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DE102007028365A1 - Pressfilz - Google Patents

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DE102007028365A1
DE102007028365A1 DE102007028365A DE102007028365A DE102007028365A1 DE 102007028365 A1 DE102007028365 A1 DE 102007028365A1 DE 102007028365 A DE102007028365 A DE 102007028365A DE 102007028365 A DE102007028365 A DE 102007028365A DE 102007028365 A1 DE102007028365 A1 DE 102007028365A1
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F7/00Other details of machines for making continuous webs of paper
    • D21F7/08Felts
    • D21F7/083Multi-layer felts

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf einen Pressfilz, enthaltend: eine Stützstruktur mit einer Oberseite und einer Unterseite und funktionale Vlieslagen, wobei mindestens eine dieser funktionalen Vlieslagen mit der Oberseite und mindestens eine funktionale Vlieslage mit der Unterseite dieser Stützstruktur vernadelt ist. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass diese Stützstruktur eine Basislage und zwei Grobvlieslagen enthält, wobei die Grobvlieslagen vorrangig Grobfasern von wenigstens 67 dtex enthalten, die beiden Grobvlieslagen an gegenüberliegenden Seiten dieser Basislage so angeordnet sind, dass sie die Oberseite und die Unterseite der Stützstruktur bilden und jeweils Grobfasern beider Grobvlieslagen in dieser Basislage eingebettet sind.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Pressfilz zur Verwendung in einer Papiermaschine oder dergleichen.
  • In Papiermaschinen finden insbesondere Nahtfilze zunehmend Verwendung an verschiedenen Stellen der Pressenpartie. Vernahtete Papiermacherfilze (Pressfilze) beinhalten eine gewobene einzelne Stützlage zur Ermöglichung der Vernahtung. An Pressenpositionen mit starker Verschleißbeanspruchung, beispielsweise durch den Einsatz aggressiver Füllstoffe in der Papierherstellung, ist oftmals die Vliesverankerung eine Schwachstelle, die die Standzeit dieser Pressfilze begrenzt. Zur besseren Verankerung der Vlieslagen mit der gewobenen Stützlage wurden gewobene Stützlagen mit Multifilamentgarnen entwickelt. In der Praxis kam es bei diesen Strukturen oft zu Problemen mit zugesetzten Poren, was in der Papierproduktion zu mangelhaften Ergebnissen führte.
  • Vor diesem Hintergrund besteht der Gegenstand der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines Pressfilzes, der eine bessere Verbindung der Vlieslage mit den Stützlagen gewährleistet, aber die Leistung des Filzes nicht negativ beeinflusst.
  • Erfindungsgemäß wird ein Pressfilz zur Verfügung gestellt, der eine Stützstruktur mit einer Oberseite und einer Unterseite sowie funktionale Vlieslagen beinhaltet, wobei mindestens eine dieser funktionalen Vlieslagen mit der Oberseite der Stützstruktur vernadelt ist und wobei mindestens eine funktionale Vlieslage mit der Unterseite dieser Stützstruktur vernadelt ist. Der erfindungsgemäße Pressfilz ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass diese Stützstruktur eine Basislage und mindestens zwei grobe Vlieslagen beinhaltet, wobei diese Grobvlieslagen vorrangig aus groben Fasern von wenigstens 67 dtex bestehen und wobei die beiden Grobvlieslagen an gegenüberliegenden Seiten der Basislage so angeordnet sind, dass sie die Oberseite und die Unterseite der Stützstruktur bilden, und wobei jeweils Grobfasern beider Grobvlieslagen in der Basislage eingebettet sind.
  • Anders ausgedrückt, besteht die Stützstruktur aus einer Basislage, die zwischen zwei Grobvlieslagen, d. h. einer ersten und einer zweiten Grobvlieslage, eingebunden ist. Erfindungsgemäß werden Grobfasern beider Grobvlieslagen jeweils in die Basislage eingebettet.
