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Die
Erfindung betrifft eine Durchlaufbeschichtungsanlage, insbesondere
zur Herstellung nano-, mikro-, poly-, multi- oder einkristalliner,
nachfolgend allgemein als kristallin bezeichneter Dünnschichten.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung kristalliner
Dünnschichten und insbesondere zur Herstellung einer Siliziumtandemsolarzelle.
Ferner betrifft die Erfindung eine unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
herstellbare Tandemsolarzelle.
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In
der Mikroelektronik und Photovoltaik verwendete Halbleiterbauelemente
basieren überwiegend auf dem Halbleitermaterial Silizium.
Die seit den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts überwiegend eingesetzten
Einkristallhalbleiterscheiben, die so genannten Wafer, in welche
die entsprechenden Strukturen eingebracht werden, werden zunehmend
durch Dünnschichten ersetzt, welche z. B. auf Glassubstrate
aufgebracht werden.
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Je
nach verwendetem Abscheideverfahren derartiger Dünnschichten
treten unterschiedliche Modifikationen des Siliziums auf, nämlich
amorphes oder kristallines Silizium. Die elektronischen Eigenschaften
von amorphem Silizium unterscheiden sich signifikant von denen von
kristallinem Silizium. Aufgrund seiner optischen/elektronischen
Eigenschaften sowie aufgrund der möglichen Abscheide-/Herstellungsverfahren
ist amorphes Silizium insbesondere geeignet, um Dünnschichtsolarzellen
herzustellen. Sowohl für die Mikroelektronik als auch für
die Photovoltaik sind Dünnschichten aus kristallinem Silizium
interessant. Flachbildschirme werden heute schon auf Basis von amorphen
oder polykristallinen Siliziumschichten hergestellt.
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Es
ist eine Vielzahl an Verfahren bekannt, welche es erlauben, amorphe
Siliziumschichten kostengünstig, großflächig
und mit hinreichender Schichtdicke abzuscheiden. Hierzu gehören
unterschiedliche chemische Gasphasenabscheidungsprozesse (chemical
vapor deposition, CVD) als auch physikalische Gasphasenabscheideverfahren
(physical vapor deposition, PVD) wie z. B. Elektronenstrahlverdampfung
und Kathodenzerstäubung.
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Es
ist auch eine Vielzahl an Verfahren zur Abscheidung von kristallinen
Dünnschichten bekannt. Im Allgemeinen sind jedoch die Abscheideraten
zur Erzeugung der kristallinen Dünnschichten zu gering,
um kostengünstig hochwertige Halbleiterstrukturen herstellen
zu können. So ist es z. B. aus dem Stand der Technik bekannt,
feinkristalline Siliziumschichten mit Hilfe von chemischen Gasphasenabscheidungsprozessen
herzustellen. Die Aufwachsrate beträgt hier jedoch nur
wenige zehn Nanometer pro Minute. Mit Hochratenverfahren wie z.
B. Elektronenstrahlverdampfen oder Kathodenzerstäubung
hergestellte Dünnschichten haben eine amorphe Mikrostruktur
und sind ohne weiteres nicht für elektronische Bauteile
geeignet.
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Die
zur Herstellung von Flachbildschirmen erforderlichen polykristallinen
Siliziumfilme weisen Schichtdicken zwischen 50 und 100 nm auf. Derartige
polykristalline Dünnschichten können durch thermische
Einwirkung oder durch Bestrahlung mit Hilfe eines Hochleistungslasers
aus amorphen Siliziumfilmen hergestellt werden. Übliche
Laserkristallisationsverfahren sind die unter den jeweiligen englischen
Bezeichnungen bekannten Verfahren, Laserzone Melting, Excimer Laser
Annealing (ELA), Sequential Lateral Solidification (SLS) und Thin
Beam Directional Crystallization (TDX). Unter den thermischen Verfahren
sind Solid Phase Crystallization (SPC) und Metal Induced Crystallization
(MIC) sowie Halogenlamp und Hot Wire Annealing (HW-CVD) bekannt.
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Bezüglich
der Herstellungskosten sind die Prozesstemperatur und die daher
erforderlichen Glassubstrattypen wichtig. Eximerlaser basierte Kristallisationsverfahren
wie auch Ion Beam Assisted Deposition (IAD) sind auf Niedertemperatursubstraten
möglich, während SPC und MIC mittlere Temperaturen
(~ 400–600°C) erfordern. Details sind zum Beispiel
in A. Aberle, Thin Solid Films 511, 26 (2006) beschrieben.
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Ein
Absorber einer Solarzelle auf Basis von kristallinem Silizium erfordert
eine Mindestschichtdicke von 1 bis 2 μm. Thermische Kristallisation
eines amorphen Siliziumfilms ist nicht geeignet, um kristalline
Siliziumschichten mit Kristalliten wesentlich größer
als ~ 1 μm herzustellen. Mit Hilfe von Laserprozessen können zwar Dünnschichten
mit Dicken von über 200 nm kristallisiert werden, die Schwierigkeit
besteht jedoch in der Prozesskontrolle. Details beschreiben z. B.
M. A. Crowder et al. in „Sequential Lateral Solidification
of PECVD and Sputter Deposited a-Si Films" Mat. Res. Soc. Symp.
Proc. Vol 621 (2000), Q9.7.1
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Aus
der
JP 09-293680 A ist
ein Batch-Verfahren bekannt, bei dem im Wechsel eine dünne
Schicht von 100 bis 200 nm Dicke aus amorphem Silizium mit Hilfe
eines plasmaunterstützten chemischen Gasphasenabscheidungsprozesses
(PECVD) auf ein Substrat aufgebracht und diese Schicht nachfolgend
in derselben Vakuumkammer mit Hilfe eines Excimer-Laserstrahls kristallisiert
wird. Der Laserstrahl wird dabei auf eine Stelle des Substrats fokussiert
und das Substrat mit Hilfe eines über zwei Rollen geführten
Bandes unter dem Laserstrahl hin- und herbewegt, so dass nach und
nach die gesamte Oberfläche des Substrats von dem Laserstrahl kristallisiert
wird.
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Es
wird angegeben, dass anstelle der Beleuchtung einer Stelle des Films
auch zwei, drei oder mehr Stellen gleichzeitig beleuchtet werden
können. Durch Hin- und Herbewegen des Substrats gelangen
die Laserstrahlen an jeden Ort des Substrats.
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Während
die in den Figuren dargestellten Alternativen ausschließlich
ein abwechselndes Abscheiden und Beleuchten betreffen, wird in der
Beschreibung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die
beiden Prozessschritte Beschichten und Beleuchten auch gleichzeitig
durchgeführt werden können. Weiter wird erwähnt, dass
zur Schichtabscheidung alle Arten von CVD-Prozessen, wie z. B. lichtunterstützte
CVD, thermisch unterstützte CVD und Plasma-CVD ebenso wie
PVD und Kathodenzerstäubung verwendet werden können.
Details zu den zu verwendenden Apparaturen werden nicht angegeben.
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G.
Andrä et al. beschreiben in dem Artikel „Diode
Laser Crystallized Multicrystalline Silicon Thin Film Solar Cells
an Glass", in Proc. of 21 st European Photovoltaic Solar Energy
Conference, 4–8 September 2006, Dresden, Germany, Seiten
972 bis 975 die Herstellung von 2 bis 5 μm dicken
Absorber mit Hilfe eines sogenannten Layered Laser Crystallization
(LLC) Prozesses. Eine erste Variante geht von einer PECVD-Abscheidung
von amorphem Silizium (a-Si) von 600 nm Dicke auf Glas aus. Diese
Schicht wird mit einem Laser in der Vakuumkammer kristallisiert.
Auf diese Saatschicht wird kontinuierlich mittels PECVD eine 2 bis
5 μm dicke a-Si Schicht abgeschieden. Jeweils nach Abscheidung
eines mehrere 10 nm dicken Films erfolgt eine Kristallisation mit
Hilfe eines über die Probe geführten homogenisierten
Lichtstrahls eines Excimer Lasers ohne dabei das Vakuum zu brechen
(ISC-CVD, in-chamber seed crystallization by low power laser). Eine
zweite Variante geht von einer außerhalb der Vakuumkammer
mit einem Hochleistungslaser kristallisierten Saatschicht aus (ESC,
external seed crystallization). Als dritte Variante wird ein epitaktisches
Schichtwachstum durch Elektronenstrahlverdampfung und Laserbestrahlung
nach jeweiliger Abscheidung von 10 nm dünnen Schichten
beschrieben. Einzelheiten zur verwendeten Anlage werden nicht angegeben.
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Aus
der
WO 02/19437 A2 ,
welche auf die Autorin des vorstehend angegebenen Papiers zurückgeht, ist
es bekannt, eine Saat- oder Keimschicht für die Herstellung
eines polykristallinen Absorbers mittels Elektronenstrahlverdampfung
und nachfolgende Laserkristallisation herzustellen.
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Obwohl
die o. a. PVD-Abscheideverfahren viel versprechende Ansätze
zur Massenproduktion qualitativ hochwertiger kristalliner Siliziumschichten
darstellen, existiert derzeit noch keine für die Massenproduktion geeignete
Beschichtungsanlage. Darüber hinaus ist die Anzahl der
notwendigen Prozessschritte zur Fertigung einer großflächigen
Siliziumschicht mit hoher Kristallqualität und insbesondere
zur Herstellung einer hocheffizienten Siliziumsolarzelle noch sehr
hoch.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine zur Abscheidung
hochwertiger kristalliner Dünnschichten geeignete Durchlaufbeschichtungsanlage,
ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung kristalliner Dünnschichten
und Solarzellen sowie eine z. B. mittels dieses Verfahrens herstellbare
Solarzelle bereitzustellen.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Durchlaufbeschichtungsanlage mit den Merkmalen
des Hauptanspruchs, durch ein Verfahren mit den Merkmalen der Patentansprüche
23 sowie 45 und durch eine Tandemsolarzelle mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 48 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
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Erfindungsgemäß umfasst
die Durchlaufbeschichtungsanlage eine Vakuumkammer mit einer Zuführöffnung
zum Zuführen eines zu beschichtenden Substrats und einer üblicherweise
gegenüberliegend angeordneten Abführöffnung
zum Abführen des beschichteten Substrats. Die Zu- und/oder
Abführöffnungen können Bestandteil eines
Schleusensystems sein. Es ist auch möglich, dass sich an
die Zu- und/oder Abführöffnungen weitere Beschichtungs-
und/oder Prozessierungskammern anschließen.
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Weiterer
Bestandteil der Durchlaufbeschichtungsanlage ist eine in der Vakuumkammer
angeordnete physikalische Gasphasenabscheidungseinrichtung (also
eine Abscheidungseinrichtung zur Durchführung eines physikalischen
Gasphasenabscheideverfahrens) zum Beschichten einer Oberfläche
des Substrats. Eine derartige Abscheidungseinrichtung kann beispielsweise
eine Elektronenstrahlverdampfungseinrichtung oder eine Kathodenzerstäubungseinrichtung
umfassen. Denkbar sind auch thermische Verdampfungseinrichtungen,
welche es erlauben Dünnschichten bis zu einigen Mikrometern
mit (im Vergleich zu üblichen CVD-Verfahren) hoher Abscheiderate
abzuscheiden.
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Es
ist ferner ein Laserkristallisationssystem vorgesehen, welches derart
in Bezug zu der Abscheidungseinrichtung angeordnet ist, dass ein
zur Laserkristallisation vorgesehener Laserstrahl auf eine Unterteilfläche
einer momentan mittels der Abscheideeinrichtung beschichteten Teilfläche
der Oberfläche des Substrats gerichtet werden kann. Es
muss also möglich sein, dass eine Laserkristallisation
der auf die Unterteilfläche abgeschiedenen Schicht gleichzeitig
während der Beschichtung der Teilfläche der Substratoberfläche
erfolgt.
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Schließlich
soll abweichend von den aus dem Stand der Technik bekannten Labor-Anlagen
ein Durchlauf des Substrats durch die Beschichtungs- und Laserkristallisationszone
innerhalb der Vakuumkammer erfolgen. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß eine
Transporteinrichtung zum Transportieren des Substrats in Durchlaufrichtung
von der Zuführöffnung zu der Abführöffnung
und zum kontinuierlichen oder diskontinuierlichen, z. B. schrittweisen
Bewegen des Substrats während dessen Beschichtung in der
Durchlaufrichtung vorgesehen. Grundsätzlich kann auch für
einen vorgegebenen Zeitraum oder ggf. auch periodisch eine Bewegungsrichtungsumkehr
stattfinden, das unbeschichtete Substrat wird jedoch durch die Zuführöffnung
zu und durch die Abführöffnung abgeführt.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung sind
eine Mehrzahl an Elektronenstrahlverdampfungseinrichtungen und/oder
eine Mehrzahl an Kathodenzerstäubungseinrichtungen senkrecht
zur Durchlaufrichtung nebeneinander angeordnet. Durch diese Maßnahme
können auch vergleichsweise breite Substrate beschichtet
werden. Selbstverständlich können auch mehrere
PVD-Einrichtungen in Durchlaufrichtung hintereinander angeordnet
sein.
