-
Die
Erfindung betrifft ein Bedachungssystem zum Eindecken eines mit
einer Tragkonstruktion versehenen Steildaches, bestehend aus mehreren Dachziegeln,
welche insbesondere auf Querlatten der Tragkonstruktion auflegbar
sind und welche unterseitig, insbesondere in ihrem zum Dachfirst
hin liegenden Endbereich einen quer zum Dachziegel verlaufenden
Anschlag zur Sicherung gegen Abrutschen aufweisen, wobei sich die
einander benachbarten Dachziegel teilweise überdecken.
-
Aus
der
DE 198 26 126
A1 ist ein Bedachungssystem bekannt, welches aus sogenannten Dachpfannen
besteht, die auf einer Tragkonstruktion eines Steildaches verlegbar
sind. Um eine schnelle und sturmsichere Verlegung dieser Dachpfannen ohne
die Verwendung von Klammern oder dergleichen erreichen zu können, sind
Haftmittel vorgesehen, über
welche die jeweilige Dachpfanne an der Tragkonstruktion befestigbar
ist. Durch diese Haftmittel sollen die an der jeweiligen Dachpfanne
angreifenden Kräfte
auf die darunterliegende Tragkonstruktion übertragen werden. Das Haftmittel
ist dabei als zweiteiliger, erster Haftverschluß ausgebildet, dessen erster
Teil mit der Dachpfanne verbunden ist und dessen zweiter Teil mit
der Tragkonstruktion verbindbar ist. Bei dieser Konstruktion wird
vorzugsweise als Haftmittel ein zweiteiliger Klettverschluß verwendet, dessen
eine Hälfte
unterseitig im wesentlichen flächig
in einem ebenen Bereich der Dachpfanne aufgebracht, insbesondere
aufgeklebt ist. Mit diesem flächigen
Teil des Klettverschlusses wird diese Dachpfanne auf eine entsprechend
eben ausgebildete, mit dem Gegenstück des Klettverschlusses versehene Montagefläche des
Steildaches aufgelegt. Da sich die Dachziegel in Neigungsrichtung
des Daches gegenseitig überlappen,
ist auch zwischen diesen überlappenden
Bereichen der aufeinanderfolgenden Dachziegel eine solche zweiteilige
Klettverbindung vorgesehen.
-
Aufgrund
der flächigen
Haftung über
den Klettverschluß soll
somit eine ausreichend große Haftkraft
zwischen der Tragkonstruktion und dem jeweiligen Dachziegel erreicht
werden, so daß ein Dachziegel
insbesondere bei Sturm auch bei größeren, an diesen angreifenden
Kräften
nicht von der Tragkonstruktion abgehoben werden kann. Nachteilig
bei dieser Konstruktion ist, daß insbesondere
die Tragkonstruktion in aufwendiger Weise zur Aufnahme, sprich zum
planen Verlegen der Dachziegel ausgebildet sein muß. D.h.,
daß oberseitig
auf der Tragkonstruktion entsprechende flächige Bereiche ausgebildet
sein müssen,
um auf diesen die eine Hälfte des
Klettverschlusses anbringen zu können.
Der Dachziegel selbst weist demgegenüber eine rampenartig nach innen
gerichtete Auflagefläche
auf, welche einen quer zum Dachziegel verlaufenden Anschlag bildet,
mit welchem sich der Dachziegel gleichzeitig auch in Neigungsrichtung
des Steildaches an einer Querlatte abstützt. Damit wird insbesondere
beim Begehen eines Daches ein Abrutschen des Dachziegels bzw. der
Dachziegel sicher verhindert.
