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Die
Erfindung betrifft einen Schirm sowie eine Anordnung derartiger
Schirme.
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Aus
der
DE 4303678 sind
Schirme bzw. sogenannte Großschirme
bekannt, die insbesondere in heißen Gebieten wie Wüstengebieten
aufgebaut werden, um dort auf Plätzen
oder dergleichen vielen Menschen Schutz vor Sonneneinstrahlung und/oder Hitze
zu bieten. Diese Schirme können
großflächigen Schatten
spenden. Weitere Möglichkeiten
bieten sie allerdings nicht.
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Aufgabe und Lösung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen eingangs genannten Schirm
sowie eine Anordnung solcher Schirme zu schaffen, mit denen Probleme
des Standes der Technik vermieden werden können und die insbesondere eine
noch komfortablere Anwendung ermöglichen.
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Gelöst wird
diese Aufgabe durch einen Schirm mit den Merkmalen des Anspruchs
1 oder 14 sowie durch eine Anordnung von derartigen Schirmen mit
den Merkmalen des Anspruchs 18. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen angegeben und werden im
Folgenden näher
erläutert.
Manche der Merkmale werden zwar nur für einen der Schirme beschrieben.
Sie können
jedoch unabhängig
davon für
jeden Schirm sowie auch die Anordnung gelten. Der Wortlaut der Ansprüche wird
durch ausdrückliche Bezugnahme
zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
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Ein
Schirm weist erfindungsgemäß eine Kühlvorrichtung
auf, um ein Kleinklima zu beeinflussen, welches wenigstens im Bereich
des Schirms beziehungsweise darunter herrscht. Ein solcher Schirm weist
eine Standsäule
und eine Schirmfläche
auf. Es ist als Kühlvorrichtung
wenigstens ein Ventilator an dem Schirm angeordnet bzw. befestigt
ist. Vorteilhaft ist der Ventilator an der Standsäule des
Schirms angeordnet. Ein solcher Ventilator ermöglicht es, für einen
gewissen Luftzug im Bereich des Schirms bzw. darunter zu sorgen,
sodass durch den erzeugten Luftstrom ein Kühleffekt erreicht wird. Vor
allem kann sich ein derartiger Kühleffekt
durch die Ventilatorwirkung über
einen größeren Bereich
erstrecken.
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Um
wie vorgenannt die Kühlwirkung
noch zu verstärken,
können
mehrere Ventilatoren vorgesehen sein. Auch bei mehreren Ventilatoren
ist eine Anbringung an der Standsäule eines Schirms vorteilhaft.
Besonders vorteilhaft sind die Ventilatoren verteilt, sodass sie
insgesamt einen größeren Bereich belüften bzw.
kühlen.
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Es
ist von Vorteil, wenn die mehreren Ventilatoren nach Möglichkeit
in etwa gleich verteilt sind. Dies bedeutet, dass der Bereich um
den Schirm herum möglichst
gleichmäßig gekühlt wird.
Im Fall von zwei Ventilatoren können
sie in einem Winkel zwischen 120° und
240° ihrer
Hauptaustrittseinrichtungen zueinander angeordnet sein. Vorteilhaft
sind es etwa 180°.
Sind drei Ventilatoren an dem Schirm bzw. der Standsäule des
Schirms vorgesehen, so können sie
in einem Winkel von etwa 90° bis
150° zueinander angeordnet
sein. Besonders vorteilhaft sind es 120°.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass
ein Ventilator mit seiner Hauptaustrittsrichtung nicht nur horizontal
ausgerichtet ist, sondern nach unten oder nach oben geneigt sein
kann. Dies kann in einem Bereich von 45° über oder unter die Horizontale
sein, vorteilhaft etwa 15°.
Besonders vorteilhaft ist diese Hauptaustrittsrichtung veränderbar
bzw. einstellbar. Dies kann manuell oder automatisch bzw. gesteuert
erfolgen. Insbesondere kann während
des Betriebs ein mehr oder weniger ständiges Auf- und Abbewegen bzw.
eine Änderung
des Winkels zur Horizontalen erfolgen.
