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Die
Erfindung betrifft einen vom Schlagbetrieb auf Nichtschlagbetrieb
umschaltbaren Schlagschrauber, mit einer motorisch antreibbaren
Antriebswelle, einer koaxial zur Antriebswelle angeordneten, relativ
zur Antriebswelle verdrehbar gelagerten Abtriebswelle und einem
konzentrisch zur Antriebswelle auf dieser gelagerten, in treibender
Verbindung mit der Antriebswelle stehenden und durch eine Federkraft
in axialer Richtung zur Abtriebswelle hin beaufschlagten Schlagkörper,
der in einer zur Abtriebswelle hin vorgeschobenen vorderen Position
in Drehmitnahmeeingriff mit der Abtriebswelle steht und durch mindestens
eine Steuerkurvenanordnung und ein in diese eingreifendes Steuerelement
mit der Antriebswelle derart verbunden ist, dass beim Schlagbetrieb der
Schlagkörper, wenn auf die Abtriebswelle von außen
her kein Gegenmoment oder ein kleineres Gegenmoment als ein Grenz-Gegenmoment
einwirkt, seine vordere Position einnimmt und, wenn auf die Abtriebswelle
von außen her das Grenz-Gegenmoment einwirkt, entgegen
der Federkraft eine Axialbewegung nach hinten mit überlagerter
Drehbewegung relativ zur Antriebswelle ausführt, sich an
der Abtriebswelle vorbeidreht und anschließend unter der Federkraft
wieder in seine vordere Position gelangt und auf die Abtriebswelle
einen Schlag in Umfangsrichtung ausübt.
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Schlagschrauber
werden zum festen Anziehen von Schrauben oder zum Lösen
festgezogener Schrauben verwendet. Hierzu wird der Schlagschrauber
an die jeweilige Schraube angesetzt und in der dem Festziehen oder
Lösen entsprechenden Drehrichtung betrieben, sodass beim
Schlagbetrieb beim Auftreten des Grenz-Gegenmoments aufeinanderfolgende,
impulsartige Schläge in Umfangsrichtung auf die Abtriebswelle
und somit auf die Schraube ausgeübt werden.
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Diese
Schlagschrauber sind üblicherweise Handgeräte.
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Ein
aus der
EP 1050381
A2 bekannter Schlagschrauber kann vom geschilderten Schlagbetrieb
auf einen Nichtschlagbetrieb umgeschaltet werden, indem die Abtriebswelle
unabhängig vom auf sie einwirkenden Gegenmoment stets drehfest
mit der Antriebswelle verbunden ist, sodass der Schlagschrauber
wie ein normales Schraubgerät arbeitet, in das keine Schlagfunktion
integriert ist.
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Bei
dem bekannten Schlagschrauber ist ein die Antriebswelle in axialer
Richtung durchsetzender Schaltstift vorhanden, der zum Umschalten
vom Schlagbetrieb auf den Nichtschlagbetrieb vorgeschoben wird,
sodass er in drehfesten Eingriff mit der Abtriebswelle gelangt und
diese unmittelbar drehfest mit der Antriebswelle verbindet.
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Einer
der Nachteile dieses Schlagschraubers besteht darin, dass der Schaltstift
einen ziemlich kleinen Durchmesser aufweist, sodass sich nur entsprechend
kleine Drehmomente von der Antriebswelle auf die Abtriebswelle übertragen
lassen.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schlagschrauber
der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei einfachem und stabilem
Aufbau und auf in der Handhabung einfache Weise vom Schlagbetrieb
auf den Nichtschlagbetrieb umgeschaltet werden kann und im Nichtschlagbetrieb
das Übertragen verhältnismäßig
großer Drehmomente gestattet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass die Umschalteinrichtung zum Umschalten vom Schlagbetrieb auf
den Nichtschlagbetrieb einen mittels einer Betätigungseinrichtung
von außen her betätigbaren, zwischen einer dem
Schlagbetrieb zugeordneten unwirksamen Stellung und einer dem Nichtschlagbetrieb
zugeordneten wirksamen Stellung verstellbaren Schaltring enthält,
der radial außerhalb der Antriebswelle konzentrisch zu
dieser angeordnet und an einem drehfest mit der Antriebswelle verbundenen
Schaltring-Lagerteil drehfest und axial verschiebbar gelagert ist
und beim Verschieben aus sei ner den Schlagkörper unbeeinflusst lassenden
unwirksamen Stellung in seine wirksame Stellung in drehfesten Verriegelungseingriff
mit dem Schlagkörper gelangt.
