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DE102007008409A1 - Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine mit einem Schlepphebel - Google Patents

Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine mit einem Schlepphebel Download PDF

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DE102007008409A1
DE102007008409A1 DE102007008409A DE102007008409A DE102007008409A1 DE 102007008409 A1 DE102007008409 A1 DE 102007008409A1 DE 102007008409 A DE102007008409 A DE 102007008409A DE 102007008409 A DE102007008409 A DE 102007008409A DE 102007008409 A1 DE102007008409 A1 DE 102007008409A1
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cam
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opening
internal combustion
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Van Hau Dipl.-Ing. Nguyen (FH)
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Schaeffler Technologies AG and Co KG
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Schaeffler KG
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Vorgeschlagen ist ein Ventiltrieb (1) einer Brennkraftmaschine (2) mit einem Schlepphebel (4), der mit einer an einem Nocken (3) abwälzenden Rolle (9) versehen ist und der ein Gaswechselventil (6) hubbeaufschlagt, und mit einem an eine Hydraulikmittelversorgung (15) der Brennkraftmaschine angeschlossenen Abstützelement (5) mit einem Gelenkkopf (13), auf dem der Schlepphebel mit einer Gelenkpfanne (12) schwenkbeweglich gelagert ist, wobei eine durch den Gelenkkopf verlaufende und innerhalb der Gelenkpfanne mündende Zuflussöffnung (18) und in der Gelenkpfanne eine mit der Zuflussöffnung kommunizierende Durchflussöffnung (19) zur Anspritzung des Nockens und/oder der Rolle vorgesehen sind. Dabei sollen die Öffnungen in Schwenkrichtung des Schlepphebels derart zueinander versetzt angeordnet sein, dass diese in der geschlossenen Stellung des Gaswechselventils hydraulisch voneinander getrennt oder lediglich über einen Drosselspalt (20) hydraulisch miteinander verbunden sind.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft einen Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine mit einem Schlepphebel, der mit einer an einem Nocken abwälzenden Rolle versehen ist und der an einem Ende ein Gaswechselventil zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung hubbeaufschlagt, und mit einem an eine Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine angeschlossenen Abstützelement mit einem sphärischen Gelenkkopf, auf dem der Schlepphebel mit einer kalottenförmigen Gelenkpfanne am anderen Ende schwenkbeweglich gelagert ist. Dabei ist eine durch den Gelenkkopf verlaufende und innerhalb der Gelenkpfanne mündende Zuflussöffnung für Hydraulikmittel und in der Gelenkpfanne eine mit der Zuflussöffnung hydraulisch kommunizierende Durchflussöffnung für Hydraulikmittel zur Anspritzung des Nockens und/oder der Rolle vorgesehen.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Derartige Ventiltriebe mit endseitig auf stationär in der Brennkraftmaschine angeordneten Abstützelementen kugelgelenkig gelagerten Schlepphebeln sind der Fachwelt an sich bekannt und tragen aufgrund ihres Wälzkontakts zwischen dem Nocken und der Rolle zu einer, gegenüber einem Gleitkontakt, erheblichen Reduzierung der Ventiltriebsreibung bei. Zur Schmierung und/oder Kühlung des Wälzkontakts ist es üblich, die Gelenkpfanne des Schlepphebels mit einer zur Anspritzung des Nockens und/oder der Rolle dienenden Durchflussöffnung für druckbeaufschlagtes Hydraulikmittel zu versehen. Dieses gelangt, ausgehend von der Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine und einen an diese angeschlossenen Hydraulikmittelpfad innerhalb des Abstützelements, über die Zuflussöffnung in den Gelenkkontakt zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne und dient gleichzeitig der Schmierung des Gelenkkontakts.
