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DE102007001829A1 - Rotorblechpaket aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen sowie Verfahren zur Herstellung eines Rotorblechpaketes - Google Patents

Rotorblechpaket aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen sowie Verfahren zur Herstellung eines Rotorblechpaketes Download PDF

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DE102007001829A1
DE102007001829A1 DE102007001829A DE102007001829A DE102007001829A1 DE 102007001829 A1 DE102007001829 A1 DE 102007001829A1 DE 102007001829 A DE102007001829 A DE 102007001829A DE 102007001829 A DE102007001829 A DE 102007001829A DE 102007001829 A1 DE102007001829 A1 DE 102007001829A1
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rotor
laminated core
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Withdrawn
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DE102007001829A
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Inventor
Klaus Schleicher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K1/00Details of the magnetic circuit
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    • H02K1/26Rotor cores with slots for windings
    • HELECTRICITY
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    • H02K15/00Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines
    • H02K15/02Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines of stator or rotor bodies
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Abstract

Das Rotorblechpaket (100) wird aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen (100), die zwischen einem ersten und einem zweiten Endstück nebeneinander angeordnet sind, gebildet. Die Rotorbleche (100) weisen jeweils zumindest zwei Sacklöcher auf ihrer dem ersten Endstück zugewandten Seite und eine gleich große Anzahl von zumindest näherungsweise zu den Sacklöchern passgenauen Zapfen (105) ihrer dem zweiten Endstück zugewandten Seite auf. Weiterhin weisen die Rotorbleche (100) eine Vielzahl von Freihaltungen oder Bohrungen (104) auf. Die Rotorbleche (100) werden zwischen den Endstücken mit Befestigungsmitteln, die durch die Freihaltungen oder Bohrungen (104) geführt sind, mit zumindest näherungsweise passgenauem Ineinandergreifen der Sacklöcher und Zapfen (104) form- und kraftschlüssig gehalten.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Rotorblechpaket aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen die zwischen einem ersten und einem zweiten Endstück nebeneinander angeordnet sind. Ein Rotorblechpaket mit den vorgenannten Merkmalen geht beispielsweise aus der DE 69703136 T2 hervor.
  • Elektrische Maschinen weisen typischerweise einen Rotorkörper aus einem ferromagnetischen Material auf. Dies trifft sowohl auf elektrische Synchron- und Asynchron- als auch auf Maschinen mit einem permanentmagnetisch erregten Rotor zu. Der Rotorkörper kann dabei insbesondere aus einem Blechpaket gebildet sein. Typischerweise sind die Bleche des Blechpaketes gegenüber der Achse des Rotors der elektrischen Maschine in radialer oder in axialer Richtung abgestützt. Eine entsprechende elektrische Maschine, mit einem solchen Rotorblechpaket geht z. B. aus der DE 69703136 T2 hervor.
  • Der mechanisch stabilen Halterung der einzelnen Bleche des Rotorblechpaketes kommt bei der Konstruktion einer elektrischen Maschine besondere Bedeutung zu. So können einzelne Bleche eines Blechpaketes, welche nicht hinreichend mechanisch stabil gehalten sind, zum einen zu dem typischen Transformatorbrummen führen, als auch erhebliche elektromagnetische Verluste verursachen. Aus diesem Grund werden wie aus dem Stand der Technik bekannt, die einzelnen Bleche eines Blechpaketes oftmals mit einem Vergussmaterial zusätzlich stabilisiert.
  • Ein weiteres Anwendungsgebiet von elektrischen Maschinen, vorzugsweise Asynchronmaschinen, sind elektrische Getriebe. Elektrische Getriebe werden beispielsweise in Verbindung mit einer Verbrennungsmaschine zum Antrieb von Automobilen oder dieselgetriebenen Lokomotiven oder Schiffen verwendet. Elektrische Getriebe ermöglichen eine stufenlose Kraftübertragung sowie Einstellung der Getriebeübersetzung. Ein elektrisches Getriebe ist also nicht an diskrete Getriebestufen gebunden, wie dies der Fall bei einem mechanischen Getriebe ist. Ein elektrisches Getriebe besteht in seiner einfachsten Form aus einem Generator und einem Elektromotor. Der Generator ist typischerweise mit einer Antriebswelle verbunden. Der auf diese Weise erzeugte elektrische Strom wird zum Antrieb des Elektromotors verwendet, welcher mit der Abtriebswelle verbunden ist. Die Kombination einer Verbrennungsmaschine mit einem elektrischen Getriebe wird allgemein auch als Hybridantrieb bezeichnet.
