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DE102007025833B4 - Modul-Träger-System mit Antrieb - Google Patents

Modul-Träger-System mit Antrieb Download PDF

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Abstract

Modulträger (1) für Transportarbeiten, Kran-/Hebetechnik und Materialanreichung, insbesondere im Bereich der Friedhofstechnik, bestehend aus einer Stahlrahmenkonstruktion (2) mit vier Stützbeinen (4) mit Rädern (7), Motor zum Antrieb eines Hydraulikaggregats (9), Ölmotor mit Mengenverteiler, Hydraulikzylindern, Multifunktionssteuerung (10) und vorkonfektionierten Aufnahmepunkten für modular montierbare Auf- und Anbaugeräte, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulträger (1) über eine Vorrichtung zum Materialtransport und der Materialanreichung (11) verfügt, die mit einer Nivellieranlage (15) kombiniert ist, zur horizontalen Ausrichtung des antransportierten Baumaterials, das über eine Schubplatte (12) angereicht wird, wobei der Modulträger (1) über einen Allradantrieb mit Allradlenkung verfügt, der über die hydraulisch in der Höhe verstellbaren Stützbeine (4) und den hieran angeordneten Rädern (7) erfolgt, mit einer in der Länge und der Breite hydraulisch veränderbaren Stahlrahmenkonstruktion (2), um so den Einsatz des Modulträgers (1) in Einsatzbereichen mit unterschiedlichen Durchlassbreiten, unterschiedlichen Geländebedeckungen, sowohl künstlicher als auch natürlicher Art, und bei Hanglagen zu gewährleisten.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen so genannten Modulträger mit Eigenantrieb, der sich durch universelle Einsetzbarkeit, Wendigkeit, kompakte Außenmaße, veränderbare Rahmenlänge/-breite, Spuränderung durch Verstellen der Räder auszeichnet und als rationelle Arbeitshilfe z. B. für die Bereiche Transport, Kran- und Hebetechnik und Materialanreichung Verwendung findet.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein modular, entsprechend den Kundenwünschen erweiterbares Trägerfahrzeug mit Allradantrieb, das unterschiedliche Auf- und Anbauoptionen ermöglicht und für Arbeiten in der Garten- und Landschaftspflege, der Kommunalwirtschaft, der Industrie und insbesondere im Bereich der Friedhofstechnik eingesetzt werden kann, dabei ein einfaches Manövrieren zwischen Grabanlagen erlaubt und über eine selbständig arbeitende Nivelliereinrichtung zum Ausrichten der antransportierten und aufzustellenden Grabsteine, Grabumrandungen und Grabplatten verfügt.
  • Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Anmeldungen bekannt, die Erfindungen beschreiben, die im Bereich der Friedhofstechnik eingesetzt werden können und Merkmale der eingereichten Anmeldung aufweisen.
  • Unter der DE 199 36 932 wird ein Dreirad-Grabbagger in Portalbauweise beschrieben, der aus engen Friedhofswegen rechtwinklig in die hieran anschließenden Grabfelder einfahren kann, auch bei einer unterschiedlichen Anordnung der Grabfelder und bei unterschiedlicher Grabsteinhöhe. Hierzu sind die drei Ränder in Portalbauweise ausgeführt, lenkbar, angetrieben und um 90° drehbar, mit einer Höhen verstellbaren Radaufhängung, die auch die Standsicherheit des Baggers in Hanglagen in Verbindung mit einer hydraulischen Stützeinrichtung gewährleistet.
  • Weiter beschreibt die DE 196 03 824 ein Fahrzeug zum Überfahren eines parzellenähnlich aufgeteilten Terrains, Ausbaggern von Erdlöchern und Überwinden von Hindernissen, ausgelegt als Friedhofsbagger, der aus einem portalartigen, mittels angetriebenen, lenkbaren Rädern verfahrbaren Rahmen besteht, der mit einer Aushubeinrichtung versehen ist und eine komplexe Fahr- und Arbeitstechnologie beherrscht.
  • Weiterhin wird mit der DE 196 13 853 ein Fahrzeug zum Transportieren und Setzen von Grabsteinen vorgestellt, das aus einem Gestell auf Rädern besteht, mit einer hieran angeordneten Halte- und Hubvorrichtung für Grabsteine.
  • Aus der DE 36 19 637 ist ein zweiachsiges Fahrzeug mit Antriebsmotor bekannt, das als Friedhofsbagger eingesetzt wird und über eine Einrichtung zum Niveauausgleich verfügt, die es ermöglicht, die Neigung der Fahrzeugkarosserie in einem Zusammenwirken von Achsen und Rahmen bei Bodenunebenheiten auszugleichen.