  • Ein solcher Ventiltrieb ist beispielsweise aus der gattungsgemäßen DE 42 34 868 A1 bekannt. Dabei stehen die Zuflussöffnung und die Durchflussöffnung in permanenter hydraulischer Verbindung miteinander, so dass eine kontinuierliche Anspritzung der Rolle unabhängig von der Hubstellung des Gaswechselventils erfolgt. Das mithin auch kontinuierlich in den Wälzkontakt zwischen dem Nocken und der Rolle geförderte Hydraulikmittel kann jedoch im Hinblick auf die zyklisch schwankenden Kontaktkräfte zu ungünstigen Schmierfilmbedingungen im Wälzkontakt führen. Während in der Öffnungsphase des Gaswechselventils die Belastung des Wälzkontakts durch die dann wirksame Ventilfederkraft und durch Beschleunigungskräfte mit einer angemessenen, d. h. tribologisch günstigen Schmierfilmhöhe einhergeht, kann es in der geschlossenen Phase des Gaswechselventils und der dann geringen Belastung des Wälzkontakts zu einer unzulässig hohen Ansammlung von Hydraulikmittel vor dem Wälzkontakt und zu einer entsprechend großen Schmierfilmhöhe im Wälzkontakt kommen. Untersuchungen der Anmelderin haben gezeigt, dass ein übermäßiges Angebot an Hydraulikmittel die Wahrscheinlichkeit eines temporär auftretenden Schlupfs, vergleichbar mit dem Effekt des Aquaplanings, zwischen der Rolle und dem Nocken deutlich erhöhen kann. Dieser temporäre Schlupf birgt das Risiko eines vorzeitigen Oberflächenverschleißes der Kontaktpartner, wobei sich der in den Untersuchungen festgestellte Verschleiß in Form von Rattermarken an der Rolle manifestierte.
  • Ein weiterer Nachteil der kontinuierlichen Anspritzung kann durch einen Anstieg der hydrodynamischen Ventiltriebsreibung in Folge eines übermäßigen Hydraulikmitteleintrags vor und in den Wälzkontakt gegeben sein.
  • Schließlich kann sich der allein für die Anspritzung benötigte Hydraulikmitteistrom insbesondere bei mehrventiligen Brennkraftmaschinen zu einem erheblichen Anteil am gesamten Förderstrom der Hydraulikmittelpumpe aufsummieren und, wie die hydrodynamische Ventiltriebsreibung, ebenfalls einen erheblichen Beitrag zum sogenannten Reibmitteldruck als Maß für die Verlustleistung der Brennkraftmaschine darstellen.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Ventiltrieb der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass die genannten Nachteile mit einfachen Mitteln beseitigt sind. Demnach soll einerseits die Anspritzung des Nockens und/oder der Rolle mit Hydraulikmittel so gestaltet sein, dass ein auf die Lebensdaueranforderungen der Brennkraftmaschine abgestimmter Betrieb des Ventiltriebs ohne vorzeitigen Oberflächenverschleiß der Rolle oder des Nockens ermöglicht wird. Andererseits soll die mit der Anspritzung verbundene Verlustleistung der Brennkraftmaschine möglichst gering sein.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung den Unteransprüchen entnehmbar sind. Demnach sollen die Durchflussöffnung und die Zuflussöffnung in Schwenkrichtung des Schlepphebels derart zueinander versetzt angeordnet sein, dass die Durchflussöffnung und die Zuflussöffnung in der geschlossenen Stellung des Gaswechselventils hydraulisch voneinander getrennt oder lediglich über einen Drosselspalt hydraulisch miteinander verbunden sind. Folglich wird der bei geöffnetem Gaswechselventil für die Anspritzung benötigte Hydraulikmittelstrom bei geschlos senem Gaswechselventil unterbrochen oder durch Drosselung deutlich reduziert, so dass der Eintrag von Hydraulikmittel in oder vor den dann ausreichend belasteten Wälzkontakt zwischen Nocken und Rolle zyklisch intermittierend beziehungsweise schwellend mit geöffnetem Gaswechselventil erfolgt. Die dazwischen bei geschlossenem Gaswechselventil, d. h. während der Grundkreisphase des Nockens, aussetzende oder gedrosselte Anspritzung hingegen gewährleistet, dass es zu keinem übermäßigen Eintrag von Hydraulikmittel in den dann allenfalls nur gering belasteten Wälzkontakt kommt.