  • WO03/075437 A1 offenbart ein elektrisches Getriebe, welches mit einer Eingangs-/Antriebswelle und einer Ausgangs-/Abtriebswelle verbunden ist. Das in dem vorgenannten Dokument offenbarte elektrische Getriebe besteht im Wesentlichen aus zwei elektrischen Maschinen (einem Generator und einem Motor), welche konzentrisch zu einer gemeinsamen Achse angeordnet sind. Der Rotor der ersten Maschine ist mit der Antriebswelle verbunden. Dieser Rotor ist von einem Rotorkäfig, welcher ebenfalls drehbar gelagert ist, umgeben. Dieser Rotorkäfig ist mit der Antriebswelle verbunden und hat gleichzeitig die Wirkung eines Rotors der zweiten elektrischen Maschine. Ein ortsfester Stator umgibt die beiden zuvor genannten Rotoren und wirkt als Stator für die zweite elektrische Maschine. Der zweite Rotor befindet sich also gemäß dem vorgenannten Dokument zwischen dem ersten Rotor und dem Stator. Ein solcher Rotor wird auch als Interrotor bezeichnet. Aus rein konstruktiv bedingten Gründen ist eine Abstützung eines solchen Interrotors gegenüber einer Achse oder gegenüber einem Außengehäuse nicht möglich. Insbesondere ist eine Abstützung des Blechpaketes eines solchen Rotors gegenüber einer Achse oder einem Außengehäuse nicht möglich.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Rotorblechpaket anzugeben, welches zwischen zwei Endstücken gehalten wird und welches hinsichtlich seiner Stabilität verbessert ist. Weiterhin soll ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Rotorblechpaketes angegeben werden.
  • Diese Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst. Erfindungsgemäß wird ein Rotorblechpaket aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen, die zwischen einem ersten und einem zweiten Endstück axial nebeneinander angeordnet sind, angegeben. Die Rotorbleche weisen jeweils zumindest zwei Sacklöcher auf ihrer dem ersten Endstück zugewandten Seite und eine gleich große Anzahl von zumindest näherungsweise zu den Sacklöchern passgenauen Zapfen auf ihrer dem zweiten Endstück zugewandten Seite sowie eine Vielzahl von Freihaltungen oder Bohrungen auf. Weiterhin sind die Rotorbleche zwischen den Endstücken mit Befestigungsmitteln, die durch die Freihaltungen oder Bohrungen geführt sind, unter zumindest näherungsweise passgenauem Ineinandergreifen der Sacklöcher und Zapfen gehalten. Gegebenenfalls können auch die Endstücke mit entsprechenden Sacklöchern bzw. Zapfen versehen sein.
  • Unter einem Sackloch und einem dazu zumindest näherungsweise passgenauen Zapfen ist in diesem Fall eine Vielzahl von geometrischen Formen von Erhebungen und entsprechenden, als passgenaue Gegenstücke ausgebildeten Vertiefungen zu verstehen. So können die Sacklöcher und entsprechend die Zapfen beispielsweise eine zylindrische Form aufweisen. Ebenso können Sacklöcher und Zapfen einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen. Ebenfalls denkbar sind beliebige weitere Vielecke. Sacklöcher und Zapfen können ebenfalls von der Form eines Kugeleindrucks bzw. eines Kugelsegments sein. Ebenfalls denkbar sind periodische wellenförmige Ausgestaltungen von Sacklöchern und den entsprechend dazu passgenauen Zapfen.
