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Die
Erfindung betrifft eine Lichtkoppelvorrichtung und im Besonderen
eine Lichtkoppelvorrichtung für
ein Lichtleitfaserspleißgerät.
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Es
sind prozessorgesteuerte Spleißgeräte bekannt,
die zur Herstellung mechanisch fester, langzeitstabiler und dämpfungsarmer
Verbindungen von Lichtleitfasern dienen. 1 zeigt
eine schematische Darstellung eines derartigen Gerätes. Dieses
enthält ein
Display 27 sowie ein Panel 28 mit verschiedenen Tasten,
in denen ein Benutzer die gewünschten
Anwendungen und Spleißprogramme
auswählen
kann. Für
den Spleißprozess
werden die Enden zweier Fasern F und F0 in Bezug aufeinander exakt
ausgerichtet. Hierzu werden die beiden Fasern in Klemmhalterungen
fixiert, die unter der dargestellten Abdeckung 8 liegen.
Eine Positionierung der Fasern in Bezug aufeinander kann über den
Benutzer manuell oder auch vollautomatisch erfolgen. Nach einer
genauen Ausrichtung werden die Fasern mit Hilfe eines Lichtbogens
verschweißt,
der zwischen zwei unter dem Deckel 8 befindlichen Elektroden
erzeugt wird. Der Schweißvorgang
läuft vollautomatisch
ab, wodurch gleich bleibend gute Ergebnisse auch unabhängig vom
Bediener gewährleistet
sind.
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Zur Überprüfung einer
Spleißqualität wird in diesen
Geräten
neben einer visuellen Auswertung der eigentlichen Spleißverbindung
oftmals eine LID-Einheit (Local Injection and Detection) eingesetzt.
Diese Einheit befindet sich unter den ebenfalls vom Bediener zu
betätigenden
Abdeckungen 7 und 9. Zum Einlegen einer Faser,
beispielsweise der rechten Faser F0 wird diese in eine unter den
Deckelklappen 8 und 9 befindliche Faserführung eingelegt, so
dass sie zum eigentlichen Spleißort
nahe der Elektroden hin unter der Abdeckung 8 vorsteht.
Die Abdeckung 9 wird dann durch Drehung um eine Achse geschlossen,
so dass die Faser F0 in einer unterhalb der Abdeckung 9 vorhandene
Nut festgehalten wird. Auf der linken Seite wird mit der Faser F
entsprechend verfahren.
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2A zeigt
das Prinzip eines bekannten LID-Systems. Durch Schließen der
Abdeckungen 8 beziehungsweise 9 erzeugt ein damit
verbundener Biegekoppler oder Biegebalken eine Krümmung in den
Lichtleitfasern F0 beziehungsweise F. An dieser Krümmung oder
Biegung wird nun über
ein Leuchtmittel Licht in die erste Faser F0 eingekoppelt. Während des
Spleißvorgangs
tritt durch die entstehende Spleißverbindung Licht in die zweite
Lichtleitfaser F und wird an der zweiten Krümmung ausgekoppelt sowie von
einem Empfänger
erfasst und an den Mikroprozessor weitergeleitet. Dieser steuert
den Spleißvorgang
und kann durch Auswertung Pegels des ausgekoppelten Lichts in der
zweiten Faser F die Qualität
der Spleißverbindung
bewerten. Das Diagramm gemäß 2B zeigt
den Lichtverlauf des ausgekoppelten Lichts in Abhängigkeit
der Spleißzeit.
Zur Erzeugung einer guten Spleißverbindung sollte
demgemäß der Spleißprozess
bei Erreichen des maximalen Lichtpegels gestoppt werden.
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Das
in 1 dargestellte Spleißgerät mit dem LID-System ist jedoch
aufwändig
zu bedienen und erfordert durch die verwendeten Klappen 1, 11 und 10 eine
besonders feine Mechanik. So dürfen
die Klappen nur wenig Spielraum besitzen, so dass hierzu aufwändige und
kostenintensive Fertigungsprozesse notwendig sind.
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Es
besteht daher das Bedürfnis,
den Bedienaufwand für
ein LID-System benutzerseitig zu verringern und den Kosten- und
Fertigungsaufwand zu reduzieren.
