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DE102006061927A1 - Verfahren und Einrichtung zum Messen des Pollagewinkels eines Magnetschwebefahrzeugs einer Magnetschwebebahn - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Messen des Pollagewinkels eines Magnetschwebefahrzeugs einer Magnetschwebebahn Download PDF

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DE102006061927A1
DE102006061927A1 DE102006061927A DE102006061927A DE102006061927A1 DE 102006061927 A1 DE102006061927 A1 DE 102006061927A1 DE 102006061927 A DE102006061927 A DE 102006061927A DE 102006061927 A DE102006061927 A DE 102006061927A DE 102006061927 A1 DE102006061927 A1 DE 102006061927A1
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Germany
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magnetic field
field strength
vehicle
stator
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Ceased
Application number
DE102006061927A
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English (en)
Inventor
Robert Schmid
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Priority to PCT/EP2007/064001 priority patent/WO2008077827A1/de
Priority to US12/520,546 priority patent/US8237429B2/en
Priority to CN2007800516757A priority patent/CN101610933B/zh
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
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    • B60L13/04Magnetic suspension or levitation for vehicles
    • B60L13/06Means to sense or control vehicle position or attitude with respect to railway
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich u. a. auf ein Verfahren zum Messen der Pollage eines Magnetschwebefahrzeugs (10) einer Magnetschwebebahn, bei dem mit Messwerten (Sm, Cm) von Magnetfeldsensoren (MS1-MS10) der Pollagewinkel (gamma) zwischen dem Statormagnetfeld (S) eines streckenseitigen Stators (30) und der magnetischen Bezugsachse (Bf) des Magnetschwebefahrzeugs ermittelt wird. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mit mindestens drei in Fahrzeuglängsrichtung beabstandet angeordneten Magnetfeldsensoren (MS1-MS10) das Statormagnetfeld betreffende Messwerte erfasst werden, mit den Messwerten der Magnetfeldsensoren für jede Magnetfeldsensorposition (x) jeweils ein Feldstärkewert (Hs(x)) des Statormagnetfeldes ermittelt wird und mit zumindest einer Teilgruppe der Messwerte der Magnetfeldsensoren der Pollagewinkel ermittelt wird, wenn die ermittelten Feldstärkewerte vorgegebene Mindestkriterien erfüllen, und andernfalls ein Fehlersignal (F) erzeugt wird.

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Messen des Pollagewinkels eines Magnetschwebefahrzeugs einer Magnetschwebebahn Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Messen des Pollagewinkels mit den Merkmalen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Pollagemesseinrichtungen für Magnetschwebefahrzeuge zum Messen des Pollagewinkels sind beispielsweise beim Transrapid im Einsatz. Die vorbekannten Pollagemesseinrichtungen sind jeweils mit einem Magnetfeldsensorpaar zum Messen des Statormagnetfeldes des streckenseitigen Stators der Magnetbahnstrecke ausgestattet. Der Abstand zwischen den beiden Magnetfeldsensoren beträgt üblicherweise τ/2, wobei τ die Wellenlänge der Grundwelle des streckenseitigen Statormagnetfeldes bezeichnet und beim Transrapid beispielsweise 258 mm beträgt. Mit den beiden Magnetfeldsensoren des Magnetfeldsensorpaares steht eine Auswerteinrichtung in Verbindung, die mit den Messwerten der beiden Magnetfeldsensoren den Pollagewinkel zwischen dem Statormagnetfeld des streckenseitigen Stators und der magnetischen Bezugsachse des Magnetschwebefahrzeugs ermittelt. Als Messsensoren werden beim Transrapid Hallsensoren verwendet, die bauartbedingt richtungssensitiv messen und demgemäß jeweils eine Vorzugsmessrichtung aufweisen, für die sie sensibel sind. Mit den Hallsensoren wird eine vorgegebene Richtungskomponente des Statormagnetfeldes gemessen, und zwar die x-Komponente des Magnetfeldes, also die Komponente in Fahrzeuglängs- bzw. Fahrtrichtung, oder die z-Komponente, also diejenige Komponente, die vertikal zur Fahrzeuglängsrichtung nach oben bzw. nach unten ausgerichtet ist.
  • Ausgehend von einem Verfahren der beschriebenen Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, dieses im Hinblick auf eine noch bessere Messgenauigkeit weiterzuentwickeln.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
  • Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass mit mindestens drei in Fahrzeuglängsrichtung beabstandet angeordneten Magnetfeldsensoren das Statormagnetfeld betreffende Messwerte erfasst werden, dass mit den Messwerten der Magnetfeldsensoren für jede Magnetfeldsensorposition jeweils ein Feldstärkewert des Statormagnetfeldes ermittelt wird und dass mit zumindest einer Teilgruppe der Messwerte der Magnetfeldsensoren der Pollagewinkel ermittelt wird, wenn die ermittelten Feldstärkewerte vorgegebene Mindestkriterien erfüllen, und andernfalls ein Fehlersignal erzeugt wird.
  • Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass aufgrund der Berücksichtigung von zumindest drei Magnetfeldsensoren zuverlässigere Pollagemessergebnisse erzielt werden können als bisher, weil nämlich Störstellen im streckenseitigen Stator oder im Bereich des streckenseitigen Stators erkannt und daraus resultierende Fehler im Pollagewinkelwert vermieden werden können. Unterstellt man beispielsweise, dass an einer Störstelle das Statormagnetfeld größer oder kleiner ist als in ungestörten Bereichen, so kann dies durch einen Vergleich der Messergebnisse bei drei oder mehr Magnetfeldssensoren erkannt werden; dies ermöglicht es beispielsweise, nur ungestörte Messwerte zu verwerten oder im Falle einer zu erheblichen Störung ein Fehlersignal zu erzeugen.
  • Vorzugsweise wird zur Bildung der Feldstärkewerte des Statormagnetfeldes die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung berücksichtigt. Beispielsweise wird der Feldstärkewert des Statormagnetfeldes für jede Magnetfeldsensorposition gebildet gemäß
    Figure 00020001
    wobei x die Magnetfeldsensorposition, Hsx die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und Hsz die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung bezeichnen.
  • Besonders bevorzugt wird für jede Magnetfeldsensorposition jeweils die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung gemessen, und der Feldstärkewert wird mit den gemessenen Messwerten für die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und für die in Fahrzeug-z-Richtung ermittelt. Somit wird der Feldstärkewert hier ausschließlich mit gemessenen Magnetfeldkomponenten gebildet, die sich auf die jeweilige Magnetfeldposition beziehen.
