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DE102007029895A1 - Mikroskop mit zentrierter Beleuchtung - Google Patents

Mikroskop mit zentrierter Beleuchtung Download PDF

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DE102007029895A1
DE102007029895A1 DE102007029895A DE102007029895A DE102007029895A1 DE 102007029895 A1 DE102007029895 A1 DE 102007029895A1 DE 102007029895 A DE102007029895 A DE 102007029895A DE 102007029895 A DE102007029895 A DE 102007029895A DE 102007029895 A1 DE102007029895 A1 DE 102007029895A1
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Andreas Weiler
Haw-Chong Soon
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Leica Instruments Singapore Pte Ltd
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Leica Microsystems Schweiz AG
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Mikroskop (10) mit einem Hauptobjektiv (20) mit einer in Richtung der optischen Achse (23) des Hauptobjektivs (20) verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) zur Brennweitenänderung und mit einer Beleuchtungseinheit (40) mit einem Beleuchtungs-Umlenkelement (43) zur Erzeugung eines auf eine Objektebene (100) gerichteten, außerhalb des Hauptobjektivs (20) verlaufenden Beleuchtungsstrahlengangs, wobei zur Zentrierung der Beleuchtung die Position des Beleuchtungs-Umlenkelements (43) abhängig von einer Brennweitenänderung des Hauptobjektivs (20) verstellbar ist und wobei das Beleuchtungs-Umlenkelement (43) parallel zur optischen Achse (23) des Hauptobjektivs (20) beweglich angeordnet und mit der verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) des Hauptobjektivs (20) gekoppelt ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mikroskop mit einem Hauptobjektiv mit einer in Richtung der optischen Achse des Hauptobjektivs verschiebbaren Linsenbaugruppe zur Brennweitenänderung und mit einer Beleuchtungseinheit mit einem Beleuchtungs-Umlenkelement zur Erzeugung eines auf eine Objektebene gerichteten, außerhalb des Hauptobjektivs verlaufenden Beleuchtungsstrahlengangs, wobei zur Zentrierung der Beleuchtung die Position des Beleuchtungs-Umlenkelements abhängig von einer Brennweitenänderung des Hauptobjektivs verstellbar ist.
  • Derartige Mikroskope sind aus der DE 195 23 712 C2 und der DE 195 37 868 B4 bekannt. In der erstgenannten DE 195 23 712 C2 ist ein Stereomikroskop mit einem Hauptobjektiv veränderlicher Brennweite, einem nachgeschalteten Zoomsystem und einem Binokulartubus sowie einer benachbart zum Hauptobjektiv angeordneten Beleuchtungseinheit offenbart. Das Hauptobjektiv besteht aus einer festen und einer bewegbaren Linse zur Änderung der Brennweite und der Schnittweite des Hauptobjektivs. Die feste, negative Linse des Hauptobjektivs ist zur Objektebene hin angeordnet, die bewegliche, positive Linse ist dahinter (von der Objektebene abgewandt) angeordnet. Eine Bewegung der beweglichen Linse in Richtung von der Objektebene weg führt zu einer Verkleinerung der Brennweite des Hauptobjektivs. Zur optimalen Beleuchtung der sich dabei vertikal verschiebenden Objektebene wird in dieser Schrift vorgeschlagen, zur Zentrierung der Beleuchtung die Position eines Beleuchtungs-Umlenkelements abhängig von einer Brennweitenänderung des Hauptobjektivs zu verstellen. Dies geschieht dadurch, dass die als Beleuchtungs-Umlenkelement verwendete Prismenlinse derart verschwenkt wird, dass der Beleuchtungsstrahlengang der veränderten Objektebene nachgeführt wird. Hierzu ist die Prismenlinse drehbar um eine Achse gelagert, die senkrecht zu einer Ebene steht, die von der vertikalen optischen Achse des Hauptobjektivs und dem im wesentlichen horizontal geneigt auf die Prismenlinse fallenden Beleuchtungsstrahlengang aufgespannt wird. Hierdurch kann für alle Stellungen der objektabgewandten, beweglichen Linse des Hauptobjektivs eine Fokussierung des Beleuchtungslichtes in den jeweiligen Brennpunkt des Hauptobjektivs gewährleistet werden.
  • Die in dieser Schrift vorgeschlagene Kopplung der Drehbewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements mit der linearen (vertikalen) Bewegung der objektabgewandten Linse des Hauptobjektivs erfordert sehr sensitive Drehbewegungen des Beleuchtungs-Umlenkelements in Relation zur Bewegung der Linse und stellt hohe Anforderungen an die mechanische Kopplung, die in dieser Schrift konstruktiv aufwendig ausgeführt ist. Störungen wirken sich hierbei direkt für den Anwender sichtbar (speziell bei hohen Vergrößerungen) aus. Weiterhin erweist sich die Größe der Fläche des Umlenkelements als nachteilig, die ausreichend groß sein muss, um auch im Falle der Kippung des Beleuchtungs-Umlenkelements das gesamte Beleuchtungsbüschel abzudecken. Als Beleuchtungs-Umlenkelemente können Spiegel oder die erwähnten Prismenlinsen eingesetzt werden. Bei der Verwendung von Spiegeln ist mit einer Vergrößerung der Spiegelfläche der zusätzliche Nachteil einer größeren erforderlichen Dicke der Spiegelfläche verbunden. Insgesamt steigt somit der Platzbedarf und die Höhe des zu bewegenden Gewichts.