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Der
Gegenstand des unabhängigen
Patentanspruchs 1 kommt diesem Bedürfnis nach. Weiterbildungen
und Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Ein
Aspekt der Erfindung besteht darin, dass die Anzahl der bislang
verwendeten Klappen reduziert werden kann, so dass in der Fertigung
geringere Herstellkosten anfallen. Darüber hinaus wird die Bedienung
vereinfacht, da ein Zugang zu den wesentlichen Elementen des Spleißgerätes mit
Vorteil durch das Betätigen
einer einzigen Klappe erreicht wird.
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Erfindungsgemäß umfasst
eine Lichtkoppelvorrichtung, insbesondere für ein Lichtleitfaser-Spleißgerät eine Haltevorrichtung,
die ausgestattet ist, wenigstens eine erste Lichtleitfaser und wenigstens
eine zweite Lichtleitfaser aufzunehmen. Eine Biegevorrichtung ist
ausgeführt,
eine Biegung oder eine Krümmung
der wenigstens einen ersten Lichtleitfaser und der wenigstens einen
zweiten Lichtleitfaser in der Haltevorrichtung zu verursachen. Darüber hinaus
enthält
die erfindungsgemäße Lichtkoppelvorrichtung
eine Beleuchtungseinrichtung zur Einkopplung von Licht in einen
gebogenen Bereich der wenigstens einen ersten Lichtleitfaser sowie
eine Lichterfassungsvorrichtung zum Erfassen eines durch die Krümmung der
wenigstens einen zweiten Lichtleitfaser ausgekoppelten Lichtanteils.
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Mit
der Erfindung wird erreicht, dass eine Haltevorrichtung mehrere
Lichtleitfasern aufnimmt, die von einer Biegevorrich tung für eine Lichteinkopplung
beziehungsweise eine Lichtauskopplung in der Haltevorrichtung gebogen
werden. Dadurch kann im Gegensatz zu den bekannten Lichtkoppelvorrichtungen
eine Halte- sowie eine Biegevorrichtung eingespart werden. Weiterhin
ist es dem Benutzer möglich, mit
einer Biegevorrichtung alleine die erforderlich Krümmung in
beiden Lichtleitfasern in der Haltevorrichtung zu erzeugen und somit
sowohl einfacher als auch schneller die vorbereitenden Maßnahmen
für den
Spleißvorgang
abzuschließen.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Haltevorrichtung eine
erste Führungsnut
zur Aufnahme der wenigstens einen ersten Lichtleitfaser sowie eine
zweite Führungsnut
zur Aufnahme der wenigstens einen zweiten Lichtleitfaser. Der Benutzer
kann die Lichtleitfasern in die Führungsnut legen. Dadurch wird
die Bedienung vereinfacht, Fehler vermieden, und eine Genauigkeit
der späteren
LID-Messung verbessert. Auch dient die Führungsnut mit Vorteil zu einer
verbesserten Positionierung für
eine Lichteinkopplung oder Lichtauskopplung.
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Die
Lichtkoppelvorrichtung ist sowohl für die Halterung und Erzeugung
einer Krümmung
in zwei Lichtleitfasern als auch für Lichtleitfaserbündel geeignet.
In einer entsprechenden Ausgestaltung enthält die Haltevorrichtung mehrere
Teilbereiche oder Führungselemente
zur Aufnahme jeweils einer Lichtleitfaser des Lichtleitfaserbündels. Zur
Verbesserung der Biegung in den einzelnen Lichtleitfasern ist in
einer anderen Ausgestaltung der Erfindung eine zusätzliche
Vertiefung in der Haltevorrichtung vorgesehen, die geeignet ist,
die Biegevorrichtung wenigstens teilweise aufzunehmen. In dieser
Ausführungsform
wird die zu krümmende
Lichtleitfaser über
die Vertiefung hinweggeführt
und anschließend
die Biegevorrichtung in die Vertiefung gedrückt, so dass die gewünschte Biegung
in der Lichtleitfaser erzeugt wird.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung ist das Beleuchtungsmittels als
auch die Lichterfassungsvorrichtung zumindestens teilweise unterhalb
der Vertiefung angeordnet. Dadurch kann einerseits Licht von der
Beleuchtungseinrichtung sehr einfach in die Lichtleitfaser eingekoppelt
und durch die Krümmung ausgekoppeltes
Licht von der Erfassungsvorrichtung gemessen werden. Als Beleuchtungseinrichtung
eignet sich beispielsweise eine Leuchtdiode oder auch ein Laser.
