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Die
Erfindung betrifft eine Anordnung zweier Hohlkörper, die
an einem Untergrund befestigbar ist, wobei ein erster Hohlkörper über
ein Befestigungsmittel an einem zweiten Hohlkörper unmittelbar
angeordnet ist.
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Eine
derartige Anordnung ist beispielsweise aus der
DE 200 01 681 U1 bekannt.
In diesem Dokument ist eine Montageanordnung für einen
Handlauf, der an einer Fläche angebracht werden kann, offenbart.
Die Montagevorrichtung besteht aus mehreren verschachtelten Hohlkörpern,
die den Handlauf darstellen, und den am Handlauf montierten Wandmontagehülsen.
Die Verbindung des Handlaufes und der Wandmontagehülsen
ist über eine Gewindebohrung im Handlauf und einen Gewindebolzen,
der aus den Wandmontagehülsen herausragt, realisiert. Nachteiligerweise
hat sich jedoch ergeben, dass diese Form der Verbindung sich bei
der Montage als aufwendig dargestellt hat, da die Position der Gewindebohrung, die
zur Befestigung der Stütze dient, exakt gefertigt werden
muss.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Anordnung bereitzustellen,
bei der die genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere eine Anordnung
von Hohlkörpern zu schaffen, die mit einem universellen
Befestigungsmittel verbindbar sind, so dass eine zuverlässige
Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Hohlkörper
erzielt wird.
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Zur
Lösung dieser Aufgabe wird eine Anordnung mit den Merkmalen
des Anspruches 1 vorgeschlagen. In den abhängigen Ansprüchen
sind bevorzugte Weiterbildungen ausgeführt.
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Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, dass für die Montage der Anordnung das Befestigungsmittel in
den zweiten Hohlkörper, der eine Innenfläche aufweist,
hineinragt und das Befestigungsmittel formschlüssig an
der Innenfläche des zweiten Hohlkörpers anliegt.
Erfindungsgemäß wird während des Montageprozesses
zumindest ein Bereich des Befestigungsmittels in den zweiten Hohlkörper
eingeführt. Anschließend wird der erste Hohlkörper
auf das Befestigungsmittel aufgesteckt. Der erste Hohlkörper liegt
unmittelbar am zweiten Hohlkörper an. Besonders vorteilhaft
ist, dass im montierten Zustand das Befestigungsmittel mit dem ersten
und dem zweiten Hohlkörper eine form- und/oder kraftschlüssige
Verbindung aufweist, wodurch eine kompakte Einheit der Anordnung
der Hohlkörper erzielbar ist. Aufgrund der konstruktiven
Ausgestaltung des Befestigungsmittels ist der Montageaufwand und
die benötigte Montagepräzision zur Anordnung beider
Hohlkörper gering. Die Hohlkörper können
hierbei unterschiedliche geometrische Ausgestaltungen, beispielsweise eine
zylindrische Form, aufweisen. Selbstverständlich sind alternative
Ausführungen denkbar, insbesondere können die
Hohlkörper in ihrem Querschnitt kreisförmig, rechteckig
oder oval ausgebildet sein. Die erfindungsgemäße
Anordnung kann beispielsweise an Türen vorgesehen sein,
wobei der erste und/oder der zweite Hohlkörper als Handgriff
dienen kann. Die gesamte Anordnung, die vorzugsweise aus einem metallischen
Material besteht, ist hierbei an einer verschwenkbaren Tür
befestigbar.
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Vorteilhafterweise
ist der zweite Hohlkörper mit einer Bohrung ausgeführt,
durch die das Befestigungsmittel eingeführt ist. In einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Befestigungsmittel
einen Kopfbereich auf. Der Kopfbereich befindet sich zumindest bereichsweise
innerhalb des zweiten Hohlkörpers. Ein in einer möglichen
Ausführungsform am Kopfbereich angebrachter Flügel
liegt mit einer Seite an der Innenfläche des zweiten Hohlkörpers
an. Die dem Kopfbereich abgewandte Seite des Befestigungsmittels
befindet sich außerhalb des zweiten Hohlkörpers
und zumindest bereichsweise innerhalb des ersten Hohlkörpers.
