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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum wassersparenden Betreiben
von Reinigungsmaschinen, insbesondere von zu reinigendes Gut reinigender
Durchlaufgeschirrspülmaschinen.
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Stand der Technik
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Reinigungsautomaten,
insbesondere Durchlaufgeschirrspülmaschinen, die insbesondere
für die Reinigung der bei Gemeinschaftsverpflegung anfallenden
zu reinigenden Geschirr- und Tablettteile eingesetzt werden, sind
allgemein bekannt. Während Geschirrspülvorrichtungen
für den häuslichen Bereich in der Regel bei einer
ortsfesten Anordnung der zu reinigenden Geschirr- und Besteckteile
einen Programmablauf mit den aufeinanderfolgenden Reinigungsschritten
durchlaufen, werden die Behandlungszonen in Durchlaufgeschirrspülmaschinen nacheinander
angeordnet und das Spülgut beziehungsweise das zu reinigende
Gut mittels geeignet ausgebildeter Fördermittel durch die
aufeinanderfolgenden Behandlungszonen transportiert.
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Herkömmliche
Durchlaufgeschirrspülmaschinen besitzen in der Regel vier
verschiedene Behandlungszonen, wobei es sich um eine Vorreinigungszone,
mindestens eine Reinigungszone, eine Klarspülzone sowie
eine Trockenzone handelt. In der Vorreinigungszone wird leicht anhaftender
Schmutz von dem zu reinigenden Gut entfernt. Hierzu wird Spülflüssigkeit
durch eine Pumpe aus dem dieser Behandlungszone zugeordneten Vorratstank
angesaugt und über dem Spülgut durch geeignet
ausgebildete Düsen versprüht. Anschließend
fließt die Spülflüssigkeit wieder zurück
in den Vorratstank und wird dort erneut von der Pumpe angesaugt. Üblicherweise wird
der Vorratstank durch Siebe abgedeckt, um größere
Schmutzpartikel aus der Spülflüssigkeit zurückzuhalten.
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In
der mindestens einen Reinigungszone, die sich an die Vorreinigungszone
anschließt, werden mittels einer üblicherweise
alkalischen Spülflüssigkeit noch an dem Spülgut
anhaftende Schmutzpartikel vom Spülgut entfernt. Dazu wird
die Spülflüssigkeit durch eine weitere Pumpe aus
dem der Behandlungszone zugeordneten Vorratstank angesaugt und über
dem Spülgut mittels Düsen versprüht.
Anschließend fließt die Spülflüssigkeit
wieder zurück in den Vorratstank und wird dort erneut von
der Pumpe angesaugt. Üblicherweise wird der Vorratstank
durch Siebe abgedeckt, um gröbere Schmutzpartikel aus der
Spülflüssigkeit zurückzuhalten.
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In
der Klarspülzone, die sich an die mindestens eine Reinigungszone
anschließt, wird die alkalische Spülflüssigkeit,
welche die Oberfläche des Spülgutes benetzt, zusammen
mit eventuell noch verbliebenen Speiseresten von der Oberfläche
des Spülgutes mittels heißem Frischwasser abgespült, dem
in der Regel ein Klarspüler zudosiert ist. Bei bestimmten
Ausführungsformen der Klarspülzone wird das Frischwasser
nach diesem Behandlungsschritt nochmals in einem dieser Behandlungszone
zugeordneten Vorratstank aufgefangen und mit einer Pumpe angesaugt
und vor der eigentlichen Frischwasserklarspülung mittels
Düsen über das Spülgut verteilt. Anschließend
fließt die Spülflüssigkeit wieder zurück
in den Vorratstank und wird dort erneut von der Pumpe angesaugt.
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In
der Trockenzone wird mittels eines Gebläses Luft im Kreislauf über
das Spülgut geblasen. Dadurch wird die auf dem Spülgut
verbliebene Spülflüssigkeit teilweise durch Abblasen
und teilweise durch Verdampfen vom Spülgut entfernt.
