-
Technisches Gebiet
-
Die
Erfindung betrifft ein Elektrofilter für eine Kleinfeuerungsanlage.
Kleinfeuerungsanlagen sind beispielsweise in privaten Haushalten
und in Gewerben zu finden und haben in der Regel eine Leistung von
bis zu 70 KW. Zu Kleinfeuerungsanlagen zählen unter anderem
Kaminanlagen, Einzelraumfeuerungen, Cheminéeöfen,
Kachelöfen, Zimmeröfen, Kochherde, Backöfen
und Heizkessel, die mit Holz, Stroh oder einem anderen regenerativen
Brennstoff oder mit Kohle, Öl oder Gas befeuert werden.
-
Konventionelle
Kleinfeuerungsanlagen entlassen, insbesondere wenn sie mit Festbrennstoffen betrieben
werden, gemessen am gesamten Rauchemissionsaufkommen, unverhältnismäßig
viele staubförmige Schadstoffe in die Atmosphäre.
Dazu kommt, dass Kleinfeuerungsanlagen, wenn auch vorschriftswidrig,
des Öfteren dazu benutzt werden, um Plastik, Karton, Papier,
brennbares Baumaterial und lackiertes oder beschichtetes Holz zu
verbrennen. Dies führt zu einer erheblichen zusätzlichen
Staubemission. Mit Hilfe eines Elektrofilters, welches im Abgasrohr
der Feuerungsanlage angeordnet ist, können im Rauchgas
befindliche Partikel auch mit einem aerodynamischen Durchmesser
von weniger als 10 μm zurückgehalten werden, was
der Lufthygiene unmittelbar zugute kommt.
-
Die
im Rauchgasstrom vorhandenen festen und flüssigen Partikel
werden im Elektrofilter mit Hilfe einer Filterelektrode elektrostatisch
geladen, in einem vom Elektrofilter erzeugten elektrischen Feld abgelenkt
und an einer dafür vorgesehenen Abscheidefläche
abgeschieden. Mit Hilfe eines solchen Elektrofilters lassen sich
Staubpartikel und Aerosole mit Korngrößen von
0,01 bis 60 μm abscheiden.
-
Stand der Technik
-
Aus
dem nachveröffentlichten deutschen Patent
DE 10 2006 003 028.1 ist ein
solches Elektrofilter für eine Feuerungsanlage bekannt.
Das Elektrofilter weist eine Filterelektrode und eine Elektrodenhalterung
auf, um die Filterelektrode im Abgaskanal zu halten und mit Spannung
zu versorgen.
-
Darstellung der Erfindung
-
Eine
Aufgabe der Erfindung ist es ein Elektrofilter für eine
Kleinfeuerungsanlage anzugeben, bei dem der Abscheidegrad optimiert
ist.
-
Vorteilhafter
Weise lässt sich das erfindungsgemäße
Elektrofilter bei einer niedrigeren Hochspannung betreiben als die
aus dem Stand der Technik bekannten Elektrofilter. Durch die niedrigere
Hochspannung wird die Betriebssicherheit erhöht, die Betriebsdauer
vergrößert und die Wartungsintervalle werden verlängert.
-
Die
Aufgabe wird durch ein Elektrofilter für eine Feuerungsanlage
mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
-
Das
erfindungsgemäße Elektrofilter für eine Kleinfeuerungsanlage
umfasst mehrere Filterelektroden und mehrere Abgaskanäle,
wobei in den Abgaskanälen jeweils eine Filterelektrode
angeordnet ist.
-
Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den abhängigen
Ansprüchen angegebenen Merkmalen.
-
Bei
einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Elektrofilters
ist ein Gehäuse vorgesehen, in dem die Abgaskanäle
angeordnet sind. Dies hat den Vorteil, dass dadurch das Elektrofilter
eine kompakte Einheit, ein Modul oder einen Einsatz bildet, der schnell
und einfach auf die Kleinfeuerungsanlage aufgesetzt werden kann.
Damit wird der Aufwand zur Montage des Elektrofilters klein gehalten.
Zudem hat diese Lösung den Vorteil, dass das Elektrofilter
als Nachrüsteinheit schnell, einfach und problemlos auch
vor Ort auf einer bestehenden Kleinfeuerungsanlage montiert werden
kann.
-
Bei
einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters ist ein Ende der Filterelektrode spitz ausgebildet.
