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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anzeigen eines Parameters mittels einer Skala, die abschnittsweise hervorgehoben darstellbar ist. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Anzeigen eines Parameters mit einer Skala, die abschnittsweise hervorgehoben darstellbar ist, einer Schnittstelle zur datentechnischen Kopplung mit einem Bedienelement zum Auswählen des Parameters und einer Steuereinrichtung mit der steuerbar ist, welcher Abschnitt der Skala hervorgehoben dargestellt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere für die Anzeige eines Parameters in einem Kraftfahrzeug, insbesondere auf dem Display eines Kombiinstruments, ausgebildet.
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Die Anzahl von Informationen, die einem Fahrzeugführer aufgrund der steigenden Anzahl von Komforteinrichtungen angezeigt werden steigt ständig. Zu den Komforteinrichtungen, die in modernen Fahrzeugen eingesetzt werden zählen Navigationseinrichtungen, Telekommunikationseinrichtungen, Fahrerassistenzsystemen und Warnhinweise zu eine Vielzahl von Einrichtungen des Fahrzeugs und zu Umgebungsbedingungen. In vielen Fahrzeugen werden deshalb so genannte Multifunktions-Bedien- und Anzeigeeinrichtungen eingesetzt. Herkömmlicherweise ist das Display solcher Multifunktions-Bedien- und Anzeigeeinrichtungen in der Mittelkonsole angeordnet. Des Weiteren weisen solche Fahrzeuge ein so genanntes Kombiinstrument nahe des primären Sichtfeldes des Fahrzeugführers auf, welches dynamische Informationen und Überwachungsinformationen anzeigt, auf welche der Fahrzeugführer ggfs. unmittelbar reagieren soll. Neuerdings weisen die Kombiinstrumente neben herkömmlichen Rundinstrumenten auch frei programmierbare Displays auf, welche Informationen einer Navigationseinrichtung, einer Telekommunikationseinrichtung und insbesondere der Fahrerassistenzsysteme darstellen. Die Darstellung umfassender Informationen im Kombiinstrument des Fahrzeugs hat den Vorteil, dass der Fahrzeugführer zur Wahrnehmung der dargestellten Informationen seinen Blick nur geringfügig vom Fahrgeschehen abwenden muss.
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Wenn zu umfassende Informationen im Kombiinstrument dargestellt werden, ergibt sich allerdings das Problem, dass der Fahrzeugführer die gewünschte Information nicht mehr schnell und intuitiv erfassen kann und von der Informationsfülle auf dem Display des Kombiinstruments vom Fahren abgelenkt wird. Aus diesem Grund wird an neuen Konzepten gearbeitet, wie Informationen mittels Anzeigeeinrichtungen in einem Fahrzeug, insbesondere mittels des Kombiinstruments, in der Nähe des Blickfeldes des Fahrzeugführers dargestellt werden können. Bei der Informationsdarstellung ist es besonders wichtig, dass der Fahrzeugführer die Informationen so schnell und intuitiv wie möglich aufnehmen kann. Gleichzeitig sollten solche Informationen angezeigt werden, die für den Fahrzeugführer in der jeweiligen Fahrsituation besonders relevant sind.
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Aus der
DE 43 07 367 A1 ist eine Anzeigeeinrichtung für ein Fahrzeug bekannt, die einen Bildschirm aufweist, der einen Bereich umfasst, in dem eine über Bedienelemente aufgerufene, frei wählbare Zustandsinformation in unterschiedlicher, vom Bediener wählbarer Form anzeigbar ist.
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Aus der
DE 199 02 136 B4 ist ein Kombiinstrument für ein Fahrzeug bekannt, die zwei Anzeigetafeln aufweist, wobei die zweite Anzeigetafel eine niedrigere Luminanz als die erste Anzeigetafel besitzt, wobei die beiden Anzeigetafeln miteinander kombiniert sind. Das Kombiinstrument weist einen Verdunklungsfilter auf, dessen Transparenz in Wellenlängenbereichen hoch gewählt ist, die einem Wellenlängenbereich des von der zweiten Anzeigetafel emittierten Lichts und einem Wellenlängenbereich von Licht entspricht, das eine Farbe besitzt, die komplementär zu einer Farbe des Lichts ist, das von der zweiten Anzeigetafel emittiert wird.
