DE4417669A1 - Absperrarmatur zum Absperren einer Strömung - Google Patents
Absperrarmatur zum Absperren einer StrömungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Absperrarmatur zum Absper
ren einer Strömung, wie beispielsweise einem Gas- und/
oder Flüssigkeitsstrom.
Absperrarmaturen zum Absperren von Strömungen und/oder
Beeinflussen der Strömungsrate sind in den vielfäl
tigsten Ausgestaltungen, beispielsweise mit Absperr
schiebern oder Absperrklappen bekannt. Das Problem
einer jeden Absperrarmatur besteht darin, die Dichtig
keit im Dichtungssitz zu gewährleisten. Aus praktischen
Gründen, insbesondere aus fertigungstechnischen Grün
den, die ihre Ursache in der Einräumung von Fertigungs
toleranzen haben, sowie aus Gründen thermischer Ausdeh
nungen und nicht zuletzt der Tatsache, daß im mikros
kopischen ebene Dichtflächen nicht hergestellt werden
können, dichtet kaum eine Dichtung absolut dicht ab.
Die Dichtigkeit bei Absperrarmaturen wird zumeist da
durch erzeugt, daß sich ein metallisches, gummielasti
sches oder weichplastisches Dichtungselement dann, wenn
es mit seiner Dichtfläche in Anlage mit einer korres
pondierenden Dichtfläche gebracht wird, verformt. Be
kannt ist dieses Dichtigkeitsprinzip beispielsweise von
Drehklappen-Absperrarmaturen oder Klappenventilen all
gemein. Derartige Absperrarmaturen sind mit einem Ge
häuse versehen, in dem ein Durchlaß für die Strömung
ausgebildet ist. Das Absperrorgan zum Absperren des
Durchlasses ist in diesem oder in diesen bewegbar ange
ordnet. Eine Dichtungsanordnung, die aus einem Paar von
Dichtflächen besteht, welche einerseits an dem Absperr
organ und andererseits an der Innenseite des Durchlas
ses angeordnet sind, sorgt für den strömungsdichten
Abschluß zwischen Absperrorgan und Durchlaß.
Werden an die Dichtigkeit einer Absperrarmatur erhöhte
Anforderungen gestellt, so hat man bisher zwei in
Strömungsrichtung hintereinandergeschaltete Absperr
armaturen mit Drehklappen verwendet. Derartige Doppel
absperrungen werden insbesondere bei Rohrleitungssyste
men für giftige und/oder brennbare Medien eingesetzt,
wobei der Zwischenraum zwischen den beiden Absperr
armaturen zusätzlich noch zwischenbelüftet oder abge
saugt wird. Wegen der Verwendung zweier Absperrarmatu
ren mit Distanzrohr dazwischen ist der konstruktive
Aufwand recht hoch.
Ferner sind im Stand der Technik sogenannte Doppel-Ab
sperrklappen-Armaturen bekannt, bei denen an einer
drehbar im Durchlaß angeordneten Drehachse zwei paral
lel zueinander angeordnete Absperrklappen befestigt
sind. Jede Absperrklappe ist mit einem umlaufenden
ersten Dichtungselement versehen, dessen Dichtfläche
bei in Schließstellung befindlicher Doppelklappe an
feststehenden Dichtflächen an der Innenseite des Durch
lasses dichtend anliegen. Außerdem wird der Zwischen
raum zwischen den beiden Dichtungselementen belüftet
bzw. abgesaugt. Die Dichtungselemente bzw. Dichtflächen
derartiger Doppelabsperrklappen sind im allgemeinen
einstellbar. Bezüglich der werkseitig vorzunehmenden
Justage der Dichtungselemente nachteilig ist es, daß
sich die Einstellorgane zu beiden Seiten der Doppel
klappenanordnung befinden, was mit einer erhöhten Ein
stellarbeit und Zeitdauer dafür verbunden ist. Bei Ab
sperrklappen ist die feststehende Dichtfläche an der
Innenseite des Durchlasses kegelstumpfförmig ausgebil
det. Bei einer Doppelabsperrklappe sind die den beiden
Klappen zugeordneten feststehenden Dichtflächen des
Durchlasses symmetrisch zur in der Drehachse liegenden
Querschnittsebene des Durchlasses angeordnet. Steht im
späteren Betrieb der Absperrarmatur bei geschlossener
Doppelklappe auf einer Seite derselben der volle
Strömungsdruck an, so wird die diesem Druck ausgesetzte
Absperrklappe aus ihrem Dichtungssitz gedrückt, was zu
ungewollten Undichtigkeiten führen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Absperr
armatur zum Absperren einer Strömung zu schaffen, die
bei einfacher Handhabung zur Justage der Dichtflächen
eine erhöhte Dichtigkeit beim späteren Einsatz gewähr
leistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine
Absperrarmatur zum Absperren einer Strömung vorgeschla
gen, die versehen ist mit:
- - einem Gehäuse, das einen Durchlaß für die Strömung aufweist,
- - einem Absperrorgan zum Absperren des Durchlasses und
- - einer Dichtungsanordnung mit mindestens zwei beab standeten ersten Dichtflächen und mindestens zwei beabstandeten zweiten Dichtflächen zur dichtenden Anlage an den ersten Dichtflächen, wobei die ersten und/oder die zweiten Dichtflächen durch Betätigung von Einstellorganen einstellbar sind,
- - wobei die mindestens zwei ersten Dichtflächen an dem Absperrorgan angeordnet sind und
- - wobei die Einstellorgane für die ersten und/oder die zweiten Dichtflächen von einer gemeinsamen Seite der Dichtungsanordnung aus zugänglich sind.