  • Alternativ kann für jede Magnetfeldsensorposition jeweils entweder die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung oder die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z--Richtung gemessen werden; in diesem Falle wird beispielsweise die jeweils andere Statormagnetfeldkomponente für jede Magnetfeldsensorposition rechnerisch ermittelt, und zwar mit einem Messwert an einer um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach vorn oder nach hinten versetzten Position, wobei τ die Wellenlänge der Grundwelle des streckenseitigen Statormagnetfeldes bezeichnet. Somit wird hier der Feldstärkewert mit Messwerten gebildet, die von unterschiedlichen Messpositionen stammen.
  • Auch können für jede Magnetfeldsensorposition jeweils zwei Feldstärkewerte ermittelt werden, wobei einer der Feldstärkewerte mit der an der Magnetfeldsensorposition gemessenen Statormagnetfeldkomponente sowie mit der um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach vorn versetzt gemessenen Statormagnetfeldkomponente gebildet wird und wobei der andere Feldstärkewert mit der an der Magnetfeldsensorposition gemessenen Statormagnetfeldkomponente sowie mit der um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten versetzt gemessenen Statormagnetfeldkomponente gebildet wird. In diesem Falle werden beispielsweise Messwerte an einer Magnetfeldsensorposition nur dann berück sichtigt, wenn zumindest einer der für die jeweilige Magnetfeldsensorposition gebildeten Feldstärkewerte die vorgegebenen Mindestkriterien erfüllt.
  • Beispielsweise kann das Verfahren derart durchgeführt werden, dass für jede Magnetfeldsensorposition mit dem an dieser Position angeordneten Magnetfeldsensor jeweils die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung gemessen wird und dass die zugehörige Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung für diese Position rechnerisch ermittelt wird, und zwar mit dem Messwert in Fahrzeug-x-Richtung desjenigen Magnetfeldsensors, der zu dieser Magnetfeldsensorposition um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach vorn oder nach hinten versetzt ist. Vorzugsweise wird für jede Magnetfeldsensorposition jeder in Fahrzeug-x-Richtung gemessene Messwert zumindest doppelt verwendet, nämlich einmal als Messwert in Fahrzeug-x-Richtung für die jeweilige Magnetfeldsensorposition und zumindest einmal als Messwert in Fahrzeug-z-Richtung für eine nach vorn oder nach hinten um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung versetzte Magnetfeldsensorposition.
  • Alternativ kann das Verfahren auch derart durchgeführt werden, dass für jede Magnetfeldsensorposition mit dem an dieser Position angeordneten Magnetfeldsensor jeweils die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung gemessen wird und dass die zugehörige Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung für diese Position rechnerisch ermittelt wird, und zwar mit dem Messwert in Fahrzeug-z-Richtung desjenigen Magnetfeldsensors, der zu dieser Magnetfeldsensorposition um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach vorn oder nach hinten versetzt ist. Beispielsweise wird für jede Magnetfeldsensorposition jeder an dieser Position in Fahrzeug-z-Richtung gemessene Messwert zumindest doppelt verwendet, nämlich einmal als Messwert in Fahrzeug-z-Richtung für die jeweilige Magnetfeldsensorposition und zumindest einmal als Messwert in Fahrzeug-x-Richtung für eine nach vorn oder nach hinten um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung versetzte Magnetfeldsensorposition.
  • Vorzugsweise werden die Messwerte der Magnetfeldsensoren in zumindest zwei Messwertuntergruppen unterteilt, wobei die Messwerte einer ersten Messwertuntergruppe zur Bildung des Pollagewinkels herangezogen und die Messwerte der übrigen Messwertuntergruppen verworfen werden.
  • Beispielsweise kann anhand der ermittelten Feldstärkewerte ein kleinstmögliches Feldstärkefenster bestimmt wird, in dem eine vorgegebene Anzahl an Feldstärkewerten enthalten ist. In diesem Falle werden die Messwerte für diejenigen Magnetfeldsensorpositionen, für die der zugehörige Feldstärkewert innerhalb des Feldstärkefensters liegt, zur Bildung des Pollagewinkels herangezogen, und die übrigen Messwerte werden verworfen.
  • Die vorgegebene Anzahl an Feldstärkewerten, die innerhalb des Feldstärkefensters liegen müssen, beträgt beispielsweise mindestens 50% der zur Verfügung stehenden Feldstärkewerte.
  • Vorzugsweise wird die Fenstergröße des Feldstärkefensters ermittelt, und es wird ein Fehlersignal erzeugt, wenn das Feldstärkefenster eine Maximalfenstergröße überschreitet. Die Maximalfenstergröße kann beispielsweise in Abhängigkeit von dem Mittelwert der innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte ermittelt werden. Bevorzugt beträgt die Maximalfenstergröße weniger als ±25%, vorzugsweise weniger als ±10%, des Mittelwerts der innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte.
  • Alternativ oder zusätzlich kann geprüft werden, ob eine Mindestanzahl an Feldstärkewerten, die innerhalb der ersten Messwertgruppe bzw. innerhalb des Feldstärkefensters liegen, zu Magnetfeldsensorpositionen gehört, die unmittelbar benachbart sind: Falls ja, werden die Messwerte verwertet, andernfalls wird ein Fehlersignal erzeugt. Die Mindestanzahl kann beispielsweise fest vorgegeben sein. Alternativ kann die Mindestanzahl in Abhängigkeit von der Anzahl der innerhalb der ersten Messwertgruppe bzw. innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte festgelegt werden.
  • Alternativ oder zusätzlich kann geprüft werden, ob der kleinste Feldstärkewert, der innerhalb der ersten Messwertgruppe bzw. innerhalb des Feldstärkefensters liegt, einen vorgegebenen Mindestwert überschreitet: Falls ja, werden die Messwerte verwertet, andernfalls wird ein Fehlersignal erzeugt.
  • Alternativ oder zusätzlich kann mit den Feldstärkewerten der Magnetfeldsensoren ein Mittelwert gebildet werden: Wenn der Mittelwert einen vorgegebenen Mindestwert überschreitet, werden die Messwerte verwertet, andernfalls wird ein Fehlersignal erzeugt.