Dadurch lässt sich die Zahl der von der Filterelektrode
versprühten elektrischen Ladungsträger erhöhen.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters ragt das erste Ende der Filterelektrode aus dem Abgaskanal
heraus. Dies hat den Vorteil, dass die von dem ersten Ende der Filterelektrode
ausgehende Feldstärke erhöht werden kann, ohne
dass es zu elektrischen Überschlägen und damit
zu einer Betriebsstörung kommt. Insbesondere wenn das erste
Ende der Filterelektrode spitz ist, entsteht bereits bei einer relativ
niedrigen Hochspannung eine so große Feldstärke,
dass eine ausreichende Ionisation gewährleistet ist. Würde
die Filterelektrode mit dieser hohen Feldstärke innerhalb des
Abgaskanals betrieben werden, könnte dies im Abgaskanal
unter Umständen zu elektrischen Überschlägen
führen. Indem die Filterelektrode aus dem Abgaskanal heraus
ragt, kann die Gefahr von elektrischen Überschlägen
und damit eine Betriebsstörung vermieden werden.
-
Vorteilhafterweise
ist beim erfindungsgemäßen Elektrofilter eine
Elektrodenhalterung vorgesehen, die eine Hochspannungsleitung aufweist,
wobei an die Hochspannungsleitung die Filterelektroden angeschlossen
sind. Auf diese Weise lassen sich sämtliche Filterelektroden
mit einer einzigen Hochspannungsleitung versorgen. Der Materialaufwand wird
minimiert. Zudem können die Filterelektroden zu einer Baugruppe
zusammengefasst und als Baugruppe montiert oder ausgewechselt werden.
-
Bei
einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Elektrofilters
erstreckt sich die Elektrodenhalterung über die Länge
des Abgaskanals. Dadurch können die Filterelektroden auf
den Einlassseiten der Abgaskanäle angeordnet und die Elektrodenhalterung
auf der Auslassseite der Abgaskanäle am Filtergehäuse
befestigt werden. Zudem kann dann die Elektrodenhalterung an einer
Stelle am Filtergehäuse befestigt sein, an der die Abgastemperatur
niedriger ist als im Bereich der Filterelektroden.
-
Vorteilhafterweise
erfolgt die Befestigung der Elektrodenhalterung am Filtergehäuse.
-
Zudem
ist es von Vorteil wenn sich der elektrische Anschluss des Elektrofilters
ebenfalls am Filtergehäuse befindet. Da in diesem Fall
der elektrische Anschluss Teil des Elektrofilters ist, muss an der Feuerungsanlage
hierfür nichts vorgesehen werden und eine bereits bestehende
Feuerungsanlage muss nicht umgebaut werden.
-
Darüber
hinaus kann bei dem erfindungsgemäßen Elektrofilter
vorgesehen sein, dass die Filterelektroden mittels einer lösbaren
Kupplung mit dem Elektrodenhalter verbunden sind. Dadurch können die
Filterelektroden bei Wartungsarbeiten auf einfache Art und Weise
vom Elektrodenhalter entfernt werden.
-
Zur
Lösung der Aufgabe wird ferner vorgeschlagen, dass die
Abgaskanäle beim erfindungsgemäßen Elektrofilter
zueinander parallel angeordnet sind. Dadurch lässt sich
Bauraum sparen. Zudem ist ein derart aufgebautes Elektrofilter einfach
herstellbar.
-
Bei
einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Elektrofilters
sind die Abgaskanäle U-förmig geformt. Dadurch
lässt sich der Aufwand bei der Herstellung des Elektrofilters
reduzieren.
-
Nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung kann diese noch weiter verbessert
werden, indem sowohl auf der Einlassseite als auch auf der Auslassseite
der Abgaskanäle Filterelektroden angeordnet sind.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters sind die Abgaskanäle gegenüber
dem Innenraum des Gehäuses abgedichtet. Der Innenraum des
Gehäuses kann ein Medium zur Wärmeübertragung,
beispielsweise eine Flüssigkeit oder Luft, enthalten. Auf
diese Weise lässt sich auf geringstem Bauraum eine Kombination
aus Elektrofilter und Wärmetauscher erreichen. Der Wärmetauscher
kann in ein Heizungssystem eingebunden werden.