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In
nochmals weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann zur großflächigen Kühlwirkung
vorgesehen sein, dass ein Ventilator seitlich gedreht bzw. geschwenkt
wird. Besonders bevorzugt ist dies eine oszillierende Bewegung um
eine Schwenkachse oder Rotationsachse. Der Schwenkbereich kann verschieden
groß gewählt werden.
Vorteilhaft wird er maximal so groß gewählt, dass er insgesamt so groß ist wie
der Winkelabstand zum nächsten
Ventilator an diesem Schirm. So kann mit den Ventilatoren im Wesentlichen
eine gesamte Rundumkühlung
um den Schirm bzw. seine Standsäule
erfolgen.
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Es
ist möglich,
dass die Rotationsachse für eine
horizontale Bewegung des Ventilators gleichzeitig eine Befestigungsachse
bzw. Befestigung des Ventilators an dem Schirm bzw. der Standsäule ist. Wenn
diese Rotationsachse im Wesentlichen senkrecht verläuft, kann
so eine gute Befestigung bei gleichzeitig vorteilhaftem Schwenkbereich
erzielt werden.
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Die
Befestigung der Ventilatoren sowie vor allem auch deren Schwenkbereich
sind vorteilhaft so ausgebildet, dass sich die Ventilatoren bzw.
deren erzeugte Luftströme
sowie auch ihre Ansaugströme nicht
beeinflussen. So ist zum Beispiel bei zwei Ventilatoren vorteilhaft
vorgesehen, dass ihre Hauptaustrittsrichtungen stets in etwa voneinander
weg weisen.
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Vor
allem wenn die Schirme sogenannte Großschirme mit Durchmessern von
weit über
10 m bis zu 30 m oder mehr sind, ist es von Vorteil, wenn ein Ventilator
so ausgelegt ist, dass der von ihm erzeugte Luftstrom bzw. Wirkungsbereich
sich bis in etwa zu dem Randbereich des Schirms erstreckt. Vor allem
wenn bei einer erfindungsgemäßen Anordnung mehrere
Schirme nebeneinander stehen, kann so eine vorteilhafte großflächige Kühlwirkung
eines gesamten Bereichs unter den Schirmen erzielt werden.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
ein Fluid in den Luftstrom des Ventilators eingebracht wird. Dazu
kann mindestens eine Austragvorrichtung vorgesehen sein. Ein derartiges
Fluid kann ein unter den üblichen Umgebungsbedingungen
bzw. Umgebungstemperaturen leicht verdampfendes Fluid sein, vorteilhaft Wasser.
Die Kühlwirkung
von unter heißen
Umgebungsbedingungen verdampfendem Wasser wird als vorteilhaft angesehen
und als angenehm empfunden. Der Vorteil in der Verwendung von Wasser
liegt darin, dass dieses sowohl eine gute Kühlwirkung erzielt als auch
allgemein leicht und gut verfügbar
ist. Vorteilhaft wird das Fluid möglichst direkt in den Luftstrom
des Ventilators eingebracht, insbesondere in Austrittsrichtung hinter
einem Ventilatorpropeller. So erfolgt eine möglichst gute Verteilung über einen
großen
Bereich hinweg. Eine Austragvorrichtung kann rohrartig sein, sodass
sie das Fluid zum einen leiten kann und zum anderen über mehrere
Düseneinrichtungen,
insbesondere feine Löcher,
austragen kann. Dabei ist es möglich,
pro Ventilator mehrere Rohrleitungen vorzusehen, die insbesondere
ringartig verlaufen, beispielsweise nach Art von zwei oder mehr konzentrischen
Ringen. Hier ist es beispielsweise auch möglich, die Austrittsrichtung
des Fluids aus den Rohrleitungen in etwa in Richtung des Luftstroms auszubilden.
Nebeneinander liegende Löcher
können
abwechselnd schräg
zu der Richtung des Luftstroms ausgebildet sein, sodass ein noch
großflächigerer
und umfangreicherer Austrag von Fluid in den Luftstrom möglich ist.
