[go: up one dir, main page]

DE102007012506A1 - Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät - Google Patents

Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät Download PDF

Info

Publication number
DE102007012506A1
DE102007012506A1 DE200710012506 DE102007012506A DE102007012506A1 DE 102007012506 A1 DE102007012506 A1 DE 102007012506A1 DE 200710012506 DE200710012506 DE 200710012506 DE 102007012506 A DE102007012506 A DE 102007012506A DE 102007012506 A1 DE102007012506 A1 DE 102007012506A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mass flow
air mass
air
ami
intake manifold
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE200710012506
Other languages
English (en)
Other versions
DE102007012506B4 (de
Inventor
Johannes Beer
Rainer Hannbeck Von Hanwehr
Markus Teiner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vitesco Technologies GmbH
Original Assignee
Continental Automotive GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Automotive GmbH filed Critical Continental Automotive GmbH
Priority to DE200710012506 priority Critical patent/DE102007012506B4/de
Priority to PCT/EP2008/051710 priority patent/WO2008110422A1/de
Publication of DE102007012506A1 publication Critical patent/DE102007012506A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102007012506B4 publication Critical patent/DE102007012506B4/de
Expired - Fee Related legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/02Circuit arrangements for generating control signals
    • F02D41/18Circuit arrangements for generating control signals by measuring intake air flow
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D2200/00Input parameters for engine control
    • F02D2200/02Input parameters for engine control the parameters being related to the engine
    • F02D2200/04Engine intake system parameters
    • F02D2200/0402Engine intake system parameters the parameter being determined by using a model of the engine intake or its components
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D2200/00Input parameters for engine control
    • F02D2200/02Input parameters for engine control the parameters being related to the engine
    • F02D2200/04Engine intake system parameters
    • F02D2200/0404Throttle position
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/24Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents characterised by the use of digital means
    • F02D41/2406Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents characterised by the use of digital means using essentially read only memories
    • F02D41/2425Particular ways of programming the data
    • F02D41/2429Methods of calibrating or learning
    • F02D41/2451Methods of calibrating or learning characterised by what is learned or calibrated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combined Controls Of Internal Combustion Engines (AREA)
  • Electrical Control Of Air Or Fuel Supplied To Internal-Combustion Engine (AREA)

Abstract

Zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr (IM) eines Verbrennungsmotors (COE) wird in einem Steuergerät (ECU) über ein Luftmassenstrommodell (MO) ein Modellluftmassenstrom (AMF) durch die Drosselvorrichtung (TH) des Saugrohrs modelliert, der Luftmassenstrom (AMI) von in den Luftansaugtrakt (IS) einströmender Frischluft mittels eines Sensors (AMS) an einer Messposition mit Abstand (DI) vor der Drosselvorrichtung (TH) gemessen, der dort im Luftansaugtrakt (IS) vor dem Saugrohr (IM) gemessene Luftmassenstrom (AMI) über ein Zwischenmodell (ZM) in einen fiktiv am Ort der Drosselvorrichtung (TH) gemessenen Luftmassenstrom (AMI*) transformiert und dieser umgerechnete Luftmassenstrom (AMI*) mit dem Modellluftmassenstrom (AMF) durch die Drosselvorrichtung (TH) verglichen.

