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Hintergrund
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Die
Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet der diagnostischen
Bildgebung und konkreter auf kapazitive mikrobearbeitete Ultraschalltransducer
bzw. Capacitive Micromachined Ultrasound Transducers (cMUTs) und
Verfahren zur Herstellung derselben.
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Transducer
sind Vorrichtungen, die Einganssignale einer Form in Ausgangssignale
einer anderen Form umwandeln. Die üblicherweise verwendete Transducer
umfassen Lichtsensoren, Wärmesensoren
und akustische Sensoren. Ein Beispiel für einen akustischen Sensor
ist ein Ultraschallwandler, der in der medizinischen Bildgebung,
der zerstörungsfreien Prüfung und
anderen Anwendungen zum Einsatz kommen kann.
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Eine
Form eines Ultraschalltransducers ist gegenwärtig ein kapazitiver mikrobearbeiteter
Ultraschalltransducer (cMUT). Eine cMUT-Zelle enthält im Wesentlichen
ein Substrat, eine Grundelektrode, die mit dem Substrat verbunden
sein kann, eine mittels Tragstützen über dem
Substrat aufgehängte
Membran und eine Metallisierungsschicht, die als eine obere bzw.
Topelektrode dient. Die Grundelektrode, die Membran und die Topelektrode
legen die vertikalen Ausdehnungen des Hohlraums fest, während die Tragstützen die
seitlichen Ausdehnungen des Hohlraums festlegen. Typischerweise
enthält
das in einer cMUT-Zelle
verwendete Substrat hoch leitfähiges Material,
wie z.B. stark dotiertes Silizium. Dies führt zu höheren Werten der parasitären Kapazität und der Leckströme in einer
cMUT-Zelle. Außerdem
erfordern die heutigen Substrate, wie z.B. Silizium, eine Hochtemperaturverarbeitung,
die ihrerseits zu mehr Verarbeitungsschritten führt. Wenn in einer cMUT-Zelle
z.B, ein Siliziumsubstrat verwendet wird, werden die Membran und
die Tragstützen,
die typischerweise auf dem Substrat gewachsene Oxide sind, unter
Anwendung des Direktbondens bzw. Fusion Bonding miteinander verbunden,
das bei Temperaturen über
900°C durchgeführt wird.
Wenn ein Unterschied in den Wärmeausdehnungskoeffizienten (CTEs)
der verschiedenen Schichten der cMUT-Zelle besteht, neigt eine Verarbeitung
bei so hohen Temperaturen dazu, ein Verziehen des Substrates und
eine Filmabhösung
zu bewirken, die die Ausbeute an diesen Elementen verringern können. Zusätzlich zu
der geringen Elementausbeute ändert
die an der Grenzfläche
der einzelnen Schichten erzeugte thermische Beanspruchung die Randbedingungen
der Membran und macht die Auslegung der Membran (z.B. Resonanzfrequenz
und Kollapsspannung) unvorhersagbar. Einige Verfahren, wie z.B.
Hochtemperaturwärmebehandlung,
werden angewandt werden müssen, um
die oben erwähnten,
durch hohe Temperaturen erzeugten Wirkungen zu verringern, aber
diese Verfahren erfordern zusätzliche
Schritte. Um zur Prozessintegration Flexibilität bei der Auslegung zu haben und
die Kosten der Herstellungsprozesses zu reduzieren, kann es daher
wünschenswert
sein, eine cMUT-Zelle zu haben, die bei niedrigeren Temperaturen
mit einer geringeren Anzahl von Schritten hergestellt werden kann.
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Weiterhin
kann es wünschenswert
sein, die Empfindlichkeit und Leistungsfähigkeit des cMUT durch eine
Verringerung der parasitären
Kapazität und
eine Verringerung des Leckstroms während des Betriebs als Sender
und als Empfänger
zu verbessern.
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Kurze Beschreibung
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Vorgehensweise wird ein Verfahren zur Herstellung
einer kapazitiven mikrobearbeiteten Ultraschalltranducerzelle geschaffen.
Das Verfahren enthält
das Bereitstellen eines Trägersubstrats,
wobei das Trägersubstrat
Glas aufweist. Weiterhin enthält
das Verfahren die Schaffung einer Membran in der Weise, dass das
Trägersubstrat
und/oder die Membran Tragstützen
aufweist, wobei die Tragstützen
zum Festlegen einer Hohlraumtiefe eingerichtet sind. Das Verfahren enthält weiterhin
ein Bonden der Membran an das Trägersubstrat
unter Verwendung der Tragstützen, wobei
das Trägersubstrat,
die Membran und die Tragstützen
einen akustischen Hohlraum bilden.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Vorgehensweise enthält ein Verfahren
zum Herstellen einer kapazitiven mikrobearbeiteten Ultraschalltransducerzelle
das Bereitstellen eines Trägersubstrats
mit einer ersten Oberfläche
und einer zweiten Oberfläche,
wobei das Trägersubstrat
Glas enthält.
Das Verfahren enthält
weiterhin das Ausbilden einer Durchkontaktierung in dem Trägersubstrat,
wobei sich die Durchkontaktierung von der ersten Oberfläche zu der
zweiten Oberfläche
des Trägersubstrats
erstreckt. Weiterhin enthält
das Verfahren das Verbinden einer Membran mit dem Trägersubstrat, um
einen akustischen Hohlraum zu bilden, wobei die Tiefe des akustischen
Hohlraums durch Tragstützen festgelegt
wird und das Trägersubstrat
oder die Membran die Tragstützen
enthält.
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Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Vorgehensweise enthält ein Verfahren
zur Herstellung eines kapazitiven mikrobearbeiteten Ultralschalltransducerarrays
die Schaffung eines Glassubstrats mit einer ersten Oberfläche und
einer zweiten Oberfläche,
wobei die erste Oberfläche
in mehre re Bereiche unterteilt ist. Das Verfahren enthält weiterhin
ein Ausbilden von Durchkontaktierungen in dem Glassubstrat, wobei
sich die Durchkontaktierungen von der ersten Oberfläche des
Glassubstrats zu der zweiten Oberfläche des Glassubstrats erstrecken.
Weiterhin enthält
des Verfahren das Aufbringen einer Grundelektrode auf jeden der
Bereiche der ersten Oberfläche
des Glassubstrats und ein Verbinden mehrerer Membranen mit dem Glassubstrat
in der Weise, dass jede Membran mit einem Bereich des Glassubstrats
verbunden ist, um einen akustischen Hohlraum zu bilden, wobei eine
Tiefe des akustischen Hohlraums durch Tragstützen festgelegt wird, die innerhalb
des Glassubstrats oder der Membran angeordnet sind. Weiterhin enthält das Verfahren
das Aufbringen von Kontaktflächen
auf der ersten Oberfläche
des Glassubstrats in der Weise, dass die Kontaktflächen auf
den Bereichen des Glassubstrats gebildet werden, die der akustische
Hohlraum nicht verwendet, wobei jede Kontaktfläche mit einer zugehörigen Durchkontaktierung
in elektrischer Verbindung steht.
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Gemäß einem
weiten Aspekt der Erfindung enthält
eine kapazitive mikrobearbeitete Ultraschalltransducerzelle ein
Glassubstrat mit einer ersten Oberfläche und einer zweiten Oberfläche und
eine an die erste Oberfläche
des Glassubstrats gebondete Membran, wobei die erste Oberfläche des
Glassubstrats oder die Membran einen Hohlraum bildet.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung enthält ein System ein Transducerarray
mit mehreren kapazitiven mikrobearbeiteten Ultraschalltransducerzellen,
wobei jede Zelle ein Glassubstrat mit einer ersten Oberfläche und
einer zweiten Oberfläche,
eine auf die erste Oberfläche
des Glassubstrats gebondete Membran, wobei die erste Oberfläche des
Glassubstrats oder die Membran Tragstützen aufweist und das Glassubstrat,
die Membran und die Tragstützen
einen Hohlraum bilden, eine in dem Hohlraum angeordnete und mit
der ersten Oberfläche
der Glaselektrode verbundene elektrisch isolierende Schicht und
eine in dem Hohlraum angeordnete Grundelektrode aufweist.
