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Die
Erfindung betrifft eine Absturzsicherung für Baugerüste zur Bildung eines eine
Baugerüstetage
des Baugerüstes
an dessen freiliegender Seite zumindest bereichsweise sichernden
Geländers,
wobei eine Gerüstetage
durch eine Mehrzahl von vertikalen Gerüststangen und wenigstens einen
zwischen den vertikalen Gerüststangen
angeordneten Gerüstboden
gebildet wird und die Absturzsicherung an eine unterhalb der Baugerüstetage
liegende weitere Baugerüstetage
des Baugerüstes
ankoppelbar ist, wobei die Absturzsicherung wenigstens eine horizontal
angeordnete Geländerstange
aufweist und wobei die Geländerstange
in vertikaler Richtung verschiebbar ist.
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Baugerüste aus
Metall werden etagenweise aus Gerüstböden und sich jeweils über die
Höhe einer
Etage erstreckenden, aufeinander aufsteckbaren bzw. an den Enden
miteinander verbindbaren vertikalen Gerüststangen errichtet. Die dem
Bau abgewandten freien Gerüstseiten
lassen sich durch Geländerstangen
sichern, die an ihren Enden jeweils mit einer vertikalen Gerüststange
verbunden sind.
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Zur
Errichtung der jeweils nächsten
Etage werden deren Böden
an den oberen, noch freien Enden der vertikalen Gerüststangen
eingehängt.
Um die vertikalen Gerüststangen
der jeweils nächsten Etage
montieren zu können,
müssen
die Gerüstbauer
die noch ungesicherten Böden
der nächstfolgenden
Etage betreten, wobei Absturzgefahr besteht.
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Zur
Vermeidung einer solchen Gefährdung werden
Absturzsicherungen der eingangs erwähnten Art mit einem gitterartige
Geländerstangen
umfassenden Bauelement benutzt, das sich an freien Gerüstseiten
jeweils an Teilen der letzten errichteten Baugerüstetage anbringen läßt und so
weit nach oben ragt, daß für die gerade
eingehängten
Gerüstböden der
nächstfolgenden
Baugerüstetage
bereits ein Geländer
gebildet ist.
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Aus
der gattungsbildenen
DE26
58 583 A1 ist eine horizontale Verstrebung für Geländer einer Arbeitsebene
eines Gerüstes
bekannt, wobei die Verstrebung an vertikalen Gerüststangen unter der jeweiligen
Arbeitsebene in vertikaler Richtung ver schiebbar gehaltert ist.
Dabei ist jede Verstrebung an zwei äußeren vertikalen Gerüststangen
zwischen zwei Arbeitsebenen verschiebbar gehaltert.
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Eine
weitere Absturzsicherung der vorgenannten Art ist beispielsweise
auch aus der
DE 299 02
904 U1 bekannt. Die bekannte Absturzsicherung weist im
wesentlichen zwei vertikale Pfosten auf, die über eine oder zwei Geländerstangen
miteinander verbunden sind. Dabei wird einer der beiden vertikalen
Pfosten zunächst
von unten her mit einer vertikalen Gerüststange verbunden, wobei der
Gerüstbauer auf
einem bereits durch einen Seitenschutz gesicherten weiteren Gerüstboden
einer unterhalb der zu sichernden Baugerüstetage angeordneten unteren weiteren
Baugerüstetage
des Baugerüstes
steht und der Gerüstboden
für die
obere zu sichernde Baugerüstetage
bereits gelegt ist. Anschließend
wird dann der zweite vertikale Pfosten der bekannten Absturzsicherung
mit einer benachbarten vertikalen Gerüststange des Baugerüstes von
unten her verbunden, so daß ein
Seitenschutz für
den bereits gelegten Gerüstboden
der oberen zu sichernden Baugerüstetage gebildet
wird. Der Einfachheit halber weisen die vertikalen Pfosten der bekannten
Absturzsicherung Einhängehaken
auf, die es ermöglichen,
bei der Montage der Absturzsicherung diese in einfacher Weise in die
vertikalen Gerüststangen
einer unteren Baugerüstetage
einzuhängen.