-
Desweiteren
ist aus der
EP 1 035
266 A1 eine Anordnung zur Sturmsicherung von Platten zur Dacheindeckung
bekannt. Bei dieser Anordnung werden die Dachziegel mit ih rer oberen
Randkante auf eine quer zur Neigungsrichtung des Steildaches verlaufende
Dachlatte (Querlatte) aufgelegt. Die Dachziegel überlappen sich dabei in bekannter
Art und Weise. Die Dachziegel weisen in ihrem Überlappungsbereich entlang
ihrer Seitenkante, mit welcher sie den jeweils benachbarten Dachziegel
im verlegten Zustand untergreifen, einen Seitenfalz auf, über welchen
der jeweilige Dachziegel mittels einer Seitenfalzklammer auf der
jeweiligen Querlatte in diesem Bereich gehalten wird. Dabei ist
die Seitenfalzklammer im wesentlichen drahtförmig ausgebildet und unter
der Querlatte hindurchgeführt,
so daß durch
eine Seitenfalzklammer jeweils zwei in Neigungsrichtung des Steildaches
hintereinanderliegende Dachziegel mit der Seitenfalzklammer in Verbindung
gebracht werden können.
Dazu weisen die Seitenfalzklammern im Bereich ihrer jeweiligen Drahtenden
einen Haken auf, mittels welchem diese in den jeweils zugeordneten
Seitenfalz eines Dachziegels einhängbar sind.
-
Nachteilig
an diesem System ist, daß die Dachziegel
nicht in herkömmlicher,
einfacher Weise verlegt werden können,
sondern, daß paarweise
vorab zunächst
eine Seitenfalzklammer jeweils unterseitig mit der jeweiligen Querlatte
in Verbindung gebracht werden muß, um anschließend die Seitenfalzklammer
mit ihren beiden Haken mit den jeweiligen Dachziegeln formschlüssig in
Verbindung bringen zu können.
Desweiteren können
diese Seitenfalzklammern nicht an beliebiger Stelle angeordnet werden, da
die Querlatten in der Regel auf einer Unterkonstruktion angeordnet
sind, welche entweder durch die in Neigungsrichtung des Steildaches
verlaufende Dachbalken oder auf entsprechende, in derselben Richtung
verlaufende sogenannte Konterlatten gebildet wird. Genau in diesen
Bereichen der Konterlatten sind die Seitenfalzklammern nicht anbringbar,
so daß eine
Sicherung von Dachziegeln, welche sich genau in diesem Bereich der
Konterlattung bzw. der Dachbalken überlappen, nicht möglich ist.
Desweiteren ist mit diesen Seitenfalzklammern nur eine Sicherung eines
Dachziegels an seiner einen Längsseite
möglich,
so daß keine
optimale Sturmsicherung erreichbar ist.
-
Aus
der
DE 26 03 936 A1 ist
ein Bedachungssystem bekannt, bei welchem die Dachziegel mit je
zwei in den Dachziegel feststehend eingelassenen Halteelementen
versehen sind, die als um 90° gewinkelte
Bandeisendoppelklammern bezeichnet werden. Um diese Dachziegel mit
ihren feststehenden Halteelementen unabhängig von der Lage der in Neigungsrichtung
verlaufenden Konterlatten oder Dachbalken mit den quer zur Dachneigung
verlaufenden, direkt auf den Konterlatten oder Dachbalken angeordneten
Dachlatten sicher kollisionsfrei in Eingriff bringen zu können, ist
eine besondere Ausgestaltung dieser Dachlatten notwendig. So weisen
diese als Profildachlatten bezeichnete Dachlatten jeweils längs verlaufende
Ausnehmungen auf. Die Profildachlatten sind dabei mit ihren Ausnehmungen
zur Firstseite hin auf die Konterlatten oder Dachbalken aufzusetzen.
In der korrekt montierten Ausrichtung bilden die Profildachlatten
mit ihren Ausnehmungen einen Spalt zwischen den Konterlatten oder
Dachbalken, so dass die Halteelemente in diesen Spalt im Bereich
der Konterlatten oder Dachbalken eingreifen können. D.h., dass dieses System
zum einen einer besonderen Ausgestaltung der Profildachlatten bedarf
und zum anderen, dass der Dachdecker stets drauf achten muss, diese
Profildachlatten in korrekter Orientierung anzubringen.