Description

  • Eine zentrale Kenngröße zum verbrauchs- und vor allem emissi onsoptimalen Betreiben eines Verbrennungsmotors, insbesondere Ottomotors, stellt der Luftmassenstrom in dessen Saugrohr dar. Hieraus ergeben sich hohe Anforderungen an die Genauigkeit bezüglich der Berechnung bzw. Erfassungdieses Luftmassenstroms. In der Praxis wird der aktuell im Saugrohr fließende Luftmassenstrom in der Motorsteuerung des jeweiligen Verbrennungsmotors mittels eines Luftmassenstrommodells errechnet und der derart ermittelte Modellluftmassenstrom über entsprechende Sensorik in oder am Saugrohr – wie z. B. mit Hilfe eines Heißfilmluftmassenmessers oder Saugrohrdrucksensors – mit der Realität, das heißt insbesondere mit einem durch Messung im Luftansaugtrakt stromaufwärts vor dem Saugrohr in einer vorgegebenen Entfernung bzw. Distanz zu dessen Drosselvorrichtung, insbesondere Drosselklappe, erfassten Luftmassenwert oder einem damit korrespondierenden Luftansaugtrakt-Parameter abgeglichen. Das in der Motorsteuerung des jeweiligen Verbrennungsmotors hinterlegte Luftmassenstrommodell berechnet üblicherweise den Luftmassenstrom durch die Drosselvorrichtung, insbesondere Drosselklappe, des Luftansaugtrakts. Speziell bei aufgeladenen Motoren hat der Luftansaugtrakt zwischen Luftmassenmesser und Drosselklappe ein relativ großes Volumen. Im stationären Fall, d. h. bei weitgehend eingeschwungenem, insbesondere im Wesentlichen konstantem Frischluftmassenstrom-Verhältnissen im Luftansaugtrakt – wie zum Beispiel bei konstanter Motordrehzahl oder konstanter Motorlast – ist der Massenstrom am Luftmassensensor mit dem Massenstrom durch die Drosselklappe im Wesentlichen identisch. In diesem Fall kann das Luftmassenstrommodell der Drosselklappe direkt mit dem gemessenen Massenstrom des Luftmassenmessers abgeglichen werden. Demgegenüber zeigt sich im dynamischen Fall, wenn zum Beispiel die Laderdrehzahl eines etwaig im Luftansaugtrakt vor der Drosselklappe vorhandenen Turboladers erhöht wird, d. h. wenn sich Änderungen des Frischluftmassenstroms im Luftansaugtrakt vor der Drosselklappe ergeben, dass ein Abgleich des Luftmassenstrommodells mit Hilfe des gemessenen Luftmassenstroms des Luftmassenmessers in der Praxis mit Fehlern behaftet ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Weg aufzuzeigen, wie im dynamischen Fall ein verbesserter Abgleich des Luftmassenstrommodells ermöglicht ist. Diese Aufgabe wird durch folgendes erfindungsgemäße Verfahren gelöst:
    Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors, indem
    • – in einem Steuergerät über ein Luftmassenstrommodell ein Modellluftmassenstrom durch die Drosselvorrichtung des Saugrohrs modelliert wird,
    • – der Luftmassenstrom von in den Luftansaugtrakt einströmender Frischluft mittels eines Sensors an einer Messposition mit Abstand vor der Drosselvorrichtung gemessen wird,
    • – der dort im Luftansaugtrakt vor dem Saugrohr gemessene Luftmassenstrom über ein Zwischenmodell in einen fiktiv am Ort der Drosselvorrichtung gemessenen Luftmassenstrom transformiert wird, und
    • – dieser umgerechnete Luftmassenstrom mit dem Modeilluftmassenstrom durch die Drosselvorrichtung verglichen wird.
  • Mittels des zusätzlichen Zwischenmodells als Vorsteuerung des Regelkreises des Luftmassenstrommodells ist es speziell bei Dynamik der Frischluftmassenstrom-Verhältnisse im Luftansaugtrakt ermöglicht, den Abgleich zwischen dem Modellluftmassenstrom aus dem Luftmassenstrommodell und dem tatsächlich gemessenen Luftmassenstrom genauer und robuster zu machen. Gleichzeitig wird eine ausreichende Reaktionsfähigkeit des Gesamtsystems zum Ermitteln und präzisen Einregeln eines gewünschten Luftmassenstroms weitgehend sichergestellt.
  • Die Erfindung betrifft auch ein Steuergerät mit mindestens einer Auswerte-/Recheneinheit zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors,
    • – wobei die Auswerte-/Recheneinheit einen Regelkreis für ein Luftmassenstrommodell zur Modellierung eines Modellluftmassenstroms im Saugrohr verwendet,
    • – wobei für die Führungsgröße dieses Regelkreises eine Zwischenmodell-Vorsteuerung vorgesehen ist, die den im Eingangsbereich des Luftansaugtrakts vor dem Saugrohr gemessenen Luftmassenstrom in einen am Ort der Drosselvorrichtung des Saugrohrs fiktiv gemessenen Luftmassenstrom umrechnet,
    • – wobei am Eingang des Regelkreises eine Regelabweichungs-Ermittlungseinheit vorgesehen ist, die eine Regelabweichung aus der Differenz oder dem Verhältnis zwischen dem umgerechneten, fiktiv gemessenen Luftmassenstrom und dem Modellluftmassenstrom bildet, und
    • – wobei im Regelkreis als Regler eine Adaptionseinheit vorgesehen ist, der diese Regelabweichung als Eingangssignal zugeführt wird.
  • Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
  • Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 in schematischer Darstellung einen beispielhaften Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors, insbesondere Ottomotors, für den der Luftmassenstrom nach einer vorteilhaften Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens ermittelt und eingeregelt wird,
