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Die
Erfindung betrifft einen Sicherheitsgurtaufroller, insbesondere
für in
Kraftfahrzeugen, mit einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten Gurtwelle und
einem daran befestigten Gurtbandende, wobei zur ohne Gurtbandvernähung ausgestalteten
Festlegung des Gurtbandendes an der Gurtwelle die Gurtwelle eine
Ausnehmung zur Aufnahme eines darin undrehbar eingelegten Gurtstiftes
aufweist und das Gurtbandende an dem Gurtstift festgelegt und den Gurtstift
umschlingend aus der den Gurtstift aufnehmenden Ausnehmung der Gurtwelle
herausgeführt ist,
und wobei der Gurtstift als ein U-förmiges Blechbiegeteil ausgebildet
ist, dessen mit der Verlaufsrichtung des endseitig zwischen den
U-Schenkeln festgelegten und den Gurtstift außen umschlingenden sowie aus
dem Gurtstift herausgeführten
Gurtbandes gleichgerichteter U-Schenkel um einen Endbereich verlängert ist.
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Ein
Sicherheitsgurtaufroller mit einer mit den vorbezeichneten Merkmalen
umschriebenen Befestigung des Gurtbandendes an der Gurtwelle ist
der
DE 2556709 A1 zu
entnehmen. Bei der bekannten Ausführung ist der Gurtstift in
die Ausnehmung des Wellenkörpers
derart eingesetzt, dass sein Schlitz sich zum Tiefsten der Ausnehmung
hin öffnet,
wobei das mit seinem Ende in den Schlitz des Gurtstiftes eingelegte
Gurtband nach der Umschlingung des Gurtstiftes in einen unmittelbar
von der Ausnehmung der Gurtwelle ausgehenden, sich quer durch den
Wellenkörper
erstreckenden Wellenschlitz weitergeführt ist. Der mit dem vom Wellenstift
abgehenden Gurtband gleichgerichtete U-Schenkel des Gurtstiftes
ist als Führung
für das
Gurtband in den Wellenschlitz hinein um einen Endbereich verlängert. Bei
der bekannten Ausführung
ist trotz einer schon gegebenen kompakten Bauform nachteilig, dass
das Einfädeln
des Gurtbandendes in den Schlitz des Gurtstiftes und das Einsetzen
des Gurtstiftes mit dem lose daran gehalterten Gurtbandende in die
Wellenausnehmung die Montage der Gurtbandbefestigung an dem Wellenkörper erschwert.
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Eine
andere Befestigung eines Gurtbandendes an einer Gurtwelle ist in
der
DE 10113342 C1 beschrieben.
Hierbei ist der Gurtstift in die Ausnehmung des Wellenkörpers derart
eingesetzt, dass sein Schlitz sich zum äußeren Umfang des Wellenkörpers öffnet, wobei
das mit seinem Ende in den Schlitz des Gurtstiftes eingelegte Gurtband
nach der Umschlingung des Gurtstiftes unter Ausbildung einer im
Bereich der Wellenausnehmung entstehenden Doppellage in einen unmittelbar
von der Ausnehmung der Gurtwelle ausgehenden Wellenschlitz weitergeführt ist.
Bei der bekannten Ausführung
ist trotz einer schon gegebenen kompakten Bauform nachteilig, dass
die doppellagige Anordnung des Gurtbandes wie auch die Ausrichtung
des Gurtstiftes in der Ausnehmung des Wellenkörpers die Montage des Gurtbandes
an den Gurtstift sowie auch des Gurtstiftes in der Wellenausnehmung
erschweren, zumal das Gurtbandende vor dessen Anbindung an den Gurtstift
durch den Wellenschlitz zu fädeln
ist Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Sicherheitsgurtaufroller
mit den eingangs genannten Merkmalen die Befestigung des Gurtbandes
an der Gurtwelle weiter zu vereinfachen und so eine schonende Befestigung
des Gurtbandes an dem Gurtstift zu erreichen.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Anspruch 1; vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, dass der Endbereich
im Anschluß an
das Einlegen des Gurtbandes in dem Gurtstift derart umgebogen ist,
daß der
umgebogene Endbereich den anderen U-Schenkel unter Einklemmen des
dazwischen verlaufenden Gurtbandes überlappt. Mit der Erfindung
ist der Vorteil verbunden, daß aufgrund
des Umbiegens des verlängerten
Endbereichs im Anschluss an das Einlegen des Gurtbandes eine Klemmbefestigung
des Gurtbandendes an dem Gurtstift realisiert ist, so dass der Gurtstift
bei der weiteren Montage an dem Wellenkörper einfacher zu handhaben
ist. Weiterhin ergibt sich der Vorteil, dass aufgrund der kleinen
Bauform des Gurtstiftes nur wenig Platz für die Unterbringung des Gurtstiftes
in der Gurtwelle benötigt
wird, so daß die
erfindungsgemäße Ausbildung
der Festlegung des Gurtbandes an der Gurtwelle auch bei sehr kleinbauenden
Sicherheitsgurtaufrollern anwendbar ist. So bringt die außerhalb
einer direkten Zugbelastung an dem Gurtband liegende Ausnehmung
zur Aufnahme des Gurtstiftes eine Reduzierung der auf die Verbindung
von Gurtband zur Gurtwelle wirkenden Zugbelastung mit sich, wodurch
die kleine Bauform der Gurtwelle begünstigt ist. Ferner steht damit
für die
Anordnung einer Kraftbegrenzungseinrichtung, insbesondere eines
Torsionsstabes, in der Gurtwelle ein größerer Kernquerschnitt zur Verfügung, so
daß durch
die Erfindung die Möglichkeit
geschaffen ist, auch kleinbauende Gurtwellen mit einer Kraftbegrenzung
zu versehen und dennoch auf einen aufwendigen Nähprozeß zur Festlegung des Gurtbandes
an der Gurtwelle zu verzichten. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
daß das Blechbiegeteil
als solches einfach herstellbar ist, wobei das Blechbiegeteil erst
zusammen mit dem Einlegen des Gurtbandes seine endgültige Form
erhält.
