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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung,
die beispielsweise bei einem Fahrzeug Anwendung findet.
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Bekannt
ist das sogenannte Prinzip das „Wärmerohr", auch „Heatpipe" genannt, in einem Wärmeaustauscher zu verwenden,
wie er beispielsweise offenbart ist in der nicht geprüften Japanischen Patentveröffentlichung
Nr. 4-45393. Bei diesem Wärmeaustauscher
sind ein Verdampferteil und ein Kondensatorteil auf einem geschlossenen
Zirkulationsweg angeordnet. Der Zirkulationsweg bildet eine geschlossene
Schleife. Ein verdampfbares und kondensierbares Wärmeübertragungsfluid
ist in dem geschlossenen Zirkulationsweg bzw. -kanal eingeschlossen.
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Der
Verdampferteil bewerkstelligt den Wärmeaustausch zwischen dem Wärmeübertragungsfluid
und einem äußeren Fluid,
wodurch das Wärmeübertragungsfluid
verdampft wird. Der Kondensatorteil ist an einem Ort höher als
der Verdampferteil angeordnet. Der kondensierende Teil bzw. Kondensatorteil
nimmt den Wärmeaustausch
zwischen dem Wärmeübertragungsfluid,
das im Verdampferteil verdampft wurde, und einem äußeren Fluid
vor, wodurch das Wärmeübertragungsfluid
kondensiert wird.
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Auch
wurde vorgeschlagen, einen Wärmeaustauscher
mit Heatpipeschleife (looped heat pipe heat exchanger) als Vorrichtung
zur Wärmerückgewinnung
in einem Fahrzeug zu verwenden. Beispielsweise wird ein Verdampferteil
in einem Abgasrohr eines Fahrzeugs zur Rückgewinnung von Wärme aus
einem Abgas angeordnet, die Wärme
kann für
einen Aufwärmvorgang
verwendet werden. 7 zeigt
ein Beispiel der bei einem Fahrzeug eingesetzten Vorrichtung zur
Wärmerückgewinnung.
Die Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
verfügt über einen
Verdampferteil J1 und einen Kondensatorteil J2, beide schließen Wärmerohre
J3 (heat pipes) ein. Längsenden
der Wärmerohre
J3 sind mit Sammlern (Verbindungsteile) J6 gekuppelt. Diese Wärmerückgewinnungsvorrichtung
wird zum Beispiel in der folgenden Weise hergestellt.
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Zunächst werden
die Komponenten J3, J4, J6 zusammengebaut. Beispielsweise werden
die Enden der Wärmerohre
J3 in Schlitzlöcher
des Sammlers J6 eingeführt
und Rippen J4a, J4b zwischen die Wärmerohre J3 zwischengeschaltet.
Dann wird diese Anordnung vorläufig
mit Fixier- oder Heftmitteln, beispielsweise durch Lehren fixiert,
indem Lasten in zwei Richtungen aufgebracht werden. Insbesondere werden
die Lasten in einer Richtung senkrecht zu den Wärmerohren zum Fixieren der
Wärmerohre
J3 und der Rippen J4a, J4b in einer Richtung parallel zu den Wärmerohren
J3 zum Fixieren der Sammler J6 bezüglich der Wärmerohre J3 angebracht. In
diesem Zustand wird die gesamte Anordnung durch Heizmittel aufgeheizt,
die Komponententeile J3, J4, J6 werden so zusammengelötet.
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Die
oben genannten Komponenten sind beispielsweise aus rostfreiem Stahl
mit hohem Korrosionswiderstand hergestellt. Da der Verdampferteil
J1 hoher Temperatur im Abgasrohr ausgesetzt wird, wird eine Nickellegierung
als Lötmaterial
zum Löten herangezogen.
Da jedoch der Schmelzpunkt der Nickellegierung hoch liegt, ist eine
hohe Löttemperatur gefordert.
Es wird somit schwierig, die Lasten in zwei Richtungen unter solch
hoher Löttemperatur
während
des Lötens
aufzubringen.
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Weiterhin
expandiert der Verdampferteil J1 thermisch aufgrund der hohen Temperatur
im Abgasrohr. Bei dieser Konstruktion werden Wärmespannungen aufgrund der
thermischen Expansion und Kontraktion der Wärmerohre (Pfeile X) und thermischer
Expansion und Kontraktion der Sammler J6 (Pfeile Y) konzentriert
auf Verbindungs-, Fugen- oder Stoßteile zwischen den Wärmerohren
J3 und den Sammlern J6. Dies wird zu Brüchen der Stoß- oder Verbindungsteile
führen.