-
Aus
der
DE 1 892 772 U ist
ein Bedachungssystem bekannt, das aus mehreren eine Dachplatte bildenden
Ziegeln besteht. Andererseits können
die Dachziegel auch einzeln auf einem Dach verlegt werden. Zur Fixierung
der einzelnen Ziegel aber auch der aus mehreren Ziegeln bestehenden
Dachplatte sind an den Ziegeln unterseitig feststehende Halteelemente
in Form von Haken vorgesehen. Da diese Haken ebenfalls feststehend
an den Dachziegeln angeordnet sind, können diese in den Kreuzungsbereichen
der in Neigungsrichtung verlaufenden Konterlatten oder Dachbalken
und den in Querrichtung verlaufenden Querlatten mit den Konterlatte
oder Dachbalken kollidieren, so dass ein "Einhängen" der Haken in die
Querlatten in diesen Kreuzungsbereichen nicht möglich ist. Auch hier wären Profildachlatten, wie
diese in der
DE 26
03 936 A1 offenbart sind, notwendig um die Haken unabhängig von
der Anordnung der Konterlatten oder den Dachbalken sicher mit den
Querlatten in Verbindung bringen zu können.
-
Der
Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde,
ein Bedachungssystem bestehend aus mehreren Dachziegeln zu schaffen,
welche einerseits in einfacher Art und Weise verlegbar sind und andererseits
ohne im wesentlichen zusätzlichen
Aufwand festsitzend auf der Tragkonstruktion gesichert sind.
-
Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß in Verbindung
mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 dadurch
gelöst,
daß sich
der Anschlag zusammen mit den Halteelementen annähernd über die gesamte Breite des
jeweiligen Dachziegels erstreckt und, daß das Halteelement in Querrichtung
zum Dachziegel in einzelne Halteabschnitte unterteilt ist und, daß eine Sollbruchstelle
vorgesehen ist, über
welche die einzelnen Halteabschnitte wahlweise entfernbar sind.
-
Durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
Dachziegel sind diese in einfachster Weise sicher auf der Tragkonstruktion
befestigbar. Da die Halteabschnitte wahlweise entfernbar sind, können hier
auch Kollisionen mit den unter den Querlatten angeordneten Konterlatten
oder Dachbalken sicher nicht auftreten, da die Halteabschnitte wahlweise
in diesen Kreuzungsbereichen entfernt werden können. Der sich über wenigstens
annähern
die gesamte Breite des Dachziegels erstreckende Anschlag bleibt
auch nach dem Entfernen einzelner Halteabschnitte erhalten, so dass
der Dachziegel weiter auf den Querlatten gegen Abrutchen gesichert
ist.
-
Gemäß Anspruch
2 kann vorgesehen sein, daß die
Dachziegel in ihrem dem Anschlag gegenüberliegenden Endbereich unterseitig
mit einem Halteelement versehen sind. Mit diesem Halteelement sind
die Dachziegel jeweils mit einem in Neigungsrichtung des Steildaches
unterhalb liegenden Dachziegel formschlüssig in Eingriff bringbar.
Auch durch diese Ausgestaltung, wird sicher verhindert, daß bei spielsweise
durch eine starke Luftströmung
bei Sturm ein teilweises Anheben der Dachziegel im Überlappungsbereich
erfolgt. Dadurch ist im wesentlichen ausgeschlossen, daß die Luftströmung unter die
Dachziegel gelangen kann, so daß auch
durch diese Ausbildung der formschlüssigen Verbindung der Dachziegel
untereinander der sichere Halt der fertig verlegten Dachziegel verbessert
wird. Dabei bleibt die einfache Verlegbarkeit der erfindungsgemäßen Dachziegel
stets gewährleistet.
-
Gemäß Anspruch
3 kann das jeweilige Halteelement einstückiger Bestandteil des jeweiligen Dachziegels
sein. Durch diese einstückige
Ausbildung wird eine äußerst einfache
und kostengünstige Herstellung
erreicht. Alternativ zu dieser einstückigen Ausgestaltung kann das
jeweilige Halteelement aber auch als separates Bauteil ausgebildet
sein, welches mit dem jeweils zugehörigen Dachziegel über eine Kleb-
oder Schweißverbindung
oder auch eine ähnlich
geartete Verbindung fest verbunden ist. Auch diese Ausgestaltung
ermöglicht
eine äußerst kostengünstige Herstellung,
wobei insbesondere durch die Ausbildung des Halteelementes als separates
Bauteil dessen Formgebung im wesentlichen frei gestaltbar ist.