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Die vorstehend beschriebenen Anzeigeeinrichtungen für Fahrzeuge werden unter anderem dafür eingesetzt, einen Parameter mittels einer Skala darzustellen. Es kann z. B. für eine Geschwindigkeitsregelanlage die als Soll-Geschwindigkeit bezeichnete einstellbare Setzgröße als Parameter dargestellt werden. Aus der
DE 195 47 375 A1 ist eine Anzeigeeinrichtung für ein Fahrzeug bekannt, mit der mindestens zwei einander zugeordnete Anzeigegrößen mit Hilfe von Skalensegmenten angezeigt werden können. Zur Unterscheidung der beiden Anzeigegrößen ist mindestens ein Skalensegment so ansteuerbar, dass Farbe, Kontrast und/oder Helligkeit gegenüber den anderen Skalensegmenten unterscheidbar ist. Als Anzeigegröße wird insbesondere die Soll-Geschwindigkeit der Geschwindigkeitsregelanlage angezeigt.
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Die
DE 10 2004 026 244 A1 beschreibt ein Anzeigeinstrument für ein Fahrzeug mit einem Zeiger, der über einem Zifferblatt bewegbar angeordnet ist und bei dem das Zifferblatt eine Skalenstriche aufweisende Skala besitzt. Die Skalenstriche können durchleuchtet werden. Hierzu ist hinter dem Zifferblatt ein Gehäuse angeordnet, in dem im Verlauf zur Skala eine Reihe von separat ansteuerbaren Leuchtmitteln in separaten Kammern angeordnet ist. Mit dem Anzeigeinstrument kann insbesondere ein Vorgabewert für einen Parameter eingestellt werden.
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Die
DE 195 32 427 C1 beschreibt eine Kombinationsanzeigeeinheit für ein Kraftfahrzeug. Die Kombinationsanzeigeeinheit umfasst ein Primäranzeigeelement und verschiedene Sekundäranzeigeelemente. Dabei bestehen das Primäranzeigeelement und die Sekundäranzeigeelemente aus einem kreissegmentförmigen aus einzelnen Markenbereichen aufgebauten Bandbereich, einem Skalierungsbereich, einem Maßeinheitenbereich, einem Zeigerbereich und erforderlichenfalls einem Symbolbereich. Dabei können die einzelnen Markenbereiche des Bandbereichs einzeln beleuchtet werden. So kann beispielsweise für eine Tempo-Limit-Funktion der Geschwindigkeitsbereich bis zur eingestellten Geschwindigkeit mit einer erhöhten Grundhelligkeit beleuchtet werden, während der restliche Geschwindigkeitsbereich mit der Grundhelligkeit beleuchtet wird.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit denen der Parameter, insbesondere bei der Auswahl, für den Betrachter so angezeigt werden kann, dass er leicht und intuitiv erfasst werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Skala, ausgehend von einem Ausgangswert der Skala, in einem Abschnitt, der bis zu dem Skalenwert reicht, der dem Parameter entspricht, hervorgehoben dargestellt. Nach der Auswahl des Parameters verkürzt sich der hervorgehobene Abschnitt der Skala, wobei der hervorgehobene Abschnitt der Skala ausgehend von dem Ausgangswert der Skala, nicht mehr hervorgehoben dargestellt wird, bis nur noch der Skalenwert hervorgehoben dargestellt wird, der dem ausgewählten Parameter entspricht.