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Nach
einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist vorgesehen, daß der Gurtstift derart in die Ausnehmung
der Gurtwelle eingesetzt ist, daß sein umgebogener Endbereich
in die gleiche Richtung weist wie das aus dem Gurtstift herausgeführte und die
offene Seite der Ausnehmung übergreifende
sowie über
den äußeren Umfang
der Gurtwelle verlaufende Gurtband. Hierbei kann vorgesehen sein,
daß die
Abmessungen von Gurtstift und in der Gurtwelle angeordnete Ausnehmung
derart aufeinander abgestimmt sind, daß der Gurtstift bei auf das
Gurtband einwirkender Zugbelastung undrehbar in der Ausnehmung festgelegt
ist. Mit dieser Ausführungsform ist
der Vorteil verbunden, daß bei
auf das Gurtband einwirkender Zugkraft sich der Gurtstift in der
Ausnehmung der Gurtwelle drehen will, wodurch der umgebogene Endbereich
des Gurtstiftes gegen die zugeordnete Seitenwand der Ausnehmung
gepresst wird, so daß die
davon ausgehende Klemmung des Gurtbandes in dem Gurtstift weiter
verstärkt
wird.
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Zur
Verbesserung dieser Klemmwirkung kann nach einem Ausführungsbeispiel
vorgesehen sein, dass der umgebogene Endbereich des Gurtstiftes
mit einer sich gegen die Wand der Ausnehmung der Gurtwelle abstützenden
Wölbung
ausgebildet ist; aufgrund der Wölbung
liegt die Endkante des umgebogenen Endbereiches des Gurtstiftes
im Winkel gegen das Gurtband an, so daß sich die Endkante bei entsprechender
Beanspruchung in das Gurtband eingrabt.
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Soweit
nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung vorgesehen ist, daß die jeweils äußeren Stirnkanten
der U-Schenkel des U-förmigen
Gurtstiftes mit einer Verzahnung versehen sind, wird über die
Verzahnung ein Formschluß des
Gurtstiftes mit dem Gurtband hergestellt, indem entsprechend die einzelnen
Zähne der
an dem Gurtstift ausgebildeten Verzahnung tief in das Gurtband gepresst
werden.
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In
der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung wiedergegeben, welches nachstehend beschrieben ist. Es
zeigen:
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1 die
Gurtwelle eines Sicherheitsgurtaufrollers mit daran montiertem Gurtstift
sowie Gurtband in einer Querschnittsansicht,
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2a–c den Herstellungsprozeß bei der Anbindung
des Endes eines Gurtbandes an einem Gurtstift und dessen Montage
in der Gurtwelle gemäß 1.
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Wie
sich aus 1 ergibt, weist die Gurtwelle 10 eine
von ihrem Umfang ausgehende rechteckige Ausnehmung 11 zur
Aufnahme eines in besonderer Weise gestalteten Gurtstiftes 12 mit
dem daran festgelegten Gurtbandende 17 eines Gurtbandes 13 auf.
Versetzt zu der Ausnehmung 11 ist ein Wellenschlitz 14 angeordnet,
wobei das aus der Ausnehmung 11 austretende Gurtband 13 zunächst über den äußeren Umfang
der Gurtwelle geführt
und alsdann durch den Wellenschlitz 14 von der Gurtwelle 10 weggeführt ist,
um bei einer in einem nicht dargestellten Gurtaufroller montierten
Gurtwelle 10 einen günstigen
Austrittswinkel des Gurtbandes 13 sicherzustellen.