Dies ermöglicht
es dem Gerüstbauer
auch, wenn er auf dem Gerüstboden
einer oberen Baugerüstetage
steht, die bekannte Absturzsicherung zu lösen und nach oben zu ziehen.
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Die
bekannten Absturzsicherungen verhindern ein Herunterfallen der auf
dem Baugerüst
arbeitenden Gerüstbauer.
Gleichzeitig können
die bekannten Absturzsicherungen von einem Gerüstbauer alleine angebracht
und auch versetzt werden. Es braucht also keinen zweiten Gerüstbauer,
um mit den bekannten Absturzsicherungen arbeiten zu können. Von
Nachteil bei den bekannten Absturzsicherungen ist jedoch, daß die Montage,
insbesondere das Höhenversetzen
der bekannten Absturzsicherungen, aufwendig ist. In der Praxis hat
sich daher gezeigt, daß in
der Regel wenigstens zwei Gerüstbauer
gemeinsam die bekannten Absturzsicherungen montieren bzw. in der
Höhe versetzen
müssen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Absturzsicherung der eingangs
genannten Art zur Verfügung
zu stellen, die sich von einem Gerüstbau er in einfacher Weise
und bei geringem Kraftaufwand montieren und in der Höhe versetzen
läßt.
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Die
vorgenannte Aufgabe ist bei einer Absturzsicherung der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß eine
vertikal angeordnete Vorschubstange zum Höhenvorschub der Absturzsicherung
und wenigstens ein mit einer vertikalen Gerüststange verbindbares Führungselement für die Vorschubstange
und zur Halterung der Absturzsicherung an lediglich einer vertikalen
Gerüststange
vorgesehen sind, wobei die Vorschubstange in vertikaler Richtung
relativ zur Gerüststange
verschiebbar an dem Führungselement
gehalten und an dem Führungselement
vorzugsweise auf unterschiedlichen Höhen festsetzbar ist und wobei
die Vorschubstange an einem oberen Ende die wenigstens eine Geländerstange
als Rückenlehne
für einen
Gerüstbauer
aufweist. Die Befestigung der erfindungsgemäßen Absturzsicherung an lediglich
einer vertikalen Gerüststange
des Baugerüstes
trägt dazu
bei, daß die
Absturzsicherung bereits von einem Gerüstbauer in einfacher Weise
und bei geringem Zeitaufwand montiert bzw. in der Höhe versetzt
werden kann, insbesondere mit einer Hand. Dazu ist vorgesehen, daß eine vertikal
verlaufende Vorschubstange der Absturzsicherung in der Höhe verstellbar
an einer vertikalen Gerüststange
geführt
und in einer vorgegebenen Höhe
befestigbar ist. Die Montage der erfindungsgemäßen Absturzsicherung erfolgt
dabei ebenfalls von unten her, wobei der Gerüstbauer auf dem Gerüstboden
einer unteren Baugerüstetage steht
und die Vorschubstange, die über
ein Führungselement
mit einer vertikalen Gerüststange
verbunden wird, in vertikaler Richtung relativ zur Gerüststange
nach oben soweit verschiebt, bis die am oberen Ende der Vorschubstange
vorgesehene Geländerstange
ausreichend weit oberhalb des Gerüstbodens der oberen zur sicheren
Baugerüstetage
angeordnet ist, um einen auf dem oberen Gerüstboden stehenden Gerüstbauer
gegen Herabfallen zu sichern. Anschließend wird die Vorschubstange
in dieser Stellung festgesetzt. Dabei sollte die Geländerstange
vorzugsweise in einer Höhe
von ca. 1000 mm oberhalb von dem oberen Gerüstboden angeordnet sein.