  • Die DE 89 06 788 offenbart eine Stützeinrichtung für Kippgefährdete Fahrzeuge, insbesondere Kompaktbagger, bestehend aus ringsum verteilten Stützarmen, die das Fahrzeug in einer sicheren Arbeitsstellung positionieren, und einer Kippsicherungseinrichtung, die das Umkippen des Fahrzeugs bei Fehlbedienungen verhindert.
  • Schließlich offenbart die US 4 029 165 eine schwere Fertigungsmaschine, die zum Einsatz im Straßenbau/Wegebau bestimmt ist und dort vornehmlich Erdarbeiten ausführen soll dergestalt, dass sie Baustoffe verarbeitet und dabei z. B. ein Betonbett nivelliert und verdichtet. Sie besteht aus einer in der Breite veränderbaren Rahmenkonstruktion, die auf mehreren, in der Höhe aus- oder einfahrbaren Stützbeinen steht, die mit einem Kettenfahrwerk verbunden sind.
  • Die Vorstellung dieser Erfindungen zeigt die Bemühungen Techniken zu entwickeln, die es insbesondere ermöglichen sollen, die komplexen Arbeiten im Bereich der Friedhofstechnik unter der Zuhilfenahme von maschinellen Arbeitshilfen zu bewerkstelligen. Hierbei gilt es insbesondere zu beachten, dass Fahrzeuge nur eine geringe Breite aufweisen dürfen, vor Ort mit Geländeunebenheiten, Geländebedeckungen und Geländeneigungen zu rechnen ist, Material über weite Strecken zu transportieren ist und zudem Arbeitsmittel für die Kran-/Hebetechnik und Materialanreichung zur Verfügung gestellt werden.
  • Die hier dargestellten Erfindungen bieten für sich genommen praktikable Einzellösungen für Teilbereiche des Aufgabenkomplexes, jedoch wurde bislang kein Lösungskonzept zur Bewältigung eines größeren Aufgabenspektrums vorgestellt.
  • Ausgehend von der US 4 029 165 ist es daher Aufgabe der Erfindung, aus dem Stand der Technik einen angetriebenen Modulträger in Leichtbauweise derart zu entwickeln, dass dem Anwender ein Fahrzeug für den Bereich der Friedhofstechnik zur Verfügung gestellt wird, das kompakte Ausmaße besitzt, einen in der Länge und Breite veränderbaren Rahmen aufweist, über Allradantrieb und Allrad-Lenktechnik verfügt, modular auf- und anbaubare Arbeitshilfen z. B. für die Bereiche Transport, Kran-/Hebetechnik und Materialanreichung besitzt, wobei die Arbeitshilfe „Materialanreichung” mit einer Nivelliereinrichtung zur horizontalen Ausrichtung von Baumaterial wie z. B. Grabplatten, Grabsteinen, Grabumrandungen kombiniert ist, die zur Unterstützung bei Arbeiten zum Anlegen von Grabanlagen erforderlich ist.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen angetriebenen Modulträger mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Modulträger weist eine in sich verschiebbare Rahmenkonstruktion auf, mit vier, jeweils an in der Höhe verstellbaren Stützbeinen angeordneten Antriebsrädern. Die Arbeitsfläche des Modulträgers nimmt den Antriebsmotor und die Steuer- und Bedieneinheiten auf sowie vorkonfektionierte Anschlusspunkte für die Aufnahme der möglichen Auf- und Anbaugeräte. An der Rahmenkonstruktion sind weiterhin Stützelemente angeordnet, die bei Bedarf zur Erhöhung der Standsicherheit des Fahrzeugs dienen. An der Unterseite der Rahmenkonstruktion befindet sich eine Vorrichtung, die für Transportaufgaben und zur Unterstützung beim Errichten von Grabanlagen konzipiert ist und eine selbständig arbeitende Nivellieranlage aufweist.
  • Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein universeller, mobiler Modulträger für Arbeiten insbesondere im Bereich der Friedhofstechnik geschaffen wird, der auf schmalen Wegen, zwischen Hindernissen, bei Geländebedeckungen und -aufbauten und auch in Hanglagen eingesetzt werden kann, dabei Hilfsmittel für Kran- und Hebearbeiten zur Verfügung stellt, Transportaufgaben wahrnimmt und insbesondere eine Vorrichtung zur Erleichterung der Arbeiten bei der Anlage von Grabanlagen aufweist.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 und folgende angegeben. Danach besteht der Modulträger aus einer Stahlrahmenkonstruktion, die an definierten Punkten an den Längs- und Querseiten Trennpunkte aufweist, die es ermöglichen, die Rahmenelemente über ein Gleitschienensystem hydraulisch zu verschieben, um so die Breite und Länge des Modulträgers an spezifische Einsatzumgebungen anpassen zu können.