  • In der genannten DE 195 37 868 B4 ist eine Beleuchtungseinrichtung für ein Stereomikroskop mit einem Objektiv mit variabler Abbildungs-Schnittweite offenbart, wobei eine Beleuchtungs-Schnittweitenvariation über ein von der Beobachtungsoptik separiertes optisches System möglich ist. Es sind Mittel zur Kopplung der genannten Schnittweiten offenbart, die bewirken, dass Beleuchtungs-Schnittweite und Abbildungs-Schnittweite übereinstimmen. Des weiteren sind dort Mittel zur Kopplung vorgesehen, die gewährleisten, dass die Winkelstellung eines Umlenkelements der Beleuchtungseinrichtung in Abhängigkeit von der jeweiligen Abbildungs- und Beleuchtungs-Schnittweite derart verändert wird, dass immer eine zentrierte Ausleuchtung des betrachteten Sehfelds erfolgt. Da zur Zentrierung der Beleuchtung auch hier mit Drehbewegungen des Beleuchtungs-Umlenkelements gearbeitet wird, ergeben sich auch hier wieder die genannten Nachteile.
  • Eine grundsätzlich andere Möglichkeit der Beleuchtungszentrierung ergibt sich dadurch, dass die Beleuchtung durch das Hauptobjektiv des Mikroskops geführt wird. Diese Lösung ist in den Operationsmikroskopmodellen M520 und M525 der Anmelderin umgesetzt. Hier richtet das Beleuchtungs-Umlenkelement den Beleuchtungsstrahlengang zum und durch das Hauptobjektiv mit veränderlicher Brennweite, so dass die Beleuchtung stets im Fokus zentriert liegt.
  • Die bisher genannten Mikroskope setzen vertikale Zoomsysteme ein, d. h., die Längsachse des Zoomsystems liegt parallel zur optischen Achse des Hauptobjektivs. Wird zu sätzlich die Beleuchtung oberhalb des Hauptobjektivs in dasselbige eingespeist, entsteht in vertikaler Richtung ein hoher Platzbedarf, der in vertikaler Richtung zu relativ hochbauenden Mikroskopen führt. Dies wiederum ist aus ergonomischen Gründen von Nachteil, da der Abstand von Okular zu Hauptobjektiv größer wird.
  • Zur Lösung des letztgenannten Problems ist in der EP 1 424 582 B1 ein Stereomikroskopaufbau vorgeschlagen, bei dem ein "liegendes", d. h. mit seiner Längsachse horizontal angeordnetes Zoomsystem realisiert ist. Hierzu befindet sich zwischen Hauptobjektiv und Zoomsystem ein Umlenkelement, das den Beobachtungsstrahlengang aus einer im wesentlichen vertikalen Richtung in eine im wesentlichen horizontale Richtung umlenkt und dem in einer ersten Horizontalebene angeordneten Zoomsystem zuführt. Mittels weiterer Umlenkelemente wird der aus dem Zoomsystem austretende Beobachtungsstrahlengang in eine zweite Horizontalebene umgelenkt, die im wesentlichen parallel zur ersten Horizontalebene verläuft, und in der optische Zusatzkomponenten angeordnet sind. Bezüglich Einzelheiten des Aufbaus und der Funktionsweise eines solchen Stereomikroskops mit "liegendem" Zoomsystem sei ausdrücklich auf die genannte europäische Patentschrift hingewiesen.
  • Die Beleuchtungseinheit ist bei diesem Stereomikroskop im wesentlichen benachbart zum Hauptobjektiv und unterhalb des Zoomsystems angeordnet, wobei der Beleuchtungsstrahlengang außerhalb des Hauptobjektivs geführt wird. Anstelle einer Beleuchtungszentrierung kann mittels genügend großem Leuchtfeld dafür gesorgt werden, dass das visuelle Gesichtsfeld bei Brennweitenänderung des Hauptobjektivs stets ausgeleuchtet ist. Ein derart großzügig ausgelegtes Beleuchtungsfeld erfordert eine entsprechend groß ausgelegte Beleuchtungsapertur und somit Beleuchtungseinheit, was sich wiederum negativ auf die Ergonomie des Mikroskops auswirkt. Ein weiterer Nachteil hierbei ist, dass die Homogenität der Beleuchtung (Intensität im Leuchtfeld) nicht für alle Positionen des Multifokus (Varioobjektivs) gleich sein kann. Es wird lediglich ein anderer Ausschnitt des insgesamt zur Verfügung gestellten Beleuchtungsfeldes genutzt.
  • Die vorliegende Erfindung soll insbesondere zur Beleuchtungszentrierung bei einem Mikroskopaufbau geeignet sein, der "liegende" Zoomsysteme einsetzt.
  • Aufgabe vorliegender Erfindung ist, in technisch einfacher Art und Weise eine Zentrierung der Beleuchtung bei einer Brennweitenänderung des Hauptobjektivs des Mikroskops zu realisieren.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Mikroskop gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
  • Das erfindungsgemäße Mikroskop besitzt ein Hauptobjektiv mit veränderlicher Brennweite, wozu eine in Richtung der optischen Achse des Hauptobjektivs verschiebbare Linsenbaugruppe vorgesehen ist. Die Begriffe Multifokus oder Varioobjektiv sollen in dieser Anmeldung ein solches Hauptobjektiv veränderlicher Brennweite bezeichnen. Ohne Beschränkung der Allgemeinheit soll im folgenden davon ausgegangen werden, dass dieses Hauptobjektiv aus einem objektabgewandten festen Teil und einem objektzugewandten verschiebbaren Teil besteht, wobei jedes der Teile eine Linsenbaugruppe beinhaltet. Eine Linsenbaugruppe kann eine Einzellinse oder eine Kombination von Linsen umfassen. Das Varioobjektiv kann auch so aufgebaut sein, dass der untere, objektzugewandte Teil feststehend, der obere, objektabgewandte Teil beweglich ausgebildet ist. Durch Verwendung eines solchen Varioobjektivs kann in einem bestimmten Bereich auf unterschiedliche Objektebenen fokussiert werden.