  • Deshalb erstrecken sich Grobfasern der mindestens einen Grobvlieslage, die auf der einen Seite der Basislage angeordnet ist, von dieser/diesen Groblagen) in die Stützlage hinein und/oder durch diese hindurch und es erstrecken sich Grobfasern der mindestens einen Grobvlieslage, die auf der anderen Seite, d. h. auf der zur genannten einen Seite gegenüberliegenden Seite der Basislage, angeordnet ist (zweite Grobvlieslage), von dieser/diesen Groblage(n) in die Stützlage hinein und/oder durch diese hindurch, was dazu führt, dass Grobfasern dieser ersten und dieser zweiten Grobvlieslage in diese Stützlage eingebettet sind. (Zur Begriffsbestimmung: Im Folgenden beziehen sich „erste" Grobvlieslagen auf Grobvlieslagen, die auf der einen Seite der Basislage angeordnet sind, und „zweite" Grobvlieslagen auf Grobvlieslagen, die auf der Seite angeordnet sind, die der einen Seite der Basislage gegenüberliegt.)
  • Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Stützstruktur werden in einem ersten Schritt die erste Grobvlieslage an der Oberseite der Basislage und die zweite Grobvlieslage an der Unterseite der Basislage angeordnet, um einen Verbund („Sandwich"-Struktur) von erster Grobvlieslage, Basislage und zweiter Grobvlieslage zu bilden. In einem zweiten Schritt wird der Verbund ausgehend von der ersten und der zweiten Grobvlieslage vernadelt. Durch die Vernadelung werden Grobfasern der ersten Grobvlieslage und Grobfasern der zweiten Grobvlieslage in die Basislage eingebettet.
  • Die Erfindung beruht zum einen auf dem Gedanken, dass eine funktionale Vlieslage (d. h. eine feinfaserige Vlieslage) hauptsächlich dann gut befestigt ist, wenn sie mit einer anderen Vlieslage und nicht mit einer gewobenen Basislage vernadelt wird. Die Erfindung gründet sich zum anderen auf den Gedanken, dass nur grobe Fasern eine gute Befestigung zwischen einer Vlieslage und einer Basislage gewährleisten, z. B. Gewebe ohne negativen Einfluss auf andere Eigenschaften wie Entwässerung, Konditionierung.
  • Vor dem Hintergrund, dass grobe Fasern mit einer Feinheit von wenigstens 67 dtex von beiden Seiten in die Basislage eingebettet werden, wird eine Stützstruktur zur Verfügung gestellt, die für die funktionalen, mit dem Grobvlies vernadelten Vlieslagen eine verbesserte Verankerung gewährleistet als dies bei der Verankerung funktionaler Vlieslagen der Fall ist, die auf eine Stützstruktur aufgenadelt werden, die aus Monofilamentgarnen hergestellt wird.
  • Ferner wird vor dem Hintergrund, dass grobe Fasern mit einer Feinheit von wenigstens 67 dtex von beiden Seiten in die Basislage eingebettet werden, eine Stützstruktur zur Verfügung gestellt, die nicht die Nachteile der im Stand der Technik bekannten, zur besseren Verankerung entwickelten Pressfilze aufweist. Diese Pressfilze besitzen Stützstrukturen, die aus Multifilamentgarnen hergestellt werden. Diese Multifilamentgarn-Stützstrukturen, hauptsächlich gewobene Strukturen bzw. gefügte Strukturen aus Multifilamentgarnen, haben im Vergleich mit Monofilamentgarn-Stützstrukturen zu einer Verminderung der Permeabilität und der Vernahtbarkeit geführt.
  • Der erfindungsgemäße Pressfilz stellt eine Stützstruktur zur Verfügung, die die Vorteile der beiden oben erwähnten Stützstrukturen kombiniert.
  • In Abhängigkeit von den jeweiligen Anforderungen können die Grobfasern der beiden Grobvlieslagen entweder in Längsrichtung (Maschinenlaufrichtung MD) oder Querrichtung (CD) oder wirr angeordnet sein. Es wird zwar gesagt, dass die Fasern in einer bestimmten Richtung angeordnet sind, aber infolge begrenzter Produktionsgenauigkeiten ist es selbstverständlich unmöglich, dass sämtliche Grobfasern in der gewünschten Faserrichtung verlaufen, sondern die meisten Fasern sind entsprechend ausgerichtet.