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Unter einer hervorgehobenen Darstellung wird im Sinne der Erfindung jede Darstellung verstanden, die eine Unterscheidung des hervorgehobenen Abschnitts zu anderen Abschnitten der Skala erlaubt. Die Hervorhebung kann durch eine hellere oder dunklere Darstellung relativ zu der Darstellung anderer Abschnitte erfolgen, durch eine andere Farbgebung, einen anderen Kontrast, durch eine andere Graphik oder irgendeinem anderen Unterscheidungsmerkmal.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird während des Auswählens des Parameters ein Abschnitt der Skala hervorgehoben dargestellt, wobei der Abschnitt bei dem Ausgangswert der Skala beginnt und bei dem Endwert endet, der dem aktuellen Parameter während des Auswählens entspricht. Während des Auswählens des Parameters wird dieser z. B. mittels eines Bedienelements verändert, bis der Nutzer den Parameter eingestellt hat, den er auswählen will. Während dieses Auswahlvorgangs wird permanent ein Skalenabschnitt hervorgehoben dargestellt, welcher bis zu dem jeweils aktuellen Wert des Parameters während des Einstellvorgangs reicht.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nach der Auswahl des Parameters der hervorgehobene Abschnitt der Skala, ausgehend von dem Ausgangswert der Skala, nicht mehr hervorgehoben dargestellt, bis nur noch der Skalenwert hervorgehoben dargestellt wird, der dem ausgewählten Parameter entspricht. Der Abschnitt der Skala, der während des Auswahlvorgangs hervorgehoben dargestellt wird, wird somit nach der Auswahl des Parameters eingezogen, bis nur noch der Skalenwert hervorgehoben dargestellt wird, welcher dem ausgewählten Parameter entspricht.
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Die Skala kann so ausgebildet sein, dass der Parameter kontinuierlich angezeigt werden kann oder mittels diskreter Segmente. Im letzteren Fall wird nach der Auswahl des Parameters nur noch ein Segment hervorgehoben dargestellt. Bei einer kontinuierlichen Darstellung des Parameters kann der ausgewählte Parameter durch einen sehr kleinen Abschnitt des Kontinuums hervorgehoben dargestellt werden.
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Bei der Auswahl des Parameters kann dieser beispielsweise immer ausgehend von dem Ausgangswert, z. B. dem Wert Null, eingestellt werden. Es ist jedoch auch möglich, dass ein bereits ausgewählter Parameter verändert wird. Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird bei einem Verändern eines bereits ausgewählten Parameters der Skalenwert des bisherigen Parameters zu einem Abschnitt erweitert, der bis zu dem Ausgangswert reicht, daraufhin der Endwert des Abschnitts so verändert, dass er dem aktuellen Parameter während des Veränderns des Parameters entspricht und nach der Auswahl des veränderten Parameters der hervorgehobene Abschnitt der Skala, ausgehend von dem Ausgangswert der Skala, nicht mehr hervorgehoben dargestellt wird, bis nur noch der Skalenwert hervorgehoben dargestellt wird, der dem neu ausgewählten Parametern entspricht.
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Der Parameter ist insbesondere ein Soll-Wert eines Fahrerassistenzsystems eines Fahrzeugs, insbesondere eine Soll-Geschwindigkeit einer automatischen Geschwindigkeitsregelanlage. Der Skala kann gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine zweite Skala beigeordnet sein, an Hand welcher der zu dem Parameter gehörige Ist-Wert dargestellt wird. Es ist jedoch auch möglich, dass sowohl der Ist-Wert als auch der Soll-Wert unterscheidbar durch eine einzige Skala angezeigt werden.