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Üblicherweise
fließt das in der Klarspülzone zugeführte
Frischwasser entgegen der Transportrichtung des Fördermittels über
eine Kaskade dem Vorratstank der jeweils vorausgehenden Behandlungszone
zu. Die Spülflüssigkeit der Vorreinigungszone fließt üblicherweise über
einen Überlauf direkt ins Abwasser. Durch diese Wasserführung
wird eine permanente Regenerierung der Spülflüssigkeit
in den einzelnen Behandlungszonen erreicht, ohne dass zusätzliches
Frischwasser benötigt wird. Hierbei kann das gesamte in
der Klarspülzone zugeführte Frischwasser über
die Kaskade geführt werden oder nur ein Teilvolumen. Der
verbleibende Teil wird über eine so genannte Umgehungsleitung
um die Reinigungszone herumgeführt und direkt der Vorreinigungszone
oder dem Abwasser zugeführt.
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Eine
Durchlaufspülmaschine, bei der ein Teil der Spülflüssigkeit
aus der Klarspülzone mittels einer Umgehungsleitung der
Vorreinigungszone zugeführt wird, ist in
DE 44 28 738 A1 offenbart.
Eine Pumpe saugt aus dem der Klarspülzone zugeordneten
Spülflüssigkeitsvorratstank Spülflüssigkeit
an und versprüht diese mittels Düsen über
dem Spülgut. Ein Bypass, welcher an der Zuleitung zu den
Sprühdüsen beginnt, leitet Spülflüssigkeit über
ein Ventil in den Vorratstank der Vorreinigungszone. Das Volumen, welches über
die Umgehungsleitung geführt wird, wird über ein
Ventil mit einer fest eingestellten Durchflussöffnung oder
zum Beispiel mit einer Drosselblende vorgegeben.
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Nachteilig
an diesem Verfahren ist, dass eine solche Lösung empfindlich
auf Verstopfungen der Düse oder des Ventils in der Bypassleitung
reagiert. Verstopfen die Sprühdüsen der Klarspülzone,
erhöht sich der Druck in der Zuleitung zu den Düsen,
und somit erhöht sich auch der Druck in der Bypassleitung. Die
Druckerhöhung hat zur Folge, dass sich auch das Volumen,
welches über die Umgehungsleitung geführt wird,
erhöht. Gleichzeitig nimmt das Volumen, welches über
die Kaskaden geführt wird, ab. Dies kann bis zu einem Wassermangel
in dem Spülflüssigkeitsvorratstank führen,
welcher durch Nachfüllen mit Frischwasser kompensiert werden
muss, was wiederum zu einem erheblichen Mehrverbrauch an Wasser
und zu einem erheblichen Mehrverbrauch an Energie führt,
da das zugeführte Frischwasser auf mindestens 60°C
aufgeheizt werden muss.
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Verstopft
das Ventil oder die Drosselblende, reduziert sich die über
die Umgehungsleitung geführte Wassermenge teilweise oder
je nach Verstopfungsgrad sogar ganz. Das hat zur Folge, dass das gesamte
in der Klarspülzone geführte Frischwasser über
die Kaskaden der Reinigungszone zugeführt wird. Dadurch
erhöht sich zwar der Wasserwechsel in dieser Zone, was
einen geringeren Schmutzgehalt der Spülflüssigkeit
in dieser Zone zur Folge hat, gleichzeitig nimmt jedoch die Konzentration
des in dieser Zone zudosierten Reinigers ab. Dies muss durch Zudosieren
von Reiniger ausgeglichen werden, wodurch wieder Kosten entstehen
und die Umwelt belastet wird.
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Aus
US 4,561,904 ist eine Maschine
bekannt, bei der das gesamte der Klarspülzone zugeführte
Frischwasser über Kaskaden der ersten Behandlungszone zufließt
und dort über einen Überlauf die Spülmaschine
verlässt.
EP
0 838 190 B1 zeigt eine Lösung, bei der ein Teil
der Spülflüssigkeit der Klarspülzone über
eine Düse dem Spülflüssigkeitsvorratstank
der Reinigungszone zugeführt wird. Eine Pumpe saugt aus
dem der Klarspülzone zugeordneten Spülflüssigkeitsvorratstank
Spülflüssigkeit an und versprüht diese
mittels Düsen über dem Spülgut. Ein Bypass,
welcher an der Zuleitung zu den Sprühdüsen beginnt,
leitet Spülflüssigkeit über ein Ventil
in den Vorratstank der Vorreinigungszone ab. Das Volumen, welches über
die Umgehungsleitung geführt wird, kann über ein
Ventil eingestellt beziehungsweise gesteuert werden. Verstopft die
Düse, welche Spülflüssigkeit aus der Klarspülzone
in die Reinigungszone versprüht, nimmt das Volumen, welches über
diesen Pfad geführt wird, ganz oder teilweise ab. Dadurch reduziert
sich die Regenerierwassermenge, die dem Reinigertank zugeführt
wird, was wiederum zu einer Erhöhung des Schmutzgehaltes
der Spülflüssigkeit des Reinigertanks und zu einer
Abnahme der Reinigungsleistung der entsprechenden Zone führt.