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Vorzugsweise
ist die Vorschubstange an zwei mit einer vertikalen Gerüststange
verbindbaren Führungselementen
bewegbar geführt
und ggf. festsetzbar. Die beiden Führungselemente können einen Abstand
zwischen 500 bis 1500 mm, insbesondere von weniger als 1000 mm,
aufweisen. Dies trägt
zu einer hohen Stabilität
der Absturzsicherung bei.
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Weiter
vorzugsweise ist das Führungselement
in vertikaler Richtung relativ zur Gerüststange verschiebbar an der
Gerüststange
geführt
bzw. befestigt und ebenfalls auf unterschiedlichen Höhen an der
Gerüststange
festsetzbar. Dies ermöglicht
es bedarfsweise, die Führungselemente
mehr oder weniger weit nach oben zu verschieben, was die Montage der
Absturzsicherung vereinfacht. Dabei kann das Führungselement als an die Gerüststange
anklemmbare Führungsklemme
ausgebildet sein, wobei zum Festsetzen des Führungselementes an der Gerüststange
eine kraft- und/oder formschlüssige
Verbindung vorgesehen sein kann. Beispielsweise kann die Führungsklemme
zwei die Gerüststange
umgreifende vorzugsweise halbkreisförmige Klemmschenkel aufweisen,
die einen ringförmigen
Führungsbereich für die Gerüststange
bilden und mittels einer Schraubenverbindung gegeneinander verspannt
werden können.
Damit läßt sich
das Führungselement
in einfacher Weise an der Gerüststange
in einer vorgegebenen Höhe
festsetzen. Die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung zwischen dem
Führungselement
und der Gerüststange
sollte weiter vorzugsweise derart ausgebildet sein, daß das Führungselement
gegen ein ungewolltes Verdrehen gesichert und leicht wieder von
der Gerüststange
gelöst
werden kann.
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Bei
einer weiter bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, daß das
Führungselement
einen als Führungsbuchse
ausgebildeten Führungsabschnitt
für die
Vorschubstange aufweist, wobei die Vorschubstange in dem Führungsabschnitt
höhenverstellbar
geführt
ist. Dadurch ist das Verschieben der Vorschubstange relativ zur
Gerüststange
des Baugerüstes
in einfacher Weise bei geringem Kraftaufwand möglich. In diesem Zusammenhang
können die
Vorschubstange und der Führungsabschnitt
komplementär
zueinander ausgebildete Querschnittsprofile aufweisen, so daß die Vorschubstange
verdrehsicher in dem Führungsabschnitt
geführt
ist. Beispielsweise kann die Vorschubstange und der Führungsabschnitt
ein n-eckiges Querschnittsprofil aufweisen, insbesondere können der
Führungsabschnitt
und ggf. die Vorschubstange als ineinander einschiebbare Vierkantrohre
ausgebildet sein. Dadurch wird sichergestellt, daß es nach
der Montage der Absturzsicherung bei einer Kraftbeaufschlagung der
oberen Geländerstange
durch einen Gerüstbauer
nicht zu einem Aufschwenken der Geländerstange nach außen in Richtung
auf die freie Seite des Baugerüstes
und damit zu einer Gefährdung
des Gerüstbauers
kommen kann.
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Um
die Vorschubstange in einer vorgegebenen Höhe relativ zu der Gerüststange
festsetzen zu können,
kann die Vorschubstange formschlüssig und/oder
kraftschlüssig
an wenigstens einem Führungselement
festsetzbar sein. Im einfachsten Fall ist ein Bolzen vorgesehen,
der in eine gemeinsame Bohrung durch das Führungselement und die Vorschubstange
einsteckbar ist. Um die Absturzsicherung in unterschiedlichen Höhen festsetzen
zu können,
kann die Vorschubstange auch mehrere Bohrungen aufweisen, so daß die obere
Geländerstange bedarfsweise
mehr oder weniger weit von einem oberen Gerüstboden beabstandet in einer
vorgegebenen Höhe
festgesetzt werden kann.