-
Gemäß Anspruch
4 können
die Halteelemente L-förmig
ausgebildet sein und aus Kunststoff, Metall oder dem Werkstoff des
Dachziegels bestehen. Ein solches Halteelement zeichnet sich durch eine äußerst einfache
Formgebung und damit durch eine äußerst kostengünstige Herstellbarkeit
aus. Besteht das Halteelement aus einem anderen Werkstoff als der
Dachziegel, so kann das Halteelement beispielsweise im Grundkörper des
Dachziegels oder in dessen Anschlag eingegossen oder mit diesem über eine
Formschlußverbindung
oder eine sonstige geeignete Verbindung, wie beispielsweise eine
Klebeverbindung, in Verbindung stehen.
-
Somit
wird durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
ein Bedachungssytem zur Verfügung gestellt,
dessen Dachziegel mit der Tragkonstruktion eines Steildaches sicher
verbindbar sind, wobei eine äußerst leichte
Handhabung bzw. ein äußerst leichtes
Verlegen der Dachziegel im Bereich der Querlatten sicher gewährleistet
ist.
-
Anhand
der Zeichnung wird nachfolgend die Erfindung beispielhaft erläutert. Die
in den Ausführungsbeispielen
dargestellten erfindungsgemäßen Gegenstände stellen
dabei lediglich mögliche
Ausführungsformen
dar, anhand welcher die Erfindung näher erläutert werden soll. Die Erfindung
ist nicht auf die konkreten Ausführungsbeispiele
be schränkt,
sondern umfaßt
auch sämtliche,
durch die formulierten Patentansprüche definierten Erfindungsgegenstände. Es
zeigt:
-
1 eine
Unteransicht eines erfindungsgemäßen Dachziegels
mit einer Mehrfachanordnung von Halteelementen;
-
2 einen
Schnitt II-II des Dachziegels aus 1;
-
2a einen
vergrößerten Ausschnitt
II a aus 2;
-
3 eine
Frontansicht III des Dachziegels aus
-
1;
-
4 eine
Frontansicht eines als Ortgangziegel ausgebildeten Dachziegels mit
unterseitig mehrfach angeordneten Halteelementen;
-
5 eine
perspektivische Unteransicht des Dachziegels aus 1;
-
6 mehrere
auf einer Tragkonstruktion verlegte Dachziegel der erfindungsgemäßen Art;
-
1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel eines
als Flachziegel ausgebildeten Dachziegels 1, welcher im
Bereich seiner Längskanten 2 und 3 mit sich
jeweils über die
gesamte Länge
des Flachziegels 1 erstreckenden Überlappungsabschnitten 4 und 5 versehen
ist. Diese Überlappungsabschnitte 4 und 5 sind
zur Oberseite 6 des Flachziegels 1 etwa tunnelförmig gewölbt ausgebildet,
wie dies insbesondere aus 3 ersichtlich
ist. Die Wölbung
des Überlappungsabschnittes 4 ist
dabei auf die Wölbung
des Überlappungsabschnittes 5 derart
abgestimmt, daß der Überlappungsabschnitt 4 des
Flachziegels 1 passend auf einen Überlappungsabschnitt 5/2 eines baugleichen
Flachziegels 1/2 auflegbar ist. Ein solcher zweiter Flachziegel 1/2 ist
in 3 beispielhaft in Phantomlinien dargestellt.