Dies ist nicht erwünscht.
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Die
oben erwähnten Lösungen haben alle den Nachteil,
dass entweder die der Reinigerzone oder der Vorreinigungszone zugeführte
Spülflüssigkeit aus dem Spülflüssigkeitsvorratstank
der Klarspülzone konstant ist und dass ein eventuell entstandener
Spülflüssigkeitsverlust in der Reinigungszone nicht
oder nur langsam kompensiert werden kann. Deshalb muss in einem
solchen Fall der Spülflüssigkeitsverlust in der
Reinigungszone durch Zuführen von Frischwasser kompensiert
werden.
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Nachteilig
an dieser Lösung ist, dass im Falle der alkalischen Reinigungszone
dem zugeführten Frischwasser Reiniger zugegeben werden
muss, um die Reinigungsleistung dieser Behandlungszone aufrechtzuerhalten.
Ist das zugeführte Frischwasser nicht mindestens auf der
gleichen Temperatur, muss diesem zusätzlich noch Aufheizenergie
zugeführt werden. Beide Faktoren wirken sich nachteilig
auf die Betriebskosten der Durchlaufspülmaschine aus.
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Der
oben erwähnte Spülflüssigkeitsverlust tritt
bei Durchlaufgeschirrspülmaschinen insbesondere bei großem
beziehungsweise langem Spülgut auf, wodurch eine Spülflüssigkeitsverschleppung entgegen
der Transportrichtung des Fördermittels eintritt. Dadurch
kann es zu einem Spülflüssigkeitsmangel in einer
in Transportrichtung gesehen nachfolgenden Reinigungszone kommen.
Die Spülflüssigkeitsverschleppung entsteht dadurch,
dass Spülflüssigkeit, welche auf das Spülgut
versprüht wird, auf diesem entlang läuft und auch
der in Transportrichtung vorangegangenen Behandlungszone zufließt. Unterschreitet
zum Beispiel der Spülflüssigkeitsstand in der
Reinigungszone ein bestimmtes voreingestelltes Niveau, muss über
eine separate Füllleitung Frischwasser dem entsprechenden
Spülflüssigkeitsvorratstank zugeführt
werden. Eine derartige Lösung zeigt
EP 0 838 190 B1 .
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Aus
DE 10 2005 015 157
A1 ist ein Verfahren zum Betrieb einer Durchlaufspülmaschine
bekannt, bei dem die Spülflüssigkeit, welche die
Vorreinigungszone in Richtung Abwasser verlässt, in einem weiteren
Vorratstank bis zu einem vorgegebenen Niveau bevorratet wird, um
im Falle eines Spülflüssigkeitsmangels in der
Reinigungszone unter vorgegebenen Bedingungen der Reinigungszone über
eine weitere Pumpe dieser Zone zugeführt werden zu können.
Dadurch kann der Spülflüssigkeitsmangel in der
Reinigungszone ohne weiteren Bedarf an Frischwasser ausgeglichen
werden. Nachteilig an diesem Verfahren ist, dass die in dem weiteren
Vorratstank befindliche, mit Speiserückständen
beladene Spülflüssigkeit verkeimen kann oder durch
die abgespülten Speiserückstände bereits
verkeimt ist. Dies wird dadurch begünstigt, dass die Temperatur
in den vorangegangenen Vorreinigungszonen üblicherweise bei
ca. 40°C liegt und damit ideale Voraussetzungen für
ein Keimwachstum vorliegen. Diese Verkeimung ist nur mit einem erhöhten
Reinigungsaufwand dieses Vorratstanks nach Betriebsende auszuräumen, was
wiederum mit Kosten verbunden ist und deshalb unerwünscht
ist.
