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DE102007017601A1 - Redundante Sauerstoffversorgung für ein Luftfahrzeug - Google Patents

Redundante Sauerstoffversorgung für ein Luftfahrzeug Download PDF

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DE102007017601A1
DE102007017601A1 DE102007017601A DE102007017601A DE102007017601A1 DE 102007017601 A1 DE102007017601 A1 DE 102007017601A1 DE 102007017601 A DE102007017601 A DE 102007017601A DE 102007017601 A DE102007017601 A DE 102007017601A DE 102007017601 A1 DE102007017601 A1 DE 102007017601A1
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DE
Germany
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line
supply line
supply system
gas supply
main
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102007017601A
Other languages
English (en)
Inventor
Patrick Bricard
Emin Costan
Walter Deutscher
Thomas Vogt
Markus Wirth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Operations GmbH
Original Assignee
Airbus Operations GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Airbus Operations GmbH filed Critical Airbus Operations GmbH
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Priority to AT08736025T priority patent/ATE513591T1/de
Priority to PCT/EP2008/054302 priority patent/WO2008125572A2/en
Priority to US12/595,320 priority patent/US8701708B2/en
Priority to EP20080736025 priority patent/EP2152371B1/de
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Withdrawn legal-status Critical Current

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Abstract

Redundante Gas- bzw. Sauerstoffversorgung für ein Luftfahrzeug mit zwei Hauptleitungen 10, 50 und einer Gruppenversorgungsleitung 30, die mit einem oder einer Mehrzahl von Abnehmern 60 verbunden ist. Jeweils eine Verbindungsleitung 20, 40 verbindet die jeweils eine Hauptleitung 10, 50 mit der Gruppenversorgungsleitung 30. In den Verbindungsleitungen können Strömungsbegrenzer und Rückschlagventile vorgesehen sein.

Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung bzw. ein System zur Gasversorgung, insbesondere Sauerstoffversorgung für ein Luftfahrzeug, und insbesondere auf ein redundantes Gasversorgungs- bzw. Sauerstoffversorgungssystem für ein Luftfahrzeug zum Einsatz in Bereichen, in denen eine besondere Redundanz aufgrund einer erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeit benötigt wird.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Luftfahrzeuge und insbesondere Passagierflugzeuge werden mit Sauerstoffversorgungssystemen ausgerüstet, um beispielsweise im Falle eines Kabinendruckverlustes die Passagiere mit Atemluft bzw. Sauerstoff zu versorgen. Einige Bereiche eines Flugzeuges unterliegen einer höheren Beschädigungswahrscheinlichkeit. Zu diesen Bereichen gehört beispielsweise ein Bereich eines Luftfahrzeuges bzw. Flugzeuges, in den im Fall einer Störung Teile von Triebwerken eindringen können und dabei Leitungen, insbesondere die der Sauerstoffversorgung, beschädigen können. Um in diesem Fall die Versorgung einer ausreichenden Zahl von Passagieren sicherstellen zu können, werden beispielsweise zwei Versorgungsleitungen vorgesehen, die abwechselnd jeweils jede zweite Sitzreihe mit Sauerstoff versorgen können. Dabei kann beispielsweise eine dieser Hauptrohrleitungen im Deckenbereich und eine zweite im Unterflurbereich angebracht werden. Über Steigleitungen können beispielsweise jeweils drei oder vier Sitzreihen abwechselnd an die obere bzw. untere Leitung angeschlossen werden. Wird eine der Leitungen beschädigt, kann diese über entsprechende Ventile geschlossen werden, um so einen Verlust des gesamten Sauerstoffs und somit des gesamten Systems zu vermeiden. In diesem Fall ist vorgesehen, dass die Passagiere, die von dem Ausfall der Sauerstoffversorgung betroffen sind, über die jeweilige Sitzreihe vor bzw. hinter der betroffenen Sitzreihe mitversorgt werden, da diese Sitzreihen über eine andere Hauptrohrleitung mit Sauerstoffversorgt werden. Dies hat jedoch zur Folge, dass sich Passagiere entweder eine Sauerstoffmaske wechselseitig teilen müssen oder dass eine entsprechende Mehranzahl von Sauerstoffmasken in jeder Reihe vorgesehen sind. Ferner muss in einem derartigen Störfall ein verhältnismäßig langer Abschnitt der Hauptrohrleitung geschlossen werden, so dass eine verhältnismäßig große Anzahl von Sitzen nicht mehr versorgt werden kann.
  • In US 4,651,728 ist ein Beatmungssystem für Flugzeuge für hohe Flughöhen beschrieben, bei dem eine Beatmungsmaske mit einem Druckregler verbunden ist. Der Druckregler ist mit einem Auswahlventil verbunden, das wiederum mit einem Sauerstofferzeugungssystem und einer Bereitschaftssauerstoffversorgung verbunden ist. Das Auswahlventil wählt das Beatmungsgas aus einer dieser zwei Quellen. Das in US 4,651,728 beschriebene Sauerstoffversorgungssystem bzw. Beatmungssystem ist in seiner Struktur für die Versorgung eines Piloten mit Beatmungsgas vorgesehen.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es kann als eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung betrachtet werden gegenüber dem Stand der Technik die Redundanz der Sauerstoffversorgung mit einem Sauerstoff- bzw. Gasversorgungssystem für Passagiere in einem Luftfahrzeug zu verbessern.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen durch die abhängigen Ansprüche verkörpert werden.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung wird ein Gasversorgungssystem für ein Luftfahrzeug bereitgestellt mit einer ersten Hauptleitung, einer zweiten Hauptleitung, einer Gruppenversorgungsleitung, die mit einem oder einer Mehrzahl von Abnehmern verbunden ist, einer ersten Verbindungsleitung, die die erste Hauptleitung mit der Gruppenversorgungsleitung verbindet, und einer zweiten Verbindungsleitung, die die zweite Hauptleitung mit der Gruppenversorgungsleitung verbindet.