  • Auch ist es möglich, dass Verfahren derart durchzuführen, dass mit den Feldstärkewerten ein Varianzwert ermittelt wird und dass die Messwerte der Magnetfeldsensoren zur Bildung des Pollagewinkels verwendet werden, wenn der Varianzwert einen vorgegebenen Maximalvarianzwert unterschreitet, und dass andernfalls ein Fehlersignal erzeugt wird.
  • Die Erfindung bezieht sich außerdem auf eine Pollagemesseinrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug einer Magnetschwebebahn mit einer Auswerteinrichtung, die mit Messwerten von Magnetfeldsensoren den Pollagewinkel zwischen dem Statormagnetfeld eines streckenseitigen Stators und der magnetischen Bezugsachse des Magnetschwebefahrzeugs ermittelt. Eine solche Pollagemesseinrichtung ist ebenfalls vom Transrapid her bekannt.
  • Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine noch genauere Pollagemesseinrichtung als bisher anzugeben.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mit der Auswerteinrichtung mindestens drei in Fahrzeuglängsrichtung beabstandet angeordnete Magnetfeldsensoren in Verbindung stehen und die Auswerteinrichtung derart ausgestaltet ist, dass sie mit den Messwerten der Magnetfeldsensoren für jede Magnetfeldsensorposition jeweils einen Feldstärkewert des Statormagnetfeldes ermittelt und mit zumindest einer Teilgruppe der Messwerte der Magnetfeldsensoren der Pollagewinkel bildet, wenn die ermittelten Feldstärkewerte vorgegebene Mindestkriterien erfüllen, und dass sie andernfalls ein Fehlersignal erzeugt.
  • Bezüglich der Vorteile der erfindungsgemäßen Pollagemesseinrichtung und bezüglich der Vorteile vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Pollagemesseinrichtung sei auf die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verwiesen, da die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens den Vorteilen der erfindungsgemäßen Pollagemesseinrichtung im Wesentlichen entsprechen.
  • Vorzugsweise weist die Auswerteinrichtung eine Datenverarbeitungseinrichtung auf, die derart programmiert ist, dass sie die Messwerte der Magnetfeldsensoren wie oben beschrieben auswerten kann.
  • Die Magnetfeldsensoren können äquidistant angeordnet sein, beispielsweise entlang einer Linie, die parallel neben oder in Fahrtrichtung vor oder hinter den Tragmagneten des Magnetschwebefahrzeugs verläuft.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert; dabei zeigen beispielhaft:
  • 1 ein Magnetschwebefahrzeug mit einem Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Pollagemesseinrichtung,
  • 2 das erste Ausführungsbeispiel für die Pollagemesseinrichtung gemäß 1 im Detail,
  • 3 Messwertverläufe zur Erläuterung der Arbeitsweise der Pollagemesseinrichtung gemäß 2 für den Fall einer Messung der Magnetfeldkomponente in x-Richtung,
  • 4 komplexe Messzeiger zu den Messwertverläufen gemäß der 3,
  • 5 Messwertverläufe im Falle von Störstellen im streckenseitigen Stator,
  • 6 Messwerte der Magnetfeldsensoren der Pollagenmesseinrichtung gemäß der 2,
  • 7 ein Flussdiagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise der Pollagenmesseinrichtung gemäß der 2,
  • 8 ein zweites Ausführungsbeispiel für eine Pollagemesseinrichtung,
  • 9 ein drittes Ausführungsbeispiel für eine Pollagemesseinrichtung, bei der die Magnetfeldsensoren jeweils in zwei orthogonalen Richtungen messen, und
  • 10 ein Magnetschwebefahrzeug mit einer seitlich neben den Tragmagneten angeordneten Pollagemesseinrichtung.
  • In den 1 bis 10 werden für identische oder vergleichbare Komponenten aus Gründen der Übersicht dieselben Bezugszeichen verwendet.
  • In der 1 sieht man den vorderen Bereich eines Magnetschwebefahrzeugs 10, das sich auf einer Magnetschwebebahnstrecke 20 befindet. Von der Magnetschwebebahnstrecke erkennt man in der 1 einen streckenseitigen Stator 30, der mit Statornuten 40 und Statorzähnen 50 ausgestattet ist.
  • In den Statornuten 40 befinden sich in der 1 nicht weiter dargestellte Magnetspulen zum Erzeugen eines Statormagnetfeldes. Die Grundwelle des Statormagnetfeldes ist in der 1 mit dem Bezugszeichen S gekennzeichnet. Durch die Anordnung bzw. die Lage der Magnetspulen wird eine magnetische Bezugsachse Bs des Stators 30 definiert.
  • Von dem Stator 30 ist in der 1 nur ein Abschnitt dargestellt; der Stator 30 erstreckt sich über die gesamte Strecke der Magnetschwebebahn und erzeugt somit – wie in der 1 erkennbar – auch vor dem Magnetschwebefahrzeugs 10 das Statormagnetfeld S.
  • Außerdem ist in der 1 ein vorderer Tragmagnet 60 des Magnetschwebefahrzeugs 10 dargestellt; dieser ist mit Magnetspulen 70 ausgestattet, die ein Tragmagnetfeld zum Anheben des Magnetschwebefahrzeugs 10 erzeugen. Das Tragmagnetfeld ist in der 1 mit dem Bezugszeichen T gekennzeichnet. Durch die Anordnung bzw. die Lage des Tragmagneten 60 wird eine magnetische Bezugsachse Bf des Magnetschwebefahrzeugs 10 definiert.
  • In Fahrtrichtung F vor dem Tragmagneten 60 ist eine Pollagemesseinrichtung 100 angebracht; die Aufgabe der Pollagemesseinrichtung 100 besteht darin, den Pollagewinkel γ zwischen der magnetischen Bezugsachse Bs des Stators und der magnetischen Bezugsachse Bf des Magnetschwebefahrzeugs 10 zu ermitteln.
  • Die Pollagemesseinrichtung 100 ist beispielsweise mit dem Tragmagneten 60 an einem gemeinsamen Träger 110 des Magnetschwebefahrzeugs 10 montiert.