  • An der Stahlrahmenkonstruktion sind vier Stützbeine aus mehrteiligen, in sich verschiebbaren Rund- oder Vierkantrohren angebracht, die u. a. zur Aufnahme von Antriebskomponenten, den Lenkmotoren und den Rädern genutzt werden. Die einzelnen Elemente der in sich verschiebbaren Rohre der Stützbeine stehen über Hydraulikzylinder in einem Wirkzusammenhang und dienen so der Höhenverstellung der Stützbeine und damit auch der Höhenverstellung des Fahrwerks. Die Räder selbst werden über eine hydraulische Steuerung einzeln angetrieben und können über eine Allradlenkung direkt angesteuert werden, so dass Lenk- und Wendemanöver auf engstem Raum ermöglicht werden und der Modulträger sowohl in Längs- als auch Querrichtung verfahren werden kann.
  • Die Arbeitsfläche des Modulträgers nimmt einen Motor auf zum Antrieb eines Hydraulikaggregats, das die gesamte hydraulische Anlage des Systems versorgt. Hierüber wird auch der hydraulische Antrieb versorgt, der permanent alle Räder antreibt und über einen Ölmotor mit Mengenverteiler je Rad erfolgt. Die Arbeitsfläche des Modulträgers ist so konzipiert, dass Anschlusspunkte für die Anbaugeräte bereits vorbereitet sind und so den Anbau eines Ladekrans, eines Baggerarms oder eines Containerabsetzgerätes ermöglichen. Zur Erhöhung der Standsicherheit des Modulträgers sind an der Rahmenkonstruktion Stützen angeordnet, die je nach Betriebsart und Notwendigkeit abgeklappt und ausgefahren werden können. Die komplette Steuerung des Systems erfolgt dabei über eine Multifunktionssteuerung, die vom Modulträger direkt zu bedienen ist oder aber auch über eine Funkfernsteuerung abgesetzt von dem Fahrzeug aus betrieben werden kann.
  • Erfindungsgemäß weist die Unterseite des Modulträgers, innerhalb der Rahmenkonstruktion, eine Vorrichtung auf, die als Arbeitshilfe beim Anlegen von Grabanlagen genutzt wird und aus einer hydraulisch verschiebbaren Aufnahmekonstruktion besteht, die frei verschoben werden kann, mit einem hieran angeordnetem Drehmotor oder Schwenkwerk, worüber ermöglicht wird, horizontale Drehbewegungen in einem 360°-Schwenk auszuführen. Diese Dreheinrichtung treibt eine Trage-/Hebeeinrichtung mit Nivelliereinrichtung an, die z. B. zum Transport von Grabplatten, Grabsteinen oder Grabeinfassungen dient und das Material zum Aufbau einer Grabanlage dem Anwender über die Nivelliereinrichtung bereits horizontal ausgerichtet anreicht.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben, wobei es sich versteht, dass die vorstehend beschriebene Erfindung und die folgenden Ausführungsbeispiele nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder als eigenständiges Ausführungsobjekt verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorgestellten Erfindung zu verlassen.
  • Es zeigen:
  • 1 schematische Darstellung des Basismoduls des Modulträgers in einer seitlichen Ansicht
  • 2 schematische Darstellung des Modulträgers, seitlich, mit Ladekran
  • 3 schematische Darstellung des Modulträgers, seitlich, mit Containerabsetzvorrichtung
  • 4 schematische Darstellung des Modulträgers, von vorn, mit Ladekran und Steuereinrichtung
  • 5 schematische Darstellung des Modulträgers nach 4, mit ausgefahrenem Rahmen
  • 6 schematische Darstellung des Modulträgers, von vorn, mit modifizierter Radaufhängung Es folgt die Erläuterung der Erfindung anhand der Zeichnungen nach Aufbau und ggf. auch nach Wirkungsweise der dargestellten Erfindung.
  • 1 zeigt die schematische, seitliche Darstellung eines Modulträgers 1 bestehend aus der Stahlrahmenkonstruktion 2 mit Stützbeinen 4, Hydraulikstützen 8, Motor mit Hydraulikaggregat 9, der Multifunktionssteuerung 10 und der Tragevorrichtung 11.