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Sofern
die vertikale Gerüststange
des Baugerüstes
einen Vorsprung aufweist, der zur Montage des Baugerüstes vorgesehen
sein kann, ist eine sich in Längsrichtung
erstreckende entsprechende Ausnehmung für den Vorsprung in der Vorschubstange vorgesehen,
so daß eine
Höhenverschiebung
der Vorschubstange relativ zu der Gerüststange ohne weiteres möglich ist.
Letztlich kommt es darauf an, daß sich die Vorschubstange parallel
zu der Gerüststange
verschieben läßt, um die
Geländerstange ausreichend
weit nach oben verschieben zu können.
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Um
ein einfaches Anheben beim Höhenvorschub
der Absturzsicherung zu ermöglichen,
kann die Vorschubstange einen Griffabschnitt aufweisen. In diesem
Zusammenhang kann in dem als Führungsbuchse
ausgebildeten Führungsabschnitt
eine schlitzförmige
sich vorzugsweise über
die gesamte Länge
des Führungsabschnittes
erstreckende Öffnung
für den
Griffabschnitt vorgesehen sein. Dies ermöglicht es, die Vorschubstange
ohne weiteres aus dem Führungsabschnitt
nach oben herauszuschieben, was ein Versetzen der erfindungsgemäßen Absturzsicherung
vereinfacht.
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Die
Vorschubstange kann an dem oberen Ende einen Flachbereich zur Befestigung
mit einem Halteabschnitt der Geländerstange
aufweisen. Der Halteabschnitt der Geländerstange ist vorzugsweise ebenfalls
flächig
ausgebildet, was zu einer hohen Steifigkeit der Verbindung zwischen
dem Flachbereich der Vorschubstange und dem Halteabschnitt der Geländerstange
beiträgt.
Hier können
der Flachbereich und der Halteabschnitt miteinander verschraubt
sein, so daß die
Montage der Absturzsicherung vereinfacht und bedarfsweise Geländerstangen mit
unterschiedlicher Länge
an der Vorschubstange befestigbar sind.
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Darüber hinaus
kann vorgesehen sein, daß die
Geländerstange
gegenüber
dem Halteabschnitt nach innen in Richtung zur nicht-freiliegenden
Seite des Baugerüstes
versetzt angeordnet ist. Es versteht sich, daß die zuvor beschriebene versetzte
Anordnung auf den Montagezustand der Absturzsicherung und die Längsachse
der Geländerstange
bezogen ist. Da die Befestigung der Vorschubstange an dem oder den
Führungselementen)
dazu führt,
daß die Mittellängsachse
der Vorschubstange relativ zur Mittellängsachse der vertikalen Gerüststange
des Baugerüstes
nach außen
bzw. in Richtung auf die freie Seite des Baugerüstes verlagert ist, wird durch
die versetzte Anordnung der Geländerstange
erreicht, daß die
Mittellängsachse
der Geländerstange
und die äußere Längskante
des Gerüstbodens
der oberen zu sichernden Baugerüstetage
im wesentlichen in einer Ebene angeordnet sein können. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet
dies, daß die
horizontal verlaufende Geländerstange
nicht nach außen über einen Gerüstboden übersteht
und damit ein hoher Schutz des Gerüstbauers gegen Herabfallen
gewährleistet ist.