-
Wie
weiter aus den 1 bis 3 ersichtlich
ist, weist der Flachziegel 1 unterseitig in seinem einen
Endbereich 7 eine Art Anschlag 8 auf, mit welchem
der Flachziegel gegen Abrutschen auf einem Steildach gesichert ist,
wie weiter unten noch beschrieben werden wird. Demzufolge ist dieser
Endbereich 7 im verlegten Zustand des Flachziegels 1 zum
Dachfirst hin liegend angeordnet. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
bildet dieser Anschlag 8 gleichzeitig ein Halteelement 9 und
erstreckt sich beim vorliegenden Ausführungsbeispiel im wesentlichen
zwischen den Überlappungsabschnitten 4 und 5 des
Flachziegels 1. Dieses Hal teelement bildet zusammen mit
dem Anschlag 8 ein L-förmiges Profil, wobei
das Halteelement 9 in Querrichtung zum Flachziegel 1 in
fünf einzelne
Halteabschnitte 10, 11, 12, 13 und 14 unterteilt
ist.
-
Diese
einzelnen Halteabschnitte 10 bis 14 sind wahlweise
einzeln entfernbar, wozu beim vorliegenden Ausführungsbeispiel im Bereich des
Anschlages 8 eine durchgehende Einkerbung 15 vorgesehen
ist. Durch diese Einkerbung 15, welche insbesondere in 2a vergrößert dargestellt
ist, können die
einzelnen Abschnitte 10 bis 14 wahlweise bei Bedarf
abgebrochen oder abgeschlagen werden. Zweck dieser "Sollbruchstelle" bzw. des wahlweisen Entfernens
einer dieser Halteabschnitte 10 bis 14 wird ebenfalls
weiter unten noch näher
erläutert.
-
Zusätzlich zu
dem Halteelement 9 mit seinen Abschnitten 10 bis 14 weist
der Flachziegel 1 in seinem dem Endbereich 7 gegenüberliegenden
Endbereich 16 ein weiteres Halteelement 17 auf,
welches von der in 1 unteren Randkante 18 des
Flachziegels 1 beabstandet, nach innen versetzt angeordnet ist.
Das Halteelement 17 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
in zwei Einzelblöcke 19 und 20 unterteilt,
welche ihrerseits wiederum zwei einzelne Halteabschnitte 21 und 22 bzw. 23 und 24 bilden.
-
Mit
diesen Halteabschnitte 21 bis 24, welche in ihrem
Querschnittprofil ebenfalls im wesentlichen L-förmig ausgebildet sind, ist
der Flachziegel 1 mit der oberen Randkante 25 eines
darunterliegenden weiteren Flachziegels formschlüssig in Eingriff bringbar.
Somit wird durch die vorgesehenen Halteelemente 9 und 17 ein
absolut festsitzender Halt des Flachziegels auf einem Steildach
sicher erreicht.
-
4 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel eines
Flachziegels 1/3, welcher ebenfalls mit einem Anschlagsteg 8/3 sowie
einem Halteelement 9/3 mit einzelnen Abschnitten 10/3 bis 14/3 versehen
ist. Dieser Flachziegel 1/3 ist als sogenannter Ortgangziegel
ausgebildet, der in seinem einen Bereich seiner Längskante
mit einem Überlappungsabschnitt 4/3 versehen
ist, mit welchem er ebenfalls beim Verlegen überlappend mit einem benachbarten
Flachziegel verlegbar ist, wie dies beispielhaft für den Flachziegel 1 und
den Flachziegel 1/2 in 3 dargestellt
ist.
-
Im
Bereich seiner dem Überlappungsabschnitt 4/3 gegenüberliegenden
Längskante
ist ein weiterer Überlappungsabschnitt 5/3 vorgesehen, welcher
allerdings nicht zum überlappenden
Verlegen des Ortgangziegels 1/3 mit einem weiteren Flachziegel
vorgesehen ist, sondern dieser Über lappungsabschnitt 5/3 weist
einen nach unten gerichteten, im wesentlichen ebenen Abdeckschenkel 26 auf, durch
welchen im verlegten Zustand des Ortgangziegels 1/3 die
Dachkante eines Steildaches abgedeckt wird, wie dies aus dem Stand
der Technik bereits bekannt ist. Die Anordnung der Halteelemente 9/3 sowie 17/3 entspricht
der Anordnung und Ausgestaltung der Halteelemente 9 und 17 des
Flachziegels 1, so daß auch
der Ortgangziegel 1/3 in verlegtem Zustand sicher mit der
Tragkonstruktion eines Steildaches in Verbindung steht.
