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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Raumüberwachungssystem und kann
zur Überwachung mindestens
eines Raumes eines Gebäudes
verwendet werden.
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Aus
dem Katalog 2006 der Busch-Jaeger Elektro GmbH BJE, 0001-0-0985/08.05/0502-B, dpi 401481 ist
unter dem Namen „Teleswitch" ein Telefonwählgerät bekannt,
mit welchem Informationen aus einem Gebäude durch Anwahl vorgegebener
Telefonnummern an die Außenwelt
weitergegeben oder von außerhalb
abgefragt werden können.
Ein solches Gerät
weist mehrere Anschlüsse
für Fernschaltungen
sowie mehrere Anschlüsse
für Fernmeldungen
(Alarmeingänge)
auf und ist üblicherweise
mit dem Telefon-Festnetz
verbunden. Unter Einsatz eines solches Gerätes lässt sich ein Raumüberwachungssystem
konfigurieren, welches eine Meldung „Alarm" über
eine Telefonleitung abgibt. Allerdings ist dieses Gerät in der
zentralen Elektro-Verteilung des Gebäudes oder in einem Technik-Raum
des Gebäudes
untergebracht, jedoch nicht als integraler Bestandteil der in den
Räumen
sichtbaren Elektroinstallation (Installationsgeräte wie Schalter, Taster, Dimmer,
Steckdosen) verfügbar
und montierbar.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Raumüberwachungssystem anzugeben,
das zur Überwachung
mindestens eines Raumes eines Gebäudes geeignet ist und sich
in einfacher Art und Weise sowohl zur Erstausrüstung als auch zur Nachrüstung innerhalb
eines Gebäudes
eignet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Raumüberwachungssystem
mit einer GSM-Box (Global System for Mobile Telecommunication),
welche in Form eines in einer Unterputzdose montierbaren, aus einem
Gerätesockel
mit Zentralscheibe gebildeten und mit einem Abdeckrahmen gewünschten
Designs komplettierbaren Installationsgerätes ausgestaltet ist und
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– ein GSM-Kommunikationsmodul
mit Antenne und Aufnahmeeinheit mit SIM-Karte (Subscriber Indentity Module)
zur Versendung von SMS-Meldungen (Short Message System) oder Sprachmeldungen
an ein externes Mobiltelefon,
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– eine mit
dem GSM-Kommunikationsmodul verbundene zentrale Verarbeitungseinheit,
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– eine mit
der Verarbeitungseinheit verbundene Einstelleinheit zur Einstellung/Vorgabe
von Verzögerungszeiten,
Rufnummern, Text einer SMS-Meldung, Text einer Sprachmeldung usw.,
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– eine mit
der Verarbeitungseinheit verbundene Vorrichtung zur Aktivierung/Deaktivierung
des Raumüberwachungssystems,
aufweist, wobei die GSM-Box entweder selbst einen mit der Verarbeitungseinheit
verbundenen Bewegungsmelder aufweist oder drahtgebunden oder über einen
Bus oder drahtlos mit mindestens einem externen Bewegungsmelder
kommuniziert, im aktivierten Zustand bei Detektion einer Bewegung
eine Meldung „Alarm" generiert und daraufhin
die Versendung einer SMS-Meldung oder Sprachmeldung mit vorgegebenem
Text an eine vorher festgelegte Rufnummer veranlasst.
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Eine
SIM-Karte ist dabei allgemein eine Chipkarte, die in ein Mobiltelefon
eingesteckt wird und zur Identifikation des Nutzers im GSM-Netz dient.
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Die
mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass die GSM-Box
des Raumüberwachungssystems
derart kompakt aufgebaut ist, dass sie vorzugsweise in eine handelsübliche Standard-Unterputzdose
montierbar ist. Somit ist eine Nachrüstmöglichkeit in einfacher Weise
und ohne kostentreibende Installationsarbeiten gegeben, denn es
kann z. B. ein vorhandener Schalter gegen die GSM-Box ausgetauscht
werden. Mittels verschiedener Abdeckrahmen unterschiedlichen Designs gliedert
sich die GSM-Box nahtlos in ein vorhandenes Installationsgeräte-Programm
ein.
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Dabei
kann die GSM-Box entweder selbst einen Bewegungsmelder enthalten
oder mit einem externen Bewegungsmelder kommunizieren, sei es über Draht,
drahtlos oder über
einen Bus. Bereits im Vorfeld kann durch eine mit großer Helligkeit
blinkende, in der GSM-Box selbst integrierte Aktvierungsanzeige
eine Abschreckung gegen unbefugtes Eindringen in das Gebäude erfolgen.