Bevorzugt ist das Befestigungsmittel einstückig und/oder
materialeinheitlich ausgeführt.
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Eine
weitere erfindungsgemäße Maßnahme sieht
vor, dass das Befestigungsmittel eine Montagestellung zur Einführung
in den zweiten Hohlkörper aufweist. Nachdem der Kopfbereich
innerhalb des zweiten Hohlkörpers eingesetzt ist, verfährt
das Befestigungsmittel in eine Haltestellung, in der der am Kopfbereich
sich befindende Flügel mit einer Seite unmittelbar an der
Innenfläche des zweiten Hohlkörpers formschlüssig
anliegt und das Befestigungsmittel sich nicht aus der Bohrung des
zweiten Hohlkörpers bewegen kann. Das bedeutet, dass der
Wechsel von der Montagestellung in die Haltestellung nach der Einführung
des Kopfbereiches in den zweiten Hohlkörper verhindert,
dass das Befestigungsmittel sich vom zweiten Hohlkörper
selbstständig löst. Selbstverständlich
ist der Durchmesser des Kopfbereiches und des Flügels so
bemessen, dass dieser in der Montagestellung geringer ist als der
Innendurchmesser der Bohrung des zweiten Hohlkörpers.
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Eine
weitere Alternative der Erfindung sieht vor, dass der Kopfbereich
einen um eine Achse bewegbaren Flügel aufweist. Beim Montagevorgang wird
der Flügel in eine erste Lage gebracht. In dieser Lage,
die der Montagestellung des Befestigungsmittels entspricht, kann
der Kopfbereich durch die Bohrung des zweiten Hohlkörpers
geführt werden. Anschließend bewegt sich der Flügel
um seine Achse in eine zweite Lage, in der der Flügel unmittelbar
an der Innenfläche des zweiten Hohlkörpers anliegt.
Besonders vorteilhaft ist hierbei, dass durch eine entsprechende
Ausgestaltung der Kontur des Flügels eine einfache Anpassung
an unterschiedliche geometrische Ausführungen der Innenfläche
des zweiten Hohlkörpers erreicht werden kann. Das bedeutet, dass
in einigen Fällen lediglich der Flügel entsprechend
der geometrischen Ausführung des zweiten Hohlkörpers
auszutauschen ist, um eine zuverlässige Befestigung beider
Hohlkörper zu erreichen.
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Zweckmäßigerweise
wirkt am Kopfbereich eine Kraft, die das Befestigungsmittel von
seiner gespannten Montagestellung in die Haltestellung bringt. Die
Kraft kann zum Beispiel von einer Feder, die am Kopfbereich angeordnet
ist, ausgehen, wobei die Kraft auf den Flügel wirkt. Durch
das Drehen des Flügels wird das Befestigungsmittel von
der Montagestellung automatisch in die Haltestellung gebracht.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der
Kopfbereich mit einem ersten Schenkel und einem zweiten Schenkel
ausgeführt, zwischen denen sich eine Nut befindet, in der
der Flügel drehbar angeordnet ist. Hierbei kann es vorteilhaft
sein, dass der Flügel am ersten Schenkel anliegt, wobei
zwischen dem zweiten Schenkel und dem Flügel eine Ringscheibe
spielfrei angeordnet sein kann. Die Ringscheibe dient als Stabilisierung
des Flügels, wobei die Feder, die die Kraft auf den Flügel
ausübt, umfangsseitig die Ringscheibe umfasst. Hierdurch wird
die Feder durch die Ringscheibe innerhalb des Kopfbereiches zentriert.
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In
der Montagestellung befindet sich der Flügel vorteilhafterweise
mit einer Seite vollständig innerhalb der Nut, so dass
die eine Seite vollständig durch den ersten und/oder den
zweiten Schenkel abgedeckt ist. Die andere Seite des Flügels
ragt über das freie Ende des Kopfbereiches heraus, so dass das
Befestigungsmittel in der Montagestellung durch die Bohrung des
zweiten Hohlkörpers einführbar ist.