  • Ein erstes Ausführungsbeispiel für die Pollagemesseinrichtung 100 gemäß der 1 ist näher in der 2 in einer vergrößerten Darstellung gezeigt. Die Pollagemesseinrichtung 100 weist eine Sensorgruppe mit fünf richtungsselektiven Magnetfeldsensoren MS1 bis MS5 zum Messen des Statormagnetfeldes S des streckenseitigen Stators 30 (vgl. 1) auf. Jeder der Magnetfeldsensoren MS1 bis MS5 weist jeweils zwei Einzelsensoren auf, die im Abstand von τ/2 angeordnet sind, wobei τ die Wellenlänge der Grundwelle des Statormagnetfeldes bezeichnet; die Einzelsensoren sind mit den Bezugszeichen E1 bis E10 gekennzeichnet. Im Falle einer Wellenlänge τ von beispielsweise 258 mm beträgt der Abstand τ/2 beispielsweise 129 mm. Grundsätzlich sind aber auch geringere Abstände möglich, sofern die Messwerte der Einzelsensoren entsprechend korrigiert werden; darauf soll hier aber aus Gründen der Übersicht nicht weiter eingegangen werden.
  • Einer der Magnetfeldsensoren, hier beispielsweise der Magnetfeldsensor MS1, ist an der Stelle x0 angeordnet und bildet eine messtechnische Bezugsachse Bm der Pollagemesseinrichtung 100. Die Magnetfeldsensoren können beispielsweise durch Hallsensoren oder magnetoresistive Sensoren gebildet sein.
  • Die Pollagemesseinrichtung 100 weist außerdem eine mit den Magnetfeldsensoren MS1 bis MS5 verbundene Auswerteinrichtung 140 auf, deren Aufgabe darin besteht, mit den Messwerten der Einzelsensoren E1 bis E10 und damit der Magnetfeldsensoren MS1 bis MS5 den Pollagewinkel γ zu ermitteln, beispielsweise zu errechnen. Die Auswerteinrichtung 140 kann beispielsweise durch eine programmierbare Mikroprozessoreinrichtung gebildet sein.
  • Die Magnetfeldsensoren MS1 bis MS5 weisen jeweils eine Vorzugsmessrichtung auf; die Vorzugsmessrichtung gibt an, welche Magnetfeldkomponenten die Magnetfeldsensoren messen können bzw. für welche Messrichtungen sie sensibel sind. Bei der Darstellung gemäß der 2 sind die Einzelsensoren bzw. die Magnetfeldsensoren beispielhaft derart ausgerichtet, dass sie die x-Komponente des Magnetfeldes messen können; für die z-Komponente sind sie bei dieser Ausrichtung demgemäß nicht sensitiv.
  • Die Auswerteinrichtung 140 ermittelt mit den Messwerten der Magnetfeldsensoren MS1 bis MS5 den Pollagewinkel γ. Hierzu misst sie zunächst einen Hilfspollagewinkel γ1 zwischen der messtechnischen Bezugsachse Bm der Pollagemesseinrichtung 100 und einer zu der magnetischen Bezugsachse Bs des Stators 30 um ein Mehrfaches von 2π versetzten Hilfsbezugsachse BS' (vgl. 1).
  • Zum dem Hilfspollagewinkel γ1 addiert sie einen Versatzwinkel γ2, der den phasenwinkelmäßigen Versatz zwischen der magnetischen Bezugsachse Bf des Magnetschwebefahrzeugs 10 und der messtechnischen Bezugsachse Bm der Pollagemesseinrichtung 100 angibt. Von dem sich ergebenden Summenwert γ1 + γ2 werden darin enthaltene ganzzahlige Vielfache von 2π abgezogen, wodurch der gesuchte Pollagewinkel γ gebildet wird. Mathematisch lautet die Gleichung zur Berechnung des Pollagewinkel γ also: γ = (γ1 + γ2)Moduln(2·π)
  • Der Versatzwinkel γ2, der den phasenwinkelmäßigen Versatz zwischen der magnetischen Bezugsachse Bf des Magnetschwebefahrzeugs 10 und der messtechnischen Bezugsachse Bm der Pollagemesseinrichtung 100 angibt, wird in Abhängigkeit von dem mechanischen Versatz V ermittelt gemäß: γ2 = V/τ·π
  • Der Versatzwinkel γ2 wird der Auswerteinrichtung 140 beispielsweise fest vorgegeben und in der Auswerteinrichtung 140 gespeichert. Alternativ kann auch der Versatz V der Auswerteinrichtung 140 fest vorgegeben und in dieser abgespeichert werden; in diesem Falle errechnet die Auswerteinrichtung 140 den Versatzwinkel γ2 gemäß der angegebenen Formel selbst. Zur Eingabe des Versatzes V oder des Versatzwinkels γ2 weist die Auswerteinrichtung 140 einen Eingabeanschluss E140 auf.
  • Um zu erläutern, wie die Auswerteinrichtung 140 mit den Messwerten der Sensorgruppe den Hilfspollagewinkel γ1 bilden kann, wird nachfolgend anhand der 3 und 4 zunächst erklärt, wie ein Einzelpollagewinkel γ1'(x0) für die Magnetfeldsensorposition x0 des Magnetfeldsensors MS1 anhand der Messwerte der Einzelsensoren E1 und E2 ermittelt werden kann, wenn die Vorzugsmessrichtungen der Magnetfeldsensoren entlang der x-Richtung, also der Fahrzeuglängsrichtung, ausgerichtet sind und somit die x-Komponente des Magnetfeldes messen.
  • Im oberen Teil der 3 erkennt man den streckenseitigen Stator 30; beispielhaft ist eine Leitung 190 eingezeichnet, die zu den im Stator 30 angeordneten Leiterspulen gehört. Außerdem ist der Feldverlauf der x-Komponente Hsx der magnetischen Feldstärke des Statormagnetfeldes S eingezeichnet.
  • Im mittleren Abschnitt der 3 erkennt man den Verlauf der Amplitude Hsx der magnetischen Feldstärke Hs in Fahrzeuglängsrichtung x. Es lässt sich erkennen, dass die Feldstärke sinusförmig verläuft.