  • 2 in schematischer Darstellung ein vorteilhaftes Regelungssystem für ein Luftmassenstrommodell in der Auswerte-/Recheneinheit des Motorsteuergeräts des Verbrennungsmotors von 1, wobei der Regelkreis dieses Regelungssystems mit einer Vorsteuerung beaufschlagt ist, die ein Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr nach einer Ausführungsvariante des erfindungemäßen Verfahrens ermöglicht, und
  • 3 in schematischer Darstellung verschiedene Messkurven von Luftmassenströmen im Luftansaugtrakt des Verbrennungsmotors von 1 am Luftmassenmesser des Luftansaugtrakts von 1 gemessen, und zwar real an dessen Drosselklappe gemessen, ohne Zwischenmodellabgleich, und bei einer Luftmassenadaption mit Zwischenmodell gemäß dem Regelungssystem von 2.
  • Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den 1 mit 3 jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • 1 zeigt in schematischer Darstellung einen beispielhaften Luftansaugtrakt IS eines Verbrennungsmotors COE, insbesondere Ottomotors. Der Verbrennungsmotor COE ist dabei der zeichnerischen Übersichtlichkeit halber lediglich mit einem seiner Zylinder CY angedeutet. Der Luftansaugtrakt IS weist als stromabwärtsseitigen, motornahen Endabschnitt ein Saugrohr IM hinter seiner Drosselklappe TH auf. Im Rahmen der Erfindung wird also unter dem Saugrohr IM insbesondere der röhrenförmige Abschnitt des Luftansaugtrakts IS zwischen der Drosselklappe TH und dem fingerförmigen Eingangskrümmer jedes Zylinders CY verstanden. Anstelle einer Drosselklappe kann auch eine sonstige Drosselvorrichtung vorgesehen sein, mit der sich die Luftzufuhr in das Saugrohr IM in Abhängigkeit von Lastbeaufschlagung und/oder Drehzahl der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors variabel regulieren lässt. Die Drosselvor richtung kann insbesondere durch einen sogenannten Impulslader ersetzt sein. Der Verbrennungsvorgang eines in den jeweiligen Zylinder des Verbrennungsmotors eingebrachten Kraftstoff-/Luftgemisches sowie die Emissionszusammensetzung des Abgasstroms EG im Abgastrakt ES des Verbrennungsmotors COE werden dabei mittels eines Motorsteuergeräts ECU kontrolliert und eingestellt. Eine vorgebbare Kraftstoffmenge kann über das Saugrohr IM durch Kanaleinspritzung und/oder durch Direkteinspritzung dem Verbrennungsraum des jeweiligen Zylinders zugemessen bzw. zugeteilt werden. Dabei dient der im Saugrohr IM des Luftansaugtrakts IS jeweilig bereitgestellte Luftmassenstrom zur Einstellung des Verbrennungsverhaltens der in den jeweiligen Zylinder CY des Verbrennungsmotors COE eingebrachten Kraftstoffmenge sowie der Emissionszusammensetzung des Abgasstroms EG, der vom jeweiligen Zylinder in den Abgastrakt ES nach dem jeweiligen Verbrennungsvorgang ausgestoßen wird. Aus diesem Grund wird eine möglichst genaue Kenntnis des Luftmassenstroms gewünscht, der im Saugrohr IM zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Befüllung des jeweiligen Zylinders bereitgestellt wird.
  • Zur Einstellung des Luftmassenstroms im Saugrohr IM dient die Drosselklappe TH im Eingangsbereich des röhrenförmigen Saugrohrs IM. Durch Veränderung der Winkelstellung der Drosselklappe TH lässt sich für den angesaugten Frischluftstrom die Durchflussfläche im Eingangsbereich des Saugrohrs IM einstellen. Die Stellung der Drosselklappe TH wird vorzugsweise mit Hilfe eines elektrischen Aktuators AC über eine Steuerleitung L6 durch das Motorsteuergerät ECU entsprechend einer gewünschten Drehmoment- bzw. Lastanforderung reguliert. Das Motorsteuergerät ECU kann über eine in 1 nicht eingezeichnete Steuerleitung ggf. mindestens eine Zylindereinlassvorrichtung zum Befüllen des Brennraums des jeweiligen Zylinders CY mit Luft und/oder mindestens eine Zylindereinlassvorrichtung zur Zumessung von Kraftstoff in den Brennraum dieses Zylinders ansteuern. Ggf. kann dabei auch nur eine einzige Zylindereinlassvorrichtung zur Befüllung des Brennraums des jeweiligen Zylinders mit einem bereits vorgemischten Luft/Kraftstoffgemisch vorgesehen sein. In analoger Weise kann das Motorsteuergerät ECU ggf. auch eine Zylinderauslassvorrichtung zum Entleeren des Brennraums dieses Zylinders über eine Steuerleitung ansteuern.
  • Hier im Ausführungsbeispiel von 1 ist dem Saugrohr IM ein Injektor IN zur Kanaleinspritzung einer zur jeweiligen Drehmomentanforderung passenden Kraftstoffmenge zugeordnet, um eine Zylinderfüllung mit Kraftstoff vorzubereiten. Wird das Einlassventil IV des jeweiligen Zylinders CY während dessen Ansaugtakts z. B. über eine Nockenwelle geöffnet, so strömt das vorgemischte Luft-/Kraftstoffgemisch aus dem Saugrohr IM durch das geöffnete Einlassventil IV in den jeweiligen Zylinder CY des Verbrennungsmotors COE, der sich im Ansaugtakt befindet, ein. In der 1 sind diese Nockenwelle sowie zugehörige Steuerleitungen zur etwaigen Nockenwellenphasenstellung durch das Motorsteuergerät der zeichnerischen Einfachheit halber weggelassen worden. Nach der Durchführung des Verdichtungs- und Arbeitstaktes des jeweiligen Zylinders CY wird dessen Auslassventil EV im Ausstoßtakt geöffnet, so dass aus dem Brennraum des jeweiligen Zylinders CY das dort durch den Verbrennungsvorgang erzeugte Abgasgemisch in den Abgastrakt ES als Abgasstrom EG entweichen kann. Zusätzlich oder unabhängig zur Kanaleinspritzung ist es auch möglich, durch Direkteinspritzung mit einem Injektor dem Brennraum des jeweiligen Zylinders eine passende Kraftstoffmenge zuzuteilen.