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Zeichnungen
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Diese
und weitere Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden besser verstanden, wenn die folgende detaillierte Beschreibung
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen gelesen wird, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche
Elemente in den Zeichnungen bezeichnen:
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1 zeigt
ein schematisches Flussdiagramm, das an einem beispielhaften Verfahren
zur Herstellung einer kapazitiven mikrobearbeiteten Ultraschalltransducerzelle
gemäß bestimmten
Ausführungsbespielen
der vorliegenden Vorgehensweise beteiligten Schritte darstellt,
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2 zeigt
eine Draufsicht auf ein beispielhaftes kapazitives mikrobearbeitetes
Ultraschalltransducerarray, das die Lage der Kontaktflächen und
Vakuumhohlräume
gemäß bestimmtem
Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Vorgehensweise darstellt,
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3 zeigt
im Querschnitt eine Seitenansicht des kapazitiven mikrobearbeiteten
Ultraschalltransducerarrays aus 2, das entlang
der Schnittlinie 3-3 geschnitten ist,
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4 zeigt
im Querschnitt eine Seitenansicht, die das kapazitive mikrobearbeitete
Ultraschalltransducerarray aus 3 mit Topelektroden
und einer Metall- oder dielektrischen Schicht darstellt, die zum
Abdichten der Vakuumholräume
darauf angeordnet ist, die 5–9 zeigen
schematische Flussdiagramme, die Schritte darstellen, die an der Herstellung
der kapazitiven mikrobearbeiteten Ultraschalltransducerzelle gemäß bestimmten
Ausführungsformen
der vorliegenden Vorgehensweise beteiligt sind,
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die 10–12 zeigen
schematische Flussdiagramme, die Schritte darstellen, die an beispielhaften
Verfahren zur Herstellung von Durchkontaktierungen in dem Trägersubstrat
für die
kapazitive mikrobearbeitete Ultraschalltransducerzelle gemäß bestimmten
Ausführungsformen
der vorliegenden Vorgehensweise beteiligt sind,
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13 zeigt
eine Draufsicht auf ein beispielhaftes kapazitives mikrobearbeitetes
Ultraschalltransducerarray, das ein Trägersubstrat mit Grundelektroden
und Durchkontaktierungen verwendet, wobei die Durchkontaktierungen
mit Kontaktflächen
gekoppelt sind, die gemäß bestimmten
Ausführungsformen
der vorliegenden Vorgehensweise auf einer Oberfläche des Trägersubstrats angeordnet sind,
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14 zeigt
eine Draufsicht, die ein beispielhaftes kapazitives mikrobearbeitetes
Ultraschalltransducerarray nach dem Ätzen der elektrischen Isolierung
gemäß bestimmten
Ausführungsformen der
vorliegenden Vorgehensweise darstellt,
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15 zeigt
im Querschnitt eine Seitenansicht des Arrays aus 14,
und
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16 zeigt
im Querschnitt eine Seitenansicht des Arrays aus 15,
das weiterhin Topelektroden gemäß bestimmten
Ausführungsformen
der vorliegenden Vorgehensweise verwendet.
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Detaillierte
Beschreibung
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Auf
zahlreichen Gebieten, wie z.B. in der medizinischen Bildgebung und
der zerstörungsfreien Prüfung kann
es wünschenswert
sein, Ultraschalltransducer zu verwenden, die die Erzeugung diagnostischer
Bilder von hoher Qualität
ermöglichen.
Diagnostische Bilder von hoher Qualität können durch eine Steigerung
der Empfindlichkeit und Leistungsfähigkeit der kapazitiven mikrobearbeiteten
Ultraschalltransducer (cMUTs) durch eine Verringerung der parasitären Kapazität und eine
Verringerung des Leckstrom während
des Betriebs als Sender und Empfänger
erreicht werden.
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Nun 1 zugewandt:
Es ist ein schematisches Flussdiagramm dargestellt, das an einem
Verfahren zur Herstellung einer cMUT-Zelle beteiligte Schritte zeigt.
Wie ein Fachmann erkennt dienen die Zeichnungen nur darstellenden
Zwecken und sind. nicht maßstabsgetreu
gezeichnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel beginnt das
Verfahren mit dem Bereitstellen eines Trägersubstrats 10. Wie
unten im Einzelnen beschrieben kann das Substrat 10 in
bestimmten Ausführungsformen
(nicht gezeigte) Durchkontaktierungen aufweisen, um zwischen den beiden
Seiten des Substrats 10 eine elektrische Kommunikation
zu ermöglichen.
Das Trägersubstrat 10 kann
Glas enthalten. In einigen Ausführungsformen
kann das Glas ein natriumreiches Glas enthalten. In einer beispielhaften
Ausführungsform
kann das natriumreiche Material ein Borsilikatglas enthalten. Das
natriumreiche Glas kann auf ein anderes Substrat aufgebracht sein,
das natriumreich sein kann oder nicht. Das natriumreiche Glas kann
durch Sputtern oder Spinning des natriumreichen Glases auf ein Substrat,
wie z.B. ein Glassubstrat, ein Keramiksubstrat, ein Plastiksubstrat,
ein Polymersubstrat oder ein Halbleitersubstrat, wie z.B. ein Siliziumsubstrat,
gebildet werden. Das Glassubstrat kann natriumreich sein oder nicht. Das
Halbleitersubstrat kann entweder intrinsisch oder hochresistiv sein.
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Wie
man erkannt zeigt ein Glassubstrat eine geringere elektrische Leitfähigkeit
verglichen mit Halbleitersubstraten, wie z.B. Silizium, die gewöhnlich als
Trägersubstrate
in cMUT-Zellen verwendet werden.
Demnach verursacht das Glassubstrat verglichen mit seinen Halbleitergegenstücken eine
relativ geringere parasitäre
Kapazität.
Bei konventionellen, ein Halbleitersubstrat verwendenden cMUTs kann
ein Teil der elektrostatischen oder akustischen Energie für den Betrieb
des cMUT in der parasitären Kapazität verloren
gehen und nicht effizient für
die cMUTs genutzt werden. Wenn dagegen ein Glassubstrat verwendet
wird, werden niedrige Werte der parasitären Kapazität erreicht, und diese können die Leistungsfähigkeit
und Robustheit der Vorrichtung durch Beseitigung möglicher
Leckpfade erhöhen.
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Das
Trägersubstrat 10 kann
Tragstützen 12 aufweisen.
Weiterhin kann eine Membran oder ein Diaphragma 14 an den
Tragstützen 12 angeordnet und
mit diesen verbunden sein. Alternativ kann die Membran 14 Tragstützen 12 enthalten,
wie es in dem Ausführungsbeispiel
in 5 dargestellt ist. Die Tragstützen können zur Bildung eines Hohlraums 11 mit
einer Hohlraumtiefe 13 eingerichtet sein. Die Tragstützen 12 legen
auch die seitlichen Ausdehnungen des Hohlraums 11 fest.
Allgemein liegt die Höhe der
Tragstützen 12 in
der Größenordnung
von Zehntelmikrometern bis zu einigen zehn Mikrometern. Die Tragstützen 12 können z.B.
durch Wegätzen
eines Bereichs des Trägersubstrats 10 hergestellt
werden. Alternativ können
die Tragstützen 12 durch
Aufbringen und/oder Strukturieren eines (nicht gezeigten) Films
auf der Membran 14 gebildet werden. Wie unten im Einzelnen
beschrieben können
die Tragstützen 12 ein
Material enthalten, das ein Bonden zwischen der Membran 14 und
dem Trägersubstrat 10 fördern kann.
In einigen Ausführungsformen
können die
Tragstützen 12 das
Material des Trägersubstrats 10 oder
der Membran 14 enthalten. In anderen Ausführungsformen
können
die Tragstützen 12 aus
einem Material, wie z.B. Metall, Metalllegierungen, Glas, Plastik,
Polymeren und Halbleitermaterialien hergestellt sein, ohne auf diese
beschränkt
zu sein. Die Halbleitermaterialien können Siliziumnitrid, Siliziumoxid,
Einkristallsilizium, Epitaxiesilizium oder polykristallines Silizium
enthalten.
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Weiterhin
kann in Ausführungsformen,
in denen die Tragstützen 12 in
dem Trägersubstrat 10 ausgebildet
sind, eine Oxidschicht auf die Topoberfläche der Tragstützen 12 aufgebracht
werden, so dass die Membran mit dem Oxid verbunden wird und sich
nicht in einem direkten Kontakt mit dem Trägersubstrat 10 befindet.
Wie im Einzelnen unter Bezug auf 5 beschrieben
kann dagegen in Ausführungsformen,
in denen die Membran 14 die Tragstützen 12 enthält, die
Membran direkt mit dem Trägersubstrat 10 verbunden
werden. In beiden Ausführungsformen
bilden das Trägersubstrat 10,
die Tragstützen 12 und
die Membran 14 einen akustischen Hohlraum 11.
