-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Verbrennungsmotors
unter Verwendung eines modellbasierten Steueralgorithmus und insbesondere
einen Verbrennungsmotor mit einer Abgasrezirkulation (EGR) und/oder
einem Turbolader mit variabler Geometrie (VGT).
-
Verbrennungsmotoren
und insbesondere Kompressionszündungsmotoren
(Dieselmotoren) finden vielfältige
Anwendungen wie etwa in Personenkraftfahrzeugen, Schiffen, Baumaschinen,
stationären
Generatoren, Lastkraftwagen usw.
-
Verbrennungsmotoren
können
Abgasrezirkulationssysteme (EGR-Systeme) und/oder Turboladersysteme
mit variabler Geometrie (VGT-Systeme) umfassen. Herkömmliche
EGR- und VGT-Systeme
verwenden PID-basierte (d.h. proportionale, integrale, derivative)
elektronische Steuereinrichtungen. Derartige herkömmliche
Steuereinrichtungen weisen allgemein einen schlechte Leistung auf,
wenn der Motor unter Übergangsbedingungen
betrieben wird (d.h. bei einer Berg-/Talfahrt, in Reaktion auf eine variierende
Last, bei einer schnellen Beschleunigung aus dem Stillstand, bei
intermittierenden Werkstückeigenschaften
bei motorbetriebenen Maschinen, usw.). Die schlechte Reaktion kann
auf die relative Trägheit
der Luftsysteme zurückgeführt werden.
Das heißt,
eine Modifikation an einem gesteuerten Parameter führt allgemein
nicht zu einer unmittelbaren Änderung
in einem Luftsystem eines Verbrennungsmotors. Im Fall eine PID-basierten
Steuereinrichtung führt
die Verzögerung
zwischen der Modifikation des gesteuerten Parameters und der Erfassung
einer Änderung
im System allgemein zu einer Oszillation um einen gewünschten
Sollwert. Die Oszillation kann reduziert oder beseitigt werden,
indem die Reaktion des PID-Algorithmus reduziert wird. Eine Reduktion
der Reaktion führt
jedoch allgemein zu einer unangemessenen Leistung, wenn das System
in einem Übergangszustand
betrieben wird.
-
Es
besteht also ein Bedarf für
ein verbessertes System für
die EGR- und/oder VGT-Steuerung.
-
Die
vorliegende Erfindung gibt allgemein ein verbessertes Verfahren
für die
EGR- und/oder VGT-Steuerung unter Verwendung von modellbasierten
EGR/VGT-Steuersystemen an. Das verbesserte Verfahren der vorliegenden
Erfindung kann während
des Motorbetriebs eine verbesserte EGR- und/oder VGT-Steuerung einschließlich eines Übergangsbetriebs
vorsehen. In einer Ausführungsform
kann die vorliegende Erfindung eine separate Steuerung des Turbinenmassenflusses
und des EGR-Massenflusses vorsehen. In einer anderen Ausführungsform
kann die vorliegende Erfindung die Reaktion von EGR- und/oder VGT-Steuersystemen bei Übergangszuständen verbessern
und gleichzeitig eine Stabilität
bei Dauerzuständen
vorsehen. In einer weiteren Ausführungsform
kann die vorliegende Erfindung die Oszillation von EGR- und/oder
VGT-Steuersystemen reduzieren, indem sie die Steuerstabilisierungszeit
reduziert. In einer weiteren Ausführungsform kann die vorliegende
Erfindung den umgekehrten EGR-Fluss reduzieren oder beseitigen.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird also ein Verfahren zum Steuern eines Verbrennungsmotors angegeben,
wobei der Motor ein Abgasrezirkulationsventil (EGR-Ventil) umfasst,
das in Reaktion auf ein EGR-Ventilbefehlssignal gesteuert wird.
Das Verfahren umfasst das Erzeugen eines gewünschten EGR-Ventilausgabekoeffizienten wenigstens
teilweise auf der Basis von einem Satz von Motorparametern, das
Erzeugen des EGR-Ventilbefehlssignals
unter Verwendung des gewünschten
EGR-Ventilausgabekoeffizienten
und eines Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodells
und das Übertragen
des EGR-Ventilbefehlssignals an
das EGR-Ventil.
-
Weiterhin
wird gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Verfahren zum Steuern eines Verbrennungsmotors angegeben,
wobei der Motor einen Turbolader mit variabler Geometrie (VGT) umfasst,
der in Reaktion auf ein VGT-Befehlssignal gesteuert wird. Das Verfahren
umfasst das Erzeugen eines gewünschten
Turbinendruckverhältnisses
wenigstens teilweise auf der Basis eines Satzes von Motorparametern,
das Erzeugen des VGT-Befehlssignals
unter Verwendung eines VGT-Positionsmodells mit einem Satz von Eingaben,
und das Übertragen
des VGT-Befehlssignals
an den VGT. Der Satz von Eingaben umfasst das gewünschte Turbinendruckverhältnis und
eine tatsächliche
Einlassmassenflussrate.
-
Weiterhin
wird gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Verfahren zum Steuern eines Verbrennungsmotors angegeben.
Der Motor umfasst einen Turbolader mit variabler Geometrie (VGT),
der in Reaktion auf ein VGT-Befehlssignal betrieben wird, und ein
Abgasrezirkulationsventil (EGR-Ventil), das in Reaktion auf ein EGR-Ventilbefehlssignal
betrieben wird, um Abgas zu einem Motoreinlasskrümmer zurückzuführen. Das Verfahren umfasst
das Bestimmen eines Satzes von Motorparametern einschließlich der
gewünschten
EGR-Massenflussrate, der tatsächlichen
EGR-Massenflussrate, der gewünschten
Einlassmassenflussrate und der tatsächlichen Einlassmassenflussrate.
Das Verfahren umfasst weiterhin das Erzeugen eines gewünschten EGR-Ventilausgabekoeffizienten
und eines gewünschten
Turbinendruckverhältnisses
wenigstens teilweise auf der Basis von einem oder mehreren Mitgliedern
des Satzes von Motorparametern, das Erzeugen des EGR-Ventilbefehlssignals
unter Verwendung des gewünschten
EGR-Ventilausgabekoeffizienten
und eines Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodells,
das Erzeugen des VGT-Befehlssignals
unter Verwendung des gewünschten
Turbinendruckverhältnisses,
der tatsächlichen
Einlassmassenflussrate und einer VGT-Positionsmodells, das Übertragen
des EGR-Ventilbefehlssignals an das EGR-Ventil und das Übertragen
des VGT-Befehlssignals an das VGT.
-
1 ist
eine perspektivische Ansicht, die einen Kompressionszündungs-Verbrennungsmotor
mit verschiedenen Merkmalen gemäß einer
oder mehreren Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung zeigt.
-
2 ist
ein schematisches Diagramm, die ein System mit einem Motor sowie
mit assoziierte Systemen und Subsystemen gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
-
3 ist
ein schematisches Diagramm eines Systems zum Erzeugen eines EGR-Ventilbefehlssignals gemäß wenigstens
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
4a–4b sind
Diagramme zu simulierten Vergleichen zwischen einem Motor mit einer
herkömmlichen
PID-basierten EGR-Steuereinrichtung und einem Motor mit einer EGR-Steuereinrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung für
einen Stufenübergangszustand
und einem Quasi-Dauerzustand.