  • Auf diese Weise wird eine Gruppenversorgungsleitung, die eine Mehrzahl von Abnehmern mit Gas bzw. Sauerstoff versorgen kann, nicht nur durch eine Hauptleitung mit Sauerstoff bzw. Gas versorgt, sondern durch zwei Hauptleitungen. Eine derartige Anordnung erhöht die Redundanz eines Gas- bzw. Sauerstoffversorgungssystems für ein Luftfahrzeug. Auf diese Weise kann beispielsweise bei einem störungsbedingten Ausfall einer der beiden Hauptleitungen die Gruppenversorgungsleitung weiter mit Sauerstoff versorgt werden, ohne dass für die betroffenen Passagiere aktiv eine alternative Sauerstoffversorgung hergestellt werden müsste. Die erste und die zweite Verbindungsleitung können auch sehr kurz ausgestaltet sein, etwa so, dass gerade Platz und Raum für Absperrvorrichtungen oder Ventile vorgesehen werden können.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen wenigstens einer Hauptleitung und der Gruppenversorgungsleitung eine Strömungsüberwachungsvorrichtung vorgesehen, die ausgelegt ist, um bei einem Überschreiten eines Schwellwertes die Strömung zu begrenzen.
  • Mit einer derartigen Strömungsüberwachungsvorrichtung kann beispielsweise bei einer Beschädigung der Gruppenversorgungsleitung eine erhöhte Gasströmung aufgrund einer schwerwiegenden Leckage erkannt werden, so dass, wenn die Strömung bzw. die Strömungsmenge einen gewissen Schwellwert überschreitet, die Strömung in den Zweig der Gruppenversorgungsleitung hinein begrenzt werden kann, um einen zu starken und schnellen Sauerstoffverlust des gesamten Systems zu unterbinden. Eine Strömungsüberwachungsvorrichtung kann im einfachsten Fall ein Strömungsbegrenzer sein, der bei Durchströmen einer Strömung größer als der Schwellwert durch die Kraft der Strömung geschlossen wird. Jedoch kann auch eine geregelte Ansteuerung der Strömungsbegrenzung vorgenommen werden.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Schwellwert größer als eine maximale Nennabnahme aller Abnehmer, die mit der Gruppenversorgungsleitung verbunden sind, und die Strömung wird bei Überschreiten dieses Schwellwertes auf im Wesentlichen Null begrenzt.
  • Als Abnehmer können beispielsweise einzelne Sauerstoffmasken betrachtet werden oder auch Gruppen von Sauerstoffmasken, je nach Konfigurierung des Systems. Durch ein Festlegen des Schwellwertes auf größer als die maximale Nennabnahme aller Abnehmer kann sichergestellt werden, dass selbst bei einer maximalen Auslegung alle Abnehmer noch ausreichend mit Sauerstoffversorgt werden können, ohne dass der Schwellwert überschritten wird, d. h. ohne dass die Strömungsüberwachungsvorrichtung eine Begrenzung der Strömung veranlasst. Wird eine Strömung festgestellt, die die maximale Nennabnahme aller Abnehmer überschreitet, so kann daraus mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf einen Defekt oder eine Leckage des Systems geschlossen werden. Das kann dann zum Anlass genommen werden, um die Gas- bzw. Sauerstoffströmung in die betreffende Gruppenversorgungsleitung hinein auf einen sehr geringen Durchfluss, insbesondere auf Null, zu begrenzen. Mit anderen Worten kann in einem derartigen Fall die Gruppenversorgungsleitung von der Versorgung abgekoppelt werden. Die betroffenen Passagiere können dann ggf. über die entsprechend davor und dahinter liegenden Sitzreihen mit Sauerstoff versorgt werden. Von einer derartigen Störung ist jedoch nur eine einzige Gruppenversorgungsleitung betroffen, nicht jedoch jede zweite Sitzreihe, wie es im Stand der Technik der Fall ist. Auf diese Weise kann selbst bei einer Zerstörung der Gruppenversorgungsleitung eine Versorgung der verbleibenden Gruppenversorgungsleitungen sichergestellt werden. Eine Gruppenversorgungsleitung kann beispielsweise für die Versorgung einer vollständigen Sitzreihe verwendet werden. Alternativ ist jedoch auch die Versorgung von zwei oder mehr Sitzreihen durch eine Gruppenversorgungsleitung denkbar, insbesondere bei Luftfahrzeugen mit mehreren Passagierkabinenebenen, so dass sich die Versorgung jeweils einer Sitzreihe in einer oberen Ebene und einer unteren Ebene durch eine einzige Gruppenversorgungsleitung anbietet. Selbstverständlich kann auch eine Versorgung eines Sitzgruppenblocks durch eine Gruppenversorgungsleitung erfolgen, beispielsweise drei oder vier Sitzreihen der fensterseitigen Plätze oder mehrer Sitzreihen der Mittleren Plätze zwischen zwei Gängen.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung grenzt die Strömungsüberwachungsvorrichtung die wenigstens eine Hauptleitung von der mit ihr verbundenen Verbindungsleitung ab.