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Ferner
weist das Befestigungsmittel an der dem Kopfbereich abgewandten
Seite des Befestigungsmittels ein Gewinde auf, das mit einem Gegengewinde
innerhalb des ersten Hohlkörpers zusammenwirkt. Von besonderem
Vorteil ist, dass eine Mutter mit dem Gegengewinde ausgeführt
ist, wobei die Mutter formschlüssig im ersten Hohlkörper
versenkbar ist. Nachdem das Befestigungsmittel mit seinem Kopfbereich
in den zweiten Hohlkörper eingeführt ist, und
der erste Hohlkörper auf die dem Kopfbereich abgewandte
Seite des Befestigungsmittels aufgesteckt ist, wird die Mutter an gezogen.
Hierdurch wird eine Zugkraft auf den Kopfbereich ausgeübt,
der somit gegen die Innenfläche des zweiten Hohlkörpers gedrückt
wird. Gleichzeitig wird mittels der festgezogenen Mutter der erste
Hohlkörper am zweiten Hohlkörper fixiert. Im montierten
Zustand ist die Mutter vorzugsweise vollständig innerhalb
des ersten Hohlkörpers versenkt. Um die Mutter zuverlässig
wieder aus ihrer versenkten Position zu bringen, kann die Mutter
an ihrer Stirnseite Schlitze und/oder Bohrungen aufweisen, in die
der Benutzer mit korrespondierenden Werkzeugen eingreifen kann,
um die Mutter zuverlässig wieder zu lösen.
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Vorzugsweise
weist das Befestigungsmittel umfangsseitig einen Stift auf. Der
Stift, der als Anschlag dient, ragt vorsprungartig aus dem Kopfbereich
soweit heraus, dass während der Montage eine vollständige
Einführung des Befestigungsmittels in den zweiten Hohlkörper
verhindert wird. Der erste Hohlkörper verfügt
an seiner dem zweiten Hohlkörper zugewanden Seite innenseitig über
eine Aussparung, die dem Stift als Führung dient, und sich
in Längsrichtung des Grundkörpers erstreckt. Während der
Montage des ersten Hohlkörpers an den zweiten Hohlkörper
befindet sich der Stift innerhalb der Aussparung, wodurch eine genaue
Positionierbarkeit des Befestigungsmittels innerhalb der Anordnung
gewährleistet wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass während
des Festziehens der Mutter ein Mitverdrehen des Befestigungsmittels
innerhalb der Anordnung verhindert wird, da der Stift in der Aussparung
gehalten ist.
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Eine
weitere erfindungsgemäße Maßnahme sieht
vor, dass zwei Flügel am Kopfbereich des Befestigungsmittels
angeordnet sind, die um die Achse schwenkbar sind. Des Weiteren
können die Flügel an ihren Enden eine Kontaktfläche
aufweisen, die mit einer erhöhten Rauigkeit ausgeführt
ist, wobei die Kontaktflächen im Haltezustand des Befestigungsmittels an
der Innenfläche des zweiten Hohlkörpers anliegen.
Durch die erhöhte Rauigkeit der Kontaktfläche wird
die Oberflächenverbindung des Befestigungsmittels und des
zweiten Hohlkörpers intensiviert. Ferner wird die Neigung zum
Verrutschen des Befestigungsmittels bei der Montage im zweiten Hohlkörper verringert.
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Bevorzugt
ist die Rauigkeit der Kontaktfläche mit einer verzahnten
Oberfläche ausgeführt. Auch der Bereich des Befestigungsmittels
der unmittelbar an der Bohrung anliegt, kann eine Rauigkeit aufweisen,
die insbesondere als verzahnte Oberfläche ausgeführt
ist. Sowohl die verzahnte Oberfläche am Befestigungsmittel
im unmittelbaren Bereich der Bohrung des zweiten Hohlkörpers
als auch die als verzahnte Oberfläche ausgeführte
Kontaktfläche der beiden Flügel bewirken durch
ihre Oberflächenvergrößerung, dass der
Kontakt mit ihren korrespondierenden Flächen an der Innenseite
des zweiten Hohlkörpers und seiner Bohrung verstärkt
wird und ein Verdrehen des Befestigungsmittels bei der Montage zusätzlich
erschwert wird.