Außer
der bei Detektion eines „Alarms" stets abzusendenden
SMS-Meldung oder Sprachmeldung können
zusätzliche
Maßnahmen
im Falle eines „Alarms" vorgesehen sein: Die
GSM-Box kann selbst einen im Alarmfall zu aktivierenden akustischen
Melder aufweisen oder ersatzweise steuert die GSM-Box einen im gleichen Raum
befindlichen Rauchmelder oder ein anderes Signalisierungsgerät derart
an, dass dessen akustischer Melder aktiviert wird und ertönt.
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Weitere
Vorteile sind aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele erläutert. Es
zeigen:
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1 ein
Raumüberwachungssystem
mit einer GSM-Box mit integriertem Bewegungsmelder,
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2, 3 Raumüberwachungssysteme mit
einer GSM-Box ohne integrierten Bewegungsmelder,
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4 ein
Raumüberwachungssystem
mit einer von mehreren externern Bewegungsmeldern beaufschlagbaren
GSM-Box,
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5 ein
Raumüberwachungssystem
mit einer GSM-Box, welche zusätzlich
mindestens einen Rauchmelder oder ein anderes Signalisierungsgerät beaufschlagt,
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6 eine
Sicht auf die Frontseite einer GSM-Box.
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In 1 ist
ein Raumüberwachungssystem mit
einer GSM-Box mit integriertem Bewegungsmelder dargestellt. Die
GSM-Box 1 enthält
die folgende Baukomponenten:
- • ein GSM-Kommunikationsmodul 2 mit
Antenne 3 und Aufnahmeeinheit 4 mit SIM-Karte
zur Versendung von SMS-Meldungen oder Sprachmeldungen,
- • eine
mit dem GSM-Kommunikationsmodul 2 verbundene zentrale Verarbeitungseinheit 5 (Mikroprozessor),
- • eine
mit der Verarbeitungseinheit 5 verbundene Einstelleinheit 6,
mit welcher z. B. Verzögerungszeiten,
Rufnummern, Text einer SMS-Meldung, Text einer Sprachmeldung usw.
einstellbar/vorgebbar sind, wie nachfolgend noch erläutert wird (zweckmäßig ist
der Einstelleinheit 6 ein Display 30 – siehe
auch 6 – zugeordnet,
um die eingestellten Werte/Texte anzuzeigen),
- • eine
mit der Verarbeitungseinheit 5 verbundene Vorrichtung 7 zur
Aktivierung/Deaktivierung des Raumüberwachungssystems, beispielsweise
einen Fingerprintscanner (Sensor zum Erfassen eines Fingerabdruckes
zur Authentifizierung einer Person mit Hilfe eines biometrischen
Verfahrens),
- • eine
mit der Verarbeitungseinheit 5 verbundene Aktivierungsanzeige 8,
beispielsweise eine LED mit weit sichtbarem Lichtsignal,
- • optional
einen mit der Verarbeitungseinheit 5 verbundenen akustischen
Melder 9 und
- • einen
integrierten, mit der Verarbeitungseinheit 5 verbundenen
Bewegungsmelder 10, um Bewegungen innerhalb eines definierten
Erfassungsbereichs zu detektieren.
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Das
Absetzen einer Sprachmeldung an Stelle einer SMS-Meldung wäre bei starker
Ausnutzung des GSM-Netzes von Vorteil, um eine zeitnahe Information
abzusetzen.
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Nachstehend
wird die Funktionsweise der GSM-Box 1 erläutert. Die
GSM-Box 1 wird beim Verlassen des Hauses über die
Vorrichtung 7 – z.
B. in Form eines Fingerprintscanners realisiert – aktiviert. Nach Ablauf einer über die
Einstelleinheit 6 vorgegebenen Verzögerungszeit T1 ist das Raumüberwachungssystem
aktiviert. Während
der Verzögerungszeit
T1 ist ein Verlassen des Hauses respektive des detektierten Erfassungsbereichs
möglich,
ohne dass dabei eine Meldung „Alarm" ausgelöst wird.
Wäh rend der
Verzögerungszeit
T1 blinkt die Aktivierungsanzeige 8 mit geringer Helligkeit.
Nach Ablauf der Verzögerungszeit
T1 blinkt die Aktivierungsanzeige 8 mit maximaler Helligkeit
und dient somit zur Abschreckung potentieller Einbrecher.