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Gemäß einer anderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nach der Auswahl des Parameters der hervorgehobene Abschnitt der Skala, ausgehend von dem Ausgangswert der Skala, nicht mehr hervorgehoben dargestellt, bis der Ausgangswert des hervorgehobenen Abschnitts dem Ist-Wert entspricht. In diesem Fall wird somit nach der Auswahl des Parameters ein Abschnitt zwischen dem Ist-Wert und dem Soll-Wert hervorgehoben dargestellt.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Auswahl des Parameters dadurch, dass ein Bedienelement für ein bestimmtes Zeitintervall nicht betätigt wird. Für die Auswahl des Parameters muss somit das Bedienelement nicht gesondert betätigt werden. Es reicht, wenn der Nutzer es für eine Weile nicht betätigt. Dabei ist es jedoch möglich, durch erneutes Betätigen des Bedienelements, den Parameter zu verändern.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung die Skala so ansteuert, dass die Skala, ausgehend von einem Ausgangswert der Skala, in einem Abschnitt, der bis zu dem Skalenwert reicht, der dem Parameter entspricht, hervorgehoben dargestellt wird und dass nach der Auswahl des Parameters der hervorgehobene Abschnitt der Skala verkürzbar ist, wobei der hervorgehobene Abschnitt der Skala ausgehend von dem Ausgangswert der Skala, nicht mehr hervorgehoben dargestellt wird, bis nur noch der Skalenwert hervorgehoben dargestellt wird, der dem ausgewählten Parameter entspricht.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Skala in Segmente unterteilt. Ferner sind vorzugsweise mehrere Beleuchtungseinrichtungen vorgesehen durch welche Abschnitte dadurch hervorgehoben darstellbar sind, dass sie leuchten oder beleuchtet werden.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Skala eine zweite Skala beigeordnet, an Hand welcher der zu dem Parameter gehörige Ist-Wert anzeigbar ist. Die beiden Skalen können z. B. nebeneinander oder konzentrisch zueinander angeordnet sein. Das Bedienelement ist bevorzugt ein Drehgeber oder ein Wippschalter, mit welchem der Parameter von einem Ausgangswert oder einem zuvor ausgewählten Wert her veränderbar ist.
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Des Weiteren sind bevorzugt Mittel zum Erfassen eines Zeitintervalls vorgesehen, währenddessen das Bedienelement nicht betätigt wird. Die Steuereinrichtung wählt einen Parameter als Endwert aus, wenn dieses Zeitintervall einen Grenzwert überschreitet.
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Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug zu den Zeichnungen erläutert.
- 1 zeigt schematisch die Anordnung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Anzeigeeinrichtung in einem Fahrzeug,
- 2 zeigt den Aufbau eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Anzeigeeinrichtung,
- 3 zeigt die Anordnung des Displays, des Rundinstruments und der Kombinationseinrichtung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Anzeigeeinrichtung,
- 4 zeigt ein Beispiel einer Anzeige des Displays gemäß einem Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Anzeigeeinrichtung,
- die 5A bis 5D veranschaulichen die Darstellungen der Skala gemäß einem ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens und
- die 6A bis 6D veranschaulichen die Darstellungen der Skale gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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1 zeigt ein Beispiel einer Innenansicht eines Kraftfahrzeugs 1. In dem Kraftfahrzeug 1 ist hinter einem Lenkrad 3 eine als Kombiinstrument ausgebildete Anzeigeeinrichtung 2 angeordnet, deren Anzeige im Blickfeld bzw. in der Nähe des Blickfeldes des Fahrers liegt.
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In 2 ist der prinzipielle Aufbau der Anzeigeeinrichtung 2 dargestellt. Die Anzeigeeinrichtung 2 umfasst eine Steuereinrichtung 4, die datentechnisch mit einem Fahrzeugbus 6 verbunden ist. Auf diese Weise können der Steuereinrichtung 4 Daten übertragen werden, aus denen die Steuereinrichtung Graphikdaten für die Anzeige der Anzeigeeinrichtung 2 generieren kann. Ferner kann die Steuereinrichtung 4 auch über andere Schnittstellen Daten empfangen. Beispielsweise kann die Steuereinrichtung 4 direkt mit Sensoren und Steuergeräten des Fahrzeugs oder anderen Einrichtungen zur Erzeugung von Graphikdaten gekoppelt sein.
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Des Weiteren ist die Steuereinrichtung 4 mit einem Datenspeicher 5 verbunden, aus dem für die Erzeugung der Graphikdaten erforderliche Daten ausgelesen werden können. Der Datenspeicher 5 kann beispielsweise eine oder mehrere digitale Straßenkarten enthalten. Ferner können in dem Datenspeicher 5 Voreinstellungen, Bildparameter und Stellwerte gespeichert sein.
