Elektrofilter für eine Feuerungsanlaqe
[0001] Die Erfindung betrifft ein Elektrofilter für Feuerungsanlagen, wie sie beispielsweise in privaten Haushalten oder auch in Gewerbebetrieben zu finden sind. Die Erfindung ist insbesondere auch für Kleinfeuerungsanlagen, wie beispielsweise Chemineeöfen, Kachelöfen, Zimmeröfen, Kochherde, Backöfen und Heizkessel, die mit Holz befeuert werden, verwendbar. Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Betreiben des Elektrofilters.
[0002] Konventionelle Kleinfeuerungsanlagen, in der Regel sind dies Anlagen mit bis zu maximal 70 KW Leistung, entlassen, gemessen am gesamten Rauchemissionsaufkommen, unverhältnismässig viele Schadstoffe in die Atmosphäre. Dazu kommt, dass Kleinfeuerungsanlagen, wenn auch vorschriftswidrig, des Öfteren dazu benutzt werden, um Plastik, Karton, Papier und Altholz zu verbrennen. Dies führt zu einer zusätzlichen erheblichen Staubemission. Mit Hilfe eines Elektrofilters, welches im Abgasrohr einer Feuerungsanlage angeordnet ist, können auch im Rauchgas befindliche Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer zurückgehalten werden und somit die Lufthygiene verbessert werden.
[0003] Mit Hilfe des Elektrofilters werden elektrisch geladene feste und flüssige Partikel, die sich im Rauchgas befinden, in einem vom Elektrofilter erzeugten elektrischen Feld abgelenkt und zurückgehalten. Die Partikel müssen dazu zunächst mit Hilfe einer Elektrode elektrostatisch geladen werden. Anschliessend werden die unipolar aufgeladenen Partikel in Folge der Wirkung des
elektrostatischen Feldes an Abscheideplatten abgeschieden. Mit Hilfe eines solchen Elektrofilters lassen sich Staubpartikel und Aerosole mit Komgrössen vom 0,01 bis 60 μm abscheiden.
[0004] Elektrofilter für Feuerungsanlagen, welche auch als elektrostatische Partikelfilter bezeichnet werden, sind für Feuerungsanlagen aus der Technik WO 00/33945 bekannt. Dort wird ein Elektrofilter für eine Feuerungsanlage beschrieben, das beispielsweise auf einen Kamin aufgesetzt werden kann. Das Elektrofilter besteht aus einem Rahmen, der auf den Kamin aufgesetzt wird, einem Isolator, der vom Rahmeninneren aus in die Mitte des Rahmens ragt und an dessen Ende eine mit einem Gewicht versehene Elektrode hängt und in den Kamin hineinreicht. Wenn die Feuerungsanlage im Betrieb ist und durch den Kamin mit Partikeln versehenes Rauchgas strömt, wird mit Hilfe des Elektrofilters dafür gesorgt, dass die im Rauchgas befindlichen Partikel zurückgehalten werden. Dazu wird an die Elektrode eine Hochspannung angelegt, was zur Folge hat, dass die Partikel elektrostatisch aufgeladen werden und sich am Kamin und am Rahmen niederschlagen. Dies kann jedoch bei einem längeren Betrieb des Elektrofilters dazu führen, dass die Partikel, die sich am Isolator anlagern, aufgrund ihrer elektrischen Leitfähigkeit zwischen dem Isolator und dem Rahmen eine elektrisch leitende Brücke bilden und dadurch die Wirkung des Isolators verschlechtern.