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Eine
weitere vorteilhafte Variante der Erfindung besteht darin, dass
die Transporteinrichtung eine Bewegungseinrichtung zum Bewegen des
Substrats in einer in einer Beschichtungsebene liegenden und zur Durchlaufrichtung
im Winkel verlaufenden, vorzugsweise senkrechten Richtung aufweist.
Damit ist es möglich, sowohl die momentan beschichtete
Teilfläche als auch die momentan von dem Laserkristallisationssystem
beleuchtete Unterteilfläche der Substratoberfläche
unabhängig von der Durchlaufrichtung zu wählen.
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Im
einfachsten Fall ist das Laserkristallisationssystem starr ausgebildet.
Anders ausgedrückt sind der oder ggf. die von dem Laserkristallisationssystem
emittierten Laserstrahlen ortsfest auf das Substrat gerichtet. Lediglich
die Bewegung des Substrats in Durchlaufrichtung oder ggf. in einer
dazu winkligen, insbesondere senkrechten Richtung fuhrt zu einer Änderung
der dem Laserstrahl oder den Laserstrahlen ausgesetzten Unterteilflächen.
Günstig ist es z. B. die Bewegung des Substrats mäanderförmig
durchzuführen.
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Anstelle
oder zusätzlich zu einer Bewegung des Substrats vermittels
der Transporteinrichtung kann vorgesehen sein, dass auch der oder
die zur Kristallisation erforderlichen Laserstrahlen eine Bewegung
ausführen. Zu diesem Zweck kann das Laserkristallisationssystem
selbst eine oder mehrere in wenigstens eine Richtung bewegbare Laserstrahlbewegungseinrichtungen
aufweisen, um wenigstens einen der auf das Substrat gerichteten
Laserstrahlen unabhängig von der Bewegung des Substrats über
die momentan beschichtete Teilfläche zu führen.
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Je
nach Anordnung ist es ausreichend, lediglich eine Bewegung in einer
linearen Richtung vorzusehen. Mit zunehmender Substratgröße
wird es erforderlich sein, die wenigstens eine Laserstrahlbewegungseinrichtung
in zwei winklig vorzugsweise zueinander senkrecht verlaufenden Richtungen,
wobei vorzugsweise eine mit der Durchlaufbewegungsrichtung zusammenfällt,
bewegbar auszuführen. Günstig ist es insbesondere,
wenn der Laserstrahl eine mäanderförmige Bahn
beschreibt. Denkbar sind auch Bewegungen auf gekrümmten
Bewegungsbahnen. Letztgenannte Bewegungen werden jedoch im Allgemeinen
aufgrund deren Komplexität nur dann in Betracht gezogen
werden, wenn sie aus prozesstechnischen Gründen erforderlich sind.
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In
einer bevorzugten Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass
die Laserstrahlbewegungseinrichtung einen Linearmotor zum linearen
Bewegen der wenigstens einen Laserstrahlbewegungseinrichtung aufweist.
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Grundsätzlich
ist es möglich, das gesamte Laserkristallisationssystem
zu bewegen. Um die bewegten Massen gering zu halten, ist es jedoch
günstiger, lediglich einzelne optische Komponenten zu bewegen.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, welche
sich durch ihre Einfachheit und eine weitgehende Minimierung der
zu bewegenden Massen auszeichnet, ist vorgesehen, dass die wenigstens
eine Laserstrahlbewegungseinrichtung einen beweglichen und den wenigstens
einen Laserstrahl auf die wenigstens eine Unterteilfläche
ablenkenden Spiegel aufweist. Durch geeignete Anordnung dieses oder
ggf. der Mehrzahl derartiger Ablenkspiegel ist es möglich,
den oder die Laserstrahlen an jede gewünschte Stelle auf
dem Substrat zu richten.
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Anstelle
von Linearbewegungseinrichtungen für das Substrat und/oder
für das Laserkristallisationssystem oder für optische
Komponenten hiervon, kann das Laserkristallisationssystem wenigstens
einen um wenigstens eine Achse drehbaren Laserwinkelscanner aufweisen,
um den wenigstens einen Laserstrahl unter unterschiedlichen Richtungen
auf das Substrat zu richten. Derartige Scanner zeichnen sich dadurch
aus, dass sehr schnelle Änderungen des momentanen Auftreffortes
bzw. der momentanen Auftreffstellen des Laserstrahls bzw. der Laserstrahlen
auf dem Substrat möglich sind. Dies resultiert daher, dass
mit kleinen Winkeländerungen große Änderungen des
Auftreffortes auf dem Substrat realisiert werden können.
Während oszillierende Bewegungen des Substrats und/oder
des Laserkristallisationssystems oder optische Komponenten hiervon
mit Amplituden von mehreren Zentimetern auf Frequenzen von wenigen
Hertz beschränkt sein werden, sind Winkelscanbewegungen
eines Laserstrahls mit einer Frequenz von mehreren tausend Hertz
bei mechanischen Spiegeln oder holographischen Scannern und bei
akusto-optischen Scanner in MHz Bereich möglich.
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In
einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung ist vorgesehen,
dass der wenigstens eine Laserwinkelscanner um wenigstens eine zweite
Achse schwenkbar ist. Mit einem einzigen Laserstrahl lässt
sich bei geeigneter Anordnung der Achsen zueinander (soweit keine
sonstigen Hindernisse bestehen) jede Stelle auf dem Substrat beleuchten,
ohne dass eine Bewegung des Substrats selbst erforderlich wäre.
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Vorzugsweise
weist das Laserkristallisationssystem wenigstens einen weiteren
dem wenigstens einen Laserwinkelscanner zugeordneten und um wenigstens
eine Achse schwenkbaren Laserwinkelscanner auf, um den wenigstens
einen Laserstrahl auf den wenigstens einen Laserwinkelscanner zu
richten.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung
ist wenigstens ein abbildendes Objektiv vorgesehen, um den wenigstens
einen Laserstrahl derart auf die Substratoberfläche abzubilden,
dass die Kontur und Größe der von dem Laserstrahl
beleuchteten Unterteilfläche im Wesentlichen unverändert bleibt,
wenn der wenigstens eine Laserstrahl unter unterschiedlichen Richtungen
auf das Substrat gerichtet wird. Die Erzeugung eines in Kontur und
Größe von der Einstrahlrichtung unabhängigen
Laserspots (im Allgemeinen in Form eines Fokus) ist sinnvoll, um
auf jeder Stelle des Substrats eine zur Laserkristallisation erforderliche
vorbestimmte Energie- der Leistungsdichteverteilung einzustellen.
Würde sich die Spotgröße (Fokusgröße)
in Abhängigkeit vom Einstrahlwinkel ändern, bestünde
die Gefahr einer inhomogenen Kristallisation über der Substratfläche.
Darüber hinaus würde möglicherweise ein
Teil der Laserenergie nicht zur Kristallisation des Substrats beitragen.
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Eine
Variante eines Laserwinkelscanners und/oder eines weiteren Laserwinkelscanners
kann einen oder eine Vielzahl an Galvospiegeln oder -scannern aufweisen,
um den wenigstens einen Laserstrahl in unterschiedlicher Weise abzulenken.
Anstelle von ein- oder zweidimensionalen Galvoscannern können
auch rotierende Polygonscanner eingesetzt sein. Polygonscanner können
mit sehr hoher Umlaufgeschwindigkeit betrieben werden, so dass mit
ihnen Scanraten von über 1000 Hz möglich sind.
Weitere Varianten von Scanner sind akusto-optische Scanner und holographische
Scanner. Erstere erlauben zum Beispiel hohe Scannraten und Letztere
unterschiedliche Foki des Laserstrahls.
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Eine
weitere Ausführungsvariante der Erfindung besteht im Einsatz
einer Multiplexeinrichtung zum Erzeugen einer Mehrzahl an Laserstrahlen
zum gleichzeitigen Beleuchten einer Mehrzahl an Unterteilflächen. Die
gleichzeitige Beleuchtung einer Vielzahl an Unterteilflächen
hat den Vorteil, dass bei gleicher Spotscangeschwindigkeit entweder
die Durchlaufgeschwindigkeit des Substrats oder die Abscheiderate
oder beides erhöht werden kann. Sämtliche Maßnahmen
führen zu einer Erhöhung des Durchsatzes oder
zur Reduzierung der Kosten durch geringere Anforderungen an die
optischen Systemkomponenten.
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Eine
derartige Multiplexeinrichtung kann im einfachsten Fall eine Strahlunterteileinrichtung
zum Unterteilen eines Laserstrahls in die Mehrzahl an Laserstrahlen
umfassen. Dachprismen oder Mehrfachprismen wie auch diffraktive
Elemente sind Beispiele für derartige Strahlunterteileinrichtungen.
Unter beispielhafter Annahme, dass die Substratoberfläche
eine Feldebene bildet, auf welche der oder die Laserstrahlen abgebildet
werden, sind diese Prismen vorzugsweise in einer Pupillenebene angeordnet.
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Eine
weitere Variante einer erfindungsgemäßen Durchlaufbeschichtungsanlage
umfasst eine Abscheidungsmesseinrichtung zum Messen einer Abscheiderate
und/oder einer Abscheidemenge eines von der Gasphasenabscheidungseinrichtung
abgeschiedenen Materials sowie eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung zum
Steuern- und/oder Regeln der Bewegung der Transporteinrichtung und/oder
der Laserstrahlbewegungseinrichtung und damit zur Festlegung der
Stelle auf dem Substrat auf die der (jeweilige) Laserstrahl momentan in
Abhängigkeit von der gemessenen Abscheiderate und/oder
der gemessenen Abscheidemenge gerichtet wird. Alternativ oder zusätzlich
kann die Steuer- und/oder Regeleinrichtung auch zum Steuern- und/oder
Regeln der momentanen Intensität des wenigstens einen Laserstrahls
auf dem Substrat in Abhängigkeit von der gemessenen Abscheiderate
und/oder der gemessenen Abscheidemenge vorgesehen sein.
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Eine
vorteilhafte Ausführung einer erfindungsgemäßen
Durchlaufbeschichtungsanlage umfasst als Alternative zu der vorstehend
beschriebenen Abscheidungsmesseinrichtung oder als zusätzliches
Funktionsmodul eine Schichtdickenmesseinrichtung zum Messen einer
Schichtdickenänderung und/oder einer Schichtdicke der auf
dem Substrat abgeschiedenen Schicht z. B. mittels Reflexion oder
Transmission bei einer oder mehreren Wellenlängen, Ellipsometrie
oder Profilometrie. Die o. a. Steuer- und/oder Regeleinrichtung
oder eine entsprechende Steuer- und/oder Regeleinrichtung ist gemäß dieser
Variante der Erfindung dazu vorgesehen, die Bewegung der Transporteinrichtung
und/oder der Laserstrahlbewegungseinrichtung und/oder die momentane
Intensität des wenigstens einen Laserstrahls auf dem Substrat
in Abhängigkeit von der gemessenen Schichtdickenänderung
und/oder der gemessenen Schichtdicke zu steuern oder zu regeln.
Durch die Steuerung und/oder Regelung der Bewegung de Transporteinrichtung
und/oder der Laserstrahlbewegungseinrichtung wird der momentane
Ort der jeweiligen Unterteilfläche auf dem Substrat, d.
h. die Stelle auf dem Substrat, auf die der jeweilige Laserstrahl
momentan gerichtet wird festgelegt.