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Darüber hinaus
kann der Halteabschnitt wenigstens einen nach innen abgewinkelten
Geländerabschnitt
als Seitenschutz für
den Gerüstbauer
aufweisen, wobei die Geländerstange
mit einem Ende an dem Geländerabschnitt
befestigt ist. Eine Geländerstange
kann einseitig an dem Halteabschnitt vorgesehen sein, so daß die Absturzsicherung
eine L-Form aufweist. Um einen durchgehenden Geländerabschnitt zwischen zwei
vertikalen Gerüststangen des
Baugerüstes
bereit zu stellen, sind zwei erfindungsgemäße Absturzsicherungen mit auf
unterschiedlichen Seiten vorgesehenen Geländerstangen erforderlich. Jede
der beiden Absturzsicherungen wird dann mit einer vertikalen Gerüststange
so verbunden und angeordnet, daß die
beiden freien Enden der Geländerstangen
der beiden Absturzsicherungen aufeinander zuweisen und im wesentlichen
koaxial zueinander angeordnet sind. Die Geländerstangen können an
den jeweils freien Enden Mittel zur form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung
mit einer weiteren Geländerstange
einer an einer benachbarten Gerüststange
befe stigten weiteren Absturzsicherung aufweisen. Beispielsweise
kann eine Geländerstange
an Ihrem freien Ende einen U-förmigen
Aufnahmebereich für
ein rohrförmiges
Endstück
einer weiteren Geländerstange
aufweisen. Darüber
hinaus kann beispielsweise an dem Ende der einen Geländerstange
ein Schlitz für
einen sich radial von der Oberseite der weiteren Geländerstange
nach außen
erstreckenden Flachabschnitt vorgesehen sein, wobei bei der Montage
von zwei Absturzsicherungen zwischen zwei vertikalen Gerüststangen
einer Gerüstebene
der Schlitz- und der Flachabschnitt ineinandergreifen und durch
einen Stift gesichert werden können.
Dadurch ergibt sich eine durchgehende Sicherung zwischen benachbarten
vertikalen Gerüststangen.
Im übrigen
wird durch die form- und/oder kraftschlüssige Verbindung eine hohe
Steifigkeit auch in Richtung zur freiliegenden Seite des Baugerüstes sichergestellt.
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Grundsätzlich ist
es jedoch auch möglich, daß die Absturzsicherung
T-förmig
ausgebildet ist und zwei mit der Vorschubstange verbundene sich
in unterschiedliche horizontale Richtungen erstreckende Geländerstangen
aufweist. Auch hier kann ein Halteabschnitt vorgesehen sein zur
Befestigung mit einem Flachbereich der Vorschubstange, wobei der Halteabschnitt
auf beiden Seiten jeweils einen nach innen abgewinkelten Geländerabschnitt
als Seitenschutz und jeweils eine Geländerstange aufweisen kann.
Die beiden Gebäudestangen
erstrecken sich also ausgehend von der Vorschubstange in zwei unterschiedliche
horizontale Richtungen, vorzugsweise um 180° versetzt, radial nach außen.
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Die
Länge einer
Geländerstange
beträgt
vorzugsweise zwischen 1500 bis 2000 mm, wobei es sich versteht,
daß auch
kleinere oder größere Längen vorgesehen
sein können,
was letztlich von den Abmessungen des Baugerüstes abhängt.
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Im
einzelnen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Absturzsicherung auszugestalten
und weiterzubilden, wobei einerseits auf die abhängigen Patentansprüche und
andererseits auf die nachfolgende Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels
der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung verwiesen wird.
Im übrigen
läßt es die
Erfindung bedarfsweise zu, die in den Ansprüchen und/oder die anhand der
Zeichnung nachfolgend offenbarten und beschriebenen Merkmale miteinander
zu kombi nieren, auch wenn dies nicht im einzelnen beschrieben ist.
In der Zeichnung zeigen
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1 eine
schematische Teilquerschnittsansicht eines Baugerüstes mit
einer Absturzsicherung von der Seite,
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2 eine
Teilquerschnittsansicht der in 1 dargestellten
Absturzsicherung von der Seite,
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3 eine
Teilquerschnittsansicht der in 1 dargestellten
Absturzsicherung von oben,
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4 eine
Teilquerschnittsansicht eines unteren Abschnitts der in 1 dargestellten
Absturzsicherung von vorne,
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5 eine
Teilquerschnittsansicht eines oberen Abschnitts einer Vorschubstange
der in 1 dargestellten Absturzsicherung von vorne,
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6.
eine Teilquerschnittsansicht einer Geländerstange mit einem zur Befestigung
an der Vorschubstange vorgesehenen Halteabschnitt,
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7 eine
Teilquerschnittsansicht einer Absturzsicherung von vorne mit zwei
miteinander verbundenen Geländerstangen,
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8 eine
Teilquerschnittsansicht von zwei miteinander verbundenen Geländerstangen
einer Absturzsicherung in einer Ansicht von oben und
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9 eine
Querschnittsansicht an der Stelle X in 7.