[0005] Aus der DE 44 07 152 C1 ist eine Vorrichtung zur Isolierung elektrostatischer Abscheider bekanntgeworden. Der Abscheider wird von einem Tragrohr gehalten, welches koaxial im Innern eines Schutzrohrs verläuft und einen drehsymmetrischen Körper trägt. Längs des Tragrohrs wird im Innern des Schutzrohrs Spülluft zum Abscheider geblasen, die ausserhalb des drehsymmetrischen Körpers beschleunigt wird. Der Abstand der äussersten Punkte des Körpers zur Innenwand des Schutzrohrs liegt dabei in einem bestimmten Verhältnis zumΛnnenradius des Schutzrohres. Der drehsymmetrische Körper ist auch von der Mündung des Schutzrohres zurückversetzt. Die Mündung des Schutzrohres weist einen gebördelten Rand auf, das heisst einen nach aussen gekrümmten Rand. Versuche zeigten, dass bei einem einzigen
Strömungskörper, der gegenüber der Mündung zurückversetzt ist, eine Beschlagung der Vorderseite nicht vermeidbar ist. Durch eine Partikelbeschlagung aber sinkt die Effizienz des Filters rasch und es drohen elektrische Durchschläge.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Elektrofilter für eine Feuerungsanlage anzugeben, das wartungsarm ist und störungsfrei und dauerhaft zuverlässig arbeitet, indem wirksam verhindert wird, dass sich im Rauchgas befindliche Partikel an der Elektrodenhalterung des Elektrofilters ablagern und die Wirkung des Elektrodenisolators beeinträchtigen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Elektrofilter für eine Feuerungsanlage, mit einer Filterelektrode, mit einer Elektrodenhalterung, über welche die Filterelektrode in einem Rauchgasrohr der Feuerungsanlage gehalten wird und mit Spannung versorgbar ist, und mit einem Isolator, der die Elektrodenhalterung umgibt, wobei es die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches aufweist. Mit einem solchen Elektrofilter wird ein Verfahren betrieben, bei dem zur Verhinderung von Partikelansammlungen Spülluft über Spülluftöffnungen um den Elektroden halter geblasen wird, und zwar entlang dem Isolator in Richtung zum Rauchgasrohr hin und dabei schlangenlinienförmig um den oder die Prallteller herum und/oder durch die Ringblende hindurch. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den abhängigen Patentansprüchen angegebenen Merkmalen.
[0008] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Elektrofilters ist vorgesehen, dass bei der Anordnung von zwei Tellern der Durchmesser des einen Tellers grösser als der Durchmesser des anderen Tellers ist, wobei der Teller mit dem grosseren Durchmesser sich näher am Abgasrohr befindet als der kleinere Teller. Dadurch lässt sich die Zahl der Partikel, die vom Abgasrohr kommend in den kritischen Bereich strömen, erheblich reduzieren. Die Prallteller können als separate Bauteile ausgeführt sein oder zusammen mit dem Isolator ein Formteil bilden. Bei Ausbildung als separate Bauteile können die Prallteller aus Metall gefertigt sein, was den Vorteil einer einfachen Herstellbarkeit und höherer Hitzebeständigkeit bietet. Vorteilhafterweise ist zu dem Elektrofilter ein Gehäuse
vorgesehen, das den Isolator und die Teller umgibt und sich vom Spülluftauslass aus gegen das Rauchgasrohr hin konisch erweitert. Auf diese Weise lässt sich die Hauptströmungsrichtung der Spülluft vorgeben.
[0009] Darüber hinaus kann das Elektrofilter so ausgebildet sein, dass zwischen dem Teller und dem Gehäuses, oder zwischen den Tellern und dem Gehäuse je ein Luftspalt vorgesehen ist, der so dimensioniert ist, dass er grösser als die durch die Spannung bedingte Durchschlagstrecke ist. Dadurch wird sichergestellt, dass zwischen den Tellern und dem Gehäuse kein nennenswerter Spannungsabfall entsteht. Darüber hinaus kann das Elektrofilter auch alternativ oder zusätzlich zu den Tellern mit einer Ringblende versehen sein, welche den Mündungsrand des Gehäuses gegen das Zentrum hin auskragend überragt, wodurch die ausströmende Spülluft so geführt ist, dass der äusserste Prallteller wirksam vor einem Beschlagen mit Partikeln geschützt wird. Weiter kann die Ringblende als Elektrode ausgebildet sein, um mittels elektrostatischer Kräfte das Eindringen von Partikeln in den kritischen Bereich weiter zu reduzieren.
[0010] Eine weitere Unterstützung der Wirksamkeit der Spülluft wird dadurch erzielt, dass mit Hilfe eines Ionisators die Spülluft elektrostatisch gleichartig wie die Partikel im Rauchgas aufgeladen wird. Somit wird durch die Spülluft eine Ladungswolke um den Isolator herum erzeugt, die eine elektrostatische Abstossung der Rauchgaspartikel bewirkt und somit zur Reinhaltung des Isolators beiträgt. Das Elektrofilter weist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung im Isolator Spülluftauslässe auf, die über einen im Isolator angeordneten Spülluftkanal mit Spülluft versorgbar sind. Die Spülluftauslässe sind sternförmig auf der Längsseite des Isolators angeordnet. Dadurch kann die Partikelablagerung rund um den Isolator verringert werden.