  • Auf diese Weise wird die Verbindungsleitung für den Beschädigungsfall funktional der Gruppenversorgungsleitung zugeordnet, so dass auch bei einem Beschädigen der Verbindungsleitung die Strömungsüberwachungsvorrichtung die Gas- bzw. Sauerstoffströmung bei Überschreiten des Schwellwertes begrenzen kann.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen wenigstens einer Hauptleitung und der Gruppenversorgungsleitung eine Rückschlagventilvorrichtung vorgesehen, die ausgelegt ist, um eine Gasversorgungsströmung im Wesentlichen nur in einer Richtung von der wenigstens einen Hauptversorgungsleitung zu der Gruppenversorgungsleitung zuzulassen.
  • Eine derartige Rückschlagventilvorrichtung kann im Falle einer Beschädigung einer der Hauptleitungen verhindern, dass das von der anderen Hauptleitung in die Gruppenversorgungsleitung eingespeiste Gas bzw. der eingespeiste Sauerstoff über die Ankopplung der beschädigten Hauptleitung verloren geht. Mit anderen Worten kann der Sauerstoff bzw. das Gas nur aus der Hauptleitung in die Gruppenversorgungsleitung einströmen, jedoch nicht von der Gruppenversorgungsleitung zurück in eine der Hauptleitungen, insbesondere nicht in eine beschädigte Hauptleitung.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung grenzt die Rückschlagventilvorrichtung wenigstens eine Verbindungsleitung von der Gruppenversorgungsleitung ab.
  • Auf diese Weise wird für den Fall der Beschädigung einer Hauptleitung die Verbindungsleitung funktional der Hauptleitung zugeordnet, so dass selbst bei einer Beschädigung der Verbindungsleitung kein Gas aus der Gruppenversorgungsleitung in die Verbindungsleitung einströmen kann, die mit der beschädigten Hauptleitung verbunden ist. So kann beispielsweise in der Kombination der Strömungsüberwachungsvorrichtung (als Abgrenzung zwischen der Hauptleitung und der mit ihr verbundenen Verbindungsleitung) mit der Rückschlagventilvorrichtung (als Abgrenzung zwischen der Verbindungsleitung zu der Gruppenversorgungsleitung bei einer Beschädigung der Verbindungsleitung) eine Versorgung sämtlicher Abnehmer unverändert gewährleistet werden, da in diesem Fall sowohl die Rückschlagventilvorrichtung ein Ausströmen von Sauerstoff oder Gas aus der Gruppenversorgungsleitung verhindert als auch die Strömungsüberwachungsvorrichtung ein Nachströmen von Sauerstoff aus der anderen Hauptleitung in die beschädigte Verbindungsleitung verhindert. Auf diese Weise stellt insbesondere bei der Kombination der Strömungsüberwachungsvorrichtung mit der Rückschlagventilvorrichtung eine derartige Kombination eine redundante Versorgung mit Sauerstoff sicher, ohne dass es zu einem größeren Sauerstoffverlust durch die redundante Hauptleitung kommt.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen der Gruppenversorgungsleitung und einem Abnehmer eine Strömungsüberwachungsvorrichtung vorgesehen, die ausgelegt ist, um bei einem Überschreiten eines Schwellwertes die Strömung zu begrenzen, wobei der Schwellwert größer ist als die maximale Nennabnahme des Abnehmers und die Strömung bei Überschreiten dieses Schwellwertes auf im Wesentlichen Null begrenzt wird.
  • Eine derartige Strömungsüberwachungsvorrichtung kann den Sauerstoff bzw. Gasverlust in der Gruppenversorgungsleitung verhindern, wenn eine Leckage im Zweig des Abnehmers auftritt, beispielsweise wenn eine Sauerstoffmaske von der Gruppenversorgungsleitung abreißt. Die Nennabnahme kann auch als ein Atemmuster hinterlegt sein. Im Fall eines Schlauchabrisses tritt in der Regel eine kontinuierliche Strömung auf, während bei einer Atmung eine zyklische Abnahme des Sauerstoffes erfolgt. Bei einem signifikanten Abweichen von einem Beatmungsmuster kann dann die Sauerstoffzufuhr unterbunden werden.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform besteht die Strömungsüberwachungsvorrichtung aus einem Federventil, wobei der Schwellwert durch die Bemessung der Feder vorgebbar ist.
  • Durch ein Federventil kann eine Strömungsüberwachung erreicht werden, ohne dass Sensoren oder Aktuatoren eingesetzt werden müssen. Dieses ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Gefahr eines vollständigen Stromausfalles zu befürchten ist, der dann auch den Ausfall einer Mess- bzw. Steuerungsvorrichtung zur Folge hätte.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung weist eine Strömungsüberwachungsvorrichtung und bzw. oder eine Rückschlagventilvorrichtung ein Ventil, eine Druckverhältnisermittlungsvorrichtung zur Ermittlung eines Druckverhältnisses eines Druckes vor bzw. hinter dem Ventil und eine Ventilsteuerungsvorrichtung auf, wobei die Ventilsteuerungsvorrichtung ausgelegt ist, um das Ventil auf der Grundlage des ermittelten Druckverhältnisses anzusteuern.
  • Das Druckverhältnis kann dabei eine Druckdifferenz oder ein Druckquotient sein von Drücken vor bzw. hinter dem Ventil. Ein Druckverhältnis kann jedoch auch jeder andere Zusammenhang zwischen dem Druck vor dem Ventil und dem Druck hinter dem Ventil sein, solange dieses Druckverhältnis als Grundlage für eine Ansteuerung des Ventils dienen kann. Auf diese Weise kann beispielsweise die Empfindlichkeit bzw. die Schwellwerte der Strömungsüberwachungsvorrichtung bzw. der Rückschlagventilvorrichtung dynamisch verändert werden je nach Anforderung. Beispielsweise kann der Schwellwert in Abhängigkeit von der Sitzbelegung individuell eingestellt werden, so dass bei der Bemessung des Schwellwertes berücksichtigt wird, welche maximale Nennabnahme durch die Abnehmer auf den besetzten Sitzplätzen voraussichtlich erfolgen wird. Ferner kann auch auf äußere Ereignisse reagiert werden, wenn diese erfasst werden und der Ventilsteuerungsvorrichtung zur Verfügung gestellt werden.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist eine zentrale Überwachungsvorrichtung vorgesehen, die ausgelegt ist, um eine Ansteuerung vorhandener Ventile vorzunehmen auf der Grundlage von Ventilstellungen und bzw. oder Drücken in dem Gasversorgungssystem.