Weiterhin kann die Membran 14 in Abhängigkeit von den zur Herstellung
der cMUT-Zelle angewandten Mikrobearbeitungsverfahren unter Verwendung
der Materialien, wie z.B. Siliziumnitrid, Siliziumoxid, Einkristallsilizium,
Epitaxiesilizium, polykristallinem Silizium und anderen Halbleitermaterialien,
ohne eine Beschränkung
auf diese Materialien herstellt werden. Die Dicke der Membran 14 kann
z.B. etwa in dem Bereich von 0,1–10 Mikrometer liegen. Die
Membran 14 kann ein Halbleitermaterial, wie z.B. Silizium
enthalten. In einigen Ausführungsbeispielen
kann die Membran 14 ein stark dotiertes Einkristallsilizium,
polykristallines Silizium oder Epi-Silizium enthalten. In diesen
Ausführungsformen
kann die Membran 14 auf einen Siliziumwafer aufgebracht
werden.
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Weiterhin
kann der Schritt der Schaffung der Membran 14 auch ein
Wachsen oder Aufbringen einer elektrisch isolierenden Schicht 16 auf
die Membran 14 enthalten. Wie dargestellt ist die elektrisch
isolierende Schicht 16 innerhalb des akustischen Hohlraums 11 angeordnet,
wenn die Membran 14 mit dem Trägersubstrat 10 verbunden
ist. In diesen Ausführungsformen
ist die Tiefe des akustischen Hohlraums 11 zwischen den
Oberflächen
der elektrisch isolierenden Schicht 16 und der Oberfläche der
innerhalb des Hohlraums 11 angeordneten Grundelektrode 22 festgelegt.
Die elektrisch isolierende Schicht kann zur elektrischen Isolierung
zwischen der Grundelektrode 22 und der Membran 14 gewachsen
und/oder strukturiert gebildet worden sein. In diesen Ausführungsbeispielen
kann die elektrisch isolierende Schicht 16 elektrisch nicht
leitende Materialien, wie z.B. Siliziumnitrid oder ein Oxid, wie
z.B. ein Hochtemperaturoxid, ein durch chemische Niederdruck-Gasphasenabscheidung
abgeschiedenes Oxid, ein durch plasmaunterstützte chemische Gasphasenabscheidung
(PECVD) abgeschiedenes Oxid oder ein thermisch gewachsenes Oxid
enthalten. Die dielektrische Schicht kann gefolgt von Polieren und/oder
Lithographie auf die Membran 14 aufgebracht werden.
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Wie
ein Fachmann erkennt kann die Membran 14 bei der Herstellung
der cMUT-Zelle mit einem vorgefertigten SOI (Silizium auf einem
Isolator bzw. Silicon on Isolator)-Wafer 15 integriert
ausgebildet sein, der ein Silizimsubstrat (Membran 14),
eine vergrabene Oxidschicht (Buried Oxide bzw. BOX) 18 und
einen Silizium-Handhabungswafer bzw. -Handlewafer 20 enthält. In der
dargestellten Ausführungsform
kann die Membran 14 mit einer vergrabenen Oxid (BOX)-Schicht 18 verbunden
sein, bevor sie an das Glassubstrat 10 gebondet wird. Die
vergrabene Oxid (BOX)-Schicht 18 kann ihrerseits mit einem Handhabungswafer 20 verbunden
sein, um einen SOI-Wafer 15 zu bilden. Wie erkannt wird
kann anstelle des SOI-Wafers 15 ein (nicht gezeigter) stark dotierter
Siliziumwafer mit der Membran 14 integriert ausgebildet
sein. In ähnlicher
Weise können
in den dargestellten Ausführungsbeispielen
der 1, 5, 6, 7, 8 und 9 die
SOI-Wafer und die stark dotierten Silizium-Wafer austauschbar verwendet
werden.
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Wie
dargestellt kann weiterhin eine Grundelektrode 22 auf dem
Trägersubstrat 10 angeordnet sein,
so dass die Grundelektrode 22 innerhalb des Hohlraums 11 angeordnet
ist. In diesem Ausführungsbeispiel
begrenzen die Grundelektrode 22 und die Membran 14 den
akustischen Hohlraum. Die Grundelektrode 22 kann ein elektrisch
leitfähiges
Material, wie z.B. Aluminium oder ein elektrisch leitfähiges Polymer
enthalten. Weiterhin kann die Dicke der Grundelektrode z.B. näherungsweise
in einem Bereich von etwa Zehntelmikrometern bis zu wenigen Mikrometern
liegen.
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Außerdem kann
eine dielektrische Schicht 24 die Grundelektrode 22 umgeben,
so dass die Grundelektrode 22 nicht mit den umliegenden Tragstützen 12 oder
der elektrisch isolierenden Schicht 16 in Berührung kommen
kann. Obwohl es nicht dargestellt ist, kann die dielektrische Schicht, wie
z.B. die dielektrische Schicht 24, in einem alternativen
Ausführungsbeispiel
nur auf dem oberen Bereich der Grundelektrode 22 anordnet
sein, die der Membran gegenüberliegt,
und nicht die Seitenbereiche der Grundelektrode 22 bedecken.
Die dielektrische Schicht 24 kann z.B. Siliziumoxid oder
Siliziumnitrid enthalten. In einigen Ausführungsformen kann die Metallisierung
zum Aufbringen der Grundelektrode 22 vor dem Aufbringen
der dielektrischen Schicht 24 durchgeführt werden. Während die
dargestellten Ausführungsbeispiele
der 1, 5, 6, 7 und 8 cMUT-Zellen
zeigen, die sowohl eine Isolationsschicht, wie z.B. die isolierenden Schichten 16, 42, 58, 70, 84,
als auch eine dielektrische Schicht, wie z.B. die dielektrischen
Schichten 24, 50, 64, 76, 92,
verwenden, sollte erkannt werden, dass in bestimmten Ausführungsformen
auch nur eine dieser Schichten verwendet werden kann, um eine elektrische
Isolierung zwischen der Grundelektrode und der Membran zu bewirken.
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Anschließend wird
der SOI-Wafer 15, der die Membran 14, die vergrabene
Oxidschicht 18 und den Handhabungswafer 20 enthält, mit
dem Trägersubstrat 10 verbunden.
Die Membran 14 kann durch Anwendung von Niedertemperatur-Bondtechniken,
wie z.B. anodischem Bonden, Solder Bonding, chemischem Bonden, wie
z.B. Very Slight Etch (VSE), oder Kombinationen derselben mit dem
Trägersubstrat 10 oder
den Tragstützen 12 verbunden
werden. Die Bondtemperatur kann bei solchen Niedertemperatur-Bondtechniken
in einem Bereich von etwa 25°C bis
etwa 600°C
liegen. Wie man erkennt entstehen bei so niedrigen Temperaturen
geringere Eigenspannungen in dem System, die anderenfalls bei hohen Temperaturen
in Folge von Unterschieden der Wärmeausdehnungskoeffizienten
der verschiedenen Komponenten in dem System, wie z.B. der Membran 14,
dem Trägersubstrat 10 oder
den Tragstützen 12, auftreten
können.
Der Wärmeausdehnungskoeffizient
von Glas beträgt
etwa 3,9 ppm/°C,
und der Wärmeausdehnungskoeffizient
von Silizium, das gewöhnlich
das in der Membran 14 verwendete Material ist, beträgt etwa
3,3 ppm/°C.
Daher sind die Wärmeausdehnungskoeffizenten
der zwei Komponenten bei niedrigen Temperaturen, wie z.B. unter
etwa 600°C, kompatibel.
Auch ermöglicht
die Niedertemperaturverarbeitung die Integration von Sensoren, die cMUT-Zellen
aufweisen, mit anderer ergänzender Metalloxidhalbleiter
(CMOS)-Elektronik.
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Bei
niedrigen Temperaturen bewirkt das Bonden auch keine Beschränkung im
Hinblick auf Metallisierungsschritte. Das ist anders als beim Direktbonden,
bei dem die Metallisierungsschritte für die cMUT-Zelle zum Aufbringen
z.B. von Elektroden nicht vor dem Direktbonden des Trägersubstrats 10 und
des SOI-Wafers 15 durchgeführt werden
können.
Demgegenüber
können
die zwei Schritte beim Niedertemperaturbonden unabhängig voneinander durchgeführt werden.
Demnach können
die Elektroden entweder vor oder nach der Bildung des akustischen
Hohlraums 11 durch Bonden des Trägersubstrats 10 und
des SOI-Wafers 15 gebildet werden.
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Wie
oben erwähnt
kann das Trägersubstrat 10 ein
natriumreiches Glas enthalten. Bei Niedertemperatur-Bondtechniken,
wie z.B. anodischem Bonden, wird typischerweise über dem Glassubstrat/SOI-Wafer-Verbund
ein Potential angelegt, um ein elektrisches Feld zu erzeugen, das
die Natriumionen in dem Glas von der Grenzfläche des Glassubstrat/SOI-Wafer-Verbunds
wegtreibt, wodurch an der Grenzfläche von Glassubstrat 10 und
SOI-Wafer 15 eine Natrimverarmungszone gebildet wird. In
Folge der Wanderung der Natriumionen in die Richtung des Glassubstrats 10 wird
die Verarmungszone reich an Sauerstoffmolekülen, die von den wandernden
Natriumionen zurückgelassen
werden.
