DE102006053751A1 - Ablaufarmatur - Google Patents
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Abstract
Eine Ablaufarmatur für Dusch- oder Badewannen enthält ein Gehäuse mit einer oberen Öffnung, das unterhalb der Auslassöffnung einer Wanne montiert wird. Die Einlassöffnung führt in einen Innenraum des Gehäuses. Aus dem Gehäuse führt ein Ablaufstutzen heraus, der über eine weiterführende Leitung mit der Kanalisation verbunden werden kann. Zwischen dem Innenraum und der Öffnung des Ablaufstutzens ist eine Trennwand angeordnet, die so ausgebildet ist, dass sie einen Geruchsverschluss zwischen dem Innenraum und dem Ablaufstutzen bildet. Die Trennwand, die entweder von der Oberseite des Gehäuses oder von seiner Unterseite ausgehen kann, enthält eine Öffnung, die durch einen Stopfen verschlossen ist. Der Stopfen ist so angeordnet, dass er durch die Auslassöffnung der Wanne angefasst und herausgezogen werden kann. Durch diese Öffnung kann eine Reinigungsspirale in den Ablaufstutzen durch die Trennwand hindurch eingeführt werden.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Ablaufarmatur, insbesondere eine Ablaufarmatur für Dusch- oder Badewannen.
- Ablaufarmaturen an Waschbecken, Duschbecken, Badewannen oder dergleichen dienen dazu, das aus der Wanne auszulassende Wasser zur Kanalisation zu führen. Sie müssen daher einen Geruchsverschluss aufweisen, der durch in der Armatur stehen bleibendes beim Ablaufen ständig erneuertes Wasser gebildet wird.
- Bei einer Art von Ablaufarmaturen, wie es beispielsweise bei Waschbecken üblich ist, führt ein Rohr von dem Auslass des Beckens zunächst nach unten und dann über einen U-förmigen Bogen wieder nach oben, von wo aus ein Ablaufstutzen aus der Armatur wegführt. Dieser U-förmige Bogen enthält dann immer Wasser, das den Geruchsverschluss bildet. Am unteren Ende des U-förmigen Bogens kann eine Reinigungsöffnung angeordnet sein.
- Ebenfalls bekannt sind Ablaufarmaturen, die ein Gehäuse aufweisen, in dem ein Tauchrohr eingesetzt ist. Die untere Kante des Tauchrohrs liegt tiefer als die Öffnung des Ablaufstutzens. Hier kann häufig das Tauchrohr entnommen werden, um in der Ablaufarmatur enthaltene Verunreinigungen zu entfernen (
). Ein Zugriff auf den Ablaufstutzen von der Wanne her ist bei montiertem Gehäuse wegen einer Trennwand nicht mehr möglich.EP 365 789 - Selbst wenn die Innenseite des Gehäuses nach Herausnehmen des Tauchrohrs und/oder einer oberen Abdeckung gereinigt werden kann, ist eine Reinigung der weiterführenden Leitung nicht möglich.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine einfach aufgebaute Ablaufarmatur zu schaffen, die auch in montierten Zustand von der Innenseite der Wanne her eine Reinigung und/oder eine Inspektion der mit dem Ablaufstutzen verbundenen weiterführenden Leitung ermöglicht.
- Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Ablaufarmatur mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
- Die von der Erfindung vorgeschlagene Ablaufarmatur enthält also, ähnlich wie die bekannten Ablaufarmaturen, in dem Gehäuse eine Trennwand. Diese Trennwand ist natürlich so beschaffen, dass sie einen möglichst hohen Wasserstand in dem Ablaufgehäuse erzeugt, um dadurch einen sicheren Geruchsverschluss zu bilden. Erfindungsgemäß enthält diese Trennwand nun eine Öffnung, die durch einen Stopfen verschlossen wird. Die Funktion des Geruchsverschluss bleibt also unverändert. Der Stopfen kann aber bei montierter Ablaufarmatur aus der Wanne heraus beispielsweise mit einer Zange oder einem sonstigen Werkzeug ergriffen werden, so dass diese Öffnung geöffnet werden kann. Durch die Öffnung in der Trennwand kann nun eine biegsame Reinigungsspira le geführt werden, die dann bis in den Ablaufstutzen vorgeschoben und von dort in die weiterführende Leitung eingeführt werden kann. Es wird auf diese Weise möglich, auch von der Innenseite der Wanne her solche Abflussreinigungen durchzuführen.
- Der Gedanke der Erfindung, eine einen Teil des Geruchsverschlusses bildende Trennwand mit einer Reinigungsöffnung zu versehen, kann sowohl dann angewendet werden, wenn das Gehäuse eine von dem Boden des Gehäuses ausgehende nach oben gerichtete Trennwand mit einer oberen Kante aufweist, als auch dann, wenn die Trennwand in umgekehrter Richtung von oben nach unten gerichtet ist und unten umströmt wird.