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Des Weiteren ist die Steuereinrichtung 4 mit einer Bedieneinheit 13 verbunden, welche ein Bedienelement oder mehrere Bedienelemente umfasst. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Steuereinrichtung 4 mit einem Drehgeber oder Wippschalter datentechnisch gekoppelt, mit welchem ein Parameter ausgewählt werden kann, der mittels einer Skala auf dem Display 7 der Anzeigeeinrichtung 2 angezeigt wird. Im Folgenden wird beispielhaft davon ausgegangen, dass dieser Parameter die Soll-Geschwindigkeit einer Geschwindigkeitsregelanlage betrifft.
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Die Steuereinrichtung ist ferner mit einem frei programmierbaren Display 7 verbunden, welches verschiedene Anzeigebereiche aufweist. Ferner ist die Steuereinrichtung 4 mit zwei elektromechanischen Rundinstrumenten 9 verbunden.
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Bei dem Display 7 kann es sich um ein Matrix-Display handeln, z. B. ein LCD (liquid crystal display), insbesondere ein Farbdisplay in TFT-(thin-film transistor)-Technik. Des Weiteren kann das Display in ein so genanntes twisted nematic-liquid crystal display (TN-LCD), ein super twisted nematic (STN) display, ein Doppelschicht-STN, ein FLC (ferroelectric liquid crystal) Display oder ein SSFLC (surface stabilized ferroelectric liquid crystal) sein. Dem Display 7 ist eine (nicht gezeigte) Hintergrundbeleuchtung zugeordnet, die durch eine oder mehrere lichtemittierende Dioden bereitgestellt werden kann.
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Die Steuereinrichtung 4 steuert ferner auf an sich bekannte Weise zwei Rundinstrumente 9, welche z. B. für die Anzeige der Geschwindigkeit und Motordrehzahl vorgesehen sind. Die Rundinstrumente 9 umfassen eine Skala 14 und einen Zeiger 15, dessen Drehwinkel von einem Steuersignal der Steuereinrichtung 4 bestimmt wird. Für die Rundinstrumente 9 ist jeweils separat eine Beleuchtung vorgesehen, die von dem Steuergerät ein- und ausgeschaltet werden kann. Das die Rundinstrumente 9 abbildende Licht kann vollständig oder teilweise mittels der Kombinationseinrichtung 10 für den Betrachter im Bereich des Displays 7 dargestellt werden. Auf diese Weise können die Rundinstrumente 9 mittels eines Steuersignals der Steuereinrichtung 4 im Bereich des Displays 7 dargestellt oder nicht dargestellt werden.
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Im Folgenden wird mit Bezug zu 3 die Anordnung des Displays 7, der Rundinstrumente 9 und der Kombinationseinrichtung 10 im Detail erläutert:
- Das Display 7 der Anzeigeeinrichtung 2 ist so angeordnet, dass es im unmittelbaren Blickfeld 8 des Fahrers angeordnet ist, wie es in 1 gezeigt ist. Die Rundinstrumente 9 sind in dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel horizontal unterhalb des Blickfelds 8 des Fahrers angeordnet, so dass sich die von den Rundinstrumenten 9 gebildete Ebene in Blickrichtung 8 des Fahrers auf das Display 7 liegt. Die Rundinstrumente 9 können insbesondere unterhalb des Blickfeldes 8 angeordnet sein. Die Rundinstrumente 9 sind wie in einem herkömmlichen Kombiinstrument aufgebaut und angeordnet. Die Skalen der Rundinstrumente 9 sind selbstleuchtend oder beleuchtet ausgeführt. Sie umfassen einen beleuchteten oder einen selbstleuchtenden drehbaren Zeiger zur Kenntlichmachung des aktuellen Wertes, der angezeigt werden soll.