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Ein
weiterer Nachteil ist in der relativ geringen Temperatur dieser
Spülflüssigkeit zu erblicken. Wird diese Spülflüssigkeit
in die Reinigungszone zurückgepumpt, fällt dort
die Temperatur der Spülflüssigkeit. Dies ist unerwünscht,
da dadurch die Reinigungswirkung der alkalischen Spülflüssigkeit
abnimmt und dies ein Nachheizen der Spülflüssigkeit der
Reinigungszone erforderlich macht. Da die Temperaturerhöhung
nicht schlagartig vonstatten gehen kann, wird somit diese Behandlungszone
zumindest zeitweise mit einer zu geringen Temperatur betrieben,
was sich wiederum durch eine reduzierte Reinigungsleistung bemerkbar
macht.
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Ein
weiterer Nachteil ist, dass unter Umständen Speiserückstände
und Keime in die Reinigungszone zurückgepumpt werden, was
gleichermaßen zu einer reduzierten Reinigerleistung, insbesondere
in Hinblick auf verbliebene Restkeime auf dem Spülgut, führen
kann.
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Einen ähnlichen
Ansatz verfolgt
DE
10 2005 030 720 A1 . Bei diesem Verfahren kann unter bestimmten
Voraussetzungen der Überlauf aus der Vorreinigungszone
durch ein Ventil in den Überlauf zum Abwasser umgeschaltet
werden, wobei dieses Ventil von einer Steuervorrichtung in Abhängigkeit
von mindestens einem betriebsabhängigen Signal von einem offenen
in einen mindestens teilweise geschlossenen Zustand überführbar
ist. Dadurch kann in der Vorreinigungszone, welche den Überlauf
aufweist, Flüssigkeit für eine Wiederverwendung
in der Durchlaufspülmaschine gestaut werden. Diese Lösung
hat gegenüber der Lösung gemäß
DE 10 2005 015 157
A1 den Vorteil, dass hier kein weiterer Vorratsbehälter
mit den oben beschriebenen Nachteilen verwendet wird. Nachteilig
an der Lösung gemäß
DE 10 2005 030 720 A1 ist
jedoch, dass sich die Spülflüssigkeit der Vorreinigungszone
und der Reinigungszone miteinander mischen können. Dies
ist insbesondere deshalb unerwünscht, da sich, wie oben
bereits beschrieben, Speisereste und Keime in der Spülflüssigkeit
der Vorspülzone befinden können, welche dann zwangsläufig
bei diesem Verfahren in die Reinigungszone gelangen und dort die
Reinigungsleistung der Reinigungszone reduzieren.
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DE 10 2005 035 764
A1 zeigt eine weitere Möglichkeit um mögliche
Spülflüssigkeitsverlust in der Reinigungszone
oder Vorreinigungszone ohne die Zuführung von Frischwasser
zu kompensieren. Hierbei wird das in der Frischwasserklarspülzone versprühte
Frischwasser in einem Spülflüssigkeitsvorratstank
aufgefangen und mittels einer Umwälzpumpe und dazugehörigen
Düsen nochmals über das Spülgut versprüht.
Der Spülflüssigkeitsvorratstank weist einen Überlauf
auf, über den der, der Klarspülzone permanent
zugeführte Frischwasserstrom ab einem bestimmten Niveau
in Richtung eines separaten Vorratsbehälters abgeführt
wird. Aus diesem Vorratsbehälter wird dem vorgegebenen
Regelparameter, nämlich der Bedarfssituation und insbesondere
dem Füllzustand der Behandlungszonen, folgend über
entsprechende Vorrichtungen die bevorratete Flüssigkeit
den entsprechenden Behandlungszonen zugeführt. Nachteilig
an dieser Lösung ist der hohe Kostenbedarf durch den zusätzlichen Vorratsbehälter
sowie die Gefahr einer Verkeimung des Behälters und damit
verbunden der Reinigungsaufwand um diesen Vorratsbehälter
keimfrei zu halten
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DE 39 38 755 A1 beschreibt
ein Verfahren bei dem Spülflüssigkeit aus der
Klarspülzone über entsprechende Vorrichtungen
den einzelnen Behandlungszonen zugeführt wird. Hierbei
ist das maßgebende Ziel die Reinigereinsparung in der Hauptwaschzone.
Spülflüssigkeitsverluste durch Verschleppung werden
bei dieser Ausführung nicht berücksichtigt bzw.
kompensiert.