  • Ein weiterer Vorteil der zyklisch aussetzenden oder gedrosselten Anspritzung besteht darin, dass der die Hydraulikmittelpumpe der Brennkraftmaschine belastende und am Reibmitteldruck der Brennkraftmaschine beteiligte Hydraulikmittelstrom durch den Ventiltrieb reduziert werden kann. Beispielsweise würde sich im Falle eines Nockens mit 240° Grundkreisphase und 120° Ventilöffnungsphase bei zyklisch vollständig aussetzender Anspritzung eine Reduzierung des für die Anspritzung benötigten Hydraulikmittelsstroms um zwei Drittel des ursprünglichen Wertes bei kontinuierlicher Anspritzung ergeben.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Durchflussöffnung als Stufenbohrung mit wenigstens zwei unterschiedlichen und sich in Durchflussrichtung vergrößernden Querschnittsflächen ausgebildet ist. Insbesondere bei kleinsten Durchflussquerschnitten lässt sich eine so gestaltete Durchflussöffnung wirtschaftlich dadurch herstellen, dass größere Querschnitte der Stufenbohrung im Falle eines Gusshebels angegossen oder im Falle eines Blechhebels angeprägt sind und der für den Durchfluss maßgebliche kleinste Querschnitt durch andere bekannte Verfahren wie Bohren, Laserbohren oder Lochen hergestellt wird.
  • Außerdem soll das Abstützelement eine an sich bekannte hydraulische Ventilspielausgleichsvorrichtung aufweisen. Dabei kommt es der ebenfalls an die Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine angeschlossenen Ventilspielausgleichsvorrichtung zugute, dass die Hydraulikmittelversorgung während des Ventilspielausgleichvorgangs, d. h. während der Grundkreisphase des No ckens, nicht oder in nur geringem Maße durch andere Verbraucher und in diesem Fall durch die Anspritzung des Nockens und/oder der Rolle belastet ist, so dass im Hinblick auf einen schnellen Ventilspielausgleichvorgang stets ein ausreichend hoher Hydraulikmitteldruck zur Verfügung steht. In dem alternativen Fall, dass es sich um ein Abstützelement mit mechanischem Ventilspielausgleich handelt, dient der Anschluss des Abstützelements an die Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine lediglich der Anspritzung des Nockens und/oder der Rolle sowie der Schmierung des Gelenkkontakts.
  • Weiterhin ist es vorgesehen, dass der Schlepphebel mit einem auf der Gelenkpfanne verlaufenden Umlenkelement versehen ist, welches das aus der Durchflussöffnung austretende Hydraulikmittel in Richtung des Nockens und/oder in Richtung der Rolle umlenkt. Unter der Maßgabe, dass eine durch die Durchflussöffnung selbst gebildete Umlenkung, wie sie beispielsweise in der eingangs zitierten Druckschrift durch zwei sich schneidende Bohrungen gebildet ist, nicht vorgesehen ist, und aufgrund der in Schwenkrichtung des Schlepphebels zueinander versetzten Anordnung der Öffnungen kann ein solches Umlenkelement zur gezielten Anspritzung des Nockens und/oder der Rolle unerlässlich sein.
  • Dabei kann es in weiterer Fortbildung der Erfindung zweckmäßig sein, dass das Umlenkelement so geformt ist, dass das Hydraulikmittel in Richtung des Nockens und beabstandet zum Wälzkontakt zwischen dem Nocken und der Rolle umgelenkt wird. Durch diese Maßnahme kann auch während des geöffneten Gaswechselventils eine übermäßige und reibungsnachteilige Ansammlung von Hydraulikmittel unmittelbar vor dem Wälzkontakt verhindert und ein Eintrag von Hydraulikmittel in den Wälzkontakt auf ein ausreichendes Maß begrenzt werden. Dies gilt insbesondere für einen so genannten gezogenen Ventiltrieb, bei dem die sich momentan in Eingriff befindliche Nockenspitze vom Abstützelement wegdreht und der für den Eintrag von Hydraulikmittel ebenfalls maßgebliche Bogenabschnitt zwischen dem Anspritzpunkt auf dem Nocken und dem Wälzkontakt entsprechend klein ist.