-
Vorteilhafterweise
weist bei dem erfindungsgemäßen Elektrofilter
das Gehäuse einen Einlass und einen Auslass für
das Medium zur Wärmeübertragung auf. Dadurch kann
kühles Medium in das Gehäuse eingeleitet und das
an den Wänden der Abgaskanäle erwärmte
Medium wieder aus dem Gehäuse abgeleitet und beispielsweise
zur Erwärmung eines Wohnraums verwendet werden.
-
Schließlich
kann bei dem erfindungsgemäßen Elektrofilter eine
scheibenförmige Isolation vorgesehen sein, die am Elektrodenhalter
angeordnet ist.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Im
Folgenden wird die Erfindung mit mehreren Ausführungsbeispielen
anhand von elf Figuren weiter erläutert.
-
1 zeigt
eine erste mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Draufsicht im Querschnitt.
-
2 zeigt
die erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Seitenansicht im Querschnitt.
-
3 zeigt
einen Ofen mit dem auf dem Rauchauslass des Ofens montierten erfindungsgemäßen
Elektrofilter.
-
4 zeigt
eine zweite mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Draufsicht.
-
5 zeigt
eine dritte mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Draufsicht.
-
6 zeigt
eine weitere mögliche Ausführungsform eines Ofens
mit dem auf dem Abgasauslass des Ofens montierten Elektrofilter
in der Seitenansicht im Schnitt.
-
7 zeigt
die Ausführungsform des Ofens aus 6 in der
Frontalansicht.
-
8 zeigt
eine vierte mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Frontalansicht.
-
9 zeigt
die vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Seitenansicht im Querschnitt.
-
10 zeigt
die vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Draufsicht im Schnitt.
-
11 zeigt
einen Aufsatz auf einen Ofen mit dem erfindungsgemäßen
Elektrofilter in der Seitenansicht im Schnitt.
-
Wege zur Ausführung
der Erfindung
-
In 1 ist
eine erste mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters für Kleinfeuerungsanlagen in der Draufsicht
im Schnitt gezeigt. In 2 ist die erste Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Elektrofilters in der Seitenansicht
im Schnitt dargestellt. In einem Gehäuse 1 sind vier
Rohre 2, 3, 4 und 5 angeordnet,
welche die Wände der Abgaskanäle 9.1, 9.2, 9.3 beziehungsweise 9.4 bilden.
Im Zentrum des Gehäuses 1 befindet sich ein weiteres
Rohr 6, in dem eine Elektrodenhalterung 8 vorgesehen
ist. Die Elektrodenhalterung 8 ragt nach unten aus dem
Rohr 6 heraus und trägt mit Hilfe von vier Haltearmen 11.1, 11.2, 11.3 und 11.4 jeweils eine
Filterelektrode 12.1, 12.2, 12.3 beziehungsweise 12.4.
Die Haltearme 11.1 bis 11.4 sind so ausgebildet,
dass sie die Filterelektroden 12.1 bis 12.4 und die
Führungshülsen 13.1 bis 13.4 für
die Filterelektroden 12.1 bis 12.4 im Wesentlichen
im Zentrum der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 in
axialer Richtung halten. Unterhalb des Gehäuses 1 befindet
sich das Abgasrohr 7, welches in 1 gestrichelt
gezeichnet ist, und welches das von einer Feuerungsanlage erzeugte
Abgas zu den vier Abgaskanälen 9.1 bis 9.4 leitet.
-
Mit
Hilfe der Filterelektroden 12.1 bis 12.4, welche über
die Elektrodenhalterung 8 mit Hochspannung versorgt werden,
werden die im Abgas befindlichen Partikel elektrostatisch geladen.
Da das Gehäuse 1 sowie die Rohre 2, 3, 4 und 5 geerdet sind,
bildet sich zwischen der Elektrode 12.1 und dem Rohr 2 ein
elektrisches Feld aus, das dazu führt, dass die elektrostatisch
aufgeladenen Partikel sich an der Innenseite des Rohrs 2 ablagern.
Sinngemäß das gleiche gilt für die Elektrode 12.2 und
das Rohr 3, die Elektrode 12.3 und das Rohr 4 sowie
die Elektrode 12.4 und das Rohr 5.
-
Die
von den Haltearmen 11.1 bis 11.4 gehaltenen Filterelektroden 12.1 bis 12.4 ragen
mit ihren ersten Enden jeweils in die Abgaskanäle 9.1 bis 9.4. Die
zweiten Enden 14.1 bis 14.4 der Filterelektroden 12.1 bis 12.4 befinden
sich außerhalb der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4.