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Diese
Sauerstoffmoleküle
von dem Glas diffundieren in das Silizium des SOI-Wafers 15,
um durch Bildung einer Schicht aus amorphem Siliziumdioxid eine
permanente kovalente Bindung mit Silizium des SOI-Wafers 15 herzustellen.
Wie man erkennt sind die kovalenten Bindungen extrem fest. Für das anodische
Bonden kann entweder das Trägersubstrat 10 oder
der SOI-Wafer 15 auf der positiven Polarität gehalten
werden, und die andere Komponente des Verbunds aus Glassubstrat
und SOI-Wafer 15 kann auf der negativen Polarität gehalten
werden. In einer beispielhaften Ausführungsform, bei der an das
Glassubstrat 10 die negative Polarität angelegt wird, kann eine
Spannung in einem Bereich von etwa 500 Volt bis etwa 1500 Volt bei
Atmosphärendruck angelegt
werden, um ein anodisches Bonden mit einer Bondtemperatur von etwa
300°C bis
etwa 450°C zu
erreichen. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann
das anodische Bonden bei 400°C
durch Anlegen einer Spannung von etwa 1000 Volt durchgeführt werden.
Die Bindungsstärke
kann in Abhängigkeit von
den Bondparametern, wie z.B. den Polaritäten der Bondkomponenten, dem
Bonddruck, der Bondtemperatur, der Bondzeit und dergleichen variieren.
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Vorteilhafterweise
ist beim anodischen Bonden und anderen oben genannten Niedertemperatur-Bondverfahren
die Toleranz hinsichtlich der Ebenheit der Oberfläche größer als
beim Direktbonden. Daher können
diese Niedertemperatur-Bondverfahren kein Glätten oder Polieren der Oberfläche vor dem
Bonden erfordern, wodurch die Anzahl der Schritte und die Kosten
des Herstellungsverfahrens verringert werden. Die Toleranz hinsichtlich
der Oberflächenebenheit
für das
Niedertemperaturbonden kann in der Größenordnung von etwa einigen
zehn bis zu einigen hundert Nanometer liegen.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann die Bildung der anodischen Bindung durch eine Veränderung
der Farbe des Bondbereiches verifiziert werden. Z.B. kann das Auftreten
einer schwarzen Farbe in den gebondeten Bereichen die Bildung einer
anodischen Bindung anzeigen.
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Weitere
Niedertemparatur-Bondtechniken, wie z.B. Solder-Bonding, chemisches Bonden, eutektisches
Bonden, Thermokompressionsbonden, Glas Frit-Bonden und/oder Polymerbonden
können
verwendet werden, um das Trägersubstrat 10 an
den SOI-Wafer 15 zu
bonden. Alternativ können
das Trägersubstrat 10 und
der SOI-Wafer 15 unter Verwendung einer Zwischenschicht,
wie z.B. einer Metallschicht, einer Legierungsschicht oder einer
Polymerschicht gebondet werden. Solche Zwischenschichten können bei
Temperaturen in einem Bereich von etwa 25°C bis etwa 600°C eine Bindung
sowohl mit dem Trägersubstrat 10 als
auch dem SOI-Wafer 15 eingehen. In einem Ausführungsbeispiel kann
die Zwischenschicht bei einer Temperatur von weniger als etwa 550° Celsius
eine Bindung mit dem Trägersubstrat 10 und
dem SOI-Wafer 15 ausbilden. Wie unten im Einzelnen beschrieben
wird kann das Zwischenschichtmaterial in einer beispielhaften Ausführungsform
in den Tragstützen 12 verwendet
werden. In dieser Ausführungsform
können
die Trägstützen 12 auf das
Trägersubstrat 10 oder
die Membran 14 aufgebracht sein und, beim Bonden eine Bindung
mit der jeweils anderen Komponente eingehen, wodurch die zwei Komponenten
zur Bildung eines akustischen Hohlraums 11 verbunden werden.
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Wie
man erkennt enthält
das Thermokompressionsbonden das Verbinden von zwei Oberflächen durch
das Schmelzen einer Schicht eines Metalls auf jeder Oberfläche. Das
Thermokompressionsbonden kann als Metall Gold verwenden. Weiterhin
kann mit der Schicht des Metalls auch eine geeignete Adhäsionsschicht
verwendet werden. Das Thermokompressionsbonden erfordert das Aufbringen
eines Drucks auf eine Oberfläche
bei einer Temperatur in einem Bereich von etwa 300°C bis etwa
400°C. In Folge
der niedrigen Temperaturen (≈ 300°C) und der moderaten
Drücke
(106 Pascal) ist das Verfahren ohne weiteres
mit anderen Verfahrensschritten, wie z.B. einer Metallisierung vereinbar.
Vorteilhafterweise bietet das Thermokompressionsbonden ein relativ geringes
Ausgasen zum Abdichten der evakuierten Hohlräume 11.
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In
einem anderen Ausführungsbeispiel
kann das Glas Frit-Bonden
bei einer Temperatur in einem Bereich von etwa 400°C bis etwa
650°C und
einem Druck von etwa 105 Pascal angewandt
werden. Typischerweise wird zwischen den zu bondenden Komponenten
eine Glasschicht aufgebracht. Die Glasschicht kann z.B. zwischen
den Tragstützen
und der Membran 14 oder dem Trägersubstrat 10 angebracht werden.
Die Glasschicht kann als eine Vorform, ein Spin-on, ein Siebdruck,
ein Sputterfilm oder der gleichen aufgebracht werden. Ferner kann
die Glasschicht zum Festlegen der Bondflächen strukturiert werden. Das
Glas Frit-Bonden
kann z.B. im Vakuum durchgeführt
werden, um abgedichtete evakuierte Hohlräume zu erzeugen. Wie unten
im Einzelnen beschrieben kann der zusätzliche Schritt des Evakuierens
des Hohlraums nach dem Bonden des Trägersubstrats 10 und
der Membran 14 durch die Ausführung des Bondvorgangs im Vakuum
vermieden werden, wodurch sich die Anzahl der zu dem Verfahren gehörenden Schritte
reduziert.
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Alternativ
kann zur Bildung des Hohlraums 11 das Solder Bonding angewandt
werden. Das Solder Bonding-Verfahren arbeitet mit einem Wiederaufschmelzen
von Metallen mit einem niedrigen Schmelzpunkt zur Bildung einer
Dichtung. Das Solderbonding kann ein oder mehrere Metalle, wie z.B. Gold,
Zinn, Kupfer, Blei oder Indium verwenden. Die Metalle oder Metalllegierungen
können
durch verschiedene Dünnfilmabscheidetechniken
aufgebracht werden. Die Vorgehensweise unterscheidet sich vom Thermokompressionsbonden
in der Weise, dass die metallische Zwischenschicht für das Solder
Bonding geschmolzen werden muss. Vorteilhafterweise ist das Solder
Bonding gegenüber
Partikeln und Oberflächenrauhigkeiten
tolerant.
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In
anderen Ausführungsformen
kann der Hohlraum 11 durch Bonden der jeweiligen Oberflächen unter
Verwendung chemischen oder adhesiven Bondens gebildet werden. Wie
man erkennt können verschiedene
Haftmittel, wie z.B. Epoxide, Silikone, Fotoresiste oder Polyimide
zur Bildung der adhäsiven
Bindungen verwendet werden. Bei dieser Bondtechnik kann eine In
Situ-Ausrichtung
angewandt werden. Das Haftmittel kann durch Beschichtungstechniken,
wie z.B. Spinning oder Sprühen
aufgebracht werden. Weiterhin kann das adhäsive Bonden in Abhängigkeit
von dem verwendeten Haftmittel und dem aufgebrachten Druck bei einer
Temperatur zwischen Raumtemperatur und etwa 400°C durchgeführt werden. Das adhäsive Bonden
ist gegenüber Partikeln
und Oberflächenrauhigkeiten
tolerant.
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Weiterhin
kann das eutektische Bonden angewandt werden, um durch Bonden der
Tragstützen 12 mit
dem Trägersubstrat 10 oder
der Membran 14 den Hohlraum 11 zu bilden. Wie
man erkennt entspricht die eutektische Temperatur eines Zweimaterialsystems
der Zusammensetzung der zwei Materialien mit dem niedrigsten Schmelzpunkt.