In beiden Fällen
ist es zweckdienlich, einen Fokuspunkt für das von dem Leuchtmittel
abgegebene Licht in einem Bereich der Lichtleitfaser zu erzeugen,
welche den Lichtleitfaserkern beinhaltet. Auf diese Weise ist auch
bei einer Krümmung
oder einer leichten Verschiebung des Kerns aus seiner symmetrischen
Position heraus eine ausreichende Einkopplung eines Lichtanteils
gewährleistet.
Ebenso lassen sich geringe Verschiebungen der Faser innerhalb der Haltevorrichtung
kompensieren.
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In
einer anderen Ausgestaltung der Erfindung sind die wenigstens eine
erste Lichtleitfaser und die wenigstens eine zweite Lichtleitfaser
im Wesentlichen senkrecht zu der Biegevorrichtung angeordnet. Durch
eine senkrechte Anordnung in Bezug auf die Biegevorrichtung wird
eine starke Krümmung
und so eine gute Lichtein- und Lichtauskopplung erreicht. Hierbei
kann die Biegevorrichtung beispielsweise als ein Biegebalken ausgebildet
sein. Ebenso ist es möglich,
einen V- beziehungsweise U-förmigen
Biegebalken vorzusehen.
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Neben
dem Biegebalken können
zusätzliche Umlenkeinrichtungen
vorgesehen sein, welche die Richtung der Lichtleitfaser ändern, Dadurch
ist es möglich,
beispielsweise den Biegebalken an einem Hauptdeckel zu befestigen,
der auch einen Zugang zu der eigentlichen Spleißvorrichtung mit den Elektroden
ermöglicht.
Auf diese Wiese kann ein Benutzer durch ein einfaches Öffnen und
Schließen
eines Deckels die für
den Spleißvorgang
notwendigen Maßnahmen
ergreifen. Insbesondere kann durch Schließen des einzigen Deckels die
für das
LID-System erforderliche Krümmung
erzeugt werden.
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Im
Weiteren wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
erläutert.
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So
zeigen:
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1 eine
bekannte Ausführungsform
eines Spleißgerätes,
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2A das
Prinzipschaltbild eines LID-Systems mit getrennten Biegebalken zur
Einkopplung und Auskopplung von Licht,
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2B ein
Zeitintensitätsdiagramm
zur Darstellung eines Verlaufs des ausgekoppelten Lichtanteils,
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3 eine
schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
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4 eine
schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
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5 einen
Ausschnitt eines Spleißgerätes für eine Darstellung
einer dritten Ausführungsform der
Erfindung,
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6 eine
Darstellung einer fünften
Ausführungsform
der Erfindung,
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7 eine
Darstellung einer sechsten Ausführungsform
der Erfindung für
Lichtleitfaserbündel.
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3 zeigt
eine erste Ausführungsform
der Lichtkoppeleinrichtung, wie sie beispielsweise in Spleißvorrichtungen
für Lichtleitfasern
einsetzbar ist. Die Lichtkoppelvorrichtung 19 enthält einen
Biegebalken 20, der als zylinderförmiges Rohr oder einfacher
Zylinder ausgebildet ist. Der Zylinder 20 weist in dieser
Ausführung
einen kreisförmigen
Durchmesser R auf, der etwas kleiner ist als der Abstand zweier
im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten weiteren Stützen 21, 22,
die ebenfalls als Zylinder ausgebildet sind. Dadurch entsteht zwischen
den Oberflächen
der Stützen 21 und 22 und
dem mittleren Zylinder 20 ein schmaler Zwischenraum. Neben
dem hier gezeigten kreisförmigen
Zylinder 20 kann auch eine andere Form des Elementes 20 verwendet
werden. Beispielsweise wäre
ein elliptischer Querschnitt möglich.
Damit ließe
sich eine unterschiedliche Krümmung
in der Lichtleitfaser erzeugen. Ebenso können die Stützen eine andere Form, beispielsweise
halbkreisförmig
oder nur mit einem teilweise gekrümmten Verlauf ausgeführt sein.
Die Stütze
sowie der Biegebalken wirken derart zusammen, dass sie eine Krümmung einer
eingelegten und fixierten Lichtleitfaser bewirken.