Bei der erfindungsgemäßen Absperrarmatur ist lediglich
ein einziges Absperrorgan zum Absperren des Durchlasses
vorgesehen, wobei dieses Absperrorgan zusammen mit dem
Gehäusedurchlaß für die Strömung über zwei Paare von
Dichtflächen verfügt. Selbstverständlich können auch
mehrere erfindungsgemäße Absperrarmaturen hintereinan
dergeschaltet werden, womit die Gesamtabsperrarmatur
anordnung dann mehrere Absperrorgane aufweist. Die
Dichtungsanordnung, die teilweise am Gehäuse und teil
weise am Absperrorgan vorgesehen ist, umfaßt mindestens
zwei in Strömungsrichtung voneinander beabstandete
erste Dichtflächen und mindestens zwei in Strömungs
richtung voneinander beabstandete zweite Dichtflächen,
womit sich mindestens zwei Dichtflächenpaare aus je
weils einer ersten und einer zweiten Dichtfläche er
geben. Die ersten oder die zweiten Dichtflächen sind
dabei an ein und demselben Absperrorgan angeordnet. Die
Dichtflächen lassen sich einstellen, was vorzugsweise
dadurch erfolgt, daß sich die zugehörigen Dichtungs
elemente positionsverändern oder verformen lassen. Die
Dichtflächen sind von Einstellorganen justierbar, die
bei der erfindungsgemäßen Absperrarmatur von der
gleichen Seite der Dichtungsanordnung aus zugänglich
sind. Bei in der Absperrposition befindlichem Absperr
organ lassen sich also beide einstellbaren ersten oder
zweiten Dichtflächen von ein und derselben Seite der
Absperrarmatur aus einstellen. Dies bringt ganz ent
scheidende Vorteile bezüglich der werkseitigen Justage
der Absperrarmatur mit sich. Die Absperrarmatur muß
nämlich jetzt nicht mehr zur Einstellung ihrer beiden
Dichtungssitze von beiden Seiten aus druckbeaufschlagt
werden, wie es der Fall ist, wenn sich die Dichtungs
sitze lediglich von unterschiedlichen Seiten des Ab
sperrorgans aus einstellen lassen.
Vorzugsweise ist das Absperrorgan der erfindungsgemäßen
Absperrarmatur als Absperrklappe ausgebildet, die dreh
bar im Durchlaß des Gehäuses angeordnet ist und durch
Verdrehen mit ihren Dichtflächenpaaren in die Dich
tungssitze geschwenkt wird. Derartige Absperrklappen
armaturen sind mit kegelstumpfförmigen feststehenden
Dichtflächen versehen, die zumeist an der Innenseite
des Durchlasses angeordnet sind. Die Einstellorgane für
die beiden in diesem Fall an der Absperrklappe angeord
neten ersten Dichtflächen befinden sich dabei an der
jenigen Seite der Absperrklappe, die bei korrektem Ein
satz der Absperrarmatur dem Strömungsdruck nicht ausge
setzt ist. Absperrklappenarmaturen werden zumeist der
art eingebaut, daß der Druck der abzusperrenden Strö
mung derart auf die Absperrklappe wirkt, daß diese in
ihren konischen bzw. kegelstumpfförmigen Dichtungssitz
gepreßt wird, mit der Folge, daß die Dichtflächen noch
stärker gegeneinandergedrückt werden. Bei einer Ab
sperrklappe mit exzentrischer Drehlagerung, d. h. mit
nicht durch die Absperrklappe sondern parallel zur von
der Absperrklappe aufgespannten Ebene verlaufenden
Drehachse sind die Einstellorgane von der Drehachse
abgewandten Seite der Absperrklappe bzw. allgemeiner
ausgedrückt der Dichtungsanordnung aus zugänglich. Bei
dieser Ausgestaltung der Absperrklappe verjüngt sich
der Durchlaß im Bereich der feststehenden kegelstumpf
förmigen Dichtfläche ausgehend von der Drehachse (bei
Betrachtung im Längsschnitt).