Beim eutektischen Bonden werden die zwei Materialien des eutektischen
Systems getrennt auf die zwei Einzelteile aufgebracht, die zur Bildung
des akustischen Hohlraums 11 gebondet werden sollen. Im
Anschluss an das Beschichten werden die Elemente erhitzt und in Berührung gebracht,
wodurch an der Grenzfläche eine
Diffusion auftritt und Legierungen zum Erzeugen einer Bindung gebildet
werden. Wie man erkennt hat die Legierung in eutektischer Zusammensetzung
an der Grenzfläche
einen niedrigeren Schmelzpunkt als die Materialien an jeder Seite
von ihr, wodurch das Schmelzen auf eine dünne Schicht begrenzt wird.
In einigen Ausführungsformen
können
die eutektischen Materialien eine eutektische Gold-Zinn-Zusammensetzung
mit einem Schmelzpunkt von etwa 363°C oder eine eutektische Blei-Zinn-Zusammensetzung mit
einem Schmelzpunkt von etwa 183°C
enthalten.
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Weiterhin
kann für
eine luftdichte oder Vakuum abgedichtete Bindung eine Kraft aufgebracht werden.
In einigen Ausführungsformen
kann die Kraft aufgebracht werden, um die Oberflächenrauhigkeit oder -unebenheit
der Membran 14, des Trägersubstrats 10 oder
der Tragstützen 12 auszugleichen.
Der Vakuum abgedichtete Hohlraum, wie er unten unter Bezug auf 2 beschrieben
wird, kann durch In Situ-Abdichten des Hohlraums während der
chemischen Gasphasenabscheidung einer dielektrischen Schicht oder
einer Metallschicht im Vakuum gebildet werden. In bestimmten Ausführungsformen
kann der Schritt der Va kuumlochabdichtung als In Situ-Vakuumabdichtung
optional sein und durchgeführt
werden, wenn ein Niedertemperaturbonden in einem Vakuum angewandt
wird.
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Um
die Bindungsstärke
zu erhöhen,
können weiterhin
das Trägersubstrat 10,
die Tragstützen 12 und/oder
die Membran 14 vor dem Schritt des Bondens Oberflächenbehandlungen
unterzogen werden, um Unreinheiten von den Oberflächen zu
entfernen, um das Bonden der Komponenten zu verbessern. In einer
Ausführungsform
kann die Oberflächenbehandlung
Sputtern oder Ätzen
enthalten. Die Oberflächen
der Tragstützen
können
z.B. vor dem Bonden durch Plasmaätzen
behandelt werden.
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Obwohl
es nicht dargestellt ist, können
der Handhabungswafer 20 und die BOX-Schicht 18 im Anschluss
an die Bildung des Niedertemperaturbonding zum Bonden des SOI-Wafers 15 an
das Trägersubstrat 10 entfernt
werden. Der Handhabungswafer 20 kann durch Anwendung von
Verfahren, wie z.B. mechanischem Polieren oder Schleifen gefolgt
von Nassätzen
mit Chemikalien, wie z.B. Tetramethylammoniumhydroxid (TMAH), Kaliumhydroxid
(KOH) und Ethylendiaminpyrocatechol (EDP) ohne eine Beschränkung auf
diese entfernt werden. Auf die Entfernung des Handhabungswafers 20 folgend
kann die BOX-Oxidschicht 18 durch gepufferte Flusssäure (BHF)
entfernt werden. Dem kann ein Abdichten des Hohlraums in einem Vakuum
und ein Aufbringen der Topelektrode folgen.
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In
einem Array von cMUT-Zellen, wie z.B. der in 1 dargestellten
cMUT-Zelle, wird im Anschluss an das Entfernen des Handhabungswafers 20 und der
BOX-Schicht 18 die Membran 14 strukturiert, um die
cMUT-Zellen gegeneinander elektrisch zu isolieren und Vakuumdichtungslöcher 30 zu
bilden. 3 stellt eine Querschnittsansicht
des cMUT-Arrays aus 2 dar, die entlang der Linie
3-3 aufgenommen ist, wobei das Array mehrere cMUT-Zellen aufweist.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Orte der Grundelektroden 22 und der Vakuumlöcher 30 bezogen
auf die cMUT-Zellen dargestellt. Die Grundelektroden 22 sind
im Wesentlichen wie in 13 gezeigt strukturiert. Obwohl
es nicht dargestellt ist, befinden sich ind die Grundelektroden 22 in
der Anordnung, die unter Bezug auf 13 genauer
beschrieben wird.
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Anschließend kann
wie in 4 dargestellt eine dielektrische Schicht 32 in
den Vakuumlöchern 30 aufgebracht
werden, um die Löcher
abzudichten. Die dielektrische Schicht 32 kann in Form
einer Schicht aufgebracht werden, die zum Bedecken der Vakuumlöcher 30 strukturiert
sein kann. In einer Ausführungsform
kann zum Strukturieren der dielektrischen Schicht 32 die
Fotolithographie verwendet werden. Anschließend wird zum Aufbringen einer
Topelektrode 34 eine Metallisierung vorgenommen. Die Topelektrode 34 kann
durch Aufbringen einer Metallschicht und anschließendes Strukturieren
der Schicht zum Festhalten des Metalls an den dargestellten Stellen
gebildet werden. Alternativ können die
Vakuumlöcher 30 in
einer Ausführungsform
durch Verwenden des gleichen Materials wie das Material für die Topelektrodenschicht 34 abgedichtet
werden. In dieser Ausführungsform
können
das Abdichten der Vakuumlöcher 30 und
das Aufbringen und Strukturieren der Topelektrodenschicht 34 gleichzeitig
ausgeführt
werden, um den Vorgang weiter zu vereinfachen.
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5 stellt
ein alternatives Ausführungsbeispiel
des Verfahrens zum Herstellen eines cMUT, wie es in 1 dargestellt
ist, dar. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden ein Trägersubstrat 36 und
eine Membran 38 bereitgestellt. In diesem Ausführungsbeispiel
sind die Tragstützen 40 zu
Beginn nicht mit dem Trägersubstrat 36 verbunden,
sondern in die Membran 38 einbezogen. Es ist auch eine
elektrisch isolierende Schicht 42 mit der Membran 38 verbunden.
Weiterhin können
eine BOX-Schicht 44 und ein Handhabungswafer 46 mit
der Membran 38 des SOI-Wafers verbunden sein. Auf das Trägersubstrat 36 kann
unter Durchführung
einer Metallisierung und Strukturierung eine Grundelektrode 48 aufgebracht werden.
Anschließend
kann auf die Grundelektrode 48 eine Isolationsschicht 50 aufgebracht
werden. Die Isolationsschicht kann eine elektrisch nicht leitfähige Schicht
sein und ein dielektrisches Material oder ein Oxid enthalten.
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6 zeigt
noch ein weiteres Ausführungsbeispiel,
bei dem das Trägersubstrat 52 mit
Tragstützen 54 bereitgestellt
wird. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Membran 56 auf einer Seite mit einer elektrisch
isolierenden Schicht 58 und auf der anderen Seite mit einem
Handhabungswafer 60 verbunden. Weil der SOI-Wafer allgemein
teuer ist, ist die vorliegende Ausführungsform verglichen mit den
in den 1 und 5 dargestellten Ausführungsformen
relativ kostengünstig.
Weiterhin wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Grundelektrode 62 auf
das Trägersubstrat 52 aufgebracht.
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7 stellt
ein alternatives Ausführungsbeispiel
zu dem in 6 dargestellten Verfahren dar.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird ein Trägersubstrat 66 bereitgestellt.
Weiterhin enthält
in dieser Ausführungsform
die Membran 68 die Tragstützen 71, und es wird
die elektrisch isolierende Schicht 70 geschaffen. Wie in 6 ist
die Membran 68 in der dargestellten Ausführungsform
ohne eine dazwischen angeordnete BOX-Schicht direkt mit dem Handhabungswafer 72 verbunden.
Weiterhin sind auf dem Trägersubstrat 66 eine
Grundelektrode 74 und eine isolierende Schicht, wie z.B.
eine dielektrische Schicht 76, angeordnet.
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Die 8 und 9 stellen
Ausführungsbeispiele
dar, bei denen die Tragstützen
aus dem Bondmaterial gebildet werden können. In diesen Ausführungsformen
können
die Tragstützen
verwendet werden, um die Bindung zwischen dem Trägersubstrat und der Membran
zu bilden. Es können
z.B. das Kompressionsbonden, Solder Bonding oder Very Slight Etch
(VSE) angewandt werden, um die zwei Komponenten der cMUT-Zelle zu
bonden. Wie bei den Ausführungsbeispielen
aus den 1–7 kann die
Tiefe des Hohlraums in diesen Ausführungsformen durch die Höhe der Tragstützen festgelegt
werden. Weiterhin können
die Tragstützen
z.B. unter Anwendung des Plasmaätzens
oberflächenbehandelt
sein, bevor das Trägersubstrat
und die Membran gebondet werden.