  • Im Eingangsbereich des Luftansaugtraktes IS wird über ein Luftfilter AF ein Frischluftstrom angesaugt. Dabei dient die Drosselklappe TH zu dessen Drosselung bzw. Regulierung. Ggf. kann es zweckmäßig sein, stromabwärts betrachtet vor der Drosselklappe TH einen Verdichter vorzusehen. Dieser ist hier im vorliegenden Ausführungsbeispiel zusätzlich eingezeichnet und mit CH bezeichnet. Er kann insbesondere als Turbolader oder Kompressor ausgebildet sein. Mit Hilfe des Verdichters CH ist es möglich, die einströmende Frischluft zu verdichten bzw. zu komprimieren. Dabei kann es vorteilhaft sein, dem Verdichter CH im Luftansaugtrakt IS eine Ladeluftkühleinheit CAC nachzuordnen. Die Ansteuerung des Verdichters CH durch das Motorsteuergerät ECU ist in der 1 durch einen Wirkpfeil L2 sowie die Ansteuerung der Ladeluftkühleinheit CAC durch das Motorsteuergerät ECU durch einen Wirkpfeil L3 angedeutet.
  • Um den Luftmassenstrom AMF im Saugrohr IM hinter der Drosselklappe TH möglichst exakt ermitteln und einregeln zu können, wird bisher ein Luftmassenstrom-Modell MO auf Basis der sogenannten St. Venant-Gleichung verwendet. Sie beschreibt den Durchfluss eines Gases durch eine Drosselstelle einer Röhre. Dabei bildet hier die Drosselklappe TH diese Drosselstelle. Sie kann in ihrer Funktion ggf. durch mindestens ein anderes, gleichwirkendes Drosselelement ersetzt sein. Dieses Luftmassenstrom-Modell MO ist in der Auswerte-/Recheneinheit PU des Motorsteuergeräts ECU hinterlegt bzw. implementiert. Es fungiert als eine Art Regelstrecke in einem Regelungssystem CL zum Ermitteln und Einregeln eines gewünschten Luftmassenstroms im Saugrohr IM. Das Gesamtregelungssystem CL für das Luftmassenstrommodell MO ist in der 2 schematisch dargestellt. Dem Luftmassenstrommodell MO werden als Eingangsparameter IP insbesondere die Gastemperatur T3 des Frischluftstroms im Bereich der Drosselklappe TH, der Adiabatenexponent κ der einströmenden Frischluft, der Druck Pa im Saugrohr IM nach der Drosselklappe TH, und der Druck Pb im Luftansaugtrakt IS vor der Drosselklappe TH zugeführt. Zur Bestimmung des Drucks Pb im Luftansaugtrakt IS in Strömungsrichtung vor der Drosselklappe TH betrachtet ist dort vorzugsweise ein Drucksensor PSb vorgesehen, der zugehörige Druckmesssignale SPb über eine Messleitung L41 an das Motorsteuergerät ECU liefert. In entsprechender Weise ist nach der Drosselklappe TH stromabwärts betrachtet im Saugrohr IM ein Drucksensor PSa vorgesehen, der Druckmesssignale SPa über den Druck Pa nach der Drosselklappe TH über eine Messleitung L42 an das Motorsteuergerät ECU übermittelt. Die Temperatur ST3 im Bereich der Drosselklappe TH wird vorzugsweise mit Hilfe eines dort angebrachten Temperatursensors TS gemessen und dazu korres pondierende Temperaturmesssignale TS3 über eine Messleitung L5 an das Motorsteuergerät ECU zur Verarbeitung im Luftmassenmodell MO gesendet. Das Massenstrommodell MO berechnet dann nach der Gleichung von St. Venant den Modellluftmassenstrom AMF, der durch die Drosselklappe TH in das Saugrohr IM strömt, zu AMF = Ared·Pb·ψ·C1
  • Dabei ist der Parameter
    • – AMF der Modellluftmassenstrom durch die Drosselklappe TH,
    • – Ared der sogenannte reduzierte Drosselklappenquerschnitt der Drosselklappe TH als Funktion deren Drosselklappenstellung,
    • – Pb der Druck des Luftmassenstroms vor der Drosselklappe TH des Saugrohrs IM,
    • – C1 eine temperaturabhängige Konstante,
    • – Ψ eine Psi-Funktion ist,
    wobei
    für die temperaturabhängige Konstante C1 gilt:
    Figure 00080001
    wobei
    • – T3 die Temperatur des Luftmassenstrom im Bereich der Drosselklappe TH des Saugrohrs IM,
    • – Rg die allgemeine Gaskonstante der in den Luftansaugtrakt IS einströmenden Frischluft AMI, und
    • – κ der Adiabatenxponent der Luftmasse im Saugrohr IM ist.
  • Die Ψ-Funktion ist hierbei insbesondere folgendermaßen festgelegt:
    Figure 00090001
    wobei
    • – Pa der Druck des Luftmassenstroms nach der Drosselklappe (TH) des Saugrohrs (IM) ist.
  • Nähere Einzelheiten hierzu finden sich insbesondere im Kapitel 16.8.1 des Fachbuchs „Handbuch Verbrennungsmotor van Basshuysen/Schäfer, Viehweg Verlag, 3 Auflage, 2005.
  • Diese Luftmodellberechung für den Luftmassenstrom im Saugrohr wird vorzugsweise deshalb gemacht, weil eine Direktmessung des Luftmassenstroms im Saugrohr mit zur Verfügung stehenden Luftmassensensoren nur schwierig oder gar nicht möglich ist. Gängige Luftmassensensoren sind nämlich zu druckempfindlich und würden unter den hohen Druckverhältnissen im Saugrohr nicht richtig oder gar nicht funktionieren.