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Wird
bei aktivierter GSM-Box eine Bewegung vom Bewegungsmelder detektiert,
so generiert die Verarbeitungseinheit 5 eine entsprechende
Meldung „Alarm". Die Verarbeitungseinheit 5 veranlasst eine
Versendung einer SMS-Meldung oder Sprachmeldung mit festgelegtem
Text an eine vorher festgelegte und mittels Einstelleinheit 6 eingegebene
Rufnummer, d. h. an ein Mobiltelefon 27. Der Empfänger der
SMS-Meldung oder Sprachmeldung kann hierauf geeignete Maßnahmen
ergreifen. Gleichzeitig kann zusätzlich
ein Alarm über
den optionalen akustischen Melder 9 erfolgen.
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Die
Deaktivierung des Raumüberwachungssystems
erfolgt durch Betätigung
der. Vorrichtung 7 innerhalb der vorstehend erwähnten Verzögerungszeit
T1 oder innerhalb einer anderen mittels Einstelleinheit 6 vorgegebenen
Verzögerungszeit.
Eine Bewegungsdetektion innerhalb dieser Verzögerungszeit ist unschädlich und
führt nicht
zu einer Meldung „Alarm" und nicht zur Abgabe
einer dementsprechenden SMS-Meldung oder Sprachmeldung, wenn die Vorrichtung 7 (rechtzeitig)
betätigt
worden ist.
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In
den 2 und 3 sind Raumüberwachungssysteme mit einer
GSM-Box ohne integrierten Bewegungsmelder dargestellt. Sowohl bei
der in 2 gezeigten GSM-Box 12 als auch bei in 3 gezeigten
GSM-Box 16 tritt ein externer Bewegungsmelder 14 an
die Stelle des integrierten Bewegungsmelders 10 gemäß 1.
Die GSM-Box 12 gemäß 2 weist
Anschlussklemmen 13 auf, welche intern mit der Verarbeitungseinheit 5 und
extern über
eine Drahtverbindung 15 mit dem Bewegungsmelder 14 verbunden
sind. Es ist auch möglich,
die Drahtverbindung 15 als Bus/Busanschluss auszubilden,
wobei bei einer solchen Ausführungsform
zusätzlich
ein Busankoppler 11 zwischen den Anschlussklemmen 13 und
der Verarbeitungseinheit 5 vorgesehen ist.
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Bei
der Ausführungsform
gemäß 3 weist die
GSM-Box 16 ein mit der Verarbeitungseinheit 5 verbundenes
Funkmodul 17 auf und der Bewegungsmelder 14 ist
mit einem Funkmodul 18 versehen. Detektiert der Bewegungsmelder 14 eine
Bewegung, so wird der Verarbeitungseinheit 5 ein entsprechendes Signal
drahtgebunden (bei 2) oder über Funk (bei 3)
zugeführt.
Die übrige
Funktionsweise ist wie unter 1 erläutert.
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Das
Raumüberwachungssystem
gestattet auch den Einsatz von mehreren Bewegungsmeldern, welche
z. B. in unterschiedlichen Räumen
eines Gebäudes
angeordnet sind, wodurch mehrere unterschiedliche Erfassungsbereiche überwacht
werden können.
In 4 ist ein derartiges Raumüberwachungssystem mit einer
von mehreren – hier
drei externern Bewegungsmeldern 20, 21, 22 – beaufschlagbaren
GSM-Box 19 dargestellt. Die Verbindung (Kommunikation)
zwischen den externen Bewegungsmeldern 20, 21, 22 und
der GSM-Box 19 erfolgt entweder drahtgebunden, über einen
Bus oder über
Funksignale. Bei drahtgebundener Verbindung ist die GSM-Box 19 mit
einer Anschlussklemme 13 ausgerüstet, an welche die gewünschte Anzahl
an externen Bewegungsmeldern angeschlossen werden kann (entsprechend
der in 2 gezeigten Konfiguration). Bei Funksignal-Verbindung
ist die GSM-Box 19 mit einem Funkmodul 17 ausgerüstet, welches
mit der gewünschten
Anzahl an externen Bewegungsmeldern kommunizieren kann (entsprechend
der in 3 gezeigten Konfiguration). Gegebenenfalls ist
ein Busankoppler 11 vorzusehen (entsprechend der in 2 gezeigten
Konfiguration).
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Bei
Einsatz mehrerer Bewegungsmelder wird vorzugsweise der Inhalt der
abzusendenden SMS-Meldung oder Sprachmeldung entsprechend dem Bewegungsmelder
angepasst, welcher die Bewegung detektiert und folglich den Alarm
ausgelöst hat,
d. h. es wird dem Empfänger
der SMS-Meldung oder Sprachmeldung mitgeteilt, in welchem Raum eine
Bewegung konkret detektiert worden ist.