  • Das erfindungsgemäße Mikroskop weist weiterhin eine Beleuchtungseinheit mit einem Beleuchtungs-Umlenkelement zur Erzeugung eines auf eine Objektebene gerichteten, außerhalb des Hauptobjektivs verlaufenden Beleuchtungsstrahlengangs auf, wobei ohne Beschränkung der Allgemeinheit angenommen werden soll, dass der von der Beleuchtungseinheit erzeugte Beleuchtungsstrahlengang in einer Richtung auf das Beleuchtungs-Umlenkelement trifft, die im wesentlichen senkrecht (oder geneigt) zur optischen Achse des Hauptobjektivs steht. Das Beleuchtungs-Umlenkelement lenkt diesen Beleuchtungsstrahlengang in Richtung Objektebene auf den Fokus des Hauptobjektivs. Die optische Achse des Hauptobjektivs steht in diesem Fall senkrecht auf die Objektebene.
  • Erfindungsgemäß ist das Beleuchtungs-Umlenkelement parallel zur optischen Achse des Hauptobjektivs beweglich angeordnet und mit der verschiebbaren Linsenbaugruppe des Hauptobjektivs gekoppelt. Somit wird die lineare (vertikale) Bewegung der bewegbaren Linsenbaugruppe des Varioobjektivs mit einer hierzu parallelen linearen (vertikalen) Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements gekoppelt. Eine solche Kopplung ist technisch leichter zu realisie ren als die bekannte Kopplung einer Dreh- oder Kippbewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements mit der Linearbewegung der Linsenbaugruppe im Varioobjektiv.
  • Prinzipiell lassen sich zwei verschiedene Möglichkeiten zur Änderung der Brennweite eines Hauptobjektivs unterscheiden, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll. Selbstverständlich sind viele verschiedene Aufbauten von Varioobjektiven oder Multifokusobjektiven bekannt, wobei der Fachmann in der Regel ohne weiteres die vorliegende Erfindung auf den konkret vorliegenden Aufbau des Varioobjektivs übertragen können wird. Dies soll anhand der zwei genannten grundsätzlichen Möglichkeiten illustriert werden:
    Das Varioobjektiv (Multifokusobjektiv) kann aus zwei Linsenbaugruppen mit Brennweiten unterschiedlichen Vorzeichens aufgebaut sein, die gegeneinander verschiebbar gelagert sind. Bei diesem Aufbau führt eine Erhöhung des Abstands der beiden Linsenbaugruppen voneinander zu einer Verringerung des Arbeitsabstandes, der Brennweite und der Schnittweite des Hauptobjektivs.
  • Als zweite Möglichkeit können zwei Linsenbaugruppen mit Brennweiten positiven Vorzeichens in einem Varioobjektiv (Multifokusobjektiv) zum Einsatz kommen, die relativ zueinander verschiebbar gelagert sind. In diesem Fall führt eine Erhöhung des Abstandes der beiden Linsenbaugruppen zu einer Erhöhung des Arbeitsabstands, der Brennweite und der Schnittweite des Hauptobjektivs.
  • Die Kopplung der beiden genannten Linearbewegungen kann hierbei gleich- oder gegensinnig sein, je nach Funktionsweise der Änderung der Brennweite durch die Linearbewegung der Linsenbaugruppe. Die Kopplung kann im Verhältnis 1:1, aber auch in anderen Verhältnissen erfolgen. Beispielsweise könnte bei Verringerung des Arbeitsabstandes und der damit verbundenen Verringerung des Sehfelds ein in Relation zum Sehfeld größeres Leuchtfeld erwünscht sein, um beispielsweise einen größeren Bereich eines Operationsfeldes zu beleuchten. Als zusätzliche Parameter können noch Blenden und/oder Linsensysteme im Beleuchtungssystem optisch wirksam verändert werden, um die gewünschte Beleuchtungszentrierung zu erzielen. Hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist es beispielsweise insbesondere möglich, das Beleuchtungs-Umlenkelement fest mit der verschiebbaren Linsenbaugruppe des Hauptobjektivs zu verbinden. Somit wird die Beleuchtungszentrierung unmittelbar (zwangsweise) mit einer Brennweitenänderung mitgeführt.