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Offenbarung der Erfindung
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Der
vorliegenden Erfindung liegt angesichts der skizzierten Nachteile
der Lösung gemäß des Standes der Technik
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für einen Frischwasser
sparenden Betrieb einer Durchlaufspülmaschine bereitzustellen,
welches die oben beschriebenen Nachteile vermeidet.
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Erfindungsgemäß wird
diese Aufgabe durch die Merkmale des unabhängigen Anspruches
1 gelöst. Durch einen entsprechend groß ausgeführten Spülflüssigkeitsvorratstank
der Klarspülzone kann dieser gleichzeitig als ein Spülflüssigkeitspuffer
dienen, ohne dass ein eigenständiger Vorratsbehälter benötigt
wird und dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Erfindungsgemäß wird
vorgeschlagen, durch die Bevorratung eines entsprechend großen
Volumens an Spülflüssigkeit im Spülflüssigkeitsvorratstank
der Klarspülzone sowie eine geregelte Weitergabe von Spülflüssigkeit
aus dem Spülflüssigkeitsvorratstank der Klarspülzone
in mindestens eine Umgehungsleitung oder an die Reinigungszone einen Spülflüssigkeitsverlust
in der Reinigerzone ohne Verwendung von Frischwasser auszugleichen.
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Diese
geregelte Weitergabe erfolgt jedoch nur nach Maßgabe der
Steuerung der Durchlaufspülmaschine, z. B. bei bestimmten
Betriebszuständen der Durchlaufspülmaschine, in
denen eine Weitergabe erforderlich und gewünscht ist.
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Durch
die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung
wird erreicht, dass der Spülflüssigkeitsvorratstank
der mindestens einen Klarspülzone, die eine Frischwasserklarspülzone
sowie eine Pumpenklarspülzone umfasst, als Spülflüssigkeitspuffer
genutzt werden kann und bei Bedarf aus diesem Spülflüssigkeitsvorratstank
bevorzugt erwärmtes Frischwasser entweder in eine diesem
Spülflüssigkeitsvorratstank vorgeschaltete Behandlungszone
wie einer weiteren Reinigungszone oder einer Vorabräum-
oder Vorreinigerzone zugeleitet werden kann. Dem Spülflüssigkeitsvorratstank
ist bevorzugt eine Niveauerfassung zugeordnet, die ihrerseits mit
der Steuerung der Durchlaufspülmaschine in Verbindung steht.
Der mindestens einen Klarspülzone vorgeschalteten Reinigungszone
ist ebenfalls eine Niveauerfassung zugeordnet, die ebenfalls mit
der Steuerung der Durchlaufspülmaschine in Verbindung steht.
Beide Niveauerfassungseinrichtungen melden die jeweils in den Behandlungszonen
herrschenden Spülflüssigkeitsstände an
die Steuerung.
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Die
Steuerung der Durchlaufspülmaschine steuert vorzugsweise
das Zuführen von Spülflüssigkeit aus
dem Spülflüssigkeitsvorratstank der mindestens
einen Klarspülzone in die mindestens eine Reinigungszone
und/oder in die mindestens eine Vorreinigungszone in Abhängigkeit
von einem aktuellen Betriebszustand der Durchlaufspülmaschine.
Die Steuerung ist dabei der Regelung der Niveauzustände
in der Reinigungszone und/oder der Vorreinigungszone bzw. in den
diesen Zonen zugeordneten Vorratstanks übergeordnet, so
dass sie je nach aktuellem Betriebszustand die Regelung zulässt
oder verhindert. Die Steuerung steuert die Durchführung der
Regelung vorzugsweise in Abhängigkeit von dem aktuellen
Programmpunkt des Spülprogrammes der Durchlaufspülmaschine.
Die Steuerung kann aber beispielsweise auch beeinflusst durch Parameter
wie Temperaturen oder Verschmutzungsgrad (der gegebenenfalls durch
einen Trübungssensor bestimmt wird) ein Zuführen
von Spülflüssigkeit aus dem Spülflüssigkeitsvorratstank
der mindestens einen Klarspülzone in die mindestens eine
Reinigungszone und/oder in die mindestens eine Vorreinigungszone zulassen
oder nicht zulassen.