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Vorteilhafterweise
ist der Kopfbereich an seinem freien Ende, welches sich innerhalb
des zweiten Hohlkörpers befindet, mit einer Stirnfläche
ausgebildet, die an der Innenfläche anliegt. Durch die
an die Oberfläche der Innenfläche angepasste Form
der Stirnfläche, wird die Lage des Befestigungsmittels sowie
die Austrittsrichtung für die beiden Flügel bei der
Montage innerhalb des zweiten Hohlkörpers festgelegt.
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Erfindungsgemäß wird
durch das Anliegen der Stirnfläche an der Innenseite des
zweiten Hohlkörpers gewährleistet, dass in der
Haltestellung die Kontaktfläche der beiden Flügel
eine Position einnimmt, die zwischen der Achse und der Bohrung des zweiten
Hohlkörpers liegt. Diese Position der Kontaktflächen
bewirkt, dass beim Anziehen des Gegengewindes am Befestigungsmittel
im ersten Hohlkörper, die daraus resultierende Zugkraft
gleichmäßig auf die Kontaktflächen verteilt
wird.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Gewinde als
Innengewinde ausgeführt, das sich bei der Montagestellung
des Befestigungsmittels bis in den zweiten Hohlkörper erstrecken
kann. Eine weitere erfinderische Maßnahme sieht vor, dass
die Schenkel im Bereich der Nut derart mit jeweils einem Anschlagelement
ausgebildet sind, dass jeder Flügel lediglich zu einer
Seite aus der Nut in die Haltestellung schwenkbar ist. Die Anschlagelemente
gewährleisten, dass jeweils nur ein Flügel aus
einer Seite der Nut ausschwenkt.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben
sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für
sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
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Es
zeigen:
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1:
eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen
Anordnung mit einem ersten Hohlkörper, einem zweiten Hohlkörper,
die durch ein Befestigungsmittel miteinander verbunden sind,
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2:
die erfindungsgemäße Anordnung gemäß 1,
jedoch ohne den montierten ersten Hohlkörper,
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3:
eine Seitenansicht des Kopfbereiches des Befestigungsmittels gemäß 1,
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4:
eine Draufsicht des sich in einer Haltestellung befindenden Befestigungsmittels,
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5:
eine Draufsicht des sich in einer Montagestellung befindenden Befestigungsmittels,
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6:
eine weitere Ansicht des Befestigungsmittels ohne Flügel,
Feder und Ringscheibe,
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7:
eine Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispieles
einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einem ersten
Hohlkörper, einem zweiten Hohlkörper, die durch
ein Befestigungsmittel miteinander verbunden sind,
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8:
eine Draufsicht des sich in einer Montagestellung befindenden Befestigungsmittels
gemäß 7,
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9:
eine Draufsicht des sich in einer Haltestellung befindenden Befestigungsmittels
gemäß 7,
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10:
eine Seitenansicht des Kopfbereiches des Befestigungsmittels gemäß 7 und
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11:
eine weitere Ansicht des Befestigungsmittels ohne Flügel,
gemäß 7.
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In 1 ist
ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Anordnung zweier Hohlkörper 10, 20 dargestellt,
die an einem nicht explizit gezeigten Untergrund befestigbar sind.
Die in beiden Ausführungsbeispielen gezeigte Anordnung
dient hierbei als „Handlauf", wobei der zweite Hohlkörper 20 als
Grifffläche für den Benutzer und der erste Hohlkörper 10 als
Hülse zur Befestigung der Grifffläche an dem genannten
Untergrund dient. Beide Hohlkörper 10, 20 sind über
ein Befestigungsmittel 30 miteinander verbunden. Hierbei
ist das Befestigungsmittel 30, wie auch 2 besonders
verdeutlicht, mit einem Kopfbereich 40 ausgeführt.