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Selbstverständlich
bezieht sich die Erfindung nicht nur auf eine Durchlaufbeschichtungsanlage
als Gesamtsystem sondern es dürfte dem Fachmann unmittelbar
einleuchten, dass die oben beschriebenen Varianten von Laserkristallisationssystemen
auch allein, d. h. unabhängig von einer Beschichtungsanlage,
oder als Bestandteil einer Batch-Anlage betrieben werden können.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung nano-,
mikro-, poly-, multi- oder einkristalliner Dünnschichten,
welches die oben angegebene Aufgabe vollumfänglich löst,
umfasst folgende Verfahrensschritte:
- a) Zuführen
eines zu beschichtenden Substrats in eine Vakuumkammer in einer
Durchlaufrichtung,
- b) physikalische Gasphasenabscheidung einer Schicht auf eine
Teilfläche einer Oberfläche des Substrats und
gleichzeitig ein zumindest partielles Aufschmelzen und nachfolgendes Kristallisieren
induzierendes Beleuchten wenigstens einer Unterteilfläche
der momentan beschichteten Teilfläche der Oberfläche
des Substrats mit wenigstens einem Laserstrahl unter kontinuierlicher
oder diskontinuierlicher Bewegung des Substrats in der Durchlaufrichtung,
- c) Abführen des beschichteten Substrats aus der Vakuumkammer
in der Durchlaufrichtung.
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Der
Verfahrensteilschritt physikalische Gasphasenabscheidung umfasst
dabei vorzugsweise Elektronenstrahlverdampfung oder Kathodenzerstäubung.
Dabei ist es günstig, wenn die physikalische Gasphasenabscheidung
bei einer Schichtwachstumsrate von über 100 nm/min, vorzugsweise
von über 1000 nm/min, höchst vorzugsweise von über
2000 nm/min durchgeführt wird. Damit unterscheidet sich
die Abscheiderate erheblich von üblichen CVD-Prozessen.
Selbst die Wachstumsraten von mit plasmaunterstützten chemischen Gasphasenprozessen
(PECVD) abgeschiedenen Schichten liegen allenfalls an der unteren
Grenze des vorstehend angegebenen Wertebereichs.
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Aufgrund
der hohen möglichen Abscheideraten von PVD-Prozessen im
Allgemeinen und von Elektronenstrahlverdampfen und Sputtern im Besonderen,
ist es möglich, das Substrat während Verfahrensschritt
b) in der Durchlaufrichtung mit einer mittleren Geschwindigkeit
von über 0,5 m/min, vorzugsweise von über 2 m/min
je nach Verfügbarkeit kommerzieller Hochleistungslaser
zu bewegen. Die Durchlaufzeit lässt sich dadurch signifikant
steigern, was eine erhebliche Produktionskostenreduktion zur Folge
hat.
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In
einer vorteilhaften Verfahrensvariante wird das Substrat während
Verfahrensschritt b) in einer in einer Beschichtungsebene liegenden
und zur Durchlaufrichtung senkrechten Richtung bewegt. Sowohl der
momentane Ort der Beschichtung als auch der momentane Ort der laserinduzierten
Kristallisation des Substrats lässt sich auf diese Weise
kontinuierlich festlegen.
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Vorzugsweise
wird das Substrat während Verfahrensschritt b) in der in
der Beschichtungsebene liegenden und zur Durchlaufrichtung senkrechten
Richtung oder in Durchlaufrichtung oszillierend bewegt. Jeder gewünschte
Teil des Substrats wird (bei entsprechend angepasster Durchlaufgeschwindigkeit)
mehrfach einem Beschichtungs- und laserinduzierten Kristallisationsprozess
unterworfen. Die Energiedichte des Laserstrahls bzw. der Laserstrahlen
kann dabei wahlweise so eingestellt werden, dass das neu aufgebrachte
Material lediglich oberflächlich aufschmilzt, dass die
während eines Zyklus aufgebrachte Schicht über
deren gesamten Schichtdicke aufschmilzt oder dass sogar ein Aufschmelzen
einer oder mehrerer unterer in vorhergehenden Zyklen aufgebrachter
Schichten vollständig oder über einen Bruchteil
ihrer Schichtdicke erfolgt.
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Die
oszillierende Bewegung erfolgt vorzugsweise periodisch mit einer
Frequenz von 200 bis 500 mHz. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn
die Hinbewegung sehr langsam und die Rückbewegung (z. B.
längs desselben Weges) sehr schnell, also z. B. in unter
1/100 oder 1/1000 der Zeit der Hinbewegung erfolgt. Wenn bei Hin-
und Rückbewegungen unterschiedliche Flächen auf
dem Substrat beleuchtet werden, z. B. wenn der Laserstrahl auf einer
mäanderförmigen Bahn auf dem Substrat fortschreitet,
ist es im allgemeinen günstiger, die Geschwindigkeit der
Bewegung nicht zu ändern.
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In
einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung ist vorgesehen,
wenn der wenigstens eine der Laserstrahlen während Verfahrensschritt
b) abhängig oder unabhängig von der Bewegung des
Substrats über die momentan beschichtete Teilfläche
geführt wird. Der jeweilige Laserstrahl wird folglich nicht
nur infolge der Eigenbewegung des Substrats über die Oberfläche
des Substrats gescannt, sondern aufgrund einer Bewegung des Laserstrahls.
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Besonders
günstig ist es, wenn der wenigstens eine der Laserstrahlen
in Durchlaufrichtung des Substrats oder in einem Winkel, vorzugsweise
einem rechten Winkel zu der Durchlaufrichtung über die
momentan beschichtete Teilfläche geführt wird.
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Wiederum
ist es günstig, wenn die Bewegung periodisch erfolgt. Abhängig
von den jeweiligen Abscheideraten sind Scanraten von 200 bis 500
mHz oder auch höher günstig. Auch hierbei kann
es vorteilhaft sein, wenn die Hinbewegung sehr langsam und die Rückbewegung
sehr schnell, also z. B. in unter 1/1000 oder in weniger als 1/100000
der Zeit der Hinbewegung erfolgt. Es kann sinnvoll sein, wenn die
Beleuchtung des Substrats nur während der Hinbewegung der
den Laserstrahl auf das Substrat richtenden Vorrichtung, nicht jedoch
bei deren Rückbewegung erfolgt. Wird der Laser gepulst betrieben,
so muss nur darauf geachtet werden, dass die Rückbewegung
gerade innerhalb der Totzeit, innerhalb der kein Laserpuls emittiert
wird, erfolgt.
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Anders
ist dies selbstverständlich, wenn der Laserstrahl auf einer
mäanderförmigen Bahn über das Substrat
geführt wird. In diesem Fall ist eine konstante Geschwindigkeit
des fortschreitenden Laserspots auf dem Substrat zu bevorzugen.
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Als
besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn der wenigstens
eine der Laserstrahlen an die Stelle des Substrats gerichtet wird,
auf welche gerade eine vorbestimmte Schichtdicke, z. B. zwischen
50 nm und 1000 nm, vorzugsweise zwischen 100 nm und 500 nm, höchst
vorzugsweise zwischen 100 nm und 300 nm abgeschieden worden ist.
Dieser Vorgang kann sich entsprechend den obigen Ausführungen
mehrfach wiederholen, bis die Endschichtdicke erreicht ist. Der
Wechsel von Abscheidung und Laserkristallisation muss dabei nicht
zwingend in konstanten Perioden erfolgen. Eine besonders vorteilhafte
Variante der Erfindung besteht darin, die untersten Lagen auf dem
Substrat schon nach Aufwachsen geringer Schichtdicken zu laserkristallisieren
und nachdem eine gewisse kristallisierte Schichtdicke aufgewachsen
ist eine dickere Schicht mittels des PVD-Verfahrens abzuscheiden
bevor eine weitere Laserkristallisation eingeleitet wird. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Laserkristallisation der oberen Lagen
bei geringer Laserfluenz durchgeführt wird, um ein Aufschmelzen
der darunter liegenden Schichten und Vermischung von Dotierungen
zu vermeiden. So ist es z. B. günstig, die letzte n-Schicht
einer μc-Si Zelle, i. e. die Kollektorschicht, mit geringer
Laserfluenz zu kristallisieren, um ein Vermischen mit den Dotierungen
der darunterliegenden i- oder p-Schicht(en) zu vermeiden.
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Die
Temperatur des Substrats wird vorzugsweise während Verfahrensschritt
b) konstant z. B. zwischen 200°C und 400°C (abhängig
vom verwendeten Glassubstrat) gehalten. Dies kann einerseits über
eine zusätzliche thermische Beheizung und/oder Kühlung
des Substrats und/oder durch eine entsprechende Anpassung der Laserfluenz
errreicht werden.
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Das
oben beschriebene Verfahren eignet sich grundsätzlich zum
Beschichten des Substrats mit nahezu jedem beliebigen Material.
Aufgrund des großen Anwendungsbereiches in der Elektronik
und der Photovoltaik wird das Verfahren wohl vorzugsweise für
Silizium angewendet.
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Der
Laserstrahl bzw. die Laserstrahlen weisen vorzugsweise eine Wellenlänge
zwischen 150 und 800 nm auf. Im Allgemeinen ist es ausreichend,
das Substrat mit einem oder mehreren Lasern einer einzigen Wellenlänge
zu beleuchten. Es ist jedoch auch vorgesehen, Laser unterschiedlicher
Wellenlänge zu verwenden. Die entsprechenden Laserstrahlen
können gleichzeitig oder nacheinander auf die gleiche Stelle
bzw. die gleichen Stellen des Substrats gerichtet werden.
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Die
Laserwellenlänge richtet sich erfindungsgemäß nach
den verschiedenen Prozessfenstern der einzelnen Verfahrensschritte
und den verschiedenen jeweiligen Strukturen der herzustellenden
elektronischen Bauelemente. Geht man von einer Herstellung einer
a-Si/μc-Si-Tandensolarzelle aus, so hängt die
zu verwendende Laserwellenlänge konkret von den Silizium
Mikrostrukturen der unterschiedlichen Tandemzelltypen ab. Die Mikrostruktur
und Morphologie des abgeschiedenen Si, i. e. a-Si oder schon kristallisiertes μc-Si,
bestimmt zusammen mit der Wellenlänge die Absorptionslange
und damit zusammen mit der Laserleistung, der Pulsdauer (ggf. auch
unendlich bei Verwendung eines CW-Lasers), dem zeitlichen Pulsverlauf,
dem Laserstrahlprofil auf der Si-Schicht und deren zeitlich veranderten
Reflektivität R (Ra-Si ≠ Rμc-Si ≠ Rflussiges
Si) das 3-dimensionale Temperaturprofil in der Si-Schicht.
Die Absorptionslänge von einem Excimer-Laser emittiertem
Licht bei z. B. 193 nm, 248 nm, 351 nm mit typischen Pulsdauern
von ~20 nsec beträgt wenige Nanometer, während Licht
von diodengepumpten Festkörperlasern (Diode Pumped Solid
State Laser, DPSSL), wie z. B. frequenzverdoppelte Nd:YLF-, Nd:YAG-,
oder Nd:YVO4-Laser, bei 532 nm innerhalb
wesentlich größerer Absorptionslängen
absorbiert wird und somit die Schicht gleichmäßiger
in der Tiefe aufheizt. Zur Herstellung dünner (Saat-) Schichten
zum Beispiel nach den SLS2 Verfahren sind
geringere Laserleistungen pro cm2 (i. e.
Laserfluenzen) notwendig. Es ist daher erfindungsgemäß besonders
energieeffizient zunächst mit einem Excimer-Laser eine
dünne Keimschicht zu kristallisieren, um dann mit einem
Laser größerer Wellenlänge (z. B. DPSSL)
eine dickere auf die Saatschicht abgeschiedene a-Si-Schichten in
einem weiteren Schritt zu kristallisieren. Im Falle der o. a.
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Tandenzzelle
kann für die abschließende dünne n-dotierte
Kollektorschicht wieder z. B. ein Excimer-Laser verwendet werden,
welcher Licht mit geringer Absorptionslänge emittiert.
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Für
das nachfolgend beschriebene Verfahren der Laserkristallisation
mittels „self propagating liquid layer" ist ein gepulster
langwelliger Laser vorteilhaft um ein Temperaturprofil in der Tiefe
der Schicht zu erzeugen, das eine möglichst lange Propagation
des „liquid layer" und somit eine möglichst große
Schichtdicke pro Kristallistationsschritt ermöglicht, bevor
der Prozess aus energetischen Gründen endet. Erfindungsgemäß ist hier
auch eine Vorheizung der Si-Schicht (z. B. mit Halogenlampen) in
Kombination mit einem UV-Excimer-Laser möglich, allerdings
dann nur mit Glassubstraten, die diese Temperaturen aushalten. Ggf.
können zusätzliche Diffusionsbarrieren vorgesehen
sein, um die Diffusion von Verunreinigungen und Dotierungen vom
Substrat in die Solarzelle oder innerhalb der Zelle zu verhindern.