  • Die Ventilsteuerungsvorrichtung kann beispielsweise auch zentral erfolgen, so dass die durch die Druckverhältnisermittlungsvorrichtung ermittelten Druckverhältnisse verschiedenster Strömungsüberwachungsvorrichtungen bzw. Rückschlagventilvorrichtungen an eine zentrale Steuerung weitergeleitet werden, die dann die Ansteuerung der entsprechenden Ventile koordiniert und steuert. Die damit zur Verfügung stehende Information über eine Vielzahl von Überwachungsstellen erlaubt auch eine Auswertung und Bewertung von Störfällen und last unter Umständen Rückschlüsse auf die Ursache zu, um dann Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Mit einer derartigen zentralen Überwachungsvorrichtung kann die Ansteuerung der Ventile koordiniert werden und dabei der Zustand des Gasversorgungssystems im Detail berücksichtigt werden, sofern Informationen durch Erfassungsvorrichtungen vorliegen, die Aufschluss über die einzelnen Abschnitte des Gasversorgungssystem liefern. Dabei kann sowohl auf Störungen reagiert werden als auch auf Vorgaben, wie beispielsweise einer Sitz- bzw. Flugzeugbelegung.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Gasversorgungssystem ein Sauerstoffversorgungssystem.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Abnehmer eine oder eine Gruppe von Gas- bzw. Sauerstoffmasken für Flugpassagiere.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung wird ein Luftfahrzeug mit einem erfindungsgemäßen Gasversorgungssystem bereitgestellt.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist in dem Luftfahrzeug die erste Hauptversorgungsleitung oberhalb eines Passagierkabinenbereiches und die zweite Hauptversorgungsleitung unterhalb eines Passagierkabinenbereiches angeordnet.
  • Auf diese Weise können die beiden Hauptversorgungsleitungen lokal voneinander getrennt werden, was die Ausfallwahrscheinlichkeit durch beispielsweise Turbinentrümmer in einem Störfall vermindert. Dabei kann beispielsweise ein Luftfahrzeug mit Passagierkabinenbereichen in mehreren Ebenen eine Hauptversorgungsleitung im Deckenbereich der oberen Passagierkabine aufweisen und eine Hauptversorgungsleitung im Deckenbereich des unteren Passagierkabinenbereiches. Ebenfalls ist eine Anordnung denkbar, bei der eine Hauptversorgungsleitung im Deckenbereich des oberen Passagierkabinenbereiches und im Fußbodenbereich des unteren Passagierkabinenbereiches vorgesehen ist. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Hauptversorgungsleitungen vorgesehen sein, beispielsweise in einem Luftfahrzeug mit mehreren Passagierkabinenebenen. Beispielsweise kann eine erste Hauptversorgungsleitung im Deckenbereich des oberen Passagierkabinenbereiches, eine zweite Hauptversorgungsleitung im Deckenbereich des unteren Passagierkabinenbereiches und eine dritte Hauptversorgungsleitung im Fußbodenbereich bzw. unterhalb des unteren Passagierkabinenbereiches vorgesehen sein.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist das erfindungsgemäße Gasversorgungssystem in einem Bereich des Luftfahrzeuges angeordnet, der als Bereich ausgewiesen ist, in den in einem Störfall Teile von Triebwerken eindringen können.
  • Auf diese Weise wird insbesondere in den gefährdeten Bereichen eine redundante Gas- bzw. Sauerstoffversorgung bereitgestellt.
  • Es sollte bemerkt werden, dass sich die im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung gleichermaßen auf das Gasversorgungssystem und das Luftfahrzeug mit einem erfindungsgemäßen Gasversorgungssystem beziehen.
  • Die einzelnen Merkmale können selbstverständlich auch untereinander kombiniert werden, wodurch sich zum Teil auch vorteilhafte Wirkungen einstellen können, die über die Summe der Einzelwirkungen hinausgehen.
  • Diese und andere Aspekte der vorliegenden Erfindung werden durch die Bezugnahme auf die hiernach beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen erläutert und verdeutlicht.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Beispielhafte Ausführungsformen werden im Folgenden mit Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen beschrieben.
  • 1 zeigt eine Anordnung eines Gasversorgungssystems aus dem Stand der Technik.
  • 2 zeigt ein Gasversorgungssystem gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.
  • 3 zeigt ein Gasversorgungssystem gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.
  • 4 zeigt eine Strömungsüberwachungsvorrichtung eines Gasversorgungssystems gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.