  • Ferner kann es sein, dass die Grobfasern der ersten Grobvlieslage anders ausgerichtet sind als die Grobfasern der zweiten Grobvlieslage.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Grobfasern der ersten Grobvlieslage(n) in die zweite(n) Grob vlieslage(n) eingebettet und umgekehrt und gehen jeweils durch die Basislage hindurch.
  • Dieses Merkmal gewährleistet eine Stützstruktur mit einer verbesserten Delaminierungsfestigkeit beider Grobvlieslagen, da jede Grobvlieslage durch die andere Grobvlieslage, die sich auf der gegenüberliegenden Seite der Basislage befindet, delaminierungsfest in die Basislage eingebunden ist und die Grobfasern dieser Grobvlieslagen jeweils in die jenseits der Basislage befindliche Grobvlieslage eingebettet sind.
  • Die Basislage des erfindungsgemäßen Pressfilzes kann mindestens eine textile Lage bzw. nichttextile Lage beinhalten.
  • Die textile Lage kann mindestens eine gewobene Grundstruktur, eine gefügte Grundstruktur, eine Anordnung von längs (MD) und/oder quer (CD) ausgerichteten Garnen bzw. eine Kombination von diesen enthalten. Ferner kann die textile Lage eine gewobene Grundstruktur, eine gefügte Grundstruktur, eine Anordnung von längs (MD) und/oder quer (CD) ausgerichteten Garnen sein.
  • Ist die Basislage eine textile Lage, ist der Vorteil der Erfindung am größten, wenn die textile Lage aus Monofilamentgarnen hergestellt wird und der Pressfilz ein Nahtfilz ist, da der Pressfilz mit der erfinderischen Stützstruktur einerseits für eine gute Befestigung der funktionalen Faservliese an der Stützstruktur sorgt und sich andererseits aufgrund der Monofilament-Basislage leicht vernahten lässt und ein sehr offenes Strukturgefüge aufweist.
  • Ferner kann die nichttextile Lage mindestens eine Membran oder ein Laminat enthalten.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Grobfasern der Grobvlieslage eine Feinheit von 67 bis 300 dtex besitzen. Typische geeignete Werte sind z. B. 67 dtex, 100 dtex, 200 dtex, 250 dtex bzw. 300 dtex.
  • Ferner ist es möglich, dass alle Grobfasern in der Grobvliesschicht die gleiche „Feinheit" bzw. den gleichen dtex-Wert aufweisen. Das gilt unabhängig davon, dass in der einen oder der anderen oder in beiden Grobvlieslagen ein geringerer Anteil feinerer Fasern, d. h. Fasern mit einer Feinheit von unter 67 dtex, enthalten sein kann.
  • Um die innere Verfestigung der Grobvlieslagen weiter zu erhöhen, werden gemäß einer weiteren Verbesserung zumindest teilweise die Grobfasern mindestens einer der Grobvlieslagen durch Klebemittel miteinander verbunden.
  • Um die Befestigung einer Grobvlieslage an der Basislage weiter zu verbessern, ist es vorteilhaft, wenn ferner mindestens eine der Grobvlieslagen durch Klebemittel mit der Basislage verbunden wird.
  • Die besten Ergebnisse für die Innenverklebung einer Grobvlieslage sowie die Verklebung einer Grobvlieslage mit der Basislage werden erreicht, wenn der prozentuale Gewichtsanteil des Klebemittels an der Grobvlieslage zwischen 5% und 40% dieser Grobvlieslage beträgt.