  • Bei der vorgestellten Ausführungsvariante handelt es sich um einen angetriebenen Modulträger 1 in der Basisausführung, der aus einer rechteckigen Stahlrahmenkonstruktion 2 besteht, mit einer Schnittstelle 3 an den Längsseiten, die es ermöglicht, den Stahlrahmen 2 über ein Gleitschienensystem in der Längsrichtung zu verschieben und dadurch die Fahrzeuglänge des Modulträgers 1 zu verändern.
  • Der Antrieb des Modulträgers 1 erfolgt über ein Hydrauliksystem, das von einem Hydraulikaggregat mit Motorantrieb 9 versorgt wird; als Antriebsquelle eigen sich hierbei z. B. Gas-, Diesel-, Benzin-, oder Elektromotoren. Der Antrieb ist als Allradantrieb ausgelegt und es wird jedes Rad 7 permanent angetrieben über einen Ölkreislauf mit Mengenteiler pro Rad. Die Steuerung der Lenk- und Fahrfunktionen erfolgt über eine Multifunktionssteuerung 10, die unmittelbar am Fahrzeug bedient werden kann oder abgesetzt hiervon, über eine Fernsteuerung.
  • Die angetriebenen Räder 7 sind in einer drehbaren Radaufhängung 6, die eine horizontale Drehbewegung um zumindest 360° ermöglicht und die an den Stützbeinen 4 befestigt wird, integriert. Diese Konstruktion ermöglicht dem Modulträger 1 Lenkbewegungen und Richtungsänderungen auf eng bemessenen Raum in Längs- und Querrichtung. Die Stützbeine 4, die aus in sich verschiebbaren Rund- oder Vierkantrohren aufgebaut sind, können in der Höhe über einen Hydraulikzylinder 5 verstellt werden und ermöglichen somit eine Höhenverstellung des gesamten Fahrwerks oder bedarfsweise eine Verstellung einzelner Stützbeine 4 zum Neigungsausgleich des Fahrzeugs bei Hanglagen.
  • Die Tragevorrichtung 11, die als Basismodul für den Modulträger 1 konzipiert ist, umfasst eine im Rahmen 2 integrierte Schubplatte 12, die eine seitliche Verschiebung der Vorrichtung ermöglicht, um so die Materialanreichung zu vereinfachen. An der Schubplatte 12 befindet sich die Aufnahme 13 mit Höhenverstelleinrichtung für einen Drehmotor 14, der Lasten wie z. B. Grabplatten, die mittels der Tragplatte 16, die über Adhäsionsflächen 17 ähnlich groß dimensionierter Saugnäpfe zur Materialanhebung verfügt, antransportiert werden, horizontal um 360° verschwenken kann, um sie so passgenau vor Ort ausrichten zu können. Die automatische Nivelliereinrichtung 15 sorgt dabei für eine waagerechte Ausrichtung des Transportgutes, wodurch insgesamt mittels des Zusammenwirkens der Bau- und Funktionsteile Schubplatte 12, Drehmotor 14 und Nivelliereinrichtung 15 der Aufbau einer Grabanlage vereinfacht und beschleunigt wird.
  • Zur Erhöhung der Standsicherheit des Modulträgers 1 sind an der Rahmenkonstruktion 2 in der Höhe verstellbare Hydraulikstützen 8 angeordnet, die bei Bedarf abgeklappt und ausgefahren werden können.
  • 2 zeigt die schematische, seitliche Darstellung eines Modulträgers 1 bestehend aus der Stahlrahmenkonstruktion 2 mit Stützbeinen 4, Hydraulikstützen 8, Motor mit Hydraulikaggregat 9, der Multifunktionssteuerung 10, der Tragevorrichtung 11 und einem Lastkran 18.
  • In Anlehnung an 1 wird eine Ausführungsvariante des Modulträgers 1 vorgestellt, der um das Modul Ladekran 18 erweitert ist, der z. B. zum Be- und Entladen von Material oder auch zum Versetzen von Grabsteinen genutzt werden kann. Beim Einsatz des Ladekrans 18 ist es erforderlich, die Hydraulikstützen 8 abzuklappen und auszurichten, um die Standsicherheit des Fahrzeugs zu gewährleisten. Die Bedienung des Fahrzeugs erfolgt in dieser Darstellung über die Multifunktionssteuerung 10 unmittelbar vom Fahrzeug aus, wobei es sich versteht, dass die Steuerfunktionen auch abgesetzt vom Fahrzeug über z. B. eine Fernsteuerung per Funk erfolgen können.