  • 5 zeigt ein Luftfahrzeug gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • 1 zeigt ein Gasversorgungssystem gemäß dem Stand der Technik. Das in 1 gezeigte Gasversorgungssystem weist eine erste Versorgungsleitung 110 und eine zweite Versorgungsleitung 150 auf. Dabei werden Gruppenversorgungsleitungen 130 abwechselnd einmal über die erste Hauptversorgungsleitung 110 und die zweite Hauptversorgungsleitung 150 versorgt. Zwischen der Hauptversorgungsleitung und der entsprechenden Gruppenversorgungsleitung liegt dabei eine Verbindungsleitung 120 bzw. 140. Über die Gruppenversorgungsleitung 130 werden dann verschiedene Abnehmer 160 mit Gas bzw. Sauerstoff versorgt. Eine derartige Anordnung führt bei einen Ausfall einer der beiden Hauptversorgungsleitungen 110, 150 in dem entsprechenden Abschnitt des Luftfahrzeugs zu einem Versorgungsverlust von der Hälfte der Gruppenversorgungsleitungen, was in der Realität zu einem Versorgungsausfall von etwa der Hälfte der Passagiere in dem betroffenen Bereich eines Luftfahrzeuges führt. Ein derartiger Versorgungsausfall kann nur mit sehr großem Aufwand aufgefangen werden, beispielsweise dadurch, dass sich die Passagiere, die von jeder zweiten ausgefallenen Gruppenversorgungsleitung 130 versorgt werden, an die Versorgung der dazwischen liegenden noch versorgten Gruppenversorgungsleitungen 130 anschließen, beispielsweise indem sich zwei Passagiere wechselseitig eine Sauerstoffmaske teilen. In Stresssituationen in einem Luftfahrzeug, die insbesondere in Ausnahmesituationen auftreten, in denen überhaupt erst eine Sauerstoffversorgung notwendig ist, kann durch den Ausfall etwa der Hälfte der Sauerstoffversorgung ein erhöhtes Panikpotenzial in einem Luftfahrzeug auftreten, so dass ein derartiger Zustand wenn möglich zu vermeiden ist.
  • 2 zeigt eine Gasversorgung bzw. Sauerstoffversorgung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung, die redundant ausgelegt ist, dadurch, dass eine Gruppenversorgungsleitung 30 über sowohl eine erste Hauptversorgungsleitung 10 als auch eine zweite Hauptversorgungsleitung 50 mit Sauerstoff bzw. Gas versorgt wird. Eine Zuleitung zu der Gruppenversorgungsleitung erfolgt dabei über eine erste Verbindungsleitung 20 bzw. eine zweite Verbindungsleitung 40. Die Verbindungsleitungen können auch sehr kurz gehalten werden und sind unter Umständen auf einen direkten Übergang zwischen Hauptversorgungsleitung und Gruppenversorgungsleitung reduziert. Es können Absperrvorrichtungen in der Verbindungsleitung vorgesehen sein. Durch die Ankopplung der Gruppenversorgungsleitung an zwei oder mehr Hauptversorgungsleitungen kann jede Gruppenversorgungsleitung 30 mit Sauerstoffversorgt werden, selbst wenn eine der beiden Hauptversorgungsleitungen 10, 50 durch einen Störfall ausfiele. Über jede Gruppenversorgungsleitung 30 wird in der hier gezeigten Ausführungsform eine Mehrzahl von Abnehmern 60 mit Gas bzw. Sauerstoff versorgt. Jeder Abnehmer kann dabei eine einzelne Sauerstoff- bzw. Gasmaske sein, jedoch auch eine Gruppe von Sauerstoff- bzw. Gasmasken. In der in 2 gezeigten Ausführungsform sind aus Übersichtlichkeitsgründen keinerlei Ventilvorrichtungen eingezeichnet, die jedoch vorgesehen sein können, um ein unkontrolliertes Zu- bzw. Abfließen von Gas bzw. Sauerstoff in verschiedene Bereiche des Gas- bzw. Sauerstoffversorgungssystems ermöglichen.
  • 3 zeigt eine Darstellung eines Gas- bzw. Sauerstoffversorgungssystems gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung, in der exemplarisch eine Gruppenversorgungsleitung 30 dargestellt ist, die über zwei Hauptversorgungsleitungen 10, 50 mit Gas bzw. Sauerstoffversorgt wird. Zwischen der Hauptversorgungsleitung 10 und der Gruppenversorgungsleitung 30 ist dabei eine Strömungsüberwachungsvorrichtung 12 vorgesehen, die eine Gas- bzw. Sauerstoffströmung von der Hauptversorgungsleitung 10 in die Gruppenversorgungsleitung 30 überwachen kann. Diese dient vornehmlich dazu, dass beispielsweise bei einer Leckage hinter der Strömungsüberwachungsvorrichtung 12 ein erhöhter Gasfluss bzw. Sauerstofffluss festgestellt wird, der auf eine Leckage zurückgeführt wird, so dass in diesem Fall die Strömungsüberwachungsvorrichtung den Gasfluss bzw.
  • Sauerstofffluss zwischen der Hauptversorgungsleitung 10 und der Gruppenversorgungsleitung 30 begrenzen kann. Dabei ist der Schwellwert, oberhalb dem eine Auslösung der Strömungsbegrenzung eintritt, so auszulegen, dass eine Strömung, die einer maximalen Nennabgabemenge entspricht, die zur Versorgung der Abnehmer 50 notwendig ist, noch nicht zu einer Strömungsbegrenzung durch die Strömungsüberwachungsvorrichtung 12 führt. Erst wenn eine höhere Strömung als die Summe der Nennabnahmemenge der Abnehmer 60 auftritt, kann daraus mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auf eine Leckage geschlossen werden, so dass in diesem Fall eine Strömungsbegrenzung durch die Strömungsüberwachungsvorrichtung erfolgen kann. Die Strömungsüberwachungsvorrichtung kann dabei die Hauptversorgungsleitung von einer mit der Hauptversorgungsleitung 10 verbundenen Verbindungsleitung 20 abgrenzen, so dass auch bei einer Leckage in der Verbindungsleitung 20 ein Ansprechen der Strömungsüberwachungsvorrichtung 12 auftritt. Ferner kann zwischen der Hauptversorgungsleitung 10 und der Gruppenversorgungsleitung 30 eine Rückschlagventilvorrichtung 32 vorgesehen sein, die verhindert, dass Gas bzw. Sauerstoff aus der Gruppenversorgungsleitung zurück in den Zweig der Hauptversorgungsleitung 10 fließt. Dieses ist insbesondere dann zu erwarten, wenn in einer Hauptversorgungsleitung 10 eine Leckage auftritt, so dass der Druck in dieser Hauptversorgungsleitung 10 derart abfällt, dass der Druck in der Hauptversorgungsleitung 10 geringer ist als der Druck in der Gruppenversorgungsleitung 30. In diesem Fall muss verhindert werden, dass über die defekte Hauptversorgungsleitung 10 Sauerstoff der Gruppenversorgungsleitung 30 verloren geht, der eigentlich zur Versorgung von Passagieren notwendig ist. Die Rückschlagventilvorrichtung 32 kann dabei die Gruppenversorgungsleitung 30 von der Verbindungsleitung 20 abgrenzen, so dass auch bei einer Leckage der Verbindungsleitung 20 ein Zurückfließen einer Gas- bzw. Sauerstoffströmung aus der Gruppenversorgungsleitung 30 verhindert werden kann.