  • Der Modellluftmassenstrom AMF wird in der Auswerte-Recheneinheit PU des Motorsteuergeräts ECU mit dem gemessenen Luftmassenstrom AMI im Luftansaugtrakt vor der Drosselklappe TH verglichen. Dazu ist nach dem Luftfilter AF und vor dem Verdichter CH ein Luftmassensensor AMS vorgesehen, der die einströmende Frischluftmasse AMI im Eingangsbereich des Luftansaugtrakts misst und entsprechende Messsignale SAMS über eine Leitung L1 an das Motorsteuergerät ECU übergibt. Der Luftmassensensor AMS weist dabei einen Abstand DI zur Ortsposition der im Luftansaugtrakt stromabwärts positionierten, nachgeordneten Drosselklappe TH auf (siehe 1).
  • Bei Dynamik bezüglich der Luftmassenverhältnisse im Luftansaugtrakt IS, wenn z. B. die Drehzahl des Laders eines etwaig vorhandenen Turboladers – wie zum Beispiel CH – spontan erhöht wird, steigt zuerst der Luftmassenstrom AMI am Luftmassenmesser an, während sich der Massestrom durch die Drosselklappe nur wenig ändert. Ein solcher Laderdrehzahlanstieg wird beispielsweise bei einer gewünschten Fahrzeugbeschleunigung durch Durchtreten des Gaspedals ausgelöst. Dabei kommt es zu einem Überschwinger des Luftmassenstroms, der am Luftmassenmesser AMS gemessen wird, da zunächst das Volumen im röhrenförmigen Luftansaugtrakt zwischen der Messposition des Luftmassenmessers AMS und der im Abstand DI nachgeordneten Drosselklappe TH befüllt wird. Folglich wäre ein Abgleich des Luftmassenstrommodells MO mit Hilfe des durch den Luftmassenmesser AMS gemessenen Luftmassenstroms AMI im dynamischen Fall mit Fehlern behaftet. Denn es kann sich im Dynamikfall eine unzulässig hohe Abweichung zwischen dem am Ort der Drosselklappe durch deren jeweiligen Öffnungsquerschnitt tatsächlich fließenden Frischluftmassenstrom und dem am Ort des Luftmassensensors AMS gemessenen Luftmassenstrom AMI ergeben. Die 3 veranschaulicht diesen Dynamikfall bezüglich des zuströmenden Frischluftmassenstroms anhand eines schematischen Luftmassenstrom-/Zeitdiagramms. Entlang der Abszisse ist die Zeit t in Sekunden, entlang der Ordinaten die Luftmasse AM im Kg/h angegeben. Kommt es z. B. durch einen Beschleunigungsvorgang zum weiteren Öffnen der Drosselklappe TH, so wird vermehrt Frischluft durch das Luftfilter AF in den Luftansaugtrakt IS angesaugt. Dann resultiert ein Überschwinger des Luftmassenstroms, der vom Luftmassensensor AMS gemessen wird, durch den Befüllungsvorgang des Volumens des Luftansaugtrakts IS zwischen der Ortsposition des Luftmassensensors AMS und der Ortsposition der nachgeordneten Drosselklappe. Es kommt also zum steilen Anstieg des Luftmassenstroms und nachfolgendem Abklingen des gemessenen Luftmassenstrom AMI. Dieser Kurvenverlauf ist in der 3 mit KAMS bezeichnet und durch eine durchgezogene Linie dargestellt.
  • Diese Zunahme der angesaugten Frischluftmasse AMI kommt stark abgedämpft und zeitverzögert bei der Drosselklappe TH an, da ja erst das Volumen zwischen dem Luftmassenmesser AMS und der Drosselklappe TH gefüllt wird, bevor vermehrt Frischluft durch die verbliebene Öffnung zwischen der Drosselklappe TH und der Innenwandung des Saugrohrs IM hindurchfließen kann. Der reale Verlauf der durch die Drosselklappe TH tatsächlich hindurchströmenden Frischluftmasse ist in der 3 als strichpunktierte Kurve eingezeichnet und mit MR bezeichnet.
  • Würde lediglich der gemessene Luftmassenstrom AMI mit dem Modellluftmassenstrom AMF verglichen werden, indem z. B. einfach deren Differenz voneinander mit Hilfe eines Subtrahierers DIF gebildet, und diese Differenz als Regelabweichungssignal CE in den Adaptionsregler AD des Regelungssystems CL für das Luftmassenstrommodell MO eingespeist werden würde, so käme es folglich zu Fehlanpassungen an die realen Verhältnisse des sich tatsächlich einstellenden Luftmassenstroms durch die Drosselklappe TH. In der 3 ist der Kurvenverlauf für den modellierten Luftmassenstrom AMF für diesen Fall mit Hilfe der Kurve MW veranschaulicht. Sie weicht von dem tatsächlichen Verlauf MR des Luftmassenstroms durch die Drosselklappe TH ab.
  • Um nun eine Fehlerminimierung bei der Ermittlung und Einregelung des Modellluftmassenstroms AMF herbeizuführen, wird im Unterschied zum bisherigen Regelungsprinzip in vorteilhafter Weise eine Zwischenmodell-Vorsteuerung ZM für die Führungsgröße des Regelkreises CL vorgesehen, die den im Eingangsbereich des Luftansaugtrakts IS vor dem Saugrohr IM mittels des Luftmassensensors AMS gemessenen Luftmassenstrom AMI in einen fiktiven Luftmassenstrom AMI* am Ort der Drosselklappe TH des Saugrohrs IM umrechnet. Diese Zwischenmodell-Vorsteuerung ZM transformiert also den am Ort des Luftmassensensors AMS gemessenen Luftmassenstrom AMI unter Verwendung weiterer Parameter des Luftansaugtrakts IS in einen korrigierten, am Ort der Drosselklappe TH fiktiv gemessenen Luftmassenstrom AMI*. Dazu werden dem Eingang der Zwischenmodell-Vorsteuerung ZM als weitere Parameter der Druck Pb des Frischluftmassestroms vor der Drosselklappe TH, der mittels des Luftdrucksensors PSb gemessen wird, sowie die gemessene Lufttemperatur T3 im Bereich der Drosselklappe TH zugeführt. Durch eine Massenstrombilanz im Volumen zwischen dem Messort des Luftmassensensors AMS und der Ortsposition der Drosselklappe TH ist es möglich, aus der Massendifferenz AMI . – AMI .* = p .b·f(T3, Ra, κ)den fiktiv am Ort der Drosselklappe TH gemessenen Luftmassenstrom AMI .* = AMI . – p .b·f(T3, Ra, κ)zu ermitteln, ohne das am Ort der Drosselklappe und/oder im nachfolgenden Saugrohr ein Luftmassensensor vorhanden ist. In dieser Gleichung ist der Parameter