  • Im unteren Abschnitt der 3 sind Einzelsensoren E1 und E2 dargestellt; der Abstand A beträgt hier τ/2, so dass die beiden Einzelsensoren zueinander orthogonale Messsignale erzeugen. Es wird nun beispielhaft davon ausgegangen, dass der Einzelsensor E1 Messwerte Sm auf der Sinus-Spur und der Einzelsensor E2 Messwerte Cm auf der Cosinus-Spur liefert; damit ist gemeint, dass der Einzelsensor E1 als Messsignal einen Sinusverlauf erzeugt, wenn er ausgehend von der Stelle x = 0 in Fahrtrichtung nach vorn verschoben wird, und dass der Einzelsensor E2 als Messsignal einen Cosinusverlauf erzeugt, wenn er ausgehend von der Stelle x = 0 in Fahrtrichtung nach vorn verschoben wird. Mit einem Verschieben in x-Richtung verändert sich der Einzelpollagewinkel γ1' des Sensorpaars E1 und E2 relativ zur Bezugsachse Bs entsprechend.
  • Die Messwertverläufe lauten in diesem Falle mathematisch:
    Figure 00120001
    Figure 00130001
    wobei H0 die Signalamplitude des Magnetfeldes bezeichnet, die bei beiden Einzelsensoren näherungsweise gleich ist.
  • Damit kann der Einzelpollagewinkel γ1'(x0) ermittelt werden gemäß:
    Figure 00130002
  • Unter der Funktion atan2 ist dabei bekanntermaßen die Umkehrfunktion der Winkelfunktion Tangens zu verstehen, bei der zusätzlich zum Quotienten tan(x) = sin(x)/cos(x) durch die Berücksichtigung des Vorzeichens des Zählers ein Gültigkeitsbereich von –π bis +π, also einer kompletten Periode des gesuchten Winkels γ1, erreicht wird; die Funktion atan(x) ist demgegenüber nur im Bereich –π/2 bis +n/2 definiert.
  • Zur weiteren Veranschaulichung ist in der 4 außerdem noch die zugehörige Zeigerdarstellung der Messwerte Sm und Cm gezeigt. Man sieht, dass die beiden Zeiger Sm und Cm senkrecht aufeinander stehen.
  • In entsprechender Weise können nun für die Magnetfeldsensoren MS2 bis MS5 und damit für die Positionen x0 + τ, x0 + 2·τ, x0 + 3·τ und x0 + 4·τ entsprechende Einzelpollagewinkel γ1'(x0 + τ), γ1'(x0 + 2·τ), γ1'(x0 + 3·τ) und γ1'(x0 + 4·τ) gebildet werden, indem die entsprechenden Messwerte der Magnetfeldsensoren MS2 bis MS5 ausgewertet werden.
  • Der resultierende Hilfspollagewinkel γ1 kann nun beispielsweise durch eine Mittelwertbildung der Einzelpollagewinkel γ1'(x0 + i·τ) errechnet werden, beispielsweise gemäß
    Figure 00140001
    wobei k die Anzahl der ermittelten Einzelpollagewinkel bzw. die Anzahl der Magnetfeldsensoren (hier k = 4) und γk(i·τ) den Pollagewinkelversatz zwischen den Stellen x0 und x0 + i·τ berücksichtigt. Für γk(i·τ) gilt γk(i·τ) = i·π
  • Die beschriebene Mittelwertbildung führt zu gut verwertbaren Ergebnissen, solange das Statormagnetfeld S entlang der x-Richtung keine Störstellen aufweist. Falls derartige Störstellen vorhanden sind, können nicht mehr alle Einzelpollagewinkel verwertet werden, weil diese fehlerbehaftet sind.
  • Um dies näher zu erläutern, ist in der 5 ein streckenseitiger Stator 30 gezeigt, bei dem das Statormagnetfeld S entlang der x-Richtung nicht gleichmäßig angeregt wird, weil von den Statornuten N1 bis N16 die Statornuten N7 und N10 nicht mit Leitern 190 ausgestattet sind. Man erkennt, dass sowohl die horizontale Feldkomponente Hsx des Feldstärkevektors Hs als auch die vertikale Feldkomponente Hsz des Feldstärkevektors Hs von dieser Störung betroffen sind.
  • Der Feldstärkevektor Hs des Statormagnetfeldes S kann mathematisch annähernd wie folgt beschrieben werden:
    Figure 00140002
    wobei Hsx die x-Komponente des Feldstärkevektors Hs und Hsz die z-Komponente des Feldstärkevektors Hs bezeichnen; die y-Komponente des Feldstärkevektors ist annähernd gleich Null.
  • Der Betrag Hs des Feldstärkevektors Hs errechnet sich gemäß |Hs x| = Hs x = √Hsx x + Hsz x und ist im Idealfall näherungsweise konstant: Hs(x) ≈ H0.
  • Der Betrag Hs des Feldstärkevektors Hs bildet einen Feldstärkewert des Statormagnetfeldes S, der von der Störung bzw. der fehlerhaften Statorwicklung betroffen ist. Den Verlauf des Feldstärkewerts Hs zeigt die 5 ebenfalls beispielhaft. Man erkennt, dass der Feldstärkewert Hs im Bereich 191 der unbestückten Nuten N7 und N10 abfällt, und dass es vor und nach diesem Bereich zu einem erhöhten Feldstärkewert Hs kommt; die Bereiche mit erhöhtem Feldstärkewert sind durch Bezugszeichen 192 und 193 gekennzeichnet. Die Feldstärkeüberhöhung ist damit zu erklären, dass aufgrund des Wegfalls des Feldes im Bereich der Nuten N7 und N10 kompensierende Feldkomponenten wegfallen, die das Feld im Randbereich betragsmäßig reduzieren würden.
  • Lässt man diese Störung des Statormagnetfeldes S unberücksichtigt, indem man die bereits beschriebene Mittelwertbildung der Einzelpollagewinkel γ1'(x0 + i·τ) durchführt gemäß
    Figure 00150001
    so ergeben sich Fehler bei der Bestimmung des Hilfspollagewinkels γ1, wie ebenfalls in der 5 ersichtlich ist. Man erkennt in der 5 beispielhaft den gemäß Mittelwertbildung errechneten Hilfspollagewinkels γ1(x), den theoretisch richtigen Winkelverlauf γ1r(x) sowie den resultierenden Winkelfehler Δγ(x). Der Winkelfehler Δγ(x) wird errechnet gemäß Δγ(x) = γ1(x) – γ1r(x)
  • Um nun diejenigen Einzelpollagewinkel γ1'(x0 + i·τ) von der Bestimmung des Hilfspollagewinkels γ1 auszuschließen, die von dieser Störung betroffen sind, wird für jede Magnetfeldsensorposition x0 + i·τ jeweils zunächst der zugehörige Feldstärkewert Hs(x0 + i·τ) des Statormagnetfeldes ermittelt, und zwar gemäß Hsx + τ = √Mx + τ + Mx + τ + τ wobei M(x0 + i·τ) den Messwert für die Feldkomponente Hsx des an der Stelle (x0 + i·τ) befindlichen Einzelsensors und M(x0 + i·τ + τ/2) den Messwert für die Feldkomponente Hsx des an der Stelle x0 + i·τ + τ/2 befindlichen Einzelsensors bezeichnet.