Die Elektrodenhalterung 8 weist im Inneren eine Hochspannungsleitung 10 auf,
die als Spannungsversorgung für die einzelnen Filterelektroden 12.1 bis 12.4 dient
und deren Ende 14.5 als weitere Filterelektrode ausgebildet
sein kann.
-
Die
Enden 14.1 bis 14.5 der Filterelektroden sind
vorzugsweise spitz. Dadurch kann die Zahl der von den Elektroden
versprühten Ladungsträgern erhöht werden.
Um die Ionisation zu verbessern, können die Filterelektroden 12.1 bis 12.5 auch
aus sehr dünnem Draht gefertigt sein oder scharfe Kanten
und Grate aufweisen.
-
Dies
hat den Vorteil, dass die von dem Enden 14.1 bis 14.5 der
Filterelektroden ausgehende Feldstärke erhöht
werden kann, ohne dass es zu elektrischen Überschlägen kommt.
Insbesondere wenn die Enden 14.1 bis 14.5 der
Filterelektroden spitz sind, entsteht bereits bei einer relativ
niedrigen Hochspannung eine so große Feldstärke,
dass eine ausreichende Ionisation gewährleistet ist. Würden die
Filterelektroden 12.1 bis 12.4 mit dieser hohen Feldstärke
innerhalb der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 betrieben
werden, könnte dies in den Abgaskanälen 9.1 bis 9.4 unter
Umständen zu elektrischen Überschlägen
führen. Indem die Filterelektroden aus den Abgaskanälen 9.1 bis 9.4 heraus
ragen, kann die Gefahr von elektrischen Überschlägen
und damit eine Betriebsstörung vermieden werden. Bei dieser
Ausführungsform befindet sich somit eine Ionisationszone
vor den Einlässen der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 und
eine Abscheidezone innerhalb der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4.
In der Ionisationszone werden die im Abgasstrom befindlichen Partikel
ionisiert und anschließend in der Abscheidezone an den
Wänden der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 abgeschieden.
-
Die
im Rohr 6 angeordnete Filterelektrodenhalterung 8 ist über
eine lösbare Kupplung 27 mit einem Haltearm 28 verbunden.
Die Kupplung 27 weist einen Renkverschluss auf und hat
eine trichterförmige Führung, um das Einführen
der Filterelektrodenhalterung 8 in die Kupplung zu erleichtern.
Statt des Renkverschlusses kann auch ein Bajonettverschluss oder
eine lösbare Schnappverbindung vorgesehen sein.
-
Der
Haltearm
28 ist als Isolator ausgebildet und führt
in seinem Inneren eine Hochspannungsleitung, die aus dem Gehäuse
1 herausgeführt
ist und am Ende einen elektrischen Anschluss
28.1 aufweist. Über
den Anschluss
28.1 sind die Filterelektroden
12.1 bis
12.4 mit
einer in den Figuren nicht gezeigten Hochspannungsquelle verbindbar.
Der Haltearm
28 ist über einen mehrstufigen Isolator
29,
30 am
Gehäuse
1 befestigt. Am Haltearm
28 kann
zusätzlich ein teller- oder scheibenförmiger Isolator
vorgesehen sein, der wie in der Druckschrift
DE 10 2006 003 028 beschrieben,
ausgebildet sein kann.
-
Die
Rohre 2, 3, 4, 5 und 6 sind
gegenüber dem Innenraum 17 des Gehäuses 1 abgedichtet. Dies
kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die Rohre 2 bis 6 eingangsseitig
mit dem Gehäuseboden 1.1 und ausgangsseitig mit
dem Gehäusedeckel 1.2 verschweißt sind.
Das Gehäuse 1 weist einen Anschluss 18 auf, über
den ein Wärmetauschermedium in den Innenraum 17 des
Gehäuses 1 geleitet werden kann. Über
einen Anschluss 22 gelangt das Wärmetauschermedium
wieder aus dem Gehäuse 1 heraus. Als Wärmetauschermedium
kann Wasser verwendet werden.
-
Während
das heiße Abgas aus dem Ofen durch die Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 strömt,
kühlt sich das Abgas ab und gibt die Wärmeenergie
an das Wärmetauschermedium ab. Dadurch erwärmt
sich das Wärmetauschermedium und kann über den
Anschluss 22, welcher auch als Vorlauf VL bezeichnet wird,
wieder aus dem Gehäuseinneren 17 entnommen werden.