  • Schließlich kann es vorgesehen sein, dass das Umlenkelement Teil eines am Schlepphebel befestigten Verbindungselements ist, das zur verliersicheren Halterung des Abstützelements am Schlepphebel dient und als die Gelenkpfanne umgreifende Blechklammer ausgebildet ist. Dabei weist die Blechklammer einen unter der Gelenkpfanne verlaufenden ersten Abschnitt mit einer Aussparung für das Abstützelement und einen auf der Gelenkpfanne verlaufenden zweiten Abschnitt mit dem daran angeformten Umlenkelement auf. Ein als kostengünstige Blechklammer ausgebildetes Verbindungselement an sich ist in vielfältigen Ausgestaltungsvarianten bekannt und kann im wesentlichen kostenneutral um das daran angeformte Umlenkelement erweitert werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist. Es zeigen:
  • 1 eine Gesamtansicht eines erfindungsgemäßen Ventiltriebs bei geschlossenem Gaswechselventil;
  • 2 die Einzelheit A aus 1 in vergrößerter Darstellung;
  • 3 eine Gesamtansicht des Ventiltriebs bei geöffnetem Gaswechselventil;
  • 4 die Einzelheit B aus 3 in vergrößerter Darstellung und
  • 5 die Einzelheit B aus 3 in perspektivischer Teilschnittdarstellung.
  • Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
  • In 1 ist ein erfindungsgemäßer Ventiltrieb 1 einer hier nur angedeuteten Brennkraftmaschine 2 mit einem Nocken 3 einer Nockenwelle, einem Schlepphebel 4, einem stationär in der Brennkraftmaschine 2 gelagerten Abstützelement 5 und einem Gaswechselventil 6 offenbart. Das Gaswechselventil 6 ist in bekannter Weise durch eine hier nicht dargestellte Ventilfeder mittels eines Federtellers 7 in Schließrichtung kraftbeaufschlagt und befindet sich entsprechend der dargestellten Grundkreisphase des Nockens 3 in seiner geschlossenen Stellung. Der hier einen aus Blechwerkstoff umgeformten Hebelkörper 8 mit einer am Nocken 3 abwälzenden Rolle 9 aufweisende Schlepphebel 4 beaufschlagt an einem Ende 10 das Gaswechselventil 6 und ist am anderen Ende 11 mit einer kalottenförmigen Gelenkpfanne 12 auf einem sphärischen Gelenkkopf 13 des Abstützelements 5 schwenkbeweglich gelagert. Das mit einem Zulauf 14 an die Hydraulikmittelversorgung 15 der Brennkraftmaschine 2 angeschlossene Abstützelement 5 ist in bekannter Weise mit einer hydraulischen Ventilspielausgleichsvorrichtung 16 versehen und mit dem Schlepphebel 4 mittels eines an diesem befestigten Verbindungselements 17 zu einer Montageeinheit zusammengefasst.
  • Die für das Verständnis der Erfindung wesentliche Einzelheit A ist in 2 vergrößert dargestellt. Das Abstützelement 5 weist eine mit dem Zulauf 14 hydraulisch kommunizierende, konzentrisch durch den Gelenkkopf 13 verlaufende und innerhalb der Gelenkpfanne 12 mündende Zuflussöffnung 18 auf. Eine durch die Gelenkpfanne 12 verlaufende und zur Anspritzung des Nockens 3 dienende Durchflussöffnung 19 ist gegenüber der Zuflussöffnung 18 in Schwenkrichtung des Schlepphebels 4 versetzt angeordnet. Dieser Versatz ist so bemessen, dass die Zuflussöffnung 18 und die Durchflussöffnung 19 bei der dem geschlossenen Gaswechselventil 6 und der momentan wirksamen Grundkreisphase des Nockens 3 entsprechenden Schwenkposition des Schlepphebels 4 lediglich über einen Drosselspalt 20 hydraulisch miteinander verbunden sind. Der Drosselspalt 20 reduziert den aus der Durchflussöffnung 19 austretenden, hier nicht dargestellten Hydraulikmittelstrom in hohem Maße und weist einen sichelförmigen Längsschnitt auf. Dieser ergibt sich aus den Oberflächengeometrien des sphärischen Gelenkkopfs 13 mit einem Radius 21 und der Ge lenkpfanne 12 mit einem sogenannten gotischen Profil, d. h. mit einem größeren und mittelpunktsversetzten Radius 22, wobei der Drosselspalt 20 durch den Gelenkkontakt – hier durch die Punkte 23 symbolisiert – begrenzt ist.