  • Durch eine Kombination der Strömungsüberwachungsvorrichtung und der Rückschlagventilvorrichtung kann bei einer Leckage in der Verbindungsleitung 20 somit zum einen verhindert werden, dass aus der Hauptversorgungsleitung 10 Sauerstoff bzw. Gas nachströmt, und zwar durch die Strömungsüberwachungsvorrichtung 12, während ebenso verhindert werden kann, dass Gas bzw. Sauerstoff aus der Gruppenversorgungsleitung 30 nachströmen kann, und zwar durch die Rückschlagventilvorrichtung 32. Um diese beiden Funktionen zu gewährleisten sollte die Rückschlagventilvorrichtung dabei stromabwärts – bezogen auf den Normalfall – zu der Strömungsüberwachungsvorrichtung liegen Für die zweite Hauptversorgungsleitung 50, die Verbindungsleitung 40 sowie die Strömungsüberwachungsvorrichtung 54 und die Rückschlagventilvorrichtung 34 und deren Verbindung und Funktion mit Bezug auf die Gruppenversorgungsleitung 30 gelten die für die Strömungsüberwachungsvorrichtung 12, die Rückschlagventilvorrichtung 32, die Hauptleitung 10 und die Verbindungsleitung 20 angegebenen Beschreibungen analog.
  • Zwischen den Abnehmern 60 und der Gruppenversorgungsleitung 30 kann ebenfalls eine Strömungsüberwachungsvorrichtung 36 vorgesehen sein, die verhindert, dass Gas bzw. Sauerstoff aus der Gruppenversorgungsleitung 30 entweicht, wenn beispielsweise der Abnehmer 60 einer Störung, wie etwa einer Leckage, unterliegt. Dieses kann beispielsweise bei einem Abriss des Sauerstoffmasken- bzw. Gasmaskenschlauches der Fall sein. In diesem Fall wird durch die Strömungsüberwachungsvorrichtung 36 der entsprechende Zweig geschlossen, so dass kein unnötiger Sauerstoff bzw. Gasverlust aus der Gruppenversorgungsleitung 30 auftritt. Die Bemessung der Strömungsüberwachungsvorrichtung erfolgt dabei beispielsweise auf der Grundlage der maximal zu erwartenden Nennabnahme eines jeweiligen Abnehmers 60. Es kann jedoch auch beispielsweise ein Atemmuster hinterlegt werden, sodass bei einer Abweichung von diesem Atemmuster eine Leckage vermutet werden kann. Dabei sollte das Atemmuster jedoch so eingestellt sein, dass jedes denkbare menschliche Atemmuster abgedeckt wird. Wenn jedoch eine dauerhafte Sauerstoffabnahme registriert wird, d. h. keine Ausatempause erkennbar ist, so kann auch auf eine Leckage geschlossen werden. Voraussetzung ist jedoch, dass eine Abnahme und damit auch ein Atemmuster erfassbar ist, etwa durch das Ansprechen eines Druckminderers oder eines Erfassungssensors. Durch eine dauerhafte Überwachung der Strömungsüberwachungsvorrichtungen 12, 54, 36 zwischen Gruppenversorgungsleitung 30 und Abnehmer 60 oder zwischen Hauptversorgungsleitung 10, 50 und Gruppenversorgungsleitung 30 kann auch bei einer behobenen Leckage der zuvor abgeschaltete Bereich wieder zugeschaltet werden, etwa wenn ein von einer Muffe abgerissener Schlauch wieder aufgesteckt wurde.
  • Die beiden Hauptversorgungsleitungen 10, 50 können so angeordnet sein, dass sie nicht gleichzeitig durch Triebswerksteile beschädigt werden können. Insbesondere kann dieses dadurch erreicht werden, dass diese aus dem Betrachtungspunkt eines bzw. mehrerer Triebwerkes nicht hintereinander liegen, sondern um einen gewissen Winkel differierend. Dabei sollten alle in Betracht kommenden Triebwerke berücksichtigt werden.