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Die
Laserfluenzen liegen je nach Schichtdicke und Wellenlänge
bei ungefähr 150–500 mJ/cm2 für
dünne Keimschichten und das Verfahren mit „self
propagating liquid layer" sowie bei ~ 500–1500 mJ/cm2 für die Kristallation dickerer
Schichten (100–500 nm) im „complete melting" oder „near
complete melting" Bereich wobei sich „complete melting"
auf die a-Si-Schicht und nicht auf eine vorher kristallisierte darunterliegende μc-Si oder
PECVD a-Si-Schicht bezieht.
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Besonders
vorteilhaft für hohen Durchsatz und geringe Produktionskosten
der Durchlaufbeschichtungsanlage ist es auch die Laserstrahlung
nach Reflektion an der a-Si oder geschmolzenen Si Schicht mittels Spiegeln
wieder auf dieselbe Stelle zurückzureflektieren, um die
Leistung zu erhöhen bzw. die erforderliche Laserleistung
bei gleichen Prozessbedingen zu verringern. Aufgrund der hohen Reflektivität
des geschmolzenen Siliziums ~ 50% je nach Einfallswinkel und Wellenlänge
ist durch dieses „Beam Recycling" eine Steigerung der Effizienz
der Anlage möglich.
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Die
Erfindung betrifft weiter nach dem Patentanspruch 40 ein Verfahren
zur Herstellung einer Siliziumtandemsolarzelle mit wenigstens einer
auf amorphem Silizium basierenden Solarzelle und wenigstens einer auf
kristallinem Silizium basierenden Solarzelle, welche übereinander
angeordnet sind, mit folgenden zwei Verfahrensschritten:
- A) Bereitstellung einer auf amorphem Silizium
basierenden Solarzelle auf einem transparenten Substrat und
- B) Herstellung einer auf kristallinem Silizium basierenden Solarzelle.
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Der
Verfahrensschritt B) umfasst dabei erfindungsgemäß folgende
Verfahrensteilschritte:
- aa) Bereitstellen oder
Aufbringen einer p-dotierten oder in einer alternativen Ausführung
n-dotierten wahlweise amorphen oder kristallinen Siliziumschicht,
- bb) optional Bereitstellen oder Aufbringen einer Keim- und/oder
Pufferschicht aus intrinsischem kristallinem Silizium,
- cc) Abscheidung einer amorphen Siliziumschicht mit Hilfe eines
physikalischen, Gasphasenprozesses,
- dd) Kristallisation der mit Hilfe des physikalischen Gasphasenprozesses
hergestellten amorphen Siliziumschicht mit Hilfe eines Laserkristallisationsprozesses,
- ee) optional mehrfache Wiederholung der Verfahrensteilschritte
cc) und dd) ff) optional Aufbringen oder Bereitstellen einer n-dotierten
Siliziumschicht oder in der alternativen Ausführung p-dotierten
wahlweise amorphen oder kristallinen Siliziumschicht
- gg) wahlweise Kristallisation der amorphen n-dotierten oder
in der alternativen Ausführung p-dotierten Siliziumschicht
mit einem Laserkristallisationsprozess.
- hh) Abscheidung eines leitenden Kontaktes.
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Optional
kann nach der letzten Laserkristallation und/oder nach Fertigstellung
der auf kristallinem Silizium basierenden Solarzelle eine Wasserstoffpassivierung
durchgeführt werden.
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Die
Verfahrensteilschritte cc) bis ee) werden erfindungsgemäß vorzugsweise
nach dem in den vorausgegangenen Abschnitten beschriebenen Verfahren
durchgeführt.
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Der
Verfahrensschritt A) umfasst in einer vorteilhaften Ausführungsvariante
folgende Verfahrensteilschritte:
- i) Abscheidung
einer transparenten leitfähigen Schicht auf dem transparenten
Substrat,
- ii) Abscheidung einer p-dotierten oder in einer alternativen
Ausführung n-dotierten amorphen Siliziumschicht,
- iii) wahlweise Abscheidung einer intrinsischen amorphen Siliziumschicht,
- iv) Abscheidung einer n-dotierten amorphen Siliziumschicht oder
in der alternativen Ausführung p-dotierten Siliziumschicht.
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Eine
erfindungsgemäße Tandem- oder Multisolarzelle
bevorzugter Ausführung mit wenigstens einer auf amorphem
Silizium basierenden Solarzelle und wenigstens einer auf nano-,
mikro-, poly- oder mikrokristallinem Silizium basierenden Solarzelle,
welche monolithisch übereinander angeordnet sind, wobei
die auf kristallinem Silizium basierende Solarzelle eine intrinsische
Siliziumschicht aufweist ist dadurch gekennzeichnet, dass die intrinsische
Siliziumschicht Kristallite mit Korndurchmessern zwischen 20 nm
und 5 μm aufweist.
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Die
Erfindung wird nunmehr anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Gleiche oder funktionsgleiche Bestandteile der in den unterschiedlichen
Figuren dargestellten Vorrichtungen sind mit identischen Bezugszeichen
versehen. Es zeigen:
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1:
eine Prinzipdarstellung einer Durchlaufbeschichtungsanlage nach
der Erfindung zum Beschichten eines Substrats und nachfolgenden
Laserkristallisieren der abgeschiedenen Schicht,
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2:
das Substrat in der Durchlaufbeschichtungsanlage nach der 1 von
unten,
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3:
eine erfindungsgemäße Durchlaufbeschichtungsanlage
mit einer ersten Ausführungsvariante einer Laserkristallisationseinrichtung,
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4:
eine erfindungsgemäße Durchlaufbeschichtungsanlage
mit einer zweiten Ausführungsvariante einer Laserkristallisationseinrichtung,
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5:
eine erfindungsgemäße Durchlaufbeschichtungsanlage
mit einer dritten Ausführungsvariante einer Laserkristallisationseinrichtung,
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6:
eine erfindungsgemäße Durchlaufbeschichtungsanlage
mit einer vierten Ausführungsvariante einer Laserkristallisationseinrichtung,
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7:
eine erfindungsgemäße Durchlaufbeschichtungsanlage
mit einer fünften Ausführungsvariante einer Laserkristallisationseinrichtung,
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8:
eine a:Si/μc-Si-Tandemsolarzelle nach der Erfindung,
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9:
ein erstes Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung der kristallinen Siliziumzelle der Tandemsolarzelle
nach der 8,
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10:
ein zweites Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung der kristallinen Siliziumzelle der Tandemsolarzelle
nach der 8,
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11:
ein drittes Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung der kristallinen Siliziumzelle der Tandemsolarzelle
nach der 8,
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12:
ein viertes Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung der kristallinen Siliziumzelle der Tandemsolarzelle
nach der 8,
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13:
ein fünftes Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung der kristallinen Siliziumzelle der Tandemsolarzelle
nach der 8,
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14:
ein sechstes Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung der kristallinen Siliziumzelle der Tandemsolarzelle
nach der 8,
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15:
ein siebtes Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Herstellung der kristallinen Siliziumzelle der Tandemsolarzelle
nach der 8.
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Die 1 und 2 zeigen
den grundsätzlichen Aufbau einer Durchlaufbeschichtungsanlage 100 nach
der Erfindung aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die 1 zeigt
eine Seitenansicht (yz-Ebene), die 2 eine Ansicht
von unten (xy-Ebene). Die Durchlaufbeschichtungsanlage 100 ist
als Vakuumanlage ausgeführt und umfasst demzufolge eine
Vakuumkammer 110. Die Vakuumkammer 110 hat eine
Zuführöffnung 102 und eine gegenüberliegend
angeordnete Abführöffnung 104. An Zuführ-
und/oder Abführöffnung 102, 104 kann
sich jeweils ein Schleusensystem und/oder eine weitere Prozesskammer,
insbesondere eine weitere Vakuumkammer anschließen (nicht
dargestellt).
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Weiterer
Bestandteil der in den 1 und 2 dargestellten
Durchlaufbeschichtungsanlage 100 ist ein Substrathalter 108 mit
Transportrollen. Der Substrathalter 108 dient einerseits
zur Ablage eines Substrates 106 und andererseits auch als
Transportvorrichtung, um das Substrat 106 mit einer Kantenlänge
l und einer Breite b von der Zuführöffnung 102 in
Durchlaufrichtung 136 zur Abführöffnung 104 zu
transportieren.
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Unterhalb
des Substrathalters 108 ist ein Verdampfertiegel 116 einer
Elektronenstrahlverdampfungseinrichtung 112 angeordnet.
Es wird angenommen, dass sich in dem Verdampfertiegel 116 Silizium 118 befindet,
welches sich mittels des Elektronenstrahls 114 verdampfen
lässt und sich in einem weitgehend gerichteten Dampfstrahl 120 auf
der dem Tiegel 116 zugewandten Oberfläche 126 des
Substrats 106 niederschlägt. Anstelle der Elektronenstrahlverdampfungseinrichtung 112 könnte
auch eine Kathodenzerstäubungseinrichtung vorgesehen sein,
wobei sich diese wohl eher oberhalb des Substrats 106 befinden
würde.
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Aus
den Zeichnungsfiguren 1 und 2 ergibt sich, dass der Dampfstrahl 120 nur
auf eine Teilfläche 130 der Oberfläche 126 des
Substrats 106 gerichtet ist. Da das Substrat 106 in
Durchlaufrichtung 136 bewegt wird, nimmt die von der Einrichtung 112 auf
das Substrat 106 abgeschiedene Schichtdicke innerhalb der
Teilfläche 130 von der der Zuführöffnung 102 zugewandten
Seite des Substrats 106 zu der der Abführöffnung 104 zugewandten
Seite der Teilfläche 130 (bei konstanter Durchlaufgeschwindigkeit
linear) zu. Auf dem bereits aus dem Dampfstrahl 120 ausgetretenen
Teil des Substrats 106 befindet sich eine Schicht, die
bereits die Endschichtdicke erreicht hat. Die entsprechende bereits
vollständig beschichtete Teilfläche ist in der
Zeichnung mit dem Bezugszeichen 134 gekennzeichnet.
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Weiterhin
sind in der Zeichnung zwei Effusionszellen 138, 144 zur
Dotierung mit Phosphor (n-Leitung) oder Bor (p-Leitung) dargestellt.
Die Effusionszellen 138, 144 sind nicht notwendiger
Bestandteil der Anlage. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
können sie optional zugeschaltet werden. Sie sind entweder
elektrisch oder mit Hilfe eines Elektronenstrahls beheizt. Die Effusionszellen 138, 144 sind
so ausgelegt, dass die dotierenden Fremdatome mittels geometrischer
Abschattung und Spaltbegrenzung 140, 146 in räumlich
eng begrenzten Dampfstrahlen 142, 148 auf schmale
(wenige Zentimeter breite) Teilabschnitte des Substrats treffen. Quer
zur Durchlaufrichtung 136 haben die Effusionszellen 138, 144 etwa
die Breite b des Substrats 106.
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Erfindungsgemäß ist
ein Laserkristallisationssystem 122 vorgesehen. Die optischen
Komponenten dieses Laserkristallisationssystems 122 befinden
sich außerhalb der Vakuumkammer 110. Dieses Laserkristallisationssystem 122 emittiert
einen Laserstrahl 124. Dieser Laserstrahl 124 ist
durch ein Kammerfenster 128 in der Vakuumkammer 110 auf
eine nachfolgend als Unterteilfläche 132 bezeichnete
Stelle der Oberfläche 126 des Substrats 106 gerichtet.
Diese Unterteilfläche 132 ist Teil der sich in
dem gerichteten Dampfstrahl 120 und ggf. der sich in den
gerichteten Dampfstrahlen 142, 148 befindenden
momentan beschichteten Teilfäche 130 der Oberfläche 126 des
Substrats 106.
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Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, dass der Laserstrahl 124 durch eine geeignete
Bewegung des Substrates 106 und/oder eine geeignete Bewegung
des Laserstrahls 124 während der Schichtabscheidung
mehrmals über die gleichzeitig beschichtete Teilfläche 130 geführt
wird und/oder das Material zumindest aber einen Teil seiner Schichtdicke
aufschmilzt. Beim Abkühlen des aufgeschmolzenen Materials
erfolgt eine Kristallisation zu einer Schicht mit einer fein- oder
grobkörnigen Struktur, i. e. Si-Kristallite getrennt durch
Korngrenzen.
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Die 3 zeigt
eine erfindungsgemäße Beschichtungsanlage 200 mit
einer ersten Ausführungsvariante eines Laserkristallisationssystems 122.
Der Prinzipdarstellung entnimmt man eine Vakuumkammer 110 mit
Zu- und Abführöffnung 102, 104 sowie
Kammerfenster 128.