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Auf
diese Weise ist der Schlagkörper im Nichtschlagbetrieb über
den Schaltring mit der Antriebswelle verriegelt, sodass sich der
Schlagkörper nicht mehr relativ zur Antriebswelle verdrehen
und somit auch nicht mehr axial verlagern kann. Daher kann der Schlagkörper
beim Einwirken des Grenz-Gegenmoments auf die Abtriebswelle nicht mehr
sozusagen ausweichen und außer Eingriff mit der Antriebswelle
gelangen. Daher ist die Abtriebswelle stets drehfest mit der Antriebswelle
verbunden.
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Der
Schaltring kann einen verhältnismäßig großen
Durchmesser aufweisen, sodass entsprechend große Drehmomente übertragen
werden können.
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Zweckmäßige
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
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Nachstehend
wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
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1 einen
erfindungsgemäßen Schlagschrauber in Außenansicht
in Schrägansicht,
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2 den
Schlagschrauber nach 1 in Teildarstellung in Seitenansicht,
wobei das Gehäuse des Schlagschraubers im vorliegend interessierenden
Bereich entfernt ist und der Schlagschrauber sich im Betriebszustand
"Schlagbetrieb" befindet,
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3 die
Anordnung nach 2 im Betriebszustand "Nichtschlagbetrieb",
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4 die
Anordnung nach 2 im zur Zeichenebene der 2 parallelen
Schnitt,
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5 die
Anordnung nach 4 in Draufsicht gemäß Pfeil
V, teilweise im Schnitt,
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6 die
Anordnung nach 2 in Stirnansicht gemäß Pfeil
VI und
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7 den
vorderen Bereich der Antriebswelle in gesondertem Zustand in Seitenansicht
mit schematisch angedeuteter Steuerkurvenanordnung mit zugeordnetem
Steuerelement.
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Aus
der Zeichnung geht ein als Handgerät ausgebildeter Schlagschrauber 1 mit
einem elektrischen Antriebsmotor 2, einer vom Antriebsmotor 2 angetriebenen
Getriebeeinheit 3, einer von der Getriebeeinheit 3 angetriebenen
Antriebswelle 4 und einer koaxial zur Antriebswelle 4 angeordneten
Abtriebswelle 5 hervor, die in einem länglichen
Gerätegehäuse 6, das mehrteilig ausgebildet
sein kann, aufgenommen sind. Von dem Gerätegehäuse 6 steht eine
einen Handgriff 7 bildende Gehäusepartie 8 pistolenartig
ab.
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Der
Schlagschrauber 1 ist als Akkugerät ausgebildet.
Hierzu ist unten am Handgriff 7 eine Aufnahme für
einen Akkupack angeordnet. Anstelle mit einem Akku könnte
der Schlagschrauber jedoch auch mit Netzstrom betrieben werden.
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Oben
am Handgriff 7 ist vorne ein vom Benutzer zu betätigender
Drucktaster 10 angeordnet, über den ein in der
Stromversorgung liegender Betriebsschalter 11 betätigt
wird.
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Die
Abtriebswelle 5 steht an der Vorderseite des Gerätegehäuses 6 vor
dieses vor und kann mit einem Drehwerkzeug zum Einschrauben oder
Ausschrauben einer Schraube verbunden werden. Der vorstehende Abtriebswellenbereich 12 ist
als Vierkantschaft 13 ausgebildet und enthält
eine von seiner Stirnseite ausgehende Mehrkantausnehmung 14. Auf
den Vierkantschaft 13 kann ein üblicher Steckschlüssel
unverdrehbar aufgesteckt werden, der eine Mehrkantaufnahme zum drehfesten
Einstecken eines Mehrkant-Schraubenkopfes aufweist. Anstelle eines
Steckschlüssels kann auf den Vierkantschaft auch ein Vorsatzgerät
aufgesteckt werden, an dem seinerseits ein Drehwerkzeug festgelegt
werden kann. Die Mehrkantausnehmung 14 kann dagegen zum
drehfesten Einstecken eines bitartigen Drehwerkzeugs verwendet werden.