[0011] Nach einer besonderen Ausgestaltung kann beim Elektrofilter der äusserste Teller ins Abgasrohr hineinragen, wodurch sich größere Abstände zwischen dem Teller oder den Tellern einerseits und dem Gehäuse beziehungsweise dem Abgasrohr andererseits erzielen lassen, um die Sicherheit vor elektrischen Durchschlägen zu erhöhen. Desweiteren besteht die Möglichkeit,
das Elektrofilter mit einem Mittel zum Aufheizen der Spülluft auszustatten. Durch das Aufheizen der Spülluft wird erreicht, dass sich im Abgasrohr, insbesondere rohrabwärts, keine unerwünschten Luftströmungen ausbilden können. Schliesslich kann dieses Elektrofilter auch mit einem gesonderten Mittel zur Erzeugung eines Spülluftstroms ausgestattet sein. Das Mittel zur Erzeugung des Spülluftstroms kann beispielsweise ein Ventilator oder ein Gebläse sein. Alternativ oder auch zusätzlich dazu kann ein im Absaugrohr herrschender Unterdruck benutzt werden, um Luft aus der Umgebung anzusaugen und sie als Spülluft am Isolator und an den Tellern vorbei strömen zu lassen.
[0012] Im Folgenden wird die Erfindung mit mehreren Ausführungsbeispielen anhand von drei Figuren weiter erläutert.
Figur 1 zeigt eine erste mögliche Ausführungsform des erfindungsgemässen Elektrofilters im Querschnitt;
Figur 2 zeigt eine zweite mögliche Ausführungsform des erfindungsgemässen Elektrofilters im Querschnitt;
Figur 3 zeigt das erfindungsgemässe Elektrofilter nach Figur 1 oder 2 in einer Schnittansicht entlang des Schnitts A-A.
[0013] Das Elektrofilter ist grundsätzlich für sämtliche Feuerungsanlagen geeignet. Vorzugsweise findet es jedoch Anwendung in Kleinfeuerungsanlagen. Das Elektrofilter wird dazu in den Abgaskanal, also das Absaugrohr oder den Kamin der Feuerungsanlage, eingebaut. Damit sich die elektrostatisch geladenen Rauchgaspartikel am Rauchgaskanal abscheiden, wird dieser in dem Bereich, in dem sich die Partikel abscheiden sollen, leitfähig ausgebildet, indem das die Filterelektrode umgebende Rohrstück beispielsweise aus Stahlblech, Chromstahl oder Aluminium ausgebildet ist oder ein solches Blech oder Lochblech oder Drahtgitter in den Abgaskanal eingesetzt wird.
[0014] Bei der in Figur 1 gezeigten ersten Ausführungsform des Elektrofilters für
eine Feuerungsanlage ist im Rauchgaskanal oder Abgaskanal 1 eine Filterelektrode 8, welche auch als Sprühelektrode bezeichnet wird, vorzugsweise parallel zum Rauchgasstrom RG angeordnet. Die Filterelektrode 8 wird mit Hilfe einer Elektrodenhalterung 7 im Rauchgaskanal 1 gehalten und mit einer Hochspannung versorgt. Die Elektrodenhalterung 7 ist dazu über eine elektrische Verbindung 9, welche beispielsweise als Steckverbindung ausgebildet sein kann, mit einem Hochspannungskabel 10 verbunden, welches zu einem in Figur 1 nicht gezeigten Hochspannungsgenerator führt. Den Gegenpol zur Sprühelektrode 8 bildet das Gehäuse 2 des Elektrofilters in Verbindung mit dem metallisch ausgebildeten Bereich des Rauchgaskanals 1. Das Gehäuse 2 ist zu diesem Zweck über die Erdungsleitung 13 mit Masse verbunden. Die elektrische und mechanische Verbindung zwischen dem Gehäuse 2 und dem elektrisch leitenden Bereich des Rauchgaskanals 1 wird über Schraubverbindungen 3 bewerkstelligt. Um zu verhindern, dass es einen Kurzschluss zwischen der Elektrodenhalterung 7 und dem Gehäuse 2 des Elektrofilters gibt, ist die Elektrodenhalterung 7 von einem Isolator 5 umgeben. Dabei ist es nicht erforderlich, dass der Isolator 5 sich über die gesamte Länge des Elektrodenhalters 7 erstreckt. Um die Filterelektrode 8, die Elektrodenhalterung 7 und den Isolator 5 zu befestigen, wird der Isolator 5 in eine vorzugsweise aus Metall ausgebildete Hülse 17 geschoben, welche mit Hilfe von Haltestegen 18, wie diese in Figur 3 ersichtlich sind, an einer zylinderförmigen Halterung 4.1 befestigt ist. Die zylinderförmige Halterung 4.1 ist Teil eines kegelförmigen bzw. konischen Gehäuseabschnitts 4, welcher wiederum Bestandteil des Gehäuses 2 ist. Das Gehäuse 2 kann vorzugsweise aus Metall hergestellt werden. An jenem dem Rauchgaskanal 1 zugewandten Ende des Isolators 5 ist mindestens ein Prallteller befestigt. Im gezeigten Beispiel sind zwei solche Prallteller vorhanden, nämlich ein erster Prallteller 6.1 und ein zweiter Prallteller 6.2. Der Isolator 5 ist zusammen mit der Hülse 17 derart mit der zylinderförmigen Halterung 4.1 verbunden, dass zwischen der Halterung 4.1 und der Hülse 17 ein Luftspalt 16 entsteht, durch welchen Spülluft SL strömen kann. Der Luftspalt 16 wird im Folgenden auch als Spülluftauslass oder Spülluftöffnung bezeichnet.