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Bestandteile
der Anlage 200 sind neben dem Laserkristallisationssystem 122 eine
hier nicht dargestellte Transportvorrichtung sowie eine ebenfalls
nicht dargestellte PVD-Beschichtungseinrichtung (ggf. mit Effusionszelle(n))
der in den 1 und 2 gezeigten
Art.
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Das
Laserkristallisationssystem 122 umfasst in dieser Ausführungsvariante
nach der 3 drei Laser 202, 204, 206.
Diese emittieren Laserstrahlen 254, 256, 258 mit
einer Leistung von 300 Watt, einer Pulsfrequenz von 300 Hertz und
einer Laserenergie von einem Joule pro Puls.
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Die
Laserstrahlen 254, 256, 258 werden jeweils
auf zweidimensionale einstufige Homogenisierer 208, 210, 212 gerichtet.
Die von den Homogenisierern 208, 210, 212 ausgangsseitig
austretenden homogenisierten Laserstrahlen 260, 262, 264 treffen
jeweils auf so genannte Quadprismen 214, 216, 218 wo
sie jeweils in vier Teilstrahlen mit entsprechend verringerter Leistung
unterteilt werden. Vier dieser unterteilten Laserstrahlen, sind
exemplarisch mit den Bezugszeichen 264, 266, 268 und 270 versehen.
Diese zwölf unterteilten Laserstrahlen 264, 266, 268, 270 werden
jeweils über jeweils zwei Galvospiegel 230, 232 aufweisende
zweidimensionale Galvoscanner 228 und ein in der Kammerfensterebene
angeordnetes Objektiv 238 auf die Oberfläche 226 des
Substrats 106 gerichtet. Die Drehachsen 234, 236 der
Galvospiegel 230, 232 sind derart zueinander orientiert,
dass der jeweilige von dem Galvoscanner 228 abgelenkte
Laserstrahl 240, 242, 272, 274, 276, 278 in
Substratlängsrichtung 244 und in Substratquerrichtung 246 über
die Oberfläche 226 des Substrats 106 bewegt
werden kann.
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Jeder
der zwölf Laserstrahlen 240, 242, 272, 274, 276, 278 erzeugt
bei einem Arbeitsabstand von 50 cm auf der Oberfläche 226 des
Substrats 106 jeweils eine Spotgröße
von im Beispiel 7 cm × 7 cm. Jeder Laserspot kann über
ein Teilfeld 248, 250, 252 von 20 cm × 20
cm der Oberfläche 126 des Substrats 226 geführt werden.
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Für
das später beschriebene SLS2- oder
TDX2-Verfahren zur Erzeugung größerer
Kristallite mit weniger Korngrenzen pro cm2 zu
Beginn der Laserkristallisation auf einer PECVD-a-Si Schicht ist
eine Linienfokussierung des Laserstrahls in orthogonalen Richtungen
nacheinander, z. B. in x- und y-Richtungen, notwendig. Dies ist
mit dem optischen System nach 3 möglich
durch Aufteilung des Laserstrahls und Herstellung unterschiedlicher
Strahlprofile mit mehreren Homogenisierern, i. e. ein Homogenisierer
für den Linienfokus in x-Richtung (Scanrichtung x u. y)
ein weiterer Homogenisierer für den Linienfokus in y-Richtung
(Scanrichtung x u. y) sowie einen Homogenisierer für das
beschriebene quadratische Laserprofil. Allerdings sind Drehung um die
Strahlrichtung eines Homogenisierers, insbesondere bei Kombination
von SLS und ELA oder Drehung des Strahlprofils mittels Prismen oder
Planspiegel möglich. In jedem Fall muss die Laserleistungsaufteilung
der Laser den Prozessanforderungen der Einzelprozesse angeglichen
werden. Alternativ kann das SLS2-Verfahren mit
SLS-Schlitzmasken durchgeführt werden, allerdings bei geringerer
Effizienz. Alternativ und abweichend vom Durchlaufkonzept ist eine
Drehung des Substrats zur Implementierung des SLS2-
oder TDX2-Verfahrens möglich.
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Die 4 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Durchlaufbeschichtungsanlage 300 nach
der Erfindung. Schematisch ist wiederum die Vakuumkammer 110 mit Zuführöffnung 102 und
Abführöffnung 104 eingezeichnet. Im Innern
der Vakuumkammer 110 befindet sich wiederum ein Substrat 106,
welches in Durchlaufrichtung 136 mit Hilfe einer nicht
dargestellten Transportvorrichtung von der Zuführöffnung 102 zur
Abführöffnung 104 bewegt werden kann.
Innerhalb der Vakuumkammer 110 ist wiederum eine PVD-Beschichtungseinrichtung
(nicht dargestellt) angeordnet. Im vorliegenden Fall wird von einer
oberhalb des Substrats 106 angeordneten jedoch nicht eingezeichneten
Sputtereinrichtung ausgegangen.
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Durch
ein nicht dargestelltes Kammerfenster 128 im Deckel der
Vakuumkammer 110 ist eine Beleuchtung der Substratoberfläche 320 durch
von einer Laserkristallisationseinrichtung 122 erzeugte
Laserspots 132 möglich.
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Die
Laserkristallisationseinrichtung 122 umfasst im vorliegenden
Ausführungsbeispiel drei Laser 302, 304, 306 mit
einer Leistung von jeweils 300 Watt, einer Repetitionsrate von 300
Hertz und einer Pulsenergie von 1 Joule. Die Laser 302, 304, 306 sind
synchronisiert und derart intermittierend gepulst, dass die Anordnung mit
einer effektiven Gesamtpulsrate von 900 Hertz die Oberfläche
des Substrats 106 beleuchtet.
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Die
von den drei Laser 302, 304, 306 emittierten
Laserstrahlen 308, 310, 312 werden eingangsseitig einem
zweidimensionalen einstufigen Homogenisierer 314 zugeführt.
Der von dem Homogenisierer 314 homogenisierte Laserstrahl 322 wird
mit Hilfe eines in einer Pupillenebene 318 (die Feldebene
befindet sich auf der Substratoberfläche) angeordneten
Dachprismas 316 in zwei Teilstrahlen 324, 326 mit
entsprechend reduzierter Laserleistung unterteilt und in unterschiedliche
Richtungen abgelenkt.
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Jeder
Teillaserstrahl 324, 326 wird über einen
eindimensionalen Galvoscanner 328, 330 auf Abbildungsobjektiv 332, 334 gerichtet,
welches auf dem Substrat 106 ein Laserstrahlprofil 132 erzeugt.
Die Laserstrahlprofilgröße auf dem Substrat 106 beträgt
im vorliegenden Ausführungsbeispiel 10 cm × 10
cm. Die Galvoscanner 328, 330 ermöglichen
jeweils eine Bewegung der Laserstrahlprofile 132 in und
entgegen der Durchlaufrichtung 136. Die entsprechenden
Bewegungsrichtungen sind in der Zeichnung durch mit den Bezugszeichen 336, 338 versehene
Pfeile angedeutet. Jedes der beiden Laserstrahlprofile 132 kann
dabei die halbe Substratlänge l abscannen. Um die Laserstrahlprofile 132 auf
jede Stelle der Substratsoberfläche richten zu können,
ist es nach der Erfindung vorgesehen, das Substrat 106 selbst
senkrecht zur Durchlaufrichtung 136 hin- und herbewegen
zu können. Die Möglichkeit der Hin- und Herbewegung
ist in der Zeichnung wiederum mit Hilfe eines Doppelpfeils 346 verdeutlicht.
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Auch
mit der Anlage nach 4 ist es möglich verschiedene
Prozesse wie SLS, SLS2 und ELA durch Drehung
des Strahlprofils (Homogenisierer), die Erzeugung unterschiedlicher
Strahlprofile (z. B. linienförmig und rechteckig) und/oder
das Bereitstellen unterschiedlicher Verteilungen der Laserleistung
auf die beiden Scanner 328, 330 z. B. durch Verschiebung
des Dachprismas 316 simultan durchzuführen.
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Die 5 zeigt
eine weitere Durchlaufbeschichtungsanlage 400 mit einer
dritten Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Laserkristallisationseinrichtung 122.
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Die
Durchlaufbeschichtungsanlage 400 umfasst wieder eine Vakuumkammer 110 mit
einer Zufuhröffnung 102 über welches
ein Substrat 106 in Durchlaufrichtung 136 zugeführt
werden kann und mit einer Abführöffnung 104 über
welche das Substrat 106 in Durchlaufrichtung 136 entnommen
werden kann. Bestandteil der Durchlaufbeschichtungsanlage 400 ist
wiederum eine nicht dargestellte PVD-Beschichtungseinrichtung, welche
ober- oder unterhalb des Substrats 106 angeordnet sein
kann. Soweit ist die Durchlaufbeschichtungseinrichtung 400 identisch
mit der gemäß der 4.
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Als
weiterer Bestandteil der Durchlaufbeschichtungsanlage 400 ist
in der Zeichnungsfigur 5 eine dritte Ausführungsvariante
einer Laserkristallisationseinrichtung 122 eingezeichnet.
Diese Laserkristallisationseinrichtung 122 umfasst wie
im vorherigen Ausführungsbeispiel drei Laser 402, 404, 406 mit
einer Leistung von 300 Watt, einer Repetitionsrate von 300 Hertz
und einer Pulsenergie von 1 J/Puls. Die Laser 402, 404, 406 sind
synchronisiert und emittieren Laserpulse jeweils in zeitlichem Abstand
von 1/3 der Gesamtperiodendauer eines Lasers 402, 404, 406.
Die von diesen Laser 402, 404, 406 emittierten
Laserstrahlen 408, 410, 412 sind wiederum
auf einen zweidimensionalen ein- oder zweistufigen Homogenisierer 414 gerichtet.
Der von diesem Homogenisierer 414 homogenisierte Laserstrahl 416 trifft
nachfolgend auf ein in einer zu der auf der Substratfläche angenommenen
Feldebene korrespondierenden Pupillenebene 420 angeordnetes
Dachprisma 418. Dieses Dachprisma 418 unterteilt
den homogenisierten Laserstrahl 416 in zwei Teillaserstrahlen 428, 430 und lenkt
diese jeweils in unterschiedliche Richtungen ab. Beide Teillaserstrahlen 428, 430 treffen
jeweils auf eine Strahlaufweitungseinrichtung 424, 426.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind exemplarisch anamorphotische
Linsen mit einer Länge von 20 cm vorgesehen. Die aufgeweiteten
Laserstrahlen 432, 434 treffen wiederum auf jeweils
ein im oberen oder unteren Teil der Vakuumkammer 110 eingelassenen
Kammerfenster 128 angeordnetes Zylinderlinsenobjektiv (oder
alternativ auf ein Zylinderspiegelobjektiv) mit jeweils zwei hintereinander
angeordneten Zylinderlinsen 436, 438 sowie 440, 442.
Diese Zylinderlinsenobjektive bilden den jeweiligen homogenisierten
Laserstrahl 432, 434 verkleinert, jeweils eine
lang gestreckte Beleuchtungslinie mit definiertem homogenisierten
Strahlprofil 444, 446 bildend auf die Oberfläche 126 des
Substrats 106 ab.
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Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel entspricht die Länge
einer Beleuchtungslinie 444, 446 gerade der halben
Substratslänge l in Durchlaufrichtung 136. In
der Praxis werden die Längen der Beleuchtungslinien 444, 446 gerade
so gewählt werden, dass sie zusammen der Länge
der Teilfläche 130 der Oberfläche des
Substrats 106 entsprechen, welche dem Dampfstrahl 120 der
PVD-Einrichtung 112 ausgesetzt ist. Die Breite der auf
die Substratoberfläche fokussierten Beleuchtungslinien 444, 446 beträgt
50 μm bei einem Arbeitsabstand von 50 cm. Um die gesamte
Oberfläche 126 des Substrats 106 der
Laserstrahlung der beiden Beleuchtungslinien 444, 446 auszusetzen,
ist das Substrat 106 wiederum senkrecht zu seiner Durchlaufbewegungsrichtung 136 über
seine ganze Breite b hin- und herbewegbar. Die Bewegbarkeit ist
wiederum mit Hilfe eines durch das Bezugszeichen 448 gekennzeichneten
Doppelpfeils angedeutet.
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Die 6 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Durchlaufbeschichtungsanlage 500. Wie in den vorher beschriebenen
Beispielen ist wiederum deren Vakuumkammer 110 mit Zufuhr- 102 und
Abfuhröffnung 104 sowie die Laserkristallisationseinrichtung 122 schematisch
skizziert. Die Bewegungsrichtung des Substrats 106 ist
erneut mit Hilfe eines mit dem Bezugszeichen 136 gekennzeichneten Pfeils
angedeutet. Nicht gezeichnet ist eine ebenfalls vorhandene PVD- Beschichtungseinrichtung
und ein Kammerfenster, durch welches die Oberfläche 126 des
Substrats 106 mittels eines Laserstrahls kristallisiert wird.