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Versorgungsleitungen
für den
Ventilator wie Elektrokabel oder dergleichen können an dem Schirm vorgesehen
sein, insbesondere im Inneren der Standsäule. Des weiteren können Versorgungsleitungen
für die
Kühlvorrichtung,
insbesondere Fluidleitungen bzw. Wasserleitungen, ebenfalls in der Standsäule verlaufen.
In Ausgestaltung der Erfindung können
an dem Schirm bzw. an oder auf der Schirmfläche Solarzellen vorgesehen
sein. Diese können
nicht nur allgemein zur Energieversorgung dienen, sondern insbesondere
einen Ventilator oder eine vorgenannte Pumpe zum Fluidaustrag antreiben.
Besonders vorteilhaft werden flexible Solarzellen verwendet. Diese
eignen sich vor allem für
ein Einklappen des Schirms bzw. der Schirmfläche.
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So
wie für
den vorgenannten Schirm mit Ventilator beschrieben worden ist, wie
eine Austragvorrichtung für
ein Fluid zur Kühlwirkung
durch Verdampfen angebracht sein kann, so gilt dies im Wesentlichen
auch für
Schirme ohne Ventilator. Vor allem wenn Fluid oder Wasser mit hohem
Druck ausgebracht wird und dabei fein zerstäubt wird ergibt sich auch hier
eine Kühlwirkung über einen
größeren Bereich
hinweg. Derartige Austragvorrichtungen mit einer oder mehreren Austrittsdüsen oder
Düsenvorrichtungen
sind vorteilhaft an dem Schirm bzw. an der Standsäule angeordnet.
Sie können
in verschiedene Richtungen von der Standsäule weg weisen, um möglichst
den gesamten Bereich um den Schirm herum zu kühlen.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass der Schirm bzw.
die Schirmfläche so
ausgebildet sind, dass Regenwasser aufgefangen und gespeichert werden
kann. Ein Wasserspeicher oder dergleichen ist vorteilhaft unterhalb
des Schirms vorgesehen, sodass das Wasser nicht über größere Entfernungen hinweg geleitet
werden muss.
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Eine
eingangs genannte Anordnung von vorgenannten Schirmen sieht erfindungsgemäß vor, dass
wenigstens zwei Schirme vorgesehen sind und deren Standsäulen einen
Abstand von in etwa dem Durchmesser eines Schirms aufweisen. So
können sozusagen
große
beschirmte Flächen
geschaffen werden. Die Schirmflächen
können
sich dabei nahezu berühren
oder sogar überlappen,
zumindest in Draufsicht, sodass eine durchgängig beschattete Fläche entsteht.
Von Vorteil ist es hierbei, wenn die Schirme viereckig sind, insbesondere
regelmäßig, wie
rechteckig oder am besten quadratisch. So ist die Bildung von möglichst
großen
und durchgängig
geschlossenen Flächen
möglich.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass die Schirmflächen im
Wesentlichen auf einer Ebene liegen. So ist auch bei etwas schräg stehender
Sonne eine gut beschattete Fläche erreichbar.
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Bei
einer alternativen Ausgestaltung ist es möglich, dass die Schirme der
Anordnung auf unterschiedlichen Bodenniveaus angeordnet sind. Wenn die
Schirmflächen
benachbarter Schirme unterschiedlich hoch sind, ist die Bildung
eines Luftstromes unter der beschirmten Fläche möglich. So kann unter Umständen auch
ohne vorgenannte Ventilatoren oder deren Wirkung verstärkend ein
kühlender Luftstrom
erzeugt werden, in dem Luft nach Art eines abgeschwächten Kamineffekts
entsprechend der Schräge
der benachbarten Schirmflächen
ansteigt.
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Diese
und weitere Merkmale gehen außer aus
den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die
einzelnen Merkmale jeweils für
sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei
einer Ausführungsform der
Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte
sowie für
sich schutzfähige
Ausführungen
darstellen können,
für die
hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne
Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Verschiedene
Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und
werden im Folgenden näher
erläutert.