Vorteilhafterweise wird die Einstellbarkeit der ein
stellbaren der ersten und zweiten Dichtflächen dadurch
realisiert, daß die betreffenden Dichtflächen an Dich
tungselementen ausgebildet sind, die ihrerseits ver
formbar sind. Als Material für diese Dichtungselemente
kommen insbesondere elastisch verformbare Materialien,
beispielsweise Gummi, aber auch Metalle in Frage. Die
Dichtungselemente können durchgehend aus diesen Mate
rialien bestehen, also als im Querschnitt betrachtet
Vollkörper ausgebildet sind, oder aber sie können als
Hohlkörper, insbesondere als Hohlringe aus Metall ge
fertigt sein. Neben elastischen Materialien kommen aber
auch plastische Materialien, beispielsweise Kunststoffe
und dort insbesondere PTFE in Frage. Kombinationen aus
plastischen und elastischen Materialien zur Herstellung
von Dichtungselementen sind ebenfalls möglich. Die Ver
formbarkeit der Dichtungselemente wird bei Betätigung
der Einstellorgane bewirkt.
Zweckmäßigerweise ist jedes Dichtungselement von einer
Einspannvorrichtung gehalten, wobei seine Dichtfläche
freiliegt. Jede Einspannvorrichtung weist zwei Ein
spannbacken auf, zwischen denen das Dichtungselement
bei freiliegender Dichtfläche angeordnet ist. Min
destens eine dieser Einspannbacken ist zur Veränderung
des Abstandes beider Einspannbacken bewegbar. Zur Be
wegung dieser mindestens einen Einspannbacke dient min
destens ein Einstellorgan. Durch Verringerung (Ver
größerung) des Abstandes der beiden Einspannbacken
einer Einspannvorrichtung wird der auf das Dichtungs
element wirkende Druck der Einspannvorrichtung erhöht
(erniedrigt). Unter der Voraussetzung, daß das Dich
tungselement bei Verformung durch die Einspannvorrich
tung sein Volumen nicht verändert (was beispielsweise
bei Gummimaterialien, letztendlich aber bei sämtlichen
oben genannten Materialien der Fall ist), tritt die
Dichtfläche stärker (schwächer) aus der Einspannvor
richtung heraus, d. h. ihr Abstand zur Einspannvorrich
tung vergrößert (verkleinert) sich. Damit ist die Ein
stellbarkeit der Dichtflächen der Dichtungselemente
erzielt.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, daß die beiden Einspannvorrichtungen eine ge
meinsame feststehende Einspannbacke und jeweils eine
relativ zur gemeinsamen Einspannbacke bewegbare Ein
spannbacke aufweisen, wobei beide bewegbaren Einspann
backen beidseitig zur feststehenden Einspannbacke ange
ordnet sind. Bei den Einstellorganen handelt es sich
vorzugsweise um Zugelemente, die, unter Zugbelastung
stehend, die beiden Einspannbacken einer jeden Ein
spannvorrichtung gegeneinander bzw. beidseitig gegen
das Dichtungselement spannen. Bei den Zugelementen han
delt es sich insbesondere um Einstellschrauben mit
einem Gewindeabschnitt und einem radial abstehenden
Anschlag (beispielsweise in Form eines Schrauben
kopfes).