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Die
Laserkristallisationseinrichtung 122 umfasst wiederum drei
Laser 502, 504, 506 mit je 300 Watt Leistung,
300 Hertz Pulsfrequenz und 1 J/Puls Laserenergie. Die von diesen
Laser 502, 504, 506 emittierten Laserstrahlen 508, 510, 512 werden
unabhängig voneinander mit Hilfe entsprechender zweidimensionaler
ein- oder zweistufiger Homogenisierer 514, 516, 518 homogenisiert
und nach deren Homogenisierung jeweils einem Ablenkspiegel 520, 522, 524 zugeführt.
Diese Ablenkspiegel 520, 522, 524 weiten
die Laserstrahlen 532, 534, 536 auf die
Größe einer in dem Kammerfenster 128 befindlichen
Zylinderlinsenanordnung 526 auf. Diese Zylinderlinsenanordnung 526 fokussiert
die Laserstrahlen 532, 534, 536 zu äquidistant
angeordneten Linien in der Feldebene 530 auf dem Substrat.
Zu diesem Zweck umfasst die Zylinderlinsenanordnung 526 14
x 6 = 84 Zylinderlinsen. Die 84 Zylinderlinsen sind derart unterschiedlich
gekrümmt, dass sämtliche Foki in der Substratebene
dieselbe geometrische Gestalt und dasselbe Intensitätsprofil,
nämlich ein 20 cm × 36 μm homogenes Linienprofil
aufweisen. Diese Ausführungsvariante zeichnet sich dadurch
aus, dass keine beweglichen Teile vorhanden sind und dass die Anlage
leicht skalierbar ist. Es ist lediglich ein großes Kammerfenster
erforderlich und die Abmessungen der Anlage im Gesamten sind relativ
groß.
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Die 7 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Durchlaufbeschichtungsanlage 700. Der Zeichnungsfigur entnimmt
man wiederum die Vakuumkammer 110 mit Zufuhröffnung 102 und Abfuhröffnung 104 für
das Substrat 106, sowie mit einem Kammerfenster 128,
durch welches Laserlicht zur Kristallisation einer auf dem Substrat 106 abgeschiedenen
Schicht eingekoppelt werden kann. Das Substrat 106 wird
von einer hier nicht dargestellten Transporteinrichtung in y-Richtung
von der Zufuhröffnung 102 zur Abfuhröffnung 104 transportiert.
Die Bewegungsrichtung ist der 7 mit einem
mit dem Bezugszeichen 136 gekennzeichneten Pfeil kenntlich
gemacht.
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Nicht
dargestellt ist hier das PVD-Beschichtungssystem, welches ähnlich
der in der 1 dargestellten Ausführungsvariante
eine Mehrzahl in x-Richtung angeordneter Elektronenstrahlverdampfungseinrichtungen 112 umfassen
kann.
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Eingezeichnet
ist in dem vorliegenden Fall die Laserkristallisationseinrichtung 122.
Diese umfasst zwei Laser 702, 704, die auch unterschiedliche
Lasertypen sein können, i. e.
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Excimerlaser
und DPSSL (Diode Pumped Solid State Laser), CW oder gepulste Laser
mit verschiedenen Wellenlängen. Die von den Lasern 702, 704 emittierten
Laserstrahlen 706, 708 werden mit Hilfe von Homogenisierern 710, 712 homogenisiert
und mit Hilfe einer hier nicht dargestellten Optik in x-Richtung
aufgeweitet. Die aufgeweiteten Laserstrahlen 718, 720 werden
mit Hilfe von Ablenkspiegeln 714, 716 auf das
Substrat 106 gerichtet.
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Eine
hier ebenfalls nicht dargestellte Fokussieroptik vor dem Kammerfenster 128 fokussiert
die abgelenkten Laserstrahlen 726, 728 auf die
Oberfläche des Substrats 106.
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Die
beiden Ablenkspiegel 714, 716 sind in y-Richtung
linear bewegbar. Die lineare Bewegbarkeit ist in der Zeichnungsfigur
jeweils durch einen mit den Bezugszeichen 722, 724 gekennzeichneten
Doppelpfeil angedeutet. Die durch das Kammerfenster 128 auf
das Substrat gerichteten Laserstrahlen 726, 728 können
mit Hilfe dieser linear bewegbaren Ablenkspiegel 714, 716 während
der Beschichtung auf unterschiedliche Stellen der Oberfläche
des Substrats 106 gerichtet werden.
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Die
nachfolgend dargestellte Tabelle 1 fasst die unterschiedlichen Möglichkeiten
zusammen, einen Laserstrahl über die gesamte Substratoberfläche
zu führen.
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Tabelle
1: Mechanische Anordnungen zur Beleuchtung unterschiedlicher Stellen
auf einem eine erfindungsgemäße Durchlaufbeschichtungsanlage
durchlaufenden Substrat
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Die
erste Zeile und die erste Spalte der Tabelle 1 geben jeweils die
Einrichtung zur Bewegung des Laserstrahls in der entsprechenden
Richtung an. Es wird davon ausgegangen, dass die Durchlaufrichtung
des Substrats die y-Richtung ist.
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Zusammenfassend
kann der Laserstrahl in jeder Raumrichtung x oder y unbeweglich
sein (Spalte 2, Zeile 2), mit Hilfe eines mechanischen Linearscanners
(Spalte 3, Zeile 3) Vorzugweise linear bewegt werden oder mit Hilfe
eines Winkelscanners (Spalte 4, Zeile 4) unter unterschiedlichen
Winkeln auf das Substrat gerichtet werden. Lässt man die
Bewegung des Substrats außer Acht, so ergeben sich durch
Permutation neun Varianten zur Beleuchtung des Substrats.
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Berücksichtigt
man zusätzlich die Möglichkeit zur Bewegung des
Substrats in x- und/oder y-Richtung (Bewegung nur in x-Richtung,
Bewegung in x- und y-Richtung) verdoppelt sich die Anzahl der Varianten.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Substratoberfläche
mit lediglich einem homogenisierten Laserprofil oder mit einer Vielzahl
davon auszuleuchten.
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Mit
einer Vorrichtung der vorstehend beschriebenen Art lässt
sich die kristalline Siliziumsolarzelle einer a-Si:H/μc-Si
Tandemsolarzelle mit zum Beispiel der in der 8 nicht
maßstabsgetreu dargestellten Struktur herstellen. Die in
der 8 dargestellte Tandemzelle 800 umfasst
eine sonnenlichtseitige (hν) obere a-Si:H-Solarzelle 812 und
eine rückwärtige untere kristalline Siliziumsolarzelle 822.
Die a-Si:H-Zelle 812 schließt unmittelbar an ein
transparentes Substrat aus zum Beispiel Borosilikatglas 802 an.
Als Frontelektrode dient eine 800 nm dicke SnO2-Schicht.
An diese schließt sich eine pin-Struktur 806, 808, 810 mit
Schichtdicken von ca. 10 nm, 250 nm und 30 nm an. Anstelle einer
pin-Schichtfolge kann die a-Si-H-Zelle auch eine pn-Struktur aufweisen.
Die rückwärtige Solarzelle 822 aus kristallinem
Silizium ebenfalls in pin-Struktur schließt sich unmittelbar
an die 30 nm dicke n-leitende Schicht 810 der a-Si:H-Solarzelle 812 an.
Typische Dicken des p-, i- und n-Schichten sind 10 nm, 1,5 μm
und 30 nm Die Rückelektrode wird durch eine Schichtfolge
ZnO:Al, Ag/Al mit Schichtdicken von 800 nm bzw. 2 μm gebildet.
Bei hoher Kristallinität und geringerer Korngrenzendichte
ist auch eine pn- statt pin-Struktur der μc-Si Zelle möglich.
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Die
a-Si:H-Solarzelle 812 kann zum Beispiel wie folgt hergestellt
werden: Auf das Glassubstrat 802 mit einer üblichen
Schichtdicke von 1,4 mm wird zunächst die transparente
Elektrode 804 z. B. mit Hilfe eines Kathodenzerstäubungsverfahrens
aufgebracht. Vorzugsweise mit einem PECVD-Verfahren wird dann die
10 nm dicke und hoch p-dotierte Emitterschicht aufgetragen. Mit
demselben Verfahren kann auch die etwa 250 nm dicke intrinsische
a-Si:H-Schicht 808 und nachfolgend die n-dotierte Kollektor-Schicht 810 mit
einer Dicke von 30 nm abgeschieden werden. Entsprechende Beschichtungsanlagen
sind aus dem Stand der Technik in einer Vielzahl an Abwandlungen
bekannt und nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Eine derartige
Anlage kann den vorstehend beschriebenen und skizzierten Durchlaufbeschichtungsanlagen 100, 200, 300, 400, 500, 700 unmittelbar über
ein Schleusensystem eingangsseitig vorgeschaltet sein.
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Es
gibt verschiedenen Möglichkeiten, die auf kristallinem
Material basierende zweite Solarzelle 822 der Tandemstruktur 800 in
erfindungsgemäßer Weise durch PVD-Abscheidung
einer amorphen Siliziumschicht und nachfolgende Laserkristallisation
dieser Schicht herzustellen.
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Ein
erstes Verfahrensbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnungsfigur
9 erläutert. Die 9 zeigt
den Schichtaufbau nach Fertigstellung der wasserstoffpassivierten
amorphen Siliziumsolarzelle 812 (Schichtfolge: TCO 804,
p-Si 806, i-Si 808, n-Si 810 auf Glas 802)
mit Hilfe einer PECVD-Verfahrens und nach Abscheidung einer weiteren
amorphen Siliziumschicht 827 auf die fertige a-Si:H Solarzelle
mit Hilfe eines Hochraten-PVD-Verfahrens, wie z. B. Elektronenstrahlverdampfen
oder Sputtern.
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In
einer ersten Variante wird davon ausgegangen, dass die amorphe Siliziumschicht 827 eine
Schichtdicke aufweist, die der Gesamtschichtdicke der PIN-Struktur
der kristallinen Siliziumsolarzelle, also etwa 1,5 μm entspricht.
Die amorphe Siliziumschicht 827 kann im Bereich der n-dotierten
a-Si-Schicht 810 bereits p-dotierende Fremdatome wie z.
B. Bor aufweisen, welche während der Abscheidung der a-Si-Schicht
mittels Hochraten PVD Verfahren aus zusätzlichen Effusionszellen
(vgl. Erläuterungen zu den 1 und 2)
mit abgeschieden wurden. In entsprechender Weise können
während der Abscheidung der oberen Schichtlagen n-dotierende
Atome, wie z. B. Phosphor, zugesetzt worden sein. Es ist auch möglich
allerdings nicht kosteneffizient, die entsprechenden Dotierung der
letzen n- Schicht nachträglich mit Hilfe eines Ionenimplantationsverfahrens
durchzuführen. Die entsprechenden Bereiche der amorphen
Siliziumschicht 827 sollen nach deren Kristallisation die
p- bzw. n-leitenden Zonen der kristallinen Solarzelle 822 bilden.
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Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, die Oberfläche dieser mittels PVD hergestellten
a-Si-Schicht 827 mit einem Laserstrahl 834 vergleichsweise
geringer Fluenz flächig zu beleuchten. Die Fluenz des Lasers
wird dabei so gewählt, dass nur die oberen Schichtlagen
der a-Si-Schicht 827 aufschmelzen. Beim Abkühlen
dieser oberen Schichtlagen erfolgt je nach Abkühlungsrate
und Unterkühlung der Schmelze eine Kristallisation zu feinkörnigem
nano-kristallinem Silizium 828 (nc-Si). Die beim Kristallisationsprozess
an der Grenzfläche nano-kristallines Silizium 828/Schmelze 830 frei
werdende Kristallisationswärme der Phasenumwandlung wird über
die Phasengrenze Schmelze 830/a-Si 832 abgeführt.
Da die Schmelztemperatur Tm,c-Si von kristallinem Silizium
etwa 1460°C beträgt und damit höher liegt
als die Schmelztemperatur Tm,a-Si von amorphem
Silizium, welche nur etwa 1200°C beträgt, wird
das an der Phasengrenze Schmelze 830/a-Si 832 befindliche
amorphe Silizium je nach Temparatur weiter aufgeschmolzen. Die Folge
ist ein Fortschreiten der Schmelzzone 830 von der beleuchteten
Oberfläche 829 in Richtung der a-Si-Zelle 812.