-
5 ist
ein schematisches Diagramm eines Systems zum Erzeugen eines VGT-Befehlssignals
gemäß wenigstens
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
6 ist
ein Turbinenmassenflusstabelle für
einen Hochleistungsmotor.
-
7 ist
ein Diagramm zu einem simulierten Vergleich zwischen einem Motor
mit einer herkömmlichen
PID-basierten VGT-Steuereinrichtung und einem Motor mit einer VGT-Steuereinrichtung
gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung für
einen Stufenübergangszustand.
-
8 ist
ein Flussdiagramm zu einem Verfahren zum Steuern eines Verbrennungsmotors
mit einem Abgasrezirkulationsventil, das in Reaktion auf ein EGR-Ventilbefehlssignal
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrieben wird.
-
9 ist
ein Flussdiagramm zu einem Verfahren zum Steuern eines Verbrennungsmotors
mit einem Turbolader mit variabler Geometrie, der in Reaktion auf
ein VGT-Befehlssignal gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung betrieben wird.
-
10 ist
ein Flussdiagramm zu einem Verfahren zum Erzeugen eines gewünschten
Turbinendruckverhältnisses
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
Mit
Bezug auf die Figuren werden im Folgenden Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung im Detail beschrieben. Die vorliegende Erfindung wird
allgemein in Verbindung mit einem Verbrennungsmotor (z.B. einem
Kompressionszündungsmotor
oder Dieselmotor) mit einem Abgasrezirkulationssystem (EGR) und/oder
einem Turboladersystem mit variabler Geometrie (VGT) implementiert
und kann ein verbessertes Verfahren für die EGR- und/oder VGT-Steuerung unter Verwendung
von modellbasierten VGT/EGR-Steuersystemen
vorsehen.
-
In
der folgenden Beschreibung wird auf verschiedene Variablen Bezug
genommen, die wie folgt definiert sind:
- CONair
- = Luftgaskonstante
- CONegr
- = EGR-Modellkonstante
- CPair
- = luftspezifische
Wärme
- DISC_act
- = tatsächlicher
EGR-Ventilausgabekoeffizient
- DISC_des
- = gewünschter
EGR-Ventilausgabekoeffizient
- Eturbo
- = Turboleistung
- IMP
- = Einlasskrümmerdruck
- IMT
- = Einlasskrümmertemperatur
- Iturb
- = Turbowellen-Trägheitsmoment
- Mair
- = Luftmassenflussrate
- Megr_act
- = tatsächliche
EGR-Massenflussrate
- Megr_des
- = gewünschte EGR-Massenflussrate
- Mintake_act
- = tatsächliche
Einlassmassenflussrate
- Mintake_des
- = gewünschte Einlassmassenflussrate
- Ncomp_eff
- = Kompressoreffizienz
- NT
- = Turbineneffizienz
- Pamb
- = Umgebungsdruck
- Pboost_act
- = tatsächlicher
Motorantrieb
- Pboost_des
- = gewünschter
Motorantrieb
- Pexh_act
- = tatsächlicher
Abgaskrümmerdruck
- Pexh_des_egr
- = gewünschter
Abgaskrümmerdruck
für eine
gewünschte
EGR-Massenflussrate
- PR_act
- = tatsächliches
Turbinendruckverhältnis
- PR_des
- = gewünschtes
Turbinendruckverhältnis
- PR_engine
- = Motordruckverhältnis (TPI/IMP)
- Rair
- = luftspezifisches
Wärmeverhältnis
- Rexh
- = abgasspezifisches
Wärmeverhältnis
- RPM
- = Motorgeschwindigkeit
- RPMturb
- = Turbogeschwindigkeit
- Tamb
- = Umgebungstemperatur
- Texh
- = Abgaskrümmertemperatur
- TPI
- = Turbineneinlassdruck
- Vdisp
- = Motorveschiebungsvolumen
- Veff
- = volumetrische Motoreffizienz
- VGTposit
- = VGT-Position
-
Die
perspektivische Ansicht von 1 zeigt
einen Kompressionszündungs-Verbrennungsmotor 10 mit verschiedenen
Merkmalen nach einer oder mehreren Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung. Der Motor 10 kann in verschiedenen Anwendungen
wie etwa Lastkraftwagen, Baumaschinen, Schiffen, stationären Generatoren,
Pumpstationen und ähnlichem
implementiert werden. Der Motor 10 umfasst allgemein eine
Vielzahl von Zylindern, die unter einer entsprechenden Abdeckung
angeordnet sind, die allgemein durch das Bezugszeichen 12 angegeben
wird.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Motor 10 ein Mehrzylinder-Kompressionszündungs-Verbrennungsmotor
wie etwa ein Dieselmotor mit 2, 3, 4, 6, 8, 12, 16 oder 24 Zylindern.
Der Motor 10 kann jedoch auch mit einer beliebigen anderen
Anzahl von Zylindern 12 implementiert werden, sofern die
Zylinder 12 ein entsprechendes Verschiebungs- und Kompressionsverhältnis aufweisen,
um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Außerdem ist
die vorliegende Erfindung nicht auf einen bestimmten Typ von Motor
oder Kraftstoff beschränkt.
Die vorliegende Erfindung kann in Verbindung mit einem beliebigen,
geeigneten Motor (mit z.B. einem Otto-Zyklus, Rankine-Zyklus, Miller-Zyklus
usw.) und unter Verwendung eines entsprechenden Kraftstoffs implementiert
werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen.
-
Der
Motor 10 umfasst allgemein ein Motorsteuermodul (ECM),
ein Antriebsstrang-Steuermodul (PCM) oder eine andere entsprechende
Steuereinrichtung 22, die mit Bezug auf 2 im
Detail beschrieben wird. Das Motorsteuermodul 22 kommuniziert
allgemein mit verschiedenen Motorsensoren und Stellgliedern über eine
assoziierte Verbindungsverkabelung (d.h. über Leitungen, Drähte, Stecker
usw.) 18, um den Motor 10 zu steuern. Außerdem kann
das Motorsteuermodul 22 mit einem Benutzer (nicht gezeigt) über assoziierte
Leuchten, Schalter, Anzeigen und ähnliches (nicht gezeigt) kommunizieren.
-
In
einem Beispiel kann der Motor 10 in einem Fahrzeug (nicht
gezeigt) montiert (d.h. installiert, implementiert, positioniert,
angeordnet usw.) sein. In einem anderen Beispiel kann der Motor 10 in
einer stationären Umgebung
installiert sein. Der Motor 10 kann über eine Schwungscheibe 16 mit
einem Getriebe verbunden sein. Viele Getriebe umfassen eine Nebenantriebskonfiguration
(PTO-Konfiguration), in der eine Hilfswelle (nicht gezeigt) mit
einer assoziierten Hilfseinrichtung (nicht gezeigt) verbunden ist.
