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DE102007011909A1 - Optimierte Systemtechnik zum Impulsreinigen von Motorkomponenten - Google Patents

Optimierte Systemtechnik zum Impulsreinigen von Motorkomponenten Download PDF

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DE102007011909A1
DE102007011909A1 DE200710011909 DE102007011909A DE102007011909A1 DE 102007011909 A1 DE102007011909 A1 DE 102007011909A1 DE 200710011909 DE200710011909 DE 200710011909 DE 102007011909 A DE102007011909 A DE 102007011909A DE 102007011909 A1 DE102007011909 A1 DE 102007011909A1
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DE
Germany
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liquid
valve
cleaning
workpiece
cleaning fluid
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Withdrawn
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DE200710011909
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Klaus Dipl.-Ing. Berger
Uli Buck
Thomas Dipl.-Ing. Neudecker
Dezsoe Dipl.-Ing. Schilling
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Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Daimler AG
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Publication date
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    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B3/00Cleaning by methods involving the use or presence of liquid or steam
    • B08B3/02Cleaning by the force of jets or sprays
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
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    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B9/00Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
    • B08B9/02Cleaning pipes or tubes or systems of pipes or tubes
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    • B08B9/032Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages by the mechanical action of a moving fluid, e.g. by flushing
    • B08B9/0321Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages by the mechanical action of a moving fluid, e.g. by flushing using pressurised, pulsating or purging fluid

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Flüssigkeitsstrahl-Reinigen von Werkstücken (1) mit einer Reinigungsflüssigkeit (3) aus einem Flüssigkeitsspeicher (14), die auch einen Druckgasspeicher (8) aufweisen kann. Durch alternierendes Öffnen und Schließen der zugehörigen Ventile (7, 9) wird abwechselnd Reinigungsflüssigkeit und Spülgas durch eine Düse auf das Werkstück (1) aufgesprüht. Der Flüssigkeitsspeicher (14) ist so ausgebildet, dass sein Volumen beim Befüllen mit Reinigungsflüssigkeit (3) zunimmt. Dadurch kann ein effektives Reinigen, beispielsweise von komplexen Motorkomponenten, erzielt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Flüssigkeitsstrahl-Reinigen von Werkstücken mit einer Reinigungsflüssigkeit, insbesondere von Motorkomponenten, umfassend einen Flüssigkeitsspeicher für Reinigungsflüssigkeit, einen Druckerzeuger zum Erzeugen von Druck in dem mit Reinigungsflüssigkeit befüllten Flüssigkeitsspeicher, eine Düse zum Versprühen von Reinigungsflüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher auf das Werkstück, eine Rohrleitung zum Verbinden des Flüssigkeitsspeichers mit der Düse und ein erstes Ventil zum Steuern des Flüssigkeitsaustritts aus dem Flüssigkeitsspeicher in die Rohrleitung.
  • Die Anwendung von Hochdruck-Wasserstrahlen zum Reinigen oder auch zum Schneiden ist im Stand der Technik bekannt. Diese bekannten Wasserstrahler erzeugen einen Wasserstrahl, der mit hohem Druck und/oder hoher Geschwindigkeit aus einer Düse austritt und auf ein Werkstück gerichtet wird.
  • Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus dem Dokument EP 1 232 803 A2 bekannt. Dort wird die Reinigungsflüssigkeit in einem Druckspeicher mit einem Druckgas unter Druck gesetzt und beim Öffnen eines Ventils durch ein Rohr zu einer Düse geleitet. Mit dem Rohr ist ein Entlüftungskreislauf verbunden, der Luft aus dem Rohr ableiten oder abpumpen kann.
  • Nachteilig bei den bekannten Flüssigkeitsstrahl-Reinigungsvorrichtungen ist der Aufwand, der mit dem Trocknen des gereinigten Werkstücks nach dem Reinigungsvorgang verbunden ist. Hierzu werden zusätzlich zu der Reinigungsvorrichtung gesonderte Trocknungseinrichtungen vorgesehen, die nach dem Reinigungsvorgang an das Werkstück positioniert werden müssen. Dabei muss gleichzeitig dafür Sorge getragen werden, dass aus der Reinigungsvorrichtung keine weitere Reinigungsflüssigkeit austritt. In Prozessanlagen, in denen nacheinander mehrere Werkstücke gereinigt und getrocknet werden, ergibt sich damit ein relativ hoher Prozessaufwand und eine unerwünschte Verlängerung der Prozessdauer.