  • Das erfindungsgemäße Blechpaket weist gegenüber dem Stand der Technik, bedingt durch die form- und kraftschlüssig ineinander greifenden Sacklöcher und Zapfen, eine wesentlich verbes serte Stabilität auf. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Rotorblechpaket zwischen den Endstücken ohne weitere Abstützungen, z. B. gegenüber einer Achse oder einem Außengehäuse, bei gleichzeitig hoher mechanischer Stabilität gehalten werden. Weiterhin kann es sich bei den Rotorblechen gegebenenfalls um, in radialer Richtung betrachtet, relativ schmale Ringscheiben handeln. Eine hohe Stabilität solcher Ringscheiben ließe sich nur durch entsprechend groß dimensionierte Halteeinrichtungen, z. B. Gewindestangen, realisieren. Zum einen wirken sich derartige Maßnahmen störend auf die magnetflussführenden Eigenschaften des Rotorblechpaketes aus, zum anderen kann das Rotorblech von seinen Abmaßen her zu wenig Material bieten, als das hinreichend große Gewindestangen oder andere Haltemittel verwendet werden können. Das erfindungsgemäße Rotorblechpaket bietet also insbesondere bei in radialer Richtung schmalen, ringförmigen Rotorblechen ein Höchstmaß an Stabilität.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Rotorblechpaketes gehen aus den von Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen hervor. Dabei kann die Ausführungsform nach Anspruch 1 mit den Merkmalen eines der Unteransprüche, vorzugsweise mit denen mehrerer Unteransprüche, kombiniert werden. Demgemäß kann das Rotorblechpaket nach der Erfindung zusätzlich noch folgende Merkmale aufweisen:
    • – Die Sacklöcher bzw. die Zapfen können paarweise diametral angeordnet sein. Durch eine Anordnung der Sacklöcher bzw. Zapfen in solchen Bereichen der ringförmigen Rotorbleche, welche sich diametral gegenüberliegen, kann bedingt durch eine derartige symmetrische Anordnung der Sacklöcher bzw. Zapfen eine erhöhte Stabilität des Rotorblechpaketes erreicht werden.
    • – Die Sacklöcher und die Zapfen können aufeinander gegenüberliegenden Seiten der Rotorbleche derart angeordnet sein, dass sich Sacklöcher und Zapfen axial gegenüberliegen. Weiterhin können die sich jeweils gegenüberliegenden Sacklöcher und Zapfen durch eine Verformung des Rotorbleches gemeinsam in dasselbe eingebracht worden sein. In dem Sacklöcher und Zapfen als Folge eines Verformungsvorgangs gemeinsam in das Rotorblech eingebracht werden, kann eine besonders einfache und effektive Ausgestaltung der Sacklöcher und Zapfen angegeben werden.
    • – Die Rotorbleche, insbesondere auch die Rotorbleche und zumindest ein Endstück, können untereinander auf ihrer Außen- und/oder Innenseite mit mindestens einer Schweißnaht verbunden sein. Durch eine Verbindung der einzelnen Rotorbleche, vorzugsweise auch mit mindestens einem Endstück, kann eine erhöhte Stabilität des Rotorblechpaketes erreicht werden. Insbesondere kann eine Bewegung der Rotorbleche in eine axiale Richtung weitgehend vermieden werden.
    • – Die Rotorbleche können insbesondere mit Gewindestangen oder Nieten als Befestigungsmittel zwischen den Endstücken eingespannt sein. Durch eine Verspannung des Rotorblechpaketes zwischen den Endstücken kann die mechanische Stabilität des Rotorblechpaketes erhöht werden. Die Verspannung des Rotorblechpaketes zwischen den Endstücken kann besonders einfach unter Verwendung von Gewindestangen oder Nieten erfolgen.
    • – Das Rotorblechpaket kann über zumindest ein Endstück mit einer Welle kraftschlüssig verbunden sein. Gemäß der vorstehenden Ausführungsform kann eine Kraftübertragung von dem Rotorblechpaket über ein oder beide Endstücke auf eine Welle erfolgen. Auf diese Weise kann eine besonders einfache und effektive Art der Kraftübertragung angegeben werden, da lediglich ein bzw. zwei Endstücke mit der Welle verbunden sein müssen.
    • – Das Rotorblechpaket kann Teil einer Asynchronmaschine sein. Weiterhin kann das Rotorblechpaket Teil eines elektrischen Getriebes sein. Eine Asynchronmaschine oder ein elektrisches Getriebe, welche/welches ein Rotorblechpaket gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rotorblechpaketes enthält, kann, da das Rotorblechpaket eine erhöhte Stabilität aufweist, einen erhöhten Wirkungsgrad aufweisen.
    • – Das Rotorblechpaket kann Teil eines Interrotors sein. Unter einem Interroter ist in diesem Zusammenhang ein Rotor zu verstehen, dessen Rotorkörper sich im Wesentlichen zwischen zwei weiteren Bauteilen befindet. D. h., im Inneren des Interrotors befindet sich ein weiterer Rotor oder Stator, und ist der Interrotor ist von einem weiteren Rotor oder Stator umgeben. Da eine derartige Konstruktion eine Verbindung des Rotorblechpaketes des Interrotors sowohl mit einem außen- wie auch mit einem innenliegenden Bauteil verbietet, ist ein Rotorblechpaket, welches lediglich durch zumindest ein Endstück gehalten wird, für die Konstruktion eines Interrotors besonders vorteilhaft.
