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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Atemschutzmaske für Feuerwehrleute,
mit in den Maskenkörper
integrierter Sichtscheibe und mit einem, einen Sensor aufweisenden
Temperaturwächter
zur Erzeugung von optischen Warnsignalen bei Überschreitung einer bestimmten
Außentemperatur.
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Feuerwehrleute
können
bei der Brandbekämpfung
einer erheblichen Hitzeeinwirkung ausgesetzt sein, vor der sie jedoch
bis zu einer bestimmten Temperatur durch eine spezielle Bekleidung
wie Schutzanzüge,
Atemschutzmasken, Helme, Handschuhe und dgl. geschützt sind.
Das heißt,
die bei der Brandbekämpfung
tätigen
Feuerwehrleute spüren eine
zu große
Hitzeeinwirkung und die trotz der Schutzbekleidung beim Überschreiten
einer bestimmten Temperatur drohenden Gefahren selbst nicht oder
zu spät.
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In
vielen Fällen
sind die Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung mit Warngeräten ausgerüstet, in
die Temperaturfühler
zur Messung der Außentemperatur,
Drucksensoren zur Ermittlung des Flaschendruckes und der verbleibenden
Einsatzzeit, Gassensoren, Bewegungsmelder und dgl. sowie mit diesen verbundene
Anzeige- und Alarmeinheiten integriert sind. Abgesehen davon, dass
solche Alarmgeräte teuer
sind und dem Feuerwehrmann nicht in jedem Fall zur Verfügung stehen,
ist es nötig,
aber während des
Einsatzes nicht immer möglich,
dass der Feuerwehrmann das Warngerät immer wieder zur Hand nimmt
und betrachtet. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Temperatursensor
des Warngerätes nur
selten unmittelbar auf die Wärmestrahlungsquelle,
das heißt
den Brandherd, gerichtet ist und damit geringere Temperaturen erfasst
als die, denen der Feuerwehrmann bei der Brandbekämpfung durch dier
Wärmestrahlung
des Brandherdes tatsächlich ausgesetzt
ist.
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Aus
der
US 2006/0125623
A1 ist eine gattungsgemäße Atemschutzmaske
für Feuerwehrleute bekannt,
die einen Maskenkörper
mit integrierter Sichtscheibe und einen Temperaturwächter zur
Erzeugung von optischen Warnsignalen bei Überschreitung einer bestimmten
Außentemperatur
umfasst. Dabei wird die Umgebungstemperatur mit dem Sensor nahe
dem Zentrum der Sichtscheibe gemessen. Nachteilig hierbei ist, dass
der Sensor in eine auf der Außenseite
des Maskenkörpers
ausgebildete Ausformung des Maskenkörpers eingesetzt und somit
unmittelbar den Umgebungsbedingungen ausgesetzt ist. Damit sind
die Atemschutzmaske bzw. der Maskenkörper aufwendig in der Herstellung
und der Sensor ungeschützt
gegen äußere Einwirkungen.
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Mit
der Atemschutzmaske nach
US
6 075 445 A wird ein rohrförmiger Temperaturwächter vorgeschlagen,
der an der Krempe des Feuerwehrhelmes befestigt ist. Das vordere
Ende weist eine seitliche Öffnung
auf, die im Falle erhöhter
Temperaturen ein durch die Sichtscheibe sichtbares Signal ausgibt. Nachteilig
hierbei ist, dass dieser Temperaturwächter nicht unmittelbar auf
die durch die Sichtscheibe beobachtete Wärmestrahlungsquelle, d. h.
den Brandherd, gerichtet ist, und damit geringere Temperaturen erfasst
als diejenigen, denen der Feuerwehrmann bei der Brandbekämpfung infolge
der Wärmestrahlung ausgesetzt
ist. Außerdem
ist der außerhalb
der Atemschutzmaske zu montierende Temperaturwächter aufwendig in der Herstellung
und auch ungeschützt
gegen äußere Einwirkungen.
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Der
Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Atemschutzmaske für Feuerwehrleute
mit einem Temperaturwächter
zu schaffen, der einfach und kos tengünstig ausgebildet und gegen äußere Einflüsse geschützt angeordnet ist.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit einer Atemschutzmaske für Feuerwehrleute gemäß den Merkmalen
des einzigen Patentanspruchs gelöst.