Der Anschluss 18 wird auch als Rücklauf RL bezeichnet.
Um eine möglichst gute Verteilung des Wärmetauschermediums
im Innenraum 17 des Gehäuses 1 zu erreichen,
wird das Wärmetauschermedium durch ein Rohr 19 in
den Innenraum 17 an eine Stelle, die vom Vorlauf VL möglichst
weit entfernt ist, geleitet.
-
Im
Innenraum 17 ist zusätzlich eine gewendelte Leitung 21 vorgesehen,
in der ebenfalls ein Wärmetauschermedium ge führt
wird. Über einen Anschluss 20 wird das Wärmetauschermedium
in die Leitung 21 eingeleitet und über einen Anschluss 23 wieder
entnommen. Die Leitung 21 bildet einen Sicherheitswärmetauscher
und ist Bestandteil eines Sicherheitskreislaufes, mit dem gewährleistet
wird, dass die gesamte Anlage bei Störfällen nicht überhitzt
und Schaden nimmt.
-
In 3 ist
eine mögliche Ausführungsform einer Feuerungsanlage
mit dem darüber angeordneten erfindungsgemäßen
Elektrofilter gezeigt. Das im Brennraum 31 der Feuerungsanlage
erzeugte Abgas wird über eine Haube 32 zum erfindungsgemäßen Elektrofilter
geführt und dort gereinigt. Zudem wird dem Abgas Wärmeenergie
entzogen, um diese als Heizenergie für beispielsweise einen
Wohnraum nutzen zu können. Vorteilhafter Weise ist der
Elektrofilter vom Brennraum 31 aus zugänglich.
Dadurch kann das Elektrofilter einfach und ohne die Umgebung zu verschmutzen
gereinigt werden. Die Partikel, die an den Wänden der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 abgeschieden
wurden, fallen beim Reinigen des Elektrofilters in den Brennraum 31.
-
In 4 ist
eine zweite mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Draufsicht gezeigt. Das Elektrofilter kann,
wie vorher beschrieben, ebenfalls einen Wärmetauscher aufweisen,
der in der 4 der Übersichtlichkeit
halber aber nicht dargestellt ist. Die zweite Ausführungsform
des Elektrofilters unterscheidet sich im Wesentlichen von der ersten
Ausführungsform dadurch, dass insgesamt sieben runde Abgaskanäle 9.1 bis 9.7 vorgesehen
sind, die kreisförmig angeordnet sind. Der Gehäuseboden 1.1' weist
dazu entsprechende Bohrungen 33.1 bis 33.7 auf,
die die Einlassöffnungen für die Ab gaskanäle 9.1 bis 9.7 bilden. Grundsätzlich
unterscheiden sich die beiden Ausführungsformen in der
Funktionsweise nicht.
-
In 5 ist
eine dritte mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Draufsicht gezeigt. Gegenüber den
beiden vorigen Ausführungsbeispielen unterscheidet sich
die Ausführungsform gemäß 5 dadurch,
dass insgesamt neun Abgaskanäle 9.1 bis 9.9 vorgesehen
sind, die einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt aufweisen.
Der Gehäuseboden 1.1'' weist dazu entsprechende Öffnungen
auf, die als Einlassöffnungen für die Abgaskanäle 9.1 bis 9.9 dienen. Bezüglich
des Funktionsprinzips des in 5 gezeigten
Elektrofilters wird auf die obige Beschreibung verwiesen.
-
In 6 ist
eine weitere mögliche Ausführungsform einer Feuerungsanlage
in der Seitenansicht gezeigt. In 7 ist diese
Feuerungsanlage in der Frontalansicht dargestellt. Oberhalb des
Brennraums 31 befindet sich das erfindungsgemäße
Elektrofilter. Das im Brennraum 31 erzeugte partikelbehaftete
Abgas wird über einen Abgaskanal 35 zum erfindungsgemäßen
Elektrofilter geleitet, wird durch die Abgaskanäle 9.1–9.8 geführt
und dabei von den Partikeln befreit. Das so gereinigte Abgas tritt
aus dem Abgasrohr 36 aus und kann einem in den Figuren
nicht gezeigten Kamin zugeführt werden. Im Gegensatz zu
den vorigen Ausführungsbeispielen werden die unteren Abgaskanäle 9.5–9.8 vom
Abgas in einer ersten Richtung durchströmt und die oberen Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 in
der entgegengesetzten Richtung.