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In
einigen Ausführungsformen
werden die zwei Oberflächen,
Tragstützen
und die Membran z.B. durch Waferbondingeinrichtungen zusammengebracht,
um das Bonden der Grenzfläche
einzuleiten. Bei diesen Ausführungsbeispielen
kann typischerweise an einer Stelle der Bondgrenzfläche eine
spontane Bindung entstehen und sich auf der Grenzfläche ausbreiten.
In bestimmten Ausführungsformen
kann eine chemische Reaktion, wie z.B. eine zu chemischen Bindungen
führende
Polymerisation zwischen den Materialien der Tragstützen und
denen der Membran und des Trägersubstrats
stattfinden, wenn die anfängliche
Bindung beginnt, sich auszubreiten.
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In
dem in 8 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Trägersubstrat 78 Tragstützen 80 auf.
Die Tragstützen 80 können ein
oder mehrere Metalle, eine Metalllegierung und/oder Glasfritten
enthalten. Ferner kann ein SOI-Wafer 81 mit einer Membran 82,
einer BOX-Schicht 86 und einem Handhabungswafer 88 bereitgestellt
werden. Die Membran 82 kann mit einer elektrisch isolierenden
Schicht 84 verbunden werden. Weiterhin kann eine Grundelektrode 90 mit
einer auf derselben angeordneten dielektrischen Schicht 92 mit
dem Trägersubstrat 78 verbunden
werden.
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9 stellt
eine alternative Ausführungsform des
in 8 dargestellten Verfahrens dar. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
weist das Trägersubstrat 94 Tragstützen 96 auf.
Die Tragstützen 96 können den
Tragstützen 80 (8) ähnlich sein. Weiterhin
kann ein SOI-Wafer 97 mit einer Membran 98, einer
BOX-Schicht 102 und einem Handhabungswafer 104 mit
den Tragstützen
verbunden werden. Die Membran 98 weist weiterhin eine elektrisch
isolierende Schicht 100 auf. Die cMUT-Zelle enthält ferner
eine Grundelektrode 106, die auf dem Trägersubstrat 94 angeordnet
ist.
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Wie
oben erwähnt
kann das Trägersubstrat in
bestimmten Ausführungsformen
eine oder mehrere Durchkontaktierungen aufweisen, um die auf den gegenüberliegenden
Seiten des Trägersubstrats
angeordneten Komponenten elektrisch zu verbinden. Die Durchkontaktierungen
können
sich durch die Dicke des Glassubstrats hindurch erstrecken. Wie Fachleute
erkennen sind die Durchkontaktierungen elektrisch leitfähige Strukturen,
die verschiedene leitfähige
oder metallisierte Schichten miteinander verbinden, die ansonsten
durch eine oder mehrere isolierende Schichten getrennt sind. Auf
diese Weise können
elektrische Signale zwischen verschiedenen Schichten oder Leitern
in einer Mehrschichtstruktur übertragen
werden. In einigen Ausführungsformen können die
Durchkontaktierungen dazu eingerichtet sein, eine elektrische Kommunikation
zwischen der Membran und einer elektrischen Schaltung zu ermöglichen,
die auf der Oberfläche
des Substrats angeordnet und mit derselben verbunden ist, die der Oberfläche gegenüberliegt,
die den akustischen Hohlraum bildet. Das bedeutet, dass die Durchkontaktierungen
zum elektrischen Verbinden der cMUT-Zelle mit der gegenüberliegenden
Seite des Trägersubstrats
verwendet werden können.
Die gegenüberliegende
Seite des Trägersubstrats
kann ihrerseits unter Anwendung von Packagingtechniken, wie z.B.
Lötkontakthügeln an
einen elektronischen Schaltkreis gebondet werden. In bestimmten
Ausführungsformen
können
die Durchkontaktierungen vor der Herstellung des cMUT auf dem Substrat
an dem Substrat ausgebildet werden. Die Verwendung von Durchkontaktierungen
in einem Glassubstrat kann verschiedene lithographische Schritte,
tiefes reaktives Ionenätzen
oder andere Hochtemperaturverfahren entfallen lassen, die ansonsten
zur Herstellung von cMUTs mit siliziumbasiertem Substrat verwendet würden, wodurch
das Verfahren kostengünstiger wird.
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Die 10–12 stellen
alternative Ausführungsbeispiele
des Verfahrens zur Herstellung von Durchkontaktierungen in dem Trägersubstrat, wie
z.B. dem Trägersubstrat 10, 36, 52, 66, 78 oder 94 dar.
Die Durchkontaktierungen können
unterschiedliche Querschnitte aufweisen, z.B. können die Durchkontaktierungen
einen kreisförmigen
Querschnitt, einen elliptischen Querschnitt oder eine beliebige
andere geometrische Form aufweisen. Weiterhin können die Durchkontaktierungen
unterschiedliche Formen aufweisen. Zum Beispiel können die Durchkontaktierungen
zylindrisch oder konisch sein. Auch die Ausrichtung der Durchkontaktierungen
bezogen auf die Trägersubstratoberfläche kann
variieren. Zum Beispiel können
die Durchkontaktierungen zu der Oberfläche des Trägersubstrats rechtwinklig sein.
Alternativ können
die Durchkontaktierungen bezogen auf die Oberfläche des Trägersubstrats schräg sein.
Die Durchkontaktierungen können
z.B. an einer Oberfläche
konvergieren und an der anderen divergieren, d.h. die Durchkontaktierungen
können
so angeordnet sein, dass sie eine Fan-Out-Anordnung von Bauelementen
ermöglichen.
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In
dem in 10 dargestellten Ausführungsbeispiel
wird ein Trägersubstrat 108 zur
Ausbildung von Durchkontaktierungen bereitgestellt. Das Trägersubstrat 108 kann
ein intrinsischer oder ein niederohmiger Siliziumwafer sein. Zum
Erstellen der Ätzmaske 110 und
zum Festlegen des Durchmessers der Durchkontaktierung wird eine
Lithographie vorgenommen. Die Ätzmaske 110 kann
ein dielektrisches Material, wie z.B. ein Oxid oder ein Nitrid,
ein elastisches Material, wie z.B. ein Fotoresist, und/oder ein Metall
enthalten. Anschließend
können
die Durchkontaktierungen 112 durch Anwendung von Verfahren,
wie z.B. Sandstrahlen, Ultraschallbohren, Laserbohren oder andere
Mikrobearbeitung mikromaschinell bearbeitet werden. In einigen Ausführungsformen
kann die Mikrobearbeitung unter Anwendung von Nassätzen, elektrochemischem Ätzen oder
Trockenätzen
vorgenommen werden. In bestimmten Ausführungsformen kann das Nassätzen KOH,
EDP und/oder TMAH anwenden.
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Nach
der Bildung der Durchkontaktierungen 112 wird die Ätzmaske 110 entfernt.
Als nächstes kann
durch das Vornehmen einer thermischen Oxidation an den Durchkontaktierungen 112 zur
Bildung einer Oxidschicht 109 eine elektrische Isolierung
geschaffen werden. Als nächstes
wird ein Handhabungswafer 114 mit dem Trägersubstrat 108 verbunden.
Der Handhabungswafer 114 kann eine darauf angeordnete Mehrschichtstruktur 115 aufweisen.
Die Mehrschichtstruktur 115 kann eine zwischen zwei Schichten
eines Fotoresists 116 angeordnete Metallschicht 118 enthalten.
Die Struktur 118 kann als eine Keimschicht zum galvanischen
Abscheiden eines Metalls in der Durchkontaktierung 112 dienen.
Als nächstes
wird das strukturierte Trägersubstrat 108 als
Fotomaske verwendet, um die Mehrschichtstruktur 115 mit
ultraviolettem Licht (UV) zu bestrahlen. Im Anschluss an die Bestrahlung
wird die belichtete Schicht des Fotoresists von der Struktur 115 abgewaschen.
Anschließend
wird eine galvanische Metallabscheidung durchgeführt, um in der Durchkontaktierung 112 eine
leitfähige
Metallschicht 120 abzuscheiden. Die leitfähige Metallschicht 120 kann
Kupfer, Nickel oder andere Me talle enthalten, die galvanisch abgeschieden
werden können.
Alternativ kann ein geschmolzenes Lot, wie z.B. Antimon oder ein
beliebiges anderes leitfähiges-Material
auch als Verbindung in der Durchkontaktierung 108 verwendet
werden.