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Kern
der Erfindung ist die Ausführung
des Temperaturwarnsystems als selbstklebender Sticker, der aus einem
Temperatursensor, einer Auswerteelektronik, einer Spannungsquelle
und einer Lichtquelle gebildet ist. Alle elektronischen Komponenten
sind in dem transparenten Kunststoffmaterial der flexiblen Grundplatte
eingebunden. Der Sticker passt sich jeder beliebigen Wölbung der
Sichtscheibe an, so dass Atemschutzmasken beliebiger Ausführung mit
dem Temperaturwächter
ausgerüstet
bzw. nachgerüstet werden
können.
Der einfach und kostengünstig
ausgebildete Temperaturwächter
hat etwa die Größe einer
Münze und
behindert die Sicht des Feuerwehrmannes nicht. Das bei Überschreitung
einer bestimmten Außentemperatur
sichtbare optische Warnsignal der Leuchtdiode liegt immer im Sichtbereich des
Feuerwehrmannes. Da die Sichtscheibe immer auf den Brandherd gerichtet
ist, werden tatsächlich auch
die höchsten
Temperaturen erfasst. Der Feuerwehrmann wird somit rechtzeitig und
zuverlässig
hinsichtlich einer gefährlichen
Wärmeeinwirkung
gewarnt. Der Sticker wird nach dem Abziehen einer Schutzfolie auf
der Innenseite der Atemschutzmaske angebracht und ist somit vor äußeren Einwirkungen geschützt. Die
Auswerteelektronik und die Leuchtdiode sind so konzipiert, dass
vor dem eigentlichen Gefahrensignal ein sich vom Warnsignal optisch
unterschiedliches Vorwarnsignal erzeugt wird.
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Aus
der
FR 2 834 865 A1 ist
ein gattungsfremder Temperaturwächter
bekannt, der für
Motorradhelme bestimmt ist und auf der Außenseite der Sichtscheibe aufgeklebt
wird, um so das Entstehen von Glatteis zu ermitteln und somit vor
der Gefahr einer Straßenglätte zu warnen.
Dabei ist ein dosenförmiges
Gehäuse,
bestehend aus einer Schale in Form eines einen Steckplatz begrenzenden
Gefäßes mit einem
ebenen Boden, mit einem Deckel versehen und mittels einer Klebeschicht
auf die Außenseite
der Sichtscheibe aufgeklebt. Innerhalb des Gehäuses sind im Steckplatz eine
Leiterplatte mit einem Temperatursensor, einer Auswerteeinheit und
einer Batterie auf der Oberseite und einer Leuchtdiode auf der Unterseite
angeordnet, die einem Fenster im Boden eines Gehäuses gegenüberliegt, das als visueller
Indikator zur Anzeige der Gefahr der Glatteisbildung dient und im
Sichtfeld der Sichtscheibe liegt.
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Zwar
hat dieser bekannte Temperaturwächter
die Form einer Scheibe oder Münze
mit kleinem Durchmesser und die Schale und der Deckel sind aus einem
elastischen Material, z. B. Polyester oder Silikon, derart gebildet,
dass das Gehäuse
und dessen Boden geeignet sind, sich der gebogenen Fläche der
gewölbten
Sichtscheibe anzupassen, aber der vorbekannte Temperaturwächter für Motorradhelme ist
kein Bestandteil einer Atemschutzmaske für Feuerwehrleute und dient
nicht zur Erzeugung von optischen Vorwarn- und Warnsignalen bei Überschreitung
einer bestimmten Außentemperatur
und ist damit gattungsfremd zum Gegenstand der Erfindung.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Atemschutzmaske
für Feuerwehrleute
wird anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigt:
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1 eine
perspektivische Darstellung einer im Bereich der Sichtscheibe mit
einem Temperaturwächter
versehenen Atemschutzmaske und
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2 eine
Draufsicht und eine perspektivische Ansicht des Temperaturwächters.
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Die
Atemschutzmaske gemäß 1 umfasst
einen aus elastischem Material bestehenden Maskenkörper 1 mit
Anschlüssen 2 und 3 sowie
einer Kopfbänderung 4 und
einer in den Maskenkörper 1 integrierten
gewölbten
Sichtscheibe 5. An der Innenfläche der Sichtscheibe 5,
das heißt
im Innern des Maskenkörpers 1 und
im Sichtbereich des die Atemschutzmaske tragenden Feuerwehrmannes,
ist ein Temperaturwächter 6 angebracht.