  • In 3 ist der Ventiltrieb 1 in einer geöffneten Stellung des Gaswechselventils 6 bei momentan wirksamer Maximalerhebung des Nockens 3 sowie der entsprechenden Schwenkposition des Schlepphebels 4 dargestellt. Wie es in Verbindung mit der in 4 dargestellten Einzelheit B deutlich wird, führt die gegenüber 1 verdrehte Schwenkposition des Schlepphebels 4 zu einer ausreichenden Überdeckung von Zuflussöffnung 18 und Durchflussöffnung 19 unter Bildung eines drosselarmen Hydraulikmittelstrahls oder -sprays 23, das hier durch ein Umlenkelement 24 lediglich auf den Nocken 3 und ausreichend beabstandet zum Wälzkontakt zwischen dem Nocken 3 und der Rolle 9 gerichtet ist.
  • Die Gestaltung der selbst nicht auf den Nocken 3 gerichteten Durchflussöffnung 19 sei ebenfalls anhand der 4 erläutert. Die Durchflussöffnung 19 ist hier als Stufenbohrung 25 mit drei unterschiedlichen und sich in Durchflussrichtung vergrößernden Querschnittsflächen 26, 27 und 28 ausgebildet. Die für den Durchfluss maßgebliche kleinste Querschnittsfläche 26 ist durch Lochen (Stanzen) hergestellt, nachdem die in Durchflussrichtung nachfolgenden Querschnittsflächen 27 und 28 durch Prägen hergestellt worden sind. Eine hierdurch gegebenenfalls erzeugte Verformung oder Gratbildung an der Innenmantelfläche der Gelenkpfanne 12 kann durch Nachprägen der Innenmantelfläche beseitigt werden.
  • Das einteilig an dem als Blechkammer ausgebildeten Verbindungselement 17 angeformte Umlenkelement 24 geht aus der perspektivischen Detailansicht gemäß 5 hervor. Das, abgesehen von dem Umlenkelement 24, an sich bekannte Verbindungselement 17 weist einen unter der Gelenkpfanne 12 verlaufenden ersten Abschnitt 29 mit einer Aussparung 30 für das Abstützelement 5 und konkret zum Umschnappen des Gelenkkopfs 13, einen auf der Gelenkpfanne 12 verlaufenden zweiten Abschnitt 31 mit dem daran hier endseitig an geformten und bogenförmig ausgebildeten Umlenkelement 24 sowie einen den ersten Abschnitt 29 mit dem zweiten Abschnitt 31 verbindenden Zwischenabschnitt 32 auf und umgreift die Gelenkpfanne 12 U-förmig. Es ist offensichtlich, dass durch eine fertigungstechnisch einfach herzustellende Formänderung des Umlenkelements 24 eine kostenneutrale Modulbauweise des Ventiltriebs 1 mit darauf abgestimmten Anspritzwinkeln des Hydraulikmittels ohne Änderung der Durchflussöffnung 19 in der Gelenkpfanne 12 ermöglicht wird.