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Im
Hinblick auf Vorstehendes wurde die vorliegende Erfindung gemacht:
es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur
Wärmerückgewinnung,
die sich in verbesserter Weise herstellen lässt, zur Verfügung zu
stellen. Ein anders Ziel der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung
zur Wärmerückgewinnung,
bei der thermische Spannungen reduziert werden können.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung verfügt eine Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung über einen
Verdampferteil und einen Kondensatorteil. Der Verdampferteil und
der Kondensatorteil sind in einem geschleiften Weg angeordnet, durch
welchen ein inneres Fluid zirkuliert. Der Verdampferteil nimmt den
Wärmeaus tausch
zwischen dem Innenfluid und einem ersten Fluid vor, wodurch das
innere Fluid verdampft wird. Der Kondensatorteil nimmt den Wärmeaustausch
zwischen dem in dem Verdampferteil verdampften inneren Fluid und
einem zweiten Fluid vor, das über
eine Temperatur niedriger als die des ersten Fluids verfügt, wodurch
das innere Fluid kondensiert wird.
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Der
Verdampferteil verfügt über eine
Vielzahl von Verdampfer-Wärmerohren
und Verdampfer-Rippen. Jedes der Verdampfer-Wärmerohre hat Flanschteile,
die von seinen Längsenden
in einer Richtung senkrecht zu einer Längsrichtung des Verdampferrohrs
vorragen. Jeder Flanschteil hat röhrenförmige Gestalt. Die Verdampfer-Wärmerohre
und die Verdampfer-Rippen sind abwechselnd gestapelt und in einer
Richtung senkrecht zur Längsrichtung der
verdampfenden Wärmerohre
verlötet;
die Flanschteile der benachbarten Verdampfer-Wärmerohre sind gekuppelt mit
und gelötet
aneinander, derart, dass die Verdampfer-Verbindungsteile durch die Flanschteile
und die Längsenden
der Verdampfer-Wärmerohre
gebildet werden.
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Bei
dieser Konstruktion wird, da die Verbindungsteile durch Kuppeln
der Flanschteile der Verdampfer-Wärmerohre geformt sind, die
Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
in einem Zustand verlötet, wobei
sie in einer Richtung gehalten wird, das heißt, in einer Richtung senkrecht
zur Längsrichtung
der Verdampfer-Wärmerohre.
Die Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
wird leicht zusammengebaut und verlötet.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird der Verdampferteil
und der Kondensatorteil nahe einander angeordnet und über Kupplungselemente
gekuppelt. Somit ist eine kompakte Wärmerückgewinnungsvorrichtung zur
Verfügung
gestellt. Beispielsweise wird der Verdampferteil und der Kondensatorteil
derart gekuppelt, dass die Verdampfer-Wärmerohre und Kondensator-Wärmerohre
parallel zueinander angeordnet sind. In diesem Fall wird der Verdampferteil
und der Kondensatorteil integral miteinander verlötet. Hierdurch
wird die Herstellbarkeit verbessert.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung verfügt der Verdampferteil über spannungsabsorbierende
Teile in den Verbindungsabschnitten. Da der Verdampferteil in der
Strömung
des ersten Fluids von hoher Temperatur angeordnet wird, wird Wärmeexpansion
hervorgerufen. Da die Wärmeexpansion
in einer Rich tung senkrecht zur Längsrichtung der Verdampfer-Wärmerohre
durch den spannungsabsorbierenden Teil absorbiert wird, wird die
Wärmespannung
reduziert.
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Beispielsweise
Ausführungsformen
der Erfindung sollen nun mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen,
in denen ähnliche
Teile mit ähnlichen Bezugszahlen
versehen sind, näher
erläutert
werden. In diesen zeigen:
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1 einen
schematischen Schnitt durch eine Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung;
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2 einen
Schnitt durch ein Verdampfer-Wärmerohr
der Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
gemäß der ersten
Ausführungsform;
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3 einen
schematischen Schnitt durch eine Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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4 einen
schematischen Schnitt durch einen Verdampfer-Verbindungsteil einer
Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung;
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5 einen
Schnitt durch ein Verdampfer-Wärmerohr
einer Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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6 einen
Schnitt durch einen Verdampfer-Verbindungsabschnitt einer Vorrichtung
zur Wärmerückgewinnung
gemäß einer
anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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7 einen
schematischen Schnitt durch eine Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
entsprechend einer anderen Bauart.