Die Fluenz und Einwirkdauer des Laserstrahls 834 und dessen
Wellenlänge, die die Absorptionslänge und damit
das Temparaturprofil bestimmt, werden Vorteilhafterweise so gewählt,
dass die Schmelzzone 830 gerade bis zur Grenzfläche
zur amorphen Siliziumzelle 812 fortschreitet. Typische
Laserfluenzen sind bei Verwendung eines langwelligen 532 nm-Lasers
100–1500 mJ/cm2 bei a-Si Schichtdicken
von ~ 100–1500 nm. In der Regel ist es günstig,
die aufzuschmelzende amorphe Siliziumschicht thermisch oder laserinduziert
auf Temperaturen nahe des Schmelzpunktes zu erhitzen. Weiterhin
kann der Wechsel von PECVD- zu PVD-Beschichtung auch nach der dünnen
p-Schicht 814 erfolgen.
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In
einer zweiten Variante wird davon ausgegangen, dass die amorphe
Siliziumschicht 827 eine Schichtdicke aufweist, die nur
einen Bruchteil, z. B. 20 nm bis 100 nm der Gesamtschichtdicke der
pin-Struktur der Siliziumsolarzelle entspricht. Unter entsprechender
Anwendung des im vorigen Absatz beschriebenen Verfahrens kann eine
Saatschicht zur Verhinderung von spontaner Nukleation mit vielen
konkurrierenden Kristalliten und Korngrenzen oder eine Pufferschicht
zur Begrenzung des Fortschreitens der Schmelzfront in die PECVD
a-Si Zelle erzeugt werden. Auf diese kann mit demselben Abscheide-
und Laserkristallisationsverfahren oder einem anderen, insbesondere
einem der nachfolgend beschriebenen Verfahren, die übrige
zur Bildung einer c-Si-Solarzelle erforderliche Schichtdicke abgeschieden
werden. Es versteht sich für den Fachmann von selbst, dass
das vorstehend beschriebene Verfahren auch wiederholt jeweils nach
Abscheidung einer Schicht mit geeigneter Schichtdicke angewandt
werden kann.
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Ein
zweites Verfahrensbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnungsfigur
10 beschrieben. Die 10 zeigt den Schichtaufbau nach
Herstellung der wasserstoffpassivierten amorphen Siliziumsolarzelle 812 (Schichtfolge:
TCO 804, p-Si 806, i-Si 808, n-Si 810 auf
Glas 802) mittels PECVD-Verfahren (oder einem geeigneten
anderen Verfahren) und nach Abscheidung einer Pufferschicht 814 aus
nano-kristallinem Silizium. Die nc-Si-Schicht 814 wird
bevorzugt in derselben Beschichtungsanlage und mit einem ähnlichen
Prozess hergestellt, wie die einzelnen Schichten 806, 808, 810 der
a-Si:H-Solarzelle 812. Geht man von einer mit Hilfe von PECVD
hergestellten Einzelschichten aus, so ist es vorteilhaft, auch die
Pufferschicht mit Hilfe eines PECVD-Prozesses herzustellen. Die
möglichen Prozessparameter zur Herstellung einer nc-Si-Schicht
mittels PEVD sind aus der Literatur hinreichend bekannt.
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Die
Dicke der Pufferschicht ist so gewählt, dass zum einen
bei nachfolgenden Prozessschritten keine Zerstörung der
darunter liegenden a-Si-Zelle 812 eintritt und dass zum
anderen die Gesamtprozessdauer minimiert wird. Im Ausführungsbeispiel
nach der 10 ist die Pufferschicht 814 in
Dotierung und Dicke gerade so gewählt, dass sie bei fertig
gestellter Tandemstruktur 800 gerade der p-Schicht 814 der
pin-c-Si-Solarzelle 822 entspricht.
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Auf
diese Pufferschicht 814 wird dann wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach der 9 eine a-Si-Schicht 827 bei
hoher Abscheiderate mittels eines PVD-Prozesses wie z. B. Kathodenzerstäubung
aufgebracht. Die PVD-a-Si-Schicht 827 wird anschließend
ganzflächig mit einem Laserstrahl 834 mit niedriger Fluenz
beleuchtet, so wie dies in den obigen Abschnitten zur Zeichnungsfigur
9 beschrieben wurde. Es bildet sich eine von der Oberfläche 829 zur
Pufferschicht 814 ausbreitende Schmelzzone 830 unter
Bildung eines feinkörnigen nanokristallinen Films. Der
Vorteil dieser Variante besteht darin, dass die Pufferschicht 814 als Barriere
für die je nach Temparaturprofil mögliche weitere
Ausbreitung der Schmelzzone 830 dient, da die Schmelztemperatur
dieser kristallinen Schicht wieder um mehr als 200 K über
der der amorphen Siliziumschicht liegt. Eine Vermischung der Schichten
an der Grenzfläche Pufferschicht 814 und a-Si 832 findet
praktisch nicht statt, sofern die unten liegende PECVD-nc-Si-Schicht 814 einen
hinreichenden Kristallisationsgrad aufweist.
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Experimentelle
Untersuchungen haben gezeigt, dass der PECVD-Prozess zur Herstellung
der p-dotierte nc-Si-Schicht 814 eine sehr präzise
Prozesskontrolle erfordert, um den Anteil amorphen Materials in
der Matrix der nc-Si-Schicht 814 hinreichend klein zu halten
und um zu verhindern, dass eine Phasenmischung im Grenzflächenbereich
auftritt, wenn die Schmelzzone 830 auf die Pufferschicht 814 trifft.
Dies gilt umso mehr als Fluenz und Einwirkdauer des Laserstrahls 834 hinreichend
groß gewählt werden müssen, um eine vollständige
Durchkristallisation der a-Si-Schicht 832 zu gewährleisten
auch wenn die Abscheiderate von Silizium während des PVD-Prozess
gewissen Schwankungen unterliegt. In einem dritten Verfahrensbeispiel
ist daher zur Erhöhung der Prozesstoleranz vorgesehen,
nicht nur die p-Si-Schicht 814 mittels PECVD abzuscheiden, sondern
darüber hinaus mehrere Nanometer, ggf. mehrere zehn Nanometer
undotiertes nc-Silizium. Ein Durchmischen von i- und p-Zonen in
nachfolgenden Prozessschritten wird dann effizient verhindert. Die 11 zeigt
diesen Fall in Gegenüberstellung zu dem Verfahren nach
der 10. Die dickere PECVD-nc-Si-Schicht ist in der
Zeichnungsfigur mit dem Bezugszeichen 816 gekennzeichnet.
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Ein
viertes Verfahrensbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnungsfigur
12 erläutert. Die 12 zeigt
ebenfalls den Schichtaufbau nach Fertigstellung der wasserstoffpassivierten
amorphen Siliziumsolarzelle 812 (Schichtfolge: TCO 804,
p-Si 806, i-Si 808, n-Si 810 auf Glas 802)
und nach Abscheidung einer Pufferschicht 816 der im voranstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel verwendeten Art, nämlich
einer kristallinen p-Si-Schicht 814 und einer dünnen
kristallinen i-Si-Schicht 834.
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Abweichend
von obigem Ausführungsbeispiel ist die i-Si-Schicht nicht
so feinkörnig. Durch entsprechende Variation des SiH4:H-Verhältnisses während
des PECVD-Prozesses zur Abscheidung der i-Si-Schicht können
Kristallite mit Durchmessern von wenigen zehn Nanometern mit einer
bevorzugten (110)-Oberflächennormalentextur erzeugt
werden. Danach erfolgt die Abscheidung eines amorphen Siliziumfilms
von z. B. etwa 50–100 nm Dicke mit Hilfe eines Hochraten-PVD-Verfahrens,
wie z. B. Elektronenstrahlverdampfen oder Sputtern und nachfolgende
Laserkristallisation mit hoher, die gesamte a-Si-Schichtdicke aufschmelzender
Laserenergie so dass sich beim anschließenden Abkühlen
eine epitaktische Kristallschicht bildet. Dieser Vorgang Abscheiden
einer z. B. 100 nm dicken a-Si-Schicht und nachfolgendes vollständiges
Aufschmelzen (engl.: „complete melting regime") durch Laserbeleuchtung 834 wird
so lange wiederholt, bis die gewünschte Enddicke der Schicht 836 erreicht
ist. Mit höherer Laserfluenz, längerer Pulsdauer
und/oder langwelligeren Laser sind längere Abkühlzeiten
der Schmelze und damit höhere Schichtdicken pro Kirstallisationsschritt
möglich.
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Anstelle
eines epitaktischen Schichtwachstums kann auch ein nicht epitaktisches
Schichtwachstum eine kristalline Schicht mit hinreichender Schichtqualität
erzeugen. So kann z. B. das im Zusammenhang mit den 9 bis 11 beschriebene
Verfahren mit der sich selbständig ausbreitenden Schmelzzone
(engl.: „self-propagating liquid layer", geringe, Laserfluenz,
langwelliger Laser, Vortemperierung) hinreichend gute Ergebnisse
liefern. Als weiteres nicht epitaktisches Verfahren kann das sogenannte „partial
melting"-Verfahren eingesetzt werden, bei dem die PVD-abgeschiedene
Schicht nur teilweise über deren Dicke aufgeschmolzen wird
und eine spontane Kristallisation zu sehr kleinen Nanokristalliten
einsetzt. Ein hierzu verwandtes Verfahren ist das ebenfalls mögliche „nucleation
regime", bei dem eine Kristallisation an eigens zugesetzten Nukleationszentren
erfolgt. Bei den beiden zuletzt genannten Verfahren ist es nicht
erforderlich, dass die Saatschicht 834 besonders große
Kristallite aufweist. Eine besondere Anpassung der H-Konzentration
an die SiH4-Konzentration zur Erhöhung
der Kristallitgröße ist also nicht erforderlich.
Die 13 zeigt zusammenfassend die Schichtstruktur entsprechend
der 12 jedoch mit nicht epitaktischem Wachstum der
oberen Schicht 836.
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Ein
sechstes Verfahrensbeispiel wird nunmehr anhand der 14 erläutert.
Diese zeigt den Schichtaufbau der herzustellenden Tandemsolarzelle 800 nach
Fertigstellung der wasserstoffpassivierten amorphen Siliziumsolarzelle 812 (Schichtfolge:
TCO 804, p-Si 806, i-Si 808, n-Si 810 auf
Glas 802) und nach Abscheidung einer dünnen amorphen Siliziumschicht 836 von
etwa 50 nm bis 100 nm mittels eines PVD-Verfahrens wie Kathodenzerstäubung
oder Elektronenstrahlverdampfen. Diese Siliziumschicht 836 wird
mittels des in der Beschreibungseinleitung erwähnten SLS-Verfahrens
kristallisiert. Bei diesem Verfahren wird pulsierend eine lineare
Beleuchtungslinie 838', 838 von bis zu wenigen
zehn Mikrometern Breite und mehreren Dezimetern Länge über
die Oberfläche der zu kristallisierenden Schicht 854 geführt.
Konkret erzeugt jeder zeitlich unmittelbar nachfolgende Laserpuls 838 eine
Beleuchtungslinie auf der Oberfläche der Schicht 854,
welche von der Beleuchtungslinie des zeitlich unmittelbar vorangehenden
Laserpulses 838' um die Breite der Beleuchtungslinie 838', 838 verschoben
ist. Die 14 zeigt den Strahlengang zweier
unmittelbar zeitlich aufeinanderfolgender Laserpulse 840', 840 durch
eine fokussierende Linse 842', 842. Die Bewegungsrichtung
der Linse 842, 842' ist in der 14 mit
einem mit dem Bezugszeichen 844 versehenen Pfeil angedeutet.
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Jeder
Laserpuls 838', 838 schmilzt die amorphe Siliziumschicht
am jeweiligen Auftreffort über der gesamten Dicke des Films
auf („complete melting regime"). Beim Abkühlen
erstarrt und kristallisiert das aufgeschmolzene Material von den
jeweiligen Rändern her. Die Kristallisationsrichtung ist
in der Zeichnung mit Pfeilen 846 gekennzeichnet. Die in
der Mitte der Linienbreite aufeinandertreffenden Kristallite 848', 848 bilden
in Richtung der Schichtoberflächennormalen erhabene Korngrenzen 850', 850.
Die bei diesem Verfahren entstehenden länglichen z. B.
3 μm langen Kristallite haben Abmessungen von etwa der
halben Beleuchtungslinienbreite bei einer Breite von mehreren 100
Nanometern.