  • Verfahrensbezogen wird die oben genannte Aufgabe mit den in Anspruch 13 genannten Merkmalen gelöst. Demgemäß soll zur Herstellung eines Rotorblechpaketes aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen jedes Rotorblech ausgestanzt werden, wobei während des Ausstanzvorgangs zumindest zwei Prägungen in das jeweilige Rotorblech eingebracht werden, die von der Seite des Prägewerkzeugs betrachtet die Form eines Sackloches und von der Gegenseite des Prägewerkzeuges betrachtet, die Form eines Zapfens haben. Die Sacklöcher und Zapfen sind zumindest näherungsweise passgenau zueinander. Weiterhin wird eine Vielzahl von Freihaltungen ausgestanzt. Stattdessen können nach dem Ausstanzschritt entsprechende Bohrungen vorgesehen werden. Die ausgestanzten oder mit Bohrungen versehenen Rotorbleche werden dann zu einem Rotorblechpaket zusammengefügt, wobei die Rotorbleche zwischen zwei Endstücken mit Befestigungsmitteln unter zumindest näherungsweise passgenauem Ineinandergreifen der Sacklöcher und Zapfen angebracht werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann in einem Arbeitsgang sowohl das Ausstanzen des Rotorble ches wie auch das Einbringen der Prägungen erfolgen. Auf diese Weise kann ein besonders stabiles Rotorblechpaket in einer geringen Anzahl von Arbeitsschritten hergestellt werden.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann dasselbe zusätzlich noch die folgenden Merkmale aufweisen:
    • – Die Rotorbleche können auf ihrer Außenseite mit zumindest einer Schweißnaht miteinander verbunden werden. Durch das Anbringen einer Schweißnaht auf der Außenseite des Rotorblechpaketes kann die Stabilität desselben verbessert werden.
    • – Gegebenenfalls kann noch eine Verschweißung des Rotorblechpakets mit mindestens einem der Endstücke vorgesehen werden.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Rotorblechpaketes sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Rotorblechpaketes gehen aus den vorstehend nicht angesprochenen Ansprüchen sowie insbesondere aus der nachfolgend erläuterten Zeichnung hervor. Dabei zeigen deren
  • 1 in Draufsicht ein Segment eines Rotorbleches,
  • 2 einen Längsschnitt durch einen Teil eines Rotorblechpaketes,
  • 3 und 4 eine Detailansicht eines Querschnitts einiger Rotorbleche eines Rotorblechpaktes,
  • 5 ein elektrisches Getriebe mit einem Rotorblechpaket und
  • 6 eine schematische Darstellung der Herstellung eines Rotorbleches.
  • Die Figuren sind teilweise in schematisierter Form dargestellt. Nicht gezeigte Elemente sind allgemein bekannter Stand der Technik. Weiterhin sind sich in der Zeichnung entsprechende Teile in den Figuren jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • 1 zeigt in Draufsicht einen Ausschnitt eines Rotorbleches 100. Das Rotorblech 100 kann insbesondere aus einem ferromagnetischen Material gefertigt sein. Das Rotorblech 100 kann auf seiner Innenseite 101 wie auch auf seiner Außenseite 102 eine Vielzahl von Aussparungen 103 aufweisen. Diese Aussparungen 103 können zur Aufnahme einer Rotorwicklung geeignet sein. In diesem Zusammenhang kann eine Rotorwicklung aus einer Vielzahl von elektrisch leitfähigen Stäben oder Litzen bestehen. Insbesondere kann das Rotorblech 100 auf seiner Innenseite 101 eine Anzahl von Aussparungen 103 aufweisen, die von der Anzahl der Aussparungen 103 auf seiner Außenseite 102 verschieden ist. Die Anzahl der Aussparungen 103 auf der Innenseite 101 des Rotorbleches 100 kann insbesondere geringer sein als die Anzahl der Aussparungen 103 auf der Außenseite 102 des Rotorblechs 100. Vorzugsweise kann die Anzahl der Aussparungen auf der Außenseite 102 des Rotorblechs 100 zu der Anzahl der Aussparungen 103 auf der Innenseite 101 des Rotorblechs 100 im Verhältnis von 2:1, 3:1 oder anderen ganzzahligen Vielfachen stehen. In gleicher Weise kann die Anzahl der Aussparungen 103 auf der Innenseite 101 des Rotorblechs 100 größer sein als die Anzahl an Aussparungen 103 auf der Außenseite 102 des Rotorblechs 100. Auch in diesem Fall kann die Anzahl der Aussparungen 103 auf der Innenseite 101 des Rotorblechs 100 ein ganzzahliges Vielfaches der Anzahl der Aussparungen 103 auf der Außenseite 102 des Rotorblechs 100 betragen.