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Der
Schlagschrauber 1 ist von einem Schlagbetrieb auf einen
Nichtschlagbetrieb umschaltbar. Im Nichtschlagbetrieb (3)
ist die Abtriebswelle 5 unabhängig vom aufzubringenden
Drehmoment beziehungsweise unabhängig vom von der ein-
oder auszudrehenden Schraube her auf die Abtriebswelle einwirkenden
Gegenmoment ohne Unterbrechung drehfest mit der Antriebswelle verbunden,
sodass der Schlagschrauber 1 wie ein üblicher
Schrauber ohne Schlagfunktion arbeitet.
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Im
Schlagbetrieb werden dagegen beim Überschreiten eines von
außen her auf die Abtriebswelle 5 ausgeübten
Grenz-Gegenmoments aufeinanderfolgende, impulsartige Schläge
in Umfangsrichtung auf die Abtriebswelle ausgeübt, sodass
sich im Vergleich zum Nichtschlagbetrieb eine Schraube fester anziehen
und eine festsitzende Schraube leichter lösen lässt.
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Es
versteht sich, dass die Abtriebswelle 5 wahlweise in beiden
Drehrichtungen angetrieben werden kann.
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Für
den Schlagbetrieb ist ein entsprechend ausgebildetes Schlagwerk
vorhanden.
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Die
Abtriebswelle 5 ist relativ zur Antriebswelle 4 verdrehbar
gelagert. Beim Ausführungsbeispiel weist die Antriebswelle 4 an
ihrer der Abtriebswelle 5 zugewandten Seite einen Lagerfortsatz 16 auf,
der in eine Lagerausnehmung 15 der Abtriebswelle 5 drehfrei
eingreift. Die Abtriebswelle 5 ist mittels eines an ihrem
Außenumfang angeordneten Drehlagers 17 verdrehbar
im Gerätegehäuse 6 gelagert.
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Die
Abtriebswelle 5 weist ferner mindestens einen, zweckmäßigerweise
mehrere, insbesondere zwei einander diametral entgegengesetzte,
nach radial außen abstehende Abtriebs-Mitnahmevorsprünge 18, 19 auf
(siehe insbesondere die 2, 3 und 6),
sodass in Umfangsrichtung zwischen den Abtriebs-Mitnahmevorsprüngen 18, 19 Zwischenräume 20, 21 gebildet
werden.
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Auf
der Antriebswelle 4 ist ein konzentrisch zur Antriebswelle 4 angeordneter
Schlagkörper 22 gelagert, der auf noch zu beschreibende
Weise in treibender Verbindung mit der Antriebswelle 4 steht, dabei
jedoch auf der Antriebswelle 4 eine Axialbewegung mit überlagerter
Drehbewegung ausführen kann. Der Schlagkörper 22 wird
durch eine von einer Schraubenfeder 23 aufgebrachte Federkraft
in Richtung zur Abtriebswelle 5 hin beaufschlagt und nimmt mit
Ausnahme im Schlagbetrieb beim Einwirken eines das Grenz-Gegenmoment übersteigenden
Gegenmoments unter der Federkraft eine zur Abtriebswel le 5 hin
vorgeschobene vordere Position ein, die in der Zeichnung dargestellt
ist. In dieser vorderen Position steht der Schlagkörper 22 in
Drehmitnahmeeingriff mit der Abtriebswelle 5. Hierzu weist
der Schlagkörper 22 an seinem der Abtriebswelle 5 zugewandten
Ende in der Anzahl den Abtriebs-Mitnahmevorsprüngen 18, 19 der
Abtriebswelle 5 entsprechende Antriebs-Mitnahmevorsprünge 24, 25 auf,
die in axialer Richtung vom Schlagkörper 22 abstehen
und in der vorderen Position des Schlagkörpers 22 jeweils
in einen der Zwischenräume 20, 21 zwischen den
Abtriebs-Mitnahmevorsprüngen 18, 19 eingreifen.
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Die
Antriebs-Mitnahmevorsprünge 24, 25 haben
eine kleinere Umfangserstreckung als die Zwischenräume 20, 21 zwischen
den Abtriebs-Mitnahmevorsprüngen 18, 19,
sodass der Schlagkörper 22 und die Antriebswelle 5 relativ
zueinander ein Stück weit verdrehbar sind. Befindet sich
der Schlagkörper in seiner vorderen Position, liegen die
Antriebs-Mitnahmevorsprünge 24, 25 in
Drehrichtung der Antriebswelle 4 an den Abtriebs-Mitnahmevorsprüngen 18, 19 an,
sodass die Abtriebswelle 5 in Drehrichtung mitgenommen
wird.