-
Zur
Verdeutlichung der Ausgestaltung des Flachziegels 1 aus
den 1 bis 3 ist dieser in 5 in
perspektivischer Unteransicht dargestellt. Es ist deutlich die gewölbte, gebogene
Formgebung der beiden Überlappungsabschnitte 4 und 5 erkennbar.
Der Flachziegel 1 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus einer Kunststoffplatte hergestellt und mittels mehrerer Versteifungsstege 27 unterseitig
versteift. Die Kunststoffplatte kann dabei beispielsweise als Spritzgießteil ausgebildet
sein. Es ist aber auch jede andere Art der Herstellung vorstellbar, was
im wesentlichen auch vom Material des Flachziegels abhängig ist.
-
Die
Halteelemente 9 und 17 sind beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel
als separate Bauteile ausgebildet und unterseitig mittels einer
Kleb- oder Schweißverbindung
festsitzend am Flachziegel 1 befestigt. Die Halteabschnitte 21, 22 und 23, 24 verlaufen,
wie dies insbesondere auch aus 2 ersichtlich
ist, parallel zur Ziegelebene. Desgleichen gilt für die Halteabschnitte 10 bis 14,
deren Abstand zur Unterseite 28 bzw. zu den Stegen 27 größer bemessen ist
als der Abstand der Halteabschnitte 21 bis 24.
Dieser Abstand der Halteabschnitte 10 bis 14 ist
dabei etwas größer gewählt als
die üblicherweise
verwendeten Querlatten einer Tragkonstruktion eines Steildaches,
so daß der
Flachziegel 1 in einfacher Weise mit seinen Halteabschnitten 10 bis 14 bzw.
seinem Halteelement 9 in eine solche Querlatte einhängbar ist.
Der Abstand der vier Halteabschnitte 21 bis 24 des
Halteelementes 17 ist dabei so gewählt, daß ein weiterer Flachziegel
mit dem Endbereich seiner oberen Randkante 25 in einfacher
Weise zwischen die Versteifungsstege 27 und die Halteabschnitte 21 bis 24 einschiebbar
ist. Die Anordnung der Halteabschnitte 21 bis 24 ist
dabei so gewählt,
daß diese
im montierten Zustand zwischen im Bereich des Anschlages 8 vorgesehene
Stützrippen 29, 30, 31, 32 und 33 der
Halteabschnitte 10 bis 14 einschiebbar sind.
-
Wie
weiter aus 5 ersichtlich ist, kann der im
Bereich der Randkante 18 vorgesehene Versteifungssteg 27/1 mit
einer zentralen Aussparung 18/1 versehen sein. Im Bereich
dieser Aussparung 18/1 kann bei auf der Tragkonstruktion
verlegtem Flachziegel 1 die Montage beispielsweise eines
Schneefanggitters oder Fanghakens oder dergleichen vorgesehen sein,
welches bzw. welcher mit einer entsprechenden durch diese Aussparung 18/1 hindurchgeführten Haltelasche
unterhalb des Flachziegels auf der Tragkonstruktion befestigt ist.
-
Einen
solchen montierten Zustand von mehreren Flachziegeln 1/4 bis 1/10 zeigt 6,
wobei dort eine perspektivische Unteransicht eines Teils eines Steildaches
bzw. dessen Tragkonstruktion dargestellt ist. Diese Tragkonstruktion
besteht bekannterweise aus mehreren, im Abstand zueinander und parallel
zueinander verlaufenden Querlatten 34, 35, 36, 37,
welche die fertigverlegten Dachziegel 1/4 bis 1/10 mit
ihren Halteelementen 9/4 bis 9/10 untergreifen.
Solche Querlatten 34 bis 37 sind für gewöhnlich auf
sogenannten Konterlatten (in Phantomlinien dargestellt) 38 und 39 befestigt.
Diese Konterlatten 38, 39 verlaufen dabei im wesentlichen
rechtwinklig zu den Quer latten 34 bis 37 und sind
auf deren Unterseite zu den Dachbalken hin angeordnet.