  • 3 zeigt schematisch einen Modulträger 1 in seitlicher Darstellung bestehend aus der Stahlrahmenkonstruktion 2 mit Stützbeinen 4, Hydraulikstützen 8, Motor mit Hydraulikaggregat 9, der Multifunktionssteuerung 10, der Tragevorrichtung 11 und einer Container-Absetzeinrichtung.
  • Diese Ausführungsvariante zeigt in Anlehnung an 1 den Modulträger 1 mit einer Container-Absetzeinrichtung 19, die es ermöglicht, kleine Container 20 aufzunehmen, die z. B. zum Transport von Aushubmaterialien, Schüttgütern oder Werkzeugen genutzt werden können. Die Vorrichtung besteht aus dem um einen Drehpunkt verschwenkbaren Schwenkarm 21 und dem Hydraulikzylinder 22, wobei eine entsprechende Geräteanordnung an der gegenüber liegenden Fahrzeugseite die Container-Absetzeinrichtung 19 komplettiert. Die Stellung des Schwenkarms 21 wird dabei durch die Ausfahrweite des Kolbens des Hydraulikzylinders 22 bestimmt, so dass der gesamte Hebe- oder Absetzvorgang des Containers 20, der über eine Haltevorrichtung zwischen den Schwenkarmen 21 positioniert wird, über die hydraulische Anlage erfolgt. Die Haltevorrichtung für den Container 20 besteht in einer einfachen Variante aus den Festpunkten 20a und 20b die an der Außenseite des Containers angeordnet sind und zwischen denen eine Stahltrosse 20c verläuft. Zur Aufnahme eines auf dem Boden stehenden Containers 20 wird der Schwenkarm 21 mittels des Hydraulikzylinders 22 heckseitig ausgefahren, die Stahltrosse 20c um die Rollachse 21a geführt und anschließend der Schwenkarm 21 wieder eingeschwenkt. Bei diesem Schwenkvorgang wird zunächst die Stahltrosse 20c gestrafft, dann der Container 20 angehoben und schließlich Richtung Heck des Modulträgers 1 geführt, wo er dann abgesetzt wird.
  • 4 zeigt schematisch in einer Frontdarstellung die Schmalseite eines Modulträgers 1 bestehend aus der Stahlrahmenkonstruktion 2 mit Stützbeinen 4, Hydraulikstützen 8, der Multifunktionssteuerung 10, der Tragevorrichtung 11 und einem Ladekran 18.
  • Dieses Ausführungsbeispiel zeigt den Modulträger 1 in der Version mit Ladekran 18. Die rechteckige Stahlrahmenkonstruktion 2 kann auch Front- und Heckseitig über eine Trennstelle 23 mittels eines Gleitschienensystems in der Breite verstellt werden, um so die Fahrzeugbreite des Modulträgers an die Gegebenheiten vor Ort besser anpassen zu können. Die Tragevorrichtung 11 zeigt eine Grabplatte 30 die zur weiteren Verwendung ab- oder antransportiert und von den Adhäsionsflächen 17 der Tragplatte 16 gehalten wird.
  • 5 zeigt in einer schematischen Darstellung die Frontansicht eines Modulträgers 1 bestehend aus der Stahlrahmenkonstruktion 2 mit Trennstelle 23, Stützbeinen 4, Hydraulikstützen 8, der Multifunktionssteuerung 10, der Tragevorrichtung 11 und einem Ladekran 18 in erweiterter Fahrzeugbreite.
  • In Anlehnung an 4 wird schematisch die vergrößerte Fahrzeugbreite des Modulträgers 1 um die Schnittstelle 23 dargestellt. Dabei wird die Stahlrahmenkonstruktion 2 des Modulträgers 1 über ein Gleitschienensystem hydraulisch auseinander gefahren und führt so zu einer Vergrößerung der Fahrzeugbreite. Diese Maßnahme kann z. B. erforderlich werden, um das Fahrzeug über einer Aushubstelle oder einer Grabanlage besser positionieren zu können.
  • 6 zeigt in einer schematischen Darstellung die Frontansicht eines Modulträgers 1 bestehend aus der Stahlrahmenkonstruktion 2 mit Trennstelle 23, Stützbeinen 4, Hydraulikstützen 8, der Multifunktionssteuerung 10, der Tragevorrichtung 11 und einer modifizierten Radaufhängung 31.