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Die Mittelachsen 7a und 9a des Displays 7 und der Rundinstrumente 9 sind vorteilhafterweise in einem Winkel α von 90° zueinander angeordnet. In einem Winkel von 45° von dem Rundinstrument 9 ist die Kombinationseinrichtung 10 vorgesehen.
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Im in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Kombinationseinrichtung 10 ein planarer semitransparenter Spiegel, der für das abbildende Licht des Displays 7 durchlässig ausgebildet ist, so dass ein Betrachter die Anzeige des Displays direkt wahrnimmt. Das abbildende Licht der Rundinstrumente 9 wird von dem semitransparenten Spiegel 10 reflektiert, so dass es für den Betrachter in der Anzeige des Displays 7 als virtuelles Bild 11 vorgelagert erscheint. Zwischen der Kombinationseinrichtung 10 und dem Rundinstrument 9 ist eine Blende 12 aus semitransparentem Material vorgesehen, die für das abbildende Licht der Rundinstrumente 9 durchlässig ausgebildet ist und welche die Rundinstrumente 9 für den Betrachter zumindest im ausgeschalteten Zustand abdeckt. Die Steuereinrichtung 4 kann somit die Rundinstrumente 9 jeweils ein- und ausschalten, so dass sie für den Betrachter vor dem Display 7 dargestellt werden oder nicht dargestellt werden
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Im eingeschalteten Zustand der Rundinstrumente 9, d. h. wenn diese leuchten oder beleuchtet werden, erscheint für den Betrachter ein virtuelles Bild 11 der Rundinstrumente 9 vor dem Display 7. Wenn die Rundinstrumente 9 ausgeschaltet sind verschwindet das virtuelle Bild 11 und die Rundinstrumente 9 sind für den Betrachter nicht sichtbar. Die Rundinstrumente 9 können selbstverständlich von der Steuereinrichtung 4 separat ein- und ausgeschaltet werden. Ferner kann die Blende 12 so ausgebildet sein, dass nur bestimmte Bereiche der Rundinstrumente 9 bzw. der zugehörigen Zeiger im virtuellen Bild 11 erscheinen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils ist nur ein radial äußerer Abschnitt der Zeiger im virtuellen Bild 11 sichtbar.
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Außerdem kann ein analoges Rundinstrument eines herkömmlichen Kombiinstruments für das Fahrzeug um die Skala 17 ergänzt werden. In diesem Fall können die Segmente der Skala 17 Durchbrüche einer Anzeigetafel sein, die jeweils von einer lichtemittierenden Diode mittels der Steuereinrichtung 4 beleuchtbar sind.
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Mit Bezug zur 4 wird erläutert wie die Soll-Geschwindigkeit der Geschwindigkeitsregelanlage auf dem Display 7 der Anzeigeeinrichtung 2 eingestellt und visualisiert wird.
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Wie vorstehend erläutert wird ein Rundinstrument 9 für die Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit des Fahrzeugs mittels des virtuellen Bildes 11 vor dem Display 7 dargestellt. Dieses Rundinstrument 9 umfasst eine Skala 14, die aus radial ausgerichteten Segmenten besteht. Einem Teil dieser Segmente sind Zahlenangaben 16 hinzugefügt mittels welcher in Verbindung mit den Skalensegmenten die aktuelle Geschwindigkeit abgelesen werden kann.
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Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel könnte das Rundinstrument 9 auch direkt von dem Display 7 angezeigt werden und nicht mittels des virtuellen Bildes 11 des elektromechanischen Rundinstruments 9.
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Für die Geschwindigkeitsregelanlage ist konzentrisch zu der Skala 14 eine zweite Skala 17 vorgesehen, die auch einzelne Skalensegmente umfasst. Die Skala 14 der Geschwindigkeitsanzeige ist permanent hervorgehoben dargestellt, d. h. die Skalensegmente werden mittels einer Hintergrundbeleuchtung permanent beleuchtet. Bei der Skala 17 für die Geschwindigkeitsregelanlage kann jedes einzelne Skalensegment hervorgehoben dargestellt werden. Die Hervorhebung kann auf an sich bekannte Weise durch eine Beleuchtung erfolgen. In dem in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Skalensegmente mittels des frei programmierbaren und von der Steuereinrichtung 4 steuerbaren Displays 7 angezeigt.