Um die drei in Strömungsrichtung hintereinanderliegen
den Einspannbacken von einer Seite aus paarweise ein
stellen zu können, erstreckt sich der Gewindeabschnitt
einer ersten Einstellschraube bzw. jeder Einstell
schraube einer ersten Gruppe durch eine bewegbare Ein
spannbacke bis in die feststehende Einspannbacke. Der
Gewindeabschnitt einer zweiten Einstellschraube bzw.
der Einstellschrauben einer zweiten Gruppe erstreckt
sich durch eine bewegbare Einspannbacke und die fest
stehende Einspannbacke bis in die andere Einspannbacke
hindurch. Dabei steht der Gewindeabschnitt jeder ersten
Einstellschraube mit der feststehenden Einspannbacke in
Gewindeeingriff, während der Anschlag jeder ersten Ein
stellschraube mit einem Anschlag der einen der beiden
bewegbaren Einspannbacken zusammenwirkt. Der Gewinde
abschnitt jeder zweiten Einstellschraube steht mit der
anderen bewegbaren Einspannbacke in Gewindeeingriff,
während der Anschlag jeder zweiten Einstellschraube mit
einem Anschlag der festen Einspannbacke zusammenwirkt.
Auf diese Weise lassen sich zwei Schraub-Einspannvor
richtungen für die beiden Dichtungselemente realisie
ren, wobei die Einstellschrauben beider Einspannvor
richtungen von einer Seite der Dichtungsanordnung aus
zugänglich sind.
Zur weiteren Erhöhung der Dichtigkeit der erfindungsge
mäßen Absperrarmatur kann diese noch um eine Zwischen
belüftung bzw. Absaugung ergänzt werden. Zu diesem
Zweck mündet in den sich bei geschlossener Absperr
armatur ergebenden Zwischenraum zwischen den voneinan
der beabstandeten Dichtflächenpaaren mindestens ein
Einlaß ein, über den der Zwischenraum abgesaugt oder
zwischenbelüftet wird. Zweckmäßigerweise erstreckt sich
der mindestens eine Einlaß zwischen den feststehenden
Dichtflächen an der Innenseite des Durchlasses bis in
diesen hinein.
Für das erfindungsgemäße Prinzip der Einstellbarkeit
zweier in Strömungsrichtung beabstandeter Dichtflächen
von ein und derselben Seite der Dichtungsanordnung aus
(wobei es sich bei dieser Seite vorzugsweise um die im
Betrieb der Absperrarmatur dem Druck der abgesperrten
Strömung nicht ausgesetzten Seite handelt), ist es un
erheblich, ob nun die beiden Dichtflächen des Absperr
organs oder die beiden Dichtflächen an der Innenseite
des Durchlasses einstellbar sind. Beide Varianten sind
technisch möglich.
Nachfolgend wird anhand der Figuren ein Ausführungsbei
spiel der Erfindung näher erläutert. Im einzelnen zei
gen:
Fig. 1 eine Absperrklappenarmatur bei in Absperrposi
tion befindlicher Absperrklappe und im Längs
schnitt dargestellten Gehäuse sowie teilweise
geschnittener Absperrklappe, wobei die Öff
nungsposition der Absperrklappe strichpunktiert
dargestellt ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Dichtungsanordnung im
Absperrzustand der Armatur in vergrößertem Maß
stab, wobei die Absperrklappe entsprechend der
Linie II-II der Fig. 1 geschnitten dargestellt
ist, und
Fig. 3 einen Schnitt durch die Dichtungsanordnung im
Absperrzustand der Armatur in vergrößertem Maß
stab, wobei die Absperrklappe entsprechend der
Linie III-III der Fig. 1 geschnitten darge
stellt ist.
Fig. 1 zeigt eine Absperrarmatur mit exzentrisch ge
lagerter Absperrklappe, teilweise im Längsschnitt. Die
Absperrarmatur 10 ist mit einem Gehäuse 12 versehen,
von dem in Fig. 1 lediglich der den Strömungsdurchlaß
14 bildende Rohrabschnitt 16 dargestellt ist. Durch den
Rohrabschnitt 16 hindurch erstreckt sich eine Drehachse
18, die durch ein außerhalb des Rohrabschnitts 16 ange
ordnetes Stellglied (nicht dargestellt) verdrehbar ist.
Die Drehachse 18 ist an dem sich an den Rohrabschnitt
16 anschließenden Teil des Gehäuses 12 drehbar ge
lagert. Die Drehachse 18 trägt eine Absperrklappe 20,
die neben der Drehachse 18 angeordnet ist und mit die
ser über einen Haltebügel 22 o. dgl. verbunden ist. Die
Absperrklappe 20 erstreckt sich in einer zur Drehachse
18 parallelen Ebene, wobei sie im wesentlichen tangen
tial zur Drehachse 18 verläuft.