  • Ferner ist bei den bekannten Flüssigkeitsstrahl-Reinigungsvorrichtungen ein hoher apparativer Aufwand zum Einstellen eines definierten Reinigungsdrucks der Reinigungsflüssigkeit und/oder einer definierten Menge der zu versprühenden Reinigungsflüssigkeit erforderlich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Flüssigkeitsstrahl-Reinigen zu schaffen, mit der eine kurze, intensive und effektive Reinigung mit hohem Druck und hoher Fließgeschwindigkeit ermöglicht wird.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung mit zugehörigen Zeichnungen.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Flüssigkeitsstrahl-Reinigen von Werkstücken mit einer Reinigungsflüssigkeit, insbesondere von Motorkomponenten, umfasst also einen Flüssigkeitsspeicher für Reinigungsflüssigkeit, einen Druckerzeuger zum Erzeugen von Druck in dem mit Reinigungsflüssigkeit befüllten Flüssigkeitsspeicher, eine Düse zum Versprühen von Reinigungsflüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher auf das Werkstück, eine Rohrleitung zum Verbinden des Flüssigkeitsspeichers mit der Düse (6) und ein erstes Ventil zum Steuern des Flüssigkeitsaustritts aus dem Flüssigkeitsspeicher in die Rohrleitung, und weist die Besonderheit auf, dass der Flüssigkeitsspeicher derart ausgebildet ist, dass sich sein Volumen beim Befüllen mit Reinigungsflüssigkeit gegen eine Rückstellkraft vergrößert und sich sein Volumen beim Versprühen von Reinigungsflüssigkeit bei geöffnetem ersten Ventil auf das Werkstück verringert, und die Vorrichtung eine Steuereinrichtung zum öffnen und Schließen des ersten Ventils umfasst.
  • Mittels der Erfindung können Werkstücke mit kurzen intensiven Flüssigkeitsmengen gereinigt und ausgeblasen werden. Sie ermöglicht ein effektives und prozesssicheres Reinigen, wobei der apparative Aufwand und die Prozessdauer verringert wird, da sowohl das Reinigen als auch das Trocknen bzw. Ausblasen mit nur einer Vorrichtung ohne Umrüstzeiten durchgeführt werden kann. Zudem kann eine Einsparung an verbrauchter Reinigungsflüssigkeit erzielt werden. Eine bevorzugte Anwendung befindet sich auf dem Gebiet des impulsartigen Reinigens von Motorkomponenten. Gemeint sind hier Komponenten und Bauteile von Verbrennungsmotoren, deren teilweise komplexen Strukturen, z.B. der Wassermantel und die Ölkanäle von Zylinderköpfen, im Fertigungsprozess von Verunreinigungen wie Sand und Spänen befreit werden müssen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand in den Figuren dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die darin beschriebenen Besonderheiten können einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden, um bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung zu schaffen.
  • Dabei zeigen:
  • 1 eine erste erfindungsgemäße Vorrichtung beim Druckaufbau in einem als elastischer Schlauch ausgebildeten Flüssigkeitsspeicher.
  • 2 die Vorrichtung von 1 beim Reinigen eines Werkstücks mit Reinigungsflüssigkeit.
  • 3 die Vorrichtung von 1 beim Spülen eines Werkstücks mit Spülgas.
  • 4 eine zweite erfindungsgemäße Vorrichtung beim Druckaufbau in einem als Druckkolben ausgebildeten Flüssigkeitsspeicher.
  • 5 die Vorrichtung von 4 beim Reinigen eines Werkstücks mit Reinigungsflüssigkeit.
  • 6 die Vorrichtung von 4 beim Spülen eines Werkstücks mit Spülgas.
  • Die 1 zeigt eine erste erfindungsgemäße Vorrichtung zum Flüssigkeits-Reinigen eines Werkstücks 1, beispielsweise einem Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors. Die Vorrichtung umfasst einen Flüssigkeits-Druckspeicher 2, der ganz oder teilweise mit Reinigungsflüssigkeit 3 befüllt ist. Ferner ist ein Druckerzeuger 4 zum Erzeugen von Druck in dem mit Reinigungsflüssigkeit 3 befüllten Flüssigkeits-Druckspeicher 2 vorgesehen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Druckerzeuger 4 eine Flüssigkeitspumpe zum Pumpen von Reinigungsflüssigkeit 3.