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In
der Anordnung sind die zwei Lichtleitfaser 18A, 18B eingelegt,
die durch den Biegebalken 20 eine Krümmung im Wesentlichen in der
Größe des Radius
r des Biegebalkens 20 aufweisen. Die Krümmung entsteht, indem der Biegebalken
die auf den beiden Stützen 21 und 22 aufgelegten
Fasern 18A, 18B in die dazwischen angeordnete
Vertiefung drückt.
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Weiterhin
sind eine Leuchtdiode 10 sowie ein Fotodetektor 11 vorgesehen.
Die Leuchtdiode 10 ist so angeordnet, dass das von ihr
abgestrahlte Licht durch eine vor der Leuchtdiode 10 angeordnete
Linse 10a fokussiert wird. Der Fokuspunkt liegt in einem Bereich
der Krümmung
der ersten Lichtleitfaser 18A derart, dass Licht von der
Diode 10 in den Leiterkern der Lichtleitfaser 18A einkoppelt.
Entsprechend ist der Fotodetektor 11 in der Nähe der Lichtleitfaser 18B angeordnet,
so dass durch die Krümmung
der Lichtleitfaser 18B ausgekoppeltes Licht direkt auf den
Fotodetektor 11 fällt
und ein pegelabhängiges
Signal erzeugt.
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Die
in der 3 dargestellte Ausführungsform erlaubt es also
mit Hilfe eines einzelnen Biegebalkens 20 in wenigstens
zwei Lichtleitfasern 18A und 18B eine entsprechende
Krümmung
zur Einkopplung beziehungsweise Auskopplung von Licht zu verursachen.
Hierbei lassen sich die Stützen 21 und 22 als
Auflagefläche
für die
Lichtleitfasern 18A und 18B auch durch entsprechende
halbkreis- beziehungsweise ellipsenförmige Bögen ersetzen. Ebenso können sie
Führungsnuten
enthalten, die derart angeordnet sind, das eine Lichtleitfaser direkt über der Diode 10 oder/und
dem Photodetektor liegen. Damit wird eine Bedienung vereinfacht.
Der Radius r der Stützen 21 und 22 sowie
der Radius R des Biegebalkens 20 und der Abstand zwischen
den Elementen ist derart gewählt,
dass die dadurch verursachte Krümmung
in den Lichtleitfasern 18A und 18B für die Erzeugung
einer Ein- beziehungsweise Lichtauskopplung ausreichend ist.
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4 zeigt
eine weitere Ausführungsform der
Erfindung. Hierbei ist eine halbkreis- oder auch eine elliptische
Vertiefung 24 vorgesehen. Diese besitzt an ihren beiden
Endbereichen V-förmige
Nuten 25, die zur Aufnahme und zur Führung der Lichtleitfasern 18A und 18B ausgestaltet
sind. Ein Bediener kann die zu spleißenden Lichtleitfasern in die
entsprechenden Führungsnuten
einlegen. Anschließend wird
der Biegebalken 20 in die Vertiefung gedrückt, wodurch
die Lichtleitfasern entsprechend gekrümmt und fixiert werden. Auch
hier ist der Radius des Biegebalkens 20 sowie der Vertiefung 24 derart
gewählt, dass
die durch den Biegebalken verursachte Krümmung in den Lichtleitfasern
für eine
Ein- beziehungsweise Auskopplung von Licht ausreichend ist. Die Haltevorrichtung 24 ist
aus einem transparenten Material ausgeführt. Unterhalb der Vorrichtung 24 sind die
Leuchtdiode 10 sowie der Fotodetektor beziehungsweise ein
anderes Lichterfassungsmittel 11 unterhalb einer Verbindungslinie
zwischen den Führungsnuten
angeordnet. Dies erlaubt eine Fokussierung des Lichtes für die Einkopplung
in eine der beiden Glasfasern aufgrund der Führung durch die Führungsnut
einfacher zu realisieren.
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Die
zu verspleißenden
Lichtleitfasern werden in die Führungsnuten 25 entlang
der Vertiefung 24 eingelegt. Anschließend werden sie in den Halte- und
Positioniereinheiten 16 befestigt, wobei ein Teil der Lichtleitfasern über die
Positioniereinheiten 16 hinaussteht. Die Einheiten 16 positionieren
die Enden der beiden zu spleißenden
Lichtleitfasern zueinander zwischen den beiden Elektroden 12 der
Spleißeinheit.