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In 5 ist
ein Raumüberwachungssystem mit
einer GSM-Box 23 dargestellt, welche bei Auftreten eines
Alarms zusätzlich
mindestens einen externen Rauchmelder oder ein anderes Signalisierungsgerät beaufschlagt.
Bei dieser Ausführungsform
ist ein in der GSM-Box 23 selbst integrierter akustischer Melder 9 entbehrlich.
Die GSM-Box 23 weist ein Funkmodul 24 auf, welches
bei Auftreten eines Alarms per Funk mit einem Funkmodul 26 eines Rauchmelders 25 oder
eines anderen Signalisierungsgeräts
kommuniziert und den akustischen Melder dieses Rauchmelders oder
anderen Signalisierungsgeräts
auslöst.
Selbstverständlich
kann es auch vorgesehen sein, dass die GSM-Box 23 bei Auftreten
einer Meldung „Alarm" mit mehreren Rauchmeldern
oder anderen Signalisierungsgeräten
in der beschriebenen Art und Weise kommuniziert.
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Die
GSM-Boxen 1, 12, 16, 19, 23 sind
vorzugsweise in Form eines in eine handelsübliche Standard-Unterputzdose
montierbaren Gerätes
ausgebildet, so dass es beispielsweise möglich ist, die GSM-Box an Stelle
eines handelsüblichen
Unterputz-Lichtschalters
wandbündig
zu installieren. Selbstverständlich
ist jedoch alternativ eine Aufputz-Montage der GSM-Box möglich (unter
Zuhilfenahme eines geeigneten Aufputz-Gehäuses).
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6 zeigt
eine Sicht auf eine GSM-Box 1, bestehend aus einem Gerätesockel
(inklusive der typischen Baukomponenten eines zur Montage in einer Unterputzdose
geeigneten Installationsgerätes,
wie z. B. Tragring und Montagespreizen) mit Zentralscheibe 29 sowie
einen entsprechend unterschiedlichen Design-Anforderungen verschiedener
Installationsgeräte-Programme
ausführbaren
Abdeckrahmen 28, in welchem zweckmäßig die Antenne 3 (an
der Rückseite
verborgen) integriert ist. An der Zentralscheibe 29 sind
frontseitig vorgesehen/eingebracht:
- • die Einstelleinheit 6 mit
mehreren Tasten und einem Display 30 zur Anzeige der eingegebenen Werte
(beispielsweise Rufnummern, Verzögerungszeiten,
Text der SMS-Meldung, Text der Sprachmeldung)
- • das
optische System des Bewegungsmelders 10, welches zweckmäßig um die
Seitenkanten der Zentralscheibe 29 greift, um auch Bewegungen seitlich
der GSM-Box detektieren zu können,
- • die
Vorrichtung 7 zur Aktivierung/Deaktivierung des Systems,
- • die
Aktivierungsanzeige 8, vorzugsweise eine LED roter Farbe.
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An
Stelle einer getrennten Einstelleinheit 6 und eines separaten
Displays 30 kann auch ein Touchscreen eingesetzt werden,
welcher Tastatur und Anzeige in einem Bauteil vereint.
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Ein
Beispiel für
ein anderes Signalisierungsgeräts
an Stelle eines Rauchmelders ist eine Hupe.
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- 1
- GSM-Box
- 2
- GSM-Kommunikationsmodul
- 3
- Antenne
- 4
- Aufnahmeeinheit
mit SIM-Karte
- 5
- Verarbeitungseinheit
- 6
- Einstelleinheit
- 7
- Vorrichtung
zur Aktivierung/Deaktivierung des Systems
- 8
- Aktivierungsanzeige
- 9
- akustischer
Melder
- 10
- Bewegungsmelder
- 11
- Busankoppler
- 12
- GSM-Box
- 13
- Anschlussklemmen
- 14
- externer
Bewegungsmelder
- 15
- Drahtverbindung
- 16
- GSM-Box
- 17
- Funkmodul
- 18
- Funkmodul
des externen Bewegungsmelders
- 19
- GSM-Box
- 20
- externer
Bewegungsmelder
- 21
- externer
Bewegungsmelder
- 22
- externer
Bewegungsmelder
- 23
- GSM-Box
- 24
- Funkmodul
- 25
- Rauchmelder
oder anderes Signalisierungsgerät
- 26
- Funkmodul
- 27
- Mobiltelefon
- 28
- Abdeckrahmen
- 29
- Gerätesockel
mit Zentralscheibe
- 30
- Display
- T1
- Verzögerungszeit