    • – AMI . derjenige Luftmassenstrom, der im Eingangsbereich des Luftansaugtrakts IS mit einem Luftmassensensor AMS gemessen wird,
    • – AMI .* der mit Hilfe des Zwischenmodells ZM umgerechnete, fiktive Luftmassenstrom durch die Drosselklappe TH,
    • – T3 die Gastemperatur des Luftmassenstroms im Bereich der Drosselklappe TH,
    • – κ der Adiabatenexponent des Luftmassenstroms durch das Saugrohr IM,
    • – Ra die allgemeine Gaskonstante des Frischluftmassenstroms durch den Luftansaugtrakt IS ist, und
    • – f eine Funktion in Abhängigkeit der Parameter T3, Ra, κ repräsentiert.
  • Auf diese Weise erzeugt die Zwischenmodell-Vorsteuerung ZM einen fiktiv am Ort der Drosselklappe TH gemessenen Luftmassenstrom AMI*, bei dem dynamische Änderungen der Luftmassenstrom-Verhältnisse im eingangsseitigen Abschnitt des Luftansaugtrakts IS besser berücksichtigt sind. Durch das Zwischenmodell ZM werden also Messinformationen über Zustandsänderun gen hinsichtlich der angesaugten Frischluftmasse am Eingang des Lufteingangansaugtrakts IS an den Ort der Drosselklappe TH mittels einer Übertragungsfunktion im Zwischenmodell ZM transportiert bzw. transformiert, d. h. übertragen. Dadurch können dynamische Veränderungen des Luftmassenstroms im Eingangsabschnitt des Luftansaugtrakts besser beim Abgleich des Modellluftmassenstroms AMF an die tatsächlichen Verhältnisse im Saugrohr IM angepasst werden. Mit Hilfe des Subtrahierers DIF als Regelabweichungs-Ermittlungseinheit am Eingang des Regelkreises CL wird die Differenz zwischen dem korrigierten fiktiv am Ort der Drosselklappe TH gemessenen Luftmassenstrom AMI* und dem jeweils aktuell modellierten Luftmassenstrom AMF gebildet und diese Differenz als Regelabweichungssignal CE dem Adaptionsregler AD des Regelkreises CL zugeführt. Dieser erhält als weitere Eingangsgröße den jeweiligen Motorbetriebspunkt OP für weitere Einstellungen seines Adaptionsmechanismus. Er erzeugt daraufhin ein Stellgrößensignal CV zur Einstellung bzw. Regelung des Massenstromsmodells MO. Diese wird über den Rückkoppelzweig RK an den Subtrahierer DIF zurückgekoppelt. Durch das dem einen Eingang des Subtrahierers DIF vorgeschaltete Zwischenmodell ZM wird eine etwaige Befüllungsverzögerung beim Befüllen des Volumens zwischen den Sensor AMS und der Drosselklappe TH mit einem Frischluftstrom durch Berücksichtigung des Abstands DI zwischen dem Messort des Sensors AMS und der Ortsposition der Drosselklappe TH weitgehend kompensiert. Es resultiert daraus ein verbesserter Abgleich des modellierten Luftmassenstroms AMF an den tatsächlich durch die Drosselklappe TH fließenden und ins Saugrohr IM gelangenden Luftmassenstrom. Für das Beispiel des sprunghaften Anstiegs KAMS (siehe 3) des Luftmassenstroms beim Luftmassenmesser AMS im Eingangsbereich des Luftansaugtrakts IS resultiert bei Verwendung des zusätzlichen Zwischenmodells ZM als Vorsteuerung für die Führungsgröße des Regelkreises CL ein Verlauf MM für den modellierten Luftmassenstrom AMF, der besser an den tatsächlichen Verlauf MR des Luftmassenstroms durch die Drosselklappe TH angepasst ist, als dies im Fall ohne das zusätzliche Zwischenmodell ZM wäre.
  • Der Kurvenverlauf MM ist dabei in der 3 gestrichelt eingezeichnet.
  • Ggf. kann es zweckmäßig sein, anstelle eines Subtrahierers einen Verhältnisbildner bzw. Dividierer als Regelabweichungs-Ermittlungseinheit vorzusehen, der das Verhältnis bzw. den Quotienten zwischen dem fiktiv gemessenen Lufmassenstrom AMI* und dem modellierten Luftmassenstrom AMI bildet und als Regelabweichungssignals CE heranzieht.
  • Dadurch, dass der gemessene Luftmassenstrom AMI über ein Zwischenmodell ZM auf einen am Ort der Drosselklappe TH resultierenden Luftmassenstrom AMI* umgerechnet bzw. transformiert wird – ohne dass dort tatsächlich ein Messsensor für eine Luftmassenmessung vorhanden wäre –, kann bei dynamischen Vorgängen der Strömungsverhältnisse im Luftansaugtrakt der modellierte Luftmassenstrom AMF mit den tatsächlichen Gegebenheiten im Saugrohr schneller und mit höherer Genauigkeit als ohne Zwischenmodell abgeglichen bzw. abgestimmt werden. Es ist also eine schnelle Adaption möglich, was positiv für eine emissionsreduzierte Einstellung des Verbrennungsmotors ist und auch das Fahrbarkeitsgefühl für den Fahrer des Kraftfahrzeugs mit diesem Verbrennungsmotor in vorteilhafter Weise verbessert. Denn auf Änderungen der Strömungsverhältnisse im Luftansaugtrakt aufgrund von Lastanforderungen des Fahrers kann direkt der Luftmassenstrom im Saugrohr präziser ermittelt und eingeregelt werden. Mit anderen Worten ausgedrückt ist es also ermöglicht, den realen Verlauf des Luftmassenstroms im Saugrohr besser nachzubilden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - „Handbuch Verbrennungsmotor van Basshuysen/Schäfer, Viehweg Verlag, 3 Auflage, 2005 [0019]