  • Es ist selbstverständlich darauf zu achten, dass der von der Beleuchtungseinheit erzeugte Beleuchtungsstrahlengang über den gesamten Schiebebereich der bewegbaren Linsenbaugruppe des Hauptobjektivs hinweg auf das mit dieser Linsenbaugruppe gekoppelte bzw. fest verbundene Beleuchtungs-Umlenkelement fällt. Hierzu bestünde zunächst die prinzipiell denkbare Möglichkeit, den auf das Beleuchtungs-Umlenkelement fallenden Durchmesser des Beleuchtungsstrahlengangs ausreichend groß derart zu gestalten, dass über den gesamten Bewegungsbereich des Beleuchtungs-Umlenkelements ausreichend Licht auf das selbige fällt.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass zumindest ein Teil der Beleuchtungseinheit derart ausgestaltet ist, dass der von der Beleuchtungseinheit erzeugte Beleuchtungsstrahlengang einer Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements folgt. Dies kann beispielsweise durch mechanische Koppelung oder über elektronisch ansteuerbare Umlenkelemente in der Beleuchtungseinheit erfolgen. Es ist aber auch eine mechanische Lösung möglich, bei der zumindest ein Teil der Beleuchtungseinheit parallel zu der Bewegungsrichtung des Beleuchtungs-Umlenkelements beweglich ausgestaltet ist. Mit anderen Worten bewegt sich dann zumindest ein Teil der Beleuchtungseinheit parallel (in vertikaler Richtung) zum Beleuchtungs-Umlenkelement, das wiederum mit der verschiebbaren Linsenbaugruppe gekoppelt bzw. fest verbunden ist.
  • In einer anderen, besonders bevorzugten Ausgestaltung ist zumindest ein Teil der Beleuchtungseinheit kippbar um eine Achse gelagert, die im wesentlichen senkrecht auf eine von der optischen Achse des Hauptobjektivs und der Achse des Beleuchtungsstrahlengangs aufgespannten Ebene steht. Durch eine Verkippung der Beleuchtungseinheit oder zumindest eines geeigneten Teils hiervon kann auf diese Weise der Beleuchtungsstrahlengang jeweils in Richtung der Position des Beleuchtungs-Umlenkspiegels nach- oder mitgeführt werden.
  • Es ist zweckmäßig, eine Steuerungselektronik vorzusehen, die die Kopplung der Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements mit dem von der Beleuchtungseinheit erzeugten Beleuchtungsstrahlengang steuert. Insbesondere steuert diese Steuerungselektronik eine erforderliche Bewegung zumindest eines Teils der Beleuchtungseinheit ge mäß der gerade ausgeführten Ausführungsformen in Abhängigkeit von der Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe des Hauptobjektivs.
  • Geeignete in den vorliegenden Mikroskopen zum Einsatz kommende Beleuchtungseinheiten sind an sich bekannt. Der Beleuchtungseinheit kann Licht über einen Lichtleiter zugeführt werden. Ebenso können beispielsweise Halogen-, Xenon- oder LED-Lampen eingesetzt werden. Ohne Beschränkung der Allgemeinheit wird von einem Aufbau ausgegangen, bei dem das zugeführte Licht von einem Kollektor gesammelt und über eine Blende und ein nachgeschaltetes Linsensystem in die Objektebene fokussiert wird. Das Linsensystem kann dabei von einer feststehenden und einer beweglichen Linse gebildet werden, wobei sich die bewegliche Linse in axialer Richtung relativ zur feststehenden Linse bewegen lässt. Hierdurch kann die Beleuchtungs-Schnittweite verändert werden.
  • Bezogen auf die oben ausgeführte Ausführungsform einer zumindest zum Teil um eine Achse kippbar gelagerten Beleuchtungseinheit ist es bei dem erwähnten Aufbau derselbigen sinnvoll, nicht die gesamte Beleuchtungseinheit kippbar zu gestalten, sondern nur einen Teil hiervon, der im wesentlichen von der genannten Blende und dem genannten Linsensystem gebildet wird. Dieser Teil lässt sich in einfacher Weise von dem Kollektor und der Lichtquelle trennen.
  • Bei Vorhandensein der bereits erwähnten Blende in der Beleuchtungseinheit zur Einstellung eines Leuchtfelddurchmessers ist es vorteilhaft, den Öffnungsdurchmesser der Blende in Abhängigkeit von einer Bewegung der verschieb baren Linsenbaugruppe des Hauptobjektivs zu verändern. Hierdurch kann der Leuchtfelddurchmesser, d. h. der ausgeleuchtete Teil in der Objektebene, direkt beeinflusst werden. Beispielsweise wächst mit einem größer werdenden Arbeitsabstand das Sehfeld, so dass mittels einer entsprechenden Vergrößerung der Blendenöffnung die Größe des Leuchtfelds dem vergrößerten Sehfeld angepasst werden kann. Entsprechend kann bei sich verringerndem Arbeitsabstand die Blendenöffnung verkleinert werden, außer im speziellen Anwendungsfall ist ein größeres Leuchtfeld erwünscht.
  • Hierbei ist es wieder sinnvoll, mittels einer Steuerungselektronik den Öffnungsdurchmesser der Blende in Abhängigkeit von einer Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe des Hauptobjektivs zu steuern. Bei dieser Steuerungselektronik kann es sich um eine solche handeln, die mit der bereits genannten Steuerungselektronik zur Steuerung der Kopplung einer Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements mit dem von der Beleuchtungseinheit erzeugten Beleuchtungsstrahlengang zusammenarbeitet oder in diese integriert ist.
  • Bei Vorhandensein der bereits erwähnten Linsengruppe in der Beleuchtungseinheit mit einer relativ zu einer feststehenden Linse axial verschiebbaren beweglichen Linse ist es vorteilhaft, wenn die Position der verschiebbaren Linse in Abhängigkeit von einer Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe des Hauptobjektivs veränderbar ist. Hierdurch kann zusätzlich zur erfindungsgemäßen Zentrierung der Beleuchtung auch die Beleuchtungs-Schnittweite der Abbildungs-Schnittweite des Hauptobjektivs angepasst werden. Wiederum ist eine Steuerungselektronik zur Steue rung des genannten Vorgangs sinnvoll, wobei diese Steuerungselektronik wiederum mit den bereits erwähnten Steuerungselektroniken kombiniert oder mit diesen integriert ausgeführt sein kann.