  • 4 zeigt eine schematische Anordnung einer Strömungsüberwachungsvorrichtung, die in der hier gezeigten Ausführungsform ein Ventil 75 aufweist, das über einen Aktuator bzw. eine Betätigungsvorrichtung 76 betätigt werden kann. Ferner ist eine Druckverhältnisermittlungsvorrichtung 71 vorgesehen, die die Druckverhältnisse sowohl vor als auch hinter dem Ventil 75 ermitteln kann. Dieses kann beispielsweise durch Drucksensoren jeglicher Art erfolgen. Dabei ist sowohl eine mechanische Rückkopplung über eine Feder als auch eine elektrische Rückkopplung über Signale möglich. Über eine derartige Druckermittlung mittels beispielsweise Sensoren 72, 73 kann einer Ventilansteuerungsvorrichtung 77 eine entsprechende Information bereitgestellt werden, auf deren Grundlage das Ventil über eine Betätigungsvorrichtung angesteuert werden kann. Die Ventilsteuerung 77 muss dabei nicht zwingend in der örtlichen Nähe des Ventils angeordnet sein, sondern kann beispielsweise auch in Form einer zentralen Steuerung für eine Vielzahl von Ventilen vorgesehen sein. Aus den Messergebnissen der Sensoren 72, 73 kann beispielsweise eine Druckdifferenz oder ein Druckquotient ermittelt werden, der dann mit einem entsprechenden Schwellwert verglichen wird, um auf diese Weise eine Betätigung des Ventils vornehmen zu können. Die durch eine Druckerfassungsvorrichtung 72, 73, eine Ventilsteuerung 77, eine Betätigungsvorrichtung 76 und ein Ventil 75 angegebene Anordnung kann beispielsweise bereits durch eine einfache Federventilanordnung erreicht werden, bei der jedoch der Schwellwert nicht dynamisch angepasst werden kann. Eine derartige mechanische Lösung ist insbesondere bei einem kompletten Stromausfall in einem Flugzeug vorteilhaft. Jedoch kann diese Lösung auch durch eine gewisse logische Intelligenz erweitert werden, so dass auch dynamische Veränderungen oder Vorgaben berücksichtigt werden können, beispielsweise eine Kabinenbelegung, eine Sitzbelegung oder sonstige Vorgaben. An dieser Stelle sei angemerkt, dass ein gemäß 4 gezeigter systematischer Aufbau sowohl für die Strömungsüberwachungsvorrichtung als auch für die Rückschlagventilvorrichtung verwendet werden kann, wobei jedoch bei dem Rückschlagventil lediglich ein Rückströmen eines Gases bzw. von Sauerstoff verhindert werden soll, während bei der Strömungsüberwachung ein Schwellwert in einer bestimmten Größe vorgegeben werden kann.
  • An dieser Stelle sei angemerkt, dass als Ventil sowohl einfache mechanische Ventile als auch pneumatische oder elektrische Ventile verwendet werden können, die wiederum pneumatisch bzw. elektrisch angesteuert werden können.
  • 5 zeigt ein Luftfahrzeug gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung mit einem Gas- bzw. Sauerstoffversorgungssystem. Das Luftfahrzeug 100 weist in der hier gezeigten Ausführungsform einen ersten Passagierkabinenbereich 101 und einen zweiten Passagierkabinenbereich 102 auf. Dabei kann die Hauptversorgungsleitung 10 im Deckenbereich des ersten Passagierkabinenbereiches 101 liegen, während die zweite Hauptversorgungsleitung 50 im Deckenbereich des zweiten Passagierkabinenbereiches 102 liegt. Alternativ kann auch eine Hauptversorgungsleitung unterhalb des zweiten Passagierkabinenbereiches 102 vorgesehen sein. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Hauptversorgungsleitungen vorgesehen sein, beispielsweise eine hier nicht gezeigte dritte Hauptversorgungsleitung zusätzlich zu den in 5 gezeigten Hauptversorgungsleitungen 10, 50, beispielsweise im Bodenbereich des unteren Passagierkabinenbereiches 102. Die Gruppenversorgungsleitung ist in der hier gezeigten Ausführungsform ringförmig, kann jedoch auch ein verzweigtes Gruppenversorgungsleitungssystem sein in Form einer Baum- oder Aststruktur. Selbstverständlich kann auch eine Gruppenversorgungsleitung in Form eines Maschenleitungssystems vorgesehen sein, insbesondere wenn mehr als zwei Hauptversorgungsleitungen vorgesehen sind. Die Maschen bzw. Äste der Maschen können dann ebenso mit Strömungsüberwachungsvorrichtungen und Rückschlagventilen versehen sein, um eine Abkopplung defekter Stränge vorzunehmen. Im Bereich des oberen Passagierkabinenbereiches 101 ist in 4 eine Ausführungsform gezeigt, bei der die Abnehmer aus einzelnen Gas- bzw. Sauerstoffmasken 61 bestehen. Im Bereich des unteren Passagierkabinenbereiches 102 ist eine alternative Ausführungsform zu sehen, bei der die Abnehmer 60 aus Gruppen von Sauerstoff- bzw. Gasmasken 61 bestehen, die beispielsweise an Sauerstoffcontainern in den Gepäckablagen angeschlossen sein können.
  • Es sei angemerkt, dass in 5 keinerlei Ventil bzw. Absperrvorrichtungen dargestellt sind, die jedoch selbstverständlich gemäß beispielsweise der in 3 gezeigten Ausführungsform vorgesehen sein können.
  • Selbstverständlich können auch innerhalb der Hauptversorgungsleitung Absperr- und Überwachungsvorrichtungen vorgesehen sein, um beispielsweise abschnittsweise eine Hauptversorgungsleitung abzusperren oder freizugeben. Die Hauptversorgungsleitungen 10 bzw. 50 können selbstverständlich auch durch Bypassleitungen miteinander verbunden werden, um beispielsweise bei einem Ausfall bestimmter Bereiche eine Umgehung des beschädigten Bereiches ermöglichen zu können.