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Der
Schlagkörper 22 und die Antriebswelle 4 sind über
zwei einander diametral gegenüberliegende Steuerkurvenanordnungen 26, 27 mit
jeweils zugeordnetem und in die jeweilige Steuerkurvenanordnung 26, 27 eingreifendem
Steuerelement 28, 29 in Gestalt einer Steuerkugel 30, 31 miteinander
verbunden. Prinzipiell würde eine der beiden Steuerkurvenanordnungen
genügen.
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Beim
Ausführungsbeispiel weist jede Steuerkurvenanordnung 26, 27 eine
V-förmig verlaufende Steuernut 32 am Außenumfang
der Antriebswelle 4 auf, in die die jeweilige Steuerkugel 30, 31 eingreift. Die
Spitze der V-Gestalt der Steuernut 32 ist der Antriebswelle 5 zugewandt.
Die jeweilige Steuerkugel 30, 31 steht aus der
betreffenden Steuernut 32 der Antriebswelle 4 vor
und liegt an einer jeweiligen Steuerfläche 33 am
Innenumfang des Schlagkörpers 22 an. In 7 ist
die Steuerfläche 33 strichpunktiert angedeutet.
Die Steuerfläche 33 ist am Innenumfang des Schlagkörpers 22 am Übergang
zu einer der Abtriebswelle 5 zugewandten Erweiterung 34 des
Innenquerschnitts des Schlagkörpers 22 ausgebildet. Die
Steuerfläche 33 weist ebenfalls einen V-förmigen Verlauf
auf, wobei die Spitze des V jedoch der Abtriebswelle 5 abgewandt
ist. Anstelle der Steuerfläche 33 könnte
am Innenumfang des Schlagkörpers 22 jedoch auch
eine Steuernut entsprechenden Verlaufs vorgesehen sein. In der Ausgangs-Drehstellung,
das heißt, wenn der Schlagkörper 22 seine
vordere Position einnimmt, befindet sich die jeweilige Steuerkugel 30, 31,
wie aus 7 hervorgeht, an der Spitze
der V-förmigen Steuernut 32 und der Spitze der
V-förmigen Steuerfläche 33.
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Mit
Hilfe dieser mindestens einen Steuerkurvenanordnung 26, 27 und
zugeordneter Steuerkugel 30, 31 führt
der Schlagkörper 22 beim Schlagbetrieb, wenn auf
die Abtriebswelle 5 von außen her ein größeres
Gegenmoment als das Grenz-Gegenmoment ausgeübt wird, entgegen
der Federkraft eine Axialbewegung nach hinten mit überlagerter
Drehbewegung relativ zur Antriebswelle 4 aus, sodass sich
der Schlagkörper 22 an der Abtriebswelle 5 vorbeidreht und
anschließend unter der Federkraft wieder nach vorne in
die vordere Position und dabei mit seinen Antriebs-Mitnahmevorsprüngen 24, 25 in
den Zwischenräumen 20, 21 gegen die Abtriebs-Mitnahmevorsprünge 18, 19 der
Abtriebswelle 5 bewegt, so dass in Umfangsrichtung ein
Schlag auf die Abtriebs-Mitnahmevorsprünge 18, 19 und
somit auf die Abtriebswelle 5 ausgeübt wird.
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Zum
Umschalten von diesem Schlagbetrieb auf den Nichtschlagbetrieb ist
ein Schaltring 35 vorhanden, der mittels einer Betätigungseinrichtung 36 von
außen her betätigbar und dabei zwischen einer dem
Schlagbetrieb zugeordneten unwirksamen Stellung und einer dem Nichtschlagbetrieb
zugeordneten wirksamen Stellung verstellbar ist. Der Schaltring 35 ist
radial außerhalb der Antriebswelle 4 konzentrisch zu
dieser angeordnet. Dabei ist der Schaltring 35 an einem
drehfest mit der Antriebswelle 4 verbundenen Schaltring-Lagerteil 37 drehfest
und axial verschiebbar gelagert. In seiner unwirksamen Stel lung
(2, 4 und 5) ist der
Schaltring 35 vom Schlagkörper 22 entfernt,
sodass der Schlagkörper 22 unbeeinflusst vom Schaltring 35 ist.