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Abhängig
von der Vorgabe dieser Steuerung (insbesondere wenn die Steuerung
dies in Abhängigkeit von dem aktuellen Betriebszustand
der Durchlaufspülmaschine zulässt) kann nun aus
der mindestens einen Klarspülzone Spülflüssigkeit
entweder der mindestens einen dieser vorgeschalteten Reinigungszone
und/oder der mindestens einen Vorreinigungszone zugeführt
werden. Dabei ist die Entscheidung, welcher der aufgezählten
Zonen die Spül flüssigkeit aus der mindestens einen
Klarspülzone zugeleitet wird, wiederum abhängig
von Niveauständen, die in der mindestens einen Reinigungszone
und der mindestens einen Klarspülzone herrschen. Diese
Niveaustände wiederum sind aufgrund der Niveauerfassungen
der Maschinensteuerung bekannt.
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Durch
eine Regelung der Öffnungsstellung von Ventilen in Umgehungsleitungen,
die jeweils in die mindestens eine Vorreinigungszone oder in die mindestens
eine Reinigungszone münden, kann durch die in diese Behandlungszonen
eingeleitete Spülflüssigkeitsmenge die in dem
Spülflüssigkeitsvorratstank der mindestens einen
Klarspülzone bevorratete Spülflüssigkeitsmenge
geregelt werden. Durch die Maschinensteuerung ist sichergestellt, dass
im Spülflüssigkeitsvorratstank der mindestens einen
Klarspülzone ein minimal einzuhaltendes Niveau nicht unterschritten
wird. Der Niveaustand innerhalb des Spülflüssigkeitsvorratstanks
pendelt zwischen einem Maximalniveau und einem Normalniveau. Erfolgt
eine Flüssigkeitsverschleppung zum Beispiel durch langes
Spülgut, welches durch die Durchlaufspülmaschine
transportiert wird, kann es zum Sinken des Niveaus der Spülflüssigkeit
zum Beispiel im Spülflüssigkeitsvorratstank der
Reinigungszone kommen, so dass diese aus dem Spülflüssigkeitsvorratstank
der mindestens einen Klarspülzone durch Öffnen
eines elektrisch ansteuerbaren Ventils in einer Umgehungsleitung
oder durch das Einschalten einer Pumpe auf das minimal vorgegebene
Niveau in dieser Zone wieder ergänzt werden kann.
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Unterschreitet
bei größeren entnommenen Volumina der Flüssigkeitsstand
an Spülflüssigkeit im Spülflüssigkeitsvorratstank
ein Minimalniveau, wird eine Frischwasserzuleitung, durch welche
bevorzugt erwärmtes (60°C) Frischwasser in den
Spülflüssigkeitsvorratstank geleitet wird, geöffnet
und das Flüssigkeitsvolumen dort wieder auf das Minimalniveau aufgefüllt.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Anhand
der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
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Es
zeigt:
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1 eine
schematisch wiedergegebene Darstellung einer ersten Ausführungsform
einer erfindungsgemäß vorgeschlagenen Durchlaufspülmaschine,
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2 eine
Darstellung der den Behandlungszonen zugehörigen Tanks
und
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3 eine
schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform
einer erfindungsgemäß vorgeschlagenen Durchlaufspülmaschine.
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Ausführungsformen
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Der
Darstellung gemäß 1 ist eine
Durchlaufspülmaschine zu entnehmen, welche durch Bezugszeichen 10 bezeichnet
ist. Die Durchlaufspülmaschine 10 umfasst eine
Vorreinigungszone 12, mindestens eine Reinigungszone 14,
eine Klarspülzone 16 sowie eine Trockenzone 42.
Die Klarspülzone 16 ist in der Darstellung gemäß 1 in
eine Frischwasserklarspülzone 18 und eine Pumpenklarspülzone 20 unterteilt.
Zu reinigendes Spülgut 50 wird durch ein Fördermittel 68 in
Transportrichtung 70 durch die aufeinanderfolgenden Behandlungszonen
der Durchlaufspülmaschine 10 gemäß der
Darstellung in 1 gefördert.
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Eine
Umwälzpumpe 22 in der Klarspülzone 16 saugt
Spülflüssigkeit aus einem Spülflüssigkeitsvorratstank 24 und
der Klarspülzone 16 an und fördert diese über
eine Leitung 26 den in der Klarspülzone 16 vorhandenen
Sprühdüsen 28 zu. Von einer Leitung 26 zweigt
ein Bypass 30 mit einem elektrisch ansteuerbaren Ventil 32,
welches in eine Umgehungsleitung 44 zur Vorreinigungszone 12 oder
zum Abwasser angeordnet ist, ab und kann nach Vorgabe von Signalen
einer Steuerung 46 geöffnet oder geschlossen werden.