Die in den einzelnen Figuren gezeigten Ausführungsformen weisen teilweise
Merkmale auf, die die anderen dargestellten Ausführungsformen der Erfindung
nicht aufweisen. Die Merkmale können
jedoch, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, beliebig miteinander
kombiniert werden. In den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung von erfindungsgemäßen Schirmen
mit Ventilatoren als Kühlvorrichtungen,
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2 eine
seitliche Detailansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung von Ventilatoren
an einer Standsäule
des Schirms gemäß II in 1,
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3 eine
geschnittene Draufsicht einer erfindungsgemäßen Anordnung von Ventilatoren
an der Standsäule
des Schirms gemäß Linie
III-III in 2, wobei die Ansicht im Wesentlichen
einer Vergrößerung des
Ausschnitts IV in 4 entspricht,
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4 eine
Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Anordnung von vier erfindungsgemäßen Schirmen
mit eingezeichneten Hauptaustrittsrichtungen der Ventilatoren,
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5 eine
seitliche Detailansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung gemäß einer
zweiten Ausführungsform
von Ventilatoren als Kühlvorrichtungen
an der Standsäule
des Schirms gemäß II in 1,
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6 eine
teilgeschnittene Draufsicht einer erfindungsgemäßen Anordnung von Ventilatoren
an der Standsäule
des Schirms gemäß Linie
VI-VI in 5,
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7 eine
teilweise auseinandergezogene Darstellung eines erfindungsgemäßen Ventilators
mit einer Austragvorrichtung, sowie
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8 eine
seitliche Detailansicht eines erfindungsgemäßen Schirms gemäß einer
dritten Ausführungsform
von Kühlvorrichtungen,
die als Austragvorrichtungen für
Wasser ausgebildet sind, an einer Standsäule des Schirms gemäß II in 1.
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Detaillierte Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung 100 von
erfindungsgemäßen Schirmen 102 mit
daran gemäß einer
ersten Ausführungsform
angeordneten Kühlvorrichtungen 104,
die hier als Ventilatoren 106 ausgebildet sind. Ein Schirm 102 weist
eine Standsäule 108 sowie
eine Schirmfläche 110 auf
und ist ein so genannter Großschirm,
das heißt,
dass sein Durchmesser wenigstens zwischen 10 und 30 Meter liegt,
wobei sich die Erfindung jedoch nicht ausschließlich auf Großschirme
bezieht. Vielmehr kann die Erfindung auch an jeder anderen Art von
Schirm beziehungsweise Abschirmvorrichtung, insbesondere zur Erzeugung
von abgeschatteten Bereichen zur Anwendung kommen. Mittels der Kühlvorrichtung 104 wird
ein so genanntes Mikroklima im Bereich der Schirme 102 beeinflusst.
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Ein
Abstand a zweier Standsäulen 108 in
der Anordnung 100 ist so gewählt, dass ein Randbereich 112 der
Schirmfläche 110 eines
Schirms 102 der Anordnung 100 einen Randbereich 112 der
Schirmfläche 110 eines
benachbarten Schirms 102 der Anordnung 100 überlappt.
Der Abstand a entspricht dazu etwa dem Durchmesser der Schirmfläche 110,
ist jedoch insbesondere und vorzugsweise etwas kleiner als die Schirmfläche 110.
Die Randbereiche 112 bilden so einen Überlappungsbereich 114,
in dem die Schirmflächen 110 einen
im Wesentlichen vertikalen Abstand 116 zwischen sich aufweisen. Über diesen Abstand 116 kann
beispielsweise Luft, die insbesondere stark erwärmt ist, gemäß Pfeil 118 aus
einem Bereich 120 unterhalb der Schirmflächen 110 in
einen Bereich 122 oberhalb der Schirmflächen 110 gelangen.
Hierzu wird ein Effekt ausgenutzt, der dem Kamineffekt ähnlich ist.
Es wäre
vorstellbar, dass der Luftstrom zur Gewinnung von Energie genutzt
wird, beispielsweise mittels nicht dargestellter Lufträder.
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Eine
seitliche Detailansicht gemäß II in 1 der
erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung
ist in 2 dargestellt. Diese Kühlvorrichtung 204 weist
zwei Ventilatoren 206 auf, die an sich im Wesentlichen
gegenüberliegenden
Seiten 212 der Standsäule 208 eines
Schirms 202 angeordnet sind. Die Ventilatoren 206 sind
mittels einer Befestigungsvorrichtung 214 an der Standsäule 208 befestigt.