Verschiebt man den Schaltring 35 dagegen in seine wirksame
Stellung zum Schlagkörper 22 hin, gelangt der
Schaltring 35 in drehfesten Verriegelungseingriff mit dem
Schlagkörper 22. Hierzu weist der Schaltring 35 mehrere über den
Umfang verteilt angeordnete, zum Schlagkörper 22 hin
abstehende Verriegelungsvorsprünge 38 auf (prinzipiell
könnte auch nur ein solcher Verriegelungsvorsprung 38 vorhanden
sein). Jedem Verriegelungsvorsprung 38 ist eine am zugewandten
Ende des Schlagkörpers 22 angeordnete Verriegelungsausnehmung 39 zugeordnet.
Beim Überführen des Schaltrings 35 in
seine wirksame Stellung greifen die Verriegelungsvorsprünge 38 in
die Verriegelungsausnehmungen 39 ein, sodass der Schlagkörper 22 drehfest
mit dem Schaltring 35 verbunden ist. Die Anordnung könnte
umgekehrt auch so getroffen sein, dass die Verriegelungsvorsprünge
am Schlagkörper und die Verriegelungsausnehmungen am Schaltring angeordnet
sind.
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Da
der Schaltring 35 andererseits drehfest mit dem Schaltring-Lagerteil 37 verbunden
ist, das seinerseits in drehfester Verbindung mit der Antriebswelle 4 steht,
ergibt sich in der wirksamen Stellung des Schaltrings 35 eine
drehfeste Verbindung des Schlagkörpers 22 mit
der Antriebswelle 4. Gleich zeitig kann sich der Schlagkörper 22 auch
nicht mehr in axialer Richtung bewegen, sodass der Schlagkörper 22 unabhängig
vom von außen her auf die Abtriebswelle 5 ausgeübten
Gegenmoment in Drehmitnahmeeingriff mit der Abtriebswelle 5 steht.
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Ein
weiterer Vorteil des Schlagschraubers 1 besteht darin,
dass der Schlagkörper 22 in der unwirksamen Stellung
des Schaltrings 35 bei ausgeschaltetem Schlagschrauber
selbsttätig eine solche Drehstellung relativ zum Schaltring 35 einnimmt, dass
die Verriegelungsausnehmungen 39 des Schlagkörpers 22 in
axialer Richtung fluchtend zu den Verriegelungsvorsprüngen 38 des
Schaltrings 35 angeordnet sind, sodass der Schaltring 35 bei
seinem Vorschieben in die wirksame Stellung mit seinen Verriegelungsvorsprüngen 38 sofort
in die Verriegelungsausnehmungen 39 des Schlagkörpers 22 eintritt
und keine weiteren Manipulationen erforderlich sind, um die Verriegelungsvorsprünge 38 und
die Verriegelungsausnehmungen 39 in eine fluchtende Lage
zu bringen. Dies ergibt sich infolge der den Schlagkörper 22 beaufschlagenden
Federkraft und der mindestens einen Steuerkurvenanordnung 26, 27 mit
zugeordneter Steuerkugel 30, 31.
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Des
Weiteren ist zweckmäßigerweise vorgesehen, dass
die zwischen jeweils zwei Verriegelungsausnehmungen 39 angeordneten
Stirnseitenbereiche 40, 41 des Schlagkörpers 22 einen
mit Bezug auf die Mündungen der Verriegelungsausnehmungen 39 zu rückgesetzten
Verlauf aufweisen, sodass die genannten Stirnseitenbereiche 40, 41 Vertiefungen
an der Stirnseite des Schlagkörpers 22 bilden.
Auf diese Weise wird vermieden, dass im Schlagbetrieb die Verriegelungsvorsprünge 38 des Schaltrings 35 mit
der Stirnseite des Schlagkörpers 22 kollidieren
können.
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Die
Getriebeeinheit 3 enthält ein die Antriebswelle 4 antreibendes
Planetengetriebe. Dieses Planetengetriebe enthält ausgangsseitig
einen Satz von über den Umfang verteilt angeordneten Planetenrädern 42,
die radial innen mit einem vom Antriebsmotor 2 her angetriebenen
Sonnenrad 43 und radial außen mit einem den Satz
von Planetenrädern 42 umschließenden
Hohlrad 44 kämmen. Die Planetenräder 42 sind
jeweils auf einer Planetenradwelle 45 drehbar gelagert,
die von einem ringförmig umlaufenden Stegkörper 46 abstehen,
der an der dem Schlagkörper 22 zugewandten Seite
des Planetenradsatzes 42 angeordnet ist. Die Antriebswelle 4 ist drehfest
und axial feststehend mit dem Stegkörper 46 verbunden,
sodass die Antriebswelle 4 über das Planetengetriebe
angetrieben wird.