-
Die
Hilfseinrichtung kann durch den Motor 10/das Getriebe mit
einer relativ konstanten Drehgeschwindigkeit unter Verwendung einer
variablen Motorgeschwindigkeitsregelung (VSG) angetrieben werden.
Die Hilfseinrichtung kann Hydraulikpumpen für Baumaschinen, Wasserpumpen
für Löschfahrzeuge,
Stromgeneratoren und verschiedene andere drehend angetriebene Geräte umfassen.
Wenn die PTO-Vorrichtung in einem Fahrzeug installiert ist, wird
der PTO-Modus allgemein im stehenden Zustand verwendet. Die vorliegende Erfindung
ist jedoch von dem besonderen Betriebsmodus des Motors 10 sowie
davon unabhängig,
ob das Fahrzeug steht oder sich bewegt, wenn der Motor 10 in
einem Fahrzeug mit einem PTO-Modus verwendet wird. Die Lasten für den Motor 10/das
Getriebe in einer stationären
Konfiguration können
relativ konstant sein oder aber variieren.
-
In
dem schematischen Diagramm von 2 ist ein
System 20 gezeigt, das einen Motor 10 und assoziierte
Systeme und Subsysteme gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. In wenigstens einer Ausführungsform
kann der Motor 10 ein Kompressionszündungs-Verbrennungsmotor wie
etwa ein Hochleistungs-Dieselmotor sein.
-
Verschiedene
Sensoren kommunizieren mit der Steuereinrichtung 22 über Eingangsanschlüsse 24. Die Steuereinrichtung 22 umfasst
vorzugsweise einen Prozessor (z.B. einen Mikroprozessor) 26,
der mit verschiedenen computerlesbaren Speichermedien 28 über einen
Daten- und Steuerbus 30 kommuniziert. Die computerlesbaren
Speichermedien 28 können
eine beliebige Anzahl von bekannten Einrichtungen umfassen, die
als ROM 32, RAM 34, nicht-flüchtiger RAM 36 und ähnliches
funktionieren. Allgemein kann die Steuereinrichtung 22 ein
Computer oder eine andere logische Einrichtung sein, die Anwendungsprogramme
und/oder andere logische Operationen ausführt.
-
Auf
den computerlesbaren Speichermedien 28 können Befehle
gespeichert sein, die durch die Steuereinrichtung 22 ausgeführt werden
können,
um verschiedene Verfahren zum Steuern des Verbrennungsmotors 10 durchzuführen, der
ein variables Abgasrezirkulationsventil (EGR-Ventil) 66 und
einen Turbolader 17 mit variabler Geometrie umfasst. Die
Programmbefehle können
die Steuereinrichtung 22 anweisen, die verschiedenen Systeme
und Subsysteme des Fahrzeugs zu steuern, wobei die Befehle durch
den Mikroprozessor 26 und wahlweise auch durch eine Anzahl
von logischen Einheiten 50 ausgeführt werden. Eingangsanschlüsse 24 empfangen
Signale von verschiedenen Sensoren, und die Steuereinrichtung 22 erzeugt
Signale an den Ausgangsanschlüssen 38,
die an verschiedene Fahrzeugkomponenten geleitet werden.
-
Weiterhin
kann wahlweise eine Daten-, Diagnose- und Programmierschnittstelle 44 über eine
Kabelverbindung 46 mit der Steuereinrichtung 22 verbunden
werden, um verschiedene Informationen auszutauschen. Die Schnittstelle 44 kann
verwendet werden, um Werte in den computerlesbaren Speichermedien 28 wie
etwa Konfigurationseinstellungen, Kalibrierungsvariablen, Befehle
für EGR-
und VGT-Steuerungen und anders zu ändern.
-
Während des
Betriebs empfängt
die Steuereinrichtung 22 Signale von den verschiedenen
Fahrzeugsensoren und führt
eine in Hardware und/oder Software eingebettete Steuerlogik aus,
um den Motor 10 zu steuern. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird als Steuereinrichtung 22 eine DDEC-Steuereinrichtung der
Detroit Diesel Corporation, Detroit, Michigan verwendet. Es kann
jedoch auch eine beliebige andere Steuereinrichtung 22 implementiert
werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen.
-
Dem
Fachmann sollte deutlich sein, dass die Steuerlogik durch Hardware,
Firmware, Software oder eine Kombination derselben implementiert
werden kann. Weiterhin kann die Steuerlogik durch die Steuereinrichtung 22 und/oder
durch beliebige andere der verschiedenen Systeme und Subsysteme
des Fahrzeugs ausgeführt
werden. Die Steuereinrichtung 22 umfasst in einer bevorzugten
Ausführungsform
einen Mikroprozessor 26, wobei jedoch verschiedene bekannte
Programmier- und Verarbeitungstechniken verwendet werden können, um
einen Motor 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung zu steuern.
-
Weiterhin
ist zu beachten, dass die Motorsteuereinrichtung 22 auf
verschiedene Weise Informationen empfangen kann. Zum Beispiel können Motorsysteminformationen über eine
Datenverbindung, einen digitalen Eingang und/oder einen Sensoreingang
der Motorsteuereinrichtung 22 empfangen werden.
-
Wie
weiterhin in 2 gezeigt, sieht die Steuereinrichtung 22 eine
verbesserte Motorleistung vor, indem sie ein Abgasrezirkulationsventil 66 mit
variablem Fluss oder einen Turbolader 17 mit variabler
Geometrie steuert.
-
Der
Turbolader 17 mit variabler Geometrie kann eine Turbine 54 und
einen Kompressor 56 umfassen, die in dem Abgasstrom 58 des
Motors 10 installiert sind. Allgemein veranlasst der Druck
der Motorabgase eine Drehung der Turbine 54. Die Turbine 54 treibt
den Kompressor 56 an, der gewöhnlich auf derselben Welle montiert
ist. Der Drehkompressor 56 führt allgemein eine unter Druck
gesetzte Luft zu dem Einlasskrümmer 15 zu.
Die unter Druck gesetzte Luft ermöglicht eine höhere Leistung
während
der Verbrennung.
-
Allgemein
weist ein Turbolader 17 mit variabler Geometrie zusätzlich zu
der Läufergruppe
weitere bewegliche Komponenten auf. Diese beweglichen Komponenten
können
die Geometrie des Turboladers verändern, indem sie die Fläche(n) in
der Turbinenstufe ändern,
durch die die Abgase aus dem Motor strömen, und/oder indem sie den
Winkel ändern,
mit dem die Abgase in die Turbine eintreten oder diese verlassen.
In Abhängigkeit
von der Turboladergeometrie, führt
der Turbolader 17 variierende Größen an Turbodruck zu dem Motor
zu. Der Turbolader 17 mit variabler Geometrie kann elektronisch
gesteuert werden, um die Größe des Turbodrucks
auf der Basis von verschiedenen Betriebsbedingungen zu variieren.
In wenigstens einer Ausführungsform
kann die Geometrie des Turboladers 17 mit variabler Geometrie
elektronisch durch die Steuereinrichtung 22 gesteuert werden.