- In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Trennwand doppelwandig ausgebildet ist, wobei entsprechend der Stopfen auch eine größere Dicke aufweisen kann.
- Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass die Oberfläche des Stopfens bündig mit der Oberfläche der Trennwand verläuft. Damit soll sichergestellt werden, dass der Strömungsquerschnitt und die Art der Strömungsführung bei der Benutzung der Ablaufgarnitur nicht beeinträchtigt wird.
- Bei dem Stopfen kann es sich insbesondere um einen Gegenstand aus einem elastomeren Material handeln, der mit einer gewissen Spannung in die Öffnung eingesetzt werden kann. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Stopfen verrastend eingesetzt wird und dort durch eine Rastung festgelegt bleibt.
- Selbstverständlich ist es möglich, den Stopfen auch auszuwechseln.
- In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Stopfen, der von der Innenseite her eingesetzt und auch wieder entnommen wird, in Zusammenwirken mit der Öffnung so ausgebildet ist, dass er nicht durch die Öffnung nach außen hindurch gedrückt werden kann.
- Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der Zusammenfassung, deren beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
-
1 einen Schnitt durch eine Ablaufarmatur nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung; -
2 einen abgewinkelten Horizontalschnitt durch die Ablaufarmatur der1 längs Linie II-II in1 und -
3 einen der1 entsprechenden vertikalen Schnitt bei einer zweiten Ausführungsform der von der Erfindung vorgeschlagenen Ablaufarmatur. - Die in
1 in einem Vertikalschnitt dargestellte Ablaufarmatur enthält ein Gehäuse1 , das unter dem Boden2 einer Duschwanne oder Badewanne angeordnet wird. Das Gehäuse1 enthält eine obere Wand3 mit einer in dieser ausgebildeten Öffnung4 , die von einem in das Innere des Gehäuses1 führenden kurzen Einzug5 umgeben ist. Die obere Wand3 des Gehäuses1 weist eine Dichtfläche6 auf, auf der eine Dichtung7 aufliegt, die durch die Öffnung des Wannenbodens2 hindurchgreift. Von der Innenseite der Wanne her wird ein Ring8 aufgelegt, der mit Schrauben9 an dem Gehäuse1 festgeschraubt wird. Diese Schrauben9 greifen in Schraubbuchsen10 des Gehäuses1 ein. Dadurch wird der Wan nenboden2 zwischen dem inneren Ringelement8 und der oberen Wand3 des Gehäuses1 verspannt. - In das Innere des Gehäuses
1 der Ablaufarmatur greift ein Tauchrohr11 ein, dass in den Einzug11 eingesetzt ist. Dieses zylindrische Tauchrohr11 reicht bis kurz vor den Boden12 des Gehäuses1 und weist dort eine abgerundete Unterkante13 auf. Der Innenraum14 des Gehäuses1 ist auf der einen Seite mit einer Trennwand15 versehen, die von dem Boden12 des Gehäuses1 nach oben führt und dort im oberen Endbereich eine abgerundete Kante16 aufweist. Diese abgerundete Kante16 weist einen Abstand von der Innenseite der oberen Wand3 des Gehäuses1 auf. Jenseits der Trennwand15 ist an dem Gehäuse1 ein Ablaufstutzen17 angeformt. - Das aus der Wanne heraus fließende Wasser fließt durch das Tauchrohr
11 , steigt dann von der Unterkante13 des Tauchrohrs11 wieder nach oben und fließt über die Oberkante16 der Trennwand15 zum Ablaufstutzen17 . Von dort aus gelangt es zur Kanalisation. Sobald die Wanne leer gelaufen ist, bleibt das Wasser innerhalb des Bereichs, der durch die Oberkante16 der Trennwand15 gebildet ist, stehen. Dieser Teil bildet einen Geruchsverschluss. - Der dem Ablaufstutzen
17 zugewandte Teil der Trennwand15 ist mit einer Öffnung versehen. In diese Öffnung ist ein Stopfen19 eingesetzt, und zwar von der dem Tauchrohr11 zugewandten Innenseite20 der Trennwand15 her. Dieser Stopfen19 bildet, siehe den Schnitt der1 , in seinem mittleren Bereich einen von zwei Vertiefungen21 umgebenen Vorsprung22 , an dem man mit einem Werkzeug angreifen kann. Die Öffnung weist in ihrem unteren Bereich eine Schulter23 auf, an der ein nach außen gerichtete Rand24 auf der dem Tauchrohr11 zugewandten Seite des Stopfens19 zur Anlage gelangt. Diese Schulter23 erstreckt sich um den Umfang der Öffnung herum, zumindest über einen größeren Teil. Dies kann man den Schnitt der2 ebenfalls entnehmen. Es ist auf diese Weise sichergestellt, dass der Stopfen19 nicht von der Innenseite20 durch die Trennwand15 hindurch gedrückt werden kann. - Als Abdeckung ist eine Abdeckscheibe