  • Eine Messverteilung für die fünf Feldstärkewerte Hs(x0 + i·τ) zeigt beispielhaft die 6.
  • Man erkennt, dass drei Feldstärkewerte Hs(x0), HS(x0 + τ) und HS(x0 + 2·τ), also mehr als 50% der fünf zur Verfügung stehenden Feldstärkewerte, innerhalb eines Feldstärkefensters F liegen. Die Fenstergröße ΔF des Feldstärkefensters ist kleiner als eine ebenfalls durch eine gestrichelte Linie angedeutete Maximalfenstergröße ΔFmax. Die Maximalfenstergröße ΔFmax beträgt beispielsweise ±10% des Durchschnittswerts der drei innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte Hs(x0), HS(x0 + τ) und HS(x0 + 2·τ). Außerdem überschreitet der kleinste Feldstärkewert innerhalb des Feldstärkefensters F einen vorgegebenen Mindestwert Hmin. Auch ist eine Mindestanzahl (hier beispielsweise 3) an Feldstärkewerten, die innerhalb des Feldstärkefensters F liegen, unmittelbar zueinander benachbart. Da alle diese Kriterien erfüllt sind, lässt sich der resultierende Hilfspollagewinkel γ1 nun mit den Messwerten der drei Magnetfeldsensoren MS1, MS2 und MS3, deren Feldstärkewerte innerhalb des Feldstärkefensters F liegen, errechnen, indem mit diesen Messwerten die entsprechenden drei Einzelpollagewinkeln γ1'(x0), γ1'(x0 + τ) und γ1'(x0 + 2·τ) ermittelt und anschließend mit letzteren der Hilfspollagewinkel γ1 errechnet wird, andernfalls wird ein Fehlersignal SF ermittelt, das anzeigt, dass die Messwerte für eine Pollagebestimmung ungeeignet sind.
  • Im vorliegenden Falle erfolgt die Berechnung des Hilfspollagewinkels gemäß:
    Figure 00170001
  • Die Einzelpollagewinkel γ1'(x0 + 3·τ) und γ1'(x0 + 4·τ) bleiben unberücksichtigt, weil die Feldstärkewerte der zugehörigen Magnetfeldsensoren MS4 und MS5 außerhalb des Feldstärkefensters F liegen.
  • Das Feldstärkefenster F kann beispielsweise ermittelt werden, indem die Feldstärkewerte aller Magnetfeldsensoren zunächst gemittelt werden; um diesen Mittelwert wird dann das Feldstärkefenster F herumgelegt und solange vergrößert, bis 50% der Feldstärkewerte erfasst sind. Ist die resultierende Fenstergröße dann kleiner als beispielsweise ±10% des Durchschnittswerts der innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte, so werden diese weiter verwendet, andernfalls wird ein Fehlersignal erzeugt, wodurch signalisiert wird, dass die Messwerte keinen plausiblen Pollagewinkelwert werden bilden können. Ein Algorithmus zur Feststellung, ob die Messwerte zur Bildung eines Hilfspollagewinkels γ1 verwendet werden sollen, zeigt beispielhaft die 7.
  • In mathematisch allgemeiner Form lautet die Gleichung für den Hilfspollagewinkel γ1 beispielsweise:
    Figure 00170002
    wobei Q(i) angibt, ob der jeweilige Einzelpollagewinkel γ1'(x0 + i·τ) gebildet und verwendet werden soll (Q(i) = 1) oder (Q(i) = 0) nicht.
  • Alternativ zu der beschriebenen Fensterbildung kann der Hilfspollagewinkel γ1 auch anders bestimmt werden: Zunächst wird mit den Feldstärkewerten der Magnetfeldsensoren ein Mit telwert gebildet. Überschreitet der Mittelwert einen vorgegebenen Mindestwert, so wird die Auswertung fortgesetzt, andernfalls wird ein Fehlersignal erzeugt. Anschließend wird mit den Feldstärkewerten der Magnetfeldsensoren ein Varianzwert ermittelt: Wenn der Varianzwert einen vorgegebenen Maximalvarianzwert unterschreitet, wird mit allen Messwerten der Hilfspollagewinkel γ1 gebildet, andernfalls wird ein Fehlersignal erzeugt. Alternativ kann der Hilfspollagewinkel γ1 auch mit einer kleineren Anzahl an Messwerten gebildet werden, nämlich nur mit denen, die zu Feldstärkewerten gehören, die innerhalb des durch die Varianz festgelegten Messwertintervalls liegen.
  • Ein zweites Ausführungsbeispiel für die Pollagemesseinrichtung 100 gemäß der 2 ist näher in der 8 gezeigt. Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel werden die Messwerte der Einzelsensoren „doppelt" ausgewertet, indem mit den Messwerten der Einzelsensoren E1 bis E10 virtuelle zusätzliche Magnetfeldsensoren MS6 bis MS9 gebildet werden. Dies soll am Beispiel des virtuellen Magnetfeldsensors MS6 näher erläutert werden, der durch die Einzelsensoren E2 und E3 gebildet ist.
  • Für den Magnetfeldsensor MS6 wird davon ausgegangen, dass der Einzelsensor E2 Messwerte Sm auf der Sinus-Spur und der Einzelsensor E3 Messwerte Cm auf der Cosinus-Spur liefert; damit ist gemeint, dass der Einzelsensor E2 als Messsignal einen Sinusverlauf erzeugt, wenn er ausgehend von der Stelle x = 0 + τ/2 in Fahrtrichtung nach vorn verschoben wird, und dass der Einzelsensor E3 als Messsignal einen Cosinusverlauf erzeugt, wenn er ausgehend von der Stelle x = 0 + τ/2 in Fahrtrichtung nach vorn verschoben wird. Mit einem Verschieben in x-Richtung verändert sich der Einzelpollagewinkel γ1' relativ zur Bezugsachse Bs entsprechend.