Das Befestigungsmittel 30 befindet sich in 1 sowie
in 2 in einer Haltestellung, die auch in 4 gezeigt
ist. Des Weiteren ist das Befestigungsmittel 30 ferner
in eine Montagestellung bringbar, welche in 5 dargestellt
ist.
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Gemäß 1 und 2 ist
am Kopfbereich 40 ein um eine Achse 44 bewegbarer
Flügel 42 angeordnet. Gemäß dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Flügel 42 am
Kopfbereich 40 zwischen einem ersten Schenkel 45 und
einem zweiten Schenkel 46 drehbar um die Achse 44 gelagert,
welches 3 zeigt. Hierbei liegt der Flügel 42 unmittelbar am
ersten Schenkel 45 an. Zwischen dem zweiten Schenkel 46 und
dem Flügel 42 befindet sich eine lediglich in 2 dargestellte
Ringscheibe 41, die durch eine Feder 43, die zwischen
dem zweiten Schenkel 46 und dem Flügel 42 angeordnet
ist, umfasst ist. Die Feder 43 übt am Kopfbereich 40 eine Kraft
aus, die das Befestigungsmittel 30, insbesondere den Flügel 42 von
der Montagestellung gemäß 5 automatisch
in die Haltestellung gemäß 4 bringt.
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Um
eine Befestigung beider Hohlkörper 10, 20 gemäß 1 zu
erreichen, wird zunächst das Befestigungsmittel 30 vom
Benutzer in seine Montagestellung gemäß 5 gebracht.
Anschließend wird das Befestigungsmittel 30 mit
seinem Kopfbereich 40 in den zweiten Hohlkörper 20 geführt.
Hierbei weist der zweite Hohlkörper 20 eine Bohrung 22 auf,
die derart bemessen ist, dass der Kopfbereich 40 des Befestigungsmittels 30 durch
die Bohrung 22 eingeführt werden kann. Die Bohrung 22 kann
auch nachträglich auf der Baustelle angefertigt werden,
wobei eine genaue Positionierung, wie beim Stand der Technik, für
die Festigkeit der Verbindung nicht nötig ist. Befindet
sich der Kopfbereich 40 mit seinem Flügel 42 innerhalb
des zweiten Hohlkörpers 20, übt die Feder 43 eine
Rückstellkraft auf den Flügel 42 aus, um
diesen in die Haltestellung gemäß 4 zu
bewegen. In Haltestellung des Befestigungsmittels 30 liegt
der Flügel 42 unmittelbar an der Innenfläche 21 des
zweiten Hohlkörpers 20 an, welches in 1 und 2 dargestellt
ist. Die zum zweiten Hohlkörper 20 zugewandte
Kontur des Flügels 42 ist hierbei der geometrischen
Form der Innenfläche 21 angepasst, so dass in
Haltestellung des Befestigungsmittels 30 eine formschlüssige
Kontaktierung des drehbaren Flügels 42 an der
Innenfläche 21 des zweiten Hohlkörpers 20 erzielt
wird.
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Anschließend
wird der erste Hohlkörper 10 auf die dem Kopfbereich 40 abgewandte
Seite des Befestigungsmittels 30 aufgesteckt, so dass der
aus dem zweiten Hohlkörper 20 noch herausragende
Teil des Befestigungsmittels 30 vollständig durch
den ersten Hohlkörper 10 umfasst ist. Der dem
zweiten Hohlkörper 20 zugewandte Bereich des ersten
Hohlkörpers 10 ist entsprechend der geometrischen
Form des zweiten Hohlkörpers 20 angepasst, so
dass gemäß 1 der erste
Hohlkörper 10 unmittelbar an der Mantelfläche
des zweiten Hohlkörpers 20 anliegt. Im nächsten
Schritt wird über eine Mutter 60 der erste Hohlkörper 10 mit
dem zweiten Hohlkörper 20 über das Befestigungsmittel 30 befestigt.
