zu der zweiten Dichtstruktur 36.1 korrespondierende erste Dichtstruktur 40.1 sowie die Gegenfläche 41.1 für die Anschläge 39.1 aufweisende Bereich der Innenwand 42.1 des Gehäuses 1 ist demgegenüber vollständig eben ausgeführt. Die Funktion der Ausführungsform nach 6 erschließt sich aus den vorstehenden Erläuterungen zu den 1 bis 4, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf diese verwiesen wird.
  • Bei der in 7 schematisch veranschaulichten Gestaltung ist um die Mündung der Düse 33.2 herum ein von der Innenwand 42.2 des Gehäuses 1 vorstehender, die ringförmig geschlossene erste Dichtstruktur 40.2 aufweisender ringförmiger Dichtvorsprung 38.2 vorgesehen. Die zu der ersten Dichtstruktur 40.2 korrespondierende zweite Dichtstruktur 36.2 ist gegen dem Dichtvorsprung 38.2 in dem ebenen Bereich 43.2 der Auflage 34.2 des Biegeelements 35.2 ausgeführt. Um die zweite Dichtstruktur 36.2 herum sind an der Auflage 34.2 des Biegeelements 35.2 sechs freistehend von der Oberfläche 37.2 der Auflage vorstehende Anschläge 39.2 angeordnet. Die Anschläge 39.2 stehen dabei weniger weit von der angrenzenden Oberfläche 37.2 der Auflage 34.2 vor, als sich der Dichtvorsprung 38.2 von der ihn umgebenden Innenwand 42.2 des Gehäuses 1 erhebt. Die Gegenfläche 41.2 für die Anschläge 39.2 liegt in dem ebenen Bereich der Innenwand 42.2 des Gehäuses 1 außerhalb des Dichtvorsprungs 38.2. Die Funktion der Ausführungsform nach 7 erschließt sich aus den vorstehenden Erläuterungen zu den 1 bis 4, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen wiederum auf diese verwiesen wird.
  • Bei der in 8 schematisch veranschaulichten Gestaltung ist an der Auflage 34.3 des Biegelements 35.3 ge genüber der Mündung der Düse 33.3 ein von der Oberfläche 37.3 der Auflage vorstehender, die ringförmig geschlossene zweite Dichtstruktur 36.3 aufweisender ringförmiger Dichtvorsprung 38.3 vorgesehen. Die zu der zweiten Dichtstruktur 36.3 korrespondierende ringförmige erste Dichtstruktur 40.3 ist dem Dichtvorsprung 38.3 gegenüberliegend an der in diesem Bereich ebenen Innenwand 42.3 des Gehäuses 1 ausgeführt. Um die erste Dichtstruktur 40.3 herum sind an der Innenwand 42.3 des Gehäuses 1 sechs freistehend von dieser vorstehende Anschläge 39.3 angeordnet. Die Anschläge 39.3 stehen dabei weniger weit von der angrenzenden Innenwand 42.3 des Gehäuses 1 vor, als sich der Dichtvorsprung 38.3 von der ihn umgebenden Oberfläche 37.3 der Auflage 34.3 erhebt. Die Gegenfläche 41.3 für die Anschläge 39.3 liegt in dem ebenen Bereich der Auflage 34.3 des Biegelements 35.3 außerhalb des Dichtvorsprungs 38.3. Die Funktion der Ausführungsform nach 8 erschließt sich aus den vorstehenden Erläuterungen zu den 1 bis 4, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen abermals auf diese verwiesen wird.