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In 1 ist
eine Absturzsicherung 1 für ein Baugerüst 2 zur
Bildung eines eine obere Baugerüstetage 3 an
dessen freiliegender Seite 4 zumindest bereichsweise sichernden
Geländers,
wobei die Baugerüstetage 3 durch
eine Mehrzahl von vertikalen Gerüststangen 5 und
wenigstens einen zwischen den vertikalen Gerüststangen 5 angeordneten
Gerüstboden 6 gebildet
wird. 1 zeigt eine Teilquerschnittsansicht des Baugerüstes 2 von
der Seite, wobei lediglich eine vordere, äußere Gerüststange 5 dargestellt
ist. Die Absturzsicherung 1 ist an eine unterhalb der oberen
Baugerüstetage 3 liegende
weitere Baugerüstetage 7 ankoppelbar,
worauf nachfolgend eingegangen wird.
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Die
Absturzsicherung 1 weist eine vertikal angeordnete Vorschubstange 8 zum
Höhenvorschub der
Absturzsicherung 1 auf, die mit zwei Führungselementen 9 an
der Gerüststange 5 befestigt
ist. Im Ergebnis ist die Absturzsicherung 1 lediglich an
einer vertikalen Gerüststange 5 befestigt.
Dabei lassen es die Führungselemente 9 zu,
daß die
Vorschubstange 8 in vertikaler Richtung relativ zu der
Gerüststange 5 verschiebbar
an den Führungselementen 9 gehalten und
in einer bestimmten Höhe
relativ zur Gerüststange 5 festsetzbar
ist. Am oberen Ende weist die Vorschubstange 8 eine horizontal
angeordnete Geländerstange 10 auf,
die als Rückenlehne
für einen nicht-dargestellten
Gerüstbauer
dient.
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Die
Führungselemente 9 sind
als an die Gerüststange 5 anklemmbare
Führungsklemmen
ausgebildet, wobei jedes Führungselement 9 einen Klemmabschnitt 11 aufweist,
der aus zwei nicht im einzelnen dargestellten Klemmschenkeln gebildet wird,
die durch Schraubmittel 12 gegeneinander verspannt werden
können.
Dadurch ist es möglich,
die Führungselemente 9 an
der Gerüststange 5 nach dem
Aufklemmen zu verschieben und in einer bestimmten Höhe und in
einer bestimmten Stellung relativ zu der Gerüststange 5 an der
Gerüststange 5 festzusetzen.
Dies ist in 2 und in 3 dargestellt.
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Jedes
Führungselement 9 weist
einen als Führungsbuchse
ausgebildeten Führungsabschnitt 13 für die Vorschubstange 8 auf,
wobei die Vorschubstange 8 in dem Führungsabschnitt 13 höhenverstellbar
bzw. relativ zur Gewindestange 5 verschiebbar geführt ist.
Wie sich aus 3 ergibt, wird der Führungsabschnitt 13 durch
ein Vierkantrohr gebildet, das mit dem Klemmabschnitt 11 fest
verbunden ist. Um die Festigkeit des Führungselementes 9 zu
erhöhen,
sind darüber
hinaus in 2 dargestellte Verstärkungsrippen 14 vorgesehen,
die mit dem Führungsabschnitt 13 einerseits
und dem Klemmabschnitt 11 andererseits verschweißt sind.
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Die
Vorschubstange 8 weist ebenfalls ein n-eckiges Querschnittsprofil
auf, wobei die komplementären
Querschnittsprofile des Führungsabschnitts 13 und
der Vorschubstange 8 als Verdrehsicherung wirken. Die Innenflächen des
Führungsabschnitts 13 sind
leicht ballig ausgeführt,
um das Verschieben der Vorschubstange 8 innerhalb des Führungsabschnitts 13 zu
vereinfachen.