Hierfür ist die dem Kopfbereich 40 abgewandte
Seite des Befestigungsmittels 30 mit einem Gewinde 50 ausgeführt, welches
in 4 dargestellt ist. Die Mutter 60 wird auf
das Gewinde 50 geschraubt. Hierbei weist der erste Hohlkörper 10 eine
Bohrung 12 mit einem Durchmesser auf, der entsprechend
dem Durchmesser der Mutter 60 angepasst ist. Während
die Mutter 60 auf das Gewinde 50 geschraubt wird,
gelangt die Mutter 60 in die Bohrung 12, bis die
Mutter 60 eine Anschlagfläche 11 innerhalb
der Bohrung 12 kontaktiert. Durch ein weiteres Festziehen
der Mutter 60 am Gewinde 50 wird das Befestigungsmittel 30 in
entgegengesetzter Richtung zum Kopfbereich 40 gezogen, wodurch
der Flügel 42 mit seiner Kontur an die Innenfläche 21 des
zweiten Hohlkörpers 20 gedrückt wird, wobei
die Mutter 60 an der Anschlagfläche 11 verbleibt.
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Wie
in 3 bis 6 dargestellt ist, weist der
Kopfbereich 40, der materialeinheitlich und einstückig
innerhalb des Befestigungsmittels 30 ausgeführt
ist, einen Stift 49 auf, der vorsprungartig ausgeführt
ist. Korrespondierend zum Stift 49 ist innerhalb der Bohrung 12 des
ersten Hohlkörpers 10 eine nicht dargestellte
Aussparung vorgesehen, in die beim Aufstecken des ersten Hohlkörpers 10 auf
das Befestigungsmittel 30 der Stift 49 geführt
wird. Zum einen wird hierdurch eine gute Positionierung des Befestigungsmittels 30 innerhalb
der erfindungsgemäßen Anordnung erreicht. Befindet
sich der Stift 49 innerhalb der genannten Aussparung, wird
zum anderen während des Festziehens der Mutter 60 am
Gewinde 50 ein gleichzeitiges „Mitdrehen" des
Befestigungsmittels 30 verhindert.
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Um
die Mutter 60 montagefreundlich ohne großen Aufwand
aus der Bohrung 12 wieder herauszudrehen, ist die der Bohrung 12 abgewandte
Stirnseite der Mutter 60 mit Eingreifflächen ausgeführt,
die explizit nicht dargestellt sind, in die der Benutzer mit einem
korrespondierenden Werkzeug eingreifen kann, um die Mutter 60 zuverlässig
lösen zu können.
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In 7 ist
ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Anordnung zweier Hohlkörper 10, 20 dargestellt.
Auch die in diesem Ausführungsbeispiel dargestellte Anordnung
stellt – wie bereits zur 1 beschrieben – einen
Handlauf dar. Beide Hohlkörper 10, 20 sind über
ein Befestigungsmittel 30 miteinander verbunden. Das Befestigungsmittel 30 befindet
sich in einer Haltestellung, die auch in 9 gezeigt
ist. Gemäß der 8 und 9 weist
das Befestigungsmittel 30 an seinem Kopfbereich 40 zwei
Flügel 42a, 42b auf, die um die Achse 44 verschwenkbar
sind. Das Befestigungsmittel 30 ist am Kopfbereich 40 mit
einer Stirnfläche 48 ausgebildet, die in der Haltestellung
formschlüssig an der Innenfläche 21 des
zweiten Hohlkörpers 20 anliegt. Im Gegensatz dazu
kontaktiert der Kopfbereich 40 des ersten Ausführungsbeispieles
nicht die Innenfläche 21 des zweiten Hohlkörpers 20.
Die Flügel 42a, 42b weisen an ihren freien
Enden jeweils eine Kontaktfläche 63 auf, die mit
jeweils einer erhöhten Rauigkeit ausgeführt ist,
welches in 8 bis 10 angedeutet
ist. In der Haltestellung liegen die Kontaktflächen 63 an
der Innenfläche 21 des zweiten Hohlkörpers 20 an.