An der Innenseite des Rohrabschnitts 16 ist ein um
laufendes ringförmiges fest stehendes Dichtungselement
24 angeordnet, das eine, wie in den Figuren darge
stellt, kegelstumpfförmige Innenseite aufweist. Das
Dichtungselement 24 wirkt mit zwei verformbaren Dich
tungselementen 26 zusammen, die am Umfangsrand der Ab
sperrklappe 20 gehalten sind. Die Dichtungselemente 24
und 26 sind mit Dichtflächen versehen, die im geschlos
senen Zustand der Absperrklappe 20 aneinanderliegen und
die Strömungsabsperrung bewirken. Die Dichtungselemente
24 und 26 sowie deren Dichtflächen bilden eine Dich
tungsanordnung 28, die nachfolgend anhand der Fig. 2
und 3 genauer beschrieben wird.
Bei der Dichtungsanordnung 28 handelt es sich um eine
Doppelabdichtung, wobei beide verformbaren Dichtungs
elemente 26 von der Absperrklappe 20 gehalten sind. Das
im Gegensatz zu den Dichtungselementen 26 starre Dich
tungselement 24 ist am Rohrabschnitt 16 angeordnet. Die
beiden verformbaren Dichtungselemente 26, die bei
spielsweise aus plastomerem Material bestehen, sind in
Strömungsrichtung (s. Pfeile 30 in Fig. 1 und 2) hin
tereinanderliegend angeordnet. Beide Dichtungselemente
26 weisen über den Umfang der Absperrklappe 20 radial
überstehende erste Dichtflächen 32 auf, die dichtend an
zweiten Dichtflächen 34 anliegen, die wiederum an dem
feststehenden Dichtungselement 24 ausgebildet sind. Bei
in Absperrposition befindlicher Absperrklappe 20 bildet
sich zwischen den beiden Dichtflächenpaaren aus jeweils
einer ersten und einer zweiten Dichtfläche 32, 34 ein
Zwischenraum 36, der von der Absperrklappe 20, den bei
den verformbaren Dichtungselementen 26 und dem fest
stehenden Dichtungselement 24 begrenzt ist. In diesen
Zwischenraum 36 mündet ein Einlaßkanal 38 ein, der in
dem feststehenden Dichtungselement 24 ausgebildet ist
und sich durch die Wandung des Rohrabschnitts 16 hin
durch bis außerhalb des Durchlasses 14 nach außen er
streckt. An dem außenliegenden Ende des Einlasses 38
ist ein Anschlußstück 40 zum Anschluß einer Leitung zur
Zwischenbelüftung oder Absaugung des Zwischenraums 36
vorgesehen. Durch die Beaufschlagung des Zwischenraums
36 mit Unter- oder Überdruck (letzterer muß größer sein
als der Druck der Strömung bei in Absperrposition be
findlicher Absperrklappe 20) wird eine zusätzliche
Dichtigkeits-Sicherheit und -Verbesserung erzielt.
Wie in den Fig. 1 bis 3 dargestellt, sind sämtliche
der Strömung ausgesetzte Flächen der Armatur 10 mit
einer Außenschutzschicht versehen. Dies dient der Be
ständigkeit der Armatur 10 gegenüber aggressiven
Strömungen.