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Mit Bezug zu den 5A bis 5D wird die Anzeige der Skala 17 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel erläutert, wenn die Soll-Geschwindigkeit der Geschwindigkeitsregelanlage ausgewählt wird.
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Die Skala 17 wird in den 5A bis 5D für eine einfachere Darstellung als Balken dargestellt, welcher die Segmente S1 bis S24 umfasst.
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Wenn die Geschwindigkeitsregelanlage ausgeschaltet ist, wird keines der Segmente S1 bis S24 hervorgehoben dargestellt. Dies bedeutet, dass die Skala 17 für den Betrachter nicht sichtbar ist. Wenn die Geschwindigkeitsregelanlage durch die Bedieneinheit 13 eingeschaltet wird, kann über einen Drehgeber die Soll-Geschwindigkeit eingestellt werden.
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In 5A ist ein möglicher Ausgangszustand der Skala 17 gezeigt, bei dem kein Skalensegment S hervorgehoben dargestellt ist. Wird der Drehgeber in eine Richtung hochgedreht, wird die Skala 17, ausgehend von dem Ausgangszustand der Skala 17, in einen Abschnitt, der bis zu dem Skalenwert reicht, der dem aktuellen von dem Drehgeber bestimmten Parameter während des Auswahlvorgangs entspricht, hervorgehoben dargestellt. Wird mittels des Drehgebers eine Soll-Geschwindigkeit vorgegeben, welche dem Segment S20 entspricht, wird zunächst das Segment S1 hervorgehoben dargestellt, danach das Segment S2, bis alle Segmente zwischen den Segmenten S1 und S20 wie in 5B gezeigt hervorgehoben dargestellt sind.
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Da die Skala 17 konzentrisch zu der Skala 14 mit den zugeordneten Zahlen 16 angeordnet ist, kann der Nutzer, welcher den Drehgeber betätigt, mittels den Zahlen 16 der Geschwindigkeitsskala ablesen, welcher Soll-Geschwindigkeit der Endwert S20 des hervorgehobenen Abschnitts der Skala 17 entspricht. Des Weiteren kann wie in 4 gezeigt der aktuelle Wert des Drehgebers zusätzlich digital innerhalb des Rundinstruments 9 auf dem Display 7 angezeigt werden. Der Nutzer kann somit die Soll-Geschwindigkeit durch Herauf- und Herunterdrehen des Drehgebers einstellen, wobei jeweils ein Abschnitt der Skala 17 angezeigt wird, der ausgehend von dem Segment S1 bis zu einem Segment reicht, das dem jeweiligen Wert für die Soll-Geschwindigkeit entspricht.
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Wenn der Drehgeber der Bedieneinheit 13 für ein bestimmtes Zeitintervall nicht betätigt wird, wird dies von der Steuereinrichtung 4 als Auswahl des aktuellen Parameters für die Soll-Geschwindigkeit interpretiert. Hierfür ist in der Steuereinrichtung eine Einrichtung vorgesehen, die das Zeitintervall erfasst, währenddessen der Drehgeber der Bedieneinheit 13 nicht betätigt wird. Eine gesonderte Betätigung der Bedieneinheit 13 zum Setzen der Soll-Geschwindigkeit ist daher nicht erforderlich.
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Nachdem die Soll-Geschwindigkeit ausgewählt worden ist, wird der in 5B gezeigte hervorgehobene Abschnitt der Skala 17 ausgehend von dem Segment S1 nicht mehr hervorgehoben dargestellt, bis nur noch ein Segment S20 hervorgehoben dargestellt ist, welches der ausgewählten Soll-Geschwindigkeit entspricht. In 5C ist gezeigt wie die ersten fünf Segmente der Skala 17 nicht mehr hervorgehoben dargestellt sind und nur noch die Segmente S6 bis S20 hervorgehoben dargestellt sind. 5D zeigt dann den Endzustand, bei dem nur noch das Segment S20 hervorgehoben dargestellt ist.