  • Das Rotorblech 100 kann weiterhin eine Vielzahl von Freihaltungen/Bohrungen 104 aufweisen. Diese Freihaltungen/Bohrungen 104 können insbesondere dazu geeignet sein, dass eine Vielzahl von Rotorblechen 100 mit Befestigungsmitteln, welche durch die jeweiligen Freihaltungen/Bohrungen 104 geführt werden, miteinander verspannt oder verbunden werden. Weitere Ausführungen zur Verbindung einzelner Rotorbleche 100 zu einem Rotorblechpaket werden im Rahmen der folgenden 2 bis 6 vorgenommen.
  • Auf der in 1 in Draufsicht gezeigten Seite des Rotorblechs 100 kann dieses weiterhin Zapfen 105 aufweisen. Diese Zapfen 105 können insbesondere passgenau zu Aussparungen ausgestaltet sein, welche sich auf der Rückseite des Rotorblechs 100 befinden können, welche der in 1 in Draufsicht gezeigten entgegengesetzten Seite des Rotorblechs 100 entspricht. Die Zapfen 105 können insbesondere einander diametral gegenüberliegend auf dem Rotorblech 100 angeordnet sein. Zwei einander in diesem Sinne diametral gegenüberliegende Zapfen 105 sind mit den Bezugszeichen 106 und 107 bezeichnet. In gleicher Weise wie die Zapfen 105 können die Sacklöcher auf der Rückseite des Rotorblechpaketes 100 ebenfalls einander diametral gegenüberliegend angeordnet sein.
  • Zur Herstellung eines Rotorblechpaketes 200 wird eine Vielzahl von Rotorblechen 100 nebeneinander angeordnet.
  • 2 zeigt einen Ausschnitt eines Längsschnittes durch ein Rotorblechpaket 200 mit einem Endstück 201. Das in 2 gezeigte Rotorblechpaket 200 kann insbesondere zu der Ebene A spiegelsymmetrisch aufgebaut sein. Weiterhin kann das Rotorblechpaket 200 rotationssymmetrisch zu der Achse B ausgestaltet sein. Gemäß dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel können die Rotorbleche 100 mit der Seite, auf welcher sich die Zapfen 105 befinden, in die mit 202 bezeichnete Richtung angeordnet sein. Die Unterseite der Rotorbleche 100, welche die Sacklöcher aufweisen kann, ist demgemäß in die mit 203 bezeichnete Richtung orientiert. Die Rotorbleche 100 werden derart nebeneinander angeordnet, dass jeweils ein Zapfen 105 eines ersten Rotorbleches 100 zumindest näherungsweise passgenau in die Aussparung eines weiteren Rotorbleches 100 greift.
  • Die Rotorbleche 100 werden dabei zwischen zwei Endstücken, von denen 2 ein Endstück 201 zeigt, gehalten. Dies kann mit Hilfe der entsprechenden Befestigungsmittel in Form von Stäben, Gewindestäben, Nieten oder anderen zu diesem Zweck geeigneten Befestigungsmitteln geschehen. Mit einem oder bei den Endstücken 201 kann weiterhin eine Achse 204 kraftschlüssig verbunden sein. Bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Achse 204 insbesondere in der Form einer Hohlwelle bzw. eines Achsrohres ausgestaltet sein. Das Endstück 201 und die Achse 204 können ebenfalls als ein gemeinsames Bauteil ausgestaltet sein. Weiterhin kann das Rotorblechpaket 200 auf seiner Innenseite 205 und/oder auf seiner Außenseite 206 mit einer oder mehreren Schweißnähten 207 fixiert sein. Die Schweißnaht 207 kann insbesondere lediglich die einzelnen Rotorbleche 100 untereinander fixieren oder ebenso die einzelnen Rotorbleche 100 und ebenfalls das Endstück 201 miteinander verbinden.