Die beiden Schritte können
natürlich
auch vertausch werden.
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Anschließend werden
die Abdeckungen geschlossen und der Spleißvorgang gestartet und Licht durch
die Diode 10 in beispielsweise die Glasfaser 18B eingekoppelt.
Während
des Spleißvorgangs
gelangt nun mehr und mehr Licht aus der ersten Lichtleitfaser 18B in
die zweite Lichtleitfaser 18A über die neu entstandene Spleißverbindung.
Dieses Licht wird zumindestens teilweise durch die vom Biegebalken
erzeugt Krümmung wieder
ausgekoppelt und vom Detektor 11 erfasst. Das erfasste
Signal wird einem Mikroprozessor zugeführt, der anhand des Signalverlaufs
die Spleißzeit
und die weiteren Spleißparameter
einstellt. Sobald die Intensität
des ausgekoppelten Lichtanteils nicht mehr ansteigt, kann der Spleißvorgang
beendet werden.
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5 zeigt
eine weitere Ausgestaltung. Hierbei ist der Biegebalken 20 an
einem Deckel 60 befestigt, der drehbar um eine Achse 63 gelagert
ist. Dieser Deckel ist Teil des Spleißgerätes und schützt den Spleißbereich
und die Elektroden. Er enthält
auf seiner Innenseite zusätzliche
Elemente wie beispielsweise Spiegel oder Prismen. Diese werden dazu
benötigt,
die Enden der beiden Lichtleitfasern bezogen auf die Elektrodenspitzen 14 einander
gegenüberliegend
zu positionieren. Gleichzeitig schützt er während des Spleißvorgangs
die Elektroden und die Glasfaserenden vor eventuellen Beschädigungen oder
Verunreinigungen. Für
einen Spleißvorgang wird
der Deckel 60 geöffnet
und die Lichtleitfasern 18A sowie 18B in die Führungsnuten
der Haltevorrichtung 24 eingelegt. Zusätzlich enthält das Spleißgerät weitere
Führungselemente 30,
die eine Umlenkung der beiden Lichtleitfaser 18A und 18B bewirken,
so dass diese in den Positioniereinheiten 16 befestigt
werden kann. Die von den Umlenkeinheiten 30 erzeugte Krümmung ist
jedoch geringer als die durch den Biegebalken 20 und das
LID-System verursachte, so dass hier kein Licht ein- beziehungsweise
ausgekoppelt wird.
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Gegebenenfalls
können
diese auch weggelassen werden, sofern ausreichend Platz für die Befestigung
der Lichtleitfasern in den Positioniereinheiten 16 vorhanden
ist. Nach einer Arretierung in den Positioniereinheiten 16 und
in den Führungsnuten der
Haltevorrichtung 24 wird der Deckel 60 um seine Achse 63 gedreht
und geschlossen. Hierzu kann beispielsweise der Biegebalken ein
magnetisches Material aufweisen, so dass dieser in der Haltevorrichtung fixiert
wird. Durch den Biegebalken 20 in der Vertiefung der Haltevorrichtung 24 wird
zudem eine Krümmung
in den beiden Lichtleitfasern 18A und 18B erzeugt.
Anschließend
werden mit Hilfe eines Kamerapositionierungssystems die Enden der
beiden Lichtleitfasern in Bezug aufeinander und zu den Elektrodenspitzen 14 ausgerichtet.
Hierzu sind die Positioniereinheiten 16 entlang der x-
und y-Richtung positionierbar.
Nach Abschluss einer Positionierung wird in einer der beiden Lichtleitfasern über die
erzeugte Krümmung
Licht eingekoppelt und der Spleißvorgang durch Erzeugung eines
Lichtbogens zwischen den Elektrodenspitzen 14 gestartet.
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6 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel,
bei dem der Biegebalken in Form eines geöffneten "V" am
Deckel der Spleißvorrichtung
befestigt ist. Die Ausführung
mittels eines "V" als Biegebalken ermöglicht es,
gegebenenfalls weniger zusätzliche Führungselemente 30 zu
verwenden. In der Ausgestaltung sind die Lichtleitfasern 18A und 18B im
Wesentlichen senkrecht zu dem entsprechenden Abschnitt des Biegebalkens 21 angeordnet.