  • Der Auslass des Flüssigkeits-Druckspeichers 2 ist über ein drittes Ventil 16 mit einem Flüssigkeitsspeicher 14 verbunden, der derart ausgebildet ist, dass sich sein Volumen beim Befüllen mit Reinigungsflüssigkeit 3 gegen eine Rückstellkraft vergrößert und sich sein Volumen beim Versprühen von Reinigungsflüssigkeit 3 bei geöffnetem erstem Ventil 7 auf das Werkstück 1 verringert. Die Rückstellkraft des Flüssigkeitsspeichers 14 ist vorteilhafterweise eine elastische oder im Wesentlichen elastische Rückstellkraft. In 1 ist der Flüssigkeitsspeicher 14 als elastisch dehnbarer Schlauch 15 ausgebildet. Der elastische Schlauch 15 ist über das Ventil 7 und eine Rohrleitung 5 mit einer Düse 6 verbunden, aus der beim Öffnen des ersten Ventils 7 Flüssigkeit mit hohem Druck und/oder hoher Geschwindigkeit zum Reinigen auf das Werkstück 1 austritt.
  • Ferner ist ein Druckgasspeicher 8 mit Spülgas 13 vorgesehen, der über ein zweites Ventil 9 ebenfalls mit der Rohrleitung 5 verbunden ist. Die Ventile 7 und 9 können mittels einer nicht dargestellten Steuereinrichtung, die auch das dritte Ventil 16 steuert, alternierend geöffnet und geschlossen werden, so dass abwechselnd Reinigungsflüssigkeit 3 aus dem Flüssigkeitsspeicher 14 und Spülgas 13 aus dem Druckgasspeicher 8 durch die Rohrleitung 5 transportiert wird und aus der Düse 6 auf das Werkstück 1 austritt.
  • Vorteilhafterweise sind das erste Ventil 7 und das zweite Ventil 9 zum intervallartigen alternierenden öffnen und Schließen für intervallartiges alternierendes Flüssigkeits-Reinigen des Werkstücks 1 mit Reinigungsflüssigkeit 3 und Ausblasen mit Spülgas 13 ausgebildet und die Steuereinrichtung ist zum entsprechenden Ansteuern der zwei Ventile 7, 9 ausgebildet, wobei bevorzugt die Steuereinrichtung selbsttätig, d.h. automatisch und ohne manuellen Eingriff, die zwei Ventile 7, 8 öffnet und schließt.
  • In 1 ist die Vorrichtung beim Druckaufbau von Reinigungsflüssigkeit 3 in dem Schlauch 15 dargestellt. Dabei ist das erste Ventil 7 geschlossen und der Druckerzeuger 4 fördert Reinigungsflüssigkeit 3 in den Flüssigkeits-Druckspeicher 2 und durch das Ventil 16 in den Schlauch 15. Durch das Befüllen des Schlauchs 15 mit Reinigungsflüssigkeit 3 dehnt sich dieser aus und der Druck in dem Schlauch 15 erhöht sich, bis das dritte Ventil 16 geschlossen wird. Der Zeitpunkt, zu dem das dritte Ventil 16 geschlossen wird, kann auf verschiedene Weise festgelegt werden, beispielsweise durch einen Drucksensor, der beispielsweise in dem Flüssigkeits-Druckspeicher 2, dem Flüssigkeitsspeicher 14 oder an der Außenwand des Schlauchs 15 angeordnet ist. In einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Ausdehnung des Schlauchs 15 durch einen Sensor erfasst wird und beim Erreichen eines bestimmten Ausdehnungsgrades das dritte Ventil 16 schließt.
  • In 2 ist die Vorrichtung von 1 beim Reinigen des Werkstücks 1 dargestellt. Dabei ist das erste Ventil 7 geöffnet und das zweite Ventil 9 und dritte Ventil 16 sind geschlossen. Der durch das Befüllen mit Reinigungsflüssigkeit 3 ausgedehnte Schlauch 15 kontrahiert sich und die Reinigungsflüssigkeit 3 wird durch die Rohrleitung 5 und die Düse 6 auf das Werkstück 1 gesprüht. Dabei durchströmt die Reinigungsflüssigkeit 3 die Düse 6 und trifft mit hoher Geschwindigkeit auf das Werkstück 1 auf, das von der Reinigungsflüssigkeit 3 durchströmt wird, wobei Verschmutzungen und Verunreinigungen ausgespült werden. Nach dem Ausstoß der Reinigungsflüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher 14 schließt das erste Ventil 7.