25 auf den Ring8 aufgesetzt, die mithilfe von Stegen26 einen Abstand zu dem Ringelement8 in vertikaler Richtung bildet. Dadurch kann das Wasser durch einen Ringsspalt zwischen der Abdeckscheibe25 und dem Ringelement8 hindurch fließen. Diese Abdeckscheibe25 kann nach oben herausgenommen werden, anschließend lässt sich das Tauchrohr11 nach oben herausziehen. In diesem Zustand kann mit einer Zange der Stopfen19 herausgezogen werden. Jetzt ist es möglich, eine biegsame Spirale durch die Auslassöffnung des Wannenbodens2 , den Einzug5 in der oberen Wand3 des Gehäuses1 und die Öffnung in der Trennwand15 hindurch zu führen, mit der es möglich ist, die zu der Kanalisation führende Leitung mechanisch zu reinigen. Es ist auch denkbar, hier einen Schlauch einzuführen, und die Leitung dann von dort aus mit etwas Druck durchzuspülen. - Bei der in
1 und2 dargestellten Ausführungsform ist eine Trennwand15 vorhanden, die von dem Boden12 des Gehäuses nach oben führt und deren Oberkante16 eine Überlaufkante für das ablaufende Wasser bildet. -
3 zeigt einen der1 ähnlichen Schnitt durch eine andere Ausführungsform, bei der von der Oberseite des Gehäuses aus eine Trennwand27 zunächst schräg nach unten in Richtung auf die Mitte verläuft, und von dort senkrecht nach unten. Hier ist eine untere umströmte Kante28 gebildet, während der Auslaufstutzen17 über einen nach oben gerichteten U-förmigen Bogen29 angeschlossen ist. In der jetzt von oben nach unten reichenden Trennwand27 ist ebenfalls eine Öffnung30 ausgebildet, in die ein Stopfen19 eingesetzt ist. Dieser Stopfen19 weist eine obere Lasche31 auf, an der man nach dem Entfernen der oberen Abdeckung25 mit einer Zange angreifen kann. Auch hier ist es dann möglich, eine flexible Spirale schräg von oben von der Innenseite des Beckens einzuführen, die dann bis in den Ablaufstutzen17 und von dort in die weiterführende Leitung vorgeschoben werden kann.
Claims (8)
- Ablaufarmatur, insbesondere für Dusch- oder Badewannen, mit 1.1 einem Gehäuse (
1 ), das 1.2 einen von einer oberen Einlassöffnung (4 ) her zugänglichen Innenraum (14 ) aufweist, 1.3 einem aus dem Gehäuse (1 ) heraus führenden Ablaufstutzen (17 ), 1.4 einer Trennwand (15 ,27 ) zwischen dem Innenraum (14 ) und dem Ablaufstutzen (17 ) zur Bildung eines Geruchsverschlusses, 1.5 einer in der Trennwand (15 ,27 ) ausgebildeten Öffnung (30 ) und 1.6 einem die Öffnung (30 ) verschließenden Stopfen (19 ), der 1.7 eine von dem Innenraum (14 ) her zugängliche Anfasseinrichtung (22 ,31 ) aufweist. - Ablaufarmatur nach Anspruch 1, mit einem aus dem Innenraum (
14 ) herausnehmbaren Tauchrohr (11 ) und einer von dem Boden (12 ) des Gehäuses (1 ) ausgehenden Trennwand (15 ) mit einer oberen Kante (16 ). - Ablaufarmatur nach Anspruch 1, mit einer von der Oberseite (
3 ) des Gehäuses (1 ) aus nach unten führenden Trennwand (27 ) mit einer unteren Kante (28 ). - Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Trennwand (
27 ) doppelwandig ausgebildet ist. - Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Oberfläche des Stopfens (
19 ) mindestens auf der einen Seite bündig mit der Oberfläche der Trennwand (15 ,27 ) verläuft. - Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Stopfen (
19 ) aus einem elastomeren Material besteht. - Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Stopfen (
19 ) in der Öffnung der Trennwand (15 ,27 ) verrastend beziehungsweise klemmend festlegbar ist. - Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Öffnung (
30 ) und/oder der Stopfen (19 ) derart ausgebildet ist, dass der Stopfen (19 ) von der Innenseite des Innenraums (14 ) her nicht durch die Öffnung (30 ) hindurch gedrückt werden kann.
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