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Führt
man das Verfahren im Anschluss noch einmal quer zur Richtung 844 durch,
so ergeben sich Kristallite von ca. 3 μm × 3 μm.
Dieses Verfahren wird in der Literatur als SLS2-Verfahren
bezeichnet. Nach Herstellung einer ersten Schicht mit großen
Kristalliten ist weiteres epitaktische Schichtwachtum auch mit dem ELA-Verfahren
im „complete melting regime" möglich.
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Schichtabscheidung
und nachfolgende Laserkristallisation mit dem ELA, SLS- bzw. dem
SLS2-Verfahren erfolgen mehrmals bis die
gewünschte Enddicke von etwa 1,5 μm erreicht ist.
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Ein
siebtes Verfahrensbeispiel wird nachfolgend anhand der 15 erläutert.
Die 15 zeigt den Schichtaufbau der herzustellenden
Tandemsolarzelle 800 nach Fertigstellung der wasserstoffpassivierten amorphen
Siliziumsolarzelle 812 (Schichtfolge: TCO 804,
p-Si 806, i-Si 808, n-Si 810 auf Glas 802)
und nach Abscheidung einer dünnen amorphen Siliziumschicht 836 von
etwa 50 nm bis 100 nm mittels eines PVD-Verfahrens wie Kathodenzerstäubung
oder Elektronenstrahlverdampfen.
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Anstelle
des in der 14 skizzierten SLS-Verfahrens
zeigt die 15 das sogenannte TDXTM-Verfahren. Bei diesem Verfahren wird ähnlich
dem SLS-Verfahren pulsierend eine lineare Beleuchtungslinie 838', 838 von
wenigen Mikrometern Breite und mehreren Dezimetern Länge über
die Oberfläche der zu kristallisierenden Schicht 854 geführt.
Abweichend von dem SLS-Verfahren erzeugt jeder zeitlich unmittelbar
nachfolgende Laserpuls 838 eine Beleuchtungslinie auf der
Oberfläche der Schicht 854, welche von der Beleuchtungslinie
des zeitlich unmittelbar vorangehenden Laserpulses 838' um
weniger als die halbe Breite der Beleuchtungslinie 838', 838 verschoben
ist. Die 15 zeigt den Strahlengang zweier
unmittelbar zeitlich aufeinanderfolgender Laserpulse 840', 840 durch
eine fokussierende Linse 842', 842. Die Bewegungsrichtung
der Linse 842, 842' ist in der 15 mit
einem mit dem Bezugszeichen 844 versehenen Pfeil angedeutet.
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Jeder
Laserpuls 838', 838 schmilzt die amorphe Siliziumschicht
und die entsprechende bereits mittels des zeitlich vorausgehenden
Laserpulses bereits kristallisierte Schicht am jeweiligen Auftreffort über
der gesamten Dicke des Films auf („complete melting regime").
Beim Abkühlen erstarrt und kristallisiert das aufgeschmolzene
Material wieder von den jeweiligen Rändern her. Da die
kristallisierte Endschicht aus Teilschichten gebildet wird, welche
in Richtung 846 der Bewegungsrichtung 844 des
Laserstrahls 838', 838 kristallisiert sind, bilden
sich in lateraler Richtung sehr lange Kristallite. Die bei diesem.
Verfahren entstehenden Kristallite haben Abmessungen von mehreren
10 bis 100 Mikrometern bei einer Breite von mehreren 100 Nanometern.
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Führt
man das Verfahren im Anschluss noch einmal quer zur Richtung 844 durch,
so ergeben sich Kristallite von erfindungsgemäß Ca.
10 × 10 μm bis 100 × 100 μm.
Dieses Verfahren wird TDX2-Verfahren genannt.
Wie beim SLS2 Verfahren kann das weitere
Schichtwachstum durch Laserkristallisation mittels ELA, i. e. vertikale
Kristallisation, oder mittels SLS oder TDX, i. e. laterale Krisallisation
erfolgen bis die gewünschte Enddicke von etwa 1,5 μm
erreicht ist.
-
Sämtliche
mit den vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellten Schichten
werden nach der Laserkristallisation vorzugsweise einer Wasserstoffpassivierung
unterzogen.
-
Die
n-Schicht 820 wird durch Verdampfung von Phosphor mittels
Effusionszelle und geometrischer Abschottung zur Begrenzung des
Beschichtungsbereichs auf wenige cm Breite in Durchlaufrichtung
und anschließender Laserkristallisation hergestellt (vgl. 1).
-
Auf
diese n-leitenden Schicht wird wiederum eine transparente Elektrode
abgeschieden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird
Aluminium dotiertes Zinkoxyd 824 aufgesputtert. Der metallische
Rückflächenkontakt aus Ag/Al wird beispielsweise
durch Elektronenstrahlverdampfung aufgebracht.
-
- 100
- Durchlaufbeschichtungsanlage
- 102
- Zuführöffnung
- 104
- Abführöffnung
- 106
- Substrat
- 108
- Substrathalter
mit Transportrollen
- 110
- Vakuumkammer
- 112
- Elektronenstrahlverdampfungseinrichtung
- 114
- Elektronenstrahl
- 116
- Verdampfertiegel
- 118
- Silizium
- 120
- gerichteter
Dampfstrahl
- 122
- Laserkristallisations(beleuchtungs)system
- 124
- Laserstrahl
- 126
- Oberfläche
des Substrats
- 128
- Kammerfenster
- 130
- momentan
beschichtete Teilfläche
- 132
- momentan
beleuchtete Unterteilfläche, Laserstrahlprofil
- 134
- bereits
beschichtete Teilfläche
- 136
- Durchlaufrichtung
- 138
- Effusionszelle
- 140
- Spalt
- 142
- Dampfstrahl
- 144
- Effusionszelle
- 146
- Spalt
- 148
- Dampfstrahl
- 200
- Durchlaufbeschichtungsanlage
- 202
- Laser
- 204
- Laser
- 206
- Laser
- 208
- zweidimensionaler
Einstufenhomogenisierer
- 210
- zweidimensionaler
Einstufenhomogenisierer
- 212
- zweidimensionaler
Einstufenhomogenisierer
- 214
- Quadprisma
- 216
- Quadprisma
- 218
- Quadprisma
- 220
- Pupillenebene
- 222
- Pupillenebene
- 224
- Pupillenebene
- 226
- Feldebene
- 228
- zweidimensionaler
Galvoscanner
- 230
- Galvospiegel
- 232
- Galvospiegel
- 234
- Drehachse
- 236
- Drehachse
- 238
- Scanobjektiv
- 240
- Laserstrahl
- 242
- Laserstrahl
- 244
- erste
Scanrichtung
- 246
- zweite
Scanrichtung
- 248
- Feld
- 250
- Feld
- 252
- Feld
- 254
- Laserstrahl
- 256
- Laserstrahl
- 258
- Laserstrahl
- 260
- homogenisierter
Laserstrahl
- 262
- homogenisierter
Laserstrahl
- 262
- homogenisierter
Laserstrahl
- 264
- unterteilter
Laserstrahl
- 266
- unterteilter
Laserstrahl
- 268
- unterteilter
Laserstrahl
- 270
- unterteilter
Laserstrahl
- 272
- in
Feldebene abgebildeter Laserstrahl
- 274
- in
Feldebene abgebildeter Laserstrahl
- 276
- in
Feldebene abgebildeter Laserstrahl
- 278
- in
Feldebene abgebildeter Laserstrahl
- 300
- Durchlaufbeschichtungsanlage
- 302
- Laser
- 304
- Laser
- 306
- Laser
- 308
- Laserstrahl
- 310
- Laserstrahl
- 312
- Laserstrahl
- 314
- zweidimensionaler
Einstufenhomogenisierer
- 316
- Dachprisma
- 318
- Pupillenebene
- 320
- Feldebene
- 322
- homogenisierter
Laserstrahl
- 324
- unterteilter
und abgelenkter Laserstrahl
- 326
- unterteilter
und abgelenkter Laserstrahl
- 328
- eindimensionaler
Galvoscanner
- 330
- eindimensionaler
Galvoscanner
- 332
- Scanobjektiv
- 334
- Scanobjektiv
- 336
- Scanrichtung
des Galvoscanners
- 338
- Scanrichtung
des Galvoscanners
- 340
- Feld
- 342
- Feld
- 344
- Feld
- 346
- Scanrichtung
des Substrathalters
- 400
- Durchlaufbeschichtungsanlage
- 402
- Laser
- 404
- Laser
- 406
- Laser
- 408
- Laserstrahl
- 410
- Laserstrahl
- 412
- Laserstrahl
- 414
- zweidimensionaler
Zweistufenhomogenisierer
- 416
- homogenisierter
Laserstrahl
- 418
- Dachprisma
- 420
- Pupillenebene
- 422
- Feldebene
- 424
- anamorphotisches
Objektiv
- 426
- anamorphotisches
Objektiv
- 428
- unterteilter
und abgelenkter Laserstrahl
- 430
- unterteilter
und abgelenkter Laserstrahl
- 432
- in
einer Richtung aufgeweiteter und in einer Richtung fokussierter
Laserstrahl
- 434
- in
einer Richtung aufgeweiteter und in einer Richtung fokussierter
Laserstrahl
- 436
- Zylinderlinse
- 438
- Zylinderlinse
- 440
- Zylinderlinse
- 442
- Zylinderlinse
- 444
- Beleuchtungslinie
mit kurzer und langer Achse
- 446
- Beleuchtungslinie
mit kurzer und langer Achse
- 448
- Scanrichtung
des Substrathalters
- 500
- Durchlaufbeschichtungsanlage
- 502
- Laser
- 504
- Laser
- 506
- Laser
- 508
- Laserstrahl
- 510
- Laserstrahl
- 512
- Laserstrahl
- 514
- zweidimensionaler
Zweistufenhomogenisierer
- 516
- zweidimensionaler
Zweistufenhomogenisierer
- 518
- zweidimensionaler
Zweistufenhomogenisierer
- 520
- Reflektor
- 522
- Reflektor
- 524
- Reflektor
- 526
- Zylinderlinsenanordnung
- 528
- Linienfoki
- 530
- Feldebene
- 532
- Laserstrahl
- 534
- Laserstrahl
- 536
- Laserstrahl
- 700
- Durchlaufbeschichtungsanlage
- 702
- Laser
- 704
- Laser
- 706
- Laserstrahl
- 708
- Laserstrahl
- 710
- Homogenisierer
- 712
- Homogenisierer
- 714
- Scanspiegel
- 716
- Scanspiegel
- 718
- homogenisierter
Laserstrahl
- 720
- homogenisierter
Laserstrahl
- 722
- Scanrichtung
- 724
- Scanrichtung
- 726
- Laserstrahl
- 728
- Laserstrahl
- 800
- Tandemsolarzelle
- 802
- Glassubstrat
- 804
- transparente
Elektrode (SnO2)
- 806
- a-Si(p-dotiert)
- 808
- a-Si(undotiert)
- 810
- a-Si(n-dotiert)
- 812
- a-Si
Solarzelle (Top Cell)
- 814
- μc-Si(p-dotiert)
- 816
- Saatschicht
- 818
- μc-Si(undotiert)
- 820
- μc-Si(n-dotiert)
- 822
- μc-Si
Solarzelle (Bottom Cell)
- 824
- transparente
Elektrode (ZnO2:Al)
- 826
- Metallrückelektrode
(Ag/Al)
- 828
- nano-kristallines
Silizium
- 830
- Schmelzzone
- 832
- a-Si
- 834
- Laserstrahl
- 836
- dünne
amorphe Siliziumschichten
- 838
- lineare
Beleuchtungslinie
- 840
- Laserpuls
- 842
- Linse
- 844
- Bewegungsrichtung
- 846
- Bewegungsrichtung
- 848
- aufeinandertreffende
Kristallite
- b
- Substratbreite
- l
- Substratlänge
- hν
- Lichtenergie
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - JP 09-293680
A [0009]
- - WO 02/19437 A2 [0013]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - A. Aberle,
Thin Solid Films 511, 26 (2006) [0007]
- - B. M. A. Crowder et al. in „Sequential Lateral Solidification
of PECVD and Sputter Deposited a-Si Films" Mat. Res. Soc. Symp.
Proc. Vol 621 (2000), Q9.7.1 [0008]
- - G. Andrä et al. beschreiben in dem Artikel „Diode
Laser Crystallized Multicrystalline Silicon Thin Film Solar Cells
an Glass", in Proc. of 21 st European Photovoltaic Solar Energy
Conference, 4–8 September 2006, Dresden, Germany, Seiten
972 bis 975 [0012]