  • 1
    Ventiltrieb
    2
    Brennkraftmaschine
    3
    Nocken
    4
    Schlepphebel
    5
    Abstützelement
    6
    Gaswechselventil
    7
    Federteller
    8
    Hebelkörper
    9
    Rolle
    10
    Ende
    11
    Ende
    12
    Gelenkpfanne
    13
    Gelenkkopf
    14
    Zulauf
    15
    Hydraulikmittelversorgung
    16
    hydraulische Ventilspielausgleichsvorrichtung
    17
    Verbindungselement
    18
    Zuflussöffnung
    19
    Durchflussöffnung
    20
    Drosselspalt
    21
    Radius des Gelenkkopfs
    22
    Radius der Gelenkpfanne
    23
    Gelenkkontakt
    24
    Umlenkelement
    25
    Stufenbohrung
    26
    Querschnittsfläche
    27
    Querschnittsfläche
    28
    Querschnittsfläche
    29
    erster Abschnitt des Verbindungselements
    30
    Aussparung
    31
    zweiter Abschnitt des Verbindungselements
    32
    Zwischenabschnitt des Verbindungselements
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 4234868 A1 [0003]

Claims (6)

  1. Ventiltrieb (1) einer Brennkraftmaschine (2) mit einem Schlepphebel (4), der mit einer an einem Nocken (3) abwälzenden Rolle (9) versehen ist und der an einem Ende (10) ein Gaswechselventil (6) zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung hubbeaufschlagt, und mit einem an eine Hydraulikmittelversorgung (15) der Brennkraftmaschine (2) angeschlossenen Abstützelement (5) mit einem sphärischen Gelenkkopf (13), auf dem der Schlepphebel (4) mit einer kalottenförmigen Gelenkpfanne (12) am anderen Ende (11) schwenkbeweglich gelagert ist, wobei eine durch den Gelenkkopf (13) verlaufende und innerhalb der Gelenkpfanne (12) mündende Zuflussöffnung (18) für Hydraulikmittel und in der Gelenkpfanne (12) eine mit der Zuflussöffnung (18) hydraulisch kommunizierende Durchflussöffnung (19) für Hydraulikmittel zur Anspritzung des Nockens (3) und/oder der Rolle (9) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchflussöffnung (19) und die Zuflussöffnung (18) in Schwenkrichtung des Schlepphebels (4) derart zueinander versetzt angeordnet sind, dass die Durchflussöffnung (19) und die Zuflussöffnung (18) in der geschlossenen Stellung des Gaswechselventils (6) hydraulisch voneinander getrennt oder lediglich über einen Drosselspalt (20) hydraulisch miteinander verbunden sind.
  2. Ventiltrieb (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchflussöffnung (19) als Stufenbohrung (25) mit wenigstens zwei unterschiedlichen und sich in Durchflussrichtung vergrößernden Querschnittsflächen (26, 27) ausgebildet ist.
  3. Ventiltrieb (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (5) eine hydraulische Ventilspielausgleichsvorrichtung (16) aufweist.
  4. Ventiltrieb (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlepphebel (4) mit einem auf der Gelenkpfanne (12) verlaufenden Umlenkelement (24) versehen ist, welches das aus der Durchflussöffnung (19) austretende Hydraulikmittel in Richtung des Nockens (3) und/oder in Richtung der Rolle (9) umlenkt.
  5. Ventiltrieb (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (24) so geformt ist, dass das Hydraulikmittel in Richtung des Nockens (3) und beabstandet zum Wälzkontakt zwischen dem Nocken (3) und der Rolle (9) umgelenkt wird.
  6. Ventiltrieb (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (24) Teil eines am Schlepphebel (4) befestigten Verbindungselements (17) ist, das zur verliersicheren Halterung des Abstützelements (5) am Schlepphebel (4) dient und als die Gelenkpfanne (12) umgreifende Blechklammer ausgebildet ist, welche Blechklammer einen unter der Gelenkpfanne (12) verlaufenden ersten Abschnitt (29) mit einer Aussparung (30) für das Abstützelement (5) und einen auf der Gelenkpfanne (12) verlaufenden zweiten Abschnitt (31) mit dem daran angeformten Umlenkelement (24) aufweist.
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