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Der
Handhabungswafer wird unter Anwendung von Lösungsmitteln oder Entwicklern
entfernt, und auf beiden Seiten des Trägersubstrats 108 wird unter
Anwendung von Ätzmitteln
oder Lösungsmitteln
ein chemisch-mechanisches Polieren (CMP) durchgeführt. Anschließend werden
Metallnassätzen und
eine Lithographie durchgeführt,
um die Kontakflächen 122 und 124 für die Elektronik
auf beiden Seiten der Durchkontaktierung 108 zu schaffen.
Anschließend
kann unter Anwendung der oben beschriebenen Verfahren auf einer
Seite des Trägersubstrats 108 ein
cMUT hergestellt werden. Und durch elektronisches Packaging, wie
z.B. Flip-Chip oder Chip-on-Board, kann mit der anderen Seite des Trägersubstrats 108 eine
Verbindung hergestellt werden.
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11 stellt
ein alternatives Ausführungsbeispiel
für ein
Verfahren zur Herstellung von Durchkontaktierungen 132 in
dem Trägersubstrat 126 dar. Das
Trägersubstrat 126 kann
ein Glaswafer sein. Das Verfahren enthält das Bereitstellen eines
Trägersubstrats 126 und
einer Ätzmaske 128.
Die Ätzmaske 128 wird
unter Anwendung der Fotolithographie strukturiert. Anschließend wird
in dem Trägersubstrat 126 unter
Anwendung des unter Bezug auf 10 beschriebenen
Verfahrens eine Durchkontaktierung 132 gebildet. Es sollte
beachtet werden, dass die Maske 128 entweder auf beiden
Seiten des Substrats 126 angeordnet sein kann oder nur
auf einer Seite des Substrats 126 angeordnet sein kann,
wie es dargestellt ist. Anschließend wird die strukturierte
Fotomaske 128 entfernt. Als nächstes wird auf die Innenwände der
Durchkontaktierung 132 und auf die Oberfläche des
Trägersubstrats 126 eine
Keimschicht 130 aufge bracht. Die Keimschicht 130 kann
Chrom, Gold, Nickel, Kupfer oder andere leitfähige Materialien enthalten.
Die Keimschicht 130 kann unter Anwendung des Sputterns
aufgebracht werden.
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Im
Anschluss an das Aufbringen der Keimschicht 130 wird das
Trägersubstrat 126 auf
einem Substrathandhabungswafer 142 angeordnet. Der Handhabungswafer 142 kann
eine Mehrschichtstruktur 143 enthalten. Die Mehrschichtstruktur 143 enthält eine
metallische Keimschicht 146, die zwischen zwei Fotoresistschichten 144 angeordnet
ist. Als nächstes
wird eine der Fotoresistschichten 144 durch Fotolithographie
weggeätzt,
wie es oben erörtert
worden ist. Als nächstes
wird eine leitfähige
Metallschicht 134 galvanisch abgeschieden, um die Durchkontaktierung 132 zu
füllen.
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Nachdem
die Durchkontaktierung 132 mit der leitfähigen Metallschicht 134 gefüllt worden
ist, wird der Handhabungswafer 142 entfernt, und beide Oberflächen des
Trägersubstrats 126 werden
auf ihre Oberflächenrauhigkeit
durch CMP behandelt. Anschließend
werden eine Lithographie und Nassätzen durchgeführt, um
die Kontaktflächen
auf den beiden Seiten zu bilden. Obwohl es nicht dargestellt ist, kann
zur Bildung der Kontaktflächen 138 und 140 eine
zweite Maske verwendet werden.
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12 zeigt
noch ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel für das Verfahren
zur Herstellung von Durchkontaktierungen in einem Glasträgersubstrat,
wie z.B. dem Trägersubstrat 148.
Wie bei den Ausführungsformen
aus den 10 und 11 wird
in 12 durch Anwendung einer Ätzmaske 150 in dem
Trägersubstrat 148 eine
Durchkontaktierung 156 gebildet. Anschließend wird
ein Handhabungswafer 152, der eine darauf angeordnete Fotoresistschicht 154 aufweist,
mit dem strukturierten Trägersubstrat 148 verbunden.
Als Nächstes
wird zur Verschaltung an den Wänden
der Durchkontaktierung 156 zum Bei spiel durch Sputtern
eine Schicht 158 aus leitfähigem Material aufgebracht.
Die Schicht 158 aus leitfähigem Material kann Chrom, Aluminium,
Gold, Nickel, Kupfer oder Kombinationen derselben enthalten. Anschließend kann
eine Galvanisierung vorgenommen werden, um die Dicke der Schicht 158 zu
vergrößern und
die Durchkontaktierung 156 mit dem nicht leitfähigen Material 160,
wie z.B. Polyimid, zu füllen.
Die beim Galvanisieren verwendeten Metalle können Wolfram, Molybdän, Aluminium,
Chrom, Nickel und/oder Kupfer enthalten.
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Alternativ
können
nicht leitfähige
Polymere, wie z.B. Polyimide und Parylen zum Füllen der Durchkontaktierung 156 verwendet
werden. Die leitfähigen
Polymere können
durch Anwenden von Abscheidetechniken, wie z.B. Spinning oder chemischer
Gasphasenabscheidung in der Durchkontaktierung aufgebracht werden.
Weiterhin können
die leitfähigen
Polymere nach dem Auffüllen
der Durchkontaktierung 156 ausgehärtet werden.
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Anschließend kann
das nichtleitfähige
Material 160 geätzt
oder poliert werden, um die Schicht 158 freizulegen. Weiterhin
kann eine Metallisierung durchgeführt werden, um den freigelegten
Bereich 159 der Schicht 158 des leitfähigen Materials
zu bedecken, und der Handhabungswafer 152 kann entfernt
werden, und auf derselben Seite des Trägersubstrats 148 kann
ein cMUT hergestellt werden.
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Die 13–16 stellen
ein Verfahren zur Herstellung einer cMUT-Zelle auf einem Trägersubstrat
dar, das durch eines der in den 10–12 dargestellten
Verfahren gebildet worden ist. Das Trägersubstrat weist Durchkontaktierungen
und Kontaktflächen
auf. 13 stellt eine Draufsicht auf ein Trägersubstrat 170 mit
mehreren Grundelektroden 172 und mehreren Kontaktflächen 174 dar,
die darauf angeordnet sind. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
kann die Grundelektrode durch eine Metallisierung gebildet werden,
der eine Lithographie folgt. Die Kontaktflächen 174 können den
Kontaktflächen 122 oder 124 aus 10, 138 oder 140 aus 11 oder 162 aus 12 ähnlich sein.
Anschließend kann
unter Anwendung der oben im Bezug auf die 1–9 beschriebenen
Techniken eine cMUT-Zelle auf dem Trägersubstrat 170 hergestellt werden.
In bestimmten Ausführungsformen
kann der Schritt der Vakuumabdichtung unter Verwendung des chemischen
Gasphasenabscheidungsprozesses entfallen. Stattdessen kann das Vakuum
in dem akustischen Hohlraum durch Bonden des Hohlraums in einer
Vakuumumgebung erzeugt werden.
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Weiterhin
kann danach ein Glasfilm auf den Trägerwafer 170 aufgebracht
werden. Der Glasfilm kann auf das Trägersubstrat 170 gesputtert
oder durch Spin-Deposition aufgebracht werden und kann dazu verwendet
werden, die Hohlraumtiefe des akustischen Hohlraums festzulegen.
Der Glasfilm kann auch zum Bonden des Trägersubstrats an die Membran
verwendet werden. Alternativ kann die Membran geätzt werden, um die Tragstützen zu
bilden und die Hohlraumtiefe festzulegen. Wie in den 14 und 15 dargestellt
werden das Trägersubstrat 170 und
die Membran 176 nach dem Festlegen der Hohlraumtiefe unter
Anwendung der oben unter Bezug auf die 1–9 erörterten
Bondtechniken gebondet. Das Bonden kann im Vakuum durchgeführt werden.
Das Substrat 170 weist Durchkontaktierungen 171 auf,
die mit leitfähigen
Materialien 173 gefüllt
werden und an den beiden Oberflächen
des Trägersubstrats 170 Kontaktflächen 175 bilden.
-
Anschließend kann
die Membran 176 strukturiert werden, um die Topelektrode
in Bereichen wie z.B. 180 zu öffnen, um Kontaktstellen 178 auf
dem Trägersubstrat 170 freizulegen.
Zwischen den auf dem Trägersubstrat 170 angeordneten
Elementen des cMUT-Arrays kann auch eine elektrische Isolierung
geschaf fen werden. Die elektrische Isolierung kann durch Entfernen
eines Abschnitts der Membran 176 hergestellt werden.