[0015] Der vordere Bereich 19.1 und hintere Bereich 19.2 im Inneren des
kegelförmigen Gehäuseabschnitts 4 werden vor einer übermässigen Abscheidung von Partikeln geschützt, indem dafür gesorgt wird, dass die Spülluft SL durch den Spülluftauslass 16 in Richtung Rauchgaskanal 1 geblasen wird. Dabei sorgen die an dem Prallteller oder an den beiden Pralltellern 6.1 und 6.2 entstehenden Luftwirbel dafür, dass die im Rauchgas RG befindlichen Partikel, wenn überhaupt, dann nur zu einem sehr geringen Mass in den hinteren Bereich 19.2 eindringen können. Die beiden Teller 6.1 und 6.2 bilden zusammen mit dem Spülluftstrom eine zweistufige Partikelsperre und die Luft wird schlangenlinienförmig um sie herumgeführt. Der Luftspalt x zwischen dem Teller 6.1 bzw. 6.2 und dem kegelförmigen Gehäuseabschnitt 4 wird dabei so gewählt, dass sich ein möglichst kleines Spaltmass ergibt, um in diesem Bereich eine möglichst hohe Strömungsgeschwindigkeit für die Spülluft SL zu erreichen. Andererseits wird bei der Dimensionierung des Luftspalts x jedoch auch darauf geachtet, dass zwischen dem Teller 6.1 bzw. dem Teller 6.2 und dem kegelförmigen Bereich des Gehäuses 4 kein Spannungsdurchbruch entsteht. Die Positionen des ersten Tellers 6.1 und des zweiten Tellers 6.2 ergeben sich aus den technischen Randbedingungen. Gegebenenfalls kann der äussere Teller 6.1 auch in den Rauchgaskanal 1 hineinragen.
[0016] Die Anzahl der erforderlichen Teller ist ebenfalls von den technischen Rahmenbedingungen abhängig. So kann es unter Umständen auch ausreichen, auf dem Isolator 5 lediglich einen Teller vorzusehen. Vorzugsweise ist der erste Teller 6.1 aus Metall, weil Metall sowohl robust als auch hitzebeständig ist. Wahlweise können auch beide Teller 6.1 und 6.2 sowie gegebenenfalls weitere Teller aus Metall gefertigt sein. Die Spülluft SL kann entweder von einem Ventilator oder einem Gebläse 21 erzeugt werden. Alternativ dazu kann der Spülluftstrom jedoch auch dadurch erzeugt werden, dass ein im Rauchgaskanal 1 vorhandener Unterdruck ausgenutzt wird, um die Spülluft SL aus der Umgebung durch den Spüllufteinlass 25, das Rohr 15 und den Spülluftauslass 16 vorbei an den beiden Tellern 6.2 und 6.1 in den Rauchgaskanal 1 zu saugen. Falls erforderlich, kann der Spülluftstrom mit Hilfe des Gebläses oder des Ventilators 21 zusätzlich verstärkt werden. Falls gewünscht, kann die Spülluft SL zusätzlich mit Hilfe eines Ionisators 22 ionisiert werden, um durch elektrostatische Abstossung
Partikel vom Isolator fern zu halten. Durch eine entsprechende bauliche Gestaltung kann auch die Steckverbindung 9 als Ionisator fungieren. Die Steckverbindung kann dazu beispielsweise Spitzen, Kanten und Grate aufweisen, um eine lokale Korona zu erzeugen.