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In 2 ist
dargestellt, daß eine
gemeinsame Durchgangsbohrung 15 in dem Führungsabschnitt 13 und
der Vorschubstange 8 vorgesehen ist. Durch die Bohrung 15 kann
ein nicht-dargestellter Bolzen gesteckt werden, so daß die Vorschubstange 8 an
dem Führungselement 9 in
einer bestimmten Höhe
festsetzbar ist. Grundsätzlich
reicht es dabei aus, daß die
Vorschubstange 8 an einem Führungselement 9 mittels
eines Bolzens festgesetzt ist.
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Wie
sich insbesondere aus 3 ergibt, weist die Vorschubstange 8 eine
sich in Längsrichtung
erstreckende Ausnehmung 16 für einen in 2 dargestellten
hakenförmigen
Vorsprung 17 an der Gerüststange 5 auf,
der das achsparallele Verschieben der Vorschubstange 8 relativ
zu der Gerüststange 5 ermöglicht.
Im übrigen
ist an der Vorschubstange 8 wenigstens ein Griffabschnitt 18 vorgesehen, um
das Anheben der Vorschubstange 8 zur Höhenverstellung der Absturzsicherung 1 zu
vereinfachen. In dem Führungsabschnitt 13 ist
außenliegend
eine insbesondere in 4 dargestellte schlitzförmige sich über die
gesamte Länge
des Führungsabschnitts 13 erstreckende Öffnung 19 für den Griffabschnitt 18 vorgesehen.
Dies ermöglicht
es, die Vorschubstange 8 vollständig aus dem Führungselement 9 nach
oben herauszuziehen, was die Montage bzw. Demontage der Absturzsicherung 1 vereinfacht.
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Wie
sich aus 5 ergibt, weist die Vorschubstange 8 an
ihrem oberen Ende einen Flachbereich 20 auf, der zum Anschluß an einen
mit der Geländerstange 10 verbundenen
in in 6 dargestellten Halteabschnitt 21 ausgebildet
ist. Der Flachbereich 20 und der Halteabschnitt 21 weisen
komplementäre Öffnungen 22 auf,
die das Verschrauben von Flachbereich 20 und Halteabschnitt 21 ermöglichen.
Dadurch wird ein hohe Steifigkeit der Absturzsicherung 1 im
oberen sicherungstechnisch relevanten Bereich gewährleistet.
Wie sich aus 10 ergibt, kann der Flachbereich 20 mit
zwei Halteabschnitten 21 verschraubt werden, so daß sich zwei Geländerstangen 10 auf
beiden Seiten einer Gerüststange 5 parallel
zu einem Gerüstboden 6 erstrecken und
eine Absturzsicherung 1 bilden.
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Wie
sich aus 6 ergibt, weist jeder Halteabschnitt 21 auf
der einen Seite einen als Seitenschutz wirkenden abgewinkelten Geländerabschnitt 23 auf,
an dessem Ende die Geländerstange 10 befestigt
ist. Dadurch wird die Geländerstange 10 gegenüber dem
Halteabschnitt 21 nach innen in Richtung zur nicht-freiliegenden Seite 24 des
Baugerüstes 2 verlagert.
Dies gewährleistet
ein hohes Maß an Sicherheit
für einen
Gerüstbauer.
Nicht dargestellt ist, daß ein
Halteabschnitt 21 auch auf beiden Seiten einen entsprechenden
Geländerabschnitt 23 aufweisen
kann, wobei jeder Geländerabschnitt 23 dann
mit einer Geländerstange 10 verbunden
sein kann.
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In
den 7 bis 9 ist die Verbindung von zwei
aufeinander zulaufenden Geländerstangen 10 dargestellt,
wobei jede Geländerstange 10 an
einem Ende mit einem abgewinkelten Geländerabschnitt 23 eines
Halteabschnitts 21 verbunden ist. An dem freien Ende der
einen in 7 links angeordneten Geländerstange 10 ist
ein Vorsprung 24 vorgesehen. An dem freien Ende der anderen
in 7 rechts angeordneten Geländerstange 10 ist
ein rinnenförmiges
Halteteil 25 angeschweißt, das eine Ausnehmung 26 für den Vorsprung 24 aufweist.