  • In 3 ist die Vorrichtung von 1 beim Ausblasen des Werkstücks 1 mit Spülgas 13 dargestellt. Dabei ist das erste Ventil 7 geschlossen und das zweite Ventil 9 geöffnet, so dass das Spülgas 13 die restliche Flüssigkeitsmenge aus der Rohrleitung 5 herausdrückt und anschließend das Werkstück 1 mittels des Spülgases 13 ausgeblasen und somit getrocknet wird. Im Anschluss an das in 3 dargestellte Ausblasen oder auch bereits während des in 3 dargestellten Ausblasens kann der Flüssigkeitsspeicher 14 wieder gemäß 1 mit Reinigungsflüssigkeit 3 befüllt werden.
  • Die Reinigungsflüssigkeit 3 kann eine in dem jeweiligen Prozess verwendbare Reinigungsflüssigkeit sein, beispielsweise ein bestimmtes Lösungsmittel oder Wasser mit oder ohne einem Reinigungszusatz. Das Spülgas 13 kann ebenfalls ein in dem jeweiligen Reinigungsprozess vorteilhaft verwendbares Gas sein, beispielsweise Stickstoff, Kohlendioxid oder vorzugsweise Luft.
  • Bei der in den 1 bis 3 dargestellten Reinigungsvorrichtung ist das Werkstück 1 in einer Bearbeitungskammer 10 angeordnet, in der der Reinigungs- und Spülvorgang durchgeführt werden. Dementsprechend ist auch die Düse 6 in der Bearbeitungskammer 10 angeordnet. Zum Rückgewinnen der auf das Werkstück 1 aufgesprühten Reinigungsflüssigkeit 3 ist ferner eine Rückführleitung 11 zum Zurückführen von auf das Werkstück 1 gesprühter Reinigungsflüssigkeit 3 aus der Bearbeitungskammer 10 zum dem Flüssigkeitsspeicher 14 vorgesehen. Dabei kann in vorteilhafter Ausgestaltung in der Rückführleitung 11 ein Vorratsbehälter 12 für rückzuführende Reinigungsflüssigkeit 3 angeordnet sein.
  • Beim Füllen des Flüssigkeitsspeichers 14 gemäß 1 fördert der Druckerzeuger 4 bzw. die Flüssigkeitspumpe zunächst bei geschlossenem ersten Ventil 7 Reinigungsflüssigkeit 3 aus dem Vorratsbehälter 12 in den Flüssigkeits-Druckspeicher 2 und den Flüssigkeitsspeicher 14 um darin Druck aufzubauen. Beim Reinigen gemäß 2 öffnet das erste Ventil 7 und die Reinigungsflüssigkeit 3 wird durch die Rohrleitung 5 in Richtung zu der Düse 6 beschleunigt. Die Flüssigkeitspumpe fördert dabei weitere Reinigungsflüssigkeit 3 in den Flüssigkeits-Druckspeicher 2 nach, wobei das dritte Ventil 16 geschlossen ist. Die Reinigungsflüssigkeit 3 durchströmt die Düse 6 und trifft mit hoher Geschwindigkeit auf das Werkstück 1, durchströmt das Werkstück 1 und spült Verunreinigungen aus. Danach schließt das Ventil 7. Beim Ausblasen des Werkstücks 1 gemäß 3 öffnet das zweite Ventil 9 und die Flüssigkeit in der Rohrleitung 5 wird durch das Spülgas 13, beispielsweise Druckluft, ausgeblasen. Dabei läuft die Reinigungsflüssigkeit aus dem Werkstück 1 aus, wird in der Bearbeitungskammer 10 aufgefangen und über die Rückführleitung 11 in den Vorratsbehälter 12 zurückgeführt. Nach dem Ausblasen schließt das zweite Ventil 9 wieder und der Befüllvorgang gemäß 1 bzw. der Reinigungsvorgang gemäß 2 kann von neuem beginnen.