  • 3 zeigt einen Längsschnitt durch ein Rotorblechpaket 200 in einer Detailansicht. Die Rotorbleche 100 sind zur Verbesserung der Klarheit voneinander beabstandet dargestellt. Eine derartige Beabstandung der Rotorbleche 100 wird im Fall eines realen Rotorblechpaketes 200 nicht in dem in 3 gezeigten Umfang ausfallen.
  • Die Rotorbleche 100 weisen auf ihrer in die Richtung 202 zeigenden Seite 301 Zapfen 302 oder entsprechende Erhebungen auf. Auf der gegenüberliegenden Seite 303, welche in die Gegenrichtung 203 zeigt, weisen die Rotorbleche 100 Sacklöcher 304 oder entsprechende Vertiefungen auf. Die Sacklöcher 304 sind vorzugsweise zumindest näherungsweise passgenau zu den Zapfen 302.
  • Die Sacklöcher 304 sowie die Zapfen 302 können, wie in 4 gezeigt, der Gestalt sein, dass ein Zapfen 302 im Wesentlichen durch einen Bereich 401 gebildet wird, indem ein Rotorblech 100 eine Ausbuchtung aufweist. Ähnlich verhält es sich mit den Sacklöchern 304, welche durch den entsprechenden Eindruck in dem Bereich 401 gebildet werden können. Die Zapfen 302 und Sacklöcher 304 können im Querschnitt sowohl ein rundes wie auch ein quadratisches, rechteckiges oder mehreckiges Profil aufweisen.
  • 5 zeigt einen Längsschnitt durch ein elektrisches Getriebe 500. In einem Gehäuse 501 sind neben einem mit dem Gehäuse 501 verbundenen Stator 502, ein Rotor 503 sowie ein Interrotor 504 angeordnet. Der Rotor 503 ist mit einer Antriebswelle 505 verbunden; der Interrotor 504 ist mit einer Abtriebswelle 506 verbunden. Der Interrotor 504 umfasst ein Rotorblechpaket 200, welches aus einer Vielzahl von Rotorblechen 100 besteht. Die Rotorbleche 100 werden zwischen einem ersten Endstück 507 und einem zweiten Endstück 508 gehalten. Die Drehmomentübertragung erfolgt, ausgehend von dem Interrotor 504, bei dem in 5 gezeigten elektrischen Getriebe 500, über das zweite Endstück 508 auf die Abtriebswelle 506. In dem in 5 gezeigten elektrischen Getriebe 500 können insbesondere der Stator 502 und der Interrotor 504 nach Art einer Asynchronmaschine zusammenwirken.
  • 6 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil eines Tiefziehwerkzeuges 600 zur Herstellung von Rotorblechen 100. Das Tiefziehwerkzeug 600 kann insbesondere aus einem Stempel 601 und einem entsprechend ausgestalteten Gesenk 602 bestehen. Zur Herstellung eines Rotorbleches 100 wird während des Ausstanzvorganges des Rotorblechs 100, mittels des in 6 dargestellten Tiefziehwerkzeugs 600 zumindest eine Prägung in das Rotorblech 100 eingebracht, die von der Seite des Stempels 601 betrachtet, die Form eines Sackloches 304 aufweist. Von der Gegenseite des Stempels 601 betrachtet, weist die Prägung die Form eines Zapfens 302 auf. Die Prägung kann insbesondere derart erfolgen, dass das entstehende Sackloch 304 und der entstehende Zapfen 302 zumindest näherungsweise passgenau zueinander sind. Weiterhin wird, wie nicht näher in 6 dargestellt, während des Ausstanzvorganges des ringförmigen Rotorbleches 100 eine Vielzahl von Freihaltungen oder Bohrungen 104 in das Rotorblech 100 eingebracht. Eine Vielzahl von entsprechend ausgestanzten, Rotorblechen 100 wird dann zu einem Rotorblechpaket 200, vorzugsweise unter zumindest näherungsweise passgenauem Ineinandergreifen der Sacklöcher 304 und Zapfen 302 zusammengefügt. Weiterhin werden die Rotorbleche 100, vorzugsweise die Rotorbleche 100 und die Endstücke 201 mit zumindest einer Schweißnaht auf der Außen- und/oder Innenseite des Rotorblechpaketes 200 miteinander verbunden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 69703136 T2 [0001, 0002]
    • - WO 03/075437 A1 [0005]

Claims (15)

  1. Rotorblechpaket (200) aus einer Vielzahl von in Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen (100), die zwischen einem ersten (201, 507) und einem zweiten Endstück (201, 508) axial nebeneinander angeordnet sind, wobei die Rotorbleche (100) jeweils zumindest zwei – Sacklöcher (304) auf ihrer dem ersten Endstück (201, 507) zugewandten Seite und – eine gleich große Anzahl von zumindest näherungsweise zu den Sacklöchern (304) passgenauen Zapfen (105, 302) auf ihrer dem zweiten Endstück (201, 508) zugewandten Seite, sowie – eine Vielzahl von Freihaltungen oder Bohrungen (104) aufweisen, und die Rotorbleche (100) zwischen den Endstücken (201, 501, 508) mit Befestigungsmitteln, die durch die Freihaltungen oder Bohrungen (104) geführt sind, unter zumindest näherungsweise passgenauem Ineinandergreifen der Sacklöcher (304) und Zapfen (105, 302) gehalten werden.