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Beim
Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein mehrstufiges,
schaltbares Planetengetriebe. Vorliegend ist jedoch nur wesentlich,
dass das Planetengetriebe einen dem Schlagkörper 22 zugewandten
Stegkörper aufweist, das heißt, den Stegkörper 46.
Dieser Stegkörper 46 ist so gestaltet, dass er auch das
Schaltring-Lagerteil 37 bildet. Dabei ist der Schaltring 35 am
Außenumfang des Stegkörpers 46 drehfest
und axial verschiebbar gelagert. Auf diese Weise ist kein gesondertes
Schaltring-Lagerteil erforderlich, sodass sich eine teilearme Anordnung
ergibt.
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Der
Stegkörper 46 weist einen kleineren Durchmesser
als der Schlagkörper 22 auf, sodass der Stegkörper 46,
wie aus den 4 und 5 ersichtlich
ist, ein Stück weit in den Schlagkörper 22 eintaucht.
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Zur
drehfesten, dabei jedoch axial verschiebbaren Lagerung des Schaltrings 35 auf
dem Stegkörper 46 sind am Außenumfang
des Stegkörpers 46 nutartige, axial gerichtete
Führungsbahnen 47 angeordnet. Dabei ist die Anordnung
zweckmäßigerweise so getroffen, dass die Verriegelungsvorsprünge 38 des
Schaltrings 35 radial innen in den Führungsbahnen 47 laufen
und beim Umschalten in den Nichtschlagbetrieb mit ihrem radial äußeren
Bereich in die Verriegelungsausnehmungen 39 des Schlagkörpers 22 eingreifen.
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Die
den Schlagkörper 22 nach vorne hin beaufschlagende
Schraubenfeder 23 stützt sich mit ihrem hinteren
Ende am Stegkörper 46 ab, der in axialer Richtung
feststehend angeordnet ist. Die Schraubenfeder 23 rotiert
beim Betrieb des Schlagschraubers 1 mit.
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Der
Schlagkörper 22 weist eine nach hinten hin offene,
ringförmig umlaufende Aussparung 48 auf, in die
die Schraubenfeder 23 eingreift und mit dem betreffenden
Ende gelagert ist. Der Stegkörper 46 bildet ebenfalls
eine ringförmig umlaufende Aussparung 49, die
nach vorne hin offen ist und das hintere Ende der Schraubenfeder 23 aufnimmt.
Dies trägt zur platzsparenden Bauweise bei. Prinzipiell könnte
auch nur eine der beiden Aussparungen 48, 49,
zweckmäßigerweise die Aussparung 48 im Schlagkörper 22,
vorhanden sein.
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Die
Betätigungseinrichtung 36, mit der der Schaltring 35 verlagert
werden kann, weist ein außen am Gerätegehäuse 6 bewegbar
angeordnetes Betätigungselement 50 auf, von dessen
Bewegung die axiale Verschiebebewegung des Schaltrings 35 abgeleitet
wird. Hierzu weist der Schaltring 35 an seinem Außenumfang
eine umlaufende Ringnut 51 auf, in die ein zweckmäßigerweise
U-artiger Schaltbügel 52 eingreift, der bevorzugt
aus Drahtmaterial besteht. Der Schaltbügel 52 ist
in axialer Richtung bewegbar und wird mittels des Betätigungselements 50 betätigt.
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Beim
Betrieb des Schlagschraubers 1 bleibt der Schaltbügel 52 in
Drehrichtung stehen, und der Schaltring 35 dreht sich am
Schaltbügel 52 vorbei.
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Das
Betätigungselement 50 wird beim zweckmäßigen
Ausführungsbeispiel von einem ringförmigen, verdrehbar
am Gehäuse 6 gelagerten Drehschieber 53 gebildet,
der mit dem Schaltbügel 52 so verbunden ist, dass
seine Drehbewegung in die axiale Verschiebebewegung des Schaltrings 35 umgesetzt
wird. Diese Bewegungsumsetzung erfolgt mittels eines flächige
Gestalt aufweisenden Umlenkteils 54, das einerseits den
Schaltbügel 52 trägt und andererseits
mit dem Drehschieber 53 so in Eingriff steht, dass sich
der Schaltbügel 52 und mit diesem der Schaltring 35 in
axialer Richtung bewegt, wenn man den Drehschieber 53 verdreht.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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