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Wenn eine bereits eingestellte Soll-Geschwindigkeit der Geschwindigkeitsregelanlage verändert werden soll, wird erneut der Drehgeber der Bedieneinheit 13 betätigt. Sobald die Bedieneinheit 13 betätigt wurde, wird der hervorgehobene Abschnitt ausgehend von dem Segment S20 bis zu dem Segment S1 erweitert, d. h. zunächst wird zusätzlich zu dem Segment S20 das Segment S19, danach das Segment S18 hervorgehoben, bis, wie in 5B dargestellt, alle Segmente S1 bis S20 hervorgehoben dargestellt sind. Danach verändert sich der Endwert des hervorgehobenen Abschnitts der Skala 17 entsprechend der Betätigung des Drehgebers der Bedieneinheit 13. Der Endwert des hervorgehobenen Abschnitts entspricht jeweils dem aktuellen Parameter des Drehgebers. Wenn der Drehgeber für ein bestimmtes Zeitintervall nicht betätigt wurde, interpretiert die Steuereinrichtung dies als Auswahl der geänderten Soll-Geschwindigkeit. Daraufhin verkürzt sich der hervorgehobene Abschnitt der Skala 17 erneut, ausgehend von dem Segment S1, bis nur noch die neu ausgewählte Soll-Geschwindigkeit hervorgehoben dargestellt ist.
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Mit Bezug zu den 6A bis 6D wird die Anzeige der Skala 17 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel erläutert, wenn die Soll-Geschwindigkeit der Geschwindigkeitsregelanlage ausgewählt wird.
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Das Verfahren während des Auswählens der Soll-Geschwindigkeit bzw. während des Veränderns der Soll-Geschwindigkeit entspricht dem des mit Bezug zu den 5A bis 5D erläuterten Ausführungsbeispiels. Abweichend von dem ersten Ausführungsbeispiel wird jedoch nach der Auswahl der Soll-Geschwindigkeit der hervorgehobene Abschnitt der Skala, ausgehend von dem Segment S1, nur bis zu dem Segment nicht mehr hervorgehoben dargestellt, das dem Ist-Wert der Geschwindigkeit entspricht. Entspricht die aktuelle Geschwindigkeit somit einem Wert, welcher zu dem Segment S14 korrespondiert, wird der hervorgehobene Abschnitt der Skala 17, ausgehend von dem Segment S1, nur bis zu dem Segment S13 nicht mehr hervorgehoben dargestellt, so dass als hervorgehobener Abschnitt die Segmente S14 bis S20 verbleiben. Der Betrachter kann somit anhand des Endwerts S20 des hervorgehobenen Abschnitts die Soll-Geschwindigkeit ablesen. Die Länge des hervorgehobenen Abschnitts zwischen den Segmenten S14 bis S20 symbolisiert die Differenz der Soll-Geschwindigkeit zu der aktuellen Geschwindigkeit.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Kraftfahrzeug
- 2
- Anzeigeeinrichtung
- 3
- Lenkrad
- 4
- Steuereinrichtung
- 5
- Datenspeicher
- 6
- Fahrzeugbus
- 7
- Display
- 8
- Blickfeld
- 9
- Rundinstrument
- 9a
- Mittelachse des Rundinstruments
- 10
- Kombinationseinrichtung
- 11
- virtuelles Bild
- 12
- Blende
- 13
- Bedieneinheit
- 14
- Skala für die Geschwindigkeitsanzeige
- 15
- Zeiger der Geschwindigkeitsanzeige
- 16
- Zahlen für die Geschwindigkeitsangabe
- 17
- Skala für die Geschwindigkeitsregelanlage
- S1 bis S24
- Segmente der Skala 17