Des Weiteren weist das Befestigungsmittel 30 ein Innengewinde 50 auf,
das bis in den Kopfbereich 40 hineinragt, welches in 7 sowie 1 dargestellt
ist. Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist das Befestigungsmittel 30 mit
einem ersten 45 und einem zweiten Schenkel 46 ausgeführt, zwischen
denen sich eine Nut 47 befindet, welches in 11 gezeigt
ist.
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Um
das Befestigungsmittel 30 mit seinem Kopfbereich 40 in
den zweiten Hohlkörper 20 zu führen,
wird das Befestigungsmittel 30 – wie schon im ersten
Ausführungsbeispiel erläutert – in seine
Montagestellung, die in 8 dargestellt ist, gebracht.
In der genannten Montagestellung sind die Flügel 42a, 42b „eingeklappt"
und befinden sich innerhalb der Nut 47 zwischen beiden
Schenkeln 45, 46. In der Montagestellung wird
das Befestigungsmittel 30 durch die Bohrung 22 in
den zweiten Hohlkörper 20 geführt bis
die Stirnfläche 48 die Innenfläche 21 des zweiten
Hohlkörpers 20 kontaktiert. Gleichzeitig fahren
beide Flügel 42a, 42b seitlich aus der
Nut 47 aus und nehmen die in 7 oder 9 dargestellte
Position ein. Das automatische Ausfahren der Flügel 42a, 42b kann
beispielsweise über ein nicht gezeigtes Federelement erfolgen.
Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf den Federmechanismus des
ersten Ausführungsbeispiels verwiesen, der selbstverständlich
in 7 ebenfalls einsetzbar ist.
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Anschließend
wird der erste Hohlkörper 10 auf die dem Kopfbereich 40 abgewandte
Seite des Befestigungsmittels 30 aufgesteckt, so dass der
aus dem zweiten Hohlkörper 20 noch herausragende
Teil des Befestigungsmittels 30 vollständig durch
den ersten Hohlkörper 10 umfasst ist. Im nächsten
Schritt wird eine Schraube 61 in das Innengewinde 50 des Befestigungsmittels 30 gedreht.
Wie im ersten Ausführungsbeispiel wird durch das Festziehen
der Schraube 61, die an der Anschlagfläche 11 verbleibt, eine
Zugkraft auf das Befestigungsmittel 30 ausgeübt,
wodurch eine sichere Verbindung beider Hohlkörper 10, 20 über
das Befestigungsmittel 30 erzielt wird.
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Damit
die Flügel 42a, 42b jeweils nur zu einer
Seite von ihrer Montagestellung in die Haltestellung aus der Nut 47 sich
bewegen können, sind die Schenkel 45, 46 im
Bereich der Nut 47 jeweils mit einem Anschlagelement 62 ausgebildet,
die in 11 gezeigt sind. Beispielsweise
ist der Flügel 42a am ersten Schenkel 45 nur
in die Zeichenebene um die Achse 44 verschwenkbar, wobei
der Flügel 42b am zweiten Schenkel 46 nur
aus der Zeichenebene um die Achse 44 verschwenkbar ist.
Ferner weist der Bereich 64 des Befestigungsmittels 30,
der unmittelbar an der Bohrung 22 anliegt, eine Rauigkeit
auf, die insbesondere als verzahnte Oberfläche ausgeführt
ist.
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- 10
- erster
Hohlkörper
- 11
- Anschlagfläche
- 12
- Bohrung
- 20
- zweiter
Hohlkörper
- 21
- Innenfläche
des zweiten Hohlkörpers
- 22
- Bohrung
des zweiten Hohlkörpers
- 30
- Befestigungsmittel
- 40
- Kopfbereich
- 41
- Ringscheibe
- 42
- Flügel
- 42a
- Flügel
- 42b
- Flügel
- 43
- Feder,
Torsionsfeder
- 44
- Achse
- 45
- erster
Schenkel
- 46
- zweiter
Schenkel
- 47
- Nut
- 48
- Stirnfläche
- 49
- Stift
- 50
- Gewinde
- 60
- Spezialmutter,
Mutter
- 61
- Schraube
- 62
- Anschlagelement
- 63
- Kontaktfläche
- 64
- Bereich
des Befestigungsmittels 30
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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