-
In
dem Turbolader 17 mit variabler Geometrie ist das Turbinengehäuse allgemein
zu groß für einen entsprechenden
Motor, wobei der Luftfluss allgemein auf den gewünschten Pegel gedrosselt wird.
Es gibt verschiedene Aufbauten für
den Turbolader 17 mit variabler Geometrie. In einem Aufbau
weist eine variable Einlassdüse
eine Kaskade von beweglichen Flügeln
auf, die geschwenkt werden können,
um die Fläche
und den Winkel zu verändern,
mit der bzw. dem der Luftstrom in das Turbinenrad eintritt. In einem
anderen Aufbau weist der Turbolader 17 eine bewegliche
Seitenwand auf, die die effektive Querschnittfläche des Turbinengehäuses variiert.
Es ist zu beachten, dass die Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung nicht auf einen bestimmten Aufbau für den Turbolader 17 mit
variabler Geometrie beschränkt
sind.
-
Ein
Abgasrezirkulationssystem führt
allgemein einen abgemessenen Teil der Abgase in den Einlasskrümmer 15 ein.
Das EGR-System kann die eingehende Luftladung verdünnen und
die Verbrennungstemperaturen vermindern, um die Stickstoffoxidpegel
zu reduzieren. Die zu rezirkulierende Menge des Abgases wird allgemein
durch ein EGR-Ventil 66 gesteuert, das zwischen einem Abgaskrümmer 14 und
einem Einlasskrümmer 15 verbunden
ist. Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann das EGR-Ventil 66 ein variables Flussventil sein,
das elektronische durch die Steuereinrichtung 22 gesteuert
wird. Das EGR-Ventil 66 umfasst allgemein ein Stellglied,
das das EGR-Ventil 66 zu einem Grad öffnet und schließt (d.h.
zu einem Pegel, einer Position usw.), der einem Steuersignal (wie
zum Beispiel EGRcmd) entspricht. In einer Ausführungsform kann ein Sensor 80 mit
dem EGR-Ventil 66 verbunden sein, um ein Positionssignal
zu erzeugen, das der Position (z.B. dem Öffnungs- oder Schließgrad) des
EGR-Ventils 66 entspricht.
-
Es
ist zu beachten, dass viele verschiedene Konfigurationen für ein steuerbares
EGR-Ventil 66 möglich
sind, wobei die Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung nicht auf einen bestimmten Aufbau für das EGR-Ventil
beschränkt
sind. Weiterhin ist zu beachten, dass verschiedene Sensoren an dem
EGR-Ventil 66 die Temperatur und den Differenzdruck erfassen
können,
damit die Motorsteuerung die Massenflussrate durch das Ventil 66 bestimmt.
Außerdem
ist zu beachten, dass verschiedene Sensorkonfigurationen in verschiedenen
Teilen des Motors 10 verwendet werden können, damit die Steuereinrichtung 22 die
verschiedenen Temperaturen, Drücke,
Massenflussraten und ähnliches
durch den Motor 10 einschließlich des EGR-Systems und/oder
den Fluss durch den Kompressor bestimmen kann.
-
In
einigen Ausführungsformen
wird vorzugsweise eine Kühleinrichtung 62 vorgesehen,
um die Ladeluft aus dem Kompressor 56 zu kühlen. Entsprechend
kann in einigen Ausführungsformen
eine Kühleinrichtung 68 vorgesehen
werden, um den Fluss durch das EGR-System vor der Wiedereinführung der
Gase in den Motor 10 zu kühlen.
-
Die
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung umfassen eine Steuerlogik, die verschiedene
Eingaben zu verschiedenen Motorparametern verarbeitet und wiederum
ein EGR-Ventilbefehlssignal
(z.B. EGRcmd) und/oder ein VGT-Befehlssignal
(z.B. VGTcmd) ausgibt. Das EGR-Ventilbefehlssignal
weist allgemein eine Position für
das EGR- Ventil 66 mit
variablem Fluss an, um den Gasfluss durch den Pfad 64 zu
steuern, während
das VGT-Befehlssignal allgemein eine Geometrie für den VGT 17 anweist,
um den Gasfluss durch den Pfad 60 zu steuern. Die verschiedenen
Schritte und Komponenten zum Erzeugen der EGR-Ventilbefehlssignale
und VGT-Befehlssignale
werden nachfolgend weiterhin mit Bezug auf 3–10 erläutert.
-
Das
schematische Diagramm von 3 zeigt
ein System 300 zum Erzeugen eines EGR-Ventilbefehlssignals
(d.h. EGRcmd) gemäß wenigstens
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Das System 300 kann vorteilhaft
in Verbindung mit dem weiter oben mit Bezug auf 1 und 2 beschriebenen Motor 10 und/oder
einem anderen entsprechenden Motor implementiert werden, um die
Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Das
System 300 umfasst allgemein ein EGR-Massenflussmodul 302, ein oder
mehrere Ausgabekoeffizient/EGR-Ventilpositionsmodule 304/304', ein EGR-Ventilverzögerungsmodul 306 und/oder
ein EGR-Ventil 66.
-
Das
EGR-Massenflussmodul
302 kann einen oder mehrere Eingänge umfassen,
um einen Satz von Motorparametern zu empfangen, wobei der Satz von
Motorparametern ein oder mehrere Signale (z.B. elektronische Signale,
Impulse usw.) umfassen kann, die einer tatsächlichen EGR-Massenflussrate
(d.h. Megr_act), einer gewünschten
EGR-Massenflussrate (d.h. Megr_des) und/oder einem tatsächlichen
EGR-Ventilausgabekoeffzienten
(d.h. DISC_act) entsprechen. In Reaktion auf das eine oder die mehreren
Signale kann das EGR-Massenflussmodul
302 ein
gewünschtes
EGR-Ventilausgabekoeffizientensignal
(d.h. DISC_des) wenigstens teilweise auf der Basis des Satzes von
Motorparametern erzeugen. In wenigstens einer Ausführungsform
kann DISC_des unter Verwendung der folgenden Gleichung (1) erzeugt
werden:
-
Die
Verwendung der Gleichung (1) kann insbesondere in einem System vorteilhaft
sein, in dem keine Eingaben zu der Turbinentemperatur, dem Turbineneinlassdruck
und/oder dem Motorrückdruck
verfügbar sind.
DISC_des kann jedoch auch unter Verwendung eines beliebigen anderen
Mechanismus erzeugt werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten
Anwendung zu erfüllen.
Das EGR-Massenflussmodul 302 gibt allgemein das Signal
DISC_des über
einen Ausgang an das Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodul 304 aus
(leitet, übertragt
usw. es an dasselbe).
-
Der
Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodul 304 empfängt allgemein
das Signal DISC_des und erzeugt ein EGR-Ventilbefehlssignal (d.h. EGRcmd) wenigstens
teilweise auf der Basis des Signals DISC_des. Allgemein kann das
Signal EGRcmd von einem beliebigen, geeigneten Signaltyp sein und
etwa ein pulsbreitenmoduliertes Signal (PWM-Signal) sein. In einer
Ausführungsform
erzeugt das EGR-Ventilpositionsmodul 304 das Signal EGRcmd
aus dem Signal DISC_des unter Verwendung der in Element 304 von 3 gezeigten
Kurve. Es kann jedoch auch eine beliebige andere Wertetabelle (d.h.