  • Es sollte angemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung neben der Verwendung in Luftfahrzeugen auch beispielsweise in anderen Fahrzeugen verwendet werden kann, beispielsweise bei einer Sauerstoffversorgung in Bussen bzw. Zügen, wenn diese beispielsweise in Gebieten verkehren, in denen die Umgebungsluft nicht ohne weiteres für eine Versorgung der Passagiere verwendet werden kann. Das Gasversorgungssystem kann selbstverständlich auch für andere Gasversorgungen verwendet werden, die etwa Pneumatikkreise betreffen. Wenn das Gasversorgungssystem entsprechend modifiziert wird kann es selbstverständlich auch für Flüssigkeiten verwendet werden, etwa in redundant auszulegenden hydraulischen Systemen, wie etwa Bremssysteme oder Ruderansteuerungen.
  • Es sei angemerkt, dass der Begriff „umfassend" weitere Elemente nicht ausschließt, ebenso wie der Begriff „ein" und „eine" mehrere Elemente und Schritte nicht ausschließt.
  • Die verwendeten Bezugszeichen dienen lediglich zur Erhöhung der Verständlichkeit und sollen keinesfalls als einschränkend betrachtet werden, wobei der Schutzbereich der Erfindung durch die Ansprüche wiedergegeben wird.
  • Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 4651728 [0003, 0003]

Claims (15)

  1. Gasversorgungssystem für ein Luftfahrzeug (100) mit einer ersten Hauptleitung (10); einer zweiten Hauptleitung (50); einer Gruppenversorgungsleitung (30), die mit einem oder einer Mehrzahl von Abnehmern (60) verbunden ist; einer ersten Verbindungsleitung (20), die die erste Hauptleitung (10) mit der Gruppenversorgungsleitung (30) verbindet; einer zweiten Verbindungsleitung (40), die die zweite Hauptleitung (50) mit der Gruppenversorgungsleitung (30) verbindet.
  2. Gasversorgungssystem nach Anspruch 1, wobei zwischen wenigstens einer Hauptleitung (10, 40) und der Gruppenversorgungsleitung (30) eine Strömungsüberwachungsvorrichtung (12, 54) vorgesehen ist, die ausgelegt ist, um bei einem Überschreiten eines Schwellwertes die Strömung zu begrenzen.
  3. Gasversorgungssystem nach Anspruch 2, wobei der Schwellwert größer ist als eine maximale Nennabnahme aller Abnehmer (60), die mit der Gruppenversorgungsleitung (30) verbunden sind, und die Strömung bei Überschreiten diese Schwellwertes auf im Wesentlichen null begrenzt wird.
  4. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei die Strömungsüberwachungsvorrichtung (12, 54) die wenigstens eine Hauptleitung (10, 40) von der mit ihr verbundenen Verbindungsleitung (20, 40) abgrenzt.
  5. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zwischen wenigstens einer Hauptleitung (10, 40) und der Gruppenversorgungsleitung (30) eine Rückschlagventilvorrichtung (32, 34) vorgesehen ist, die ausgelegt ist, um eine Gasversorgungsströmung im Wesentlichen nur in einer Richtung von der wenigstens einen Hauptversorgungsleitung (10, 50) zu der Gruppenversorgungsleitung (30) zuzulassen.
  6. Gasversorgungssystem nach Anspruch 5, wobei die Rückschlagventilvorrichtung (32, 34) wenigstens eine Verbindungsleitung (20, 40) von der Gruppenversorgungsleitung (30) abgrenzt.
  7. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei zwischen der Gruppenversorgungsleitung (30) und einem Abnehmer (60) eine Strömungsüberwachungsvorrichtung (36) vorgesehen ist, die ausgelegt ist, um bei einem Überschreiten eines Schwellwertes die Strömung zu begrenzen, wobei der Schwellwert größer ist als eine maximale Nennabnahme des Abnehmers (60) und die Strömung bei Überschreiten dieses Schwellwertes auf im Wesentlichen null begrenzt wird.
  8. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei die Strömungsüberwachungsvorrichtung (12, 54, 36) aus einem Federventil besteht und der Schwellwert durch die Bemessung der Feder vorgebbar ist.
  9. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei die Strömungsüberwachungsvorrichtung (12, 54, 36) und/oder die Rückschlagventilvorrichtung (32, 34) ein Ventil (75), eine Druckverhältnisermittlungsvorrichtung (71) zur Ermittlung eines Druckverhältnisses eines Druckes vor bzw. hinter dem Ventil und eine Ventilsteuerungsvorrichtung (77) aufweist, wobei die Ventilsteuerungsvorrichtung (77) ausgelegt ist, um das Ventil auf der Grundlage des ermittelten Druckverhältnisses anzusteuern.
  10. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einer zentralen Überwachungsvorrichtung, die ausgelegt ist, um eine Ansteuerung vorhandener Ventile vorzunehmen auf der Grundlage von Ventilstellungen und/oder Drücken in dem Gasversorgungssystem.
  11. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Gasversorgungssystem ein Sauerstoffversorgungssystem ist.
  12. Gasversorgungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei ein Abnehmer eine oder eine Gruppe von Gas- bzw. Sauerstoffmasken für Flugpassagiere ist.
  13. Luftfahrzeug mit einem Gasversorgungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
  14. Luftfahrzeug nach Anspruch 13, wobei die erste Hauptversorgungsleitung (10) oberhalb eines Passagierkabinenbereiches (101) und die zweite Hauptversorgungsleitung (50) unterhalb eines Passagierkabinenbereiches (101) angeordnet ist.
  15. Luftfahrzeug nach einem der Ansprüche 13 oder 14, wobei das Gasversorgungssystem in einem Bereich des Luftfahrzeuges (100) angeordnet ist, der als Bereich ausgewiesen ist, in den in einem Störfall Teile von Triebwerken eindringen können.
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