  • Bei dem Beleuchtungs-Umlenkelement der Beleuchtungseinheit des erfindungsgemäßen Mikroskops kann es sich um ein Beleuchtungs-Umlenkelement mit planarer oder sphärischer Spiegelfläche handeln. Eine sphärische Spiegelfläche besitzt zusätzlich zur vorhandenen Linsengruppe in der Beleuchtungseinheit fokussierende Wirkung, die vorteilhaft genutzt werden kann.
  • Aus baulichen, optischen und ergonomischen Gründen ist der Einsatz der vorliegenden Erfindung bei einem Mikroskop mit "liegendem" Zoomsystem (vergleiche die eingangs gemachten Ausführungen) besonders geeignet. Hierzu ist dem Hauptobjektiv von der Objektebene aus gesehen ein Zoomsystem nachgeschaltet, wobei zwischen Zoomsystem und Hauptobjektiv ein Umlenkelement angeordnet ist, das den von Hauptobjektiv kommenden Beobachtungsstrahlengang in eine erste Horizontalebene lenkt, in der die Längsachse des Zoomsystems liegt. Unterhalb des Zoomsystems, d. h. auf dessen objektseitiger Seite kann dann die Beleuchtungseinheit des Mikroskops achsparallel angeordnet sein. Hierdurch erhält man einen in vertikaler Richtung relativ niedrig bauenden Aufbau. Üblicherweise weist das Mikroskop einen Tubus und mindestens ein Okular, im Falle eines Stereomikroskops einen Binokulartubus auf, die bzw. das dem Zoomsystem nachgeschaltet sind bzw. ist. Es soll an dieser Stelle aber auch erwähnt werden, dass zwischen Vergrößerungswechsler (Zoomsystem) und Tubus ein Ausgang (optisch und mechanisch) für Dokumentation vorhanden sein kann, an den beispielsweise eine Kamera angeschlossen werden kann. Über optische Umlenkelemente gelangt der Beobachtungsstrahlengang von der genannten ersten Horizontalebene in eine parallel hierzu verlaufende zweite Horizontalebene, in der optische Zusatzkomponenten und/oder der Tubus angeordnet sind. Durch diese Faltung des Beobachtungsstrahlengangs wird ein niedrig bauender Mikroskopaufbau gewährleistet, zudem sind vielfältige Auskoppelungsmöglichkeiten beispielsweise bei einem Operationsmikroskop für Assistentenbeobachtung geschaffen.
  • Die vorliegende Erfindung und ihre Vorteile sollen im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels, das in der beigefügten Zeichnung illustriert ist, näher besprochen werden.
  • 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Mikroskops, mit dem die Erfindung bevorzugt eingesetzt werden kann, und
  • 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus dem Mikroskop gemäß 1, der die erfindungswesentlichen Komponenten zeigt.
  • 1 zeigt schematisch den grundsätzlichen Aufbau eines Mikroskops 10, das hier als Operations-Stereomikroskop ausgebildet ist, wobei zur besseren Darstellung anstelle der beiden Beobachtungsstrahlengänge nur die Beobachtungsachse dargestellt ist. Häufig weisen solche Operationsmikroskope ein zusätzliches Paar von Beobachtungsstrahlengängen für die Assistentenbeobachtung auf. Solche Mikroskope sind an sich bekannt und sollen daher vorliegend nicht näher erläutert werden. Es sei in diesem Zusammenhang auf das in der bereits genannten EP 1 424 582 B1 beschriebene Stereomikroskop hingewiesen, bei dem, wie auch vorliegend, ein "liegendes" Zoomsystem 30 realisiert ist.
  • Das Operationsmikroskop 10 verfügt über ein Hauptobjektiv 20, welches als Multifokus (oder Varioobjektiv) ausgebildet ist, also ein Objektiv veränderlicher Brennweite darstellt. Das Hauptobjektiv 20 definiert eine optische Achse 23, die senkrecht auf eine Objektebene 100 steht. Durch Veränderung der Brennweite des Hauptobjektivs 20 kann auf die jeweilige Objektebene 100 fokussiert werden. Die Beobachtungsstrahlengänge verlaufen parallel zur gezeigten optischen Achse 23 und liegen beispielsweise entweder in der Zeichenebene oder in einer Ebene senkrecht zur Zeichenebene, die die optische Achse 23 enthält. Zur Umlenkung der Beobachtungsstrahlengänge ist ein erstes Umlenkelement 50 im Strahlengang angeordnet, das die Beobachtungsstrahlengänge aus einer im wesentlichen vertikalen Richtung in eine im wesentlichen horizontale Richtung in das "liegende" Zoomsystem 30 lenkt. Das Zoomsystem 30 ist mit seiner Längsachse in einer ersten Horizontalebene I angeordnet. Anstelle eines Zoomsystems 30, das der kontinuierlichen Vergrößerung des Objektbildes dient, kann auch ein diskret arbeitender Vergrößerungswechsler vorgesehen sein. Mittels weiterer Umlenkelemente 51 und 52 wird der Beobachtungsstrahlengang in eine zweite Horizontalebene II gelenkt. Hier ist der Tubus 60 angeordnet, der den Beobachtungsstrahlengang in ein Okular 70 lenkt, durch das ein Beobachter 110 das Mikroskopbild betrachten kann. Der prinzipielle Aufbau der beschriebenen Mikroskopkomponenten, wie Hauptobjektiv, Zoomsystem, Tubus und Okular sind dem Fachmann geläufig. In dem in 1 dargestellten Strahlenverlauf können optische Zu satzkomponenten, wie Filter, Bildumkehrer, Komponenten zur Verlängerung der optischen Weglänge, optische Strahlenteiler für assistentische Mitbeobachtung, etc. angeordnet sein. Schließlich kann zwischen dem Zoomsystem 30 und dem Tubus 60 ein Ausgang (optisch/mechanisch) für Dokumentation (Kamera, Video etc.) vorhanden sein.