  • Bei der Herstellung des Pressfilzes wird der Filz einer Thermofixierbehandlung unterzogen, wo bei Thermofixiertemperatur gleichzeitig Wärme und Zugspannung an den Filz angelegt wird. Eine Möglichkeit zur Bereitstellung der Klebemittel ist die Bereitstellung von Fasern, die bei der Thermofixiertemperatur schmelzen. Das bedeutet, dass während der Thermofixierung die niedrigschmelzenden Fasern schmelzen und so Grobfasern der ersten Grobvlieslage mit anderen Grobfasern der ersten Grobvlieslage und/oder mit Grobfasern der zweiten Grobvlieslage und/oder mit Garnen der Basislage verkleben, wodurch eine integrierte Stützstruktur zur Verfügung gestellt wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung beinhalten die Klebemittel Zweikomponentenfasern, wobei die Schmelztemperatur einer Komponente so beschaffen ist, dass diese bei der Thermofixiertemperatur schmilzt. Das bedeutet, dass die Zweikomponentenfasern eine erste Komponente enthalten, deren Schmelztemperatur niedriger ist als die Schmelztemperatur der zweiten Komponente dieser Zweikomponentenfasern und dabei so niedrig ist, dass die erste Komponente während der Thermofixierung des Pressfilzes schmilzt.
  • Gemäß einer konkreten Ausführungsform der oben erwähnten Ausführungsform beinhalten die Klebemittel eine Umhüllung der Grobfasern, die bei Thermofixiertemperatur schmilzt.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die Fasern der funktionalen Vlieslagen feiner als die Grobfasern der Grobvlieslagen. In der Regel liegt die Faserfeinheit der funktionalen Vlieslagen im Bereich von 3,3 dtex bis 44 dtex.
  • Grobvlieslagen sind in erster Linie wichtig, um eine Delaminierung des Pressfilzes zu vermeiden, während feinfaserige Vlieslagen verwendet werden, um laufseitig eine hohe Verschleißfestigkeit und papierseitig eine glatte Oberfläche mit guter Bahnunterstützung zu gewährleisten.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beinhaltet der Filz zwei oder mehr funktionale obere Vlieslagen, die mit der Unterseite der Stützstruktur vernadelt sind, wobei die äußere der funktionalen oberen Vlieslagen – also die obere Vlieslage, die nicht zwischen anderen Lagen des Pressfilzes eingelagert ist – die Papieraufnahmeseite dieses Pressfilzes bildet.
  • Zur Bereitstellung eines Pressfilzes mit glatter und markierungsfreier Papierseite sind die Fasern der äußeren funktionalen oberen Vlieslage feiner als die Fasern der anderen funktionalen oberen Vlieslagen. In der Regel kann die äußere funktionale obere Vlieslage, die die Papierseite des Pressfilzes bildet, Fasern im Feinheitsbereich von 3,3 dtex bis 22 dtex enthalten, während die anderen funktionalen oberen Vlieslagen in der Regel Fasern im Feinheitsbereich von 11 dtex bis 44 dtex enthalten.
  • Zur Bereitstellung eines verschleißfesten Pressfilzes beinhaltet der Filz ferner mindestens eine funktionale untere Vlieslage, die mit der Unterseite der Stützstruktur vernadelt ist.
  • Es ist dabei möglich, dass eine funktionale obere Vlieslage und/oder eine funktionale untere Vlieslage nur Fasern eines bestimmten dtex-Wertes oder Fasern mit unterschiedlichen dtex-Werten enthält.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Gesamtdicke aller funktionalen unteren Vlieslagen kleiner ist als die Gesamtdicke aller funktionalen oberen Vlieslagen.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Pressfilz ein Nahtfilz.
  • Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgende schematische Darstellung näher beschrieben.
  • Die Figur zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen vernahteten Pressfilzes 1. Der Filz 1 beinhaltet eine Stützstruktur 2 mit einer Oberseite 4 und einer Unterseite 5. Der Filz 1 beinhaltet ferner zwei funktionale obere Vlieslagen 6, 7, die mit der Oberseite 3 der Stützstruktur 2 vernadelt sind. Die äußere funktionale obere Vlieslage 6 der beiden funktionalen oberen Vlieslagen 6, 7 bildet die Papieraufnahmeseite 15 des Pressfilzes 1. Diese äußere funktionale obere Vlieslage 6 hat feinere Fasern als die darunterliegende funktionale obere Vlieslage 7. In einem nicht ausschließlichen Beispiel haben die Fasern der äußeren funktionalen oberen Vlieslage 6 eine Feinheit von 6,6 dtex, während die Fasern der darunterliegenden funktionalen oberen Vlieslage 7 eine Feinheit von 33 dtex besitzen.