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Der
der Befestigung des Gurtbandes 13 an der Gurtwelle 10 dienende
Gurtstift 12 ist als Blechbiegeteil mit der Grundform eines "U" ausgeführt, wobei das Gurtbandende 17 zwischen
den U-Schenkeln 30, 31 des U-förmigen
Blechbiegeteils eingeklemmt ist. Das Gurtband 13 verläuft außen um die
beiden U-Schenkel 30, 31 des mit seinem Verbindungsbereich
in die Ausnehmung 11 eingeschobenen Gurtstiftes 12 herum
und ist nach einmaliger Umschlingung aus der Ausnehmung 11 herausgeführt und
die offene Seite der Ausnehmung 11 übergreifend über den äußeren Umfang
der Gurtwelle 10 weitergeführt.
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Der
mit der Verlaufsrichtung des aus der Ausnehmung 11 herausgeführten Gurtbandes 13 gleichgerichtete
U-Schenkel 31 weist einen verlängerten Endbereich 32 auf,
der bei der Montage des Gurtbandendes 17 in dem Gurtstift 12 derart
umgebogen wird, daß er
den anderen U-Schenkel 30 unter Einklemmen des dazwischen
verlaufenden Gurtbandes 13 überlappt. Die Abmessungen von
Gurtstift und Ausnehmung 11 sind dabei so aufeinander abgestimmt,
daß bei
auftretender Zugbelastung an dem Gurtband 13 der Gurtstift 12 in
der Ausnehmung 11 undrehbar festgelegt ist. Insbesondere
ist die in der Verlaufsrichtung des aus der Ausnehmung 11 austretenden
Gurtbandes 13 definierte Höhe des Gurtstiftes 12 größer als
seine Breite. Aufgrund dieser Anordnung führt eine Zugbelastung am Gurtband 13 dazu,
daß der
Gurtstift mit dem umgebogenen Endabschnitt 32 seines einen
U-Schenkels 31 gegen die zugeordnete Wand der Ausnehmung 11 gedrückt wird,
so daß sich
der umgebogene Endbereich 32 in Richtung des mit dem anderen
Schenkel 30 eingeklemmten Gurtbandes 13 biegt,
so daß die
Klemmung des Gurtbandes 13 in den Gurtstift 12 dadurch weiter
verstärkt
wird.
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Zur
Verbesserung dieses Nachklemmens weist der umgebogene Endbereich 32 eine
sich gegen die Wandung der Ausnehmung 11 der Gurtwelle 10 abstützende Wölbung 33 auf,
die den Eingriff des Endbereiches 32 bei entsprechender
Zugbeanspruchung am Gurtband verbessert.
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Wie
sich aus den 2a bis 2c ergibt, ist
das den Gurtstift 12 bildende U-förmige Blechbiegeteil zu Beginn
der Montage zunächst
mit einer leicht geöffneten
U-Form seiner U-Schenkel 30, 31 versehen, wobei
der U-Schenkel 31 zunächst mit
seinem Endbereich 32 geradlinig ausgerichtet ist. Die Endkanten
der U-Schenkel 30 bzw. 31, 32 sind mit
einer Verzahnung 19 versehen.
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Nach
Einschieben des Gurtbandendes 17 des Gurtbandes 13 zwischen
die U-Schenkel 30, 31 gemäß 2a wird
durch entsprechenden Angriff von zwei Werkzeugen 35 mit
an ihnen ausgebildeten Biegeflächen 36 der
Gurtstift 12 in seine zu 1 beschriebene
Form gebogen, indem einerseits der U-Schenkel 30 etwas
eingebogen wird, um das Gurtbandende 17 zwischen den U-Schenkeln 30, 31 einzuklemmen.
Gleichzeitig wird der Endbereich 32 des anderen U-Schenkels 31 derart
umgebogen, daß der Endbereich 32 den
U-Schenkel 30 unter Einklemmen des dazwischen liegenden
Gurtbandes 13 überlappt, wobei
an dem umgebogenen Endbereich 32 die Wölbung 33 ausgebildet
wird. Anschließend
wird das Gurtband 13 außen um den Wellenstift 10 geschlagen,
und es wird der Wellenstift mit seinem zwischen den U-Schenkeln 30, 31 liegenden
Verbindungsschenkel in das Tiefste der Ausnehmung 11 der
Gurtwelle 10 eingesetzt. Alsdann wird das Gurtband 13 die
Ausnehmung 11 übergreifend
um den äußeren Umfang
der Gurtwelle 10 geschlungen und durch den Wellenschlitz 14 gefädelt.