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(Erste Ausführungsform)
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Eine
erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung soll nun mit Bezug auf die 1 und 2 beschrieben
werden. Eine Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
ist beispielsweise an einem Fahrzeug montiert und nimmt Abgaswärme aus
einem Abgas eines Fahrzeugmotor-Abgassystems auf und verwendet die
gesammelte Wärme
als Wärmequelle
für eine
Klimaanlage oder dergleichen.
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Wie
in 1 gezeigt, verfügt die Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung über einen
Verdampferteil 1 und einen Kondensatorteil 2,
die nahe aneinander angeordnet sind. Der Verdampferteil 1 ist
in einem Verdampfergehäuse 100 untergebracht,
das in einem Abgasrohr (nicht dargestellt) des Motors angeordnet
ist. Der Verdampferteil 1 nimmt den Wärmeaustausch zwischen dem Abgas
und einem Wärmeübertragungsfluid
(inneres Fluid) vor, wodurch das Wärmeübertragungsfluid verdampft
wird.
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Der
Kondensatorteil 2 ist außerhalb des Abgasrohres angeordnet.
Der Kondensatorteil 2 ist in einem Kondensatorgehäuse 200 untergebracht,
das in einem Kühlwasserdurchlass
(nicht gezeigt) angeordnet ist, durch welchen ein Motorkühlwasser
zirkuliert. Der Kondensatorteil 2 nimmt den Wärmeaustausch zwischen
dem Wärmeübertragungsfluid,
das im Verdampferteil 1 verdampft wurde und dem Motorkühlwasser
vor, wodurch das Wärmeübertragungsfluid kondensiert
wird.
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Als
Nächstes
soll der Aufbau des Verdampferteils 1 beschrieben werden.
Der Verdampferteil 1 verfügt über einen ersten Wärmeaustauscherabschnitt 5a.
Der erste Wärmeaustauscherabschnitt 5a umfasst
Verdampfer-Wärmerohre 3a und
Verdampfer-Rippen 4a. Die Verdampfer-Rippen 4a sind
beispielsweise gewellte Rippen und mit Außenflächen der Verdampfer-Wärmerohre 3a verbunden.
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Jedes
der Verdampfer-Wärmerohre 3a ist von
flacher Rohrgestalt. Die Verdampfer-Wärmerohre 3a sind
parallel zueinander angeordnet und erstrecken sich in vertikaler
Richtung (Pfeil A1 in 1). 2 gibt den
Querschnitt des Verdampfer-Wärmerohres 3a,
definiert in einer Richtung senkrecht zu einer Längsrichtung des Verdampfer-Wärmerohres 3a, wieder.
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Jedes
Verdampfer-Wärmerohr 3a ist
derart angeordnet, dass eine Längsachse
seines Querschnitts parallel zu einer Strömungsrichtung des Abgases liegt.
Das heißt,
die Aufwärts/Abwärts-Richtung
der 2 entspricht der Strömungsrichtung des Abgases.
In 1 entspricht die Richtung senkrecht zur Zeichenebene
der Strömungsrichtung
des Abgases.
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Der
Verdampferteil 1 hat Verdampfer-Sammler 6a (verdampfende
Verbindungsteile) an den Längsenden
der Verdampfer-Wärmerohre 3a.
Die Verdampfer-Sammler 6a erstrecken sich in einer Richtung,
in der die Wärmerohre 3a gestapelt
sind (Pfeil A2). Die Verdampfer-Sammler 6a stehen in Verbindung
mit sämtlichen
Wärmerohren 3a.
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Hier
wird einer der Verdampfer-Sammler 6a, der an den oberen
Enden der Wärmerohre 3a angeordnet
ist, als erster Verdampfer-Sammler 61a bezeichnet. Der
andere Verdampfer-Sammler 6b, der an den unteren Enden
der Wärmerohre 3a angeordnet
ist, wird als erster Rückstrom-Sammler 62a bezeichnet.
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Wie 2 erkennen
lässt,
ist jedes Verdampfer-Wärmerohr 3a aufgebaut
aus einem Paar geformter Platten 31a, 32a als
verdampfende Wärmerohr-Elemente,
von denen jedes über
eine im Wesentlichen flache Gestalt und einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt verfügt. Die
geformten Platten oder Bleche 31a, 32a stehen
einander so gegenüber,
dass ein Verdampferrohrraum zwischen ihnen definiert wird.
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Darüber hinaus
hat jede der geformten Platten 31a, 32a ein Paar
Verdampferflanschteile 33a an deren Längsenden. Jeder Verdampferflanschteil 33a steht
in einer Richtung vom Rohr 3a nach außen vor. Der Flanschteil 33a hat
im Wesentlichen röhrenförmige Gestalt
und definiert an einem Ende eine Öffnung. Die geformten Platten 31a, 32a stehen
einander so gegenüber,
dass die Flanschteile 33a in entgegengesetzten Richtungen
vorstehen.
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Ein
Durchmesser der Öffnung
des Flanschteils 33a eines der Paare von geformten Platten 31a, 32a ist
größer als
ein Durchmesser der Öffnung
des Flanschteils 33a des anderen des Paares geformter Platten 31a, 32a.
Somit wird das Ende des Flanschteils 33a eines Wärmerohres 3a aufgenommen
in und erfasst von dem Ende des Flanschteils 33a des benachbarten
Wärmerohres 3a.
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Als
Nächstes
wird der Aufbau des Kondensatorteils 2 beschrieben. Wie
in 1 dargestellt, hat der Kondensatorteil 2 einen
zweiten wärmeaustauschenden
Abschnitt 5b. Der zweite wärmeaustauschende Abschnitt 5b umfasst
kondensierende Wärmerohre 3b und
Kondensatorrippen 4b. Die Kondensatorrippen 4b sind
beispielsweise gerade Rippen und sind mit den Außenflächen der Kondensator-Wärmerohre 3b verbunden.
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Jedes
der Kondensator-Wärmerohre 3b ist von
flacher Rohrgestalt, ähnlich
den Verdampfer-Wärmerohren 3a.
Das Kondensator-Wärmerohr 3b ist
derart angeordnet, dass seine Hauptachse in seinem Querschnitt,
definiert als senkrecht zur Längsrichtung,
parallel zu einer Strömungsrichtung des
Kühlwassers
verläuft.
Weiterhin sind die Kondensator-Wärmerohre 3b parallel
zueinander angeordnet und erstrecken sich in der vertikalen Richtung (Pfeil
A1).
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Der
kondensierende Teil 2 hat weiterhin kondensierende Sammler 6b an
den Längsenden
der kondensierenden Wärmerohre 3b als
kondensierende Verbindungsteile oder -abschnitte. Die Kondensator-Sammler 6b erstrecken
sich in der Richtung (Pfeil A2), in der die Kondensator-Wärmerohre 3b angeordnet
sind und stehen mit sämtlichen
der Kondensator-Wärmerohre 3b in
Verbindung.
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Einer
der Kondensator-Sammler 6b, der an den oberen Enden der
Kondensator-Wärmerohre 3b angeordnet
ist, wird als zweiter Verdampfer-Sammler 61b bezeichnet.
Der andere der Kondensator-Sammler 6b, der an den unteren
Enden der Kondensator-Wärmerohre 3b angeordnet
ist, wird als zweiter Rückstromsammler 62b bezeichnet.
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Ähnlich den
Verdampfer-Wärmerohren 3a ist jedes
der Kondensator-Wärmerohre 3b aus
einem Paar geformter Platten 31b, 32b als Kondensator-Wärmerohr-Elemente
aufgebaut. Die Kondensator-Wärmerohre 3b haben ähnlichen
Querschnitt wie die Verdampfer-Wärmerohre 3a,
wie in 2 gezeigt. Jede der geformten Platten 31b, 32b hat
im Wesentlichen Plattengestalt und ist von im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt.
Die geformten Platten 31b, 32b stehen einander
gegenüber,
derart, dass ein Kondensator-Rohrraum zwischen ihnen definiert wird.
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Weiterhin
hat jede der geformten Platten 31b, 32b ein Paar
kondensierender Flanschteile 33b an deren Längsenden.
Jeder kondensierende Flanschteil 33b steht in einer Richtung
nach außen, vom
Wärmerohr 3b aus
gesehen, vor. Der Flanschteil 33b verfügt über eine im Wesentlichen röhrenförmige Gestalt
und definiert an seinem Ende eine Öffnung. Die geformten Rohre 31a, 32b stehen
einander derart gegenüber,
dass die Flanschteile 33b in entgegengesetzten Richtungen
vorragen.
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Der
Durchmesser der Öffnung
des Flanschteils 33b eines der Paare geformter Platten 31b, 32b ist
größer als
ein Durchmesser der Öffnung
des Flanschteils 33a des anderen des Paares geformter Platten 31b, 32b.
So wird das Ende des Flanschteils 33b eines Wärmerohres 3b aufgenommen
in und erfasst von dem Ende des Flanschteils 33b des benachbarten
Wärmerohres 3b.
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Weiterhin
sind Innenrippen 34 in den Verdampfer-Wärmerohren 3a und den
Kondensator-Wärmerohren 3b vorgesehen,
um die Wärmeübergangsflächen zu
vergrößern und
damit den Wärmeaustauschwirkungsgrad,
wie in 2 gezeigt, zu verbessern.
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Die
Verdampfer-Sammler 6a und die Kondensator-Sammler 6b stehen
in Verbindung miteinander über
Kupplungsrohre (Kupplungselemente) 7, die je von Rohrgestalt
sind. Die Verdampfer- und Kondensator-Wärmerohre 3a, 3b und
die Verdampfer- und
Kondensator-Sammler 6a, 6b und die Kupplungsrohre 7 bilden
einen geschlossenen Weg oder Kanal. Das verdampfbare und kondensierbare
Wärmeübertragungsfluid,
beispielsweise Wasser oder Alkohol, ist in dem geschlossenen Weg
oder Kanal eingeschlossen.
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Da
die Kupplungsrohre 7 zwischen den Verdampfer-Sammlern 6a und
den Kondensator-Sammlern 6b (verdampfende bzw. kondensierende
Sammler) vorgesehen sind, verbleibt ein Zwischenraum 8 zwischen
dem Verdampferteil 1 (Verdampfergehäuse 100) und dem Kondensatorteil 2 (Kondensatorgehäuse 200).
Der Verdampferteil 1 und der Kondensatorteil 2 sind
thermisch durch den Zwischenraum 8 isoliert.
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Als
Nächstes
soll ein Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung zur Wärmerückgewinnung
beschrieben werden. Zunächst
werden die Verdampferformplatten 31a, 32a zu Paaren
gestellt. Die gepaarten Formplatten 31a, 32a und
die Verdampferrippen 4 sind abwechselnd in Richtung senkrecht
zur Längsrichtung
der Verdampfer-Wärmerohre 3a im
Verdampfergehäuse 100 gestapelt.
Hiermit greifen die Enden der Verdampfer-Flanschteile 33a der
benachbarten Verdampfer-Wärmerohre 3a ineinander
und stellen die Verbindung zueinander her. So werden die Verdampfer-Sammler 6a durch
die gekuppelten Verdampfer-Flanschteile 33a und die Längsenden
der Verdampfer-Wärmerohre 3a gebaut.
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In ähnlicher
Weise werden die kondensierenden Formplatten 31b, 32b paarweise
gestellt. Die gepaarten Formplatten 31b, 32b und
die Kondensatorrippen 4b werden abwechselnd in Richtung
senkrecht zur Längsrichtung
der Kondensator-Wärmerohre 3b im
Kondensatorgehäuse 200 gestapelt.
Hiermit greifen die Enden der Kondensator-Flanschteile 33b der
benachbarten Kondensator-Wärmerohre 3b ineinander
und stellen die Verbindung zueinander her. Damit werden die Kondensator-Sammler 6b durch die
gekuppelten Kondensator-Flanschteile 33b und die Längsenden
der Kondensator-Wärmerohre 3b aufgebaut.
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Dann
werden die Kupplungsrohre 7 zwischen den Verdampfer-Sammlern 6a und
den Kondensator-Sammlern 6b gekuppelt. Somit sind sämtliche
Komponenten 100, 200, 31a, 32a, 31b, 32b, 4a, 4b in
einer Richtung (Stapelrichtung, Pfeil A2) gestapelt.
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Hernach
werden die gestapelten Komponenten durch eine nicht gezeigte Lehre
gehalten und in Stapelrichtung derart fixiert oder geheftet, dass
die vorbestimmte Last in Stapelrichtung aufgebracht werden kann.
In diesem Zustand werden die gestapelten Komponenten im Ofen angeordnet
und erwärmt.
Somit werden die Komponententeile integral als Einheit verlötet.
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Es
werden nämlich
die Verbindungsteile zwischen den Wärmerohren 3a, 3b,
den Rippen 4a, 4b und den Sammlern 6a, 6b und
den Kupplungsrohren 7 gelötet. In diesem Fall werden
die geformten Platten 31a, 32a, 31b, 32b gleichzeitig
mit dem Löten
mit anderen Komponenten verlötet.
Das heißt,
die Wärmerohre 3a, 3b werden
gleichzeitig mit dem gemeinsamen Verlöten geformt. Bei dieser Ausführungsform sind
sämtliche
Komponenten aus rostfreiem Stahl, und eine Nickellegierung wird
als Lötmaterial
verwendet.
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Wie
oben beschrieben, werden die Wärmerohre 3a, 3b geformt,
indem die geformten Platten 31a, 32a, 31b, 32b zu
Paaren angeordnet und miteinander verlötet werden, und die Wärmerohre 3a, 3b und
die Rippen 4a, 4b werden abwechselnd gestapelt.
Daher werden die vorläufig
zusammengebauten Komponenten lediglich in einer Richtung während des
Lötens
gehalten. Die Last wird nämlich nur
in Stapelrichtung während
des Lötens
aufgebracht. Somit ist es leicht, sämtliche Komponenten der Wärmerückgewinnungsvorrichtung
zu montieren und zu löten.
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Bei
dieser Ausführungsform
sind der Verdampferteil 1 und der Kondensatorteil 2 eng
aneinander angeordnet. Beispielsweise sind der Verdampferteil 1 und
der Kondensatorteil 2 derart angeordnet, dass die Verdampfer-Sammler 6a und
die Kondensator-Sammler 6b bezüglich einander
ausgerichtet sind. Die Wärmerückgewinnungsvorrichtung
wird daher in der Größe verkleinert
und lässt
sich leicht am Fahrzeug an bringen. Weiterhin werden, da der Verdampferteil 1 und
der Kondensatorteil 2 gleichzeitig verlötet werden, die Herstellungsschritte
reduziert.
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(Zweite Ausführungsform)
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Eine
zweite Ausführungsform
soll nun mit Bezug auf 3 beschrieben werden. Hier haben ähnliche
Komponenten gleiche Bezugszahlen, deren Beschreibung wird daher
fortgelassen.
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Wie
in 3 gezeigt, hat die Verdampfer-Formplatte 31a,
die eine der zu Paaren geformten Platten ist, einen ersten Balgenteil 9 als
spannungsabsorbierendem Teil und erstreckt sich vom Flanschteil 33a.
Der erste Balgenteil (bellows portion) 9 ist integral mit
dem Flanschteil 33a ausgebildet. Das Ende des ersten Balgenteils 9 definiert
eine Öffnung
und ist so konfiguriert, dass er in Eingriff mit dem Ende des Flanschteils 33a der
geformten Platte 32a des benachbarten Verdampfer-Wärmerohres 3a kommt.
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Der
erste Balgenteil 9 ist mit ersten Ausbauchungen bzw. Sicken 91 versehen.
Im Beispiel der 3 werden zwei erste Ausbauchungen 91 geformt.
Die ersten Ausbauchungen 91 können expandieren und kontrahieren,
und zwar in einer radialen Richtung zum ersten Balgenteil 9.
Jede der ersten Ausbauchungen 91 steht in einer Richtung
radial nach außen
vor und erstreckt sich vollständig
in einer Umfangsrichtung des ersten Balgenteils 9. Somit liegt
der erste Balgenteil 9 in Form von Balgen vor und kann
expandieren und kontrahieren, das heißt, er ist elastisch in Stapelrichtung
(Pfeil A2) der Verdampfer-Wärmerohre 3a.
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Weiterhin
sind der Verdampferteil 1 und der Kondensatorteil 2 über Balgenkupplungsrohre
mit zweiten Balgenteilen 10 als spannungsabsorbierende
Teile anstelle der geraden Kupplungsteile 7 der ersten
Ausführungsform
verbunden. Die Balgenkupplungsrohre sind gebildet als gesonderte
Teile und kommen in Eingriff mit dem ersten Balgenteil 9 des
Verdampfer-Wärmerohres 3a,
welches benachbart dem Kondensatorteil 2 angeordnet ist,
und dem Flanschteil 33b des Kondensator-Wärmerohres 3b, das
benachbart dem Verdampferteil 1 angeordnet ist.
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Jeder
der zweiten Balgenteile 10 ist mit zweiten Ausbauchungen 101 geformt.
Nach dem Beispiel der 3 sind drei zweite Ausbauchungen 101 ausgebildet.
Jede der zweiten Ausbildungen 101 steht in Richtung radial
nach außen
vor und erstreckt sich vollständig
in einer Umfangsrichtung des zweiten Balgenteils 10. Die
zweiten Balgenteile 101 können in einer Radialrichtung
des zweiten Balgenteils 10 expandieren und kontrahieren.
Das Balgenkupplungsrohr liegt nämlich
in Form von Balgen vor und kann somit expandieren und kontrahieren,
das heißt,
es ist elastisch in Stapelrichtung (Pfeil A2) der Verdampfer-Wärmerohre 3a.
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Da
die Anzahl der Ausbauchungen 101 jedes zweiten Balgenteils 10 größer als
die der Ausbauchungen 91 des ersten Balgenteils 9 ist,
ist der zweite Balgenteil 10 elastischer als der erste
Balgenteil 9.
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Als
Nächstes
soll die Betriebsweise der Wärmerückgewinnungsvorrichtung
beschrieben werden.
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Da
der Verdampferteil 1 im Abgasrohr des nicht dargestellten
Motors angeordnet ist, wird er dauernd hohen Temperaturen ausgesetzt.
Somit werden die Verdampfer-Wärmerohre 3a und
die Verdampfer-Sammler 6a erheblich expandieren und kontrahieren.
Da die ersten Balgenteile 9 in Stapelrichtung der Verdampfer-Wärmerohre 3a elastisch sind,
wird die Wärmeexpansion
in Stapelrichtung der Verdampfer-Wärmerohre 3a absorbiert.
Da weiterhin die Ausbauchungsteile 91 in Längsrichtung
der Verdampfer-Wärmerohre 3a expandieren
und kontrahieren, wird die Wärmeexpansion
in Längsrichtung
der Verdampfer-Wärmerohre 3a absorbiert.
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Der
Verdampferteil 1 wird hoch durch das Abgas erwärmt, während der
Kondensatorteil 2 durch das Motorkühlwasser auf relativ niedrige
Temperatur gekühlt
wird. Es gibt somit eine große
Temperaturdifferenz zwischen dem Verdampferteil 1 und dem
Kondensatorteil 2, was erhebliche Wärmespannungen zwischen dem
Verdampferteil 1 und dem Kondensatorteil 2 hervorruft.
In diesem Fall wird, da die zweiten Balgenteile 10 elastisch
sind, elastischer als die ersten Ausbauchungsteile 9, die
Wärmespannung
aufgrund der Temperaturdifferenz absorbiert.
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Nach
der zweiten oben beschriebenen Ausführungsform wird die Wärmeexpansion
in Stapelrichtung der Verdampfer-Wärmerohre 3a durch
die ersten Balgenteile 9 absorbiert, und die Wärmeexpansion
in Längsrichtung
der Verdampfer-Wärmerohre 3a wird
durch die ersten Ausbauchungen der ersten Balgenteile 9 absorbiert.
Daher wird die Wärmespannung
auf die Verbindungsteile der jeweiligen Komponenten herabgesetzt.
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Zusätzlich wird
die Wärmespannung
zwischen dem Verdampferteil 1 und dem Kondensatorteil 2 aufgrund
der Temperaturdifferenz zwischen ihnen effektiv durch die zweiten
Ausbauchungsteile 10 absorbiert, die höher elastisch als die ersten
Ausbauchungsteile 9 sind.
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(Dritte Ausführungsform)
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Mit
Bezug auf 4 werden die ersten Balgenteile 9 als
gesonderte Teile geformt. Die Enden jedes ersten Balgenteils 9 kommen
in Eingriff mit den Enden der Flanschteile 33a der Verdampfer-Formplatten 31a, 32a.
Auch bei dieser Ausführungsform werden ähnlich vorteilhafte
Effekte genutzt.
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Da
zusätzlich
die ersten Balgenteile 9 getrennt von den Verdampfer-Formplatten 31a, 32a ausgebildet
sind, lassen sich die ersten Ausbauchungen 91 einfacher
formen, verglichen mit dem Fall, bei dem die ersten Ausbauchungen 9 integral
mit den Flanschteilen 33a der Formplatten 31a, 32a geformt sind.
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(Vierte Ausführungsform)
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Eine
vierte Ausführungsform
soll nun mit Bezug auf die 4 und 5 beschrieben
werden. Ähnliche
Komponenten sind mit ähnlichen
Bezugszeichen bezeichnet, deren Beschreibung wird somit fortgelassen.
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Der
Aufbau der Formplatten bzw. geformten Platten 31a, 32a, 31b, 32b lässt sich
modifizieren. Wie aus 5 zu erkennen, wird jede der
Verdampfer-Formplatten 31a, 32a geformt, indem
eine Platte oder ein Blech im Wesentlichen in U-Gestalt gebogen wird.
Jede Formplatte 31a, 32a verfügt über einen flachen Teil 310a, 320a sowie
ein Paar von Seitenteilen 311a, 321a an den Seiten
der Flachteile 310a, 320a. Die Seitenteile 311a, 321a liegen
im Wesentlichen senkrecht zu dem Flachteil 310a, 320a.
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Eine
Entfernung der Seitenteile 311a der Verdampfer-Formplatte 31a ist
geringer als eine Entfernung der Seitenplatten 321a der
Verdampfer-Formplatte 32a. Somit grei fen die Verdampfer-Formplatten 31a, 32a derart
ineinander, dass die Seitenteile 311a mit den Innenflächen der
Seitenteile 321a überlappen.
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Die
Formplatten 31b, 32b der Kondensator-Wärmerohre 3b haben
Flachteile 310b, 320b und Seitenteile 311b, 321b und
greifen ähnlich
wie die Formplatten 31a, 32a der Verdampfer-Wärmerohre 3a ineinander.
Auch bei dieser Ausführungsform
werden ähnliche
Vorteile und Effekte erreicht.
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(Andere Ausführungsformen)
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Bei
der zweiten Ausführungsform
werden zwei Ausbauchungen 91 auf jedem ersten Balgenteil 9 gebildet.
Jedoch ist die Anzahl der Ausbauchungen 91 nicht auf zwei
begrenzt. So hat beispielsweise der erste Balgenteil 9 eine
Ausbauchung 91, wie in 6 gezeigt.
Auch ist es nicht immer notwendig, dass die Wärmerückgewinnungsvorrichtung beide,
die ersten Balgenteile 9 und die zweiten Balgenteile 10,
hat. Beispielsweise kann der zweite Balgenteil 10 abhängig von
dem Einsatzgebiet eliminiert werden.
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Bei
den oben genannten Ausführungsformen haben
die Verdampfer-Sammler 61a, 61b der Rückstromsammler 62a, 62b die
gleiche Abmessung in Längsrichtung
wie die Wärmerohre 3a, 3b.
Jedoch können
die Verdampfer-Sammler 61a, 61b und die Rückstromsammler 62a, 62b unterschiedliche
Abmessungen haben, solange nur die Abmessung der Verdampfer-Sammler 61a, 61b größer als
die der Rückstromsammler 62a, 62b ist.
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Bei
den oben genannten Ausführungsformen sind
die Innenrippen 34 in den Wärmerohren 3a, 3b vorgesehen.
Jedoch können
die Innenrippen 34 fortgelassen werden.
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Auch
ist es nicht immer notwendig, dass der Verdampferteil 1 und
der Kondensatorteil 2 eng aneinander angeordnet sind. Verdampferteil 1 und
Kondensatorteil 2 können
gesondert bzw. getrennt angeordnet sein. Auch ist die Struktur des
Kondensatorteils 2 nicht notwendigerweise auf den dargestellten Aufbau
beschränkt.
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Bei
den oben genannten Ausführungsformen ist
jedes Wärmerohr 3a, 3b aufgebaut
aus dem Paar von Formplatten 31a, 32a, 31b, 32b.
Es ist jedoch nicht immer not wendig, dass das Wärmerohr 3a, 3b aus
zwei geformten Platten 31a, 32a, 31b, 32b gebildet
ist.
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Bei
den oben genannten Ausführungsformen sind
die Kupplungsrohre als gesonderte Teile geformt. Jedoch können die
Kupplungsrohre integral mit einem aus der Gruppe von Verdampfer-Wärmerohr 3a und
Kondensator-Wärmerohr 4a geformt werden.
Weiterhin lassen sich die oben genannten Ausführungsformen mit beliebigen
Kombinationen verwenden.
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Auch
ist die Anordnung von Verdampferteil 1 und Kondensatorteil 2 nicht
auf das Abgasrohr und auf den Motorkühlwasserkanal begrenzt. Weiterhin kann
die im Verdampferteil 1 rückgewonnene Wärme für irgend
welche anderen Zwecke Verwendung finden. Auch ist die Verwendung
der Wärmerückgewinnungsvorrichtung
nicht auf das Fahrzeug begrenzt, kann vielmehr für andere Zwecke eingesetzt
werden.
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Beispielsweise
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wurden vorstehend beschrieben. Jedoch
ist die vorliegende Erfindung auf diese Ausführungsformen nicht beschränkt, kann
vielmehr in anderer Art und Weise ohne vom Schutzumfang der Erfindung
abzuweichen, implementiert werden.