  • Zur Objektbeleuchtung dient eine Beleuchtungseinheit 40, die mit ihrer Längsachse im wesentlichen horizontal unterhalb des Zoomsystems 30 ergonomisch günstig angeordnet sein kann. Dargestellt ist hier eine Faserbeleuchtung über einen Lichtleiter 80. Es kann sich aber ebenso beispielsweise um eine direkte Halogen-, Xenon- oder LED-Beleuchtung handeln. Der von der Beleuchtungseinheit 40 erzeugte Beleuchtungsstrahlengang, der anhand seiner Beleuchtungsachse dargestellt ist, wird mittels eines Beleuchtungs-Umlenkspiegels 43 in Richtung Objektebene 100 gelenkt. Wie aus 1 ersichtlich, wird der Beleuchtungsstrahlengang außerhalb des Hauptobjektivs 20 des Mikroskops 10 geführt. Folglich muss bei einer Brennweitenänderung des Hauptobjektivs 20, die zu einer Verschiebung der Objektebene 100 in vertikaler Richtung führt, für eine optimale Beleuchtung der Beleuchtungsstrahlengang nachgeführt werden. Die erfindungsgemäße Art dieser Nachführung der Beleuchtung soll anhand von 2 näher erläutert werden.
  • 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt eines Mikroskops 10 aus 1, der sich auf die schematische Darstellung des Hauptobjektivs 20 und der Beleuchtungseinheit 40 beschränkt.
  • Das Hauptobjektiv 20 besteht im wesentlichen aus zwei Teilen, die zur Veränderung der Brennweite des Hauptobjektivs 20 relativ zueinander entlang der optischen Achse 23 verschoben werden können. Ohne Beschränkung der Allgemeinheit sei im folgenden davon ausgegangen, dass hierzu eine obere, feste Linsenbaugruppe 21 und eine untere, verschiebbare Linsenbaugruppe 22 vorgesehen sind. Andere Möglichkeiten der Realisierung eines Varioobjektivs sind dem Fachmann bekannt, beispielsweise auch ein umgekehrter Aufbau, bei dem der untere Teil feststehend und der obere Teil axial beweglich ist.
  • Die Beleuchtungseinheit 40 weist in diesem speziellen Beispiel den bereits beschriebenen Lichtleiter 80 und einen Kollektor 41 auf, der das vom Lichtleiter 80 ausgehende Licht sammelt und über die Linsenanordnung 45, 46 in die Objektebene 100 abbildet. Eine Blende, beispielsweise eine Irisblende 44 mit einstellbarem Öffnungsdurchmesser dient zur direkten Steuerung des Leuchtfelddurchmessers, d. h. des ausgeleuchteten Teils in der Objektebene 100. Die Beleuchtungseinheit 40 kann über eine Beleuchtungsoptik zur Veränderung der Beleuchtungs-Schnittweite verfügen. Diese Beleuchtungsoptik ist hier anhand zweier Linsen 45 und 46 illustriert, wobei die Linse 45 feststehend und die Linse 46 axial verschiebbar ausgeführt ist. Mit einer solchen Beleuchtungsoptik kann die Beleuchtungs-Schnittweite an die jeweilige Beobachtungs-Schnittweite des Hauptobjektivs 20 angepasst werden. Die Beleuchtungseinheit 40 kann eine Köhlersche Beleuchtung oder eine andere Beleuchtungs-Optik realisieren. Der hier beschriebene Aufbau ist als rein beispielhaft zu betrachten. Die Erfindung läßt sich ebenso mit anders auf gebauten Beleuchtungseinheiten und anderen Beleuchtungs-Optiken realisieren.
  • Die Beleuchtungseinheit 40 verfügt über ein Beleuchtungs-Umlenkelement 43, das erfindungsgemäß parallel zur optischen Achse 23 des Hauptobjektivs 20 beweglich angeordnet und mit der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 des Hauptobjektivs 20 gekoppelt ist. In 2 sind insgesamt drei verschiedene Positionen der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 dargestellt. Diese Positionen seien im folgenden mit "oben", "Mitte" und "unten" bezeichnet. Durch Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 von unten nach oben wird die Brennweite des Hauptobjektivs 20 verändert. Entsprechend muss der Beleuchtungsfokus den sich ändernden Fokusebenen des Hauptobjektivs 20 nachgeführt werden, um eine optimale Beleuchtung beizubehalten. Hierzu ist in diesem Beispiel das Beleuchtungs-Umlenkelement 43 fest mit dem verschiebbaren Teil, hier der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 des Hauptobjektivs 20 verbunden. Das Beleuchtungs-Umlenkelement 43 wird also zwangsweise von der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 mitgeführt. Als Beleuchtungs-Umlenkelement kann eine planare, aber auch eine sphärische Spiegelfläche zum Einsatz kommen. Diese Spiegelfläche lenkt das Licht der Beleuchtungseinheit 40 nach unten in die zu beleuchtende Objektebene 100, so dass die der Erfindung zugrunde liegende Beleuchtungszentrierung gewährleistet ist.