  2. Rotorblechpaket (200) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sacklöcher (304) bzw. die Zapfen (105, 302) paarweise diametral angeordnet sind.
  3. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sacklöcher (304) und die Zapfen (105, 302) auf einander axial gegenüberliegenden Seiten der Rotorbleche (100) derart angeordnet sind, dass sich Sacklöcher (304) und Zapfen (105, 302) axial gegenüberliegen.
  4. Rotorblechpaket (200) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in jedes Rotorblech (100) jeweils axial gegenüberliegende Sacklöcher (304) und Zapfen (105, 302) durch Verformung des Rotorbleches (100) gemeinsam eingebracht sind.
  5. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorbleche (100) auf ihrer Innenseite (205) und/oder Außenseite (206) untereinander mit mindestens einer Schweißnaht (207) verbunden sind.
  6. Rotorblechpaket (200) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorbleche (100) und zumindest ein Endstück (201, 508) untereinander verschweißt sind.
  7. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorbleche (100) mittels der Befestigungsmittel zwischen den Endstücken (201, 501, 508) eingespannt sind.
  8. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Befestigungsmittel Gewindestangen oder Nieten vorgesehen sind.
  9. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine kraftschlüssige Verbindung über zumindest ein Endstück (201, 508) mit einer Welle (204, 506).
  10. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Teil einer Asynchronmaschine.
  11. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Teil eines elektrischen Getriebes (500).
  12. Rotorblechpaket (200) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Teil eines Interrotors (500).
  13. Verfahren zur Herstellung eines Rotorblechpaketes (200) aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen (100), die folgenden Schritte umfassend: – Ausstanzen jedes Rotorblechs (100), wobei während des Ausstanzvorganges – zumindest zwei Prägungen in das Rotorblech (100) eingebracht werden, die von der Seite des Prägewerkzeuges (608) betrachtet die Form eines Sackloches (307), und von der Gegenseite des Prägewerkzeuges (601) betrachtet die Form eines Zapfens (302) haben, und die Sacklöcher (304) und die Zapfen (302) zumindest näherungsweise passgenau zueinander sind, und – eine Vielzahl von Freihaltungen (104) ausgestanzt wird oder nach dem Ausstanzschritt entsprechende Bohrungen vorgesehen werden, – Zusammenfügen der ausgestanzten oder gebohrten Rotorbleche (100) zu dem Rotorblechpaket (200), wobei die Rotorbleche (100) zwischen zwei Endstücken (201, 507, 508) mit Befestigungsmitteln unter zumindest näherungsweise passgenauem Ineinandergreifen der Sacklöcher (304) und Zapfen (302) angebracht werden.
  14. Verfahren zur Herstellung eines Rotorblechpaketes (200) gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorbleche (100) auf ihrer Außenseite mit zumindest einer Schweißnaht (207) miteinander verbunden werden.
  15. Verfahren zur Herstellung eines Rotorblechpaketes (200) gemäß Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch eine Verschweißung mit mindestens einem der Endstücke (201, 501, 508).
DE102007001829A 2007-01-12 2007-01-12 Rotorblechpaket aus einer Vielzahl von im Wesentlichen ringförmigen Rotorblechen sowie Verfahren zur Herstellung eines Rotorblechpaketes Withdrawn DE102007001829A1 (de)

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