  • Der Pressfilz 1 beinhaltet ferner eine funktionale untere Vlieslage 8, die die Laufseite des Filzes 1 bildet. Die funktionale untere Vlieslage 8 ist mit der Unterseite 4 der Stützstruktur vernadelt. Die funktionale untere Vlieslage 8 besteht aus Fasern mit einer Feinheit von 44 dtex.
  • Die Gesamtdicke der funktionalen unteren Vlieslage 8 ist kleiner als die Gesamtdicke der funktionalen oberen Vlieslagen 6 und 7 zusammen.
  • Wie zu sehen, besteht die Stützstruktur 2 aus einer Basislage 9, die aus Monofilament-Schussgarnen 12 und Monofilament-Kettgarnen 13 gewoben wird. Die Stützstruktur 2 beinhaltet ferner zwei Grobvlieslagen 10, 11.
  • Erfindungsgemäß enthalten die Grobvlieslagen 10, 11 hauptsächlich Grobfasern 14 von 100 dtex. In beiden Grobvlieslagen 10, 11 haben alle Grobfasern 14 die gleiche Feinheit.
  • Die beiden Grobvlieslagen 10, 11 sind auf gegenüberliegenden Seiten der gewobenen Basislage 9 angeordnet und bilden so die Oberseite 3 und die Unterseite 4 der Stützstruktur 2.
  • Weiterhin sind einige Grobfasern 14 jeder der beiden Grobvlieslagen 10, 11 in der gewobenen Basislage 9 eingebettet. Das bedeutet, dass sich Grobfasern 14' der (ersten) Grobvlieslage 10 aus der Grobvlieslage 10 in die gewobene Stützlage 9 hinein und/oder durch diese hindurch erstrecken und dass sich Grobfasern 14'' der (zweiten) Grobvlieslage 11 aus der Grobvlieslage 11 in die Stützlage 9 hinein und/oder durch diese hindurch erstrecken, so dass Grobfasern der ersten Grobvlieslage 10 und der zweiten Grobvlieslage 11 in die Stützlage 9 eingebettet sind.
  • Zusätzlich dazu werden Grobfasern 14''' der ersten Grobvlieslage 10 in die zweite Grobvlieslage 11 eingebettet, indem sie durch die gewobene Basislage 9 hindurch in die zweite Grobvlieslage 11 reichen, und Grobfasern 14'''' der zweiten Grobvlieslage 11 werden in der ersten Grobvlieslage 10 eingebettet, indem sie durch die gewobene Basislage 9 hindurch in die erste Grobvlieslage 10 reichen.
  • Zur weiteren Verbesserung der inneren Stabilität der Grobvlieslage 10 werden einige der Grobfasern 14 in der Grobvlieslage 10 durch Klebemittel verfestigt, die durch niedrigschmelzende Umhüllungen bereitgestellt werden, die die Grobfasern 14 umgeben und während der Filzherstellung bei Thermofixiertemperatur schmelzen.
  • Zur weiteren Verbesserung der inneren Stabilität der Grobvlieslage 11 werden einige der Grobfasern 14 in der Grobvlieslage 11 durch Klebemittel verfestigt, die über niedrigschmelzende Umhüllungen bereitgestellt werden, die die Grobfasern 14 umgeben und während der Filzherstellung bei Thermofixiertemperatur schmelzen.
  • Zur weiteren Verbesserung der Befestigung der jeweiligen Grobvlieslage 10, 11 an der gewobenen Basislage 9 werden ferner mindestens einige, vorzugsweise alle in der gewobenen Basislage 9 eingebetteten Grobfasern 14' bis 14'''' durch die Klebemittel mit der Basislage 9 verbunden. Wie zuvor, werden die Klebemittel durch niedrigschmelzende Umhüllungen der Grobfasern 14 bereitgestellt, die während der Filzherstellung bei Thermofixiertemperatur schmelzen.
  • Der prozentuale Gewichtsanteil des Klebemittels an der Grobvlieslage 10, 11 liegt zwischen 5% und 40%, z. B. 10%, der Grobvlieslage 10, 11.