Damit ist es möglich,
eine den Vorsprung 24 aufweisende Geländerstange 10 mit
dem freien Ende in das Halteteil 25 derart einzulegen,
daß die
Unterseite der Geländerstange 10 an
ihrem freien Ende auf dem Halteteil 25 aufliegt. Dies ist
in 7 dargestellt. Der Vorsprung 24 greift
dann durch die Ausnehmung 26 hindurch, so daß es möglich ist,
einen nicht dargestellten Bolzen in eine Öffnung 27 des Vorsprungs 24 einzustecken. Die
den Vorsprung 24 aufweisende Geländerstange 10 wird
dadurch unverlierbar an dem Halteteil 25 gehalten und ist
mit der mit dem Halteteil 25 verschweißten weiteren Geländestange 10 fest
verbunden. Im Ergebnis wird eine stabile Verbindung zwischen zwei
benachbarten Geländerstangen 10 ermöglicht und
ein durchgehendes Geländer
zwischen zwei benachbarten Gerüststangen 5 gebildet.
In 9 ist dargestellt, daß das rinnenförmige Halteteil 25 nach
oben hin einen sich verbreiternden lichten Querschnitt mit nach
außen
aufgebogenen Seitenwänden 28 aufweist,
so daß das
Einlegen bzw. Einsetzen des freien Endes einer Geländerstange 10 in das
Halteteil 25 vereinfacht wird.
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Die
Montage der erfindungsgemäßen Absturzsicherung
läuft nun
wie folgt ab. Der auf einem Gerüstboden 6 der
unteren weiteren Baugerüstetage 7 stehende
Gerüstbauer
befestigt zunächst
die Absturzsicherung 1 mittels der Führungselemente 9 an einer
Gerüststange 5.
Dabei werden die Führungselemente 9 auf
die Gerüststange 5 aufgeklemmt
und in geeigneter Höhe
durch Festziehen der Schraubmittel 12 an der Gerüststange 5 fixiert.
Der Abstand des oberen Führungselementes 9 von
dem Gerüstboden 6 der
oberen Baugerüstetage 3 sollte
dabei vorzugsweise ca. 200 mm betragen und der Abstand des untere
Führungselementes 9 von
dem oberen Gerüstboden 6 ca.
800 bis 1.100 mm. Anschließend
wird die in den Führungselementen 9 geführte Vorschubstange 8 von
dem Gerüstbauer
soweit nach oben verschoben, daß die
Geländerstange 10 in
einem Abstand von ca. 1.000 mm zu dem Gerüstboden 6 der oberen
zu sichernden Baugerüstetage 3 angeordnet ist.
Anschließend
wird die Vorschubstange 8 in dieser Stellung an dem unteren
Führungselement 9 festgesetzt,
wobei ein nicht dargestellter Bolzen durch die gemeinsame Öffnung 19 im
unteren Führungselement 9 und
in der Vorschubstange 8 hindurchgesteckt wird.
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Um
zwischen zwei benachbarten Gerüststangen 5 ein
durchgehendes Geländer
auszubilden, ist es erforderlich, an jeder Gerüststange 5 eine Absturzsicherung 1 zu
befestigen, wobei die Vorschubstangen 8 der beiden Absturzsicherungen 1 möglichst
gleich weit nach oben verschoben werden, so daß die Geländerstangen 10 der
beiden Absturzsicherungen 1 im wesentlichen koaxial zueinander
angeordnet sind. Über
eine geeignete form- und/oder kraftschlüssige Verbindung der beiden
Enden der Geländerstangen 10 können diese
bei hoher Steifigkeit der Verbindung miteinander gekoppelt werden, wobei
die Geländerstangen 10 auch
gelenkig an der Vorschubstange 8 befestigt sein können.