  • Um sicherzustellen, dass über den gesamten Verschiebebereich der Linsenbaugruppe 22 des Hauptobjektivs 20 ausreichend Licht auf das Beleuchtungs-Umlenkelement 43 und somit auf die Objektebene 100 fällt, ist es sinnvoll, den Beleuchtungsstrahlengang der Bewegung des Umlenkelements 43 nachzuführen. In bevorzugten Ausgestaltungen wird hierzu entweder die gesamte Beleuchtungseinheit 40 in vertikaler Richtung der Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements 43 nachgeführt oder die Beleuchtungseinheit 40 wird zumindest zum Teil kipp- oder drehbar ausgeführt, wie im folgenden erläutert werden soll. In 2 ist die Beleuchtungseinheit 40 zweiteilig dargestellt. Der hintere Teil (gesehen in Richtung des Beleuchtungsstrahlengangs) besteht im wesentlichen aus dem Lichtleiter 80 und dem Kollektor 41. Getrennt hiervon ist der vordere Teil, der im wesentlichen aus den dargestellten und bereits besprochenen Komponenten einer Irisblende 44 und einer Beleuchtungsoptik bestehend aus der festen Linse 45 und der verschiebbaren Linse 46 besteht. Der vordere verkippbare (verdrehbare) Teil 42 der Beleuchtungseinheit 40 ist um einen Drehpunkt oder um eine Drehachse 47 gelagert, die senkrecht auf die Zeichenebene steht und im Zentrum der Irisblende 44 liegt. Durch Verkippen des vorderen Teils 42 der Beleuchtungseinheit 40 um die Drehachse 47 kann auf diese Weise der linearen Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements 43 gefolgt werden. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel fällt die horizontale Position des vorderen Teils 43 der Beleuchtungseinheit 40 mit der Position "Mitte" des Beleuchtungs-Umlenkelements 43 bzw. der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 des Hauptobjektivs 20 zusammen. Es kann sinnvoll sein, besagte horizontale Position des vorderen Teils 42 der Beleuchtungseinheit 40 der Position "unten" oder einer beliebigen anderen Position der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 zuzuordnen. Die Ausführungsform der kippbaren Beleuchtungseinheit ist zur optimalen Beleuchtungszentrierung besonders bevorzugt.
  • Weiterhin dargestellt ist in 2 eine Steuerungselektronik 90, bei der es sich um eine übliche Steuereinheit im allgemeinen Sinne handeln kann. Diese Steuerungselektronik 90 koppelt die Bewegung des vorderen Teils 42 der Beleuchtungseinheit 40 um die Drehachse 47 mit der Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 des Hauptobjektivs 20 (Kopplung B). Es kann auf diese Weise eine synchrone Nachführung des Beleuchtungsstrahlengangs erfolgen.
  • Es ist von Vorteil, wenn weitere Kopplungen bei dem erfindungsgemäßen Mikroskopaufbau vorgenommen werden. Zweckmäßigerweise werden diese Kopplungen ebenfalls von der Steuerungselektronik 90 übernommen.
  • Zum einen kann der verstellbare Öffnungsdurchmesser der Irisblende 44 mit der linearen Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 des Hauptobjektivs 20 gekoppelt werden (Kopplung C). Hierzu wird bei einer Bewegung von der Position "unten" in Richtung der Position "oben", die beispielsweise eine Vergrößerung der Beobachtungs-Schnittweite und der Brennweite des Hauptobjektivs zur Folge haben kann, der Leuchtfelddurchmesser vergrößert, d. h. die Irisblende 44 weiter geöffnet. Auf diese Weise kann das Leuchtfeld dem sich ändernden Sehfeld angepasst werden.
  • Zum anderen kann die axiale Bewegung der verschiebbaren Linse 46 der Beleuchtungseinheit 40 mit der linearen Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe 22 des Hauptobjektivs 20 gekoppelt werden (Kopplung A). Auf diese Weise kann der veränderten Schnittweite des Hauptobjektivs 20 durch eine entsprechende Änderung der Beleuchtungs- Schnittweite Rechnung getragen werden. Hierdurch kann wiederum die Intensität im Leuchtfeld verändert oder angepasst werden.
  • Mit den erwähnten Kopplungen A bis C lassen sich bei einer Änderung der Brennweite des Hauptobjektivs 20 der Beleuchtungsfokus zentriert nachführen, der Leuchtfelddurchmesser dem Durchmesser des Sehfelds anpassen und die Leuchtfeldintensität nachregeln.
  • Die genannten Kopplungen A, B und C können elektronisch umgesetzt werden. Hierzu werden Motorkombinationen, bestehend aus Getriebe, Motor und Encoder eingesetzt. Zur Wegmessung (Verschiebung der verschiebbaren Komponenten) können Sensoren (z. B. Weggeber) eingesetzt werden. Alle erforderlichen Signale und Befehle werden in der Steuerungselektronik 90 entsprechend verarbeitet und umgesetzt. Es sei angemerkt, dass die erwähnten Kopplungen A, B und C auch auf mechanische Art und Weise realisiert werden können.