  • Dargestellt wird eine Radaufhängung 31 bei der die Räder 7 um 360° verschwenkt werden können. Durch das Verschwenken der Räder kann dabei sowohl eine Änderung der Fahrtrichtung herbeigeführt als auch die Spurbreite des Fahrzeugs verbreitert oder verschmälert werden, um so das Fahrzeug z. B. beim Einsatz auf einem Friedhofsgelände einfacher zwischen schmalen Grabreihen manövrieren zu können.
  • 1
    Modulträger
    2
    Stahlrahmenkonstruktion
    3
    Schnittstelle Längsseite
    4
    Stützbein
    5
    Hydraulikzylinder
    6
    Radaufhängung
    7
    Rad
    8
    Hydraulikstütze
    9
    Motor mit Hydraulikaggregat
    10
    Multifunktionssteuerung
    11
    Tragevorrichtung
    12
    Schubplatte
    13
    Aufnahme Drehmotor
    14
    Drehmotor
    15
    Nivelliereinrichtung
    16
    Tragplatte
    17
    Adhäsionsfläche
    18
    Ladekran
    19
    Container-Absetzeinrichtung
    20
    Container
    20.a
    Festpunkt
    20.b
    Festpunkt
    20c
    Stahltrosse
    21
    Schwenkarm
    21.a
    Rollachse
    22
    Hydraulikzylinder
    23
    Trennstelle Querseite
    30
    Grabplatte
    31
    Modifizierte Radaufhängung
    32
    Veränderte Spurbreite

Claims (12)

  1. Modulträger (1) für Transportarbeiten, Kran-/Hebetechnik und Materialanreichung, insbesondere im Bereich der Friedhofstechnik, bestehend aus einer Stahlrahmenkonstruktion (2) mit vier Stützbeinen (4) mit Rädern (7), Motor zum Antrieb eines Hydraulikaggregats (9), Ölmotor mit Mengenverteiler, Hydraulikzylindern, Multifunktionssteuerung (10) und vorkonfektionierten Aufnahmepunkten für modular montierbare Auf- und Anbaugeräte, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulträger (1) über eine Vorrichtung zum Materialtransport und der Materialanreichung (11) verfügt, die mit einer Nivellieranlage (15) kombiniert ist, zur horizontalen Ausrichtung des antransportierten Baumaterials, das über eine Schubplatte (12) angereicht wird, wobei der Modulträger (1) über einen Allradantrieb mit Allradlenkung verfügt, der über die hydraulisch in der Höhe verstellbaren Stützbeine (4) und den hieran angeordneten Rädern (7) erfolgt, mit einer in der Länge und der Breite hydraulisch veränderbaren Stahlrahmenkonstruktion (2), um so den Einsatz des Modulträgers (1) in Einsatzbereichen mit unterschiedlichen Durchlassbreiten, unterschiedlichen Geländebedeckungen, sowohl künstlicher als auch natürlicher Art, und bei Hanglagen zu gewährleisten.
  2. Modulträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rad (7) über einen Ölmotor mit Mengenverteiler permanent angetrieben wird.
  3. Modulträger (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rad um 360° verschwenkbar ist.
  4. Modulträger (1) nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulträger (1) Richtungsänderungen in Längs- als auch in Querrichtung auf kleinstem Raum ausführt.
  5. Modulträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Stahlrahmenkonstruktion (2) eine Tragevorrichtung (11) zur Materialanreichung angeordnet ist, bestehend aus einer verschiebbaren Schubplatte (12) mit hydraulischem Drehmotor (14), die seitlich und in der Höhe frei positionierbar ist.
  6. Modulträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rahmenkonstruktion (2) hydraulische Stützen (8) zur Unterstützung der Standsicherheit des Modulträgers (1) angeordnet sind.
  7. Modulträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulträger (1) über eine modular anbaubare Kranvorrichtung (18) verfügt.
  8. Modulträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulträger über eine modular anbaubare Baggervorrichtung verfügt.
  9. Modulträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulträger über eine modular anbaubare Containerabsetzvorrichtung (19) verfügt.
  10. Modulträger (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulträger (1) über eine Multifunktionssteuerung (10) für den Fahr- und Lenkbetrieb verfügt.
  11. Modulträger (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Modulträgers unmittelbar vom Modulträger aus erfolgt.
  12. Modulträger (1) nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Modulträgers (1) abgesetzt vom Modulträger (1) von einer Fernbedienung aus erfolgt.
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