Die Befestigungsvorrichtung 214 weist eine Achse 216 auf,
die drehbar in einem fest mit der Standsäule 208 verbundenen
Lager 218 aufgenommen ist. Eine drehbare Lagerung ermöglicht die
Ausrichtung des von den Ventilatoren 206 erzeugten Luftstroms,
der durch die Luftbewegung einen kühlenden Effekt erzeugt, auf
einen bestimmten Bereich. Es ist möglich, die Drehbewegung der
Ventilatoren 206 um die Achse 216 nach einem Einstellvorgang
des Luftstroms zu unterbinden und/oder beispielsweise eine oszillierende
Bewegung der Ventilatoren 206 um die Achse 216 zu
erzeugen.
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In 3 ist
eine gemäß Linie
III-III in 2 geschnittene Draufsicht der
erfindungsgemäßen Anordnung
von Ventilatoren an der Standsäule
des Schirms dargestellt. Aus der 3 ist ersichtlich,
wie die Ventilatoren 306 der Kühlvorrichtung 304 jeweils mittels
der Befestigungsvorrichtung 314 an den sich gegenüberliegenden
Seiten 312 der Standsäule 308 befestigt
sind. Die Ventilatoren 306 sind so an der Standsäule 308 befestigt,
dass die Hauptaustrittsrichtungen 316 der beiden Ventilatoren 306 entgegengesetzt
verlaufen. Darüber
hinaus sind die Ventilatoren 306 auch so an der Standsäule 308 befestigt, dass
die Hauptaustrittsrichtungen 316 jeweils einen Winkel α zwischen
sich und einer ersten Mittelebene 318 der Standsäule 308 zwischen
sich einschließen, wobei
der Winkel α einen
Wert von etwa 65° aufweist.
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Wie
bereits vorstehend beschrieben, sind die Ventilatoren 306 um
die Achsen 320 drehbar mit der Standsäule 308 verbunden.
Mittels eines nicht dargestellten Antriebs angetrieben beschreiben
die Ventilatoren 306 eine oszillierende Bewegung um die
Achsen 320. Die oszillierende Bewegung erzeugt eine Verschwenkung
der Hauptaustrittsrichtungen 316 um einen Winkel ±β mit einem
Betrag von etwa 15°.
Der Antrieb zur Erzeugung der Bewegung kann beispielsweise in oder
an der Befestigungsvorrichtung 314 angeordnet sein. Es
ist jedoch beispielsweise auch möglich,
die Antriebsvorrichtung innerhalb der Standsäule 308 anzuordnen
und beispielsweise eine gemeinsame Antriebsvorrichtung für alle an
der Standsäule 308 angeordneten
Ventilatoren 306 zu verwenden.
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Eine
beispielhafte Anordnung 400 von vier Schirmen 402 in
einer im Wesentlichen quadratischen Form ist in 4 dargestellt.
Es ist ersichtlich, dass die vier Schirme so angeordnet sind, dass
jeweils die ersten Mittelebenen 418 beziehungsweise zweiten
Mittelebenen 422 zweier benachbarten Schirme 402 etwa
deckungsgleich zueinander ausgerichtet sind, also im Wesentlichen
zueinander fluchten. Durch diese Anordnung sowie die Anordnung der
Ventilatoren 406 in dem vorstehend beschriebenen Winkel α zur ersten
Mittelebene 418 wird vorteilhaft erreicht, dass sich die
Hauptaustrittsrichtungen 416 der Ventilatoren 406 in
der Anordnung 400 nicht überschneiden. Dies gilt auch
dann, wenn die Ventilatoren 406, und somit die Hauptaustrittsrichtungen 416 eine
oszillierende Bewegung vollziehen. Unerwünschte Verwirbelungen der einzelnen
Luftströme
oder andere gegenseitige Beeinflussungen der Luftströme werden
so im Wesentlichen vermieden.
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Aus 4 sind
außerdem
die Überlappungsbereiche 414 der
Schirmflächen 410 ersichtlich.