Dadurch lässt sich das Volumen, welches über die
Umgehungsleitung 44 abfließt, regeln.
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Ein
weiterer, durch Bezugszeichen 34 bezeichneter Bypass zweigt
ebenfalls von der Leitung 26 in die Umgehungsleitung 35 ab
und weist ebenfalls ein elektrisch ansteuerbares Ventil 36 auf,
welches nach Vorgabe von Signalen der Steuerung 46 geöffnet
oder geschlossen werden kann. Die Leitung 34 mündet
in die mindestens eine Reinigungszone 14. Durch das elektrisch
ansteuerbare Ventil 36 kann das Volumen, welches über
diese Leitung, den Bypass 34, fließt, geregelt
werden.
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Ein
Spülflüssigkeitsvorratstank 24 der Klarspülzone 16 und
ein Spülflüssigkeitsvorratstank 48 der
mindestens einen Reinigungszone 14 weisen jeweils eine
Niveauerfassung 38 beziehungsweise 40 auf, mittels
derer die Tankniveaus der mindestens einen Reinigungszone 14 und
der mindestens einen Klarspülzone 16 an die Steuerung 46 übermittelt
werden. Wird durch eine derart ausgebildete Durchlaufspülmaschine 10 langes
Spülgut 50 durch die einzelnen Behandlungszonen
gefördert, kann durch die Oberfläche des Spülgutes 50 entlang
der Fließrichtung 52 ein Spülflüssigkeitsverlust
im Spülflüssigkeitsvorratstank 48, welcher
der mindestens einen Reinigungszone 14 zugeordnet ist,
entstehen.
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Im
normalen Betrieb einer Durchlaufspülmaschine 10 stellt
sich in der Vorreinigungszone 12 ein Spülflüssigkeitsvorratstankniveau
entsprechend eines Überlaufes 58 ein. In der Reinigungszone 14 stellt
sich ein Spülflüssigkeitsvorratstankniveau entsprechend
der Höhe einer Kaskade 60 zwischen der Reinigungszone 14 und
der Vorreinigungszone 12 ein.
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Das
Spülflüssigkeitsniveau im Spülflüssigkeitsvorratstank,
welcher der Klarspülzone 16 zugeordnet ist, wird über
die Niveauerfassung 38 und die Steuerung 46 geregelt.
Das über die Frischwasserklarspülung 18 der
Klarspülzone 16 zugeführte Frischwasser
wird nach Maßgabe der Steuerung 46 entweder der
Vorreinigungszone 12 oder der mindestens einen Reinigungszone 14 zugeführt.
Dazu wird nach Vorgabe der Steuerung 46 von Zeit zu Zeit
entweder das eine oder andere der beiden elektrisch ansteuerbaren
Ventile 32, 36 in dem Bypass 34 zur mindestens
einen Reinigungszone 14 oder in der Umgehungsleitung 44 zur
mindestens einen Vorreinigungszone 12 geöffnet
oder geschlossen oder beide Ventile 32, 36 gleichzeitig
geöffnet oder geschlossen. Infolgedessen pendelt das Niveau
im Spülflüssigkeitstank 24 der Klarspülzone 16 zwischen
einem maximalen Niveau 62 und einem normalen Niveau 64,
wie in 2 dargestellt.
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Ergibt
sich infolge einer Spülflüssigkeitsverschleppung
durch langes Spülgut 50 im Spülflüssigkeitsvorratstank 48 der
mindestens einen Reinigungszone 14 ein Spülflüssigkeitsmangel,
beziehungsweise sinkt das Niveau unter ein vorgegebenes Niveau,
wird über den ersten Bypass 34 und das Ventil 36 Spülflüssigkeit
aus dem Klarspülflüssigkeitsvorratstank 24 in
die mindestens eine Reinigungszone 14 geleitet, bis sich
das minimal vorgegebene Niveau in der mindestens einen Reinigungszone 14 wieder
einstellt.