Nachschlagetabelle), eine Kurve, ein Algorithmus und/oder ein mathematisches
Modell implementiert werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten
Anwendung zu erfüllen.
Das Modul 304 gibt allgemein das Signal EGRcmd an das EGR-Ventil 66 und/oder
das EGR-Ventilverzögerungsmodul 306 aus.
-
Das
EGR-Ventilverzögerungsmodul 306 empfängt allgemein
das Signal EGRcmd und bestimmt die Position des EGR-Ventils 66 (d.h.
EGRposit) wenigstens teilweise auf der Basis des Signals EGRcmd.
Allgemein entspricht die Position des EGR-Ventils 66 dem
Signal EGRcmd zu einem früheren
Zeitpunkt t-t_lag, wobei t den aktuellen Zeitpunkt wiedergibt und
t_lag die Betätigungsverzögerungszeit
wiedergibt. Das Modul 306 gibt allgemein das Signal EGRposit
an das Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodul 304' aus.
-
Das
Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodul 304' empfängt allgemein
das Signal EGRposit und erzeugt ein Signal zu dem tatsächlichen
Ventilausgabekoeffzienten (d.h. DISC_act) wenigstens teilweise auf
der Basis des Signals EGRposit. In einer Ausführungsform ist das EGR-Ventilpositionsmodul 304' identisch mit
dem Modul 304 und/oder erzeugt das Signal DISC_act aus
dem Signal EGRposit unter Verwendung der Kurve, die in den Elementen 304 und 304' von 3 gezeigt
ist. Es kann jedoch auch eine andere Wertetabelle, eine Kurve, ein
Algorithmus und/oder ein mathematisches Modell implementiert werden,
um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Das
Modul 304' gibt
das Signal DISC_act allgemein an das EGR-Massenflussmodul 302 aus.
Dementsprechend ist das System 300 allgemein ein Regelsteuersystem.
-
In
wenigstens einer Ausführungsform
kann das Signal EGRposit durch einen Positionssensor 80 erzeugt
werden, der mit dem EGR-Ventil 66 verbunden ist. In einer
derartigen Ausführungsform
kann das EGR-Ventilverzögerungsmodul 306 aus
dem System 300 weggelassen werden.
-
Es
ist zu beachten, dass die Funktionen der Module 302, 304, 304' und 306 des
Systems 300 in einer einzigen Steuereinrichtung bzw. anderen
logischen Einrichtung wie etwa in 2 gezeigt
integriert sein können.
Alternativ hierzu kann die Steuerung der Funktionen auf eine Vielzahl
von Steuereinrichtungen und/oder anderen logischen Einrichtungen
verteilt sein. Allgemein können
Ein- und Ausgaben zwischen den Steuereinrichtungen und/oder anderen
logischen Einrichtungen über
ein Netzwerk, über
dedizierte Kommunikationsdrähte
und/oder ähnliches
empfangen und weitergeleitet werden.
-
In 4a–4b sind
Diagramme zu simulierten Vergleichen zwischen einem Motor mit einer
herkömmlichen
PID-basierten EGR-Steuereinrichtung und einem Motor mit einer EGR-Steuereinrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung für
einen Stufenübergangszustand
(4a) und einen Quasi-Dauerzustand (4b)
gezeigt. Wie gezeigt, erhöht
die vorliegende Erfindung allgemein die Übergangszustandsreaktion und/oder
reduziert einer Steueroszillation.
-
In 5 ist
ein schematisches Diagramm zu einem System 500 zum Erzeugen eines
VGT-Befehlssignals (d.h. VGTcmd) gemäß wenigstens einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Das System 400 kann
vorzugsweise in Verbindung mit dem oben mit Bezug auf 1 und 2 beschriebenen
Motor 10 und/oder einen anderen entsprechenden Motor implementiert werden,
um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen.
-
Das
Wunschdruckverhältnismodul 502 empfängt allgemein
einen Satz von Motorparametern, die ein oder mehrere Signale (z.B.
elektronische Signale, Impulse usw.) in Entsprechung zu einer gewünschten
Einlassmassenflussrate (d.h. Mintake_des), einer gewünschten
EGR-Massenflussrate (d.h. Megr_des) und/oder ähnlichem (z.B. ENG_params)
enthalten kann. Allgemein erzeugt das Modul 502 ein gewünschtes
Turbinendruckverhältnissignal
(d.h. PR_des) in Reaktion auf ein oder mehrere Signale. Das Modul 502 gibt
allgemein das Signal PR_des an das VGT-Positionsmodul 504 aus.
-
Wie
gezeigt, kann das Wunschdruckverhältnismodul 502 weiterhin
ein Wunscheinlassmassenflussverhältnismodul 510,
ein Wunsch-EGR-Massenflussverhältnismodul 512 und/oder
einen Max-Komparator 514 umfassen.
In wenigstens einer Ausführungsform
verwendet das Modul 502 Submodule 510 und 512,
um jeweils ein erstes Turbinendruckverhältnis (d.h. PRintake_des) in
Entsprechung zu der gewünschten
Einlassmassenflussrate und ein zweites Turbinendruckverhältnis (d.h.
PRegr_des) in Entsprechung zu der gewünschten EGR-Massenflussrate
zu bestimmen.
-
Allgemein
kann das erste Turbinendruckverhältnis
PRintake_des unter Verwendung der folgenden Sofort-Turbinenleistungsausgleichsgleichung
(2) bestimmt werden:
-
Entsprechend
kann das zweite Turbinendruckverhältnis Pregr_des unter Verwendung
der folgenden EGR-Massenflussratengleichung
(3) bestimmt werden:
-
In
einer Ausführungsform
mit den Submodulen 510 und 512 kann das Modul 502 den
Komparator 514 verwenden, um PR_des gleich oder größer PRintake_des
und PRegr_des zu setzen. Durch das Setzen von PR_des gleich oder
größer PRintake_des
und PRegr_des kann ein umgekehrter EGR-Fluss reduziert oder beseitigt
werden.
-
Das
VGT-Positionsmodul 504 empfängt allgemein einen Satz von
Eingaben, der das Signal PR_des und/oder eine tatsächliche
Einlassmassenflussrate (d.h. Mintake_act) enthalten kann. Das Modul 504 kann
ein VGT-Befehlssignal (d.h. VGTcmd) unter Verwendung von PR_des,
Mintake_act und eines VGT-Positionsmodells
erzeugen. In einer Ausführungsform
kann das VGT-Positionsmodell die Kurve von 6 umfassen.
Es kann jedoch auch eine andere Wertetabelle (d.h. Nachschlagetabelle),
eine Kurve, ein Algorithmus und/oder ein mathematisches Modell implementiert
werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Das
Modul 504 kann das Signal VGTcmd zu dem Optimierungsmodul 506 ausgeben.