-
Um
nun beim Verlegen der Flachziegel 1/4 bis 1/10 eine
Kollision der Halteelemente 9/4 bis 9/10 mit diesen
Konterlatten zu vermeiden, sind die einzelnen Halteabschnitte 10/4 bis 10/10, 11/4 bis 11/10, 12/4 bis 12/10, 13/4 bis 13/10 und 14/4 bis 14/10 wahlweise
entfernbar. Dies ist in 6 für die zwischen den Halteabschnitten 10/4, 12/4 bzw. 10/7, 12/7 und 10/8, 12/8 ursprünglich vorhanden
gewesenen Halteabschnitte 11/4, 11/7, 11/8 für die Flachziegel 1/4, 1/7 sowie 1/9 dargestellt.
Dies bedeutet, daß der
entsprechende Halteabschnitt, welcher in 6 bereits
entfernt und somit nicht mehr erkennbar ist, entfernt wurde, so
daß die
Flachziegel 1/4, 1/7 und 1/9 mit ihren
noch verbleibenden Abschnitten 10/4, 12/4, 13/4 und 14/4, 10/7, 12/7, 13/7 und 14/7 sowie 10/8, 12/8, 13/8 und 14/8 sicher
mit der entsprechenden Querlatte 34, 35 bzw. 36 in
Eingriff bringbar sind.
-
Desweiteren
ist aus 6 auch deutlich erkennbar, daß die Flachziegel 1/4 und 1/5 mit
ihren unteren Halteelementen 17/4 und 17/5 die
jeweilige obere Randkante 25/7 bzw. 25/6 des jeweils
darunterliegenden Flachziegels 1/7 bzw. 1/6 formschlüssig hintergreifen.
Da die beiden unte ren Flachziegel 1/6 und 1/7 mit
ihren entsprechenden Halteelementen 9/6 und 9/7 formschlüssig mit
der Querlatte 35 in Verbindung stehen, kann aufgrund des
Eingreifens der Halteelemente 17/4 und 17/5 mit
den Randkanten 25/7 und 25/6 der jeweilige Flachziegel 1/4 und 1/5 im
Verbindungsbereich mit den unteren Flachziegeln 1/7 und 1/6 ebenfalls
nicht mehr von der Tragkonstruktion abgehoben werden. In gleicher
Weise stehen auch die Flachziegel 1/7 und 1/6 mit
den darunterliegenden Flachziegeln 1/9 und 1/10 in
Verbindung, so daß auch
dort ein Abheben sicher verhindert wird.
-
Um
nun die an der unteren Randkante im Bereich der Querlatte 37 vorgesehenen
Flachziegel 1/8, 1/9 und 1/10 in ihrem
unteren Endbereich gegen Abheben zu sichern, kann, wie dies in 6 beispielhaft dargestellt
ist, ein Traufblech 40 vorgesehen sein, welches zu den
Halteelementen 17/8 bis 17/10 über die Querlatte 37 hinaussteht
und oberseitig auf dieser Querlatte 37 angeordnet ist.
Somit hintergreifen die Halteelemente 17/8 bis 17/10 in
einfacher Weise dieses Traufblech 40, so daß hier ebenfalls
ein Abheben sicher verhindert wird.
-
6 zeigt
deutlich die Vorteile des erfindungsgemäßen Flachziegels 1,
dessen Ausführungsform
variabel insbesondere in Bezug auf die Halteelemente gestaltet sein
kann.
-
Zusammenfassend
ist somit festzustellen, daß durch
das erfindungsgemäße Bedachungssystem
mit seinen mit den beschriebenen Halteelementen versehenen Dachziegeln,
mit welchen sie einerseits untereinander und andererseits mit den
Querlatten einer Tragkonstruktion eines Steildaches formschlüssig in
Eingriff bringbar sind, ein äußerst sturmsicheres
System zum Eindecken eines Steildaches zur Verfügung gestellt wird. Insbesondere
die Handhabung und Montage der erfindungsgemäßen Dachziegel sowie ist äußerst einfach,
so daß das
Eindecken eines Steildaches auch äußerst kostengünstig ist
und in kurzer Zeit ermöglicht
wird.