  • Die in vorliegender Beschreibung beschriebenen Merkmale der Erfindung können nicht nur in der hier jeweils dargestellten Kombination, sondern auch soweit sinnvoll in Alleinstellung oder in anderen Kombinationen umgesetzt werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • 10
    Mikroskop
    20
    Hauptobjektiv
    21
    feste Linsenbaugruppe
    22
    verschiebbare Linsenbaugruppe
    23
    optische Achse
    30
    Zoomsystem
    40
    Beleuchtungseinheit
    41
    Kollektor
    42
    Teil der Beleuchtungseinheit
    43
    Beleuchtungs-Umlenkelement
    44
    Blende, Irisblende
    45
    feste Linse
    46
    verschiebbare Linse
    47
    Drehachse
    50
    Umlenkelement
    51
    Umlenkelement
    52
    Umlenkelement
    60
    Tubus
    70
    Okular
    80
    Lichtleiter
    90
    Steuerungselektronik
    100
    Objektebene
    110
    Beobachter
    I
    erste Horizontalebene
    II
    zweite Horizontalebene
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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    • - EP 1424582 B1 [0007, 0032]

Claims (17)

  1. Mikroskop (10) mit einem Hauptobjektiv (20) mit einer in Richtung der optischen Achse (23) des Hauptobjektivs (20) verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) zur Brennweitenänderung und mit einer Beleuchtungseinheit (40) mit einem Beleuchtungs-Umlenkelement (43) zur Erzeugung eines auf eine Objektebene (100) gerichteten, außerhalb des Hauptobjektivs (20) verlaufenden Beleuchtungsstrahlengangs, wobei zur Zentrierung der Beleuchtung die Position des Beleuchtungs-Umlenkelements (43) abhängig von einer Brennweitenänderung des Hauptobjektivs (20) verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Beleuchtungs-Umlenkelement (43) parallel zur optischen Achse (23) des Hauptobjektivs (20) beweglich angeordnet und mit der verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) des Hauptobjektivs (20) gekoppelt ist.
  2. Mikroskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil (42) der Beleuchtungseinheit (40) derart ausgestaltet ist, dass der von der Beleuchtungseinheit (40) erzeugte Beleuchtungsstrahlengang einer Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements (43) folgt.
  3. Mikroskop nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Teil (42) der Beleuchtungseinheit (40) parallel zu der Bewegungsrichtung des Beleuchtungs-Umlenkelements (43) beweglich ausgestaltet ist.
  4. Mikroskop nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Teil (42) der Beleuchtungseinheit (40) kippbar um eine Achse (47) gelagert ist, die im wesentlichen senkrecht auf eine von der optischen Achse (23) des Hauptobjektivs (20) und dem Beleuchtungsstrahlengang aufgespannten Ebene steht.
  5. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Beleuchtungs-Umlenkelement (43) fest mit der verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) des Hauptobjektivs (20) verbunden ist.
  6. Mikroskop nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungselektronik (90) zur Steuerung der Kopplung einer Bewegung des Beleuchtungs-Umlenkelements (43) mit dem von der Beleuchtungseinheit (40) erzeugten Beleuchtungsstrahlengang vorgesehen ist.
  7. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (40) eine Blende (44) zur Einstellung eines Leuchtfelddurchmessers aufweist, wobei der Öffnungsdurchmesser der Blende (44) in Abhängigkeit von einer Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) des Hauptobjektivs (20) veränderbar ist.
  8. Mikroskop nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungselektronik (90) zur Steuerung des Öffnungsdurchmessers der Blende (44) in Abhängigkeit von einer Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) des Hauptobjektivs (20) vorgesehen ist.
  9. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (40) eine entlang der Achse des Beleuchtungsstrahlengangs verschiebbare Linse (46) zur Änderung der Beleuchtungsschnittweite aufweist, wobei die Position der Linse (46) in Abhängigkeit von einer Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) des Hauptobjektivs (20) veränderbar ist.
  10. Mikroskop nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungselektronik (90) zur Steuerung der Position der Linse (46) in Abhängigkeit von einer Bewegung der verschiebbaren Linsenbaugruppe (22) des Hauptobjektivs (20) vorgesehen ist.
  11. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Beleuchtungs-Umlenkelement (43) eine planare Spiegelfläche aufweist.
  12. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Beleuchtungs-Umlenkelement (43) eine sphärische Spiegelfläche aufweist.
  13. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikroskop (10) ein dem Hauptobjektiv (20) von der Objektebene (100) aus gesehen nachgeschaltetes Zoomsystem (30) aufweist.
  14. Mikroskop nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Zoomsystem (30) und Hauptobjektiv (20) ein Umlenkelement (50) angeordnet ist, das den vom Hauptobjektiv (20) kommenden Beobachtungsstrahlengang in eine erste Horizontalebene (I) lenkt, in der die Längsachse des Zoomsystems (30) liegt.
  15. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikroskop einen Tubus (60) und ein Okular (70) aufweist, die dem Zoomsystem (30) nachgeschaltet sind.
  16. Mikroskop nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Tubus (60) mit seiner Längsachse in einer zweiten Horizontalebene (II) angeordnet ist, die im wesentlichen parallel zur ersten Horizontalebene (I) verläuft.
  17. Mikroskop nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikroskop (10) als Stereomikroskop, insbesondere als Operationsmikroskop, ausgebildet ist.
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