[0017] Schliesslich besteht auch die Möglichkeit, mit Hilfe eines Heizelementes 23 die Spülluft SL auf eine gewünschte Temperatur vorzuheizen, so dass die Spülluft SL im Rauchgaskanal 1 nicht zu einer unerwünschten Luftströmung führt, die der Rauchgasströmung RG entgegenwirkt. Das in Figur 1 gezeigte Elektrofilter kann zudem mit einem Temperaturfühler 11 ausgestattet sein. Das vom Temperaturfühler 11 erzeugte Temperaturmesssignal kann am Ende der Leitung 12 abgegriffen und einer in Figur 1 nicht gezeigten Steuerung zugeführt werden, über welche dann der Ventilator 21 und die Hochspannungsquelle für die Erzeugung der Hochspannung gesteuert werden.
[0018] In Figur 2 ist eine alternative Ausführungsform dieses Elektrofilters dargestellt. Die in Figur 2 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform dadurch, dass am Isolator 5 keine Teller mehr vorgesehen sind, sondern anstatt dessen der Isolator 5 von einer Ringblende 20 umgeben ist. Diese liegt senkrecht zur Gehäuseachse und schliesst das Gehäuse vorne ab, indem ihr Innenrand den Rand des konischen Gehäuses zum Zentrum hin überragt. Die Ringblende kann eine blosse Blechblende sein, aber sie kann auch als Elektrode ausgebildet sein, die über die Leitung 24 mit Spannung versorgt wird und dafür sorgt, dass die im Rauchgas RG befindlichen Partikel nicht in die Bereiche 19.1 und 19.2 eindringen können. Falls erforderlich, können die beiden in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen auch kombiniert werden. So ist es beispielsweise denkbar, auf dem Isolator 5 nur einen Teller 6.1 und zusätzlich die Ringblende 20 oder Ringelektrode einzusetzen oder auch auf dem Isolator 5 zwei Teller und zusätzlich die Ringblende 20 oder Ringelektrode zu verwenden.
[0019] In Figur 3 ist das Elektrofilter im Querschnitt entlang der Schnittlinie A-A gezeigt. Falls es erforderlich ist, kann die rückwärtige Seite des Gehäuses 2 über
ein Reduzierstück 14 mit einem flexiblen Schlauch oder Rohr 15 verbunden werden. Je nach Anwendungsfall kann über das Rohr 15 dann die Spülluft SL angesaugt oder/und zusätzlich über den Ventilator 21 eingeblasen werden. Zusätzlich oder auch alternativ zu den beschriebenen Ausführungsformen kann bei diesem Elektrofilter vorgesehen sein, dass der Isolator 5 im Inneren einen oder mehrere Luftkanäle aufweist, die in mehreren Luftauslässen enden, was jedoch in den Figuren 1 bis 3 nicht gezeigt ist. Über die vorzugsweise auf der Längsseite des Isolators sternförmig angeordneten Luftauslässe strömt die Spülluft SL aus und sorgt so dafür, dass der Isolator rundum im Wesentlichen frei von im Rauchgas befindlichen Partikeln bleibt.
[0020] Als Hochspannungsgenerator kann beispielsweise ein Hochspannungstransformator mit nachgeschaltetem Gleichrichter verwendet werden. Typischerweise weist der Hochspannungstransformator eine Leistung zwischen 20 und 200 VA auf und kann mit 220 V/50 Hz oder auch mit 110 V/60 Hz Wechselstrom betrieben werden. Die Aufladung der Sprühelektrode 8 kann wahlweise negativ oder positiv gegenüber dem Bezugspotential Masse erfolgen. Die Abreinigung des Kollektors, also des Abgaskanals 1 , kann nach Ausbau des Elektrofilters beispielsweise von Hand unter Zuhilfenahme von Wasser oder speziellen Reinigungsmitteln erfolgen. Im üblichen Betrieb einer Kleinfeuerungsanlage als Hauptwärmeerzeuger hat sich als Reinigungszyklus ein Zyklus von ein bis zwei Monaten als vorteilhaft erwiesen. Bei sporadischem Betrieb der Feuerungsanlage ergeben sich entsprechend längere Reinigungszyklen von mehreren Monaten. Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäss dieses Elektrofilters dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung. Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich, ohne den Umfang der Erfindung sowie ihre Äquivalente zu verlassen.