  • Der Aufbau und die Funktionsweise der in den 4 bis 6 dargestellten zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung entspricht weitgehend derjenigen der in den 1 bis 3 dargestellten ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung, mit dem Unterschied, dass der Flüssigkeitsspeicher 14 als Zylinder 17 mit einem darin beweglichen Kolben 18 ausgebildet ist, wobei auf den Kolben 18 die Rückstellkraft ausgeübt wird, beispielsweise von einer Feder 19, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Druckfeder ausgebildet ist. Der Zylinder 17 ist mit der Rohrleitung 5 verbunden und kann mit Reinigungsflüssigkeit 3 befüllt werden. Mittels des Pumpenventils 20 kann der mit Reinigungsflüssigkeit 3 befüllte Raum des Zylinders 17 und die Rohrleitung 5 gegenüber dem Druckerzeuger 4 geschlossen werden, wodurch sowohl das weitere Befüllen der Rohrleitung 5 mit Reinigungsflüssigkeit 3 als auch der Rückfluss von Reinigungsflüssigkeit 3 aus der Rohrleitung 5 in den Druckerzeuger 4 verhindert wird.
  • Der Flüssigkeitsspeicher 14 gemäß 4 umfasst ein hydraulisches System zum Steuern der Hubbewegung des Kolbens 18. Diese hydraulische System umfasst Leitungen, mit denen ein Hydraulikfluid, das gasförmig oder flüssig sein kann, in die Kammer 21 geleitet oder aus dieser abgelassen werden kann. In dem Zulauf der Kammer 21 befindet sich ein Einlassventil 22 und in dem Auslauf ein Auslassventil 23.
  • Wenn das Einlassventil 22 geöffnet und das Auslassventil 23 geschlossen ist wird die Kammer 21 gefüllt und der Kolben 18 gegen die Rückstellkraft der Feder 19 vorgespannt. Wenn das Einlassventil 22 geschlossen und das Auslassventil 23 geöffnet ist wird der Kolben 18 durch die Rückstellkraft der Feder 19 entspannt. Wenn sowohl das Einlassventil 22 als auch das Auslassventil 23 geschlossen sind ist die Position des Kolbens 18 fixiert.
  • In 4 werden mittels des Druckerzeugers 4 der Flüssigkeitsspeicher 14 und die Rohrleitung 5 mit Reinigungsflüssigkeit 3 befüllt. Dabei sind das Pumpenventil 20 und das Einlassventil 22 geöffnet und das erste Ventil 7 und das Auslassventil 23 geschlossen. Der Kolben 18 wird gegen die Feder 19 vorgespannt. Wenn der Flüssigkeitsspeicher 14 und die Rohrleitung 5 befüllt sind schließen das Pumpenventil 20 und das Einlassventil 22.
  • Anschließend wird gemäß 5 zum Reinigen das erste Ventil 7 geöffnet, wobei das zweite Ventil 9 und das Pumpenventil 20 geschlossen sind. Durch die Rückstellkraft der Feder 19 wird der Kolben 18 entspannt und die Reinigungsflüssigkeit 3 wird aus dem Flüssigkeitsspeicher 14 durch die Rohrleitung 5 und die Düse 6 auf das Werkstück 1 gesprüht.
  • Zum Ausblasen des Werkstück 1 wird gemäß 6 das erste Ventil 7 geschlossen und das zweite Ventil 9 geöffnet, wobei entsprechend zu 3 das Spülgas 13 die restliche Flüssigkeitsmenge aus der Rohrleitung 5 herausdrückt und anschließend das Werkstück 1 mittels des Spülgases 13 ausgeblasen und somit getrocknet wird. Im Anschluss hieran oder gleichzeitig kann das Vorspannen des Kolbens 18 gemäß 4 erfolgen.
  • Die weitere Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels gemäß den 4 bis 6, beispielsweise in Bezug auf die Bearbeitungskammer 10, die Rückführleitung 11 und den Vorratsbehälter 12, entspricht derjenigen des in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiels.
  • Mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, ein effizientes intervallartiges Flüssigkeitsreinigen von Werkstücken 1 durchzuführen, optional mit einer zusätzlich vorgesehenen Vorrichtung zum Ausblasen des Werkstücks 1. Dabei ist es möglich, die Reinigungsflüssigkeit 3 mit einem durch die Auslegung der Komponenten vorgebbaren definierten Volumen und/oder definierten Druck auf das Werkstück 1 zu sprühen.