Mittels der Überlappungsbereiche 414 wird
eine im Wesentlichen lückenloser
Abschattung des abgeschirmten Bereichs 424 erreicht.
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Eine
weitere mögliche
Anordnung von Ventilatoren 506 an einer Standsäule 508 gemäß einer weiteren
Ausführungsform
ist in 5 dargestellt. Darin sind vier Ventilatoren 506 in
einem Winkel γ von
etwa 90° zueinander
ausgerichtet an der Standsäule 508 eines
Schirms 502 vorgesehen, von denen jedoch nur zwei in 5 sichtbar
sind. Es ist jedoch zu beachten, dass die 5 selbstverständlich auch als
Darstellung von nur zwei Ventilatoren 506 im Winkel γ von 90° oder auch
drei Ventilatoren 506 herangezogen werden kann, wobei bei
drei Ventilatoren 506 beispielsweise zwei Ventilatoren 506 in
einem Winkel 90° zueinander
und der dritte, nicht dargestellte Ventilator in einem Winkel zwischen
30° und 240°, insbesondere
in einem Winkel von 135°,
zu den anderen Ventilatoren 506 ausgerichtet sein kann.
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Die
Ventilatoren 506 in 5 sind ebenfalls mittels
jeweils einer Befestigungsvorrichtung 514 an der Standsäule 508 befestigt.
Dies jedoch so, dass die Hauptaustrittsrichtungen 516 der
Ventilatoren 506 in einem Winkel δ von etwa 15° zu einer horizontalen Ebene 526 ausgerichtet
sind, also senkrecht zu einer Mittellängsachse 528 der Standsäule 508.
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Die
in 6 dargestellte teilgeschnittene Draufsicht gemäß Linie
VI-VI in 5 des Schirms 602 zeigt
die Anordnung von vier Ventilatoren 606 an der Standsäule, jeweils
in einem Winkel δ von
90° zum
benachbarten Ventilator 606. Die Ventilatoren 606 sind
ebenfalls um eine Achse 626 drehbar an der Befestigungsvorrichtung 614 befestigt,
so dass eine oszillierende Bewegung um einen Winkel ±β mit einem
Betrag von etwa 15° möglich ist.
Die Ventilatoren werden dann von einer ersten Position 630 in eine
zweite Position 632 und zurück verschwenkt.
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Um
die nicht dargestellten Antriebsvorrichtung(en) für die Oszillationsbewegung
der Ventilatoren 606 mit Energie zu versorgen, sind im
Innenbereich 634 der Standsäule 608 Versorgungsleitungen 636 vorgesehen.
Diese Versorgungsleitungen 636 können beispielsweise elektrische,
hydraulische oder pneumatische Leitungen sein. Es ist jedoch ebenfalls möglich im
Innenbereich 634 beispielsweise auch Rohrleitungen vorzusehen
oder andere Bauteile, beispielsweise Pumpen, Transformatore oder
dergleichen.
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Die 7 zeigt
einen Ventilator 706 in einer teilweise auseinandergezogenen
Darstellung. Darin ist ein Ventilatorpropeller 740 zu erkennen,
der hier jedoch nur beispielhaft mit drei Propellerblättern dargestellt
ist. Der Ventilatorpropeller 740 weist eine Ventilatorpropeller-Achse 742 auf.
Der Ventilator 706 weist eine Hauptaustrittsrichtung 716 auf.
In Hauptaustrittsrichtung 716 hinter dem Ventilatorpropeller 740 ist
in seinem Luftstrom konzentrisch zur Ventilatorpropeller-Achse 742 eine
Austragvorrichtung 744 angeordnet. Die Austragvorrichtung 740 weist
gemäß 7 beispielhaft
zwei konzentrische und ringförmige
Rohrleitungen 746 auf, die auf ihrer dem Ventilatorpropeller 740 abgewandten
Seite jeweils mit einigen Düseneinrichtungen 748 versehen sind.
Die Rohrleitungen 746 sind mittels Verbindungsleitungen 750 miteinander
verbunden, wobei die Rohrleitungen 746 mittels einer weiteren,
in 7 nicht dargestellten Verbindungsleitung mit einer ebenfalls
nicht dargestellten Versorgungsleitung verbunden sind. Mittels dieser
nicht dargestellten Versorgungsleitung, die beispielsweise als Schlauch- und/oder
Rohrleitung ausgebildet sein kann, werden die Düseneinrichtungen 748 mit
einem Fluid versorgt.