Claims (24)

  1. Piezoelektrisches Ventil mit einem Gehäuse (1), welches einen durchströmbaren Innenraum (2) aufweist, in den mindestens eine mit einem zugeordneten Anschluß (5; 6) für das Strömungsmedium kommunizierende, von einer unterbrechungsfreien ringförmigen ersten Dichtstruktur (21; 40.1; 40.2; 40.3) eingefasste Düse (3; 4; 33.1; 33.2; 33.3) mündet, wobei in dem Innenraum des Gehäuses ein durch elektrische Beaufschlagung verformbares, eine Auflage (15; 16; 34.1; 34.2; 34.3) aus einem elastisch nachgiebigen Material aufweisendes Piezoelektrisches Biegeelement (8; 35.1; 35.2; 35.3) dergestalt aufgenommen ist, dass die Düse durch einen aufgrund der Verformung des Biegeelements relativ zu der Düse bewegbaren Abschnitt (11) des Biegelements verschließbar ist, wobei in der Schließstellung des Biegelements die erste Dichtstruktur (21; 40.1; 40.2; 40.3) unter Ausbildung einer ringförmig geschlossenen Dichtfläche (28) an einer auf der zugeordneten Auflage (15; 34.1; 34.2; 34.3) des Biegelements (8; 35.1; 35.2; 35.3) ausgebildeten, zu der ersten Dichtstruktur korrespondierenden zweiten Dichtstruktur (27; 36.1; 36.2; 36.3) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb der ringförmigen Dichtfläche (28) benachbart zu dieser mindestens ein Anschlag (29; 32; 39.1; 39.2; 39.3) vorgesehen ist, der gegenüber der an ihn angrenzenden Oberfläche (23; 37.1; 37.2; 42) des den Anschlag aufweisenden Bauteils vorspringt und in der Schließstellung des Biegelements (8; 35.1; 35.2; 35.3) die Verformung der zweiten Dichtstruktur (27; 36.1; 36.2; 36.3) im Bereich der Dichtfläche (28) begrenzt.
  2. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlag (29; 32; 39.3) an dem Gehäuse (1), einem in dieses eingesetzten Düseneinsatz (20) oder einer an dem Gehäuse oder einem Düseneinsatz angebrachten Auflage aus elastisch nachgiebigem Material angeordnet ist.
  3. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlag (39.1; 39.2) an der an dem Biegeelement (35.1; 35.2) angebrachten Auflage (34.1; 34.2) aus elastisch nachgiebigem Material angeordnet ist.
  4. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Dichtstruktur (21; 40.2) stirnseitig an einem ringförmig geschlossenen, gegenüber der ihn umgebenden Oberfläche (23; 42.2) erhabenen ersten Dichtvorsprung (22; 38.2) angeordnet ist.
  5. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Dichtvorsprung (22; 38.2) an dem Gehäuse (1), einem in dieses eingesetzten Düseneinsatz (20) oder einer an dem Gehäuse oder einem Düseneinsatz angebrachten Auflage aus elastisch nachgiebigem Material angeordnet ist.
  6. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Dichtstruktur (36.1; 36.3) stirnseitig an einem ringförmig geschlossenen, gegenüber der ihn umgebenden Oberfläche (37.1; 37.3) der Auflage (34.1; 34.3) erhabenen zweiten Dichtvorsprung (38.1; 38.3) angeordnet ist.
  7. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine der beiden zueinander korrespondierenden Dichtstrukturen (21, 27; 36.1, 40.1) an einem gegenüber der ihn umgebenden Oberfläche (23; 37.1) erhabenen Dichtvorsprung (22; 38.1) angeordnet ist, wobei der mindestens eine Anschlag (29; 32; 39.1) an dem selben Bauteil wie der Dichtvorsprung angeordnet ist, und zwar gegenüber der maximalen Erhebung des Dichtvorsprungs zurückgesetzt.
  8. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlag (29; 39.1) von dem Dichtvorsprung (22; 38.1) abgesetzt, freistehend ausgeführt ist.
  9. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlag (32) an den Dichtvorsprung (22) angesetzt ist.
  10. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jener Anteil des Umfangs des Dichtvorsprungs (22), an welchen der mindestens eine Anschlag (32) angeschlossen ist, maximal 50% beträgt.