-
Das
Optimierungsmodul
506 empfängt allgemein das Signal VGTcmd
und bestimmt, wann VGTcmd ein Einlassmassenflusskriterium und/oder
ein Turbinenleistungskriterium verletzt. In wenigstens einer Ausführungsform
umfasst das Einlassmassenflusskriterium die folgenden Gleichungen
(4) und (5):
-
Entsprechend
umfasst in wenigstens einer Ausführungsform
das Turbinenleistungskriterium die folgenden Gleichungen (6) und
(7)
-
Das
Modul 506 modifiziert allgemein das VGT-Befehlssignal VGTcmd,
um den Einlassmassenfluss zu erhöhen,
wenn VGTcmd das Einlassmassenflusskriterium und/oder das Turbinenleistungskriterium
verletzt (d.h. dem Kriterium nicht entspricht usw.) (z.B. werden
die Gleichungen 4, 5, 6 oder 7 verletzt). Das Modul 506 gibt
allgemein das Signal VGTcmd oder das modifizierte Signal VGTcmd' an den VGT 17 aus.
-
Es
ist zu beachten, dass die Steuerung der Funktionen der Module 502, 504, 506, 510, 512 und 514 des
Systems 500 in eine einzelne Steuereinrichtung bzw. andere
logische Einrichtung wie in 2 gezeigt
integriert werden können.
Alternativ hierzu kann die Steuerung der Funktionen auf eine Vielzahl
von Steuereinrichtungen und/oder andere Einrichtungen verteilt werden.
Allgemein können
Ein- und Ausgaben empfangen und zwischen Steuereinrichtungen und/oder
anderen logischen Einrichtungen über
ein Netzwerk, dedizierte Kommunikationsdrähte und/oder ähnliches
weitergeleitet werden.
-
In 6 ist
eine Turbinenmassenflusstabelle 600 für einen Hochleistungsmotor
vorgesehen. In wenigstens einer Ausführungsform kann eine dreidimensionale
(d.h. drei Variablen umfassende) Turbinenmassenflussratentabelle 600 als
ein VGT-Positionsmodell implementiert werden.
-
Das
Diagramm von 7 zeigt einen simulierten Vergleich
zwischen einem Motor mit einer herkömmlichen PID-basierten VGT-Steuereinrichtung
(z.B. mit Kurven 702 und 704) und einem Motor
mit einer VGT-Steuereinrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung (z.B. mit einer Kurve 706) für einen
Stufenübergangszustand.
Wie gezeigt, erhöht
die vorliegende Erfindung allgemein die Reaktion auf einen Übergangszustand
und/oder reduziert eine Steueroszillation.
-
In 8 ist
ein Flussdiagramm zu einem Verfahren 800 zum Steuern eines Verbrennungsmotors
mit einem Abgasrezirkulationsventil gezeigt, das in Reaktion auf
ein EGR-Ventilbefehlssignal gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gesteuert wird. Das Verfahren 800 kann
vorteilhaft in Verbindung mit dem weiter oben mit Bezug auf 1 und 2 beschriebenen
Motor 10 und/oder einem anderen entsprechenden System (z.B.
dem weiter oben mit Bezug auf 3 beschriebenen
System 300) bzw. Verfahren implementiert werden, um die
Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Insbesondere
wird das Verfahren 800 allgemein durch eine logische Einrichtung
wie etwa die Steuereinrichtung 22 ausgeführt. Das Verfahren 800 umfasst
allgemein eine Vielzahl von Blöcken
oder Schritten, die aufeinander folgend ausgeführt werden können. Dem
Fachmann sollte deutlich sein, dass die in 8 gezeigte
Reihenfolge der Blöcke/Schritte
beispielhaft ist und dass die Reihenfolge von einem oder mehreren
der Blöcke/Schritte
innerhalb des Erfindungsumfangs modifiziert werden kann. Außerdem können die
Blöcke/Schritte
des Verfahrens 800 in wenigstens einer nicht-seriellen
(oder nicht sequentiellen) Reihenfolge ausgeführt werden und es können einer
oder mehrere Blöcke/Schritte
ausgelassen werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung
zu erfüllen.
Weiterhin können
zwei oder mehr der Blöcke/Schritte
des Verfahrens 800 parallel zueinander ausgeführt werden.
Der Schritt 802 stellt allgemeinen einen Eintrittspunkt
in das Verfahren 800 dar.
-
In
Schritt 804 kann eine gewünschte EGR-Massenflussrate
(z.B. Megr_des bestimmt werden. Allgemein kann die gewünschte EGR-Massenflussrate
unter Verwendung einer geeigneten Technik bestimmt werden, um die
Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Von
Schritt 804 schreitet das Verfahren 800 allgemein
zu Schritt 806 fort.
-
In
Schritt 806 kann eine tatsächliche EGR-Massenflussrate
(z.B. Megr_act) bestimmt werden. Allgemein kann die tatsächliche
EGR-Massenflussrate unter Verwendung einer entsprechenden Technik
bestimmt werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung
zu erfüllen.
Von Schritt 806 schreitet das Verfahren 800 allgemein
zu Schritt 808 fort.
-
In
Schritt
808 kann ein gewünschter EGR-Ventilausgabekoeffizient (z.B. DISC_des)
wenigstens teilweise auf der Basis eines Satzes von Motorparametern
erzeugt werden. In wenigstens einer Ausführungsform kann der Satz von
Motorparametern einen in dem weiter unten ausführlicher beschriebenen Schritt
816 bestimmten
tatsächlichen
EGR- Ventilausgabekoeffizienten,
die gewünschte
EGR-Massenflussrate und/oder die tatsächliche EGR-Massenflussrate
umfassen. In wenigstens einer Ausführungsform kann der gewünschte EGR-Ventilausgabekoeffizient
unter Verwendung des folgenden mathematischen Modells erzeugt werden, wobei
DISC_des der gewünschte
EGR-Ventilausgabekoeffizient ist, DISC_act der tatsächliche
EGR-Ventilausgabekoeffizient ist, Megr_act die tatsächliche
EGR-Massenflussrate ist und Megr_des die gewünschte EGR-Massenflussrate
ist:
-
Von
Schritt 808 schreitet das Verfahren 800 allgemein
zu Schritt 810 fort.
-
In
Schritt 810 kann ein EGR-Ventilbefehlssignal (z.B. EGRcmd)
unter Verwendung des gewünschten EGR-Ventilausgabekoeffizienten
und eines Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodells
erzeugt werden. Allgemein kann das Ausgabekoeffizient/EGR-Ventilpositionsmodell
ein geeigneter Mechanismus zum Beschreiben einer Beziehung (d.h.
Korrespondenz) zwischen einem Ausgabekoeffizienten und einer EGR-Ventilposition
wie etwa eine Nachschlagetabelle und/oder ein mathematischer Algorithmus
sein. Von Schritt 810 schreitet das Verfahren 800 allgemein
zu den Schritten 812 und 814 fort.
-
In
Schritt 812 kann das EGR-Ventilbefehlssignal an ein EGR-Ventil
(z.B. 66) übertragen
(d.h. ausgegeben, gesendet, geleitet, usw.) werden.