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Dabei
darf in dem Spülflüssigkeitsvorratstank 24 der
Klarspülzone 16 ein minimal einzuhaltendes Niveau 66 nicht
unterschritten werden. Erst wenn das zum Ausgleich von Spülflüssigkeitsverlusten
in der mindestens einen Reinigungszone 14 im Spülflüssigkeitsvorratstank 24 der
mindestens einen Klarspülzone 16 gepufferte, vorgehaltene
Flüssigkeitsvolumen nicht mehr ausreicht, ist über
eine separate Füllleitung 54 und ein elektrisch
ansteuerbares Ventil 56 Frischwasser, bei dem es sich bevorzugt
um erwärmtes (z. B. 60°C) Frischwasser handelt,
der Klarspülzone 16 zuzuführen. Von dort
gelangt es auf dem oben beschriebenen Weg in die mindestens eine
Reinigungszone 14.
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Ist
das Spülflüssigkeitsniveau im Spülflüssigkeitsvorratstank 24 der
Klarspülzone 16 unter das normale Niveau 64 beziehungsweise
das minimale Niveau 66 gefallen, wird weder über
den Bypass 30 mit Ventil 32 oder den weiteren
Bypass 34 mit dem weiteren Ventil 36 Spülflüssigkeit
aus der Klarspülzone herausgeführt. Dadurch ist
sichergestellt, dass immer eine ausreichende Menge an Spülflüssigkeit
aus der Klarspülzone 16 zum Ausgleich von Spülflüssigkeitsverlusten
in der mindestens einen Reinigungszone 14 zur Verfügung
steht.
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Alternativ
können anstelle des Bypasses 34 und der Umgehungsleitung 44 und
der in diesen angeordneten elektrisch ansteuerbaren Ventilen 32, 36 auch
separate Pumpen mit entsprechenden Leitungen in die jeweiligen Behandlungszonen
eingesetzt werden, die dann analog zu den elektrisch ansteuerbaren
Ventilen 32, 36 nach Maßgabe der Steuerung 46 ein-
und wieder ausgeschaltet werden können. Diese Ausführungsvariante
gemäß 3 hat den Vorteil, dass Pumpen
infolge der großen Querschnitte weniger schmutzempfindlich
sind.
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Mit
dem oben beschriebenen System wird eine Durchlaufspülmaschine 10 bereitgestellt,
die einen wassersparenden und energiesparenden Betrieb zulässt.
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- 10
- Durchlaufgeschirrspülmaschine
- 12
- Vorreinigungszone
- 14
- Reinigungszone
- 16
- Klarspülzone
- 18
- Frischwasserklarspülung
- 20
- Pumpenklarspülung
- 22
- Umwälzpumpe
- 24
- Spülflüssigkeitsvorratstank
Klarspülzone
- 26
- Zuleitung
zu Sprühdüsen Pumpenklarspülung
- 28
- Sprühdüsen
Pumpenklarspülung
- 30
- Bypass
Umgehungsleitung
- 32
- Ventil
Umgehungsleitung
- 34
- Bypass
zu Reinigungszone
- 35
- Umgehungsleitung
- 36
- Ventil
für Bypassleitung zu Reinigungszone
- 38
- Niveauerfassung
Klarspülzone
- 40
- Niveauerfassung
Reinigungszone
- 42
- Trockenzone
- 44
- Umgehungsleitung
- 46
- Steuerung
- 48
- Spülflüssigkeitsvorratstank
Reinigungszone
- 50
- Spülgut
- 52
- Flussrichtung
Spülflüssigkeitsverschleppung
- 54
- Füllleitung
für Klarspülzone
- 56
- Füllventil
- 58
- Überlauf
Vorreinigungszone
- 60
- Kaskade
zwischen Reinigungszone und Vorreinigungszone
- 62
- Maximalniveau
Spülflüssigkeitsvorratstank Klarspülzone
- 64
- Normalniveau
Spülflüssigkeitsvorratstank Klarspülzone
- 66
- Minimalniveau
Spülflüssigkeitsvorratstank Klarspülzone
- 68
- Fördervorrichtung
- 70
- Transportrichtung
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 4428738
A1 [0008]
- - US 4561904 [0011]
- - EP 0838190 B [0011]
- - EP 0838190 B1 [0014]
- - DE 102005015157 A1 [0015]
- - DE 102005030720 A1 [0018, 0018]
- - DE 102005015157 A [0018]
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