Eine senkrechte Anordnung ist insofern von Vorteil, als diese bei
festem Radius des Biegebalkens die größte Krümmung in den jeweiligen Lichtleitfasern
erzeugt. Auch hier können
natürlich
weitere Fixierungselemente beziehungsweise Führungsnuten vorgesehen sein,
die eine vereinfachte Bedienung und insbesondere eine einfache Arretierung
und Ausrichtung der Lichtleitfasern in dem Spleißgerät ermöglichen.
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Neben
einer Ausrichtung und Arretierung von lediglich zwei Lichtleitfasern
eignet sich die erfindungsgemäße Anordnung
auch in LID-Systemen für Lichtleitfaserbündel. 7 zeigt eine
derartige Ausführungsform.
Hierbei wird ein erstes Lichtleitbündel 18 mit einer
Vielzahl einzelner Lichtleitfasern 18A sowie ein zweites
Lichtleitbündel 18C mit
einer Vielzahl von Lichtleitfasern 18B in jeweils einer
Positioniereinheit 16 befestigt. Diese ist entlang der
z-Richtung sowie der x-Richtung verschiebbar, so dass die Enden der
einzelnen Lichtleitfasern der beiden Lichtbündel 18 und 18C im
Bereich der Elektrodenspitzen 14 zueinander positionierbar
sind. Anschließend
werden die einzelnen Lichtleitfasern der Bündel 18 und 18C in
eine Vielzahl von Positionierungsnuten 17 einer Haltevorrichtung 24 eingelegt.
Die Haltevorrichtung ist als Vertiefung ausgeführt. Zur Erzeugung einer Krümmung in
den einzelnen Lichtleitfasern 18A und 18B wird
ein erster Biegebalken 20A mit elliptischer Form sowie
ein zweiter Biegebalken 20C in die Vertiefung der Haltevorrichtung 24 eingeführt.
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Unterhalb
der Vertiefung sind Leuchtdioden angebracht die Licht in die gekrümmten Fasern
einkoppeln. Hierzu kann eine gemeinsame Diode für alle Lichtleitfasern, aber
auch mehrere Dioden für
einzelne Gruppen von Fasern oder sogar einzelne Fasern verwendet
werden. Ebenso sind entsprechende Linsen denkbar, die das von der
Diode erzeugte Licht auf mehrere Fokuspunkte verteilen, in denen
die Kerne der Lichtleitfasern für
die Einkopplung verlaufen. In gleicher Weise können auch mehrere Detektoren für das ausgekoppelte
Licht vorgesehen sein. In der Ausgestaltung sind die beiden Biegebalken 20A und 20B aus
Gewichtsgründen
als getrennte Balken ausgeführt.
Diese erzeugen die gleiche Krümmung,
können
aber auch unterschiedliche Krümmung
erzeugen. Ebenso ist es allerdings denkbar lediglich einen einzigen
Biegebalken für
die Erzeugung einer Krümmung
in allen Lichtleitfasern zu verwenden.
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Durch
den Gebrauch einer einzigen Haltevorrichtung sowie eines Biegebalkens
für die
Erzeugung von Krümmungen
in wenigstens zwei zu spleißenden
Lichtleitfasern wird eine Bedienung eines LID-Systems sowie des
Spleißgeräts seitens
des Benutzers vereinfacht. Wenn zudem der Biegebalken an dem Deckel
befestigt ist, kann durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Lichtkoppelvorrichtung
die Anzahl der erforderlichen Abdeckungen verringert werden. Dadurch
reduzieren sich die Herstellkosten und der Aufwand an die feinmechanische
Prozessierung.
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- 1
- Mikroprozessor
- 2
- Spleißgenerator
- 7,
8, 9
- Deckel
- 10
- Beleuchtungsmittel,
Leuchtdiode
- 11
- Lichterfassungsvorrichtung,
Fotodetektor
- 12
- Elektrodenspitzenhalterung
- 14
- Elektrodenspitze
- 16
- Positioniereinrichtung
- 18,
18C
- Lichtleitfaserbündel
- 18A,
18B
- Lichtleitfaser
- 19
- LID-System
- 20
- Biegebalken
- 21,
22
- Haltevorrichtung,
Zylinder
- 24
- Haltevorrichtung
- 25
- Führungsnut
- 27
- Display
- 28
- Kontrollpaneel
- 30
- Führungselemente
- 60
- Deckel
- 63
- Drehachse