Die beiden verformbaren Dichtungselemente 26 und damit
die beiden ersten Dichtflächen 32 der Dichtungsanord
nung 28 sind bei der in den Figuren dargestellten Ab
sperrarmatur 10 einstellbar ausgeführt. Zu diesem Zweck
sind am Umfangsrand 42 der Absperrklappe 20 zwei Ein
spannvorrichtungen 44, 46 angeordnet. Jede Einspannvor
richtung hält ein verformbares Dichtungselement 26 ein
gespannt. Beide Einspannvorrichtungen 44, 46 sind mit
einer feststehenden gemeinsamen Einspannbacke 48 ver
sehen, die einstückig mit der Absperrklappe 20 ausge
bildet ist. Beidseitig der feststehenden Einspannbacke
48, d. h. bei geschlossener Absperrklappe 20 in
Strömungsrichtung 30 vor und hinter der feststehenden
Einspannbacke 48 sind zwei bewegbare Einspannbacken
50, 52 angeordnet. Die bewegbaren Einspannbacken 50, 52
sind als umlaufende Ringe ausgebildet, die mittels
ersten bzw. zweiten Einstellschrauben 54, 56 mit der
feststehenden Einspannbacke 48 verschraubt sind. Die
Verschraubung mittels der Einstellschrauben 54 ist in
Fig. 2 dargestellt, während die Verschraubung mittels
der Einstellschrauben 56 in Fig. 3 gezeigt ist. Die
sich jeweils gegenüberliegenden Innenseiten der fest
stehenden Einspannbacke 48 und der bewegbaren Einspann
backen 50 sind mit zum Umfangsrand 42 der Absperrklappe
20 hin offenen Aussparungen 58 versehen, in deren Be
reichen die verformbaren Dichtungselemente 26 angeord
net sind. Die Dichtungselemente 26 ragen mit ihren die
ersten Dichtflächen 32 tragenden Enden über den Um
fangsrand 42 der Absperrklappe 20 heraus. Das Ausmaß
dieses Überstandes kann durch die ersten und zweiten
Einstellschrauben 54, 56 eingestellt werden.
Wichtig bei der hier beschriebenen Armatur 10 ist es,
daß beide Gruppen von Einstellschrauben, also die
ersten Einstellschrauben 54 und die zweiten Einstell
schrauben 56 von ein und derselben Seite der Absperr
klappe 20 bzw. Dichtungsanordnung 28 aus zugänglich
sind. In dem hier beschriebenen Fall handelt es sich
dabei um die bei in Absperrposition befindlicher Ab
sperrklappe 20 der Drehachse 18 abgewandte Seite der
Absperrklappe 20 bzw. der Dichtungsanordnung 28.
Die Gewindeabschnitte 58 der ersten Einstellschrauben
54 erstrecken sich durch miteinander fluchtende Bohrun
gen in der Drehachse 18 abgewandten Einspannbacke 52
und der feststehenden Einspannbacke 48. Dabei weisen
die Bohrungen 60 einen größeren Innendurchmesser als
der Außendurchmesser der Gewindeabschnitte 58 der
ersten Einstellschrauben 54 auf. Die Gewindeabschnitte
58 stehen lediglich in Gewindeeingriff mit Innengewin
den der Bohrungen 62 in der feststehenden Einspannbacke
48. Die ersten Einstellschrauben 54 weisen flanscharti
ge Anschläge 64 auf, die an Schultern 66 in den Bohrun
gen 60 der bewegbaren Einspannbacke 52 ausgebildet
sind. Die Anschläge 64 sind beispielsweise durch die
Köpfe 68 der ersten Einstellschrauben 54 gebildet, die
jeweils einen Innensechskant aufweisen. Über die ersten
Einstellschrauben 54 wird also bei an den Schultern 66
anliegenden Anschlägen 64 die bewegbare Einspannbacke
52 gegen die feststehende Einspannbacke 48 bewegt,
womit das Dichtungselement 26 eingeklemmt gehalten
wird.
Auf ähnliche Weise wird auch die andere bewegbare Ein
spannbacke 50 gegen die feststehende Einspannbacke 48
mittels der zweiten Einstellschrauben 56 gezogen. Hier
zu weisen die beiden bewegbaren Einspannbacken 50, 52
und die feststehende Einspannbacke 48 miteinander
fluchtende Bohrungen auf, wobei die Bohrung 70 in der
bewegbaren Einspannbacke 52 und die Bohrung 72 in der
feststehenden Einspannbacke 48 als Durchgangsbohrungen
ausgebildet sind, während die Bohrung 74 in der anderen
bewegbaren Einspannbacke 50 als Sackbohrung ausgeführt
ist. Die Gewindeabschnitte 76 der zweiten Einstell
schrauben 56 stehen lediglich in Gewindeeingriff mit
Innengewinden der Sackbohrungen 74. In den Durchgangs
bohrungen 72 der feststehenden Einspannbacke 48 sind
Ringschultern 78 ausgebildet, an denen Ringanschläge 80
der zweiten Einstellschrauben 56 anliegen. Diese An
schläge 80 werden von den Innensechskantköpfen 82 der
zweiten Einstellschrauben 56 gebildet. Die Köpfe 82 der
zweiten Einstellschrauben 56 sind über die Bohrungen 70
in der der Drehachse 18 abgewandten Einspannbacke 52
zugänglich, womit die zweiten Einstellschrauben 56 wie
die ersten Einstellschrauben 54 von der der Drehachse
18 abgewandten Seite der Absperrklappe 20 bzw. Dich
tungsanordnung 28 aus verstellt werden können. Die Boh
rungen 70 sind durch Schraubstopfen 84 verschließbar.