  • Damit kann der Einzelpollagewinkel γ1'(x0 + τ/2) ermittelt werden gemäß:
    Figure 00190001
  • In mathematisch allgemeiner Form lautet die Gleichung für den Hilfspollagewinkel γ1 in diesem Falle:
    Figure 00190002
    wobei Q'(i) angibt, ob die Messwerte des entsprechenden Magnetfeldsensors MS6 bis MS9 verwendet werden sollen (Q'(i) = 1) oder nicht (Q'(i) = 0). Für γk·i·τ + τ gilt: γk(i·τ + τ/2) = i·π + π/2
  • Bei dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel wurde beispielhaft davon ausgegangen, dass die Einzelsensoren E1 bis E10 die horizontale Feldkomponente Hsx messen; selbstverständlich kann der Hilfspollagewinkel γ1 auch anhand der vertikalen Feldkomponente Hsz ermittelt werden. Bei der Bildung des Hilfspollagewinkels γ1 ist lediglich zu berücksichtigen, dass die horizontale Feldkomponente Hsx und die vertikale Feldkomponente Hsz um 90° Grad versetzt sind, was bei der Pollagebestimmung durch eine entsprechende Winkelkorrektur ausgeglichen werden muss, wenn sich beispielsweise die magnetische Bezugsachse (Bf) des Magnetschwebefahrzeugs auf die horizontale Feldkomponente Hsx des Statormagnetfeldes bezieht, aber die vertikale Feldkomponente des Statormagnetfeldes gemessen werden soll; Entsprechendes gilt für den umgekehrten Fall.
  • Soll der Hilfspollagewinkel γ1 beispielsweise mit den vertikalen Feldkomponenten ermittelt werden, obwohl sich der Pollagewinkel auf die horizontale Feldkomponente des Statormagnetfeldes bezieht, so kann zunächst – wie oben beschrieben – vorgegangen werden; der resultierende Hilfspollagewinkel γ1(vertikal) wird dann anschließend lediglich in einen "horizontalen Hilfspollagewinkel γ1(horizontal)" umgerechnet gemäß: γ1(horizontal) = γ1(vertikal) + π/2
  • In der 9 ist ein drittes Ausführungsbeispiel für eine Pollagemesseinrichtung gezeigt. Im Unterschied zu dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel wird an jeder Messstelle von jedem Magnetfeldsensor MS1 bis MS10 sowohl die horizontale Feldkomponente Hsx als auch die vertikale Feldkomponente Hsz des Statormagnetfeldes gemessen, so dass für jede Magnetfeldsensorposition x jeweils ein Feldstärkewert Hs(x) mit Messwerten ermittelt werden kann, die sich auf ein und dieselbe Messstelle x beziehen. Für die Bestimmung der Feldstärkewerte Hs(x0 + i·τ) des Statormagnetfeldes ergibt sich damit: Hsx + τ = √Mx + τ + Mzx + τ wobei Mx(x0 + i·τ) den Messwert für die x-Komponente an der Stelle (x0 + i·τ) und Mz(x0 + i·τ) den Messwert für die z-Komponente an der Stelle x0 + i·τ bezeichnet.
  • Im Übrigen kann dann die Auswertung und die Berechnung des Hilfspollagewinkels γ1 durchgeführt werden, wie dies oben im Zusammenhang mit dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel erläutert wurde.
  • Wie anhand der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele dargelegt wurde, kann die Pollagemesseinrichtung in Fahrtrichtung vor dem vordersten Tragmagneten des Magnetschwebefahrzeugs oder hinter dem hintersten Tragmagneten des Magnetschwebefahrzeugs angebracht sein. Alternativ und ebenfalls vorteilhaft kann die Pollagemesseinrichtung jedoch auch anders angeordnet werden, und zwar seitlich versetzt (in Fahrzeug-γ-Richtung) neben den Tragmagneten 60 des Magnetschwebefahr zeugs 10, so dass die Pollagemesseinrichtung dort betrieben wird. Eine solche Anordnung zeigt beispielhaft die 10.
  • 10
    Magnetschwebefahrzeug
    20
    Magnetschwebebahnstrecke
    30
    streckenseitiger Stator
    40
    Statornuten
    50
    Statorzähne
    60
    Tragmagnet
    70
    Magnetspulen
    100
    Pollagemesseinrichtung
    110
    Träger
    140
    Auswerteinrichtung
    E140
    Eingabeanschluss
    190
    Leitung
    191
    Bereiche mit reduziertem Feldstärkewert
    192, 193
    Bereiche mit erhöhtem Feldstärkewert
    MS–MS10
    Magnetfeldsensoren
    E1–E10
    Einzelsensoren
    Bm
    magnetische Bezugsachse der Pollagemesseinrichtung
    Bs
    magnetische Bezugsachse des Stators
    BS'
    Hilfsbezugsachse
    Bf
    magnetische Bezugsachse des Magnetschwebefahrzeugs
    H
    magnetische Feldstärke
    S
    Grundwelle des Statormagnetfeldes
    T
    Tragmagnetfeld
    Ts
    Störfeldanteil des Tragmagnetfelds
    V
    Versatz Pollagewinkel
    γ2
    Versatzwinkel
    γ1
    Hilfspollagewinkel

Claims (23)

  1. Verfahren zum Messen der Pollage eines Magnetschwebefahrzeugs (10) einer Magnetschwebebahn, bei dem mit Messwerten (Sm, Cm) von Magnetfeldsensoren (MS1–MS10) der Pollagewinkel (γ) zwischen dem Statormagnetfeld (S) eines streckenseitigen Stators (30) und der magnetischen Bezugsachse (Bf) des Magnetschwebefahrzeugs ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass – mit mindestens drei in Fahrzeuglängsrichtung beabstandet angeordneten Magnetfeldsensoren (MS1–MS10) das Statormagnetfeld betreffende Messwerte erfasst werden, – mit den Messwerten der Magnetfeldsensoren für jede Magnetfeldsensorposition (x) jeweils ein Feldstärkewert (Hs(x)) des Statormagnetfeldes ermittelt wird und – mit zumindest einer Teilgruppe der Messwerte der Magnetfeldsensoren der Pollagewinkel ermittelt wird, wenn die ermittelten Feldstärkewerte vorgegebene Mindestkriterien erfüllen, und andernfalls ein Fehlersignal (F) erzeugt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der Feldstärkewerte (Hs(x)) des Statormagnetfeldes die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung berücksichtigt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Feldstärkewert des Statormagnetfeldes für jede Magnetfeldsensorposition gebildet wird gemäß
    Figure 00230001
    wobei x die Magnetfeldsensorposition, Hsx die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und Hsz die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung bezeichnen.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Magnetfeldsensorposition jeweils die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-z-Richtung gemessen wird und der Feldstärkewert mit Messwerten für die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung und in Fahrzeug-z-Richtung ermittelt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass – für jede Magnetfeldsensorposition jeweils die Statormagnetfeldkomponente in Fahrzeug-x-Richtung oder in Fahrzeug-z-Richtung gemessen wird und – die jeweils andere Statormagnetfeldkomponente für jede Magnetfeldsensorposition rechnerisch ermittelt wird mit einem Messwert an einer um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach vorn oder nach hinten versetzten Position, wobei τ die Wellenlänge der Grundwelle des streckenseitigen Statormagnetfeldes bezeichnet.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, – dass für jede Magnetfeldsensorposition jeweils zwei Feldstärkewerte ermittelt werden, – wobei einer mit der an der Magnetfeldsensorposition gemessenen Statormagnetfeldkomponente sowie mit der um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach vorn versetzt gemessenen Statormagnetfeldkomponente gebildet wird und – wobei der andere mit der an der Magnetfeldsensorposition gemessenen Statormagnetfeldkomponente sowie mit der um τ/2 in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten versetzt gemessenen Statormagnetfeldkomponente gebildet wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Messwerte an einer Magnetfeldsensorposition berücksichtigt werden, wenn zumindest einer der für die jeweilige Mag netfeldsensorposition gebildeten Feldstärkewerte die vorgegebenen Mindestkriterien erfüllt.