Claims (5)

  1. Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr (IM) eines Verbrennungsmotors (COE), indem – in einem Steuergerät (ECU) über ein Luftmassenstrommodell (MO) ein Modellluftmassenstrom (AMF) durch die Drosselvorrichtung (TH) des Saugrohrs modelliert wird, – der Luftmassenstrom (AMI) von in den Luftansaugtrakt (IS) einströmender Frischluft mittels eines Sensors (AMS) an einer Messposition mit Abstand (DI) vor der Drosselvorrichtung (TH) gemessen wird, – der dort im Luftansaugtrakt (IS) vor dem Saugrohr (IM) gemessene Luftmassenstrom (AMI) über ein Zwischenmodell (ZM) in einen fiktiv am Ort der Drosselvorrichtung (TH) gemessenen Luftmassenstrom (AMI*) transformiert wird, und – dieser umgerechnete Luftmassenstrom (AMI*) mit dem Modellluftmassenstrom (AMI) durch die Drosselvorrichtung (TH) verglichen wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Modellluftmassenstrom (AMF) durch eine Drosselklappe als Drosselvorrichtung (TH) im Luftmassenstrommodell (MO) nach der Gleichung von St.-Venant ermittelt wird: AMF = Ared·Pb·ψ·C1,wobei – AMF der Modellluftmassenstrom, – Ared der sogenannte reduzierte Drosselklappenquerschnitt der Drosselklappe (TH) als Funktion deren Drosselklappenstellung, – Pb der Druck des Luftmassenstroms vor der Drosselklappe (TH) des Saugrohrs (IM), – C1 eine temperaturabhängige Konstante, – Ψ eine Psi-Funktion ist, wobei für die temperaturabhängige Konstante C1 gilt:
    Figure 00160001
    wobei – T3 die Temperatur des Luftmassenstrom im Bereich der Drosselklappe (TH) des Saugrohrs (IM), – Rg die allgemeine Gaskonstante der in den Luftansaugtrakt (IS) einströmenden Frischluft, und – κ der Adiabatenxponent der Luftmasse im Saugrohr (IM) ist, wobei für die Ψ-Funktion gilt:
    Figure 00160002
    und wobei – Pa der Druck des Luftmassenstroms nach der Drosselklappe (TH) des Saugrohrs (IM) ist.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der transformierte Luftmassenstrom (AMI*) am Ort der Drosselvorrichtung (TH) nach dem Zwischenmodell (ZM) aufgrund einer Massenstrombilanz gemäß AMI . – AMI .* = pb·f(T, Ra, κ)zu AMI .* = AMI . – pb·f(T3, Ra, κ)ermittelt wird, wobei – AMI derjenige Luftmassenstrom ist, der im Eingangsbereich des Luftansaugtrakts (IS) mit einem Luftmassensensor (AMS) gemessen wird, – AMI .* der mit Hilfe des Zwischenmodells (ZM) umgerechnete, fiktiv am Ort der Drosselvorrichtung (TH) gemessene Luftmassenstrom durch die Drosselvorrichtung (TH), – T3 die Gastemperatur des Luftmassenstroms im Bereich der Drosselklappe (TH), – κ der Adiabatenexponent des Luftmassenstroms durch das Saugrohr (IM), – Ra die allgemeine Gaskonstante des Frischluftmassenstroms durch den Luftansaugtrakt (IS), – Pb der Druck des Luftmassenstroms vor der Drosselvorrichtung (TH) des Saugrohrs (IM) ist. und – f eine Funktion in Abhängigkeit der Parameter T3, Ra, κ repräsentiert.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das vorgeschaltete Zwischenmodell (ZM) eine etwaige Befüllungsverzögerung und/oder Befüllungsüberschwinger beim Befüllen des Volumens zwischen dem Sensor (AMS) und der Drosselklappe (TH) mit einem Frischluftstrom durch Berücksichtigung des Abstands (DI) zwischen der Messposition des Sensors (AMS) und der Ortsposition der Drosselvorrichtung (TH) weitgehend kompensiert werden.
  5. Steuergerät (ECU) mit mindestens einer Auswerte-/Recheneinheit (PU) zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms (AMF) im Saugrohr (IM) eines Verbrennungsmotors (CEO), – wobei die Auswerte-/Recheneinheit (PU) einen Regelkreis (CL) für ein Luftmassenstrommodell (MO) zur Modellierung eines Modellluftmassenstroms (AMF) im Saugrohr (IM) verwendet, – wobei für die Führungsgröße dieses Regelkreises (CL) eine Zwischenmodell-Vorsteuerung (ZM) vorgesehen ist, die den im Eingangsbereich des Luftansaugtrakts (IS) vor dem Saugrohr (IM) gemessenen Luftmassenstrom (AMI) in einen am Ort der Drosselvorrichtung (TH) des Saugrohrs (IM) fiktiv gemessenen Luftmassenstrom (AMI*) umrechnet, – wobei am Eingang des Regelkreises (CL) eine Regelabweichungs-Ermittlungseinheit (DIF) vorgesehen ist, die eine Regelabweichung (CE) aus der Differenz oder dem Verhältnis zwischen dem umgerechneten, fiktiv gemessenen Luftmassenstrom (AMI*) und dem Modellluftmassenstrom (AMF) bildet, und – wobei im Regelkreis (CL) als Regler eine Adaptionseinheit (AD) vorgesehen ist, der diese Regelabweichung (CE) als Eingangssignal zugeführt wird.
DE200710012506 2007-03-15 2007-03-15 Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät Expired - Fee Related DE102007012506B4 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200710012506 DE102007012506B4 (de) 2007-03-15 2007-03-15 Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät
PCT/EP2008/051710 WO2008110422A1 (de) 2007-03-15 2008-02-13 Verfahren zum ermitteln und einregeln des luftmassenstroms im saugrohr eines verbrennungsmotors sowie zugehöriges steuergerät