Wie in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt, sind eine
Vielzahl von ersten und zweiten Einstellschrauben 54, 56
vorgesehen, die gleichmäßig verteilt über den Umfang
der Absperrklappe 20 angeordnet sind. Der Vorzug der
hier beschriebenen Armatur besteht darin, beide ver
formbaren Dichtungselemente 26 von ein und derselben
Absperrklappenseite aus einzustellen. Dies erleichtert
die Justagearbeit ganz entscheidend. Bei in ihrer Ab
sperrposition befindlicher Absperrklappe 20 wirkt die
Strömung auf die der Drehachse 18 zugewandte Seite der
Absperrklappe 20. Wegen der konischen Ausbildung des
feststehenden Dichtungselements 24 wird die Absperr
klappe 20 im Absperrzustand in ihren Dichtungssitz ge
drückt, was die Dichtigkeit der Armatur 10 noch verbes
sert. Exakt dieser Belastungszustand der Absperrklappe
20 liegt auch bei der Justage der Dichtungselemente 26
vor, da die nicht von dem Druck der Strömung beauf
schlagte Seite der Absperrklappe 20 der Drehachse 18
abgewandt ist, also gleich derjenigen Seite der Ab
sperrklappe 20 bzw. der Dichtungsanordnung 28 ist, von
der aus die Einstellschrauben 54, 56 zugänglich sind.
Claims (12)
1. Absperrarmatur zum Absperren einer Strömung, mit
- - einem Gehäuse (12), das einen Durchlaß (14) für die Strömung aufweist,
- - einem Absperrorgan (20) zum Absperren des Durchlasses (14) und
- - einer Dichtungsanordnung (28) mit mindestens zwei beabstandeten ersten Dichtflächen (32) und mindestens zwei beabstandeten zweiten Dicht flächen (34) zur dichtenden Anlage an den ersten Dichtflächen (32), wobei die ersten und/oder die zweiten Dichtflächen (32, 34) durch Betätigung von Einstellorganen (54, 56) ein stellbar sind,
- - wobei die mindestens zwei ersten Dichtflächen (32) an dem Absperrorgan (20) angeordnet sind und
- - wobei die Einstellorgane (54, 56) für die ersten und/oder die zweiten Dichtflächen (32, 34) von einer gemeinsamen Seite der Dichtungsanordnung (28) aus zugänglich sind.
2. Absperrarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dichtungsanordnung (28) zwei
durch Betätigung der Einstellorgane (54, 56) ver
formbare Dichtungselemente (26) aufweist, von
denen jedes eine erste Dichtfläche (32) aufweist.
3. Absperrarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweiten Dichtflächen (34)
der Dichtungsanordnung (28) feststehenden sind.
4. Absperrarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Dicht
flächen (32) an dem Absperrorgan (20) und die
zweiten Dichtflächen (34) an dem Gehäuse (12) an
geordnet sind.
5. Absperrarmatur nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes verformbare
Dichtungselement (26) von einer Einspannvorrich
tung (44, 46) gehalten ist, wobei die erste Dicht
fläche (32) freiliegt, daß jede Einspannvorrich
tung (44, 46) zwei Einspannbacken (48, 50; 48, 52)
aufweist, von denen mindestens eine (50, 52) zur
Veränderung des Abstandes beider Einspannbacken
(48, 50; 48, 52) bewegbar ist, und daß die Einstell
organe (54, 56) mit mindestens den bewegbaren Ein
spannbacken (50, 52) zusammenwirken.
6. Absperrarmatur nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden Einspannvorrichtungen
(44, 46) eine gemeinsame feststehende Einspannbacke
(48) aufweisen und daß die beiden Einspannvorrich
tungen (44, 46) mit beidseitig zur gemeinsamen Ein
spannbacke (48) angeordneten bewegbaren Einspann
backen (50, 52) versehen sind.