-
In
Schritt 814 kann eine EGR-Ventilposition (z.B. EGRposit)
unter Verwendung einer entsprechenden Technik bestimmt werden, um
die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. In
wenigstens einer Ausführungsform
kann die EGR-Ventilposition unter Verwendung eines EGR-Ventilbefehlssignals
und eines EGR-Ventilverzögerungsmoduls
(z.B. 306) bestimmt werden. Allgemein kann das EGR-Ventilverzögerungsmodell
ein geeigneter Mechanismus zum Beschreiben einer Beziehung (d.h.
Korrespondenz) zwischen einem EGR-Ventilbefehlssignal und einer
Position des EGR-Ventils
wie etwa eine Nachschlagetabelle und/oder ein mathematischer Algorithmus
sein. In einer derartigen Ausführungsform
kann die aktuelle Position des EGR-Ventils dem EGR-Ventilbefehlssignal
zu einem vorhergehenden Zeitpunkt t-t_lag entsprechen, wobei t den
aktuellen Zeitpunkt wiedergibt und t_lag die EGR-Ventil-Betätigungsverzögerungszeit
wiedergibt. In wenigstens einer anderen Ausführungsform kann die EGR-Ventilposition
unter Verwendung eines Sensors (z.B. 80) bestimmt werden,
der mit dem EGR-Ventil verbunden ist. Von Schritt 814 schreitet
das Verfahren allgemein zu Schritt 816 fort.
-
In
Schritt 816 kann ein tatsächlicher EGR-Ventilausgabekoeffizient
(z.B. DISC_act) wenigstens teilweise auf der Basis der EGR-Ventilposition
und/oder des EGR-Ventilpositions-/Ausgabekoeffizientenmodells
bestimmt werden. Allgemein kann das EGR-Ventilpositions-/Ausgabekoeffizientenmodell
ein geeigneter Mechanismus zum Beschreiben einer Beziehung (d.h.
Korrespondenz) zwischen einer EGR-Ventilposition und einem Ausgabekoeffizienten
wie etwa eine Nachschlagetabelle und/oder ein mathematischer Algorithmus
sein. In wenigstens einer Ausführungsform
ist das EGR-Ventilpositions-/Ausgabekoeffizientenmodell identisch
mit dem Ausgabekoeffizienten-/EGR-Ventilpositionsmodell, das zuvor
in Verbindung mit Schritt 810 beschrieben wurde. Von Schritt 816 aus
kann das Verfahren 800 abschließen oder zu Schritt 804 zurückkehren,
um wiederholt zu werden.
-
In 9 ist
ein Flussdiagramm zu einem Verfahren 900 zum Steuern eines
Verbrennungsmotors mit einem Turbolader mit variabler Geometrie
gezeigt, der in Reaktion auf ein VGT-Befehlssignal gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrieben wird. Das Verfahren 900 kann
vorteilhaft in Verbindung mit dem weiter oben mit Bezug auf 1 und 2 beschriebenen
Motor 10 und/oder einem anderen entsprechenden System (z.B.
dem weiter oben mit Bezug auf 5 beschriebenen
System 500) bzw. Verfahren (z.B. dem weiter oben mit Bezug
auf 8 beschriebenen Verfahren 800, dem mit
Bezug auf 10 beschriebenen Verfahren 950)
implementiert werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten
Anwendung zu erfüllen.
Insbesondere wird das Verfahren 900 allgemein durch eine
logische Einrichtung wie etwa die Steuereinrichtung 22 durchgeführt. Das
Verfahren 900 umfasst allgemein eine Vielzahl von Blöcken oder
Schritten, die seriell durchgeführt
werden können.
Wie dem Fachmann deutlich sein sollte, ist die in 9 gezeigte
Reihenfolge der Blöcke/Schritte
beispielhaft, wobei die Reihenfolge der Blöcke/Schritte innerhalb des
Erfindungsumfangs variiert werden kann. Außerdem können die Blöcke/Schritte des Verfahrens 900 in
wenigstens einer nicht-seriellen (oder nicht-sequentiellen) Reihenfolge
ausgeführt
werden, wobei auch einer oder mehrere Blöcke/Schritte ausgelassen werden
können,
um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Weiterhin
können
zwei oder mehr Blöcke/Schritte
des Verfahrens 900 parallel zueinander ausgeführt werden. Der
Schritt 902 stellt allgemein einen Eintrittspunkt in das
Verfahren 900 dar.
-
In
Schritt 904 kann ein gewünschtes Turbinendruckverhältnis (z.B.
PR_des) wenigstens teilweise auf der Basis eines Satzes von Motorparametern
(z.B. ENG_params, Mintake_des, Megr_des usw.) erzeugt werden. In
wenigstens einer Ausführungsform
kann das gewünschte
Turbinendruckverhältnis
unter Verwendung des Verfahrens 950 bestimmt werden, das
im Detail mit Bezug auf 10 beschrieben
wird. Das gewünschte Turbinendruckverhältnis kann
jedoch auch unter Verwendung einer anderen geeigneten Technik bestimmt werden,
um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Von
Schritt 904 schreitet das Verfahren 900 allgemein
zu Schritt 906 fort.
-
In
Schritt 906 kann ein VGT-Befehlssignal (z.B. VGTcmd) erzeugt
werden. In wenigstens einer Ausführungsform
kann das VGT-Befehlssignal unter Verwendung eines VGT-Positionsmodells
erzeugt werden. Das VGT-Positionsmodell kann einen Satz von Eingaben
aufweisen, wobei der Satz von Eingaben das gewünschte Turbinendruckverhältnis und
eine tatsächliche
Einlassmassenflussrate (z.B. Mintake_act) umfasst. Das VGT-Befehlssignal kann
jedoch auch unter Verwendung eines geeigneten VGT-Positionsmodells
(z.B. einer Nachschlagetabelle, eines mathematischen Algorithmus,
einer dreidimensionalen Nachschlagetabelle und/oder ähnlichem) erzeugt
werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Von dem
Schritt 906 schreitet das Verfahren allgemein zu dem Schritt 908 fort.
-
In
Schritt 908 kann das VGT-Befehlssignal optimiert (d.h.
modifiziert, verändert
usw.) werden, bevor das VGT-Befehlssignal
zu dem VGT (z.B. 17) übertragen
wird. Das Optimieren des VGT-Befehlssignals umfasst allgemein das
Bestimmen, wann das VGT-Befehlssignal ein Einlassmassenflusskriterium
und/oder ein Turbinenleistungskriterium verletzt. In wenigstens
einer Ausführungsform
können
die weiter oben genannten Gleichungen (4) und (5) als Einlassmassenflusskriterium
implementiert werden. In wenigstens einer anderen Ausführungsform
können
die weiter oben genannten Gleichungen (6) und (7) als Turbinenleistungskriterium implementiert
werden. Es kann jedoch ein beliebiges, geeignetes Einlassmassenflusskriterium
und/oder Turbinenleistungskriterium implementiert werden, um die
Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Das
VGT-Befehlssignal wird allgemein modifiziert, um den Einlassmassenfluss
zu erhöhen,
wenn das VGT-Befehlssignal das Einlassmassenflusskriterium und/oder
das Turbinenleistungskriterium verletzt (d.h. demselben nicht entspricht
usw.). Von Schritt 908 schreitet das Verfahren 900 allgemein
zu Schritt 910 fort.