Der Temperaturwächter 6 umfasst
eine elastisch verformbare Grundplatte 7, auf der eine
als Knopfzelle ausgebildete Spannungsquelle 8, eine mit
dieser elektrisch verbundene Auswertelektronik 9, ein Temperatursensor 10 und
eine als Leuchtdiode (LED) ausgebildete Lichtquelle 11 angeordnet
sind. Der Temperatursensor 10 und die Lichtquelle 1 sind
jeweils an die Auswerteelektronik 9 angeschlossen.
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Mit
dem Temperatursensor 10 wird nahe der Sichtscheibe 5 die
jeweils herrschende Temperatur als elektrische Größe erfasst
und an die Auswerteelektronik 9 weitergeleitet. Sobald
beim Erreichen einer bestimmten Temperatur ein entsprechendes Signal
erzeugt wird, löst
die Auswerteelektronik in der mit dieser verbundenen Lichtquelle 11 zunächst ein erstes
Achtungssignal, z. B. ein blinkendes Lichtsignal, aus, um den Feuerwehrmann
zunächst
vorzuwarnen. Bei einer noch höheren
Temperatur sorgt die Auswerteelektronik 9 für ein Dauerlichtsignal,
das den Feuerwehrmann auffordert, den betreffenden Ort zu verlassen
bzw. vom Brandherd zurückzutreten. Die
erste und die zweite Warnstufe können
aber auch durch ein zunächst
blinkendes gelbes Lichtsignal angezeigt werden, während die
zweite – höchste – Alarmstufe
mit einem roten oder einem blinkenden roten Warnlichtsignal kenntlich
gemacht wird. Es sind aber auch andere Arten von Lichtalarmsignalen denkbar.
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Die
Grundplatte 7 weist an der den Bauteilen 8 bis 11 gegenüberliegenden
freien Fläche
eine nicht dargestellte Klebeschicht auf und kann nach dem Abziehen
einer ebenfalls nicht dargestellten Schutzfolie an der Innenfläche der
Sichtscheibe 5 verklebt werden. Die Grundplatte 7 besteht
aus einem transparenten Material. Vorzugsweise sind die elektronischen
Komponenten 8 bis 11 in ein flexibles, transparentes
Material eingebunden. Der Temperaturwächter 6 wird an der
Innenseite der beliebig gewölbten Sichtscheibe 5 angebracht.
Damit sind die elektronischen Bauteile der von einem Brandherd ausgehenden
Wärmestrahlung
nicht unmittelbar ausgesetzt. Die Auswerteelektronik 9 ist
in diesem Fall auf ein zwar vom Temperatursensor 10 erzeugtes,
jedoch auf die Außentemperatur
an der Sichtscheibe 5 abgestimmtes Signal eingestellt,
so dass der Feuerwehrmann hinsichtlich der an der Außenseite
der Sichtscheibe 5 herrschenden Temperatur gewarnt wird,
ohne die Wärmewirkung
bereits zu spüren.
Da die Sichtscheibe bei einem Brandbekämpfungseinsatz immer zum Brandherd
weist, werden mit dem Temperaturwächter 6 tatsächlich auch
die höchsten Temperaturen
erfasst und der Feuerwehrmann kann, zumal der Temperaturwächter immer
in dessen Sichtfeld liegt, rechtzeitig gewarnt werden.
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Der
Kostenaufwand für
die Herstellung des Temperaturwächters
ist gering. Er kann so an der Sichtscheibe 5 angeklebt
werden, dass er im Sichtbereich des Feuerwehrmannes liegt und dessen
Gesichtsfeld dennoch nicht einschränkt. Aufgrund des flexiblen
Materials der Grundplatte bzw. des Vergussmaterial passt sich der
Temperaturwächter
jeder Wölbung
der Sichtscheibe 5 an. Das Anbringen des Temperaturwächters an
der Sichtscheibe ist denkbar einfach. Die Nachrüstung bei noch nicht mit einem
Temperaturwächter
versehenen Atemschutzmasken und bei Masken unterschiedlicher Art
und Hersteller ist ohne Weiteres möglich.