Claims (20)

  1. Pressfilz enthaltend: eine Stützstruktur mit einer Oberseite und einer Unterseite und funktionale Vlieslagen, wobei mindestens eine dieser funktionalen Vlieslagen mit der Oberseite und mindestens eine funktionale Vlieslage mit der Unterseite dieser Stützstruktur vernadelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Stützstruktur eine Basislage und zwei Grobvlieslagen enthält, wobei diese Grobvlieslagen vorrangig Grobfasern von wenigstens 67 dtex enthalten, die beiden Grobvlieslagen an gegenüberliegenden Seiten dieser Basislage so angeordnet sind, dass sie die Oberseite und die Unterseite der Stützstruktur bilden, und jeweils Grobfasern beider Grobvlieslagen in dieser Basislage eingebettet sind.
  2. Pressfilz nach Anspruch 1, wobei Grobfasern einer ersten dieser beiden Grobvlieslagen in einer zweiten dieser beiden Grobvlieslagen eingebettet sind und umgekehrt, indem sie sich jeweils durch die Basislage erstrecken.
  3. Pressfilz nach Anspruch 1 bzw. 2, wobei die Basislage mindestens eine textile Lage oder nichttextile Lage enthält.
  4. Pressfilz nach Anspruch 3, wobei die textile Lage mindestens eine gewobene Grundstruktur, eine gefügte Grundstruktur, eine Anordnung von längs (MD) und/oder quer (CD) ausgerichteten Garnen bzw. eine Kombination von diesen enthält.
  5. Pressfilz nach Anspruch 3 bzw. 4, wobei die textile Lage aus Monofilament-Garnen hergestellt wird.
  6. Pressfilz nach Anspruch 3, wobei die nichttextile Lage mindestens eine Membran, ein Laminat enthält.
  7. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Feinheit der Grobfasern der Grobvlieslagen zwischen 67 und 300 dtex liegen kann.
  8. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei alle Grobfasern in einer Grobvlieslage die gleiche Feinheit haben.
  9. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei mindestens einige der Grobfasern von mindestens einer der Grobvlieslagen durch Klebemittel miteinander verklebt werden.
  10. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei mindestens eine der Grobvlieslagen durch Klebemittel weiter mit der Basislage verklebt wird.
  11. Pressfilz nach Anspruch 9 bzw. 10, wobei der prozentuale Gewichtsanteil des Klebemittels an der Grobvlieslage zwischen 5% und 40% dieser Grobvlieslage beträgt.
  12. Pressfilz nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei die Klebemittel asern enthalten, die bei Thermofixiertemperatur schmelzen.
  13. Pressfilz nach Anspruch 12, wobei die Klebemittel Zweikomponentenfasern enthalten und eine Komponente bei Thermofixiertemperatur schmilzt.
  14. Pressfilz nach Anspruch 12 bzw. 13, wobei die Klebemittel eine Umhüllung der Grobfasern enthalten und die Umhüllung bei Thermofixiertemperatur schmilzt.
  15. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Fasern der funktionalen Vlieslagen feiner sind als die Fasern der Grobvlieslagen.
  16. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei der Filz zwei oder mehrere funktionale obere Vlieslagen enthält, die mit der Oberseite der Stützstruktur vernadelt sind, wobei die äußere der funktionalen oberen Vlieslagen die Papieraufnahmeseite dieses Pressfilzes bildet.
  17. Pressfilz nach Anspruch 16, wobei die Fasern dieser äußeren funktionalen oberen Vlieslage feiner sind als die Fasern dieser anderen funktionalen oberen Vlieslagen.
  18. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei der Filz mindestens eine funktionale untere Vlieslage enthält, die mit der Unterseite der Stützstruktur vernadelt ist.
  19. Pressfilz nach Anspruch 18, wobei die Gesamtdicke aller funktionalen unteren Vlieslagen geringer ist als die Gesamtdicke aller funktionalen oberen Vlieslagen.
  20. Pressfilz nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei der Pressfilz ein Nahtfilz ist.
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