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In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel enthält die cMUT-Zelle weiterhin eine
elektrisch isolierende Schicht 184, die auf der Membran 176 angebracht
sein kann. Obwohl es nicht dargestellt ist, kann auf die Membran 176 ein
leitfähiges
Material aufgebracht werden, um die Topelektrode zu bilden. Die
Metallisierung für
die Topelektrode kann sich auch in den Bereichen ablagern, aus denen
die Membran 176 entfernt worden ist. Das bedeutet, dass
die Metallisierung auch an den Öffnungen 180 auftreten kann,
wodurch elektrische Verbindungen zwischen der Topelektrode und den
Kontaktflächen 178 gebildet
werden. Anschließend
kann zum Strukturieren der Topelektrode eine Lithographie durchgeführt werden.
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16 stellt
ein alternatives Ausführungsbeispiel
des in 15 dargestellten cMUT-Arrays dar.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
weist das Trägersubstrat 188 Tragstützen 190 auf.
Das Trägersubstrat 188 weist
auch Durchkontaktierungen 192 auf, die mit leitfähigen Materialien
gefüllt
sind, wie es oben unter Bezug auf die 10–12 erwähnt worden
ist. Die Durchkontaktierungen 192 weisen ferner Kontaktflächen 196 und 198 auf,
die an den beiden gegenüberliegenden
Oberflächen
des Trägersubstrats 188 ausgebildet
sind. Die Kontaktflächen
können
dazu eingerichtet sein, als Grundelektroden für den cMUT verwendet zu werden.
Auf dem Trägersubstrat 188 können z.B.
durch eine Metallisierung mit einer darauffolgenden Lithographie
weitere Grundelektroden 200 gebildet werden. Weiterhin kann
der cMUT eine Membran 202 mit einer darauf angeordneten,
elektrisch isolierenden Schicht 204 enthalten, wobei jede
elektrisch isolierende Schicht 204 einer Grundelektrode 198 oder 200 zugeordnet ist.
Der cMUT kann ferner Topelektroden 206 aufweisen. Die Topelektroden 206 können unter
Anwen dung der oben unter Bezug auf 15 beschriebenen
Verfahren gebildet werden. Wie oben erwähnt können während des Vorgangs des Aufbringens
der Topelektroden 206 elektrische Verbindungen 208 gebildet
werden. Weiterhin kann der cMUT elektrische Isolierungen 210 aufweisen,
die durch Entfernen eines Bereiches der Membran 202 nahe
bei den Tragstützen
und entfernt von den Top- und Grundelektroden 206 und 198 gebildet
werden.
-
Die
vorliegende Vorgehensweise ist im Hinblick auf cMUT-Elemente erörtert worden.
Es sollte jedoch erkannt werden, dass ähnliche Vorgehensweisen auch
für andere
Halbleiterelemente, wie z.B. membranbasierte Elemente, angewandt
werden können.
Die Durchkontaktierungen der vorliegenden Technik können z.B.
auch in mikroelektromechanischen Systemen (MEMS) verwendet werden.
Weiterhin können
MEMS oder cMUT an den Kontaktflächen hergestellt
werden, und elektronische Schaltkreise können unter Anwendung von Flip-Chip
oder anderen Packagingtechniken unter diesem Substrat angebracht
werden.
-
Es
wird ein Verfahren zum Herstellen einer kapazitiven mikrobearbeiteten
Ultraschalltransducerzelle geschaffen. Das Verfahren enthält das Bereitstellen
eines Trägersubstrates 10,
wobei das Trägersubstrat 10 Glas
enthält.
Der Schritt des Bereitstellens des Glassubstrats kann das Ausbilden
von Durchkontaktierungen 171 in dem Glassubstrat enthalten.
Ferner enthält
das Verfahren das Bereitstellen einer Membran 14 in der
Weise, dass das Trägersubstrat 10 und/oder
die Membran 14 Tragstützen 12 aufweisen,
wobei die Tragstützen 12 zum
Festlegen der Tiefe eines Hohlraums eingerichtet sind. Das Verfahren
enthält
weiterhin das Bonden der Membran an das Trägersubstrat unter Verwendung
der Tragstützen,
wobei das Trägersubstrat,
die Membran und die Tragstützen 12 einen
akustischen Hohlraum bilden.
-
Obwohl
nur bestimmte Merkmale der Erfindung dargestellt und beschrieben
worden sind, werden Fachleuten zahlreiche Abwandlungen und Änderungen
einfallen. Es muss daher erkannt werden, dass es beabsichtigt ist,
dass die beigefügten
Ansprüche
alle diejenigen Abwandlungen und Änderungen abdecken, die unter
den wahren Geist der Erfindung fallen.
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- 10
- Trägersubstrat
- 11
- Hohlraum
- 12
- Tragstütze
- 13
- Höhe der Tragstützen
- 14
- Membran
- 15
- SOI-Wafer
- 16
- Isolierende
Schicht
- 18
- Vergrabene
Oxidschicht
- 20
- Handhabungswafer
- 22
- Grundelektrode
- 24
- Dielektrische
Schicht
- 28
- Kontaktfläche
- 30
- Vakuumloch
- 32
- Dielektrische
Schicht
- 34
- Topelektrode
- 36
- Trägersubstrat
- 38
- Membran
- 40
- Tragstütze
- 42
- Isolierende
Schicht
- 44
- Vergrabene
Oxidschicht
- 46
- Handhabungswafer
- 48
- Grundelektrode
- 50
- Dielektrische
Schicht
- 52
- Trägersubstrat
- 54
- Tragstütze
- 56
- Membran
- 58
- Isolierende
Schicht
- 60
- Handhabungswafer
- 62
- Grundelektrode
- 64
- Dielektrische
Schicht
- 66
- Trägersubstrat
- 68
- Membran
- 70
- Isolierende
Schicht
- 71
- Tragstütze
- 72
- Handhabungswafer
- 74
- Grundelektrode
- 76
- Dielektrische
Schicht
- 78
- Trägersubstrat
- 80
- Tragstütze
- 81
- SOI-Wafer
- 82
- Membran
- 84
- Isolierende
Schicht
- 86
- Vergrabene
Oxidschicht
- 88
- Handhabungswafer
- 90
- Grundelektrode
- 92
- Dielektrische
Schicht
- 94
- Trägersubstrat
- 96
- Tragstütze
- 97
- SOI-Wafer
- 98
- Membran
- 100
- Isolierende
Schicht
- 102
- Vergrabene
Oxidschicht
- 104
- Handhabungswafer
- 106
- Grundelektrode
- 108
- Trägersubstrat
- 110
- Maske
- 112
- Kanal
- 114
- Handhabungswafer
- 116
- Fotoresistschicht
- 118
- Keimschicht
- 120
- Leitfähige Metallschicht
- 122
- Kontaktfläche für die Zelle
- 124
- Kontaktfläche für einen
elektronischen Schaltkreis
- 126
- Trägersubstrat
- 128
- Maske
- 130
- Keimschicht
- 132
- Kanal
- 134
- Leitfähige Metallschicht
- 136
- Oberfläche des
metallisierten Bereiches
- 138
- Kontaktfläche für die Zelle
- 140
- Kontaktfläche für einen
elektronischen Schaltkreis
- 142
- Handhabungswafer
- 143
- Mehrschichtstruktur
- 144
- Fotoresistschicht
- 146
- Nickel-Chrom-Schicht
- 148
- Trägersubstrat
- 150
- Maske
- 152
- Handhabungswafer
- 154
- Fotoresistschicht
- 156
- Kanal
- 158
- Keimschicht
- 160
- Leitfähiges Material
- 162
- Kontaktfläche für einen
elektronische Schaltkreis
- 164
- Trägersubstrat
mit Durchkontaktierung
- 166
- Kontaktfläche für die Zelle
- 168
- Membran
- 170
- Elektronischer
Schaltkreis
- 171
- Durchkontaktierung
- 172
- Grundelektrode
- 173
- Leitfähiges Material
- 174
- Kontaktfläche
- 175
- Kontaktfläche
- 176
- Tragstütze
- 178
- Leitfähiges Material
- 180
- Kontaktfläche
- 182
- Elektrische
Isolierung
- 184
- Membran
- 188
- Trägersubstrat
- 190
- Tragstütze
- 192
- Durchkontaktierung
- 194
- Leitfähiges Material
in der Durchkontaktierung
- 196
- Kontaktfläche
- 198
- Grundelektrode
- 200
- Grundelektrode
- 202
- Membran
- 204
- Oxidschicht
- 206
- Topelektrode
- 208
- Elektrische
Verbindung
- 210
- Elektrische
Isolierung