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Dieses
Fluid ist so gewählt,
dass es unter den Umgebungsbedingungen der Schirme leicht verdampft,
beispielsweise im zerstäubten
Zustand, wobei das Fluid vorzugsweise Wasser ist. Das Verdampfen
des ausgetragenen Fluids innerhalb des Luftstroms kühlt den
Luftstrom weiter ab. Es ist möglich,
das Fluid als Trägerflüssigkeit
für Aroma- und/oder
Duftstoffe zu verwenden, wobei die Zudosierung der Duftstoffe dann
vorzugsweise mittels entsprechender Vorrichtungen erfolgt, beispielsweise
im Inneren der Standsäule.
Die Düseneinrichtungen 748 können hierzu
entweder als Zerstäuberdüsen oder beispielsweise
als Ausnehmungen in den Rohrleitungen 746 ausgebildet sein.
Sie ermöglichen
jedoch vorteilhaft, dass das Fluid so in den Luftstrom eingebracht
werden kann, dass es leicht verdampft.
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In 8 ist
eine weitere Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Schirms 802 mit
Kühlvorrichtung 804 dargestellt.
Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
weist die Kühlvorrichtung 804 in 8 keine
Ventilatoren auf. Vielmehr sind mehrere Düseneinrichtungen 848 in
einer horizontalen Ebene 850 in der Standsäule 808 angeordnet.
Diese Düseneinrichtungen 848 sind mittels
Versorgungsvorrichtungen 852, die im Inneren der Standsäule 808 angeordnet
sind, mit einer Wasserversorgung verbunden. Die Versorgungsvorrichtungen 852 weisen
beispielsweise Rohrleitungen 854 sowie eine Pumpe 856 auf.
Die Düseneinrichtungen 848 sind
vorzugsweise wie in Bezug auf 7 beschrieben
ausgebildet.
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Die
Wasserversorgung kann beispielsweise ein Frischwasserversorgungsnetz
und/oder eine Taverne 858 sein, die unterhalb des Schirms 802 angeordnet
ist und in der Regenwasser oder dergleichen gesammelt wird. Dieses
Regenwasser kann beispielsweise von der in 8 nicht
dargestellten Schirmfläche
aufgefangen werden und mittels einer Rohrleitung 860 der
Taverne 858 zugeführt
werden. Die Schirmfläche
kann darüber
hinaus beispielsweise auch noch mit Solarzellen, insbe sondere flexiblen Solarzellen,
und/oder Sonnenkollektoren ausgestattet sein. Mittels der Solarzellen
kann dann beispielsweise die Pumpe 856 oder auch die Ventilatoren
betrieben werden, die in den anderen Abbildungen dargestellt sind.
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Allen
Ausführungsformen
ist gemein, dass sie das Mikroklima im Bereich der Schirme so beeinflussen,
dass der durch die Schirme abgeschattete Bereich gekühlt wird
oder als gekühlt
empfunden wird. Die Kühlung
erfolgt durch einen Verdampfungsvorgang eines Fluids, insbesondere
Wasser oder dergleichen, das in den zu beeinflussenden Bereich abgegeben
wird, beispielsweise zerstäubt.
Die Kühlung
kann auch dadurch erfolgen, dass ein durch die Ventilatoren erzeugter
Luftstrom in dem Bereich unter den Schirmen erzeugt wird. Dieser
erzeugt eine Kühlung
zum Einen dadurch, dass er verdampfende Feuchtigkeit abführt, beispielsweise
von der Haut einer Person im Bereich des Luftstroms. Zum Anderen wird
ein Kühleffekt
dadurch erreicht, dass der Luftstrom die von einer Person im Bereich
der Schirme abgegebene Körperwärme aufnimmt
und abtransportiert. Selbstverständlich
ist auch eine Kombination dieser Effekte möglich, wie dies beispielsweise
durch die Verwendung eines Ventilators gemäß 7 erreicht
wird.