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte der Magnetfeldsensoren in zumindest zwei Messwertuntergruppen unterteilt werden, wobei die Messwerte einer ersten Messwertuntergruppe zur Bildung des Pollagewinkels herangezogen und die Messwerte der übrigen Messwertuntergruppen verworfen werden.
  9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – anhand der ermittelten Feldstärkewerte ein kleinstmögliches Feldstärkefenster (F) bestimmt wird, in dem eine vorgegebene Anzahl an Feldstärkewerten (HS) enthalten ist, und – die Messwerte für diejenigen Magnetfeldsensorpositionen, für die der zugehörige Feldstärkewert innerhalb des Feldstärkefensters liegt, zur Bildung des Pollagewinkels herangezogen werden und dass die übrigen Messwerte verworfen werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Anzahl an Feldstärkewerten, die innerhalb des Feldstärkefensters liegen müssen, mindestens 50% der zur Verfügung stehenden Feldstärkewerte beträgt.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fenstergröße (ΔF) des Feldstärkefensters (F) ermittelt wird und ein Fehlersignal (SF) erzeugt wird, wenn das Feldstärkefenster eine Maximalfenstergröße (ΔFmax) überschreitet.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Maximalfenstergröße in Abhängigkeit von dem Mittelwert (Mi) der innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte ermittelt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Maximalfenstergröße (ΔFmax) weniger als ±25%, vorzugsweise weniger als ±10%, des Mittelwerts (Mi) der innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte beträgt.
  14. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass geprüft wird, ob eine Mindestanzahl an Feldstärkewerten, die innerhalb der ersten Messwertgruppe bzw. innerhalb des Feldstärkefensters liegen, zu Magnetfeldsensorpositionen gehört, die unmittelbar benachbart sind.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Mindestanzahl fest vorgegeben ist.
  16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Mindestanzahl in Abhängigkeit von der Anzahl der innerhalb der ersten Messwertgruppe bzw. innerhalb des Feldstärkefensters liegenden Feldstärkewerte festgelegt wird.
  17. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass geprüft wird, ob der kleinste Feldstärkewert, der innerhalb der ersten Messwertgruppe bzw. innerhalb des Feldstärkefensters liegt, einen vorgegebenen Mindestwert (Hmin) unterschreitet, und dass gegebenenfalls ein Fehlersignal (F) gebildet wird.
  18. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Feldstärkewerten der Magnetfeldsensoren ein Mittelwert gebildet wird und ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn der Mittelwert einen vorgegebenen Mindestwert unterschreitet.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass – mit den Feldstärkewerten ein Varianzwert ermittelt wird und – die Messwerte der Magnetfeldsensoren zur Bildung des Pollagewinkels verwendet werden, wenn der Varianzwert einen vorgegebenen Maximalvarianzwert unterschreitet, und dass andernfalls ein Fehlersignal erzeugt wird.
  20. Pollagemesseinrichtung (100) für ein Magnetschwebefahrzeug (10) einer Magnetschwebebahn mit einer Auswerteinrichtung (140), die mit Messwerten (Sm, Cm) von Magnetfeldsensoren den Pollagewinkel (γ) zwischen dem Statormagnetfeld (S) eines streckenseitigen Stators und der magnetischen Bezugsachse (Bf) des Magnetschwebefahrzeugs ermittelt, dadurch gekennzeichnet, dass – mit der Auswerteinrichtung mindestens drei in Fahrzeuglängsrichtung beabstandet angeordnete Magnetfeldsensoren (MS1–MS5) in Verbindung stehen und – die Auswerteinrichtung derart ausgestaltet ist, dass sie mit den Messwerten der Magnetfeldsensoren für jede Magnetfeldsensorposition (x) jeweils einen Feldstärkewert des Statormagnetfeldes ermittelt und mit zumindest einer Teilgruppe der Messwerte der Magnetfeldsensoren den Pollagewinkel bildet, wenn die ermittelten Feldstärkewerte vorgegebene Mindestkriterien erfüllen, und dass sie andernfalls ein Fehlersignal (F) erzeugt.
  21. Pollagemesseinrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinrichtung eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, die derart programmiert ist, dass sie die Messwerte der Magnetfeldsensoren nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 19 auswerten kann.
  22. Pollagemesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 20–21, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetfeldsensoren äquidistant angeordnet sind.
  23. Pollagemesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 20–22, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetfeldsensoren entlang einer Linie angeordnet sind, die parallel neben den Tragmagneten des Magnetschwebefahrzeugs verläuft.
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