  • 1
    Werkstück
    2
    Flüssigkeits-Druckspeicher
    3
    Reinigungsflüssigkeit
    4
    Druckerzeuger
    5
    Rohrleitung
    6
    Düse
    7
    Erstes Ventil
    8
    Druckgasspeicher
    9
    Zweites Ventil
    10
    Bearbeitungskammer
    11
    Rückführleitung
    12
    Vorratsbehälter
    13
    Spülgas
    14
    Flüssigkeitsspeicher
    15
    Schlauch
    16
    Drittes Ventil
    17
    Zylinder
    18
    Kolben
    19
    Feder
    20
    Pumpenventil
    21
    Kammer
    22
    Einlassventil
    23
    Auslassventil

Claims (16)

  1. Vorrichtung zum Flüssigkeitsstrahl-Reinigen von Werkstücken (1) mit einer Reinigungsflüssigkeit (3), insbesondere von Motorkomponenten, umfassend einen Flüssigkeitsspeicher (14) für Reinigungsflüssigkeit (3), einen Druckerzeuger (4) zum Erzeugen von Druck in dem mit Reinigungsflüssigkeit (3) befüllten Flüssigkeitsspeicher (14), eine Düse (6) zum Versprühen von Reinigungsflüssigkeit (3) aus dem Flüssigkeitsspeicher (14) auf das Werkstück (1), eine Rohrleitung (5) zum Verbinden des Flüssigkeitsspeichers (14) mit der Düse (6) sowie zum Beschleunigen der Wassersäule und ein erstes Ventil (7) zum Steuern des Flüssigkeitsaustritts aus dem Flüssigkeitsspeicher (14) in die Rohrleitung (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsspeicher (14) derart ausgebildet ist, dass sich sein Volumen beim Befüllen mit Reinigungsflüssigkeit (3) gegen eine Rückstellkraft vergrößert und sich sein Volumen beim Versprühen von Reinigungsflüssigkeit (3) bei geöffnetem ersten Ventil (7) auf das Werkstück (1) verringert, und die Vorrichtung eine Steuereinrichtung zum Öffnen und Schließen des ersten Ventils (7) umfasst.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Druckgasspeicher (8) für Spülgas (13) umfasst, der über ein zweites steuerbares Ventil (9) mit der Rohrleitung (5) verbunden ist, wobei das erste Ventil (7) schließbar ist, wenn das zweite Ventil (9) geöffnet ist, und das zweite Ventil (9) schließbar ist, wenn das erste Ventil (7) geöffnet ist, um alternierend Reinigungsflüssigkeit (3) und Spülgas (13) durch die Rohrleitung (5) und die Düse (6) auf das Werkstück (1) zu sprühen, und die Steuereinrichtung zum alternierenden öffnen und Schließen des ersten (7) und des zweiten Ventils (9) ausgebildet ist.
  3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsflüssigkeit (3) Wasser ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülgas (13) Luft ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckerzeuger (4) eine Flüssigkeitspumpe zum Pumpen von Reinigungsflüssigkeit (3) ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Ventil (7, 9) zum intervallartigen alternierenden öffnen und Schließen für intervallartiges alternierendes Flüssigkeitsreinigen des Werkstücks (1) mit Reinigungsflüssigkeit (3) und Ausblasen mit Spülgas (13) ausgebildet sind und die Steuereinrichtung zum entsprechenden Ansteuern der zwei Ventile (7, 9) ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung selbsttätig die zwei Ventile (7, 9) öffnet und schließt.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Bearbeitungskammer (10) zum Aufnehmen der Düse (6) und des Werkstücks (1) sowie eine Rückführleitung (11) zum Zurückführen von auf das Werkstück (1) gesprühter Reinigungsflüssigkeit (3) aus der Bearbeitungskammer (10) zu dem Flüssigkeitsspeicher (14) umfasst.
  9. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rückführleitung (11) ein Vorratsbehälter (12) für rückzuführende Reinigungsflüssigkeit (3) angeordnet ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellkraft des Flüssigkeitsspeichers (14) eine elastische oder im Wesentlichen elastische Rückstellkraft ist.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsspeicher (14) als elastisch dehnbarer Schlauch (15) ausgebildet ist.
  12. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Flüssigkeits-Druckspeicher (2) für Reinigungsflüssigkeit (3) umfasst, der über ein drittes Ventil (16) mit dem Flüssigkeitsspeicher (14) verbunden ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsspeicher (14) als Zylinder (17) mit einem darin beweglichen Kolben (18) ausgebildet ist, wobei auf den Kolben (18) die Rückstellkraft ausgeübt wird.
  14. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellkraft von einer Feder (19) ausgeübt wird.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsspeicher (14) ein hydraulisches System zum Steuern der Hubbewegung des Kolbens (18) umfasst.
  16. Anwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum impulsartigen Reinigen von Motorkomponenten.
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