-
In
Schritt 910 kann das VGT-Befehlssignal (d.h. VGTcmd) oder
das modifizierte VGT-Befehlssignal (d.h. VGTcmd') zu einem VGT (z.B. 17) übertragen
(d.h. ausgegeben, gesendet, geleitet usw.) werden. Von dem Schritt 910 aus
kann das Verfahren 900 abschließen oder zu Schritt 904 zurückkehren,
um wiederholt zu werden.
-
In 10 ist
ein Flussdiagramm zu einem Verfahren 950 zum Erzeugen eines
gewünschten
Turbinendruckverhältnisses
(z.B. PR_des) gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Das Verfahren 950 kann
vorteilhaft in Verbindung mit dem weiter oben mit Bezug auf 1 und 2 beschriebenen Motor 10 und/oder
einem entsprechenden anderen System (z.B. dem weiter oben mit Bezug
auf 2 beschriebenen System 500) oder Verfahren
(z.B. dem weiter oben mit Bezug auf 8 beschriebenen
Verfahren 800, dem weiter oben mit Bezug auf 9 beschriebenen
Verfahren 900) implementiert werden, um die Entwurfskriterien
einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Insbesondere wird das
Verfahren 950 allgemein durch eine logische Einrichtung
wie etwa die Steuereinrichtung 22 ausgeführt. Das
Verfahren 950 umfasst allgemein eine Vielzahl von Blöcken oder
Schritten, die seriell ausgeführt
werden können.
Dem Fachmann sollte deutlich sein, dass die in 10 gezeigte
Reihenfolge der Blöcke/Schritte
beispielhaft ist und dass die Reihenfolge von einem oder mehreren
Blöcken/Schritten
innerhalb des Erfindungsumfangs modifiziert werden kann. Außerdem können die
Blöcke/Schritte
des Verfahrens 950 in wenigstens einer nicht-seriellen (oder nicht-sequentiellen) Reihenfolge
ausgeführt
werden und können
einer oder mehrere Blöcke/Schritte
ausgelassen werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung
zu erfüllen.
Entsprechend können
auch zwei oder mehr der Blöcke/Schritte
des Verfahrens 950 parallel zueinander ausgeführt werden.
Der Schritt 952 stellt allgemein einen Eintrittspunkt in
das Verfahren 950 dar.
-
In
Schritt 954 kann eine gewünschte Einlassmassenflussrate
(z.B. Mintake_des) bestimmt werden. Allgemein kann die gewünschte Einlassmassenflussrate
unter Verwendung einer geeigneten Technik bestimmt werden, um die
Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu bestimmen. Von Schritt 954 schreitet
das Verfahren 950 allgemein zu Schritt 956 fort.
-
In
Schritt 956 kann eine gewünschte EGR-Massenflussrate
(z.B. Megr_des) bestimmt werden. Allgemein kann die gewünschte EGR-Massenflussrate
unter Verwendung einer geeigneten Technik bestimmt werden, um die
Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Von
Schritt 956 schreitet das Verfahren 950 allgemein
zu Schritt 958 fort.
-
In
Schritt 958 können
eine Anzahl von zusätzlichen
Motorparametern (ENG_params) unter Verwendung einer geeigneten Technik
bestimmt werden, um die Entwurfskriterien einer bestimmten Anwendung
zu erfüllen.
Von Schritt 958 schreitet das Verfahren 950 allgemein
zu Schritt 960 fort.
-
In
Schritt 960 kann ein erstes Turbinendruckverhältnis (z.B.
PRintake_des) in Entsprechung zu einer gewünschten Einlassmassenflussrate
erzeugt werden. Allgemein kann das erste Turbinendruckverhältnis unter
Verwendung einer geeigneten Technik bestimmt werden, um die Entwurfskriterien
einer bestimmten Anwendung zu erfüllen. Von Schritt 960 schreitet
das Verfahren 950 allgemein zu Schritt 962 fort.
-
In
Schritt 962 kann ein zweites Turbinendruckverhältnis (z.B.
PRegr_des) in Entsprechung zu der gewünschten EGR- Massenflussrate erzeugt werden. Allgemein
kann das zweite Turbinendruckverhältnis unter Verwendung einer
geeigneten Technik bestimmt werden, um die Entwurfskriterien einer
bestimmten Anwendung zu erfüllen.
Von Schritt 962 schreitet das Verfahren 950 allgemein
zu dem Entscheidungsblock 964 fort.
-
In
dem Entscheidungsblock 964 kann ein Komparator (z.B. 514)
die relative Beziehung zwischen dem ersten und dem zweiten Turbinendruckverhältnis bestimmen.
Das gewünschte
Turbinendruckverhältnis
wird in den Blöcken 966 und 968 allgemein
gleich dem größeren ersten
oder zweiten Turbinendruckverhältnis
gesetzt. In wenigstens einer Ausführungsform kann durch das Setzen
des gewünschten
Turbinendruckverhältnisses gleich
dem größeren ersten
oder zweiten Turbinendruckverhältnis
ein umgekehrter EGR-Fluss reduziert und/oder beseitigt werden.
-
Der
Schritt 970 stellt allgemein einen Austrittspunkt aus dem
Verfahren 950 dar. In wenigstens einer Ausführungsform
kann der Schritt 970 einen Eintrittspunkt in das Verfahren 900 darstellen
(z.B. zu dem Schritt 902).
-
Gemäß verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
die hier beschriebenen Verfahren als Programm implementiert werden,
die auf einem Prozessor wie etwa einem Computerprozessor ausgeführt werden.
Außerdem
können
dedizierte Hardwareimplementierungen wie etwa anwendungsspezifische
integrierte Schaltungen, programmierbare logische Anordnungen und
andere Hardwareeinrichtungen entwickelt werden, um die hier beschriebenen
Verfahren zu implementieren.
-
Es
ist weiterhin zu beachten, dass die hier beschriebenen Programmimplementierungen
der vorliegenden Erfindung optional auf einem greifbaren Speichermedium
wie etwa magnetischen, magnetooptischen oder anderem festen Medium
gespeichert werden können.
Ein Dateianhang zu einer E-Mail oder ein anders Informationsarchiv
bzw. ein Satz von derartigen Archiven kann als Distributionsmedium
verwendet werden, das einem greifbaren Speichermedium äquivalent
ist. Dementsprechend kann die Erfindung durch ein greifbares Speichermedium
oder ein Distributionsmedium realisiert werden, wobei es sich um
aus dem Stand der Technik bekannte oder zukünftige Medien handeln kann,
auf denen Programmimplementierungen gespeichert werden können.
-
Es
wurden verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben und gezeigt, wobei die Erfindung jedoch
nicht auf diese Ausführungsformen
beschränkt
ist. Die Beschreibung ist beispielhaft und nicht einschränkend aufzufassen,
wobei verschiedene Änderungen
an den Ausführungsformen
vorgenommen werden können,
ohne dass deshalb der Erfindungsumfang verlassen wird.