-
In 8 ist
die soeben beschriebene Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters in der Frontalansicht gezeigt. 9 zeigt
diese Ausführungsform des Elektrofilters in der Seitenansicht im
Schnitt. 10 zeigt diese Ausführungsform
des Elektrofilters in der Draufsicht im Schnitt. Im Unterschied
zu den vorigen Ausführungsbeispielen erstreckt sich die
Elektrodenhalterung nicht über die gesamte Länge
der Abgaskanäle 9.1–9.8. Vielmehr werden
die Filterelektroden 12.1–12.8 von der
der Elektrodenhalterung 29 am nächsten liegenden Öffnungen
der Abgaskanäle in die Abgaskanäle 9.1 bis 9.8 eingeführt.
-
In 11 ist
eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters mit Wärmetauscher in der Seitenansicht im
Schnitt dargestellt. Zusätzlich zu dem in 8 gezeigten
Aufsatz umfasst der Aufsatz gemäß 11 eine
Klappe 37, mit der ein Teil der Abgaskanäle 9.1 bis 9.4 verschlossen werden
kann. Die Klappe 37 kann beim Anfeuern geschlossen werden,
um den Zug im Kamin zu erhöhen. Hat der Kamin eine ausreichende
Temperatur erreicht, kann die Klappe 37 geöffnet
werden. Mit der Klappe 37 kann ein elektrischer Schalter
zum Ein- und Ausschalten des Elektrofilters gekoppelt sein. Sobald
also die Klappe 37 umgelegt wird, wird automatisch auch
der Schalter für die Steuerung des Elektrofilters betätigt.
-
Vorteilhafter
Weise lässt sich das erfindungsgemäße
Elektrofilter bei einer niedrigeren Hochspannung betreiben als die
aus dem Stand der Technik bekannten Elektrofilter. Aufgrund der
niedrigeren Hochspannung lagern sich nicht mehr so schnell elektrisch
leitfähige Partikel auf dem Isolator 13, 11, 8, 27, 28, 30, 29 ab.
Es dauert län ger bis sich auf dem Isolator eine parasitäre
leitfähige Schicht bildet und bis Kriechströme
von den Filterelektroden 12.1 bis 12.8 über
den Isolator 13, 11, 8, 27, 28, 30, 29 zum Gehäuse 1 fließen.
Durch die niedrigere Hochspannung wird die Betriebsdauer vergrößert
und die Wartungsintervalle werden verlängert.
-
Die
vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäß der
vorliegenden Erfindung dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht
zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung. Im Rahmen der Erfindung
sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich,
ohne den Umfang der Erfindung sowie ihre Äquivalente zu
verlassen.
-
- 1
- Gehäuse
- 1.1
- Gehäuseboden
- 1.1'
- Gehäuseboden
- 1.1''
- Gehäuseboden
- 1.2
- Gehäusedeckel
- 2
- Rohr
- 3
- Rohr
- 4
- Rohr
- 5
- Rohr
- 6
- Rohr
- 7
- zentrales
Ofenrohr
- 8
- zentraler
Elektrodenhalter
- 9.1–9.8
- Abgaskanäle
- 10
- Hochspannungsleitung
- 11.1–11.8
- Haltearme
- 12.1–12.8
- Filterelektroden
- 13.1–13.8
- Führungshülsen
- 14.1–14.8
- Enden
der Filterelektroden
- 17
- Innenraum
des Gehäuses
- 18
- Anschluss
- 19
- Rohr
- 20
- Anschluss
- 21
- gewendelte
Leitung
- 22
- Anschluss
- 23
- Anschluss
- 24
- Elektrode
- 25
- Elektrode
- 26
- Elektrode
- 27
- Kupplung
- 28
- isolierte
Hochspannungsleitung
- 28.1
- Anschluss
für Hochspannungsquelle
- 29
- Halterung
- 30
- Isolator
- 31
- Brennraum
- 32
- Haube
- 33.1–33.7
- runde Öffnungen
- 34.1–34.9
- eckige Öffnungen
- 35
- Kanal
- 36
- Abgasrohr
- 37
- Klappe
- 38
- Umlenkblech
- RL
- Rücklauf
- VL
- Vorlauf
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102006003028 [0004, 0042]