  11. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine der beiden zueinander korrespondierenden Dichtstrukturen (36.2, 40.2; 36.3, 40.3) an einem gegenüber der ihn umgebenden Oberfläche (37.1; 42.2) erhabenen Dichtvorsprung (38.2; 38.3) angeordnet ist, wobei der mindestens eine Anschlag (39.2; 39.3) an dem die andere Dichtstruktur (36.2; 40.3) aufweisenden Bauteil angeordnet ist.
  12. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlag (29; 32; 39.1; 39.2; 39.3) sich um mindestens 0,01 mm gegenüber der an ihn angrenzenden Oberfläche (23; 37.1; 37.2; 42.3) erhebt.
  13. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenmäßige Summe der in der Schließstellung des Ventils wirksamen Anlageflächen der Anschläge (29; 32; 39.1; 39.2; 39.3) an den zugeordneten Gegenflächen (41; 41.1; 41.2; 41.3) zwischen dem 0,1-fachen und dem 2,0-fachen der Dichtfläche (28) beträgt.
  14. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenmäßige Summe der in der Schließstellung des Ventils wirksamen Anlageflächen der Anschläge (29; 32; 39.1; 39.2; 39.3) an den zugeordneten Gegenflächen (41; 41.1; 41.2; 41.3) zwischen dem 0,3-fachen und dem 1,3-fachen der Dichtfläche beträgt.
  15. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenmäßige Summe der in der Schließstellung des Ventils wirksamen Anlageflächen der Anschläge (29; 32; 39.1; 39.2; 39.3) an den zugeordneten Gegenflächen (41; 41.1; 41.2; 41.3) zwischen dem 0,5-fachen und dem 0,8-fachen der Dichtfläche (21) beträgt.
  16. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei mit Abstand zueinander um die Dichtfläche (28) herum angeordnete Anschläge (29; 32; 39.1; 39.2; 39.3) vorgesehen sind.
  17. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Auflage (15; 16; 34.1; 34.2; 34.3) aus elastisch nachgiebigem Material in dem der Düse (3; 4; 33.1; 33.2; 33.3) gegenüberliegenden Bereich (17; 18) maximal 0,3 mm beträgt.
  18. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Auflage (15; 16; 34.1; 34.2; 34.3) aus elastisch nachgiebigem Material in dem der Düse (3; 4; 33.1; 33.2; 33.3) gegenüberliegenden Bereich (17; 18) maximal 0,2 mm beträgt.
  19. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die freie Oberfläche (19; 37.1; 37.2; 37.3) der Auflage (15; 16; 34.1; 34.2; 34.3) aus elastisch nachgiebigem Material in dem der Düse (3; 4; 33.1; 33.2; 33.3) gegenüberliegenden Bereich (17; 18) eine Oberflächengüte mit einer Rz von maximal 16 μm aufweist.
  20. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Härte des die Auflage (15; 16; 34.1; 34.2; 34.3) bildenden elastisch nachgiebigen Materials in dem der Düse (3; 4; 33.1; 33.2; 33.3) gegenüberliegenden Bereich (17; 18) 50 bis 90 Shore A beträgt.
  21. Piezoelektrisches Ventil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Härte des die Auflage (15; 16; 34.1; 34.2; 34.3) bildenden elastisch nachgiebigen Materials in dem der Düse (3; 4; 33.1; 33.2; 33.3) gegenüberliegenden Bereich (17; 18) 60 bis 75 Shore A beträgt.
  22. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlag (29; 39.1; 39.2; 39.3) im wesentlichen kegelstumpfförmig gestaltet ist.
  23. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlag (32) im wesentlichen in Form einer Halbkugelkalotte gestaltet ist.
  24. Piezoelektrisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (15; 16; 34.1; 34.2; 34.3) aus elastisch nachgiebigem Material statt an dem Biegeelement (8; 35.1; 35.2; 35.3) an dem Gehäuse (1) oder einem in das Gehäuse eingesetzten Düseneinsatz (20) um die Mündung der Düsenöffnung herum angeordnet ist.
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