7. Absperrarmatur nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einstellorgane als Einstell
schrauben (54, 56) mit einem Gewindeabschnitt (58,
76) und einem radial abstehenden Anschlag (64, 80)
ausgebildet sind, wobei mindestens eine erste Ein
stellschraube (54) sich durch die eine bewegbare
Einspannbacke (52) und die feststehende Einspann
backe (48) bis in die andere Einspannbacke (50)
hindurch erstreckt und mindestens eine zweite Ein
stellschraube (56) sich durch die eine bewegbare
Einspannbacke (52) bis in die feststehende Ein
spannbacke (48) erstreckt und wobei der Anschlag
der mindestens einen ersten Einstellschraube (54)
zur Anlage an der feststehenden Einspannbacke (48)
und der Anschlag der mindestens einen zweiten Ein
stellschraube (56) zur Anlage an der einen beweg
baren Einspannbacke (52) ausgebildet sind.
8. Absperrarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrorgan als
um eine Drehachse (18) drehbare Absperrklappe (20)
ausgebildet ist, an deren Umfangsrand (42) die
ersten Dichtflächen (32) angeordnet sind, daß die
zweiten Dichtflächen (34) kegelstumpfförmig um
laufend ausgebildet sind und daß die Einstell
organe (54, 56) von derjenigen Seite der Absperr
klappe (20) und/oder der Dichtungsanordnung (28)
aus zugänglich sind, die bei einanderliegenden
ersten und zweiten Dichtflächen (32, 34) gleich der
Seite der Dichtungsanordnung (28) mit dem von den
zweiten Dichtflächen (34) begrenzten kleinsten
Querschnitt ist.
9. Absperrarmatur nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Absperrklappe (20) zu beiden
Seiten ihres Umfangsrandes (42) jeweils eine ring
förmige Einspannbacke (50, 52) aufweist und daß
zwischen dem Umfangsrand (42) und den beiden ring
förmigen Einspannbacken (50, 52) jeweils ein ver
formbares Dichtungselement (26) mit über den Um
fangsrand (42) der Absperrklappe (20) überstehen
den ersten Dichtflächen (32) angeordnet sind.
10. Absperrarmatur nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehachse (18) von der
Absperrklappe (20) beabstandet und parallel zur
von der Absperrklappe (20) aufgespannten Ebene
verläuft.
11. Absperrarmatur nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einstellorgane (54, 56) von der
Drehachse (18) abgewandten Seite der Absperrklappe
(20) und/oder der Dichtungsanordnung (28) zugäng
lich sind.
12. Absperrarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein in den
Zwischenraum (36) zwischen den beiden Dicht
flächenpaaren aus ersten und zweiten Dichtflächen
(32, 34) einmündender Einlaß (38) zur Belüftung
und/oder Absaugung des Zwischenraums (36) vorge
sehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944417669 DE4417669A1 (de) | 1994-05-20 | 1994-05-20 | Absperrarmatur zum Absperren einer Strömung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944417669 DE4417669A1 (de) | 1994-05-20 | 1994-05-20 | Absperrarmatur zum Absperren einer Strömung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4417669A1 true DE4417669A1 (de) | 1995-11-23 |
Family
ID=6518553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944417669 Withdrawn DE4417669A1 (de) | 1994-05-20 | 1994-05-20 | Absperrarmatur zum Absperren einer Strömung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4417669A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1081420A3 (de) * | 1999-09-02 | 2002-09-04 | Linde Aktiengesellschaft | Klappe |
| US8348236B2 (en) | 2007-10-31 | 2013-01-08 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Butterfly valve with a rigid seal |
| US8616585B2 (en) | 2007-10-31 | 2013-12-31 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Pipe coupling |
| US8800965B2 (en) | 2007-10-31 | 2014-08-12 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Butterfly valve with a rigid seal |
| BE1028163B1 (nl) * | 2020-03-25 | 2021-10-25 | Ventil Valves Control | Afsluiter voor het afsluiten van een rookgasleiding |
-
1994
- 1994-05-20 DE DE19944417669 patent/DE4417669A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1081420A3 (de) * | 1999-09-02 | 2002-09-04 | Linde Aktiengesellschaft | Klappe |
| US8348236B2 (en) | 2007-10-31 | 2013-01-08 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Butterfly valve with a rigid seal |
| US8616585B2 (en) | 2007-10-31 | 2013-12-31 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Pipe coupling |
| US8800965B2 (en) | 2007-10-31 | 2014-08-12 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Butterfly valve with a rigid seal |
| BE1028163B1 (nl) * | 2020-03-25 | 2021-10-25 | Ventil Valves Control | Afsluiter voor het afsluiten van een rookgasleiding |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |