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Die
Erfindung betrifft ein kompaktes magnetisch induktives Durchflussmessgerät mit einer
Anzeigeeinrichtung, die unmittelbar in dem oder an dem Gehäuse des
Durchflussmessgerätes
angeordnet ist.
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Die
Erfindung betrifft den Bereich der Messtechnik für Rohrleitungen. Solche Rohrleitungen
werden insbesondere genutzt, um flüssige Medien zu transportieren.
Bei deren Transport, besteht oftmals die Notwendigkeit, die genaue
Durchflussmenge zu bestimmen. Dies ist unter Verwendung eines Durchflussmessgerätes möglich, welches
das Prinzip der magnetischen Induktion nutzt. Dabei wird die Durchflussmenge
des Mediums durch ein Messrohr unter zur Zuhilfenahme eines Magnetfeldes
sowie zweier Messelektroden bestimmt. Das Magnetfeld durchdringt
bei der Messung das Messrohr und das durch das Messrohr fließende Medium.
Enthält
das Medium Ladungsträger,
so werden diese von dem Magnetfeld abgelenkt und an den Messelektroden
fällt eine
Spannung ab. Man spricht bei dieser Spannung von einer induzierten
Spannung, die über
die Messelektroden abgegriffen und gemessen werden kann und die
mit zunehmender Durchflussmenge des Mediums ansteigt.
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Gewöhnlicherweise
bestehen Durchflussmessgeräte
aus zwei separaten, örtlich
voneinander getrennten Einrichtungen. Die erste Einrichtung beinhaltet
das Messrohr, die Messelektroden und die Einrichtung zur Erzeugung
des Magnetfeldes. Diese erste Einrichtung wird von dem zu messenden
Medium durchflossen und dort wird auch die induzierte Spannung aufgenommen.
Die zweite Einrichtung beinhaltet die erforderliche Elektronik zur
Auswertung der aufgenommenen Spannung. Ferner weist die zweite Einrichtung
gewöhnlicherweise
eine Anzeigeeinrichtung auf, mit der die Information bezüglich der
Durchflussmenge angezeigt werden kann.
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Allgemein
bekannt sind zwei verschiedene Varianten in der diese beiden Einrichtungen
angeordnet werden können.
In der ersten Variante ist die zweite Einrichtung an der Außenseite
der ersten Einrichtung angebracht. Der Gesamtaufbau dieser Variante
ist auf grund der zwei aneinander montierten Einrichtungen verhältnismäßig sperrig
und wenig kompakt. Ein Einsatz an Stellen in einem Rohrsystem, an
denen nur ein beschränkter
Einbauraum zur Verfügung
steht, ist daher nicht oder nur schwer möglich.
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Bei
einer zweiten Anordnungsvariante, ist die zweite Einrichtung örtlich von
der ersten Einrichtung getrennt und über eine Schnittstelle mit
dieser verbunden. Nachteilig ist bei dieser zweiten Variante der
zusätzliche
Verkabelungsaufwand anzusehen. Ferner ist es möglich, dass bei der Verkabelung durch
die Verwendung eines eventuell minderwertigen Kabels, einer Beschädigung des
Kabels, einer langen Verkablungsstrecke und magnetischer oder elektrischer
Störfelder,
die Information bezüglich
des Durchflusses verfälscht
wird.
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Vor
diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein kompaktes und zuverlässig arbeitendes magnetisch
induktives Durchflussmessgerät
bereitzustellen.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
kompaktes magnetisch induktives Durchflussmessgerät mit den
Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
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Demnach
ist ein kompaktes magnetisch induktives Durchflussmessgerät vorgesehen,
das ein Messrohr beinhaltet, durch welches das zu messende Medium
fließt.
Ferner weist das erfindungsgemäße Durchflussmessgerät ein Gehäuse auf,
in dem das Messrohr angeordnet ist. Zusätzlich ist unmittelbar in dem
oder an dem Gehäuse
eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen von Messwerten des Durchflussmessgerätes vorgesehen.
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Der
Erfindung liegt die Idee zugrunde, dass eine örtliche Trennung der Messstelle
und der Anzeige der Messwerte nicht zwingend notwendig ist. Eine solche örtliche
Trennung wird bei bekannten Lösungen
(siehe oben) verwendet, da dort befürchtet wird, dass die Elektronik
einer Anzeigeeinrichtung durch zu hohe Temperaturen des Mediums
und/oder Vibrationen des Rohrsystems beschädigt werden könnte, wenn
sich die Anzeigeeinrichtung zu nah an der Messstelle befinden würde. Die
Erkenntnis der vorliegenden Erfindung ist, dass diese örtliche
bei vielen Anwendungen gar nicht erforderlich ist. Die örtliche Trennung
und die damit einhergehenden, bereits erläuterten Defizite können jedoch
oftmals umgangen werden, da das zu messende Medium zumeist eine Temperatur
aufweist, bei welcher keine Beschädigung der Elektronik der Anzeigeeinrichtung
zu befürchten
ist. Auch Vibrationen treten in Rohrsystemenhäufig nicht oder nur in geringem
Maße auf,
so dass eine negative Beeinflussung der Elektronik der Anzeigeeinrichtung
dann nicht zu erwarten ist.
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Ausgehend
von diesen Erkenntnissen wird durch die Erfindung ein ausgesprochen
kompaktes Durchflussmessgerät
bereitgestellt, bei welchem die Messstelle und die Anzeige der Messwerte örtlich nicht
(oder zumindest nur geringfügig)
voneinander getrennt sind.
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Das
erfindungsgemäße Durchflussmessgerät besteht
im Wesentlichen aus einem Gehäuse
mit dem die Messstelle beinhaltenden Messrohr sowie ferner der Anzeigeeinrichtung
zum Anzeigen der Messwerte. Durch diese Integration der wesentlichen Komponenten
in eine einzige, zusammenhängende Einrichtung
wird der Gesamtaufbau des MID ausgesprochen kompakt. Dadurch ist
es möglich,
das erfindungsgemäße Durchflussmessgerät an Stellen
in einem Rohrleitungssystem anzuordnen, die räumlich sehr beengt sind.
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Ferner
besteht durch die örtliche
Nähe der Anzeige
zu der Messstelle ein direkter Bezug der angezeigten Messwerte zu
der Messstelle, so dass eine Zuordnung auf einfache Weise möglich ist.
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In
den Unteransprüchen
finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Verbesserungen
der Erfindung.
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Bevorzugt
weist die Anzeigeeinrichtung einen Bildschirm oder ein Display auf,
welcher die Messwerte anzeigt. Von einem solchen Bildschirm bzw.
Display lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Messwerte, wie
zum Beispiel die gesamte Durchflussmenge, die Durchflussmenge pro
Zeiteinheit, die Temperatur des Mediums etc. auf sehr begrenzten
Raum parallel anzeigen. Alternativ können diese unterschiedlichen
Messwerte auch nacheinander anzeigen.
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Ferner
bevorzugt weist das Durchflussmessgerät eine insbesondere als Tastatur
ausgeführte
Bedieneinrichtung auf, die unmittelbar in das Gehäuse integriert
ist. Durch eine solche Bedieneinrichtung ist eine Interaktion des
Nutzers mit dem Durchflussmessgerät möglich. So kann z. B. ausgewählt werden,
welche Messwerte angezeigt werden sollen. Darüber hinaus ist es möglich, über die
Bedieneinrichtung ausgewählte
Betriebsparameter des Durchflussmessgerätes anzeigen zu lassen oder
diese Betriebsparameter manuell einzustellen.
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Ferner
bevorzugt sind der Bildschirm und/oder die Bedieneinrichtung auf
einer gemeinsamen Platine mit einer Ansteuereinrichtung zum Ansteuern
des Bildschirms und/oder der Bedieneinrichtung angeordnet. Eine
Integration mehrerer Ansteuereinrichtungen auf einer gemeinsamen
Platine erlaubt es, diese wesentlich kompakter auszuführen, als
es bei einer Bereitstellung dieser Einrichtungen auf mehreren Platinen
möglich
wäre. Zudem
ist es wesentlich wirtschaftlicher, nur eine Platine mit elektronischen
Bauteilen zu bestücken
und mit Leiterbahnen zu versehen, als die Bestückung mehrerer Platinen. Des
Weiteren muss nur eine Platine in das Gehäuse integriert werden und der
Montageaufwand wird somit verringert.
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Ferner
bevorzugt ist die Anzeigeeinrichtung analog und/oder digital ausgeführt und
somit die Messwerte in analoger bzw. digitaler Form anzeigt. Das
Umsetzen einer Spannungsänderung
in einen Zeigerausschlag bei einer analogen Anzeige, ist technisch
sehr einfach zu realisieren. Eine digitale Anzeige bietet darüber hinaus
unter anderem die Vorteile, dass die Anzeige sehr einfach ablesbar
ist und zudem auch mehrere Messwerte gleichzeitig darstellbar sind.
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Ferner
bevorzugt weist das Durchflussmessgerät zusätzlich eine Auswerteelektronik
auf, die innerhalb des Gehäuses
angeordnet ist. Durch eine Integration der Auswerteelektronik in
das Gehäuse, werden
die an den Messelektroden abgegriffenen Spannungswerte, in unmittelbarer
Nähe zur
Messstelle ausgewertet. Eine zusätzliche
externe Einrichtung zur Auswertung dieser Messwerte ist nicht notwendig.
Dadurch wird ein ausgesprochen kompakter Aufbau des Durchflussmessgerätes erreicht.
Eine Verfälschung
der Messwerte, die durch die notwendige Verkablung bei einer externen
Auswerteeinrichtung möglich
ist, tritt nicht auf.
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Ferner
bevorzugt ist die Auswerteelektronik auf einer zumindest teilweise
flexiblen Platine angeordnet. Durch eine teilweise flexible Platine,
ist die Auswerteelektronik faltbar. Diese Faltbarkeit kann genutzt
werden, die Auswerteelektronik auf einem begrenzten Raum innerhalb
des Gehäuses
anzuordnen. Da für
die Auswerteelektronik somit ein nur sehr geringer Platzbedarf notwendig
ist, kann das Gehäuse
in welchen diese angeordnet ist, ebenfalls sehr kompakt ausgeführt sein.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die Auswerteelektronik mit
einem innerhalb des Durchflussmessgerätes und/oder mit einem außerhalb
des Durchflussmessgerätes
angeordneten Temperatursensor, über
welche die Temperatur des Mediums bestimmbar ist, elektrisch verbunden Durch
diese Sensoren ist es vorteilhafterweise mög lich, wenn zum Beispiel die
Temperatur des Mediums eine gewisse kritische Grenze überschreitet,
Maßnahmen
einzuleiten und zum Beispiel ein Warnsignal auszugeben. Ferner können die
von den Temperatursensoren festgestellten Temperaturwerte für zusätzliche
Auswertungen verwendet werden.
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Ferner
bevorzugt ist die Auswerteelektronik mit der Anzeigeeinrichtung über Verbindungsleitungen
elektrisch leitend verbunden. Sie übermittelt die anzuzeigenden
Informationen an die Anzeigeeinrichtung in Form von Steuersignalen.
Diese Steuersignale können
einfach von der Ansteuereinrichtung der Anzeigeeinrichtung genutzt
werden, um die gewünschten
Informationen z. B. auf einem Bildschirm darzustellen. Des Weiteren
bevorzugt enthalten die Steuersignale eine Information über die
Durchflussmenge, die Durchflussgeschwindigkeit, die Dauer des Durchflusses,
das zu messende Medium, die Temperatur des Mediums im Bereich der
Durchflussmessstelle, die Temperatur des Mediums außerhalb der
Durchflussmessstelle, die Stärke
des Magnetfeldes und/oder die eingestellten Parameter des Durchflussmessgerätes. Somit
ist es möglich,
sämtliche
für die
Durchflussmessung relevante Informationen, von einer Anzeigeeinrichtung
in unmittelbarer Nähe
zu der Messstelle anzuzeigen. Ferner kann das Durchflussmessgerät mit diesen
Steuersignalen auch als Wärmemengenzähler verwendet
werden. So ist dem Durchflussmessgerät der Querschnitt des Durchflusskanals
im Bereich der Messstelle bekannt und mit dieser Information, der
Dichte des Mediums und der Durchflussgeschwindigkeit des Mediums,
kann die Durchflussmenge berechnet werden. Unter Zuhilfenahme der
Temperatur des Mediums im Bereich der Durchflussmessstelle und der
Temperatur des Mediums außerhalb
der Durchflussmessstelle, ist es darüber hinaus möglich, die
Gesamtmenge des Wärmeflusses
zu ermitteln. Wenn das Durchflussmessgerät zum Beispiel in einem Heizungssystem
eingesetzt wird, ist es möglich, über diesen
Wärmfluss,
die innerhalb eines definierten Zeitraumes verbrauchte Energie zu
bestimmen. Dieser Energieverbrauch kann zum Beispiel von einem Energie
liefernden Unternehmen einfach zu Abrechnungszwecken genutzt werden.
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Darüber hinaus
bevorzugt weist das Durchflussmessgerät eine Magnetfelderzeugungseinrichtung
auf, mit der ein Magnetfeld erzeugbar ist, welches zur Messung des
Durchflusses das Messrohr durchdringt. Ferner bevorzugt weist das
Messrohr zwei Messelektroden auf, die zu dem erzeugbaren Magnetfeld
und/oder senkrecht zur Durchflussrichtung des Mediums angeordnet
sind. Generell ist die maximal mögliche
Spannung abhängig
von der Durchflussmenge abgreifbar, wenn das Magnetfeld, die Durchflussrichtung
des Mediums und die Messelektroden senkrecht zueinander ausgerichtet
sind. Da im Allgemeinen, z. B. aufgrund von Vibrationen, Störspannungen
auftreten, ist es sinnvoll, dass die Spannung, welche die Durchflussmenge
repräsentiert,
deutlich größer als
eine eventuelle Störspannung
ist, um eine bessere Differenzierung der Spannungswerte zu ermöglichen
Des Weiteren bevorzugt sind die Messelektroden mit der Auswerteelektronik galvanisch
verbunden. Durch diese elektrische Verbindung kann das die Durchflussmenge
repräsentierende
Spannungssignal direkt von der Auswerteelektronik ausgewertet werden.
Alternativ kann eine Verbindung mit der Auswerteelektronik ebenfalls
kapazitiv, induktiv, per Funk oder optisch erfolgen.
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Ferner
bevorzugt weist das Gehäuse
ein Metall, insbesondere ein Edelstahl auf und ist bevorzugt vollständig aus
diesem Metall hergestellt. Da Metalle und insbesondere Edelstähle eine
hohe Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit aufweisen, werden Kräfte, die
bei einem eventuellen Ausdehnen und Zusammenziehen der Rohrleitung
auf das Durchflussmessgerät
wirken, von dem Gehäuse
aufgenommen, ohne dass eine Beschädigung des Durchflussmessgerätes auftritt.
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Darüber hinaus
bevorzugt weist das Gehäuse
einen Kunststoff auf, der zumindest teilweise transparent ist. Des
Weiteren bevorzugt ist das Gehäuse
vollständig
aus diesem transparenten Kunststoff hergestellt. Wird ein solcher
transparenter Kunststoff verwendet, so kann die Anzeigeeinrichtung
vollständig
von dem Gehäuse
umschlossen in diesem integriert werden und dennoch sind die angezeigten
Messwerte von außen
einsehbar. Diese Art der Integration ist insbesondere dann sinnvoll,
wenn befürchtet
wird, dass Verunreinigungen durch eventuelle Verbindungsstellen
zwischen Anzeigeeinrichtung und Gehäuse in das Durchflussmessgerät eindringen
und dieses beschädigen
könnten.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
weist das Gehäuse
einen nahtlos gezogenen Gehäusemantel
auf, der das Messrohr und/oder die Anzeigeeinrichtung und/oder die
Bedieneinrichtung und/oder die Auswerteelektronik umschließt.
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Ferner
bevorzugt weist das Gehäuse
einen rohrförmigen
Gehäusemantel
auf, der im Tiefziehverfahren hergestellt ist und der das Messrohr
und/oder die Anzeigeeinrichtung und/oder die Bedieneinrichtung und/oder
die Auswerteelektronik umschließt. Solch
ein einteiliger rohrförmiger
Gehäusemantel
ist ausgesprochen wirtschaftlich, da keine zusätzlichen Verbindungstechniken
zur Herstellung des Gehäuses
notwendig sind. Teure Schweissgehäuse oder Gussgehäuse sind
somit nicht nötig.
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Ferner
bevorzugt weist der Gehäusemantel eine
kreisförmige
oder eine vieleckige Grundfläche auf.
Ein Gehäusemantel
mit einer kreisförmigen Grundfläche lässt sich
im Tiefziehverfahren besonders einfach herstellen. Ebenfalls bevorzugt
wird ein Gehäusemantel
mit einer quadratischen Grundfläche verwendet.
Ein rohrförmiger
Gehäusemantel
mit einer quadratischen Grundfläche
weist eine besonders hohe Vibrationsfestigkeit auf.
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Darüber hinaus
bevorzugt weist der Gehäusemantel
umfangs einen z. B. als Ausnehmung ausgebildeten Aufnahmebereich
zur Aufnahme der Anzeigeeinrichtung und/oder der Bedieneinrichtung
auf. Dieser Aufnahmebereich ist bezüglich des Umfangs bevorzugt
erhaben und/oder vertieft und/oder bezüglich der Grundfläche geometrisch
unverändert
ausgebildet. Durch eine solche Ausprägung ist es möglich, dem
Durchflussmessgerät
ein differenziertes und unverwechselbares Äußeres zu verleihen. Ist der Aufnahmebereich
darüber
hinaus vertieft ausgebildet, so ist das Durchflussmessgerät besonders
kompakt. Wird jedoch der Durchfluss eines Mediums mit einer hohen
Temperatur gemessen, so ist es sinnvoll, die Anzeigeeinrichtung
und/oder die Bedienelemente der Bedieneinrichtung distanziert zu
der Messstelle, an einem erhaben ausgebildeten Aufnahmeanschnitt anzuordnen.
Auch ist es möglich,
Bedienelemente und/oder die Anzeigeeinrichtung auf unterschiedlichen
Ebenen anzuordnen. So kann die Anzeigeeinrichtung z. B. erhaben
angeordnet sein, wohingegen die Bedienelemente vertieft vorgesehen
sein können.
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Ferner
bevorzugt ist der erhabene Aufnahmebereich tiefgezogen und der vertiefte
Aufnahmebereich durch Prägen
hergestellt. Durch diese Verfahren lassen sich die Aufnahmebereich
reproduzierbar herstellen und eine Beschädigung des Gehäusemantels
vermieden.
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Des
Weiteren bevorzugt ist der Aufnahmebereich eben ausgebildet. An
einem ebenen Aufnahmebereich lässt
sich die Anzeigeeinrichtung und/oder die Bedieneinrichtung besonders
einfach anordnen. Ferner bevorzugt weist der Aufnahmebereich in Längsrichtung
des Gehäusemantels
ein größeres Abmaß auf als
in dessen Querrichtung.
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Ferner
bevorzugt weist der Aufnahmebereich eine erste Ausnehmung auf, in
der eine zumindest teilweise durchsichtige Scheibe vorgesehen ist. Zusätzlich ist
der Bildschirm der Anzeigeeinrichtung auf der Innenseite des Gehäuses an
der Scheibe angeordnet. Durch eine solche Scheibe wird gewährleistet,
dass die Anzeigeeinrichtung durch Umwelteinflüsse nicht beschädigt wird
und die Messwerte von außen
dennoch gut ablesbar sind.
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Ferner
bevorzugt sind zwischen der Scheibe und der Ausnehmung und/oder
dem Aufnahmebereich Abdichtelemente vorgesehen, die ein Eindringen
von Verunreinigungen in das Gehäuse
verhindern. Eine Beschädigung
des Durchflussmessgerätes
durch solche Verunreinigungen wird durch diese Abdichtelemente vorteilhafterweise
vermieden. Vorteilhafterweise ist diese Abdichtelement ferner einteilig
ausgebildet, wodurch die Montage des Durchflussmessgerätes vereinfacht
wird.
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Ferner
bevorzugt ist der Bildschirm dergestalt in die Ausnehmung des Gehäusemantels
integriert, dass die Anzeigeeinrichtung die Messwerte entlang der
Längsrichtung
des Gehäusemantels
anzeigt. Da zumeist der Durchfluss von Rohren gemessen wird die
vertikal angeordnet sind, ist eine besonders gute Ablesbarkeit der
Anzeigeeinrichtung bei einer solchen Anzeige der Messwerte gewährleistet.
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Zusätzlich ist
der Bildschirm der Anzeigeeinrichtung bevorzugt elektrisch drehbar
ausgeführt. Das
bedeutet, dass die angezeigten Zeichen um 180° gedreht werden können und
somit auch eine Lesbarkeit der Zeichen gegeben ist, wenn die Anzeigeeinrichtung
um 180° gedreht
in das Rohrsystem eingebaut ist. Dadurch ist ein ausgesprochen flexibler
Einsatz des Durchflussmessgerätes
in unterschiedlichsten Ausrichtungen der Anschlussrohre, an welchen
das Gerät
befestigt wird, möglich.
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Darüber hinaus
bevorzugt weist der Aufnahmebereich zumindest eine zweite Ausnehmung
auf, in welcher Bedienelemente der Bedieneinrichtung angeordnet
sind. Durch diese Anordnung wird gewährleistet, dass die Bedienelemente
von außen leicht
zugänglich
und somit eine Bedienung einfach möglich ist.
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Des
Weiteren bevorzugt weist der Aufnahmebereich auf der Innenseite
des Gehäusemantels eine
Befestigungseinrichtung auf, an welcher die Anzeigeeinrichtung und/oder
die Bedieneinrichtung befestigt ist. Insbesondere bevorzugt ist
die Befestigungseinrichtung als Steck-, Clips- und/oder Einrasteinrichtung
ausgeführt.
Durch diese Ausführungen der
Befestigungseinrichtung ist eine besonders einfache und schnelle
Montage der Anzeigeeinrichtung und/oder der Bedieneinrichtung bei
der Herstellung des Durchflussmessgerätes möglich. Ferner wird ein ungewolltes
Verrutschen der Anzeigeeinrichtung und Bedieneinrichtung innerhalb
des Durchflussmessgerätes
verhindert.
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Ferner
bevorzugt weist die Anzeigeeinrichtung und/oder die Bedieneinrichtung
Befestigungsprägungen
zum Befestigen der Anzeige und/oder der Bedieneinrichtung an der
Befestigungseinrichtung am Gehäusemantel
auf. Werden diese Einrichtungen bereits bei deren Fertigung mit
solchen Ausprägungen
versehen, so ist die spätere
Montage des Durchflussmessgerätes
besonders schnell und einfach zu bewerkstelligen.
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Ferner
bevorzugt weist der Aufnahmebereich auf der Innenseite des Gehäusemantels
eine Positioniereinrichtung auf, über welche die Position der
Anzeigeeinrichtung und/oder Bedieneinrichtung festgelegt. Diese
Positioniereinrichtung ist bevorzugt als zumindest ein Positionierzapfen
ausgeführt,
der in eine korrespondierende Vertiefung an der Anzeigeeinrichtung
und/oder Bedieneinrichtung einführbar ist.
Durch eine solche Positioniervorrichtung, wird in einfacher Weise
die exakte Lage der Anzeige- und/oder Bedieneinrichtung festgelegt.
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Ferner
bevorzugt weist der Aufnahmebereich im Bereich der ersten und/oder
der zweiten Ausnehmung eine Beschriftung auf. Durch eine Beschriftung
des Aufnahmebereichs im Bereich der ersten Ausnehmung mit den anzeigbaren
Messwerten, ist eine einfache Zuordnung des jeweils angezeigten Zahlenwertes
auf den repräsentierten
Messwert möglich.
Ferner kann auch die jeweilige Einheit des dargestellten Zahlenwertes
in Form einer Beschriftung aufgebracht sein. Durch eine Beschriftung
im Bereich der zweiten Ausnehmung, also im Bereich der Bedienelemente,
wird die Bedienung des Durchflussmessgerätes vereinfacht, da an diesen
direkt die Funktion des jeweiligen Bedienelementes ablesbar sein
kann.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren der Zeichnungen näher erläutert. Davon zeigt:
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1a, 1b das
erfindungsgemäße Durchflussmessgerät mit den
wesentlichen Bestandteilen in verschiedenen Ansichten;
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2a, 2b den
Gehäusemantel
gemäß zwei bevorzugten
Ausführungsbeispielen;
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3a, 3b das
Messrohr und die Auswerteelektronik in einem montierten und in einem
demontierten Zustand;
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4a–4d das
erfindungsgemäße Durchflussmessgerät gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
in unterschiedlichen Ansichten.
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In
den Figuren der Zeichnungen bezeichnen dieselben Bezugszeichen gleiche
oder funktionsgleiche Elemente und Komponenten, soweit nicht Gegenteiliges
angegeben ist.
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Das
erfindungsgemäße Durchflussmessgerät ist in 1A in
einer Seitenansicht und in 1B in
einer Schnittansicht dargestellt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Durchflussmessgerät 1 rotationssymmetrisch
dargestellt. Es ist jedoch offensichtlich, dass dies kein die Erfindung
beschränkendes
Merkmal ist. Eine vieleckige Form, insbesondere des Gehäuses 3,
ist selbstverständlich
auch möglich.
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Wesentlicher
Bestandteil des Durchflussmessgerätes 1 ist das Messrohr 2,
welches von dem Durchfluss zu messenden Medium durchströmt wird. Umschlossen
wird das Messrohr 2 von einem Gehäuse 3. Weiterhin weist
das Gehäuse 3 Gehäuseöffnungen 6 und 7 auf,
durch welche das zu messende Medium in den Durchflusskanal 5 des
Messrohrs 2 hinein bzw. hinaus fließt. Ferner weist das Durchflussmessgerät 1 eine
Anzeigeeinrichtung 4 auf, welche den Messwert des Durchflussmessgerätes anzeigt
und welche ferner unmittelbar in dem oder an dem Gehäuse 3 angeordnet
ist.
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Die 2A zeigt
einen Gehäusemantel 20 des
Gehäuses 3 gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel.
Der Gehäusemantel 20 besitzt
eine erste Gehäuseöffnung 6,
eine zweite Gehäuseöffnung 7 und
ferner eine Längsachse 9.
In dem dargestellten ersten Ausführungsbeispiel,
weist der Gehäusemantel 20 einen
erhabenen Aufnahmebereich 22 auf. Dieser Aufnahmebereich 22 hat
eine erste Ausnehmung 26 sowie zwei zweite Ausnehmungen 28.
In der ersten Ausnehmung ist eine Anzeigeeinrichtung, insbesondere
ein Bildschirm, anordenbar. Die zweiten Ausnehmungen 28 dienen
der Aufnahme von Bedienelementen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind lediglich zwei zweite Ausnehmungen dargestellt. Es ist jedoch
ersichtlich, dass eine wesentlich größere Anzahl von zweiten Ausnehmungen
zur Aufnahme von Bedienelementen in den erhabenen Aufnahmebereich 22 eingebracht
sein können.
Ein Durchflussmessgerät
mit einem solchermaßen
ausgeführten
Gehäusemantel 3,
ist insbesondere zum Durchflussmessen von Medien mit einer hohen
Temperatur geeignet.
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2B zeigt
einen Gehäusemantel 20 des Gehäuses 3 gemäß einem
zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel.
In diesem Ausführungsbeispiel
ist der Aufnahmebereich 24 vertieft ausgeprägt. Dieser Aufnahmebereich 24 weist
ebenfalls eine erste Ausnehmung 26 für die Anzeigeeinrichtung sowie
zweite Ausnehmungen 28 für Bedienelemente der Bedieneinrichtung
auf. Eine Ausführung
des Gehäusemantels 3 gemäß diesem
zweiten Ausführungsbeispiel
ist als besonders kompakt anzusehen.
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Die 3A und 3B zeigen
das Messrohr 2 und die Auswerteelektronik 30 in
einem demontierten und in einem montierten Zustand. Die Auswerteelektronik 30 weist
starre Platinensegmente 32 und flexible Abschnitte 34 auf.
An diesen flexiblen Abschnitten 34 ist die Auswerteelektronik 30 zumindest
teilweise faltbar. Dies ermöglicht
es, die Auswerteelektronik 30 dergestalt um das Messrohr 2 zu
falten, dass diese das Messrohr zumindest teilweise umschließt. Das
von der Auswerteelektronik 30 umschlossene Messrohr 2 ist
in 3b dargestellt. Eine solche Anordnung ist als
ausgesprochen kompakt und Platz sparend anzusehen. Ferner ist es
durch ein solches Falten möglich,
zwischen den Messelektroden 50 des Messrohrs 2 und
der Auswerteelektronik 30 eine elektrische Kontaktierung
herzustellen. Dazu werden die Messelektroden 50 bei der
Montage der Auswerteelektronik in die Bohrungen 36 in den
starren Platinensegmenten 32 eingeführt, die eine elektrisch leitfähige Oberfläche besitzen
und die ferner mit der Auswerteelektronik elektrisch verbunden sind.
Eine gesonderte elektrische Kontaktierung z. B. durch eine Lötverbindung,
ist somit nicht notwendig.
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Die 4A bis 4D zeigen
das erfindungsgemäße Durchflussmessgerät 1 gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel.
Wie aus der isometrischen Ansicht aus 4A ersichtlich
ist, weist der Gehäusemantel 20 einen
erhabenen Aufnahmebereich 22 auf. In der ersten Ausnehmung 26 in
diesem Aufnahmebereich 22, ist eine Scheibe 42 angeordnet.
Gehäuseinnenseitig
an der Scheibe 42 befindet sich ein Bildschirm 40 der
von außen
gut einsehbar und ablesbar ist. Dieser Bildschirm 40 wird
durch die in der ersten Ausnehmung 26 angeordnete Scheibe 42 vor
Umwelteinflüssen
geschützt.
Darüber
hinaus besitzt der Aufnahmebereich 22 zweite Ausnehmung 28 in
denen Bedienelemente 44 angeordnet sind.
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4B zeigt
das Durchflussmessgerät 1 gemäß dem selben
bevorzugten Ausführungsbeispiel aus 4A.
Im Bereich der ersten Ausnehmung 26 des erhabenen Aufnahmebereichs 22,
ist eine, die von dem Bildschirm 40 darstellbaren Werten
erklärende
Beschriftung 56 aufgebracht. Eine solche Beschriftung kann
z. B. unter Zuhilfenahme von Lasern oder von Stanzwerkzeugen angebracht
sein. Ebenfalls eine Beschriftung 56 befindet sich im Bereich
der Bedienelemente 44. Diese Beschriftung 56 dient
der Erläuterung
bezüglich
der durch die Bedienelemente auswählbaren Funktionen.
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Die 4C und 4D zeigen
das erfindungsgemäße Durchflussmessgerät 1 gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
aus den 4A und 4B in
einer Schnittansicht längs
und quer des Durchflussmessgeräts 1.
In etwa mittig des Durchflussmessgerätes 1 ist das Messrohr 2 angeordnet.
An diesem Messrohr 2 befindet sich eine aus einem Oberteil
und Unterteil bestehende Magnetfelderzeugungseinrichtung 48 sowie
zwei Messelektroden 50. Bevorzugt sind die Messelektroden 50 senkrecht
zur Durchflussrichtung und dem von der Magnetfelderzeugungseinrichtung 48 erzeugbaren
Magnetfeld angeordnet. Elektrisch verbunden sind die Messelektroden 50 und
die Magnetfelderzeugungseinrichtung 48 mit der Auswerteelektronik 30.
Der an den Messelektroden 50 abgegriffene Spannungswert,
wird in der Auswerteelektronik 30 in eine äquivalente
Durchflussmenge des Mediums umgerechnet. Diese Information wird
anschließend
an die Ansteuereinrichtung 46 der Anzeigeeinrichtung 4 übermittelt.
Diese Ansteuereinrichtung 46 ist mit einer Befestigungseinrichtung 42 sowie
einer Positioniereinrichtung 54 mit dem Gehäusemantel 20 mechanisch verbunden.
Elektrisch verbunden ist die Ansteuereinrichtung 46 darüber hinaus
mit dem Bildschirm 40, auf dem die Messwerte angezeigt
werden. Dieser Bildschirm 40 ist innerhalb des Gehäusemantels 20 an
der Scheibe 42 angeordnet. Durch diese Scheibe 42,
sind die angezeigten Werte von außen gut ablesbar.
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Ferner
ersichtlich ist aus diesen Figuren, die Anordnung der Auswerteelektronik 30 innerhalb
des Gehäusemantels 20,
wobei die Auswertelektronik 30 sowohl aus starren Platinensegmenten 32 und
flexiblen Abschnitten 34 besteht. Durch diesen besonderen
Aufbau der Auswerteelektronik 30, ist diese faltbar und
kann derart in dem Gehäusemantel 3 angeordnet
werden, dass diese das Messrohr 2 umschließt. Des
Weiteren ist aus 4D ersichtlich, dass ein Bedienelement 44 ebenfalls
mit der Ansteuereinrichtung 46 verbunden ist. Die notwendige
Ansteuereinrichtung 46 zum Betreiben eines solchen Bedienelementes 44 ist
somit ebenfalls innerhalb des Gehäusemantels 20 angeordnet
und vor Umwelteinflüssen
geschützt.
Durch solch ein Bedienelement 44 kann z. B. zwischen unterschiedlichen
anzuzeigenden Messwerten umgeschaltet werden.
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- 1
- Durchflussmessgerät
- 2
- Messrohr
- 3
- Gehäuse
- 4
- Anzeigeeinrichtung
- 5
- Durchflusskanal
- 6
- Erste
Gehäuseöffnung (Einlass)
- 7
- Zweite
Gehäuseöffnung (Auslass)
- 9
- Längsachse
- 20
- Gehäusemantel
- 22
- Aufnahmebereich – erhaben
- 24
- Aufnahmebereich – vertieft
- 26
- erste
Ausnehmung (Anzeige)
- 28
- zweite
Ausnehmung (Bedienelemente)
- 30
- Auswerteelektronik
- 32
- Starres
Platinensegment
- 34
- Flexibler
Abschnitt
- 36
- Kontaktierung
Messelektrode
- 40
- Bildschirm
- 42
- Scheibe
- 44
- Bedienelemente
- 46
- Ansteuereinrichtung
- 48
- Magnetfelderzeugungseinrichtung
- 50
- Messelektroden
- 52
- Befestigungseinrichtung
- 54
- Positioniereinrichtung
- 56
- Beschriftung