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200710012506 DE102007012506B4 (de) 2007-03-15 2007-03-15 Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102007012506A1 true DE102007012506A1 (de) 2008-09-18
DE102007012506B4 DE102007012506B4 (de) 2009-02-26

Family

ID=39575909

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200710012506 Expired - Fee Related DE102007012506B4 (de) 2007-03-15 2007-03-15 Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE102007012506B4 (de)
WO (1) WO2008110422A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2016198299A1 (de) 2015-06-12 2016-12-15 Volkswagen Aktiengesellschaft Luftfüllungsbestimmung, motorsteuergerät und verbrennungskraftmaschine

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10129037A1 (de) * 2001-06-15 2002-12-19 Bosch Gmbh Robert Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer aufgeladenen Brennkraftmaschine
DE10215361A1 (de) * 2002-04-08 2003-10-23 Siemens Ag Verfahren zur Modellierung eines Massenstroms durch eine Umgehungsleitung zu einem Abgasturbolader
DE102005004319A1 (de) * 2005-01-31 2006-08-03 Robert Bosch Gmbh Bestimmung des Luftmassenstroms in Kraftfahrzeugen

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
KR100413402B1 (ko) * 1995-04-10 2004-04-28 지멘스 악티엔게젤샤프트 모델을이용하여내연기관실린더내측으로의공기질량을측정하는방법
DE19938260A1 (de) * 1999-08-12 2001-02-15 Volkswagen Ag Verfahren und Vorrichtung für die Frischluftbestimmung an einer Brennkraftmaschine
WO2003033897A1 (en) * 2001-10-15 2003-04-24 Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha Suction air volume estimating device for internal combustion engine

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10129037A1 (de) * 2001-06-15 2002-12-19 Bosch Gmbh Robert Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer aufgeladenen Brennkraftmaschine
DE10215361A1 (de) * 2002-04-08 2003-10-23 Siemens Ag Verfahren zur Modellierung eines Massenstroms durch eine Umgehungsleitung zu einem Abgasturbolader
DE102005004319A1 (de) * 2005-01-31 2006-08-03 Robert Bosch Gmbh Bestimmung des Luftmassenstroms in Kraftfahrzeugen

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
"Handbuch Verbrennungsmotor van Basshuysen/Schäfer, Viehweg Verlag, 3 Auflage, 2005

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2016198299A1 (de) 2015-06-12 2016-12-15 Volkswagen Aktiengesellschaft Luftfüllungsbestimmung, motorsteuergerät und verbrennungskraftmaschine
DE102015210761A1 (de) 2015-06-12 2016-12-15 Volkswagen Aktiengesellschaft Luftfüllungsbestimmung, Motorsteuergerät und Verbrennungskraftmaschine
US10557422B2 (en) 2015-06-12 2020-02-11 Volkswagen Aktiengesellschaft Air charge determination method, engine control unit and internal combustion engine

Also Published As

Publication number Publication date
DE102007012506B4 (de) 2009-02-26
WO2008110422A1 (de) 2008-09-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102007060036B4 (de) Verfahren zur Bestimmung von korrigierten Messwerten und/oder Modellparametern zur Steuerung des Luftpfads von Verbrennungsmotoren
DE102010027882B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Luftfeuchtigkeit
DE19740914A1 (de) Einrichtung zum Bestimmen der in die Zylinder einer Brennkraftmaschine mit Lader gelangenden Luft
EP3308007B1 (de) Luftfüllungsbestimmung, motorsteuergerät und verbrennungskraftmaschine
DE102014217591B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Ansteuerung eines Abgasrückführventils einer aufgeladenen Brennkraftmaschine mit Abgasrückführung
DE102015211808A1 (de) Steuervorrichtung für Verbrennungskraftmaschine
EP1725757A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum steuern des luftmengenstromes von verbrennungskraftmaschinen
WO1998044250A1 (de) Einrichtung zum bestimmen der in die zylinder einer brennkraftmaschine mit lader gelangenden luft
EP2995803B1 (de) Gasmotor für ein fahrzeug
DE102019209028A1 (de) Steuervorrichtung für Verbrennungsmotor
DE10241884B4 (de) Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine
DE102007042577B3 (de) Verfahren zum Regeln eines Verbrennungsvorganges und Steuergerät
DE102008042819B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen einer gesamten Zylinderfüllung und/oder der aktuellen Restgasrate bei einem Verbrennungsmotor mit Abgasrückführung
WO2009112108A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum betreiben einer brennkraftmaschine mit einer massenstromleitung
DE102007012340B3 (de) Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät
DE102010038326A1 (de) Erhöhung des Abgasrückführstroms oder der Abgasrückführrate bei bereits offenem Abgasrückführventil
DE102005060350B4 (de) Verfahren zur Regelung eines Verbrennungsprozesses einer aufgeladenen Brennkraftmaschine mit Abgasrückführung
DE102014214438B3 (de) Verfahren zur Steuerung der Kraftstoffzufuhr zur Einstellung eines gewünschten Luft-Kraftstoff-Verhältnisses in einem Zylinder eines Verbrennungsmotors
DE102006033460B3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Umgebungsdrucks mit Hilfe eines Ladedrucksensors bei einem Turbomotor
DE102007012506B4 (de) Verfahren zum Ermitteln und Einregeln des Luftmassenstroms im Saugrohr eines Verbrennungsmotors sowie zugehöriges Steuergerät
DE102013209551A1 (de) Verfahren und Steuereinheit zur Bestimmung eines Massenstroms in einer Hochdruck-Abgas-Rückführung einer Brennkraftmaschine
DE102006062213B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Aufladeeinrichtung eines Verbrennungsmotors im Aufladebetrieb
DE102005010029A1 (de) Motorsteuerungssystem für eine Brennkraftmaschine mit mehreren Zylindern
DE102009037272A1 (de) Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine
DE10225306B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Antriebseinheit eines mit einem gasförmigen Kraftstoff betriebenen Fahrzeugs

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
R084 Declaration of willingness to licence
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: VITESCO TECHNOLOGIES GMBH, DE

Free format text: FORMER OWNER: CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH, 30165 HANNOVER, DE

R081 Change of applicant/patentee

Owner name: VITESCO TECHNOLOGIES GMBH, DE

Free format text: FORMER OWNER: VITESCO TECHNOLOGIES GMBH, 30165 HANNOVER, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee